Schwarzenberg, Alpenarte, Gründer übernehmen Leitung des Festivals, 08.-11.10.2020

August 7, 2020 by  
Filed under alpenarte, Konzert, Livestream, Personalie, Pressemeldung

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler (links) und Musikmanager Drazen Domjani? Metzler und Domjani? gründeten die :alpenarte 2017 in Schwarzenberg @ Andreas Grabherr

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler (links) und Musikmanager Drazen Domjanic
Metzler und Domjanic gründeten die :alpenarte 2017 in Schwarzenberg @ Andreas Grabherr

alpenarte

Alpenarte  –  Gründer leiten das junge Musikfestival

Öffnung für neue Musikrichtungen – Solisten mit Vorarlberg-Bezug zeigen ihr Können

Die beiden Gründer Drazen Domjanic und Hans Metzler übernehmen wieder gemeinsam die Leitung des jungen Musikfestivals :alpenarte in Schwarzenberg. Nach der Corona-bedingten Absage im März haben die Gründer ihr Konzept adaptiert: Die :alpenarte wird musikalisch vielfältiger. Bei jedem Konzert präsentieren sich internationale Solistinnen und Solisten und mindestens ein junger Künstler, der mit der Region verbunden ist. Im Frühjahr findet die :alpenarte überwiegend digital statt. Das erste Festival mit neuem Konzept geht vom 8. bis 11. Oktober 2020 in Schwarzenberg über die Bühne.

alpenarte / Drazen Domjani? ist der künstlerische Leiter der :alpenarte @ Andreas Grabherr

alpenarte / Drazen Domjanic ist der künstlerische Leiter der :alpenarte @ Andreas Grabherr

Pianist und Musikmanager Drazen Domjanic und Unternehmer Hans Metzler hatten die :alpenarte 2017 in Schwarzenberg gegründet. Das Festival hat sich seither mit außergewöhnlichen, oft sehr persönlichen Auftritten junger Musikerinnen und Musiker einen Namen gemacht. Die sechs Ausgaben wurden jeweils von einem jungen Künstler als „Intendant in Residence“ gestaltet, die künstlerische Gesamtleitung lag seit 2018 beim bekannten Klarinettisten Sebastian Manz.

Nun übernimmt Drazen Domjanic selbst wieder die künstlerische Leitung. Unternehmer Hans Metzler bleibt wie bisher für die wirtschaftlichen Themen verantwortlich. Das bringe kurze Entscheidungswege, organisatorische Vereinfachungen und ein noch klareres Profil, sind die beiden Gründer überzeugt.

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler @ Andreas Grabherr

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler @ Andreas Grabherr

:alpenarte – Musikalische Vielfalt

Auch inhaltlich geht die :alpenarte neue Wege. „Der besondere künstlerische Spirit bleibt, der Weg ist neu“, formuliert Metzler. Die :alpenarte wird mehr Musik jenseits des traditionellen Klassik-Repertoires bieten und so neue Publikumsschichten ansprechen. Schon bisher waren musikalische Ausflüge, beispielsweise zum Tango, Teil des Programms. Nun will die :alpenarte ganze Konzerte bewusst anderen Musikrichtungen widmen – bis hin zu Evergreens.

Die vier Konzerte im Oktober werden von einem Ensemble junger Musikerinnen und Musiker bestritten. Ein Teil der Solistinnen und Solisten stammt aus Vorarlberg oder hat eine enge Verbindung in die Region. „Junge, höchst ambitionierte Musikerinnen und Musiker standen schon bisher im Mittelpunkt“, schildert der künstlerische Leiter Drazen Domjanic.Wir bieten nun verstärkt herausragenden Talenten mit Verbindung zu Vorarlberg eine Bühne.“ Darüber hinaus werden auch künftig internationale Musikerinnen und Musiker bei der :alpenarte zu Gast sein.

Der erfahrene Musikmanager Domjanic sieht es als Auszeichnung, dass die renommierte Schubertiade in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Musikerinnen und Musikern engagiert hat, die kurz zuvor bei der :alpenarte oder seinen weiteren Unternehmungen zu hören waren: „Wir haben dem Vorarlberger Publikum viele Neuentdeckungen präsentiert, die nun mit Weltstars auf der Bühne stehen. Diese hohe künstlerische Qualität bleibt auch künftig unser Anspruch.“

Digitales Festival im Frühjahr

Als Reaktion auf die Einschränkungen für Veranstaltungen in der Coronakrise findet die :alpenarte im Frühjahr künftig überwiegend digital statt. Geplant sind unter anderem Aufzeichnungen der Konzerte aus dem Herbst, die durch eigene Formate für die Ausstrahlung im Web ergänzt werden. Die Produktion übernimmt das bewährte Team der :alpenarte. Es wird von Studierenden der Musikvermittlung und des Musikjournalismus unter der Leitung von Carsten Dürer unterstützt.

Domjanic sieht in der Verbreitung über das Internet die Chance, ein internationales Publikum anzusprechen und für das Festival im Bregenzerwald begeistern. „Natürlich ist diese innovative Form der Präsentation ein kleines Wagnis. Doch auch das gehört zu unserer Idee, Klassik anders zu präsentieren.“ Ob neben Live-Festival im Herbst und Online-Festival im Frühjahr weitere Konzerte möglich sind, hängt unter anderem von den dann geltenden Covid-19-Beschränkungen ab.

Wichtiger Schwerpunkt des Festivals bleibt jedenfalls die Musikvermittlung. Für die Schulklassen werden künftig in jedem Jahr eigene Konzerte im Angelika-Kauffmann-Saal stattfinden.

Die :alpenarte findet vom 8. bis 11. Oktober 2020 in Schwarzenberg statt. Das Programm wird in den kommenden Wochen fixiert und Anfang September präsentiert.

