Mainz, Staatstheater Mainz, Ab 30.5. – Der Bärbeiß, Krabat und mehr, IOCO Aktuell 21.05.2020

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz spielt wieder  –  Ab  30.5.2020

Wir sind wieder im Spiel!  – mit –  Der Bärbeiß, Krabat und mehr

Ab Ende Mai dürfen nach Beschluss der Landesregierung die Theater in Rheinland-Pfalz ihre Türen öffnen. Das wollen wir natürlich unbedingt tun und arbeiten mit Hochdruck daran, unter allen Sicherheitsauflagen, die wir sehr ernst nehmen, in den Wochen bis zur Sommerpause einen anregenden und allen Beteiligten gegenüber zu verantwortenden Spielplan anzubieten. Karten für alle Vorstellungen gibt es ab dem 27. Mai 2020, ab dann ist auch die Theaterkasse wieder physisch zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Gerade Kindern und Eltern wird derzeit einiges abverlangt. Darum haben wir uns ganz bewusst entschieden, mit einer Familienvorstellung unser Sonderprogramm zu eröffnen – ab dem 30.5.2020 spielen wir im Kleinen Haus Der Bärbeiß: Und natürlich hat die grummelige Hauptfigur so ihre ganz eigene Meinung zur Lage der Dinge. Mit Krabat bieten wir zudem noch ein weiteres Stück für Kinder und Jugendliche an, die berüchtigte Mühle im Koselbruch ist zwar unheimlich, aber immerhin groß genug, um allen Darsteller*innen den nötigen Abstand einräumen zu können.

Der Bärbeiss – im Kleinen Haus – Mainz ist wieder im Spiel!
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Dem großen Einsatz und Engagement des Teams und Ensembles um K.D. Schmidt haben wir zu verdanken, dass wir uns doch noch auch in dieser Spielzeit auf eine Premiere im Schauspiel freuen dürfen! Gemeinsam haben sie in den letzten Wochen einen künstlerischen Weg gefunden, Tage des Verrats so zu inszenieren, dass es keine hygienischen Einwände geben kann. Moralisch allerdings bleiben die handelnden Figuren in diesem Stück über Macht und Politik absolut fragwürdig. Ab dem 7. Juni laden wir Sie herzlich ein, sich das im Kleinen Haus anzusehen. Mit Abstand am leidenschaftlichsten dürften in unserem Sonderspielplan die Vorstellungen von Werther sein, zu denen wir ins Große Haus bitten – und wiederum im Kleinen Haus heißt es Abschied nehmen von Ramstein Airbase – Game of Drones. Außerdem fragt sich Vincent Doddema passend zu Gesamtlage Was denn da fehlt oder Wie ich im Internet Foucault kennen lernte. 2/3 Der Tanz stellt uns alle vor besondere Herausforderungen, denn Nähe zu vermeiden und dennoch aufregendes Tanztheater zu zeigen, verlangt viel Einfallsreichtum und künstlerische Offenheit.

Wir freuen uns darum riesig, dass Pierre Rigal, der Choreograf von Welcome Everybody, seine durch Corona zusätzlich entstandene Zeit mit dem tanzmainz-Ensemble genutzt hat, um eine völlig neue Kreation zu entwickeln! Künstlerisch gesehen, sind Soli derzeit das Gebot der Coronastunde und so kommen die Zuschauer*innen in den Genuss einer besonderen Produktion, die es nicht gegeben hätte, wenn aus der erzwungenen Pause nicht neue Kreativität entstanden wäre. Konsequenterweise heißt das Stück auch so: Extra Time wird am 14.6. im Großen Haus uraufgeführt! Generalmusikdirektor Hermann Bäumer und das Philharmonische Staatsorchester (in reduzierter Besetzung) freuen sich ebenfalls auf ihre Rückkehr ins Große Haus: Sie laden ein zum Sinfoniekonzert mit Werken von Ludwig van Beethoven und Josef Suk, die Solovioline spielt Naoya Nishimura. Schauspiel, Tanz und Konzert sind damit wieder im Spiel und natürlich wollen wir auch so bald wie möglich mit dem Musiktheater die Bühne zurückerobern.

