Wien, Staatsoper Wien, L’incoronazione di Poppea – Gedanken von Olivier Fourés, IOCO Aktuell, 23.05.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

L’INCORONAZIONE DI POPPEA –  Gedanken von Olivier Fourés

„Eine Originalfassung wäre utopisch“

Premiere am 22.5.2021:  Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado, Inszenierung Jan Lauwers, Nerone Kate Lindsey, Poppea Slávka Zámecníková, Ottone Xavier Sabata, Ottavia Christina Bock, Seneca Willard White, Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker


Die Handlung der Oper

Prolog

Fortuna und Virtù, die Göttinnen des Glücks und der Tugend, zanken sich, wer von ihnen die mächtigere ist. Amor, der Gott der Liebe, tritt dazwischen und beansprucht für sich den obersten Rang.

1. Akt
Ottone treibt die Sehnsucht zu Poppea. Als er vor ihrem Haus zwei schlafende Soldaten antrifft, wird ihm klar, dass seine Geliebte schon Besuch hat: Kaiser Nerone ist bei ihr. Die Soldaten erwachen und beschweren sich über Nerones Affären und seinen fahrlässigen Umgang mit der Macht.Nerone verabschiedet sich von Poppea. Ehe er nicht Kaiserin Ottavia verstoßen hat…….


L’incoronazione di Poppea – Gedanken von Olivier Fourés

Olivier Fourés hat gemeinsam mit Pablo Heras-Casado, Dirigent der Produktion an der Wiener Staatsoper, die musikalische Fassung für die Wiener L’incoronazione di Poppea erarbeitet. Hier seine Gedanken zur Oper wie der Produktion,  von der Wiener Staatsoper veröffentlicht:

»Die Zukunft ist nichts als die Folge des Dialogs zwischen Gegenwart und Vergangenheit.«       Paul Morand

Olivier Fourés: Häufig wird behauptet, dass Monteverdis Poppea, uraufgeführt am Teatro S. Giovanni e Paolo in Venedig im Karneval 1642/43 (möglicherweise Ende Januar 1643, wenige Monate vor dem Tod des Komponisten), seine problematischste Oper sei. Wir kennen zwei musikalische Quellen, die erheblich voneinander abweichen: eine venezianische aus dem Jahr 1646 und eine neapolitanische von 1651. Und auch wenn ihre Szenenfolge dem anlässlich der Uraufführung gedruckten Scenario dell’opera reggia intitolata La coronatione di Poppea – welches anhand von Zusammenfassungen der einzelnen Szenen durch die Handlung führt – weitgehend entspricht, so stimmt doch keine der beiden Partituren mit einer der gedruckten Librettofassungen vollkommen überein.

Einführungsmatinee zu L´incoronazione di Poppea
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Da die musikalischen Quellen posthum erstellt wurden, ist die Annahme berechtigt, dass in ihnen Monteverdis Uraufführungsversion verändert wurde. Dennoch offenbart ihre Gegenüberstellung einen wichtigen gemeinsamen Kernbestand, der vermutlich der Originalversion entspricht, sowie die Tatsache, dass die Poppea schon bei der Uraufführung als Pasticcio aus Kompositionen verschiedener Musiker konzipiert war, zu denen offenbar Francesco Cavalli (Monteverdis Assistent und Hauptkopist der venezianischen Abschrift), Francesco Sacrati oder Benedetto Ferrari zählten; letzterer könnte Autor des berühmten Schlussduetts »Pur ti miro« sein, das erstmals in seinem Pastor Reggio (Venedig, 1640) erschienen war.

Wenn also die authentische Zuschreibung der Kompositionen voller Rätsel bleibt (und für die damalige Zeit keinerlei Bedeutung besaß) und Monteverdi also richtiger als Werkstatt-Leiter oder -Meister anzusehen ist, so sind die echten Probleme einer heutigen Wiedergabe vielmehr mit den musikalischen Quellen verknüpft: die venezianische stellt offenbar eine Cembalo-Stimme dar, sie enthält nur sehr wenige Angaben zu den Orchesterstimmen und umfasst zahlreiche Streichungen und Zusätze; die neapolitanische ist ordentlich kopiert und die Stimmen der Orchester-Ritornelle sind in der Regel ausgeschrieben, aber mehrere Passagen sind unleserlich geworden und in zahlreichen Takten blieben Basslinie oder Textunterlegung unausgeführt. Keine der beiden Quellen bietet eine präzise Instrumentierung.