—| Pressemeldung alpenarte Schwarzenberg |—

Augsburg, Theater Augsburg, Premiere Orfeo ed Euridice – Virtual Reality, 10.10.2020

August 5, 2020 by  
Filed under Oper, Pressemeldung

augsburg.jpg

Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Orfeo ed Euridice  –  Christoph Willibald Gluck
Mit Virtual Reality / Sa, 10. Oktober 2020

Erste Musiktheater-Premiere der Spielzeit 2020/21

Von der Bühne in die virtuelle Unterwelt – per VR-Brille: Das verspricht die erste Musiktheater-Inszenierung der neuen Spielzeit: Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice, in der Regie von Staatsintendant André Bücker und in Zusammenarbeit mit der Heimspiel GmbH, die die VR-Sequenzen beisteuert.

VR-Technik wurde im künstlerischen Bereich bisher nicht in diesem Umfang eingesetzt: Für jede/n Zuschauer*in steht eine VR-Brille bereit, mittels der das Publikum – neben dem klassische Bühnengeschehen – auch an drei Stellen der Inszenierung für jeweils ca. zehn Minuten die Unterwelt aus der Perspektive des Orfeo erlebt – in drei ganz unterschiedlichen, digitalen Szenerien.

Theater Augsburg / Orfeo ed Euridice - VR-Artwork @ Christian Schlaeffer/Heimpiel GmbH

Theater Augsburg / Orfeo ed Euridice – VR-Artwork @ Christian Schlaeffer/Heimpiel GmbH

Nachdem André Bücker sich auch in bisherigen Inszenierungen bereits intensiv mit Video und VR auseinandergesetzt hat, sah er in der Oper »Orfeo ed Euridice« einen künstlerischen Ansatzpunkt, um VR in einer noch viel weiterreichenden Dimension zum Einsatz zu bringen. VR erfüllt dabei eine dramaturgisch-inhaltliche Funktion: »Das konventionelle kollektive Theatererlebnis, bei dem das Publikum gemeinsam in einem Raum reale Darsteller*innen erlebt, wird aufgebrochen, sobald Orpheus in die Unterwelt reist. Jeder im Publikum kann nun per VR-Brille die Perspektive von Orpheus einnehmen, in die Unterwelt hinabtauchen und somit eine individuelle Perspektive in einer 360-Grad-Umgebung einnehmen.« Virtual Reality und klassisches Musiktheater verbinden sich zum immersiven Gesamtkunstwerk.

Theater Augsburg / Orfeo ed Euridice - VR-Artwork @ Christian Schlaeffer/Heimpiel GmbH

Theater Augsburg / Orfeo ed Euridice – VR-Artwork @ Christian Schlaeffer/Heimpiel GmbH

Die Heimspiel GmbH, die als Koproduzent an dieser Inszenierung mitarbeitet, war bereits an den Inszenierungen des Schauspiels Die nötige Folter und Jules Massenets Werther (beides 2019) am Staatstheater Augsburg beteiligt. Ebenso beteiligt sich das Stadttheater Ingolstadt, wo die Inszenierung zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt werden soll, an dieser umfangreichen Koproduktion.

Originalklang-Spezialist Wolfgang Katschner und Mitglieder der lautten compagney Berlin gestalten mit den Augsburger Philharmonikern den Orchesterpart der Oper.

Termine Orfeo ed Euridice
Sa 10.10.2020 19:30 | martini-Park
Sa 17.10.2020 19:30 | martini-Park
So 18.10.2020 18:00 | martini-Park
So 1.11.2020 15:00 | martini-Park
Sa 14.11.2020 19:30 | martini-Park
Fr 20.11.2020 19:30 | martini-Park
Fr 27.11.2020 19:30 | martini-Park
Sa 5.12.2020 19:30 | martini-Park
Do 10.12.2020 19:30 | martini-Park
Di 22.12.2020 19:30 | martini-Park

Besetzung

Musikalische Leitung Wolfgang Katschner / Ivan Demidov
Inszenierung André Bücker

Bühne Jan Steigert
Kostüme Lili Wanner
VR-Regie und Dramaturgie Christian Felder
Senior Art Direktor VR-Welten Christian Schläffer
Video Heimspiel
Licht Andreas Rehfeld
Dramaturgie Sophie Walz / Judith Werner

Orfeo Kate Allen / Natalya Boeva
Euridice Jihyun Cecilia Lee
Amor Olena Sloia
VR-Guide Marie Ulbricht

Augsburger Philharmoniker
Opernchor des Staatstheater Augsburg

Die Inszenierung erfolgt in Koproduktion mit der Agentur Heimspiel und dem Stadttheater Ingolstadt. 

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—

Graz, Schloßbergbühne Kasematten, Fidelio – Opernspektakel, 20., 22. 23.08. 2020

Schloßbergbühne Kasematten

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio @ Schloßbergbühne Kasematten

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio @ Schloßbergbühne Kasematten

Fidelio – Schloßbergbühne Kasematten zum Leben erweckt

 Erstes Opernspektakel nach Lockdown – 20., 22. 23. August 2020

Nach einer langen Phase voller Ungewissheit und herausfordernden Planungen, heißt es in den Grazer Spielstätten in Kürze wieder: „Bühne frei!“ Am 20., 22. und 23. August 2020 laden „Junge Konzerte Graz“ und die Grazer Spielstätten auf der Schloßbergbühne Kasematten unter freiem Himmel zu Ludwig van Beethovens Fidelio und damit zum Kultur-Comeback über den Dächern von Graz!

