Baden-Baden, Festspielhaus, Balanchines Ballettschmuckstück Jewels, 27.12.2019

Dezember 6, 2019 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Funkelnde Facetten höchster Tanzkunst – Balanchines Ballettschmuckstück „Jewels“

Zum Finale seiner diesjährigen Residenz zeigt das Mariinsky Ballett Balanchines prachtvolles Ballett „Jewels“. Mit dem funkelnden Dreiteiler in den Juwelen-Farben Smaradgrün, Rubinrot und Diamant beenden das Mariinsky Ballett und –Orchester am 27. Dezember 2019 um 19 Uhr, ihr diesjähriges Gastspiel an der Oos.

Festspielhaus Baden-Baden / Rubies by Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Rubies by Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Die Idee zu „Jewels“ entstand, so geht die Legende, bei einem Spaziergang des Choreografen vor den Schaufenstern des berühmten New Yorker Juweliers Van Cleef & Arpels. „Emeralds“, „Rubies“ und „Diamonds“ heißen die drei Teile des Werkes, sie funkeln mit unzähligen Strass-Kristallen auf den Kostümen in Smaragdgrün, Rubinrot und im klaren Weiß der Diamanten. George Balanchine zeigt damit die drei großen Traditionen des klassischen Balletts: den französischen, romantischen Stil, der in langen Tutu-Röcken zu Musik von Gabriel Fauré getanzt wird, dann die amerikanische Neoklassik, die zu jazzigen Rhythmen von Igor Strawinsky frech die Hüften kippt, und schließlich den russischen Klassizismus, der zu Tschaikowskys dritter Symphonie in einer prachtvollen Polonaise des Corps de ballet triumphiert. Abstrakt und doch voller sprechender Bilder ist „Jewels“ das erste abendfüllende Ballett überhaupt, das den Tanz zu seinem Thema macht: Die wunderbaren Tänzer des Mariinsky-Balletts zeigen den Weg des klassischen Tanzes von Paris über St. Petersburg nach New York.

Festspielhaus Baden-Baden / Mariinsky_Diamonds © Razina

Festspielhaus Baden-Baden / Mariinsky_Diamonds © Razina

Die Ausstattung greift die Farben der teuren Schmucksteine auf, sowohl auf den  Hintergrundprospekten wie in den Kostümen, die mit Myriaden funkelnder Strasssteine besetzt sind. George Balanchine aber, der Georgier, der noch am Ballett des Zarenhofes tanzen lernte, der mit den Ballets Russes die Avantgarde nach Europa brachte und schließlich New York zum Zentrum der Ballettmoderne machte, er legte so viel mehr in die drei Teile als nur die Farben Grün, Rot und Weiß. „Jewels“ zeigt die großen Epochen der Ballettgeschichte, es verfolgt, lose angelehnt an Balanchines biografischen Weg, das Ballett von seinen Ursprüngen in der französischen Romantik über den russischen Klassizismus bis zur amerikanischen, jazzigen Moderne.

Festspielhaus Baden-Baden / Rubies by Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Rubies by Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Im ersten Teil „Emeralds“ tragen die Tänzerinnen die langen Tuturöcke des romantischen Balletts, getanzt wird zu Musik von Gabriel Fauré, zu Ausschnitten aus seinen Schauspielmusiken „Pelléas et Mélisande“ und „Shylock“. Der fließende Stil und das rein weibliche Corps de ballet erinnern an die zarten, schwebenden Wesen des romantischen Balletts, gleichzeitig huldigt Balanchine der Eleganz der Franzosen. Die Bilder und die Jagdhörner in Faurés elegischer Musik evozieren verzauberte Wälder, Nymphen, einsame Prinzessinnen und ihre Kavaliere.

Festspielhaus Baden-Baden / Emeralds by Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Emeralds by Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Frech kippt danach „Rubies“ die Hüften nach vorne, die Ballerina fällt in einen Cakewalk und ihr Partner liefert sich mit seinen Freunden eine flotte Jagd, selbstbewusst thront eine Amazone über den Männern. Ironisch, flott und sexy ist der rote Mittelteil mit seinem kantigen Charme und seiner Broadway- Sinnlichkeit eine Liebeserklärung an das jazzige Amerika. „Rubies“ enthält das modernste Bewegungsvokabular der drei Stücke, passend zu den starken, synkopierten Rhythmen von Igor Strawinskys Capriccio für Klavier und Orchester. Die Kleidung der Tänzer ist rot, die Tutus sind auf die Kürze von Miniröcken geschrumpft.

