Beethoven-Sinfonien: Alle neun im Überblick
Alle neun Sinfonien von Ludwig van Beethoven chronologisch: Entstehung, Uraufführung, Widmung, Sätze und bekannte Stellen, dazu die IOCO-Kritiken.
Ludwig van Beethoven (1770–1827) hat neun Sinfonien vollendet. Die erste kam am 2. April 1800 im Wiener Burgtheater heraus, die letzte am 7. Mai 1824 im Kärntnertortheater. Der Überblick über die Beethoven-Sinfonien stellt alle neun Werke in der Reihenfolge ihrer Entstehung vor, mit Daten, Satzfolge, bekannten Stellen und IOCO-Kritiken. Die Satzbezeichnungen folgen dem Werkverzeichnis des Beethoven-Hauses Bonn; in Partituren stehen sie mitunter leicht abweichend.
Beethoven und die Sinfonie: von Bonn nach Wien
Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn getauft; sein genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Ende 1792 ging er mit einem Stipendium seines Dienstherrn, des Kölner Kurfürsten Maximilian Franz, nach Wien, um bei Joseph Haydn zu studieren. Dort blieb er bis zu seinem Tod am 26. März 1827.
Seine erste Sinfonie stellte er erst mit fast dreißig Jahren vor, in seiner ersten eigenen Akademie im Burgtheater. Bis 1814 folgten sieben weitere. Zwei Paare entstanden jeweils unmittelbar nacheinander: die Fünfte und die Sechste, die am selben Abend uraufgeführt wurden, und die Siebte und die Achte. Die Neunte schrieb Beethoven, als er sein Gehör fast vollständig verloren hatte. Zu einer zehnten Sinfonie sind nur Skizzen überliefert.
Alle IOCO-Kritiken zu Beethoven finden Sie gebündelt auf der Seite Ludwig van Beethoven bei IOCO.
Die neun Sinfonien
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
- Entstehung: abgeschlossen im April 1800; einen ersten Anlauf zu einer C-Dur-Sinfonie hatte Beethoven schon 1795/96 unternommen und wieder aufgegeben
- Uraufführung: 2. April 1800, Wien, Burgtheater, in Beethovens erster eigener Akademie
- Widmung: Gottfried Freiherr van Swieten
- Sätze: 1. Adagio molto – Allegro con brio · 2. Andante cantabile con moto · 3. Menuetto. Allegro molto e vivace · 4. Finale. Adagio – Allegro molto e vivace
Beethoven komponierte die Sinfonie möglicherweise eigens für diese Akademie, mit der er sich in Wien erstmals als Sinfoniker vorstellte. Eigentlich sollte das Werk dem Kurfürsten Maximilian Franz gewidmet werden. Weil dieser im Juli 1801 starb, ehe die Erstausgabe erschien, erhielt Baron van Swieten die Widmung. Ein Autograph der Partitur ist nicht erhalten.
Bekannte Stellen: die langsame Einleitung des ersten Satzes und das schnelle Menuetto.
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Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
- Entstehung: etwa Herbst 1800 bis April 1802, mit Unterbrechungen; vor der Drucklegung möglicherweise noch überarbeitet
- Uraufführung: 5. April 1803, Wien, Theater an der Wien, in einer Akademie Beethovens
- Widmung: Karl Fürst von Lichnowsky
- Sätze: 1. Adagio molto – Allegro con brio · 2. Larghetto · 3. Scherzo. Allegro · 4. Allegro molto
Die Zweite ist heiter und voller Energie; an der Stelle des Menuetts steht ein Satz mit der Überschrift „Scherzo“. Ein Autograph der Partitur ist nicht erhalten. Ältere Darstellungen bringen sie mit dem Heiligenstädter Testament von 1802 in Verbindung, in dem Beethoven seine Verzweiflung über die zunehmende Taubheit niederschrieb. Nach neuerer Skizzenforschung war die Sinfonie aber schon vor seinem Sommeraufenthalt in Heiligenstadt abgeschlossen.
Bekannte Stellen: das Larghetto und das übermütige Scherzo.
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Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, Sinfonia eroica
- Entstehung: erste Pläne im Herbst 1802, Hauptarbeit ab Mai/Juni 1803, abgeschlossen spätestens Anfang 1804
- Uraufführung: privat im Frühsommer 1804 im Wiener Palais des Fürsten Lobkowitz (belegt durch einen Eintrag in seinem Kassenbuch vom 9. Juni 1804 für eine Probe). Erste öffentliche Aufführung am 7. April 1805 im Theater an der Wien unter Beethovens Leitung
- Widmung: Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz
- Sätze: 1. Allegro con brio · 2. Marcia funebre. Adagio assai · 3. Scherzo. Allegro vivace · 4. Finale. Allegro molto
Mit der Eroica sprengte Beethoven die bis dahin üblichen Dimensionen der Sinfonie. Die Verbindung zu Napoleon ist gut belegt. Nach einem Brief von Ferdinand Ries aus dem Herbst 1803 wollte Beethoven die Sinfonie „Bonaparte“ nennen. Im August 1804 schrieb er dem Verlag Breitkopf & Härtel, sie sei „eigentlich betitelt Ponaparte“.