IOCO, Michael Stange wird über dies Opernspektakel in Graz berichten

Die konzertante Aufführung besticht nicht nur durch internationale Weltstars wie z.B. Barbara Krieger, Ks. Peter Seiffert, Sir Bryn Terfel oder Peter Kellner, welche unter normalen Umständen auf Jahre hinaus ausgebucht wären – ihre Engagements in Edinborough, London, Tokyo und an der MET in New York mussten Corona-bedingt abgesagt werden -, sondern auch durch die Kooperation mit Mitgliedern der Grazer Philharmoniker. Unter der Leitung von Kapellmeister Marcus Merkel werden diese das weitere Solistenensemble, hochklassig mit Größen ihres Fachs besetzt, musikalisch komplettieren.

Grazer Spielstätten-Geschäftsführer Mag. Bernhard Rinner: „Fidelio und den Grazer Schloßberg verbindet eine lange Tradition: Ursprünglich ab 1782 als Gefängnis für Schwerverbrecher aus allen Teilen der Monarchie genutzt, wurde die Schloßbergbühne Kasematten im Jahr 1937 feierlich mit Fidelio eingeweiht. Das jetzige Revival von Beethovens ,Befreiungsoper‘ markiert somit nicht nur ein Ereignis mit doppelter historischer Relevanz, sondern setzt ein starkes Signal über die steirischen Landesgrenzen hinweg.“ Tausende Grazer erinnern sich außerdem gern an stimmungsvolle Aufführungen an Sommerabenden in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren. Im Jahre 1997 wurde die Kasemattenbühne zum bisher letzten Mal mit „Fidelio“ bespielt.

Durch die Corona-Krise hat die Kultur heuer international sehr zurückstecken müssen. Hunderte Festivals, die üblicherweise ab Juni mit spannenden Aufführungen aufwarten, mussten zumeist komplett abgesagt werden. Nun, da viele der Restriktionen Schritt für Schritt gelockert werden und insbesondere Freilicht-Veranstaltungen wieder möglich sind, ergibt sich auf der Schloßbergbühne Kasematten eine einmalige Gelegenheit: „Fidelio ist eine Hymne an die Freiheit. Der Kontrast zwischen der düsteren Kerkerhaft und dem Licht der Gerechtigkeit ist nicht nur in der Musik zu hören, sondern auch auf der Bühne eindrucksvoll sichtbar. Wir möchten unserem Publikum mit der Oper nun, nach dem Lockdown, ein Stück ,Freiheitsgefühl‘ in unserer Open Air-Location zurückgeben“, so Bernhard Rinner.

Marcus Merkel, Dirigent und Gründungsmitglied von „Junge Konzerte Graz“: „Nachdem die europäische Kulturlandschaft heuer durch Corona einen nie dagewesenen Einschnitt erlebt hat, freue ich mich unbändig, Beethovens „Fidelio“ in einer Weltklasse-Besetzung nach Graz und zurück in die Kasematten bringen zu können. Mit dem ersten Grazer Opernspektakel nach dem Lockdown möchten wir ein Zeichen setzen, und werden dabei von internationalen Größen wie Peter Seiffert als Florestan und Altmeister Reiner Goldberg als Erstem Gefangenen unterstützt.“

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio - Dirigent Marcus Merkel, Fidelio-Ausstatterin Emma Hoffmann und Hausherr Bernhard Rinner freuen sich auf das erste Opernspektakel nach dem Lockdown v.l.n.r.@ Martin Schönbauer

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio – Dirigent Marcus Merkel, Fidelio-Ausstatterin Emma Hoffmann und Hausherr Bernhard Rinner freuen sich auf das erste Opernspektakel nach dem Lockdown v.l.n.r.@ Martin Schönbauer

„Kunst und Kultur zeigen, wie man Grenzen überwinden kann und ermutigen, sich auf neues Terrain zu begeben. Wie ein Kraftwerk versorgen sie uns mit der nötigen Energie, um neue, bunte Facetten des Lebens zu erschließen. Daher freuen wir uns, Fidelio in diesem Sommer auf den Kasematten als Partner zu unterstützen“, so DI Christian Purrer, Vorstandssprecher der Energie Steiermark Michael Gradischnig, Leiter Werbung der Steiermärkischen Sparkasse: „Die Steiermärkische Sparkasse hat sich seit mittlerweile 195 Jahren der gesellschaftlichen Verantwortung für die Menschen und die Kultur des Landes verschrieben. Daher freut es uns besonders mit dieser musikalischen Produktion in einer der Zeit angepassten Form wieder Partner des Vereins ,Junge Konzerte Graz‘ sein zu dürfen.

Nach der langen (Corona-)Durststrecke sehnen sich die Menschen nach gemeinschaftlichen Live-Erlebnissen im Opern- und Konzertbereich. Wir sind uns sicher, dass unser Fidelio in dieser exzeptionellen Besetzung und der großartigen Spielstätte mit drei konzertanten Vorstellungen für 2.100 Zuschauer*innen eine große überregionale Aufmerksamkeit erregen wird und freuen uns über Ihre mediale Begleitung!

Konzertante Oper und Corona – Wie geht das?

Aufgrund der Corona-Situation ergeben sich hohe Hygiene- und Sicherheitsauflagen, die zum Schutz unseres Publikums streng eingehalten werden (Abstand zwischen den Sitzreihen, Mund- und Nasenschutz im Chor bzw. Zugangsbereich, Desinfektionsvorrichtungen, registrierter Ticketkauf etc.). In Abstimmung mit „Junge Konzerte Graz“ haben wir uns gegen ein Mund- und Nasenschutz tragendes Publikum entschieden. Gemäß der in der Lockerungsverordnung des Bundesministeriums vorgeschriebenen Abstände zwischen den Sitzplätzen können somit 700 Personen pro Vorstellung Platz nehmen. Daher haben wir beschlossen, „Fidelio“ gleich an drei Abenden am Schloßberg zu spielen, um so 2.100 Zuschauer*innen aus ganz Österreich und darüber hinaus ein unvergessliches Opernspektakel bieten zu können.

