Händel Opern: Alle Werke im Überblick

Händels Opern von Almira (1705) bis Deidamia (1741): alle 42 Werke mit HWV-Nummer, die wichtigsten mit Handlung und Arien, Semele und IOCO-Kritiken.

Gemaltes Brustbild des Komponisten Georg Friedrich Händel mit weißer Perücke vor dunklem Hintergrund
© Balthasar Denner (zugeschrieben) / Public Domain – Georg Friedrich Händel, Gemälde (um 1726–1728), National Portrait Gallery, London / Wikimedia Commons

Georg Friedrich Händel (1685–1759) schrieb den größten Teil seiner Opern für London. Zwischen 1705 und 1741 schrieb er 42 Opern, die das Händel-Werke-Verzeichnis (HWV) unter den Nummern 1 bis 42 führt – von Almira in Hamburg bis Deidamia in London. Dieser Überblick über alle Händel Opern nennt zu jedem Werk HWV-Nummer, Uraufführung und Ort. Neun Opern, zu denen es IOCO-Kritiken gibt, stellt er ausführlich vor, mit Handlung, bekannten Arien im Originalwortlaut und den passenden IOCO-Kritiken. Dazu kommt Semele, die oft wie eine Oper gespielt wird, aber keine ist.

Händel und die Oper: Hamburg, Italien, London

Händel wurde im Februar 1685 in Halle an der Saale geboren und am 24. Februar getauft; das Händel-Haus in Halle nennt den 23. Februar als Geburtstag. 1703 ging er nach Hamburg und fand an der von Reinhard Keiser geleiteten Oper am Gänsemarkt eine Stelle als Geiger und Cembalist. Dort kam 1705 seine erste Oper heraus. Von 1706 bis 1710 lebte er in Italien, wo er mit Rodrigo in Florenz und Agrippina in Venedig Erfolg hatte.

1710 wurde Händel Kapellmeister des Kurfürsten Georg Ludwig in Hannover. Von dort reiste er nach London, wo im Februar 1711 Rinaldo herauskam. 1712 kam er ein zweites Mal nach London. Als sein Hannoveraner Dienstherr 1714 als Georg I. König von Großbritannien wurde, war London längst Händels Wirkungsort geworden. 1727 erhielt Händel die englische Staatsbürgerschaft.

In London war Händel Komponist und Unternehmer zugleich. 1719 wurde die Royal Academy of Music gegründet, für die Händel ab 1720 schrieb. Ab 1729 arbeitete er für eine neue Operngesellschaft, die er zusammen mit dem Theaterunternehmer Heidegger leitete. 1733 entstand mit der Opera of the Nobility ein Konkurrenzunternehmen. Von 1735 bis 1737 brachte Händel seine neuen Opern im Theater von John Rich in Covent Garden heraus, danach wieder im King's Theatre und zuletzt im Lincoln's Inn Fields Theatre. Nach Deidamia (1741) schrieb er keine Opern mehr und wandte sich dem englischen Oratorium zu. Er starb am 14. April 1759 in seinem Haus in der Brook Street in London und wurde in der Westminster Abbey beigesetzt.

Alle IOCO-Kritiken zu Händel finden Sie gebündelt auf der Seite Georg Friedrich Händel bei IOCO.

Alle 42 Opern im Überblick

Die Liste folgt dem HWV und nennt das Datum der Uraufführung. Londoner Opern ohne eigene Ortsangabe kamen im Theater am Haymarket heraus, das in den Quellen bis Silla als Queen's Theatre und ab Amadigi als King's Theatre erscheint. Wo die Quellen unsicher sind oder voneinander abweichen, ist das vermerkt.

Hamburg, Oper am Gänsemarkt

  • HWV 1 Almira: 8. Januar 1705. Händels erste Oper, auf ein deutsches Libretto von Friedrich Christian Feustking.
  • HWV 2 Nero: 25. Februar 1705. Die Musik ist verloren.
  • HWV 3 Florindo und HWV 4 Daphne: 1708. Von der Musik ist fast nichts erhalten.