Erhalten ist eine von Beethoven durchgesehene Abschrift im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Auf ihrem Titelblatt sind die Worte „intitolata Bonaparte“ so heftig ausradiert, dass ein Loch entstanden ist; mit Bleistift steht dort außerdem von Beethovens Hand „geschrieben auf Bonaparte“. Ries berichtete, Beethoven sei über Napoleons Kaiserproklamation im Mai 1804 empört gewesen. Dass er dabei das Titelblatt zerrissen habe, wird bis heute oft erzählt; das erhaltene Blatt ist jedoch radiert, nicht zerrissen.
Gewidmet war die Sinfonie nie Napoleon, sondern Fürst Lobkowitz. Die Erstausgaben tragen den Titel Sinfonia eroica mit dem Zusatz „composta per festeggiare il sovvenire di un grand'uomo“, also zur Erinnerung an einen großen Mann.
Bekannte Stellen: die zwei Akkordschläge, mit denen der erste Satz beginnt, der Trauermarsch (Marcia funebre) als zweiter Satz und das Trio des Scherzos mit drei Hörnern.
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Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
- Entstehung: 1806
- Uraufführung: wahrscheinlich im März 1807 in einem Privatkonzert im Wiener Palais des Fürsten Lobkowitz
- Widmung: Franz Joachim Reichsgraf von Oppersdorff
- Sätze: 1. Adagio – Allegro vivace · 2. Adagio · 3. Allegro vivace · 4. Allegro ma non troppo
Die Vierte steht zwischen der Eroica und der Fünften und wird deshalb oft übersehen. Die Widmung hat eine eigene Geschichte: Graf Oppersdorff sollte ursprünglich die Fünfte erhalten und hatte dafür schon Vorauszahlungen geleistet. Als Beethoven die Fünfte anderweitig vergab, bekam Oppersdorff die Vierte zugeeignet.
Bekannte Stellen: die langsame, dunkle Einleitung in b-Moll, aus der heraus das Allegro vivace losbricht, und das Adagio mit seinem durchgehenden punktierten Begleitrhythmus.
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Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
- Entstehung: erste Ideen ab 1803/04, Hauptarbeit zwischen Frühjahr 1807 und März 1808
- Uraufführung: 22. Dezember 1808, Wien, Theater an der Wien, in Beethovens Akademie, zusammen mit der Sechsten
- Widmung: Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz und Andreas Kyrillowitsch Graf Rasumowsky
- Sätze: 1. Allegro con brio · 2. Andante con moto · 3. Allegro · 4. Allegro
Kaum ein Motiv der Musikgeschichte ist so bekannt wie die vier Töne, mit denen die Fünfte beginnt. Der Beiname „Schicksalssinfonie“ geht auf Anton Schindler zurück, nach dessen Bericht Beethoven über das Thema gesagt haben soll: „So pocht das Schicksal an die Pforte!“ Ob der Satz tatsächlich gefallen ist, gilt als zweifelhaft, weil Schindler Beethoven erst in dessen letzten Lebensjahren kannte. Im Finale setzte Beethoven erstmals in seinen Sinfonien Posaunen, Piccoloflöte und Kontrafagott ein.
Bekannte Stellen: das Viertonmotiv zu Beginn, das auch in den späteren Sätzen wiederkehrt, und der Übergang vom Scherzo in das strahlende C-Dur-Finale.
Mehr zu Werk und Hintergrund finden Sie auf der Seite Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 bei IOCO.
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Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68, Pastorale
- Entstehung: erste Skizzen ab Sommer 1807, Hauptarbeit zwischen März und August 1808
- Uraufführung: 22. Dezember 1808, Wien, Theater an der Wien, in derselben Akademie wie die Fünfte
- Widmung: Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz und Andreas Kyrillowitsch Graf Rasumowsky
- Sätze: 1. Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande. Allegro ma non troppo · 2. Szene am Bach. Andante molto mosso · 3. Lustiges Zusammensein der Landleute. Allegro · 4. Gewitter, Sturm. Allegro · 5. Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm. Allegretto
Die Pastorale ist die einzige der neun Sinfonien mit fünf Sätzen und mit Überschriften für jeden Satz. Beethoven verstand sie ausdrücklich nicht als bloße Naturschilderung: Der Titel, den er dem Verlag mitteilte, enthält den Zusatz „Mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey“. Die Satzüberschriften sind in leicht unterschiedlichen Fassungen überliefert; der vierte Satz heißt auch „Donner, Sturm“.