Welchen Anspruch kann eine Wiederaufführung der Poppea heute stellen? Wenn auch eine Wiederherstellung der »Originalfassung« eindeutig trügerisch und utopisch wäre, laden die Solidität des Librettos und die Qualität und Menge der Musik dennoch dazu ein, diese Oper als Ganzes zum Leben zu erwecken. Man sollte aus der Not eine Tugend machen und sich die besondere Situation zunutze machen – die nur dann stört, wenn man ein musikalisches Werk zwingend als definiertes, erstarrtes und von einem Autor signiertes Endprodukt versteht –, um sich über die Natur (und die Reize) der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts klar zu werden.

Ehe man die Lösung der praktischen Probleme angeht, muss man sich den Kontext klarmachen, in dem die Uraufführung der Poppea stand. In ihrer Eigenschaft als Pasticcio und durch ihre unterschiedlichen Versionen offenbart diese Oper von Beginn an die Elastizität des venezianischen drama in musica. Aus Manuskripten und Zeugnissen späterer Opern von Pallavicino, Ristori oder Vivaldi weiß man, dass es nie zwei identische Vorstellungen gab: Am Tag der Aufführung konnten Zwischenspiele eingefügt werden (als musikalische, theatralische oder getanzte Darbietung, oder auch in Gestalt einer Tombola oder einer Tierausstellung!), um von der Anwesenheit oder Verfügbarkeit bestimmter Künstler oder Persönlichkeiten zu profitieren. Die Zwischenspiele hatten auch das Ziel, die Aufmerksamkeit eines Publikums wachzuhalten, das sich unterhielt, Karten spielte, aß und trank oder die Logen-Vorhänge zugezogen hatte, um der Ruhe zu pflegen. Impresarios, Sänger und Musiker mussten sich also gewandt und flexibel an die sich wandelnden Kontexte anpassen. So erklärt sich auch die Wichtigkeit der Improvisation bei der Interpretation dieser Musik (Poppea enthält einen ciaccona-Bass à la mode, oder passacagli, die das Orchester auffordern »da ballo« zu improvisieren).

Claudio Monteverdi Grabplatte in Venedig © IOCO

Claudio Monteverdi Grabplatte in Venedig © IOCO

Darüber hinaus muss man sich daran erinnern, dass Monteverdi damals ein ungewöhnlich anerkannter Musiker war (seit 30 Jahren Kapellmeister der Basilika von San Marco). Seine Oper musste also ein außerordentliches Ereignis darstellen, mit all dem Prachtaufwand, der damit verbunden war. Das 1638 eröffnete Theater von San Giovanni e Paolo (auch Grimani genannt) galt als das schönste und komfortabelste Theater der Stadt und muss über weitläufige Räumlichkeiten verfügt haben. Nachdem es 1654 von Carlo Fontana umgebaut wurde, bot es nicht weniger als 900 Zuschauern Platz bei einer Portalbreite von ca. 15 Metern. Diese Dimensionen verlangten nach einer deutlich größeren Orchesterbesetzung, als wir heute allgemein annehmen. Nicht vergessen darf man zudem, dass Monteverdi in San Marco gewohnt war, mit großen Instrumentalensembles zu arbeiten, die er selbst erweiterte und koloristisch bereicherte. So kaufte er beispielsweise 1642 zwei Psalterien (metallisch klingende Zupfinstrumente) oder setzte »violini di rinforzo« ein, zusätzliche Spieler, die bei besonderen Anlässen die Klanggewalt des Orchesters verstärkten. Und wenn man an den Apparat denkt, den Monteverdi in Mantua anlässlich der Uraufführung seines Orfeo eingesetzt hatte (etwa 30 Musiker), in einem klein dimensionierten Theater (dessen szenische Beschränkungen eine Anpassung des Librettos in letzter Minute erzwangen), so dürfte sein Orchester im Grimani kein kleines gewesen sein.

