Magdeburg, Theater Magdeburg, Premiere Otello, 16.02.2019

Februar 1, 2019 by  
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Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

»Evviva Otello!«
Giuseppe Verdis Operndrama »Otello« am Theater Magdeburg
Premiere am Sa. 16. 2. 2019, Opernhaus / Bühne

In Giuseppe Verdis »Otello« erliegt einer der bekanntesten Feldherren der Literaturgeschichte den gewissenlosen Intrigen seines Gegenspielers. In der Regie von Olivia Fuchs feiert das Operndrama am Sa. 16. 2. 2019, 19.00 Uhr (!) im Opernhaus Premiere.

Das im Jahr 1887 uraufgeführte Werk »Otello« ist der Ausdruck Verdis lebenslanger Beschäftigung mit der Dramatik William Shakespeares, die mit der Uraufführung von »Macbeth« im Jahr 1847 ihren Anfang nahm. Mit »Otello« schuf Verdi im Alter von 70 Jahren eines seiner besten Opernwerke. Am Theater Magdeburg feiert das Operndrama am 16. 2. 2019, 19.00 Uhr in der Regie von Olivia Fuchs Premiere.

Die Geschichte um den »Mohren von Venedig« – erfolgreicher Feldherr, jedoch wegen seiner fremdländischen Herkunft kritisch beäugt –, dessen Ehe mit Desdemona an gesellschaftlichen Machtverhältnissen und persönlichen Vorbehalten zerbricht, zeigt den Altmeister Verdi auf der Höhe seiner Kunst. 13 Jahre nach »Aida« konzentriert er – jenseits von Hafenszene und Staatsakt – das Geschehen hier noch stärker auf die drei Hauptfiguren Otello, Desdemona und Iago, der mit bösartiger Rachlust die Saat des Misstrauens zwischen den Liebenden sät. Musikalisch äußerst raffiniert und psychologisch genau spürt Verdi der fatalen Mischung aus Eifersucht und Minderwertigkeitsgefühl nach, die Otello zu Fall bringt. Ohne diesen Nährboden, durch den sich das ätzende Gift der Iago’schen Intrige hindurchfrisst, nähme das Drama nicht seinen tragischen Lauf. Iago hat nicht nur den eifersüchtigen Liebhaber überzeugt – Verdi hätte diesen Inbegriff eines Bösewichts fast zur Titelfigur seiner Oper gemacht.

Regisseurin Olivia Fuchs ist an Opernhäusern in ganz Europa und den USA ein gefragter Gast und dem Magdeburger Publikum bereits durch drei Inszenierungen bekannt. Nach »Der Rosenkavalier«, »Madame Butterfly« und Gounods »Faust« kehrt sie nun für »Otello« zurück ans Opernhaus Magdeburg. Die dramatischen Ereignisse rund um den Feldherren Otello siedelt sie am Shakespear’schen Originalschauplatz Zypern an – allerdings einige Jahrhunderte später. Ort des Geschehens, der von Bühnen- und Kostümbildner Yannis Thavoris gestaltet wird, ist das Ledra Palace Hotel in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns. Direkt auf der heutigen Demarkationslinie zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil Zyperns errichtet, galt das Ledra Palace als luxuriösestes Hotel der Insel bis es 1974 zur Zielscheibe eines militärischen Angriffs wurde. Indem sie die Tragödie in der Zeit des Zypernkonfliktes ansiedelt, übersetzt Olivia Fuchs Verdis vorletztes Werk, mit dem er erstmals ein durchkomponiertes, intensives und packendes Operndrama um die drei Hauptfiguren schrieb, ins Heute. Kimbo Ishii übernimmt letztmals als GMD die musikalische Leitung dieser Neuproduktion.