Bekannte Stellen: die Vogelrufe am Ende der „Szene am Bach“, die Beethoven in der Partitur eigens bezeichnet hat: Nachtigall (Flöte), Wachtel (Oboe) und Kuckuck (zwei Klarinetten), außerdem das Gewitter und der abschließende Hirtengesang.
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Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
- Entstehung: September 1811 bis etwa April 1812; das Autograph trägt das Datum „1812. 13ten April“
- Uraufführung: 8. Dezember 1813, Wien, Festsaal der Universität, in einem Wohltätigkeitskonzert unter Beethovens Leitung, zusammen mit Wellingtons Sieg op. 91
- Widmung: Moritz Johann Christian Graf von Fries
- Sätze: 1. Poco sostenuto – Vivace · 2. Allegretto · 3. Presto · 4. Allegro con brio
Die Siebte wurde vom ersten Abend an gefeiert. Beethoven stand zu dieser Zeit auf der Höhe seines öffentlichen Ruhms, obwohl sich sein Gehör immer weiter verschlechterte. Die ganze Sinfonie lebt von rhythmischen Mustern, die über lange Strecken festgehalten werden.
Bekannte Stellen: das Allegretto in a-Moll, das schon bei der Uraufführung wiederholt werden musste, und das rasante Finale.
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Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93
- Entstehung: 1812, abgeschlossen spätestens im Frühjahr 1813; das Autograph trägt den Vermerk „Linz im Monath October 1812“
- Uraufführung: 27. Februar 1814, Wien, Großer Redoutensaal, zusammen mit der Siebten und Wellingtons Sieg
- Widmung: keine
- Sätze: 1. Allegro vivace e con brio · 2. Allegretto scherzando · 3. Tempo di Menuetto · 4. Allegro vivace
Beethoven schrieb die Achte unmittelbar nach der Siebten. Sie greift mit dem Tempo di Menuetto auf eine ältere Satzform zurück, verbunden mit vielen überraschenden Wendungen. Eine Widmung erhielt sie nicht.
Bekannte Stellen: das Allegretto scherzando mit seinen gleichmäßig tickenden Bläserakkorden.
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Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
- Entstehung: erste Skizzen 1815, Wiederaufnahme im Herbst 1822, abgeschlossen im Februar 1824
- Uraufführung: 7. Mai 1824, Wien, Kärntnertortheater; es dirigierte Kapellmeister Michael Umlauf, Beethoven stand neben ihm und gab die Tempi an
- Widmung: Friedrich Wilhelm III., König von Preußen
- Sätze: 1. Allegro ma non troppo, un poco maestoso · 2. Molto vivace · 3. Adagio molto e cantabile · 4. Presto – Allegro assai, mit dem Schlusschor über Schillers Ode An die Freude
- Text: Friedrich Schiller, An die Freude (1785), in Auswahl, eingeleitet von Worten Beethovens
Den Anstoß gab ein Auftrag der Philharmonic Society in London. Uraufgeführt wurde die Neunte aber in Wien. Mit dem Chorfinale überschritt Beethoven die Grenzen der rein instrumentalen Sinfonie. Zur Zeit der Uraufführung war er fast völlig taub.
Bevor Schillers Text einsetzt, singt der Bass Worte, die Beethoven selbst hinzugefügt hat:
O Freunde, nicht diese Töne!
sondern laßt uns angenehmere anstimmen,
und freudenvollere.
Darauf folgt die erste Strophe der Ode:
Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum!
Deine Zauber binden wieder,
was die Mode streng geteilt;
alle Menschen werden Brüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.
Die Melodie des Freudenthemas wählte der Europarat 1972 zu seiner Hymne; 1985 nahmen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Gemeinschaft sie als offizielle Hymne an.
Bekannte Stellen: das Freudenthema, das zuerst leise im Orchester erklingt, ehe die Stimmen einsetzen, das Bass-Rezitativ „O Freunde, nicht diese Töne!“ und der Chor „Seid umschlungen, Millionen!“.
Mehr zu Werk und Hintergrund finden Sie auf der Seite Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 bei IOCO.