Auch für unsere Neuproduktion der Poppea an der Wiener Staatsoper wollte die überwältigende, facettenreiche und spektakuläre Dimension seiner Musik berücksichtigt sein. Die Instrumentierung wurde inspiriert von der seiner Opern Orfeo und Ulisse, unter Berücksichtigung der Traditionen in San Marco (Einsatz von Psalterien, Raumklangeffekte, violini di rinforzo). Monteverdi war zudem ein großer Kolorist: Den Einsatz sämtlicher Streichinstrument-Familien ergänzte er durch zahlreiche Blas- und Zupfinstrumente, Tasteninstrumente sowie antikes, modernes und sogar exotisches Schlagwerk. Die musikdramatische Struktur unserer Fassung orientiert sich im allgemeinen am Kernbestand beider Versionen, der venezianischen und der neapolitanischen, und macht sich auch ihre Abweichungen zu Nutze: So kann man über einer gleichbleibenden Basslinie zwei unterschiedliche und gleichwohl originale Instrumentierungen genießen, ebenso beide sinfonie, die das Werk eröffnen, so wie auch den musikalischen Höhenflug der letzten, der Hochzeits-Szene, die in der neapolitanischen Version besonders ausgearbeitet ist. Wir profitieren von der evidenten Mitwirkung der Trompeten, indem wir zu Beginn dieser Szene eine Fanfare von Fantini einfügen, so wie es im 17. Jahrhundert gewiss üblich war, als die Trompeter nicht auf den Komponisten angewiesen waren, um ein Ereignis dieser Art musikalisch zu illustrieren.

Die oft fehlende Orchestration haben wir aus den Instrumentalstimmen entwickelt, dabei gleichfalls verschiedenen historischen Traditionen folgend: Harmonisierung der Basslinie, Entwicklung der Ritornelle, Wiederholungen eines Themas mit verkürzten Notenwerten (was beide Quellen auch vorführen), Schaffung obligater Instrumentalparts zu rezitativischen Passagen, Zuordnung von colla parte-Instrumentalstimmen, deskriptive Effekte sowie Ausgestaltung des Continuo unter Berücksichtigung der Akustik der Staatsoper.

Wie der ehemalige Staatsoperndirektor Gustav Mahler sagte: „Tradition ist nicht Anbetung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers.“ Wenn die Manuskripte der Poppea wie Skelette anmuten, möge man sich in Erinnerung rufen, dass bereits die italienischen Komponisten selbst ihre Partituren als »scheletri« bezeichneten, denen man Fleisch und Geist hinzufügen und Leben einhauchen müsse. Sie hatten ein erhöhtes Bewusstsein davon, dass Musik nur über den Umweg ihrer Interpretation existiert und dass eine kompositorische Idee gewiss originell, instruktiv und stimulierend sein muss, ihre Kommunikation jedoch ebenso entscheidend ist. Die venezianische Schule von Gabrieli bis Vivaldi, Treffpunkt sakraler, profaner, volkstümlicher, choreographischer oder theoretischer Traditionen, hat zwei Jahrhunderte lang Europa fasziniert, weil es hier wichtiger war, musikalische Wunder zu ermöglichen, als sie zu formalisieren. Die Devise der Academia degli Incogniti (deren Mitglied Monteverdi war) lautete Ex Ignoto Notus („Das Wissen erwächst aus dem Unwissen“) und ihr Emblem war der Nil (ein antiker Fluss, dessen Quelle unbekannt war und der die Ebenen fruchtbar machte). Ebenso laden uns die Geheimnisse der Poppea ein, Fragen zu stellen, zu forschen und Gegenwart und Vergangenheit zu beobachten, um schließlich festzustellen, dass sie uns weniger fremd sind, als wir glauben.

Olivier Fourés

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Düsseldorf, Ballett am Rhein, Hans van Manen – 50jähriges Bühnenjubiläum am Rhein, IOCO Aktuell, 20.05.2021

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

ballettamrhein.de

Hans van Manen  –  50jähriges Bühnenjubiläum
an der Deutschen Oper am Rhein

Sein erstes Ballett außerhalb der Niederlande schuf Hans van Manen, *1932,  vor genau 50 Jahren für das heutige Ballett am Rhein an der Deutschen Oper am Rhein. Das Stück hieß „Keep Going“, was sich rückblickend liest wie das Motto seines bewegten und erfolgreichen Künstlerlebens. 22 seiner insgesamt 150 Choreographien kamen in den vergangenen 50 Jahren auf die Bühnen des Opernhauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg. Diese außerordentliche Verbundenheit möchte die Deutsche Oper am Rhein mit der Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft besiegeln.

Vorerst macht ein Kurztrailer auf ballettamrhein.de (link HIER) Lust auf ein filmisches Portrait, das zum Anlass des Jubiläums von der amerikanischen Filmemacherin Daisy Long geschaffen wurde.