Bühne – Solisten, Chor & Orchester

Im Kontext von Corona ist das gesungene Wort die größte Herausforderung, was die Bühne betrifft. Unsere Solisten werden daher am vorderen Bühnenrand mit genügend Abstand zur ersten Publikumsreihe agieren. Unser Chor wird mit Mund- und Nasenschutz singen, auch wenn wir uns hier ebenfalls um genügend Abstände zwischen den Sängern bemühen, da wir keinerlei Risiko einer Infektion eingehen werden.

Gemäß Tests, die die Wiener Philharmoniker unter ärztlicher Leitung im Mai dieses Jahres durchgeführt haben, verbreitet sich die Atemluft eines jeden Musikers in maximal 75 cm Entfernung von Mund und Nase. Aus den Öffnungen der Blasinstrumente entwich „kein oder nur kaum sichtbares Aerosol“. Das Ergebnis der Untersuchungen: „Eine Ausdehnung der Ausatemluft eines Künstlers von mehr als ~80 cm ist nicht zu erwarten.“

Daher verteilen wir die Blasinstrumente mit Abständen auf dem Podium und behalten uns vor, die Streicher mit Mund- und Nasenschutz spielen zu lassen. Auch bei sämtlichen Proben bzw. hinter der Bühne herrschen höchste Sicherheitsauflagen: Corona-Tests, Abstandsregelung, regelmäßige Fiebermessungen, getrennte Proben etc.

Schloßbergbühne Kasematten / Klassische Musik auf der Schlossbergbuehne Kasematten @ Peter Palme

Schloßbergbühne Kasematten / Klassische Musik auf der Schlossbergbuehne Kasematten @ Peter Palme

Ensemble

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio - Barbara Krieger @ honorarfrei

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio – Barbara Krieger @ honorarfrei

Barbara Krieger – Leonore: Geboren in Wiesbaden, Studium der Germanistik, Anglistik & Musikwissenschaften in Mainz. Gesangsstudium Mozarteum in Salzburg. Preisträgerin beim berühmten AS.LI.CO. Gesangswettbewerb der Mailänder Scala. 1997 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Engagements u.a. im Gran Teatru del Liceu Barcelona, Bregenz, Leipzig, Karlsruhe, Nationaltheater Weimar. Konzerttournee mit Bryn Terfel (2007), 2008 Gala- Konzerte mit Startenor Roberto Alagna. 2009 Classic Open Air in Berlin mit José Carreras.

Schloßbergbühne Kasematten /Fidelio - Peter Seiffert @ honorarfrei

Schloßbergbühne Kasematten /Fidelio – Peter Seiffert @ honorarfrei

Ks. Peter Seiffert – Florestan: Geboren in Düsseldorf, Studium ebendort. 1992 Ernennung zum Bayerischen Kammersänger, 1996 Debüt bei Bayreuther Festspielen. Gast mit den Partien seines Fachs in allen wichtigen Musikzentren, darunter Wien, München, New York, Budapest, Dresden, Berlin, Tokio, Salzburg und London. Zahlreiche Aufnahmen mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit, Echo Klassik als „Sänger des Jahres 1999“. Peter Seiffert gehört heute zu den Star-Tenören und wird vom Publikum enthusiastisch gefeiert; von der internationalen Presse als Sänger und Darsteller gewürdigt. Juni 2013 Ernennung von der Wiener Staatsoper zum Österreichischen Kammersänger, 2014 Kammersänger der Deutschen Oper Berlin.

Schloßbergbühne Kasematten /Fidelio - Sir Bryn Terfel @ honorarfrei

Schloßbergbühne Kasematten /Fidelio – Sir Bryn Terfel @ honorarfrei

Sir Bryn Terfel – Pizarro: Geboren in Wales, Studium in London. 1989 Gewinner des „Cardiff Singer of the World“ Wettbewerbs, 1990 Operndebüt, 1992 Debüt bei den Salzburger Festspielen. Seither Engagements an allen wichtigen Opern- und Konzerthäusern der Welt, darunter Royal Opera House London, Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera New York, Bayerische Staatsoper München, Teatro alla Scala Milano, Carnegie Hall New York City, Paris, Zürich und Sidney. Grammy, Classical Brit und Gramophone Award Gewinner; 2003 „Commander of the British Empire“, 2006 „Queen’s Medal for Music“, 2017 zum Ritter geschlagen. 2006 Shakespeare Preis, 2015 „The Freedom of the City of London“. „Pizarro“ ist für Sir Bryn Terfel ein Rollendebüt.

Ks. Reiner Goldberg1. Gefangener: Geboren in in Crostau/Oberlausitz, Studium in Dresden. 1973 Ensemble der Semperoper Dresden, 1981-2005 Ensemble der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Gastverpflichtungen als Heldentenor bei Bayreuther Festspielen und an allen großen Häusern der Welt, darunter Paris, New York, London, Mailand, Wien, Zürich, Hamburg und Berlin. 1977 Ernernnung der Dresdner Semperoper zum Kammersänger, 2019 Ehrenmitglied der Staatsoper Unter den Linden Berlin.