Krabat – im Kleinen Haus – Mainz ist wieder im Spiel!
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Wer möchte dem Staatstheater ein Sofa spenden ? Bitte melden !

Die Oper stellt uns allerdings vor die komplexeste Aufgabe und hier heißt es darum noch, die weiteren Entwicklungen und Vorgaben abzuwarten – die wir dann umgehend umsetzen werden. Alles anders im Zuschauerraum – machen Sie es sich bequem! Wir gestalten in diesen Tagen den Zuschauerraum des Kleinen Hauses um und nutzen die verordnete Distanz für mehr Gemütlichkeit! Viele haben in den letzten Wochen ihr Zuhause neu eingerichtet. Das Staatstheater bietet allen ausrangierten Sofas einen Ehrenplatz im Kleinen Haus! Nach gründlicher Reinigung und Desinfektion wird es zum Zuschauermöbel, sodass die Besucher*innen ebenso bequem wie geschützt eine völlig neue Theatererfahrung machen können. Wer sein Sofa (nur Ein- und Zweisitzer) oder Sessel dem Theater spenden möchte, schickt bitte ein Foto und die ungefähren Maße an kommunikation@staatstheater-mainz.de. Die Kolleg*innen melden sich und holen das Sofa ins Theater. Außerdem werden alle edlen Spender*innen zur Generalprobe von Tage des Verrats eingeladen, die sie dann vom eigenen Sofa aus verfolgen können. Theater – aber sicher. Im Zuschauerraum, in den Foyers, auf und hinter der Bühne:

Die große Freude, wieder spielen zu können, geht einher mit einem ebenso großen Verantwortungsgefühl. Um alle Beteiligten zu schützen, haben wir umfangreiche Maßnahmen getroffen. Und einiger theatraler Ehrgeiz gilt dem Ziel, in nötigen Vorkehrungen kreatives Potenzial zu entdecken. Denn Humor und Phantasie sind keine schlechten Waffen gegen das Virus. Dank an die Abonnent*innen

Ein besonders großer Dank der Theaterleitung und aller Kolleginnen und Kollegen im Staatstheater geht ausdrücklich an die Abonnentinnen und Abonnenten – für zahlreiche Zeichen der Solidarität und für die große Treue. Wer ein Abo hat, ist in nächster Zeit mit einem Vorkaufsrecht klar im Vorteil: Aufgrund der Beschränkungen wird es weit weniger Plätze im Zuschauerraum geben, diese dürften sehr begehrt sein.

Für Abonnent*innen ist in jeder Vorstellung ein Kontingent reserviert! Dass wir in verrückten Zeiten leben, gerinnt bereits zur Phrase. Und doch ist zu erwarten, dass uns all das, was gerade passiert, im Wortsinne ver-rücken wird. Denn es macht etwas mit unserer Gesellschaft. In die anfängliche Utopie einer in der Not entstehenden neuen Gemeinsamkeit kommen erste Risse, wenn wir nicht sehr aufpassen, vertiefen sie sich und teilen die Welt in Gewinner und Verlierer.

Die wirtschaftlichen Folgen treffen uns unterschiedlich hart und Schuldige werden gesucht. Die Verächter der Demokratie harren ihrer Stunde. Wir sind darum sehr froh, dass wir, auch wenn vieles anders sein wird als vorher, wieder im Theater zusammen sein können. Um miteinander ins Gespräch zu kommen, um die Geschichten auf der Bühne als das nehmen, was ihre wichtigste Kraft ausmacht: Anlass zur Auseinandersetzung mit uns selbst und mit der Frage, wie wir, auch in verrückten Zeiten, aufrichtig und gut miteinander leben können.