 Ballett am Rhein / Hans van Manen erhält die Ehrenmitgliedschaft durch Daisy Long © Daisy Long

Ballett am Rhein / Hans van Manen erhält die Ehrenmitgliedschaft durch Daisy Long © Daisy Long

„Richtig feiern möchten wir die Goldene Bühnenhochzeit des Ballett am Rhein mit Hans van Manen, sobald das wieder im angemessenen Rahmen möglich ist“, sagt Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi, Nachfolger von Martin Schläpfer, und setzt auf einen Gala-Termin im kommenden Herbst 2021.

Den Rahmen für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Hans van Manen sollen dann sowohl Live-Aufführungen bilden als auch das Filmporträt, für das Daisy Long Hans van Manen zu Hause in Amsterdam besucht hat. In der ihm eigenen Art beschreibt der heute 88-Jährige darin sein Leben mit dem Tanz und seine enge Beziehung zum Ballett am Rhein. „Ballett ist für mich sehr wichtig, es ist mein Metier. Damit höre ich nie auf…“, sagt van Manen nachdenklich in die Kamera. Und fügt verschmitzt hinzu: „Es ist ja auch das einzige, was ich kann!“ Sein letztes Werk – die 150. Choreographie – schuf Hans van Manen für den von ihm hoch geschätzten Künstlerkollegen Martin Schläpfer, den ehemaligen Ballettdirektor und Chefchoreographen des Ballett am Rhein. Alltag nannte er es mit dem ihm typischen Understatement, geht es darin wie in jedem seiner Stücke doch um sehr viel mehr als Alltägliches.

Hans van Manen – Variations Behind the Scenes – Dutch National Ballett
Youtube Nationale Opera & Ballet
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Etliche Fotos und Filme aus dem Archiv des Düsseldorfer Theatermuseums ergänzen die Interviews und zeichnen ein vielfältiges und berührendes Portrait des großen niederländischen Meisters. Nach der Gala zum 50-jährigen Bühnenjubiläum wird der Film online zu sehen sein.

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Das Werk Hans van Manens ist so eng mit der Balletttradition unseres Hauses verbunden wie kein zweites. Die Aufführungen seiner Choreographien in Duisburg und Düsseldorf ziehen sich wie ein roter Faden durch die letzten 50 Jahre Ballettgeschichte an der Deutschen Oper am Rhein. Es ist uns ein tiefes Bedürfnis und eine große Freude, Hans van Manen zum Ehrenmitglied zu ernennen.“

Einen kleinen Vorgeschmack auf die filmische Ehrung Hans van Manens gibt es schon jetzt online auf               ballettamrhein.de

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Ab 19. Mai – 6 Premieren und viel mehr, IOCO Aktuell, 29.04.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

CARMEN, TOSCA und viel mehr : 6 Premieren ab 19. Mai 2021

Wiedereröffnung mit begeisterndem Spielplan

Fast ein halbes Jahr ist die Wiener Staatsoper nun schon geschlossen – die längste Periode seit der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit wurde stets weitergearbeitet, geprobt, einstudiert und zahlreiche Vorstellungen konnten für TV, Streaming und Radio herausgebracht werden, zuletzt die hochkarätig besetzte Premiere der ParsifalNeuproduktion unter Musikdirektor Philippe Jordan, IOCO link dazu HIER!. Dank der Kooperation mit dem ORF und dem eigenen Streaming-Kanal wurden auf diese Weise bisher weltweit mehr als fünf Millionen Kontakte erreicht.

Entsprechend der Ankündigung der österreichischen Bundesregierung und vorausgesetzt, dass die Maßnahmen der Stadt Wien es zulassen, wird das Haus am Ring nun am 19. Mai 2021 endlich wieder für seine Besucherinnen und Besucher öffnen. In den sechs Wochen bis zum Ende der Saison wird die Staatsoper dem Publikum sechs Premieren bieten.

Zum einen können zwei der Premierenproduktionen dieser Spielzeit, die nur für Kameras und Mikrofone gespielt wurden bzw. werden, nun auch vor Publikum gezeigt werden: Calixto Bieitos Produktion von Carmen sowie Faust in der Inszenierung von Frank Castorf.

Einführungsmatinee zu Faust der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Neben diesen beiden nachgeholten Premieren werden bis Ende Juni insgesamt noch vier weitere Premieren auf die Bühne gebracht: L’incoronazione di Poppea – der Auftakt der geplanten Monteverdi-Trilogie –, Macbeth in der Regie von Barrie Kosky mit Anna Netrebko als Lady Macbeth, der Ballett-Dreiteiler Tänze Bilder Sinfonien mit der Uraufführung von Martin Schläpfers Sinfonie Nr. 15 sowie Der Barbier für Kinder, die erste Kinderopern-Produktion, die in der neuen Direktion auf der Bühne im großen Haus zu sehen sein wird.