Otello Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito nach Shakespeare
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung GMD Kimbo Ishii / Pawel Poplawski

Regie Olivia Fuchs
Bühne / Kostüme Yannis Thavoris
Kampfchoreografie Thomas Ziesch
Dramaturgie Hannes Föst
Otello Aldo Di Toro
Iago Gocha Abuladze
Cassio Jonathan Winell
Roderigo Benjamin Lee
Lodovico Johannes Stermann
Montano Paul Sketris
Ein Herold Thomas Matz
Desdemona Raffaela Lintl
Emilia Isabel Stüber Malagamba
Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburger Singakademie
Opernkinderchor des Konservatoriums »Georg Philipp Telemann«
Magdeburgische Philharmonie

Premiere Samstag, 16. 2. 2019, 19.00 Uhr (!) im Opernhaus / Bühne
Premierenfieber So. 3. 2. 2019, 11.00 Uhr, Opernhaus
Vorstellungen So. 24. 2. / Fr. 8. 3. / Sa. 23. 3. / So. 7. 4. / Fr. 26. 4. / So. 19. 5. / Sa. 1. 6. 2019

Karten Premiere: zwischen 17 € und 36 € / ermäßigt zwischen 12 € und 26 €
Karten weitere Vorstellungen: zwischen 13 € und 32 € / ermäßigt zwischen 8 € und 22 € Reservierung und Kauf an der Theaterkasse telefonisch: (0391) 40 490 490, online

—| Pressemeldung Theater Magdeburg |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Oedipe – George Enescu, 10. Februar 2019

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Timo Rößner (Laios, König von Theben mit dem eben geborenen Oedipe auf dem Arm) hinter ihm Ulrich Burdack (Hohepriester) Frank Ernst (Ein Hirte) - rechts knieend Damen und Herren des Opernchors © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Timo Rößner (Laios, König von Theben mit dem eben geborenen Oedipe auf dem Arm) hinter ihm Ulrich Burdack (Hohepriester) Frank Ernst (Ein Hirte) – rechts knieend Damen und Herren des Opernchors © Ronny Ristok

Monumentaloper Oedipe – Gera und Altenburg

In der Spielzeit 2017/18 bewältigte Theater&Philharmonie Thüringen die Mammutaufgabe und brachte unter begeistertem Zuspruch von Publikum und Fachpresse die Oper Oedipe des genialen Rumänen George Enescu auf die große Bühne im Theater Gera. Hier folgen nun zwei weitere Aufführungen am Sonntag, 10. Februar 2019 um 14.30 Uhr und letztmalig am Sonntag, 17. Februar 2019 ebenfalls 14.30 Uhr.

Zur Premiere im Großen Haus das Altenburger Landestheaters kommt die Inszenierung dann am Sonntag, 24. Februar 2019 um 18.00 Uhr. Dort folgt eine weitere Vorstellung am Freitag, 1. März 2019 um 19.30 Uhr sowie die letzte Aufführung am Donnerstag 28. März 2019 um 14.30 Uhr.

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Sébastien Soulès (Ödipus), davor Merope © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Sébastien Soulès (Ödipus), davor Merope © Ronny Ristok

Atmosphärisch dicht und farbenprächtig erzählt Enescu einen unsterblichen Menschenmythos: die Geschichte des Ödipus von der Geburt bis zum Tod. Das 1936 in Paris uraufgeführte Meisterwerk geriet in den Schatten des 2. Weltkriegs und wurde seither nur sehr selten aufgeführt. Die neue Thüringer Inszenierung schufen Kay Kuntze als Regisseur, Duncan Hayler als Ausstatter für Bühne und Kostüme sowie Laurent Wagner als Musikalischer Leiter. Für die anspruchsvolle Titelpartie wurde der Franzose Sébastien Soulès engagiert.

Die monumentale Komposition des Rumänen George Enescu (1881-1955) basiert auf den antiken Dramen Oedipus Tyrannos und Oedipus auf Kolonos von Sophokles, geht jedoch recht frei mit den Vorlagen um. So beginnt die Oper bereits bei Ödipus’ Geburt; eine besondere Bedeutung kommt auch dessen Begegnung mit der Sphinx zu. Oedipe gilt als das Meisterwerk Enescus. Die Oper, so der Komponist, muss „ihren Schwung behalten. Kein Pathos, keine Wiederholungen, kein unnötiges Geschwätz. Die Handlung muss sich schnell entwickeln.“ Quelle seines Kompositionsstils ist die Volksmusik seiner rumänischen Heimat. Dies manifestiert sich in einer ständig changierenden Melodie, Harmonie und Klangfarbe, die den Hörer von Anfang bis Ende einnimmt.

