Paris, Opéra-Comique, Brundibár - Hans Krása, IOCO

Paris, Opéra-Comique, Brundibár - Hans Krása, IOCO
Brundibar (c) Stefan Brion



03.06.2026

 

EIN LEUCHTENDES WERK…

 

Brundibár ist besiegt!
Der Tyrann ist verloren!
Wir haben uns nicht unterkriegen lassen, Wir haben den Krieg gewonnen.

 (Brundibár / 2. Akt / Finale)

 

Eine traurige Kinder-Oper ohne Hoffnungsschimmer…

Brundibár (1942/43) nach einem Libretto von Adolf Hoffmeister (1902-1973) im Auftrag des tschechoslowakischen Kulturministeriums und für Kinderdarsteller an Schulen gedacht, entstand nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in die Tschechoslowakei im Geheimen. Hans Krása (1899-1944) gelang es, seine Oper bis ins Konzentrationslager Theresienstadt zu bewahren, wo sie als Propagandamittel, aber auch als Trostspender für die Gefangenen vor ihrer Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz diente. Im 20. Jahrhundert wuchs ihr Ruhm, und sie gilt heute als Klassiker.

 

Aninka und Pepiček sind fest entschlossen, ihre kranke Mutter zu heilen, der der Arzt Milch verschrieben hat. Da sie kein Geld haben, beschließen sie, den gefürchteten Brundibár, einen berühmten Straßenkünstler, herauszufordern, indem sie besser und lauter singen als er. Unterstützt von mitfühlenden Tieren eilen ihnen die Kinder des Ortes zu Hilfe.

 

Hoffnung, Mut und Solidarität: Diese Werte vermittelt dieses fesselnde Werk, das Kunst und Brutalität gegenüberstellt. Eine zeitlose Lebenslektion! Ein großer Theater-Moment für den Kinderchor der Opéra-Comique unter der Regie der französischen Regisseure: Muriel Mayette-Holtz (*1964) und Jean-Claude Berutti (*1952) und dirigiert vom Musikdirektor Louis Langrée (*1961).

 

Ein ganz besonderes Nazi-Lager…

Vor dem 2. Weltkrieg war das Leben in Theresienstadt wie in jeder anderen tschechoslowakischen  Kleinstadt auch, wo die Kinder zur Schule gingen, auf der Straße spielten, die Erwachsenen sich im Gasthaus trafen und in kleinen Läden einkauften. Das Besondere an Theresienstadt war, dass es zur Zeit seiner Gründung im Jahre 1780 vom damaligen Kaiser Joseph II. (1741-1790) als Festungsstadt errichtet wurde und deshalb von hohen Festungsmauern umgeben war. Diese Anlage sollte dem Städtchen und seinen Bewohnern während des 2. Weltkrieges zum Verhängnis werden.

 

Während des Krieges besetzten die Hitler-Deutschen Polen und die Tschechoslowakei, um ihren Herrschaftseinfluss nach Osten hin auszudehnen. In ihrer Neuordnung Europas hatten die Nationalsozialisten für die Juden keinen Platz vorgesehen. Die Nazis erklärten das Judentum zum Feind des deutschen Volkes und beschlossen die planmäßige Vernichtung der Juden. Der Plan sah vor, Menschen verschiedener Nationalitäten, die von der Rassenverfolgung der Nazis betroffen waren, zuerst in Lagern zu sammeln und von dort aus ihrer Vernichtung in eigens zu diesem Zweck errichteten Konzentrationslagern zuzuführen.