Festspielhaus Baden-Baden / Emeralds by Valentin Baranovsky © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Emeralds by Valentin Baranovsky © State Academic Mariinsky Theatre

Im majestätischen „Diamonds“ schließlich lässt George Balanchine den Glanz  des imperialen St. Petersburger Balletts von Marius Petipa wiederauferstehen, wozu natürlich Musik von Peter Tschaikowsky gehört. Zu dessen Dritter Sinfonie, genannt „Die Polnische“, steht ein stolzes Solistenpaar im Mittelpunkt, das rein klassisch choreografierte Stück endet mit einer prächtigen Polonaise des gesamten Ensembles. Die Damen tragen die geschmückten Tellertutus, die man aus „Dornröschen“ oder „Schwanensee“ kennt, „Diamonds“ führt auch die russische Ensemble-Hiercharchie in Vollendung vor, mit der Primaballerina als Königin des Abends. Natürlich liebt man in St. Petersburg diesen letzten Teil besonders, beschließt doch die russische Klassik triumphierend den Abend. Balanchine choreografierte alle drei einzelnen Stücke in seinem bekannten neoklassischen Stil, variierte aber die Bewegungen in Details und näherte sich so der Romantik, der jazzigen Moderne und der akademischen Klassik. Prisma- Formationen oder Reihungen wie eine Edelsteinkette zeigen das Juwelen-Thema auch direkt in den Schrittfolgen. Der Dreiklang der Farben, vom sanften Schein der Smaragde über das dunkle Feuer der Rubine bis zum strahlenden Glanz der Diamanten, spiegelt sich in der Ballett-Geografie ihres Choreografen: „Emeralds“ steht für Paris, „Rubies“ für New York und „Diamonds“ für St. Petersburg. „Jewels“ entstand 1967 mitten im Kalten Krieg und symbolisierte mit seinen drei Kulturen und drei Ballettschulen auch eine Entente Cordiale, eine getanzte Völkerverständigung. Das Mariinsky-Ballett übernahm das Stück 1999, sehr früh nach der Öffnung seiner zuvor stark sowjetisch geprägten Ballettästhetik. Seitdem gehört der Balanchine-Klassiker fest zum Repertoire der St. Petersburger Kompanie.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101

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Ulm, Theater Ulm, Philharmonisches Konzert Mozart & Schubert, 26.11.2019

November 20, 2019 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Zweites Philharmonisches Konzert im CCU mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert

Im zweiten Philharmonischen Konzert am Dienstag, den 26. November 2019 präsentiert das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm unter der Leitung des Gastdirigenten Christof Prick um 20 Uhr im CCU Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert.

Für Franz Schubert, dessen Ouvertüre zum Zauberspiel »Die Zauberharfe« zu Gehör gebracht werden wird, spielte die Musik Mozarts schon früh eine wichtige Rolle, ohne dass er in Versuchung geriet, sich mit ihr messen oder sie gar kopieren zu wollen. Er führte in seinen letzten Jahren die Errungenschaften der klassischen Sinfonie vielmehr fort, versuchte, die Übermacht Beethovens zu überwinden und öffnete schließlich das Tor zur Romantik.

Die »Linzer Sinfonie« schrieb Mozart 1783 innerhalb von fünf Tagen. Ein Geniestreich. Über vierzig Jahre später haben sich die Dimensionen geändert: Schubert brauchte für seine letzte Sinfonie mehr als zwei Jahre. Sie dauert auch doppelt so lange wie Mozarts »Linzer«. Doch Schubert konnte seine Musik selbst nicht mehr im Konzert erleben. Erst elf Jahre nach seinem viel zu frühen Tod kam die »8. Sinfonie« zur Uraufführung.

Als Gastdirigent leitet der gebürtige Hamburger Christof Prick die Ulmer Philharmonikerinnen und Philharmoniker. Prick war u. a. als Generalmusikdirektor an den Staatstheatern in Saarbrücken, Karlsruhe und Hannover tätig sowie Musikdirektor des Los Angeles Chamber Orchestra und Chefdirigent des Charlotte-Symphony- Orchestra in North Carolina. Er ist seit mehreren Jahrzehnten ständiger Gast u. a. der Wiener Staatsoper, der New Yorker Metropolitan Opera, der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Bayerischen Staatsoper München. Seit 1999 ist er ordentlicher Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik in Hamburg.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Münster, Theater Münster, Konzertvorschau Oktober 2019

September 23, 2019 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Konzertvorschau Oktober 2019
Sinfonieorchester Münster


1. SINFONIEKONZERT
Dienstag, 1. Oktober, 19.30 Uhr
Mittwoch, 2. Oktober, 19.30 Uhr
Sonntag, 6. Oktober, 18.00 Uhr
Werke von Johann Sebastian Bach | Anton Webern, Bernhard Romberg und Johannes Brahms
Solist: Shenghzi Guo, Violoncello
Sinfonieorchester Münster | Dirigent: Golo Berg


GESPRÄCHSKONZERT
Samstag, 5. Oktober, 11.30 Uhr, Martinikirche
Ausschnitte aus der Sinfonie Nr. 4 e-Moll von Johannes Brahms
Sinfonieorchester Münster
Dirigent und Moderation: Golo Berg