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Mainz, Staatstheater Mainz, BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL, 14.06.2020

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL
Koproduktion von Staatstheater Mainz und ZDF/3sat
Uraufführung am 14. Juni 2020, 11.40 Uhr in 3sat

Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens plante das Staatstheater Mainz ein aufwändiges spartenübergreifendes Projekt, Anfang Mai sollte die Uraufführung im Großen Haus sein. Wegen der Coronapandemie mussten die physischen Proben eingestellt, die Premiere abgesagt werden. Das Theater reagierte schnell, Regisseur Jan-Christoph Gockel und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer stellten sich der neuen Herausforderung, gestalteten die Proben um und überarbeiteten das Konzept. Die Theaterleitung ging auf das ZDF und auf 3sat zu und fand so einen starken Kooperationspartner. Gemeinsam entwickelten das Theater und die Verantwortlichen im Sender das Projekt weiter, sodass nun die außergewöhnliche Premiere einer Theatervorstellung für das Fernsehen zu erleben sein wird, die inhaltlich und ästhetisch weit über die gewohnten Streaming-Formate hinausgeht.

BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL
Die Uraufführung   ist am 14. Juni 2020 um 11.40 Uhr in 3sat zu erleben

Als exklusive Vorab-Online-Premiere stellen 3sat und ZDFkultur das Stück bereits am Samstag, 13. Juni um 19.30 Uhr online, auf https://3sat.de und
https://zdfkultur.de.

Im Zentrum des großen biografischen Projekts, das das Staatstheater Mainz gemeinsam mit Jan-Christoph Gockel und Hermann Bäumer seit langer Zeit zum Jubiläum plante, sollten die weniger bekannten Werke Beethovens stehen, um so einen neuen Blick auf den Komponisten zu eröffnen. Zusammen mit dem Puppenbauer Michael Pietsch entstand eine Konzeption, die das schöpferische Werk, den Verlust des Gehörs und die damit verbundene Isolation des Künstlers ebenso wie die beispiellose Vermarktung Beethovens beleuchtet.
Nachdem die laufenden physischen Proben eingestellt werden mussten, blieb für das Theater die Frage: Wie können wir Gemeinschaft und Öffentlichkeit trotz aller Einschränkungen wiederherstellen?

Befeuert durch die Sehnsucht, die gesellschaftlichen und psychologischen Auswirkungen der aktuellen Situation zu reflektieren und künstlerisch zu übersetzen, entschlossen sich Theaterleitung, Produktionsteam und Ensemble, weiterzuarbeiten – per Online-Konferenz zunächst, später auf der Bühne unter Einhaltung aller Hygienevorschriften. Schnell wurde deutlich: Das Motiv von Beethovens Isolation, in der er große Phasen seines Lebens verbracht hat, bietet ein Substrat, aus dem eine fruchtbare Parallele zu dem gesellschaftlichen Zustand gezogenen werden kann, den wir heute mit dem unglücklichen Ausdruck „Social Distancing” belegen. Davon ausgehend entschied das Staatstheater Mainz, die Produktion zu einer außergewöhnlichen Premiere zu bringen. Die Theaterleitung nahm Kontakt zum ZDF auf und schnell entstand der gemeinsame Wille, Beethoven in seinem Jubiläumsjahr die Öffentlichkeit zu geben, die ihm gebührt! Seither arbeitet das Produktionsteam gemeinsam mit der Redaktion und dem Team von 3sat an Beethoven – Ein Geisterspiel, das am 14. Juni ausgestrahlt wird.

Entstanden ist jetzt ein Theaterabend, zu dessen Aufführung kein Publikum im Saal sitzen wird und der dennoch die Mittel des Theaters – und die des Films – vielfältig einsetzt.

Ludwig van Beethovens zunehmende Taubheit brachte ihn phasenweise in große Distanz zu seiner Außenwelt. Schon in seinem 32. Lebensjahr verfasst er einen Text, der uns als Heiligenstädter Testament bekannt ist und in dem er die sozialen Folgen der Ausgrenzung und seine Versuche weiterzuleben beschreibt. Er findet dafür nur ein Mittel: die Kunst.