Für den Zeitraum vom 19. bis 25. Mai musste der Spielplan entsprechend den neuen Gegebenheiten leicht überarbeitet werden. Neben den zwei Faust-Vorstellungen wird auch zwei Mal Tosca mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle sowie Piotr Beczala als Mario Cavaradossi zu sehen sein. Statt des Schließtages am 1. Juni findet ein Liederabend von Diana Damrau statt.

Die kommende Spielzeit 2021/22 wird am 3. Juni auf der Bühne des Hauses am Ring, ebenfalls vor Publikum, präsentiert. Alle Details dazu werden gesondert bekanntgegeben.

Der Kartenverkauf für sämtliche Vorstellungen ab 19. Mai bis Saisonende 30. Juni startet heute, Mittwoch ab 12.00 Uhr. Karten sind aktuell online über die Website der Wiener Staatsoper sowie telefonisch unter +43 1 513 513 buchbar. Mit Beendigung des harten Lockdowns in Wien ab 3. Mai sind auch die Bundestheaterkassen für den Kartenverkauf geöffnet.

Einführungsmatinee zu Carmen der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
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DER SPIELPLAN AB 19. MAI 2021

19. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Frank Castorf
Doktor Faust Juan Diego Flórez
Marguerite Nicole Car
Méphistophélès Adam Palka
Valentin Étienne Dupuis

20. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES – NEUEINSTUDIERUNG
Glass Pieces (Jerome Robbins)
Duo Concertant (George Balanchine)
A Suite of Dances (Jerome Robbins) – Erstaufführung an der Wiener Staatsoper
The Concert (Jerome Robbins)
Musikalische Leitung Benjamin Pope
Wiener Staatsballett

21. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Margarethe Wallmann
Floria Tosca Sonya Yoncheva
Mario Cavaradossi Piotr Beczala
Baron Scarpia Ambrogio Maestri

Einführung von Intendant Bogdan Roscic zu L’INCORONAZIONE DI POPPEA der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
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22. Mai 2021, 18.30 Uhr
L’INCORONAZIONE DI POPPEA – PREMIERE
Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung Jan Lauwers
Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámecníková
Ottone Xavier Sabata
Ottavia Christina Bock
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
23. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST
Besetzung wie am 19. Mai

24. Mai 2021, 11.00 Uhr (Programmänderung)
DER BARBIER FÜR KINDER – PREMIERE
Musikalische Leitung Markus Henn
Inszenierung Grischa Asagaroff
Graf Almaviva Josh Lovell
Rosina Patricia Nolz
Figaro Stefan Astakhov
Ambrogio Andy Hallwaxx

24. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Besetzung wie am 21. Mai

25. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES
siehe 20. Mai

Ab dem 26. Mai wird der geplante Spielplan wieder aufgenommen, beginnend mit

Georges Bizet Paris © IOCO

Georges Bizet Grabstätte Paris © IOCO

26. Mai 2021, 18.30 Uhr
CARMEN – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung Calixto Bieito
Carmen Michèle Losier
Don José Dmytro Popov
Escamillo Erwin Schrott
Micaëla Vera-Lotte Boecker

Details zum weiteren Spielplan und Beginnzeiten sowie die vollständigen Besetzungen finden Sie auf der Website der Wiener Staatsoper, am 1. Juni kommt es zu folgender Änderung:

1. Juni 2021, 20.00 Uhr (anstelle eines Schließtages)
Liederabend DIANA DAMRAU

AUSBLICK AUF DEN WEITEREN SPIELPLAN

Bis zum Ende dieser Spielzeit stehen noch zwei weitere Premieren auf dem Programm der Wiener Staatsoper:

10. Juni 2021, 18.30 Uhr
MACBETH – PREMIERE
Musikalische Leitung Philippe Jordan
Inszenierung Barrie Kosky
Macbeth Luca Salsi
Banquo Roberto Tagliavini
Lady Macbeth Anna Netrebko
Macduff Freddie De Tommaso

26. Juni 2021, 19.00 Uhr
TÄNZE BILDER SINFONIEN – PREMIERE
Symphony in Three Movements (George Balanchine)
Pictures at an Exhibition (Alexei Ratmansky)
Sinfonie Nr. 15 (Martin Schläpfer) – Uraufführung
Musikalische Leitung Robert Reimer
Wiener Staatsballett