Peter Kellner – Rocco: Geboren in der Slowakei, Studium in Košice, Mozarteum Salzburg und Graz. 2015-2018 Ensemblemitglied der Oper Graz, seit 2018 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. 2013 Engagement bei den Salzburger Festspielen, seither Debüts in Bratislava, in der Volksoper Wien, Royal Opera House London sowie beim Glyndebourne Festival. Preisträger des Int. Mozartwettbewerbs Salzburg 2018, Independent Opera Fellowship der Wigmore Hall Song Competition, 1. Preis des Int. Wettbewerbs Ferrucio Tagliavini Deutschlandsberg. Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sir Antonio Pappano, Vasily Petrenko, Adam Fischer, Marco Armiliato, Ivor Bolton & Friedrich Haider.

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio - Peter Kellner @ honorarfrei

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio – Peter Kellner @ honorarfrei

Narine Yeghiyan – Marzelline: Geboren in Armenien, Studium in Jerewan. 2009 beim
Internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ Semifinale & Sonderpreis der Liz Mohn Stiftung ausgezeichnet. 2013 Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und 2011-2013 Stipendiatin der Liz Mohn Stiftung sowie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper im Schiller Theater; seit der Spielzeit 2013/14 an Berliner Staatsoper Ensemblemitglied. 2016 bei den Opernfestspielen St. Margarethen sowie Debüt in der Philharmonie Berlin. Zahlreiche Konzerte in ganz Europa.

Mario Lerchenberger – Jacquino: Geboren in Österreich, Gesangsstudium in Graz. Ebenfalls Studium der Chorleitung, Dirigieren mit Schwerpunkt Chor sowie Gesangspädagogik. Meisterkurse bei u.a. Cheryl Studer, Brigitte Fassbaender und Marius Vlad. Sänger bei Opernproduktionen im In- und Ausland, darunter Linz, Jaroslaw, Köln, „styriarte“ und „La Strada“ Graz. Seit 2019 Mitglied des Opernstudios der Oper Graz. Grazer Debüt mit großem Erfolg als Alfred in der „Fledermaus“.

Neven Crnic – Don Fernando: Geboren in Bosnien und Herzegowina, Studium in Graz, seit 2017 Ensemblemitglied der Oper Graz. 2018 Teil des Young Singers Project der Salzburger Festspiele, 2019 erster Preis und Publikumspreis beim 2. Internationalen Haydn Wettbewerb. Heuer war Europatour mit Gustavo Dudamel & Mahler Chamber Orchestra sowie Engagement bei den Salzburger Festspielen geplant – coronabedingt leider verschoben.

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio - Marcus Merkel @ Werner Kmetitsch

Schloßbergbühne Kasematten / Fidelio – Marcus Merkel @ Werner Kmetitsch

Marcus Merkel – Dirigent: Geboren in Berlin, Studium in Berlin, seit 2015 Pianist und
Kapellmeister an der Oper Graz. Preise als Komponist, Pianist und Sänger. 2013 Gründer der Jungen Philharmonie Berlin, 2019 Gründer der Jungen Konzerte Graz. Gastdirigate in Kyoto, Amsterdam, Bozen, Rostock, zahlreiche kurzfristige Einspringer für Oksana Lyniv, Julien Salemkour sowie erkrankte Kollegen am eigenen Haus. Seit 2018 Einstudierung aller Beethoven Klavierkonzerte für Rudolf Buchbinder, 2019 Debüts in Koblenz und München.

Mitglieder der Grazer Philharmoniker – Orchester: Gegründet am 1. September 1950, geht das Grazer Philharmonische Orchester aus zwei bis dahin bestehenden Grazer Orchesterformationen, dem „Städtischen Orchester“ und dem „Funkorchester der Sendergruppe Alpenland“, hervor. Das Funkorchester wird damals im Zuge einer Strukturreform im Österreichischen Rundfunk aufgegeben, die der Stärkung des RSO Wien dient. Das Städtische Orchester kann auf eine traditionsreiche Rolle im steirischen Musikleben verweisen, denn es hatte beispielsweise Anton Bruckners Symphonie N° 5 zur Uraufführung gebracht. Auch wurde unter der Leitung des Komponisten im Jahre 1906 „Salome“ zur österreichischen Erstaufführung gebracht. Das Gründungskonzert des Grazer Philharmonischen Orchesters – auf dem Programm stehen Beethovens „Eroica“ und Strauss‘ „Ein Heldenleben „– findet am 4. September 1950 unter Herbert Albert im Grazer Stefaniensaal statt. Als integraler Bestandteil der Grazer Oper und des Grazer Kulturlebens spielt das Grazer Philharmonische Orchester vornehmlich Oper, Operette, Ballett und Musical. Darüber hinaus präsentiert sich das Grazer Philharmonische Orchester in der Grazer Oper mit einem eigenen Konzertzyklus und ist regelmäßig im Musikverein für Steiermark zu Gast.

—| Pressemeldung Schloßbergbühne Kasematten |—

Düsseldorf / düsseldorf festival !, 30 Jahre düsseldorf festival!, 09.09.-27.9.2020

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

düsseldorf festival

Düsseldorf Festival / Oxenfort-Geisel-Dahmen @ D-LIVE-Kenny-Beele

Düsseldorf Festival / Oxenfort-Geisel-Dahmen @ D-LIVE-Kenny-Beele

30 Jahre düsseldorf festival! 9.9.-27.9.2020

die wichtigsten Statements der Pressekonferenz 

Thomas Geisel, Düsseldorfs Oberbürgermeister und Schirmherr des Düsseldorf Festivals: Ich war sehr, sehr glücklich, dass die Macher des Düsseldorf Festivals von Anfang an gesagt haben, wir möchten etwas machen, wenn es irgendwie geht. Ich glaube, das trifft den Nerv ganz vieler Düsseldorfer und Düsseldorferinnen, die sich nach kulturellem Leben sehnen. Und dann haben zwei Partner zusammengefunden, die beide etwas ermöglichen möchten, nämlich das D.LIVE-Team um Michael Brill und Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen vom Düsseldorf Festival. Es ist toll, dass die Mitsubishi Electric HALLE für die Veranstaltung zur Verfügung steht. Hier ist viel Platz und dennoch kann diese wunderbare Atmosphäre aufkommen, die dem Düsseldorf Festival eigentümlich ist.“