Beethovens Text steht im Zentrum dieser Produktion, in der die Darsteller*innen ebenso getrennt voneinander agieren wie Beethoven es zeitweise von seiner Außenwelt tat. Dem gegenüber steht Beethovens persönliche, aber vor allem künstlerische Suche nach Gemeinschaft. Schillers Ode an die Freude vertonte er in der 9. Sinfonie und verdichtete damit in zwei Versen eine Sehnsucht, die immer wieder, besonders heute, die Seelen der Menschen zu einen scheint: „Seid umschlungen, Millionen! / Diesen Kuß der ganzen Welt!”

Trotz seiner fast vollständigen Gehörlosigkeit komponierte Beethoven weiter und schuf zentrale Werke. Um arbeiten und mit der Außenwelt kommunizieren zu können, nutzte er Hörrohre und Konversationshefte. Wir sind heute mit anderen technischen Möglichkeiten der Kommunikation ausgestattet, die uns erlauben, mit Menschen, denen wir nicht nahekommen dürfen, in Kontakt zu treten. Und hieraus generiert sich auch die Möglichkeit, dass die Zuschauer*innen den Theater-abend sehen können, ohne am gleichen Ort sein zu müssen. Das ist bei allem Phantomschmerz, den die geschlossenen Theater und die dadurch verhinderte Möglichkeit, sich als kritische Öffentlichkeit und in kultureller Gemeinsamkeit zu versammeln, auslösen, auch eine ästhetisch neue Perspektive: Das selbstverständliche Ereignis „Theaterbesuch” ist derzeit nicht möglich, wir können und müssen lernen, Musik neu zu hören und neue Wege in der Produktion und Rezeption von Kunst zu finden, die später kein Ersatz, sondern eine Bereicherung sein können.

„Als Beethoven sein Gehör verlor, machte er sich technische Hilfsmittel zunutze, um sozial und künstlerisch weiter existieren zu können“, unterstreicht Anne Reidt, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Kultur, „diese biografisch-historische Herausforderung spiegelt unsere Corona-Gegenwart. Das Projekt Beethoven – Ein Geisterspiel des Staatstheaters Mainz hat uns inhaltlich sehr überzeugt. Deshalb freuen wir uns, dass wir es dem Publikum im 3sat Programm und in den Mediatheken von 3sat und ZDF präsentieren können.“

3sat-Koordinatorin Natalie Müller-Elmau betont den besonderen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fern-sehens in der aktuellen Situation: „In Zeiten, in denen Kultur im öffentlichen Raum unmöglich ist, ist es unsere Aufgabe, diese in 3sat stärker stattfinden zu lassen. Wir freuen uns, dass wir in Corona-Zeiten gemeinsam mit dem Staatstheater Mainz den Zuschauer*innen diese Premiere im Fernsehen und virtuell präsentieren können.“

Doch noch durch einen weiteren Aspekt ist Beethovens Schaffen mit der aktuellen Situation verbunden: Wie kein zweiter Komponist steht Beethoven symbolisch für das vereinte Europa – zum einen, weil seine Werke schon zu Lebzeiten von London bis Prag gespielt wurden, aber auch, weil sein großer optimistischer Menschheitsappell, der Schlusssatz der Neunten Symphonie, eine beispiellose Rezeptionsgeschichte in der politischen Formierung Europas bis hin zur Erhebung in den offiziellen Hymnenstatus durchlebt hat.