Italien

  • HWV 5 Rodrigo: Florenz, Teatro di via del Cocomero, 1707. Das genaue Datum ist unsicher: Die Händel-Forschung nennt als erste belegte Aufführung den 30. Oktober 1707, der Almanach von Gherardo Casaglia den 9. November 1707.
  • HWV 6 Agrippina: 26. Dezember 1709, Venedig, Teatro San Giovanni Grisostomo.

London, die ersten Jahre

  • HWV 7a Rinaldo: 24. Februar 1711. Eine Neufassung (HWV 7b) folgte 1731.
  • HWV 8a Il pastor fido: 22. November 1712. Neufassungen folgten 1734 (HWV 8b und 8c).
  • HWV 9 Teseo: 10. Januar 1713, in fünf Akten.
  • HWV 10 Silla: Ob und wann das Werk aufgeführt wurde, ist ungeklärt. Genannt wird eine mögliche private Aufführung am 2. Juni 1713 im Burlington House oder im Queen's Theatre.
  • HWV 11 Amadigi di Gaula: 25. Mai 1715.

Royal Academy of Music (1720–1728)

  • HWV 12a Radamisto: 27. April 1720, Händels erste Oper für die Royal Academy. Eine zweite Fassung folgte im Dezember 1720.
  • HWV 13 Muzio Scevola: 15. April 1721. Von Händel stammt nur der dritte Akt; den ersten schrieb Filippo Amadei, den zweiten Giovanni Bononcini.
  • HWV 14 Floridante: 9. Dezember 1721.
  • HWV 15 Ottone: 12. Januar 1723.
  • HWV 16 Flavio: 14. Mai 1723.
  • HWV 17 Giulio Cesare in Egitto: 20. Februar 1724 (siehe unten).
  • HWV 18 Tamerlano: 31. Oktober 1724 (siehe unten).
  • HWV 19 Rodelinda: 13. Februar 1725 (siehe unten).
  • HWV 20 Scipione: 12. März 1726.
  • HWV 21 Alessandro: 5. Mai 1726.
  • HWV 22 Admeto: 31. Januar 1727.
  • HWV 23 Riccardo primo: 11. November 1727.
  • HWV 24 Siroe: 17. Februar 1728.
  • HWV 25 Tolomeo: 30. April 1728, die letzte Händel-Oper für die Royal Academy.

Die zweite Operngesellschaft (1729–1734)

  • HWV 26 Lotario: 2. Dezember 1729. IOCO-Kritik: Händel-Festspiele Göttingen (Redaktion, 2017)
  • HWV 27 Partenope: 24. Februar 1730.
  • HWV 28 Poro: 2. Februar 1731.
  • HWV 29 Ezio: 15. Januar 1732.
  • HWV 30 Sosarme: 15. Februar 1732.
  • HWV 31 Orlando: 27. Januar 1733 (siehe unten).
  • HWV 32 Arianna in Creta: 26. Januar 1734.

Covent Garden (1735–1737)

  • HWV 33 Ariodante: 8. Januar 1735 (siehe unten).
  • HWV 34 Alcina: 16. April 1735 (siehe unten).
  • HWV 35 Atalanta: 12. Mai 1736, zur Hochzeit des Prinzen von Wales. IOCO-Kritik: Händel-Festspiele Karlsruhe 2026 (Uschi Reifenberg, 2026)
  • HWV 36 Arminio: 12. Januar 1737.
  • HWV 37 Giustino: 16. Februar 1737.
  • HWV 38 Berenice: 18. Mai 1737.

Die letzten Opern

  • HWV 39 Faramondo: 3. Januar 1738, King's Theatre.
  • HWV 40 Serse: 15. April 1738, King's Theatre (siehe unten).
  • HWV 41 Imeneo: 22. November 1740, Lincoln's Inn Fields Theatre.
  • HWV 42 Deidamia: 10. Januar 1741, Lincoln's Inn Fields Theatre. Händels letzte Oper.

Die wichtigsten Händel-Opern

Die Auswahl folgt den Werken, die IOCO in den letzten Jahren besprochen hat. Die Arientitel folgen den Libretti bei Opera Guide und sind mit dem Händel-Haus in London (Handel Hendrix House) und der französischen Datenbank Opéra Baroque abgeglichen.