IOCO-Kritiken: Kulturpalast Dresden, Dresdner Philharmonie (Bernd Runge, 2026) · Mozartsaal Mannheim (Uschi Reifenberg, 2024) · Rosengarten Mannheim, EYOA-Europakonzert (Uschi Reifenberg, 2024) · Semperoper Dresden, Silvesterkonzert (Thomas Thielemann, 2023)
Alle neun Sinfonien: Zyklen und Gesamtaufnahmen bei IOCO
Neben den Kritiken zu einzelnen Konzerten hat IOCO auch über einen vollständigen Zyklus und über Gesamtaufnahmen auf CD berichtet:
IOCO-Kritiken: Elbphilharmonie Hamburg, die neun Sinfonien in fünf Tagen (Patrik Klein, 2017) · CD-Rezension: Die neun Sinfonien, Deutsche Grammophon (Albrecht Schneider, 2021) · CD-Rezension: Complete Symphonies, Pentatone (Julian Führer, 2020). Alle weiteren finden Sie auf der Seite Ludwig van Beethoven bei IOCO.
Für Einsteiger: Welche Beethoven-Sinfonie zuerst?
Wenn Sie Beethovens Sinfonien kennenlernen möchten, bietet sich diese Reihenfolge an:
- Sinfonie Nr. 5 c-Moll – das berühmte Viertonmotiv und der Weg von c-Moll nach C-Dur sind auch beim ersten Hören leicht zu verfolgen.
- Sinfonie Nr. 6 F-Dur, Pastorale – die Satzüberschriften geben eine Orientierung, die Vogelrufe und das Gewitter sind gut zu erkennen.
- Sinfonie Nr. 7 A-Dur – rhythmisch mitreißend, mit dem Allegretto als ruhigem Gegenpol.
- Sinfonie Nr. 9 d-Moll – mit dem Chorfinale über Schillers An die Freude; wenn Sie den Text vorher lesen, folgen Sie dem letzten Satz leichter.
- Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, Eroica – länger und anspruchsvoller, aber mit der Geschichte um Napoleon und dem Trauermarsch besonders aufschlussreich.
Danach lohnen sich die Erste und die Zweite, die noch an Haydn und Mozart anknüpfen, sowie die Vierte und die Achte, die oft im Schatten ihrer Nachbarn stehen.
Häufige Fragen zu Beethovens Sinfonien
Wie viele Sinfonien hat Beethoven geschrieben?
Beethoven hat neun Sinfonien vollendet, die erste 1800, die letzte 1824. Zu einer zehnten Sinfonie sind nur Skizzen überliefert.
Warum heißt die Fünfte „Schicksalssinfonie“?
Der Name geht auf Anton Schindler zurück. Nach seinem Bericht soll Beethoven über das Anfangsmotiv gesagt haben: „So pocht das Schicksal an die Pforte!“ Ob Beethoven das wirklich gesagt hat, gilt als zweifelhaft.
War die Eroica Napoleon gewidmet?
Nein. Gewidmet ist sie Fürst Lobkowitz. Beethoven wollte sie aber zunächst nach Napoleon benennen. Auf der erhaltenen Abschrift sind die Worte „intitolata Bonaparte“ ausradiert, und es steht dort Beethovens späterer Bleistiftvermerk „geschrieben auf Bonaparte“.
Wer dirigierte die Uraufführung der Neunten?
Am 7. Mai 1824 im Wiener Kärntnertortheater dirigierte Kapellmeister Michael Umlauf. Beethoven stand neben ihm und gab nach seiner Partitur die Tempi an; sein Gehör ließ mehr nicht zu.
Welcher Text wird in der Neunten gesungen?
Ausgewählte Strophen aus Friedrich Schillers Gedicht An die Freude von 1785. Die einleitenden Worte „O Freunde, nicht diese Töne!“ stammen von Beethoven selbst.
Welche Beethoven-Sinfonie ist die Europahymne?
Die Europahymne ist die Melodie des Freudenthemas aus dem Finale der Neunten. Der Europarat wählte sie 1972 zu seiner Hymne, die Europäische Gemeinschaft 1985.
Fazit
Beethovens neun Sinfonien reichen von der ersten, die 1800 noch an Haydn und Mozart anknüpft, über die Eroica, die Fünfte und die Pastorale bis zur Neunten mit ihrem Chorfinale. In knapp einem Vierteljahrhundert hat Beethoven die Gattung grundlegend verändert. Alle neun Werke sind regelmäßig im Konzert zu hören, wie die IOCO-Kritiken zeigen. Beethovens einzige Oper behandelt die Seite Fidelio bei IOCO. Komponisten-Überblicke zur Oper finden Sie unter anderem zu Mozart, Rossini, Donizetti, Verdi und Wagner.
Mehr Opernempfehlungen und Kritiken finden Sie auf IOCO – Kultur im Netz.