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Sébastien Soulès (Ödipus), Béela Müller (Jokaste) © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Sébastien Soulès (Ödipus), Béela Müller (Jokaste) © Ronny Ristok

Ödipus ist der Enthüllungskrimi in der griechischen Mythologie: Ein Orakel verkündet, dass der Sohn des Lajos seinen Vater töten und seine Mutter heiraten wird. Die entsetzten Eltern lassen den Neugeborenen mit zusammengebundenen Füßen in der Wüste aussetzen. Er wird aber von einem Hirten gerettet und nach Korinth gebracht, wo er als Sohn des Königs aufwächst. Als Ödipus das Orakel von Delphi aufsucht, wird auch ihm das Schicksal geweissagt, den Vater zu töten und die Mutter zu ehelichen. Um dem zu entgehen, flieht er von seinen vermeintlichen Eltern aus Korinth und trifft dabei auf seinen leiblichen Vater Lajos, den er nach einem heftigen Streit im Kampf tötet. Er befreit Theben von der grausamen Sphinx und heiratet die Witwe des Lajos, seine Mutter, mit der er vier Kinder zeugt. Anzeichen verdichten sich, dass sich der einstige Orakelspruch erfüllt haben könnte. Unerbittlich forscht Ödipus nach der Wahrheit. Als er die Zusammenhänge begreift, sticht er sich die Augen aus. Mit seiner Tochter Antigone begibt er sich auf eine lange Wanderschaft.

In den Partien: Sébastien Soulès als Ödipus, Béela Müller als Jokaste, Johannes Beck als Kreon, Kai Wefer als Theiresias,  Ulrich Burdack als Hohepriester/ Phorbas/ Wächter, Frank Ernst als Hirte,  Timo Rößner als Laios, Heain Youn (Mitglied Thüringer Opernstudio) als Sphinx/ Merope, Alejandro Lárraga Schleske als Theseus, Miriam Zubieta als Antigone.

Der Opern-, Kinder- und Jugendchor singt in der Einstudierung von Gerald Krammer. Es tanzt das Kinder- und Jugendballett von Theater&Philharmonie Thüringen.

Die Aufführung erfolgt in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Am Donnerstag, 21. Februar 2019 um 18.30 Uhr lädt Chefdramaturgie Felix Eckerle zu einer Soiree in das Lindenau-Museum Altenburg ein. Hierbei geben Beteiligte Einblicke in die Opernproduktion. Der Eintritt ist frei.

Das Lindenau-Museum Altenburg eröffnet mit einer Vernissage am Donnerstag, 7. Februar 2019 um 18.30 Uhr die Kabinettausstellung „Die rätselhafte Sphinx“. Diese von Prof. Dr. Ulrich Sinn kuratierte Schau beleuchtet Darstellungen und Deutungen des Sphinx-Mythos von der Antike bis zur Gegenwart.

Zur Wiederaufnahme im Theater Gera am 10. Februar 2019 um 14.30 Uhr wird Theater&Philharmonie Thüringen der Preis der Deutschen Theaterverlage 2018 verliehen.

Anlässlich der Altenburger Premiere von „Oedipe“ am 24. Februar 2019 und vor dem Hintergrund der EU-Ratspräsidentschaft Rumäniens ab Januar 2019 wird der Rumänische Botschafter Emil Hurezeanu Persönlichkeiten aus dem kulturpolitischen Umfeld nach Altenburg einladen.