Agrippina (1709) – der Erfolg in Venedig

Agrippina (HWV 6) wurde am 26. Dezember 1709 im Teatro San Giovanni Grisostomo in Venedig uraufgeführt. Das Libretto schrieb Kardinal Vincenzo Grimani. Die Kaiserin Agrippina will ihren Sohn Nerone auf den Thron bringen. Als ihr Gatte Claudio, den alle für tot halten, zurückkehrt, spinnt sie neue Intrigen um die schöne Poppea, die Claudio, Nerone und Ottone zugleich begehren. Am Ende bekommt jeder, was er will: Nerone den Thron, Ottone seine Poppea. Bekannte Nummern sind Agrippinas „Pensieri, voi mi tormentate“, Ottones Klage „Voi che udite il mio lamento“ und Poppeas „Vaghe perle“.

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Rinaldo (1711) – Händels erste Oper für London

Rinaldo (HWV 7a) kam am 24. Februar 1711 im Queen's Theatre heraus, mit dem Kastraten Nicolò Grimaldi, genannt Nicolini, in der Titelrolle. Das italienische Libretto von Giacomo Rossi beruht auf einem Entwurf von Aaron Hill nach Torquato Tassos Gerusalemme liberata. Während der Kreuzzug vor Jerusalem steht, entführt die Zauberin Armida Almirena, die Braut des Ritters Rinaldo. Erst mit Hilfe eines christlichen Magiers werden beide befreit, und Jerusalem fällt. Almirenas „Lascia ch'io pianga“ gehört zu den bekanntesten Arien Händels. Weitere Höhepunkte sind Rinaldos „Cara sposa“ und „Venti, turbini“, Almirenas „Augelletti“ und Armidas „Furie terribili“.

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Giulio Cesare in Egitto (1724) – Cäsar und Cleopatra

Giulio Cesare in Egitto (HWV 17) wurde am 20. Februar 1724 im King's Theatre uraufgeführt, mit dem Kastraten Senesino als Cesare und Francesca Cuzzoni als Cleopatra. Das Libretto schrieb Nicola Francesco Haym nach Giacomo Francesco Bussani. Cesare verfolgt seinen Gegner Pompeo nach Ägypten. König Tolomeo lässt Pompeo ermorden, dessen Witwe Cornelia und Sohn Sesto sinnen auf Rache. Cleopatra gewinnt Cesare für sich und gegen ihren Bruder Tolomeo. Am Ende tötet Sesto Tolomeo, und Cesare krönt Cleopatra zur Königin. Cleopatra singt „V'adoro, pupille“, „Piangerò la sorte mia“ und „Da tempeste il legno infranto“, Cesare „Va tacito e nascosto“ und „Al lampo dell'armi“, Sesto „Svegliatevi nel core“.

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Tamerlano (1724) – der gefangene Sultan

Tamerlano (HWV 18) folgte am 31. Oktober 1724, wieder auf ein Libretto von Haym. Der Tatarenherrscher Tamerlano hält den besiegten türkischen Sultan Bajazet und dessen Tochter Asteria gefangen. Er will Asteria heiraten, obwohl sie den griechischen Fürsten Andronico liebt und Tamerlano selbst mit Irene verlobt ist. Asteria versucht vergeblich, Tamerlano zu töten. Im dritten Akt nimmt sich Bajazet das Leben, um nicht länger in Tamerlanos Gewalt zu sein. Erschüttert lässt Tamerlano die Gefangenen frei und heiratet Irene.