Düsseldorf Festival / Oxenfort-Brill-Dahmen @ D-LIVE-Kenny-Beele

Düsseldorf Festival / Oxenfort-Brill-Dahmen @ D-LIVE-Kenny-Beele

Michael Brill, Geschäftsführer D.LIVE: „Für uns als D.LIVE-Team ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir gerade in dieser schwierigen Situation, insbesondere für Kunst und Kultur, alles Erdenkliche möglich machen, damit es weitergehen kann. Auch für uns ist das heute ein ganz besonderer Moment. Denn das ist die erste Ankündigung für ein Event mit Zuschauern in einer unserer Veranstaltungsstätten seit dem Lockdown im März. Das  Düsseldorf Festival im September ist für uns also eine Premiere. Mitsubishi Electric HALLE und Düsseldorf Festival – da treffen sich zwei Kulturinstitutionen, die perfekt zusammenpassen.“

Frank Schrader, Geschäftsführer des Düsseldorf Marketing:  „Gerade jetzt in der aktuellen Lage sind Kulturveranstaltungen umso wichtiger für die Menschen und für die Stadt. Daher danke ich Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen für ihre Hartnäckigkeit, das Festival durchzuziehen und für ihre Kreativität, neue Programmformate zu erfinden. Zudem finde ich es großartig, dass das aus Düsseldorf stammende Projekt „Faces of Düsseldorf“ nach seiner Reise durch die Welt endlich zurück nach Hause kommt.“


Das Programm im Einzelnen


In diesem Jahr ist alles anders. Die Planung für das 2020er Festival war gerade abgeschlossen, als die Pandemie kam. Wir haben schnell entschieden, dass wir trotzdem ein Programm anbieten werden, gerade jetzt! Denn nach dem ersten Schock erreichte uns eine breite Welle von Solidarität und Unterstützung. Deshalb feiern wir in diesem Jahr ein Festival der Gemeinschaft, der Solidarität und des Miteinanders, bei dem wir vor allem Künstlern aus Düsseldorf und der Region eine Bühne geben. Und obwohl es diesmal keine Großveranstaltungen, geschweige denn ein großes Theaterzelt geben kann, werden wir mit „Tabula Rasa“ eine spontan für dieses besondere Festival kreierte Produktion zeigen und auch den Burgplatz wieder vielfältig bespielen.

Faces of Düsseldorf Die seltsamste Erfahrung der Corona-Pandemie ist wohl das Verschwinden der Gesichter unter den Masken. Die Video-Kunst-Projektion „Faces of Düsseldorf“ auf dem Burgplatz ist daher das Projekt der Stunde, denn es vereint und feiert die vielfältigen Gesichter dieser Stadt. Jan Isings spektakuläre Video-Aktion wurde 2011 erstmals in Berlin gezeigt, ist seither weit gereist und entsteht jedes Mal ganz neu. Auf einer Projektionsfläche von 36 Quadratmetern wird ein acht Meter hohes dreidimensionales Gesicht entwickelt, das Universal Face. Bekannte und unbekannte Gesichter Düsseldorfs verschmelzen darauf miteinander zu dem einen Gesicht der Stadt, zur Summe von uns allen. Premiere von „Faces of Düsseldorf“ ist bereits am 12.8., im Laufe der folgenden Wochen und während der Festival-Spielzeit sind weitere DüsseldorferInnen eingeladen, „Faces of Düsseldorf“ zu erweitern und sich selbst mit Ihren Gesichtern in das Projekt einzubringen.

Mi. 12.8. – So 4.10, täglich ab Einbruch der Dunkelheit Burgplatz, Eintritt frei


Face to Face Aus der Corona-Not eine exklusive Tugend macht das Format „Face to Face“, denn es bietet eine einzigartige Aufführungssituation. Auf dem Burgplatz ist ein kleines Theaterzelt aufgebaut, das besonders berührende Begegnungen erlaubt. Denn nur einzeln oder als Paar erlebt das Publikum eine etwa 15-minütige, individuelle und unwiederholbare Performance von überwiegend Düsseldorfer KünstlerInnen, die – mit dem gebotenen Abstand – von Angesicht zu Angesicht stattfindet und eine intensive Interaktion entstehen lässt. MusikerInnen, SchauspielerInnen und PerfomerInnen bieten nahezu alles zwischen Klassik und Neuer Musik, Barock und Tango, Tanz und großer Literatur mit Klavier, Akkordeon, japanischer Flöte und Schlagzeug. Die KünstlerInnen sind gezielt zu buchen.
(siehe Kalender)

Mi. 9.9. – So. 27.9., unterschiedliche Uhrzeiten, Das kleine Zelt, Burgplatz


Möbius Compagnie XY Deutschlandpremiere Die französische Compagnie XY aus Lille steht für eine kühne Mischung aus Akrobatik, Tanz und Poesie. Mit anderen Worten: für den Neuen Zirkus, der die Grenzen zu anderen Gattungen überschreitet. Mit dem Choreografen Rachid Ouramdane haben die neunzehn Artistinnen und Artisten eine athletische choreografische Sprache entwickelt, die plastische Bilder findet für das Spannungsfeld der Beziehung von dem Einzelnen zur Gruppe. Zwischen Individualität und Schwarmintelligenz geht es um den Mut, Unterschiede zum Ausdruck zu bringen. „Möbius“ offenbart den einzigartigen Charakter jeder Person auf der Bühne und beschreibt den konfliktreichen, aber auch beglückenden Weg jedes einzelnen zu seinem Platz in der Gruppe.