 

Auf der Suche nach einem Ort, der als solch ein Sammellager für Juden benutzt  werden sollte, fiel die Wahl auf Theresienstadt. Die kleine Stadt mitten in Böhmen erschien den Nazis für diese unmenschlichen Vorhaben besonders gut geeignet, denn der symmetrische Grundriss der   Befestigungsanlage war gut überschaubar, und die dort untergebrachten Menschen würden leicht zu überwachen sein. So zwangen die Nazis die ursprünglichen Einwohner von Theresienstadt, ihre Heimatstadt zu verlassen. Die Menschen, die nun in Theresienstadt wohnen sollten, kamen nicht freiwillig. Ende November traf der erste Transport mit Juden ein! Die Menschen hatten nicht einmal das Nötigste bei sich – gerade so viel, wie sie tragen konnten. Kaum einer von ihnen  wusste, weshalb sie in dieses Ghetto gebracht wurden. Man ließ sie glauben, der Aufenthalt in Theresienstadt diene der Vorbereitung auf eine Auswanderung nach Palästina, dem Staat der Juden. Viele hofften, die Juden aus der Tschechoslowakei, Deutschland, Österreich, Dänemark und Holland würden hier das Ende des Krieges abwarten können oder wären nur zur Erholung hier, wie ihnen vorgegaukelt worden war. Doch die unmenschlichen Lebensbedingungen, die schlechte Behandlung im Ghetto und die ständigen Abtransporte von Familienangehörigen  und Freunden, von denen man nie wieder etwas hörte, machte die Menschen misstrauisch. Bald schon war klar, dass sie in einer Falle waren, aus der es kein Entrinnen gab. Die alten Festungsmauern, die 160 Jahre vorher zum Schutz der Menschen vor Feinden errichtet wurden, bildeten nun ein Gefängnis für die schuldlosen festgehaltenen Kinder, Frauen, Männer und Alten. Immer mehr Menschen mit dem auf die Kleidung genähten gelben Stern wurden nach Theresienstadt gebracht und schon bald war das völlig überfüllt, keine Ecke war mehr zu finden, wo man noch hätte allein sein können. Als die vorhandenen Wohnungen überfüllt waren, mussten viele in Kellern und auf Dachböden ohne Heizung , ohne Decken und Matratzen schlafen. Die Läden waren geschlossen worden und es gab nicht genug zu essen für so viele Menschen.

Brundibar (c) Stefan Brion

 

Das Lager Theresienstadt…

Jedoch das Schlimmste war die Ungewissheit! Gerüchte von Lagern mit Duschen, aus denen statt Wasser tobringendes Gas kommt, hatten sich auch bis hierher herumgesprochen, doch niemand konnte glauben, dass die Nazis zu solcher Grausamkeit fähig sein könnten. Alle lebten in ständiger Angst vor den deutschen Soldaten mit ihren Gewehren und vor dem Abtransport in andere Lager. Die Kinder von Theresienstadt konnten nicht verstehen, warum sie plötzlich ihr Zuhause verlassen mussten, um nun, oftmals getrennt von Geschwistern und Eltern, in viel zu beengten, notdürftig eingerichteten Unterkünften zu leben. Wie hätten sie auch verstehen sollen, dass ihre Mütter sie allein lassen mussten?

 

Das Leben der Kinder im Ghetto…

Die Kinder wurden in großen Kasernen untergebracht! In die Kaserne L 410 kamen die tschechoslowakischen Kinder, die die deutschen Kinder, die in Kaserne L 414 wohnten, dafür verachteten, dass sie die Sprache der Feinde sprachen. Dort schliefen oft bis zu 30 Kinder zusammen in einem Raum, meist in dreistöckigen Betten, auf Strohsäcken einzeln oder zu zweit. Wegen der völlig unzureichenden und schlechten Ernährung litten die Kinder oft an Hunger und waren ständig damit beschäftigt, etwas Essbares aufzutreiben. Die furchtbaren hygienischen Bedingungen im Lager lösten die Verbreitung von Krankheiten wie Flecktyphus und Durchfall aus, die die kleinen Körper der Jungen und Mädchen noch zusätzlich schwächten. Die Jugendlichen im Alter von 16 Jahren, oft aber schon mit 14 oder gar 12 Jahren, wurden wie die Erwachsenen zum Arbeitseinsatz im Lager oder auch außerhalb in der Rüstungsindustrie eingeteilt. Meist waren es Jungen, die, weil sie hart arbeiten konnten, vor Transporten in die Vernichtungslager verschont blieben. Wer alt, krank und schwach war, hatte kaum Überlebenschancen.

 

Um so erstaunlicher ist es, wie unter diesen menschunwürdigen Bedingungen ein reiches kulturelles Leben entstehen konnte, dass anfangs verboten, dann geduldet und zeitweise sogar angeordnet wurde. Unter den Gefangenen befanden sich auch viele Künstler! Heimlich trafen sie sich, um das trostlose  Leben mit ihrer Kunst etwas lebenswerter zu machen. Die Musiker unter ihnen reparierten kaputt vorgefundene Musikinstrumente der ehemaligen Bewohner oder begannen, mit einfachsten Mitteln Instrumente selbst zu bauen. Schauspieler und Regisseure übten kleine Stücke ein, und Maler gestalteten das Bühnenbild. Ein dankbares Publikum, Kinder, die für eine Stunde ihren Hunger vergaßen, lohnte es ihnen. Sogar einen heimlich Schulunterricht organisierten die Erwachsenen für die Kinder, von denen viele durch den Ausschluss von Juden aus den Schulen seit 1939 kaum lesen und schreiben konnten. Die wenigen Bücher, die es gab, wurden mit großer Vorsicht herumgereicht. Ehemalige Lehrer unterrichteten die Kinder und bemühten sich, die Lehrbücher für die erste Klasse aus dem Gedächtnis nachzuschreiben. Immer musste darauf geachtet werden, dass man nicht von einem Aufseher beim lernen ertappt wurde. Kamen deutsche Inspektoren, wurde das Lernmaterial schnell versteckt. Durch das offizielle Lernverbot  gewann der Unterricht natürlich einen besonderen Reiz. Im Zeichenunterricht, der von Friedl Dicker-Brandeis (1898-1944), einer ehemaligen Pädagogin und Künstlerin des Bauhaus, geleitet wurde, erlernten die Kinder verschiedene Darstellungsarbeiten und konnten versuchen, das Erlebte zu verarbeiten oder ihren Träumen freien Lauf zu lassen.

Brundibar (c) Stefan Brion

 

Die kleinen Kunstwerke, die die Kinder aus Theresienstadt anfertigten, sind meist alles, was von ihnen blieb! Nach der Befreiung des Lagers überbrachte ein Mitglied der sogenannten „jüdischen Theresienstädter Selbstverwaltung“ dem Jüdischen Museum in Prag zwei Koffer mit ungefähr 4000 Kinderzeichnungen der Kinder aus Theresienstadt. Der Erfolg, den die Kinderoper Brundibár hatte, ist schon fast zur Legende geworden! Der Komponist Krása hatte die Oper noch in Prag komponiert, bevor auch er nach Theresienstadt verschleppt wurde und später in Auschwitz umkam. Die zwei Aufführungen mit Kindern des Prager jüdischen Waisenhaus im Jahre 1942 mussten in aller Heimlichkeit stattfinden, da inzwischen die Truppen Adolf Hitlers (1889-1945) die Tschechoslowakei besetzt hatten und öffentliche Aufführungen für Juden verboten waren. Als Mitte 1943 auch die jüdischen Waisenhäuser von Prag nach Theresienstadt gebracht wurden, fassten sie sogleich zusammen mit Rudolf Freudenfels (1915-1942) – dem Regisseur und Rafael Schächter (1905-1945) – dem Dirigenten den Entschluss, Brundibár wieder einzustudieren. Die Kinder im Lager hatten Spaß an den vielen Anspielungen auf die Gegenwart, die im Text waren, und sie liebten die Musik, die die Stimmen der kleinen Sänger zum Klingen brachte. Die Beliebtheit der kurzen Geschichte vom Kampf der Kinder gegen den bösen Leierkastenmann war so groß, dass die Oper innerhalb nur eines Jahres 55 mal aufgeführt wurde. Jede Niederlage des Leierkastenmanns auf der Bühne bedeutete für die Kinder von Theresienstadt einen Sieg im wirklichen Leben. Sie schöpften Hoffnung daraus, dass durch gemeinsames Handeln aller, das Böse besiegt werden kann.

 

Aber auch Brundibár wurde von den Nazis für ihre Zwecke missbraucht. Im Jahre 1943 häuften sich die Berichte über Todeslager der Nazis in den besetzten Ostgebieten. Als im Juni 1944 eine Kommission des Internationalen Roten Kreuzes eine Besichtigung des Ghettos Theresienstadt forderte, inszenierten die Nazis ein riesiges Täuschungsmanöver, um zu verschleiern, dass Theresienstadt in Wirklichkeit ein Konzentrationslager war und die dort lebenden Juden der Tod erwartete. In kürzester Zeit wurde alles einer Rundumverschönerung unterzogen: Die Häuserfassaden bekamen frische Farbe, die Straßen erhielten Straßennamen, die Läden wurden geöffnet, sogar ein Kaffeehaus gab es plötzlich. Höhepunkte dieser Täuschungsaktion war die Aufführung von Brundibár. Eigens für diesen Anlass wurde angeordnet, die Kulissenwände neu zu malen und die Turnhalle, in der Brundibár aufgeführt wurde, festlich zu schmücken. Die Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes und die Öffentlichkeit durften auf keinen Fall die Wahrheit über das Leben im Lager erfahren und ahnten nicht, dass Aufführungen wie die von Brundibár immer wieder neu einstudiert werden mussten, weil auch ein Teil der mitspielenden Kinder inzwischen schon in eines der Vernichtungslager abtransportiert worden war.

 

Als das Lager Theresienstadt mit Ende des Krieges am 8. Mai 1945 von der sowjetischen Armee befreit wurde, war es für die meisten Juden schon zu spät. Von den insgesamt 15 000 Kindern, die in Theresienstadt  waren, haben nur etwa 100 den Krieg überlebt.

 

Heute nennt sich Theresienstadt mit ihrem tschechischen Namen Terezin und ist eine ganz normale Kleinstadt, wo die Kinder zur Schule gehen, auf der Straße spielen, die Erwachsenen sich im Gasthaus treffen und in den kleinen Läden einkaufen. Doch die vielen Zeichnungen und Gedichte der Kinder von Theresienstadt und auch ihre Lieblingsoper Brundibár halten die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse vor fast 90 Jahren wach.

 

Die Premiere an der Opéra-Comique am 3. Juni 2026:

 

Ein ungleichmäßiges Ende des Spiels…

Krásas Kinderoper Brundibár, 1942 in einem jüdischen Waisenhaus in Prag entstanden, ist ein metaphorisches Stück. Das Libretto von Hoffmeister erzählt die Geschichte zweier Kinder, die Geld verdienen wollen, um Milch für ihre kranke Mutter zu kaufen. Unterwegs begegnen sie einem Milchmann, einem Bäcker und einem Eisverkäufer, die ihnen alle keinen Cent geben wollen. Schließlich verbietet ihnen Brundibár, ein erfolgreicher Straßensänger, brutal das Singen und Betteln und droht ihnen, sie in ein Arbeitslager zu schicken, sollten sie weiterhin mit ihm konkurrieren. In der Nacht träumen sie, dass Tiere – ein Vogel, eine Katze und ein Hund – ihnen zusammen mit allen anderen Kindern der Stadt helfen, den bösen Brundibár zu vertreiben.

 

Die Oper sollte im folgenden Jahr im Internierungslager Theresienstadt, wohin der Komponist Krása zusammen mit den Kindern aus dem Waisenhaus deportiert worden war, erneut aufgeführt werden.

 

Die Partitur, die vollständig für Kinderstimmen und ein kleines Instrumentalensemble von dreizehn Musikern konzipiert war, machte sie zur idealen Wahl für die Saison-Abschluss-Vorstellung der Opéra- Comique. Ihre Kürze von kaum 45 Minuten schien dem Künstlerteam jedoch im Wege zu stehen, das daraufhin einen recht vielseitigen Prolog entwarf und die Aufführung auf eine Stunde und zehn Minuten verlängerte. Um eine kurze, auf Jean-Claude Grumbergs (*1939 ) Theaterstück De Pitchik à Pitchouk (2023) basierende Theatersequenz herum kombinierten sie Musik  von Leoš Janáček (1854-1928) mit Mládí (1924), Suite für sechs Instrumente und von Francis Poulenc (1899-1963) Un Soir de Neige (1945), Kammerkantate nach einem Gedicht von Paul Éluard (1895-1952) und fügten sogar vom gleichen Komponisten eine Chorfassung von Petit Papa Noël aus Quatre Motets pour le Temps de Noël  (1952) mit einem Text von Raymond Vinci (1904-1968), Zusatz-Musik von Henri Martinet (1909-1985) hinzu. Während die Kinder in der kurzen Theatersequenz besonders brillierten, wirkte der Rest der Aufführung nicht ganz überzeugend, und das Publikum wurde ungeduldig, als es auf die Oper selbst wartete.

Brundibar (c) Stefan Brion

 

Die Inszenierung von Mayette-Holtz und Berutti bleibt eher unauffällig und wird lediglich durch  die von der französiche Tänzerin Christine Bonnetons (*1972) elegante Choreografie sowie die charmanten Tiermasken und überdimensionalen Köpfe der erwachsenen Figuren von dem ägyptisch-französische Bühne- und Kostüm- Bildner Rudy Sabounghi (*1955) aufgewertet. Die größte Schwäche in der Produktion liegt  jedoch leider in der grauenhaften, nicht im Programm genannten französischen Übersetzung. Deren unbeholfene Prosodie, die im völligen Widerspruch zum Reichtum der musikalischen Inspiration steht, schwächt die Gesamtwirkung und trägt wenig dazu bei, dass die jungen Sängerinnen und Sänger ihr stimmliches Können entfalten können.

 

Um den ursprünglichen Kontext wiederzugeben, hatten die Regisseure zwei Ideen, eine gute und eine schlechte. Die schlechte Idee ist das stumme Zitat aus einem Film, der während des Besuchs des Internationalen Roten Kreuzes in Theresienstadt gedreht wurde und Kinder bei einer Aufführung von Brundibár zeigt. Letztendlich enthüllen diese Bilder nichts über die grausame Täuschung des „Vorzeige-Lagers“, außer dass sie die begrenzten Mittel dieser „Produktion“ verdeutlichen, die in krassem Gegensatz zu denen der Opéra-Comique stehen. Die gute Idee ist, am Ende zu zeigen, wie die Kinder ihre Schulkittel ablegen und durch eine kleine Tür im Hintergrund die Bühne verlassen, aus der ein unheimlich eindringliches weißes Licht strömt. Zusätzlich wurde dieses Finale mit Ilse Webers (1903-1944) im Ghetto geschriebenem mittlerweile berühmten Lied „Ich wandre durch Theresienstadt aus dem Gedicht-Zyklus In deinen Mauern wohnt das Leid (posthum 1991) unterlegt, das jedoch ebenfalls unter einer schwachen Übersetzung und einer glanzlosen Darbietung leidet. Im Orchestergraben leisten das Orchester Les Frivolités Parisiennes unter der Leitung von Langrée einen qualitativ hochwertigen Beitrag zu dieser uneinheitlichen Produktion, die von einer etwas strafferen Struktur profitieren könnte. Sie bringen die musikalische Inspiration von Krása zum  Ausdruck, in der Anklänge an die populäre Musik jener Zeit hörbar sind.

 

Ein sehr großer Lob in diesem Ganzen ist das hervorragend dokumentierte Programm, in dem man fast alles über das Werk, seine Schöpfer und seinen Kontext erfährt, und all das ist online für jeden zugänglich, der mehr wissen möchte.

 

Auskunft und Karten: www.opera-comique.com  und Tel.: + 33 / (0)1 70 23 01 31

 

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