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Rodelinda (1725) – die treue Königin

Rodelinda, regina de' Longobardi (HWV 19) kam am 13. Februar 1725 heraus, mit Cuzzoni und Senesino in den Hauptrollen. Haym bearbeitete ein Libretto von Antonio Salvi. Grimoaldo hat den Langobardenkönig Bertarido gestürzt und wirbt um dessen Frau Rodelinda, die ihren Mann für tot hält. Bertarido kehrt heimlich zurück. Nach Kerker, Flucht und einem Mordanschlag auf Grimoaldo rettet Bertarido seinem Gegner das Leben. Grimoaldo verzichtet auf den Thron, Rodelinda und Bertarido sind wieder vereint. Bekannt sind Rodelindas „Ombre, piante“, Bertaridos „Dove sei“ und das Duett „Io t'abbraccio“. Mit Rodelinda begann 1920 in Göttingen die Wiederentdeckung der Händel-Opern im 20. Jahrhundert: Der Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler Oskar Hagen brachte sie dort auf die Bühne und begründete damit die Göttinger Händel-Festspiele.

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Orlando (1733) – Liebe und Wahnsinn

Orlando (HWV 31) wurde am 27. Januar 1733 im King's Theatre uraufgeführt. Das Libretto geht auf Carlo Sigismondo Capece und letztlich auf Ludovico Ariosts Epos Orlando furioso zurück; wer es für Händel bearbeitete, ist nicht sicher belegt. Der Ritter Orlando liebt Angelica, die aber Medoro liebt. Der Zauberer Zoroastro will Orlando zu seinen Heldenpflichten zurückführen. Als Orlando von Angelicas Liebe zu Medoro erfährt, verfällt er am Ende des zweiten Akts dem Wahnsinn. Im dritten Akt heilt ihn Zoroastro. Angelica und Medoro verzeihen ihm, und Orlando kehrt zu seinen Heldenpflichten zurück.

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Ariodante (1735) – die erste Oper für Covent Garden

Ariodante (HWV 33) war Händels erste neue Oper für das Theater in Covent Garden, uraufgeführt am 8. Januar 1735. Die Titelrolle sang der Kastrat Giovanni Carestini, für die Tänzerin Marie Sallé und ihre Truppe schrieb Händel Ballettszenen. Vorlage war Antonio Salvis Libretto Ginevra, principessa di Scozia nach Ariost. Ariodante soll die schottische Prinzessin Ginevra heiraten. Der Herzog Polinesso, der selbst nach Thron und Ginevra strebt, lässt Ariodante glauben, Ginevra sei ihm untreu. Ariodante verzweifelt in „Scherza infida“. Erst als Polinessos Intrige aufgedeckt ist, wird die Hochzeit gefeiert, und Ariodante jubelt in „Dopo notte“.

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Alcina (1735) – die Zauberin auf ihrer Insel

Alcina (HWV 34) folgte am 16. April 1735 in Covent Garden, wieder mit Carestini und Balletteinlagen für Marie Sallé. Der Bearbeiter des Librettos ist unbekannt, der Stoff stammt aus Ariosts Orlando furioso. Die Zauberin Alcina hält den Ritter Ruggiero auf ihrer Insel gefangen. Seine Verlobte Bradamante kommt, als Mann verkleidet, um ihn zu befreien. Ruggiero erkennt den Zauber und zerbricht am Ende die Urne, die Alcinas Macht bewahrt. Ihre Welt versinkt, die Verzauberten erhalten ihre Gestalt zurück. Ruggiero singt „Verdi prati“, „Mi lusinga il dolce affetto“ und „Sta nell'Ircana“, Alcina „Di', cor mio“ und „Ombre pallide“.

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Serse (1738) – Ombra mai fu

Serse (HWV 40), im Deutschen oft Xerxes, wurde am 15. April 1738 im King's Theatre uraufgeführt. Die Titelrolle sang der Kastrat Caffarelli. Das Libretto ist eine Bearbeitung eines Textes von Silvio Stampiglia, der auf Nicolò Minato zurückgeht. Der Perserkönig Serse verliebt sich in Romilda, die Geliebte seines Bruders Arsamene, obwohl er mit Amastre verlobt ist. Amastre folgt ihm als Mann verkleidet. Nach vielen Verwicklungen heiraten Romilda und Arsamene, und Serse kehrt zu Amastre zurück. Gleich zu Beginn besingt Serse den Schatten einer Platane: „Ombra mai fu“ gilt als Händels bekannteste Opernmelodie.