MONDAYNIGHTMUSIC I
Montag, 7. Oktober, 19.30 Uhr, LWL-Museum für Kunst und Kultur
SWAN FAKE
Uwaga! plus Sinfonieorchester Münster
Dirigent: Stefan Veselka


1. ERBDROSTENHOFKONZERT
Montag, 7. Oktober, 20.00 Uhr
Werke von Gioachino Rossini, Franz Schubert, Carl Czerny u.a.
Kammermusik im Festsaal des Erbdrostenhofs


1. RATHAUSKONZERT
Donnerstag, 10.Oktober, 19.30 Uhr
Werke von Giacomo Puccini, Luigi Boccherini und Jean Françaix
Kammermusik im Rathausfestsaal


MÜNSTERLAND-FESTIVAL
Samstag, 12. Oktober, 20.00 Uhr, Kulturzentrum GBS Greven
Werke von Moondog, Thorsten Schmid-Kapfenburg und Volker Leiss
Solistin: Maia Shamugia, Violine
Sinfonieorchester Münster | Dirigent: Golo Berg


2. SINFONIEKONZERT
Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr
Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr
Sonntag, 3. November, 18.00 Uhr
Werke von Moondog, Heiner Goebbels und  Richard Strauss
Solist*innen: Jocelyn B. Smith, David Moss, Stimmen
Sinfonieorchester Münster
Osnabrücker Symphonieorchester | Dirigenten: Golo Berg, Andreas Hotz


—| Pressemeldung Theater Münster |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Open-Air-Konzert, 18.08.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Das TfN ist wieder da!

Das Theater für Niedersachsen ist aus der Sommerpause zurück und startet mit einem großen Open-Air-Konzert auf dem Domplatz in die aufregende und vielseitige letzte Spielzeit von Intendant Jörg Gade. Der Ticketvorverkauf für alle Stücke startet am 8. August, 10 Uhr.

Der Spielzeitstart am TfN ist in diesem Jahr besonders aufregend: Durch die Sanierung des Stadttheaters gehen die ersten Veranstaltungen der Saison an verschiedenen Orten in Hildesheim über die Bühne. Und noch etwas ist neu: Der allseits beliebte Theatergarten findet nicht zu Beginn der Saison statt, sondern an dessen Ende und ist damit ein letzter Abschiedsgruß von Intendant Jörg Gade, der das TfN im Sommer 2020 verlässt.

Theater für Niedersachsen / Saisoneröffnung 2019-20 © C. Grossmann

Theater für Niedersachsen / Saisoneröffnung 2019-20 © C. Grossmann

Den Startschuss für die Saison 2019/20 gibt das große Open-Air-Konzert auf dem Domplatz am Sonntag, 18. August, unter der musikalischen Leitung von Florian Ziemen. Mit Wagners Ouvertüre zum „Tannhäuser“, Beethovens 5. Sinfonie und Mendelssohns Violinkonzert e-Moll präsentiert die TfN-Philharmonie unvergängliche Klassiker des Konzertrepertoires. Der Eintritt ist frei. Im August findet sich außerdem noch ein zweites großes Konzert auf dem Programm: Bei „La vie en rose“ im Kloster Marienrode am Samstag, 24. August, obliegt die Leitung Chordirektor Achim Falkenhausen unter Beteiligung der Philharmonie, des Chors und des Kinderchors des TfN.

Die erste Premiere der Spielzeit am Samstag, 7. September, führt das TfN-Schauspielensemble in das Burgtheater auf der Domäne Marienburg. Regisseurin Alice Asper dramatisiert Ödön von Horváths 1937 erschienenen Roman „Jugend ohne Gott“ für das TfN neu und stellt die Frage, wie eine Gesellschaft ins Totalitäre kippt. Am Freitag, 20. September, starten dann auch die MusicalCompany und das Opernensemble in die neue Spielzeit. Gemeinsam mit der TfN-Philharmonie und vielen Statistinnen und Statisten laden sie das Publikum zu einem Kurzurlaub nach Österreich ein: Die Kult-Operette „Im weißen Rössl“ wird in Szene gesetzt von Erik Petersen und choreografiert von Ludwig Mond. Sowohl zur Domäne Marienburg als auch zur Halle39 sorgt das TfN für einen kostenlosen Shuttle-Service.

Am 16. November öffnet sich dann zum ersten Mal der Vorhang im frisch sanierten Stadttheater und die Spielzeit nimmt mit dem monumentalen Musiktheaterwerk „Tristan und Isolde“ richtig an Fahrt auf. Weitere Informationen sowie das gesamte Programm der Spielzeit 2019/20 stehen auf der Homepage des TfN (www.tfn-online.de) zur Verfügung.

Karten für alle Stücke sind ab 8. August, 10 Uhr, im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter 05121 16931693 sowie unter www.tfn-online.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Auch bei der ersten Theatersprechstunde am Samstag, 10. August, 10 bis 13 Uhr, auf dem Vorplatz der Literaturkirche St. Jakobi, können Karten erworben werden.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

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