Einführung zuHans Neuenfels Einführung zu Die Entführung aus dem Serai der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Weitere Programmhighlights

 Die Entführung aus dem Serail (Premiere im Oktober 2020) mit Antonello Manacorda am Dirigentenpult und mit Brenda Rae, Emanuela von Frankenberg, Regula Mühlemann, Stella Roberts, Daniel Behle, Christian Natter, Michael Laurenz, Ludwig Blochberger, Goran Juric, Andreas Grötzinger und Christian Nickel;

Der Rosenkavalier unter Philippe Jordan u. a. mit Martina Serafin, Jennifer Holloway, Louise Alder, Albert Pesendorfer und Adrian Eröd;

Lohengrin u. a. mit Klaus Florian Vogt, Kwangchul Youn, Sara Jakubiak, Johan Reuter, Tanja Ariane Baumgartner und Cornelius Meister am Dirigentenpult

Elektra unter Franz Welser-Möst und u. a. mit Michaela Schuster, Aušrine Stundyte, Camilla Nylund, Jörg Schneider und Derek Welton.

Alle Vorstellungstermine und Besetzungen finden Sie online unter www.wiener-staatsoper.at.

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Christoph Roos – Neuer Schauspieldirektor, IOCO Aktuell, 17.3.2021

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Christoph Roos –  Neuer Schauspieldirektor

ab Spielzeit 2022/23

Das Schauspiel-Ensemble des Mehrsparten-Theater Krefeld Mönchengladbach hat in einem monatelangen Verfahren seinen neuen Chef gewählt, der 2022/23 anfängt.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Christoph Roos, neuer Schauspieldirektor © Ken Werner

Theater Krefeld Mönchengladbach / Christoph Roos, neuer Schauspieldirektor © Ken Werner

Mit einem besonderen Verfahren wurde der neue Schauspieldirektor des Theater Krefeld und Mönchengladbach ermittelt: Die Schauspielsparte hat auf Vorschlag von Generalintendant Michael Grosse, der die demokratischen Strukturen am Stadttheater stärken möchte, seinen neuen Leiter selbst gewählt. Unter den 15 Bewerberinnen und Bewerbern konnte sich Christoph Roos durchsetzen, der am Gemeinschaftstheater be-reits zahlreiche Stücke auf die Bühne gebracht hat, darunter Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame, Molières Der Menschenfeind und zuletzt „Für immer schön“ von Noah Haid-le. Damit folgt auf Matthias Gehrt erneut ein Schauspieldirektor, der Regie führt. Christoph Roos ist seit der Saison 2014/15 Oberspielleiter am Landestheater Tübingen und nimmt seine neue Tätigkeit am Niederrhein in der Spielzeit 2022/23 auf – mit einer Perspektive bis 2025. Die Programmplanungen dafür beginnen bereits in den nächsten Wochen.

„Für die Wahl des neuen Schauspielchefs wurden Arbeitskontakte der vergangenen elf Jahre in den Blick genommen“, berichtet Generalintendant Michael Grosse. Indem er die Personal-entscheidung in die Hände des Schauspiels gelegt hat, setzt Grosse vor dem Hintergrund der Debatte um Machtmissbrauch an den Theatern ein ganz klares Zeichen. 16. März 2021

LTT hinter den Kulissen – hier Christoph Roos
youtube LTT – Landestheater Tübingen
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Ensemblesprecher des Schauspiels, Carolin Schupa und Paul Steinbach, haben gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen Fragebögen entwickelt, Bewerbungsgespräche geführt, debattiert und diskutiert. Der lange, oft auch mühsame Weg hat sich gelohnt, denn beide sind sich sicher, dass das Ensemble über diese Entscheidungsteilhabe viel gelernt hat und noch mehr zusammengewachsen ist. Besonders erfreulich: Dem Profil des Hauses entsprechend, das auf personelle Kontinuität setzt, wird das Schauspielensemble auch unter der neuen Leitung bestehen bleiben. Kein Künstler wird das Theater verlassen müssen, wenn Christoph Roos seine Tätigkeit aufnimmt. Für Matthias Gehrt, der 2022 nach 12 Jahren aufhört, ist der Abschied kein endgültiger: Er wird die Reihe Außereuropäisches Theater, die er ins Leben gerufen hat, bis auf Weiteres kuratieren. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir seine internationale Vernetzung mit Theater-schaffenden dadurch weiter nutzen können“, so Generalintendant Michael Grosse.

—| IOCO Aktuell Theater Krefeld Mönchengladbach |—


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