Do. 10.9. – Sa. 12.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


Los Aurora Eine gar nicht so heimliche Liebe verbindet den Flamenco mit dem Jazz: Beide musikalischen Genres sind geprägt von vitalen Rhythmen und Improvisation und sind Hybride aus vielen Einflüssen. Und ihre Ursprünge bei den Schwarzen in Amerika und den Gitanos in Spanien entstammen in beiden Fällen benachteiligten Minderheiten. Den Flamenco als „iberischen Blues“ in seiner aktuellsten Spielart verkörpern die jungen Musiker des Ensembles Los Aurora, das aus der katalanischen Musik-Akademie Taller de Músics in Barcelona hervorging. Das Quartett um den charismatischen Sänger Pere Aurora mit dem bekannten Flamenco-Tänzer Jose Manuel Álvarez interpretiert die Klassiker des Flamencos aufregend neu.

So. 13.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


#bfree STEGREIF.orchester Uraufführung Ludwig van Beethoven ist der Jubilar dieses Jahres und wäre ohne Corona auf den Konzertbühnen allgegenwärtig gewesen. Das Projekt #bebeethoven will den unzähligen Interpretationen seines Werks keine weiteren hinzufügen, sondern im Geiste Beethovens neue Produktions- und Spielweisen für die Musik im 21. Jahrhundert entwickeln. Das furiose STEGREIF.orchester hat im Rahmen des „#bebeethoven“-Projekts einen äußerst unkonventionellen Beitrag zum Beethovenjahr 2020 entwickelt, die nun beim düsseldorf festival! zur Uraufführung kommt. Das Konzertprojekt „#bfree“ mixt Elemente von Beethovens berühmter 9. Sinfonie mit Volksliedern aus den Herkunftsländern der MusikerInnen. Verwoben mit „folk music“ spielt das 30-köpfige Ensemble Beethovens „Europa-Sinfonie“ ohne Noten, ohne Dirigat und ohne Stühle. Das STEGREIF.orchester bricht bewusst mit sämtlichen Konzert-Konventionen. Statt ins Chaos führt das in ungeahnte Freiräume für Improvisation und Bewegung – auch im buchstäblichen Sinn, denn die Musiker bewegen sich frei im Raum.

Di. 15.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


Lina_Raül Refree Fado ist der Ausdruck des Lebensgefühls der Portugiesen zwischen Melancholie, Sehnsucht und Leidenschaft. Die bittersüßen Gesänge entstanden in den Armenvierteln von Lissabon und erklangen zuerst in anrüchigen Kneipen. Unumstrittene Königin des Fado war die „Fadista“ Amália Rodrigues, in deren großer Tradition sich auch Lina versteht. Die Fado-Sängerin hat eine klassische Opernausbildung genossen und erfindet mit ihrem Begleiter Raül Refree den Fado auf verblüffende Weise neu. Denn Refree begleitet die Fado-Klassiker nicht mit der traditionellen Gitarre, sondern kreiert mit Klavier und Synthesizer dezente, poetische Arrangements, die sich ganz der Magie von Linas eindringlicher Stimme unterordnen.

Mi. 16.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


Kreidler feat. Egopusher Eine verblüffend exotische Instrumenten-Kombination präsentiert das Duo Egopusher: Der Geiger Tobias Preisig und der Produzent und Schlagzeuger Alessandro Giannelli kreieren eine rasante Mischung aus Electronica und zeitgenössischer Neoklassik. Als „Progressive Violin & Drum Battle“ wurden frühere Experimente des Duos bezeichnet, die Songs aus ihrem jüngsten Album „Beyond“ entwickeln den großen Atem eines Soundtracks und unberechenbare Wendungen, die psychedelische Wirkungen hervorrufen.

Seit 1994 steht die Düsseldorfer Band Kreidler für die Verbindung von elektronischer Musik mit analogen Instrumenten und eine charakteristisch kühle Ästhetik. Stilistisch ist Kreidler immer wieder mit Kraftwerk in Verbindung gebracht worden, tatsächlich aber schwer einzuordnen zwischen elegischem Pop, Avantgarde, Krautrock, Electronica und Ambient. Als „legales Rauschmittel“ bezeichnete der Wiener „Standard“ das neue Album „Flood“, das sich mit seinem Opener „Eurydike“ auf die griechische Mythologie besinnt. Das Quartett spielt ein gemischtes Set aus aktuellen Stücken aus dem „Flood“-Album und älteren Nummern.

Do. 17.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


Schöpfung und Serenata Musicale
Direkt nach dem Sommer musste das geplante Konzert von Haydns „Schöpfung“ in der Johanneskirche wegen der Coronapandemie leider ausfallen – man hatte mit so vielen Mitwirkenden zu viel Sorge. Die drei Solisten des Abends wollten jedoch unbedingt zusammen musizieren, denn sie hatten sich so sehr gefreut, miteinander zu arbeiten. Also verschob man kurzer Hand in den September in das Düsseldorf Festival! Im Bachsaal der Johanneskirche erklingen nun Arien von Haydns „Schöpfung“ bis weit in die Welt der Oper hinein.