Karten an der Theaterkasse, Telefon 0365-8279105 oder 03447-585160, online buchen unter www.tpthueringen.de

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Messa da Requiem – Interpretation Calixto Bieito, 08.01.2019

Januar 4, 2019 by  
Filed under Konzert, Staatsoper Hamburg

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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Messa da Requiem – Giuseppe Verdi

Die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi in der szenischen Interpretation von Calixto Bieito ist ab dem 8. Januar 2019 in vier Vorstellungen wieder an der Staatsoper Hamburg zu erleben. Mit Maria Bengtsson, Nadezhda Karyazina, Dmytro Popov und Gábor Bretz gibt es ein Wiedersehen mit der Premierenbesetzung der Solistinnen und Solisten vom März 2018. Am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters gibt Paolo Arrivabeni sein Hamburg-Debüt.

Libera me. Errette mich. Befreie mich, Herr, vom ewigen Tode: Das Individuum schreit. Vor ihm erstreckt sich die Bilanz seines Lebens. Abgründe des Nichts. Verdis „größte Oper“ konfrontiert den Menschen mit sich und seinem Schicksal – eine Grenzerfahrung, denn das Individuum steht dem Absoluten in Gestalt des Todes gegenüber. Als Realist des Musiktheaters erfindet Verdi die Wirklichkeit mit allen Mitteln der Kunst; von den Schrecken des Jüngsten Gerichts im Dies irae bis zum hoffnungsvollen Bitten im Libera me, mit dem er seine Totenmesse in Abweichung von der liturgischen Konvention vollendet. Katharsis. Erlösung. Auferstehung. Der Einzelne geht in der Gemeinschaft auf. Das Kollektiv verkündet: Requiem æternam. Ewige Ruhe gib ihnen, Herr Gott, und ewiges Licht leuchte ihnen.

Giuseppe Verdi  –  Messa da Requiem

Musikalische Leitung: Paolo Arrivabeni (Hamburg-Debüt), Inszenierung: Calixto Bieito, Bühne: Susanne Gschwender, Kostüme: Anja Rabes, Licht: Franck Evin, Dramaturgie: Janina Zell, Chor: Eberhard Friedrich

Sopran Maria Bengtsson, Mezzosopran Nadezhda Karyazina, Tenor Dmytro Popov, Bass Gábor Bretz, Chor der Hamburgischen Staatsoper, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

In lateinischer Sprache mit deutschen und englischen Übertexten, Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

Vorstellungen am 8., 12., 15. und 18. Januar 2019 jeweils um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, LA FORZA DEL DESTINO – Giuseppe Verdi, 27.01.2019

Dezember 28, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

LA FORZA DEL DESTINO   –  Giuseppe Verdi

Text Francesco Maria Piave, nach dem Drama Don Àlvaro o La fuerza del sino (1835) von Ángel de Saaverda

Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019

Am 10. November 1862 wurde im St. Petersburger Bolschoi-Theater mit einjähriger Verspätung die erste Fassung der Oper La forza del destino (Die Macht des Schicksals) von Giuseppe Verdi (1813-1901) uraufgeführt. Den Text des Bühnenwerkes in vier Akten, dem das Drama Don Álvaro o La fuerza del sino (1835) von Ángel de Saavedra als Vorlage diente, lieferte Francesco Maria Piave. Abgesehen von zwei konzertanten Aufführungen 2005 in der Alten Oper handelt es sich um die erste Frankfurter Neuinszenierung des Werks seit 1974, diesmal jedoch gespielt in der selten aufgeführten, ungestrichenen Petersburger Urfassung.

Oper Frankfurt / Christopher Maltman (Bariton / Don Carlo de Vargas © Pia Clodi

Oper Frankfurt / Christopher Maltman (Bariton / Don Carlo de Vargas © Pia Clodi

Leonora, Tochter des Marchese von Calatrava, liebt gegen den Willen ihres Vaters den Mestizen Don Alvaro. Das Paar plant seine Flucht, in deren Verlauf der Marchese unbeabsichtigt zu Tode kommt. Leonoras Bruder Don Carlo will den Vater rächen und verfolgt das Paar. Alvaro wird auf der Flucht von Leonora getrennt und tritt, ebenso wie Carlo, unter falschem Namen als Hauptmann in den Kriegsdienst. Er wird verwundet und bittet den vermeintlichen Freund, im Falle seines Todes einen Brief zu vernichten. Als der misstrauische Carlo die wahre Identität des Kameraden feststellt, fordert er ihn zum Duell, das jedoch unentschieden endet. Alvaro flieht erneut und tritt in jenes Kloster ein, das zuvor bereits Leonora aufgesucht hat. Da schlägt das Schicksal wieder zu: Carlo macht Alvaro ausfindig, und es kommt zum erneuten Kampf vor Leonoras Einsiedelei. Dabei wird Carlo tödlich verwundet, und er ersticht mit letzter Kraft die Schwester. Alvaro folgt der Geliebten in den Tod.

Oper Frankfurt / Tobias Kratzer - Regie © privat

Oper Frankfurt / Tobias Kratzer – Regie © privat

Die musikalische Leitung liegt bei dem Italiener Jader Bignamini, der in Frankfurt zuletzt 2017/18 Verdis Il trovatore dirigierte. Für die Regie kehrt nach Meyerbeers L’Africaine – Vasco da Gama 2017/18 Tobias Kratzer zurück nach Frankfurt, der jüngst für seine Inszenierung von Wagners Götterdämmerung am Badischen Staatstheater Karlsruhe mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet wurde. Die Sängerbesetzung weist zwei Stars der internationalen Opernszene auf: Der deutsche Bass Franz-Josef Selig (Marchese von Calatrava / Padre Guardiano) hat sich vornehmlich mit Wagner-Partien einen Namen gemacht und war hier u.a. 2014/15 als Gurnemanz in Parsifal zu erleben, während der englische Bariton Christopher Maltman (Don Carlo di Vargas) in Frankfurt u.a. 2014/15 als Verdis Simon Boccanegra und 2017/18 als Montfort in Les Vêpres siciliennes gastierte. Michelle Bradley (Leonora) steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere und singt erstmals in Frankfurt. Zuvor übernahm die amerikanische Sopranistin kleinere Partien an der Metropolitan Opera in New York, gastierte aber auch bereits als Verdis Aida in Nancy. Der besonders dem Mariinski-Theater in St. Petersburg verbundene armenische Tenor Hovhannes Ayvazyan (Don Alvaro) gibt sein Frankfurt-Debüt. Auch der amerikanische Bassbariton Craig Colclough (Fra Melitone) ist erstmals in Frankfurt zu Gast; 2017/18 sang er Verdis Falstaff in Antwerpen. Angeführt von Tanja Ariane Baumgartner (Preziosilla) sind in allen übrigen Gesangspartien Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios zu erleben. Anlässlich der Vorstellungen im Mai 2019 kommt es zu verschiedenen Umbesetzungen.

Musikalische Leitung: Jader Bignamini / Gaetano Soliman (Mai 2019), Inszenierung: Tobias Kratzer, Bühnenbild und Kostüme: Rainer Sellmaier, Video: Manuel Braun, Licht: Joachim Klein, Chor: Tilman Michael, Dramaturgie: Konrad Kuhn

Marchese von Calatrava / Padre Guardiano: Franz Josef Selig / Andreas Bauer (Mai 2019)
Donna Leonora: Michelle Bradley, Don Carlo di Vargas: Christopher Maltman / Evez Abdulla (Mai 2019), Don Alvaro: Hovhannes Ayvazyan / Arsen Soghomonyan (Mai 2019)
Prezosilla: Tanja Ariane Baumgartner / Judita Nagyová (7., 9., 15. Februar, Mai 2019)
Frau Melitone: Craig Colclough u.a.

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019, um 18.00 Uhr, weitere Vorstellungen: 31. Januar, 3. (18.00 Uhr), 7., 9., 15., 17. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 23., 28. Februar, 18., 24., 26. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Mai 2019 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

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