„In diesen Wochen müssen wir beobachten, wie das europäische Ideal immer prekärer wird, Grenzen sind wieder geschlossen, es regieren die Nationalstaaten, die Autokraten nutzen die Situation dafür, demokratische Rechte weiter abzuschaffen, die Europäische Union erscheint machtlos“, betont Intendant Markus Müller, „und so lenkt das Jahr, das als große Feier für den berühmtesten Tonsetzer der Welt gedacht war, den Blick auf eine Frage, die der Basis von Beethovens Schaffen vielleicht viel näherkommt als jedes laut tönende Festival: Wie nah können wir einander sein — und wie können wir Solidarität im plötzlich über uns herein gebrochenen Zeitalter der Distanz neu definieren? — Auch darum bin ich sehr froh, dass wir diesen besonderen Theaterabend gemeinsam mit 3sat realisieren können!“

Der Theaterabend findet ohne Publikum im Staatstheater statt, vorproduziertes Film- und Tonmaterial sind in die Performance eingebettet. Auf der großen Bühne des Staatstheaters erwartet die Zuschauer*innen an den Bildschirmen ein gigantischer Beethoven-Vergnügungs- park, der ohne Besucher*innen auskommen muss. Ge- leitet wird er von Beethovens erstem Biografen, dem als Fälscher entlarvten ‚Geheimsekretär‘ Anton Schindler. Dieser führt durch den Abend und lenkt uns durch Beethovens Biografie. In getrennten Räumen auf der großen Bühne spielen und singen Ensemblemitglieder miteinander. Musik, Schauspiel, Film und das Puppenspiel von Michael Pietsch begegnen einander über Kunstgattungsgrenzen hinweg. Hermann Bäumer wird das Philharmonische Staatsorchester dirigieren, ohne dass die Musiker*innen in einem Raum sind. Große Orchesterstücke spielen die Musiker*innen getrennt voneinander ein und die Zuschauer*innen erleben, wie sich aus den Einzelstimmen ein großes Ganzes ergibt.

Bis sich, dank einer fruchtbaren Zusammenarbeit von Theater und Fernsehen schließlich aus allen musikalischen, darstellerischen und bildnerischen Versatzstücken eine Gesamterzählung zusammenfügt, die vor der Folie unserer bemerkenswerten Gegenwart eine völlig neue Dimension gewinnt.

BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL
Ein Projekt des Staatstheater Mainz und von 3sat
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung und Fernsehregie: Jan-Christoph Gockel
Redaktion ZDF/3sat:
Jule Broda und Dietmar Klumm
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie Du Vinage
Puppenbau und –spiel: Michael Pietsch
Video: De-Da Productions
Dramaturgie: Ina Karr, René Michaelsen und Jörg Vorhaben

Mit: Annika Baumann, Fiona Macleod;
Michael Dahmen, Vincent Doddema, Rüdiger Hauffe, Michael Pietsch
Mitglieder des Opernchors und des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Mainz, Staatstheater Mainz, Zanaida – Johann Christian Bach, IOCO Kritik, 19.11.2019

November 18, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatstheater Mainz

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

ZANAIDA  –  Johann Christian Bach  (1735-1782)

  – ein interplanetarischer Krieg um Wasserressourcen –

von  Ljerka Oreskovic Herrmann

Eine Opernrarität steht auf dem Programm im Kleinen Haus des Staatstheater Mainz, das sich in dieser Hinsicht schon einige Meriten erworben hat und neben traditionellem Opernrepertoire auch unbekannte Stücke aufbietet. So auch dieses Mal mit Johann Christian Bachs zweiter Oper Zanaida, die er in London für das King’s Theatre Haymarket komponierte.

Zanaida, Gualberto Bottarellis Libretto ist eine Adaption von Pietro Metastasios erstem Libretto Siface re di Numidia, erlebte die Uraufführung 1763 und war ein Erfolg. Danach, so die gängige Erzählung, verschwand sie – das Libretto, die Ouvertüre und einige Arien blieben überliefert – von den Bühnen dieser Welt bis zur Wiederentdeckung des Autographen 2010 in der privaten Sammlung des Musikwissenschaftlers Elias N. Kulukundis und befindet sich als Dauerleihgabe im Bach-Archiv Leipzig Johann Christian Bach erhielt zunächst von seinem Vater, Johann Sebastian, Musikunterricht, später in Bologna lernte er Kontrapunkt bei Padre Giovanni Battista Martini. Er galt als Londoner oder englischer Bach und als „schwarzes Schaf“ der Familie, nicht nur weil er geografisch und musikalisch andere Wege betrat, sondern vor allem deswegen, weil er in Italien zum Katholizismus konvertierte. In England ließ er sich ab 1762 dauerhaft nieder, erteilte Queen Charlotte, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, Musikunterricht. Zu seinen wichtigsten Freunden gehörte der ebenfalls aus Deutschland stammende Maler Johann Zoffany. Es war eine Freundschaft die auch in schwierigen Zeiten Bestand hatte, denn Bach erlebte nach anfänglichen Höhenflügen auch den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Niedergang.