Sa 19.9., 19 Uhr, Bachsaal in der Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf


Blackbird Matthias Brandt & Jens Thomas NRW Premiere
Begehrte Stammgäste beim düsseldorf festival! sind Matthias Brandt und Jens Thomas. Der Schauspieler und Autor und der Musiker haben das Zusammenspiel von Text-Performance und spontan wirkender Klavier-Improvisation zur Perfektion entwickelt. Bereits zum vierten Mal kommt das Duo nun mit Matthias Brandts Roman-Erstling „Blackbird“ nach Düsseldorf. Darin erzählt Brandt von dem 15-jährigen Morten Schumacher, genannt Motte, der einen Anruf bekommt, nachdem sich in seinem Leben alles ändert. Denn sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Zugleich aber entdeckt Motte die Liebe. „Blackbird“ fängt die Atmosphäre der 1970er Jahren in der BRD ein und erzählt von Liebe und Freundschaft und der direkten Nachbarschaft von Komik und Tragik.

So. 20.9., 17 & 20 Uhr, Mo. 21.9. 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


Aktion: Aktion! Pie?rre.Vers Das Theaterkollektiv Pie?rre.Vers zeichnet mit der performativen Erinnerung „Aktion:Aktion!“ Die Ereignisse in Düsseldorf vom 16. Und 17. April 1945 nach: Die Alliierten stehen vor den Toren der Stadt, Hitler verhängt den „Nero-Befehl“, der den Kampf bis zum letzten Mann fordert. Doch ein Dutzend Männer geht mit der „Aktion Rheinland“ in den aktiven Widerstand. Sie besetzen das Polizeipräsidium und machen sich auf den Weg zu den Amerikanern, um über die kampflose Übergabe der Stadt zu verhandeln. Am historischen Schauplatz trifft nun die Vergangenheit auf die Gegenwart: Die Performance findet auf dem Hof des Polizeipräsidiums unter freiem Himmel statt, das Publikum wird mittels eines Kopfhörersystems mit den Akteuren verbunden.

Mo. 21.9. – Mi. 23.9., Fr. 25.9. – So. 27.9., 18 Uhr, Jürgensplatz


Fernbeziehungen
Ars cantandi
Das 15-köpfige Düsseldorfer Vokalensemble ars cantandi ist seit Jahren mit dem Festival eng verbunden. In diesem Jahr lotet die klein besetzte A-cappella-Formation den spätgotischen Raum der Basilika St. Lambertus unter den Abstandsregelungen der Corona-Pandemie neu aus und nimmt das Publikum unter dem beziehungsreichen Motto „Fernbeziehungen“ mit auf eine Reise von der mittelalterlichen Gregorianik bis in die unmittelbare Gegenwart. Dabei werden erstaunliche musikalische Fernbeziehungen über die Jahrhunderte hörbar. Unter der Leitung von Markus Belmann erklingt Chor- und Orgelmusik unter anderem von den frühbarocken Meistern Pierre de la Rue und William Byrd, Romantisches von Anton Bruckner und Klänge des 20. und 21. Jahrhunderts von Arvo Pärt und Bjarne Sløgedal.

Di. 22.9., 19.30 Uhr, Basilika St. Lambertus


Tabula rasa feat. URBANATIX
Uraufführung
Die Isolation des Lockdowns bedeutete für KünstlerInnen auch, nicht mehr auftreten zu können. An diese Grenzsituation erinnern die ersten, intimen Momente der eigens für das Festival kreierten Show „Tabula rasa“, die sich sogartig zu einem emphatischen Fanal der Hoffnung verdichtet. Tabula rasa meint so viel wie unbeschriebenes Blatt, vier große Tische, die in immer neuen Formationen bespielt werden, sind das sprechende Bild für diese bewusst offene Ausgangssituation. Regisseur Christian Eggert und Choreograf Takao Baba inszenieren KünstlerInnen, die sich in furiose Ensemblenummern steigern und hoch dynamische Street Styles feiern. Zu Live-Musik sind zehn PerformerInnen der spektakulären Formation URBANATIX zu erleben, die alle erdenklichen Spielarten von Artistik und Urban Dance zu einem rasanten Mix fusionieren.

Mi. 23.9. – Fr. 25.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE


Farewell
Ensemble procovale
Das Konzertprogramm der A-Capella-Formation ensemble provocale umkreist unter der Leitung von Sebastian Voges melancholische Stimmungslagen des Abschieds. Das mit einigen Raritäten aufwartende Programm wendet sich geografisch mit Werken für Klavier zu vier Händen von Edvard Grieg und Antonin Dvo?ák nach Norwegen und Böhmen. Mit Charles Hubert Parrys „Songs of farewell“ und Gerald Finzis „Three Shakespeare Songs“ sind zwei selten zu hörende britische Komponisten zu erleben, ferner erklingen Felix Mendelssohn Bartholdys „Lieder im Freien zu singen“, Quartette von Johannes Brahms, die Abend- und Nachstimmungen feiern, sowie Sebastian Voges‘ Vertonung von drei Gedichten von Rainer Maria Rilke.

So. 27.9., Basilika St. Lambertus, 17 Uhr


O ihr Menschen! Uraufführung Der Jubilar des Musik-Jahres 2020 ist Ludwig van Beethoven, der vor 250 Jahren in Bonn geboren wurde. Sein bewegtes Leben war geprägt von Krisen, von denen das berühmte „Heiligenstädter Testament“ Zeugnis ablegt, in dem er sich verzweifelt gegen die ihm drohende Taubheit auflehnt. Beethoven aber trotzte seinem Schicksal mit rastloser Kreativität. Dieser exemplarische Weg von der Verzweiflung zur Hoffnung ist Inspiration und roter Faden eines Musiktheaters in Stationen in der Johanneskirche. Vier Solisten, großer Chor und Kinderchor unter der Leitung von Wolfgang Abendroth sowie die szenisch- fotografische Performance zweier Livefotografen kreisen um das Genie Beethovens und sein universell gültiges Lebensthema.

Sa. 14.11. 18 Uhr, Fr. 20.11. und Sa. 21.11., 19 Uhr, Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf


—| Pressemeldung düsseldorf festival |—

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung