La Traviata: Handlung, Arien und Hintergründe

Verdis La Traviata: Entstehung, Uraufführung 1853 und Fassung 1854, Handlung der drei Akte, Figuren, die bekanntesten Nummern im Originaltext und IOCO-Kritiken.

Historisches Titelblatt von Verdis La traviata: Unter dem Schriftzug stirbt Violetta in einem Sessel, Alfredo kniet vor ihr, sein Vater steht daneben
© Leopoldo Ratti / Public Domain – Titelblatt des Klavierauszugs zu Giuseppe Verdis La traviata, Ricordi, Mailand (um 1855), Harvard University Library / Wikimedia Commons

La Traviata ist eine der meistgespielten Opern von Giuseppe Verdi (1813–1901). Sie wurde am 6. März 1853 im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt und fiel zunächst durch. Erst die überarbeitete Fassung, die im Mai 1854 an einem anderen venezianischen Theater herauskam, setzte sich durch. Das Libretto schrieb Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel La Dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren. Dieser Werk-Guide erklärt Entstehung und Uraufführung, erzählt die Handlung der drei Akte, stellt die Figuren und die bekanntesten Nummern im Originalwortlaut vor und verlinkt die passenden IOCO-Kritiken. Ein Porträt des Werks mit Rollenübersicht finden Sie außerdem im IOCO Kultur Lexikon.

La Traviata auf einen Blick

  • Musik: Giuseppe Verdi
  • Text: Francesco Maria Piave
  • Vorlage: La Dame aux camélias, Schauspiel von Alexandre Dumas d. J., uraufgeführt am 2. Februar 1852 in Paris
  • Gattung: Melodramma in drei Akten
  • Aufbau: drei Akte; der zweite Akt besteht aus zwei Bildern
  • Uraufführung: 6. März 1853, Teatro La Fenice, Venedig
  • Heute gespielte Fassung: die Überarbeitung vom 6. Mai 1854, Teatro San Benedetto, Venedig
  • Sprache: Italienisch

Der Titel leitet sich vom italienischen Verb traviare ab, das im übertragenen Sinn „vom rechten Weg abbringen“ bedeutet. La traviata ist also „die vom Weg Abgekommene“. Violetta selbst nennt sich im dritten Akt so: „Ah! della traviata sorridi al desìo“.

Entstehung: Ein Pariser Gegenwartsstoff für Venedig

Verdi schrieb La Traviata im Auftrag des Teatro La Fenice für die Saison „Carnovale e Quadragesima 1852-53“, so steht es im gedruckten Libretto der Uraufführung. Für dasselbe Haus hatte er 1851 bereits Rigoletto komponiert, ebenfalls auf einen Text von Piave. Am 19. Januar 1853, knapp sieben Wochen vor der Venezianer Premiere, kam in Rom Il trovatore heraus. Verdi arbeitete in dieser Zeit also an mehreren Opern zugleich.

Die Vorlage war brandneu. Alexandre Dumas der Jüngere hatte 1848 den Roman La Dame aux camélias veröffentlicht und ihn selbst zu einem Schauspiel in fünf Akten umgearbeitet, das am 2. Februar 1852 im Pariser Théâtre du Vaudeville herauskam. Vorbild der Titelfigur Marguerite Gautier war die Pariser Kurtisane Marie Duplessis, mit der Dumas eine Liaison gehabt hatte. In der Oper heißen die Hauptfiguren Violetta Valéry und Alfredo Germont.

Ungewöhnlich war, dass Verdi eine Geschichte aus der unmittelbaren Gegenwart erzählen wollte. Im Libretto steht als Ort und Zeit „Parigi e sue vicinanze, nel 1850 circa“. Die Venezianer Zensur bestand jedoch darauf, die Handlung in die Zeit um 1700 zu verlegen, und auch der zunächst vorgesehene Titel Amore e morte wurde geändert. Erst später setzte sich auf der Bühne die von Verdi gewünschte Gegenwartsausstattung durch.

Die Uraufführung am 6. März 1853

Die Uraufführung fand am 6. März 1853 im Teatro La Fenice statt. Laut Libretto und dem Theaterarchiv der Fondazione Giorgio Cini sangen:

  • Violetta Valéry: Fanny Salvini-Donatelli
  • Alfredo Germont: Lodovico Graziani
  • Giorgio Germont: Felice Varesi
  • Flora Bervoix: Speranza Giuseppini
  • Annina: Carlotta Berini
  • Gastone: Angelo Zuliani

Der Abend wurde kein Erfolg. Am Tag danach schrieb Verdi an Emanuele Muzio: „La traviata ieri sera fiasco. La colpa è mia o dei cantanti?... Il tempo giudicherà.“ Nach den ersten Vorstellungen zog Verdi die Oper zurück.

Gut ein Jahr später, am 6. Mai 1854, kam La Traviata in überarbeiteter Form im Teatro San Benedetto in Venedig heraus, diesmal mit Maria Spezia als Violetta, Francesco Landi als Alfredo und Filippo Coletti als Germont. Diese zweite Fassung hatte Erfolg. Verdi betrachtete sie als endgültig. Die kritische Ausgabe von Fabrizio Della Seta, erschienen bei Ricordi und der University of Chicago Press, legt sie deshalb als Haupttext zugrunde.

Die Handlung

Erster Akt

Violetta Valéry, eine gefeierte Pariser Kurtisane, gibt nach überstandener Krankheit wieder ein Fest. Baron Douphol, ihr derzeitiger Gönner, ist unter den Gästen. Vicomte Gastone stellt ihr Alfredo Germont vor, der sie schon lange verehrt und sich während ihrer Krankheit täglich nach ihr erkundigt hat. Alfredo stimmt ein Trinklied an, in das Violetta und die Gäste einfallen.

Als die Gesellschaft zum Tanz in den Nebensaal geht, erleidet Violetta einen Schwächeanfall. Alfredo bleibt bei ihr und gesteht ihr seine Liebe. Violetta reagiert zunächst ausweichend, schenkt ihm dann aber eine Kamelie: Wenn sie verwelkt ist, darf er wiederkommen. Allein geblieben, denkt Violetta über ihr Leben nach. Sie sehnt sich nach einer wahren Liebe, verwirft den Gedanken aber wieder und will frei bleiben. Von draußen hört sie Alfredos Stimme.

Zweiter Akt

Erstes Bild. Alfredo und Violetta leben seit drei Monaten zurückgezogen in einem Landhaus bei Paris. Von der Dienerin Annina erfährt Alfredo, dass Violetta heimlich ihren Besitz verkauft, um das gemeinsame Leben zu finanzieren. Beschämt fährt er nach Paris, um Geld zu beschaffen. In seiner Abwesenheit erscheint sein Vater Giorgio Germont. Er verlangt, dass Violetta sich von Alfredo trennt: Ihre Verbindung gefährde die Hochzeit von Alfredos Schwester. Nach schwerem Kampf willigt Violetta ein. Sie schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief und kehrt nach Paris zurück. Germont versucht vergeblich, den verzweifelten Sohn zu trösten. Alfredo entdeckt eine Einladung zu einem Fest bei Flora und eilt Violetta nach.

Zweites Bild. Bei Flora Bervoix vergnügen sich die Gäste mit Maskeraden von Zigeunerinnen und Stierkämpfern. Violetta erscheint am Arm des Barons. Alfredo gewinnt beim Kartenspiel, auch gegen Douphol. Unter vier Augen bittet Violetta ihn, das Fest zu verlassen. Um ihr Versprechen gegenüber Germont zu halten, behauptet sie, den Baron zu lieben. Rasend vor Eifersucht ruft Alfredo die Gäste zusammen und wirft Violetta das gewonnene Geld vor die Füße. Sein eintretender Vater weist ihn scharf zurecht, Douphol fordert ihn zum Duell, und Violetta bricht zusammen.

Dritter Akt

Violetta liegt todkrank in ihrer Wohnung, nur Annina ist bei ihr. Auf den Straßen von Paris wird Karneval gefeiert. Doktor Grenvil macht ihr Mut, sagt Annina aber, dass Violetta nur noch wenige Stunden bleiben. Violetta liest einen Brief Germonts: Alfredo hat das Duell überstanden, ist im Ausland und kennt nun die Wahrheit über ihr Opfer. Er werde zurückkehren. Violetta glaubt nicht mehr daran und nimmt Abschied vom Leben.

Dann steht Alfredo vor ihr. Beide träumen davon, Paris zu verlassen und neu zu beginnen. Doch Violettas Kräfte schwinden. Auch Germont kommt und will sie als Tochter annehmen. Violetta spürt noch einmal neue Kraft, dann stirbt sie in Alfredos Armen.

Figuren und Stimmfächer

Die Stimmlagen folgen hier dem Rollenverzeichnis der kritischen Ausgabe bei Ricordi. Wo andere Rollenverzeichnisse etwas anderes angeben, ist das vermerkt.

  • Violetta Valéry (Sopran): Kurtisane in Paris. Laut Libretto leidet sie an Schwindsucht („la tisi“).
  • Alfredo Germont (Tenor): ein junger Mann aus der Provence.
  • Giorgio Germont (Bariton): sein Vater.
  • Flora Bervoix (Mezzosopran): Violettas Freundin.
  • Annina (Mezzosopran): Violettas Dienerin. Andere Rollenverzeichnisse, etwa bei Opera Guide, führen sie als Sopran.
  • Gastone, Vicomte de Létorières (Tenor)
  • Baron Douphol (Bass): Violettas Gönner. Opera Guide nennt Bariton.
  • Marchese d’Obigny (Bass)
  • Doktor Grenvil (Bass)
  • Giuseppe (Tenor): Violettas Diener. Opera Guide nennt Bass.
  • Ein Diener Floras, ein Bote, Chor

Welche Stimmfächer es gibt und was sie unterscheidet, erklärt unser Guide Opernstimmen erklärt.

Die bekanntesten Nummern

Die Zitate folgen dem Libretto des Teatro alla Scala und sind mit dem Libretto bei Opera Guide abgeglichen. Mehr über die Form der Arie lesen Sie in Was ist eine Arie?.

„Libiamo ne’ lieti calici“ – Alfredo, Violetta und Chor (1. Akt)

Das Trinklied gehört zu den bekanntesten Melodien der Opernliteratur: „Libiamo ne’ lieti calici, / che la bellezza infiora“. Alfredo beginnt, Violetta antwortet, und die Gäste fallen ein.

„Un dì, felice, eterea“ – Alfredo und Violetta (1. Akt)

In diesem Duett gesteht Alfredo seine Liebe: „Un dì, felice, eterea, / mi balenaste innante“. Seine Liebe beschreibt er mit den Worten „Di quell’amor ch’è palpito / dell’universo intero“. Diese Melodie kehrt am Ende des ersten Akts in Violettas Szene wieder.

„È strano!... Ah, fors’è lui“ – Violetta (1. Akt)

Allein geblieben, fragt sich Violetta, ob Alfredo der Mann sein könnte, nach dem sie sich sehnt: „Ah fors’è lui che l’anima / solinga ne’ tumulti“. Sie erinnert sich an seine Melodie „Di quell’amor ch’è palpito“.

„Sempre libera“ – Violetta (1. Akt)

Mit dieser virtuosen Nummer schiebt Violetta den Gedanken an die Liebe beiseite: „Sempre libera degg’io / folleggiare di gioia in gioia“. Aus der Ferne mischt sich Alfredos Stimme ein.

„De’ miei bollenti spiriti“ – Alfredo (2. Akt)

Zu Beginn des zweiten Akts besingt Alfredo das ruhige Glück auf dem Land: „De’ miei bollenti spiriti / il giovanile ardore / ella temprò col placido / sorriso dell’amor!“

„Pura siccome un angelo“ – Germont und Violetta (2. Akt)

Mit diesen Worten beginnt Germont seine Bitte an Violetta: „Pura siccome un angelo / Iddio mi dié una figlia“. Im weiteren Verlauf des großen Duetts willigt Violetta ein und bittet: „Dite alla giovine sì bella e pura“.

„Amami, Alfredo“ – Violetta (2. Akt)

Bevor Violetta Alfredo verlässt, bricht es aus ihr heraus: „Amami, Alfredo“. Die Textfassungen unterscheiden sich hier leicht: Im Scala-Libretto heißt es „Amami, Alfredo, amami quant’io t’amo... Addio!“, bei Opera Guide fehlt das zweite „amami“.

„Di Provenza il mar, il suol“ – Germont (2. Akt)

Germont erinnert seinen Sohn an die Heimat in der Provence: „Di Provenza il mar, il suol / chi dal cor ti cancellò?“

„Addio del passato“ – Violetta (3. Akt)

Todkrank nimmt Violetta Abschied: „Addio del passato bei sogni ridenti, / le rose del volto già sono pallenti“. Am Ende bittet sie Gott um Erbarmen für die „traviata“.

„Parigi, o cara“ – Alfredo und Violetta (3. Akt)

Nach dem Wiedersehen träumen beide von einem neuen Leben fern der Stadt: „Parigi, o cara, noi lasceremo, / la vita uniti trascorreremo“.

Gegenwart auf der Opernbühne: Zensur und Kostüm

Eine Oper über eine Kurtisane, angesiedelt in der Gegenwart des Publikums, war 1853 ungewöhnlich. Verdi wollte die Geschichte so erzählen, wie Dumas sie auf die Bühne gebracht hatte: im Paris seiner Zeit. Die Zensur in Venedig verlangte dagegen eine historische Distanz. In der Uraufführung trugen die Figuren deshalb Kostüme im Stil um 1700. Auch das Titelblatt eines frühen Klavierauszugs bei Ricordi (um 1855) zeigt die Sterbeszene des dritten Akts mit Kostümen, die eher an das 18. Jahrhundert als an 1850 erinnern.

Im heute verwendeten Libretto steht die ursprüngliche Zeitangabe „nel 1850 circa“, ergänzt um die Jahreszeiten: Der erste Akt spielt im August, der zweite im Januar, der dritte im Februar. Viele Inszenierungen verlegen die Handlung heute frei in andere Epochen, auch in unsere Gegenwart.

Wie lange dauert La Traviata?

Die reine Spieldauer liegt bei gut zwei Stunden; mit Pausen dauert ein Abend etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Die Bayerische Staatsoper gibt für ihre Produktion rund drei Stunden mit zwei Pausen an. Die Staatsoper Stuttgart nannte für eine frühere Produktion 1 Stunde 20 Minuten bis zur Pause, 30 Minuten Pause und danach eine weitere Stunde. Für ihre Produktion ab Dezember 2026 gibt sie rund zweieinhalb Stunden ohne Pause an. Wie lange ein Opernabend im Allgemeinen dauert und wie Pausen geregelt sind, lesen Sie in Wie lange dauert eine Oper?.

La Traviata in IOCO-Kritiken

IOCO hat La Traviata an vielen Häusern besprochen. Eine Auswahl neuerer Kritiken:

Zur Oldenburger Premiere 2025 hat Thomas Honickel außerdem einen Essay zu Themen rund um La Traviata geschrieben. Alle Besprechungen finden Sie auf der Übersichtsseite „La Traviata“ – alle Kritiken & Inszenierungen.

La Traviata für Einsteiger

La Traviata gilt als eine der besten Opern für den Einstieg, wie auch unser Guide Die besten Opern für Anfänger zeigt. Fünf Tipps helfen beim ersten Besuch:

  1. Handlung vorher lesen: Die entscheidende Wendung geschieht im Gespräch zwischen Violetta und Germont. Wer weiß, warum Violetta Alfredo verlässt, versteht ihr Verhalten auf Floras Fest.
  2. Auf die Übertitel achten: Gesungen wird auf Italienisch. Häuser wie die Bayerische Staatsoper zeigen Übertitel auf Deutsch und Englisch.
  3. Eine Melodie wiedererkennen: Alfredos „Di quell’amor ch’è palpito“ aus dem ersten Akt klingt in Violettas Szene am Ende des Akts wieder an. Achten Sie darauf, wo sie noch auftaucht.
  4. Die drei Akte vergleichen: Auf das glänzende Fest des ersten Akts folgen das ländliche Glück und Floras Ball, am Ende das stille Sterbezimmer. Der Weg vom Fest zur Einsamkeit erzählt die Geschichte mit.
  5. Violettas Partie verfolgen: Vom virtuosen „Sempre libera“ bis zum leisen „Addio del passato“ verändert sich ihre Musik mit ihrer Lage.

Verdis übrige Bühnenwerke stellt unser Überblick Verdi Opern: Die bekanntesten Werke im Überblick vor.

FAQ: Häufige Fragen zu La Traviata

Wann und wo wurde La Traviata uraufgeführt?

Am 6. März 1853 im Teatro La Fenice in Venedig. Die überarbeitete Fassung, die heute gespielt wird, kam am 6. Mai 1854 im Teatro San Benedetto in Venedig heraus.

Wer schrieb das Libretto von La Traviata?

Francesco Maria Piave. Er arbeitete oft mit Verdi zusammen und schrieb unter anderem auch das Libretto zu Rigoletto.

Was bedeutet der Titel La Traviata?

Der Titel kommt vom Verb traviare, „vom rechten Weg abbringen“. Gemeint ist Violetta als „die vom Weg Abgekommene“.

Auf welcher Vorlage beruht La Traviata?

Auf dem Schauspiel La Dame aux camélias von Alexandre Dumas d. J., das am 2. Februar 1852 in Paris uraufgeführt wurde. Dumas hatte den Stoff zuvor als Roman veröffentlicht (1848).

Warum fiel die Uraufführung durch?

Das lässt sich nicht eindeutig sagen. Verdi selbst schrieb am Tag danach: „La colpa è mia o dei cantanti?... Il tempo giudicherà.“ Nach der Überarbeitung und mit einer neuen Besetzung hatte die Oper 1854 Erfolg.

Woran stirbt Violetta?

An Schwindsucht, also Tuberkulose. Im dritten Akt sagt Doktor Grenvil: „La tisi non le accorda che poche ore.“

Fazit

La Traviata erzählt von einer Frau, die für ihre Liebe ein Opfer bringt, das ihr die Gesellschaft abverlangt. Verdi wählte dafür einen Pariser Gegenwartsstoff, den Dumas erst ein Jahr zuvor auf die Bühne gebracht hatte. Nach dem Misserfolg von 1853 überarbeitete er die Oper, und in der Fassung von 1854 gehört sie bis heute zu den meistgespielten Werken des Repertoires. Mehr über Verdis übrige Opern erfahren Sie in unserem Verdi-Guide.

Mehr Opernempfehlungen und Kritiken finden Sie auf IOCO – Kultur im Netz.