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Ein unbekannte Oper einem größeren Publikum näherzubringen, und damit Zanaida zu neuem Leben zu verhelfen, ist lobenswert. Allerdings hat man in Mainz eine Neudichtung, das italienische Textbuch ins Deutsche übertragen, Figuren gestrichen und damit auch Veränderungen in der Handlung vorgenommen. Ein Eingriff in ein Stück kann Früchte tragen und Erfolg verheißen, dabei muss aber eine Voraussetzung beachtet werden: das Grundvertrauen in ein Werk. Dieses scheint aber bei den Opernmachern nicht zur Gänze bestanden zu haben, andernfalls hätte man nicht derart das Geschehen verändert, Musikteile dazugeschrieben, einen Mädchenchor hinzugefügt und aus einer Tenorpartie eine Sprechrolle gemacht. Aber Johann Christian Bach, der neben anderen Komponisten dieser Epoche als ein Bindeglied zwischen der Musik Händels und Mozarts fungiert, kommt in dieser Hinsicht nicht zum Tragen. Warum er für „Amadé“ so wichtig war, welche Verbindungslinien sich zwischen den beiden ziehen lassen und dass ebenjener Wolfgang Amadeus Mozart beim Tod Bachs von einem großen Verlust für die Musikwelt sprechen konnte, erfährt man durch diese Neubearbeitung leider nur in Ansätzen. Dabei handelt es sich hierbei nicht um eine akademische Diskussion, wo und wie dieser Bach musikhistorisch zu verankern ist – er gilt als Wegbereiter der Wiener Klassik –, sondern auch für die musikalische Struktur und das Hörverständnis ergeben sich aus den Überarbeitungen Konsequenzen.

Allein die andere Sprache – Italienisch – erzeugt, nein beschwört einen anderen Klang. (Erwähnt seien hier nur die in Italienisch gesungenen Werke: Philippe Jarousskys Aufnahme La dolce fiamma von J. Chr. Bachs Kastratenarien oder die ZanaidaProduktion 2011 im Goethe-Theater Bad Lauchstädt von David Sterns Ensemble Opera fuoco als Höhepunkt im Rahmen der Bach-Festspiele Leipzig gefeiert, liegt auch auf CD vor.) Dagegen bedeutete die deutsche Sprache für das Gesangsensemble eine außerordentliche Herausforderung, die viel abverlangte und insgesamt bravurös bewältigt wurde: „Wo vorher ausschließlich ein Vokal gesanglich variiert wurde, gibt es nun meistens vollständige Sätze und ich musste in einem regelrechten ‚Phrasen-Tetris’ Wörter gezielt platzieren, um die Vokale und Endungen an den richtigen Stellen zu haben“, so die Texterin Doris Decker. Dass die Produktion einen enormen Aufwand bedeutete und dieser ihr anzusehen ist, steht außer Frage. Und dass sie – trotz aller Vorbehalte – zu beeindrucken vermag, ist ein Verdienst der Mitwirkenden, aber auch, weil die Regie von Max Hopp konsequent bei ihrer (futuristisch-witzigen) Lesart bleibt.