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Semele und die englischen Bühnenwerke

Nach 1741 schrieb Händel keine Opern mehr, wohl aber englische Werke über weltliche Stoffe, die heute oft szenisch gespielt werden. Das bekannteste ist Semele.

Semele (1744) – keine Oper, aber oft wie eine gespielt

Semele (HWV 58) wurde am 10. Februar 1744 in Covent Garden uraufgeführt, „after the manner of an oratorio“, also nach Art eines Oratoriums. Der Almanach von Casaglia bezeichnet das Werk als weltliches Oratorium oder Masque. Im HWV steht es unter der Nummer 58, nicht bei den Opern (HWV 1 bis 42). Der englische Text geht auf ein Libretto von William Congreve zurück. Semele, Tochter des Königs Cadmus, liebt Jupiter und lässt sich von ihm entführen. Die eifersüchtige Juno überredet sie, Jupiter in seiner wahren Gestalt sehen zu wollen. Semele verbrennt in seinem Glanz. Bekannt sind Semeles „O sleep, why dost thou leave me“ und „Myself I shall adore“ sowie Jupiters „Where'er you walk“.

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Händel für Einsteiger: Womit anfangen?

  1. Alcina: Eine Zauberoper mit klarer Handlung und vielen bekannten Arien. In den IOCO-Kritiken ist sie die am häufigsten besprochene Händel-Oper.
  2. Giulio Cesare in Egitto: Ein historischer Stoff um Cäsar und Cleopatra mit vielen bekannten Arien.
  3. Serse: Die Oper beginnt mit „Ombra mai fu“, einer Melodie, die viele kennen. Die Verwicklungen um zwei Brüder und zwei Schwestern sind leicht zu verfolgen.
  4. Rinaldo: Kreuzritter, Zauberin und „Lascia ch'io pianga“ – ein guter Einstieg in Händels erste Londoner Jahre.
  5. Semele: Wer Englisch versteht, kann der Handlung ohne Übertitel folgen.

Was eine Da-capo-Arie ist, erklärt unser Guide Was ist eine Arie?. Händel im Kreis der anderen großen Namen stellt Die wichtigsten Opernkomponisten vor.

FAQ: Häufige Fragen zu den Opern von Georg Friedrich Händel

Wie viele Opern schrieb Händel?

Das Händel-Werke-Verzeichnis führt 42 Opern (HWV 1 bis 42). Bei Muzio Scevola stammt nur der dritte Akt von Händel. Von Nero, Florindo und Daphne ist die Musik verloren oder fast ganz verloren.

Welche ist die bekannteste Händel-Oper?

In den IOCO-Kritiken der letzten Jahre erscheinen am häufigsten Alcina, Giulio Cesare in Egitto, Ariodante und Semele. Als bekannteste einzelne Melodie gilt „Ombra mai fu“ aus Serse.

Ist Semele eine Oper?

Nein. Semele wurde 1744 nach Art eines Oratoriums uraufgeführt und steht im HWV nicht bei den Opern. Heute wird sie oft szenisch gespielt, wie mehrere IOCO-Kritiken zeigen.

In welcher Sprache sind Händels Opern geschrieben?

Die Hamburger Opern auf deutsche Libretti, die Opern ab Rodrigo auf italienische. Semele ist englisch.

Wann schrieb Händel seine letzte Oper?

Deidamia wurde am 10. Januar 1741 im Lincoln's Inn Fields Theatre in London uraufgeführt. Danach schrieb Händel vor allem englische Oratorien.

Fazit

Händels 42 Opern umspannen mehr als 35 Jahre, von Almira in Hamburg bis Deidamia in London. In London schuf er für Stars wie Senesino, Cuzzoni und Carestini Werke, die nach langer Vergessenheit seit der Göttinger Rodelinda von 1920 wieder auf die Bühne zurückgekehrt sind. Wie die IOCO-Kritiken zeigen, stehen heute Alcina, Giulio Cesare und Ariodante an vielen Häusern auf dem Spielplan, und auch seltener gespielte Werke wie Lotario oder Atalanta kommen auf die Bühne.

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