Die Geschichte spielt sich nicht mehr – wie bei Bach und Bottarelli – zwischen Türken und Persern ab, sondern ist vom Regisseur in eine ferne Zukunft als interplanetarischer Krieg um Wasserressourcen zwischen Punia und Numidien transferiert worden. (Heißt nicht eine spätere Oper Mozarts Die Entführung aus dem Serail, die sich der damals „orientalischen Mode“ und Geschichten über Janitscharen bedient?) Zu Anfang hören wir zunächst in einer nicht verständlichen Sprache und ohne Bühnengeschehen aus unsichtbaren Raumschiffen gesprochene Dialoge und erfahren dann, dass Zanaida, das Spiel beginnt nun, mitsamt ihrem Gefolge eintrifft. Sie wurde von ihrem Vater Soliman, König des Planeten Punia, nach Numidien entsandt, um die getroffenen Friedensvereinbarungen durch die Heirat mit König Tamasse zu besiegeln. Ihr zur Seite stehen der punische Botschafter Mustafa, der ehemalige Kriegsherr Gianguir und ein Mädchenchor. Nur ist König Tamasse überhaupt nicht bereit diese Ehe einzugehen, er möchte vielmehr die Tochter Mustafas, Osira ist bereits als Geisel in Numidien, heiraten. Die beiden Frauen werden zu Konkurrentinnen, befördert von Talasses Mutter Roselane, die den Zwiespalt sät und die leicht zu manipulierende Osira bevorzugt.

 Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Alin Deleanu als Tamasse, Philipp Mathmann als Cisseo © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Alin Deleanu als Tamasse, Philipp Mathmann als Cisseo © Andreas Etter

Damit sein Vorhaben gelingen kann, bittet Tamasse seinen Bruder Cisseo – im Originallibretto ist er ein Höfling – um Hilfe. Er soll Zanaida verführen, um einen Grund für die Absage der Hochzeit vorweisen zu können, doch auch dieser liebt (heimlich) Osira. Die Herstellung von neuen Verwandtschaftsbeziehungen erzeugt ein anderes Konfliktpotential, das so nicht angelegt war. Aber es stellt durchaus komische Situationen her: Die Brüder verhalten sich in Liebesdingen eher wie pubertierende Jünglinge, die nur um ihr eigenes Liebesglück kreisen, anstatt sich um Verträge, Politik im weitesten, und damit um die Geschicke ihres Reiches zu kümmern. Hier seien die sorgfältig gewählten, an die Zeit Bachs angelehnten, Kostüme erwähnt: Tamasse in Gold und mit Gold behangen auf seinem Thron eher schräg als angemessen sitzend, Cisseo in edlem leuchtenden blau, wie es Königen damals vorbehalten war, gekleidet. Warum der Königsbruder ein an der linken Hand verkrüppelter Mann sein muss, erschließt sich allerdings nicht – es sein denn man denkt an Kaiser Wilhelm II., doch verbindet ihn nichts mit diesem Bach-Sohn, nur die Tatsache, dass er mit der englischen Verwandtschaft später über Kreuz und im Krieg lag, könnte als ein übertriebener Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden.

Roselane zieht die Strippen im Hintergrund und nicht von ungefähr erinnert sie an die „Königin der Nacht“ aus Mozarts Zauberflöte. Ihr machtvolles Auftreten, ihr obschon weniger zorngeladener, aber dennoch eindrücklicher Ausbruch verweist auf Zukünftiges: Sie will die ganze Welt (hier wohl Galaxie) beherrschen, ganz egal, was ihre Söhne veranstalten mögen und so lässt sich auch Osira davon einnehmen und glauben machen, dass sie zu Höherem bestimmt sei. Mustafa dagegen betrachtet das Vorgehen seiner Tochter als illoyal und verlangt von ihr, nicht weiter gegen die Hochzeit von Tamasse und Zanaida zu agitieren. Doch die Intrige, mittels derer Roselane und Tamasse hoffen, sich der ungeliebten Königstocher entledigen und trotzdem die Friedensverhandlung fortführen zu können, entfaltet ihre Wirkung: Ein Brief, angeblich von Zanaidas Hand, in dem sie einen Mordanschlag auf ihren zukünftigen Mann plant, dient zu ihrer Verhaftung, von Cisseo nur widerwillig und mit Unbehagen ausführt. Der perfide Plan geht noch weiter: Ausgerechnet Mustafa soll den Schuldspruch sprechen, und so geht er scheinbar auf das Spiel ein und verurteilt den Verfasser des Briefes zum Tode. Zanaidas Getreue – ob Giangiur und der Mädchenchor wollen ihr beistehen –, sie lehnt ab und ist bereit in den Tod zu gehen. Erst im letzten Moment wird Tamasse davon ergriffen und reicht Zanaida die Hand.

Das Sängerensemble – alle Mitwirkenden spielen übrigens barfuß – zeigt sich insgesamt sehr sanges- und spielfreudig. Alexandra Samouilidou als beherzte und würdevolle Zanaida, die gegen alle Widrigkeiten ankämpft, Hege Gustava Tjønn intensiv als Roselane und beeindruckendes und heimliches Zentrum der Inszenierung. Brett Carter ist ein herrlicher zwischen Tochter und Landeswohl hin- und hergerissener Mustafa. Der Altus Alin Deleanu als Tamasse zeigt einen schwankenden, von Gefühlen geleitenden König, der noch ein bisschen am Rockzipfel seiner Mutter hängt, während Dorin Rahardjas Osira einen Emanzipationsversuch unternimmt und als Gegenentwurf zur stolzen Zanaida erscheint. Philipp Mathmann, Countertenor, erhielt eine Ansage zu Beginn der Vorstellung, da seine Stimmbänder noch immer entzündet seien; davon aber war wenig zu merken, so dass er als geplagter und verzweifelter Cisseo überzeugen konnte.

 Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Brett Carter als Mustafa, Dorin Rahardja, David Bennent als Gianguir, Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Brett Carter als Mustafa, Dorin Rahardja, David Bennent als Gianguir, Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Weitere Mitwirkende waren die Tänzerin Ageliki Gouvi und ihr Partner Yuya Fujinami, deren Tanz sich als Kommentierung der Vorgänge einfügte, und die Mitglieder des Mädchenchors am Dom und St. Quintin. Diese sangen u.a. das „Ave generosa“ von Hildegard von Bingen und ließen sich in ihren weißen Kleider durchaus mit Nonnen assoziieren, waren jedoch als aletheiische Muse an den Chor aus der griechischen Tragödie und die Göttin der Wahrheit, Aletheia, angelehnt. Für den Chor waren Michael Kaltenbach und Jutta Hörl, für die Choreografie Martina Borroni verantwortlich.

Gianguir, ursprünglich eine Tenorrolle, wurde zu einer Sprechrolle als ehemaliger Kriegsherr und Beschützer Zanaidas umgedeutet und einem Schauspieler mit „unverwechselbarer Stimme“ (Dirigent: Adam Benzwi) angetragen: David Bennent. Die von ihm vorgetragenen Texte stammen von Pico della Mirandolas Über die Würde des Menschen, Ernst Jüngers In Stahlgewittern, Ronald Steckels Hörstück Durchbrüche sowie weitere Passagen aus Bhagavad Gita und Texten von Regisseur Max Hopp. Die zwei wunderbar vorgetragenen Monologe zeigen David Bennents gestalterische Kraft und Präsenz, eine übergroße Projektion seines Oberkörpers war deshalb unnötig – David Bennent ist ein großer Schauspieler.

Die phantasievolle Ausstattung von Madis Nurms erzeugt stimmungsvolle Momente, so die bereits erwähnten Kostüme, die irgendwie ein bisschen an Star Wars – die Numidier tragen Kopfschmuck aus Hörnern, während die Punier ein drittes Auge besitzen – erinnern, aber die Konfliktparteien kennzeichnen. Auch die Bühne wechselt effektvoll – mal sind es Treppen, die nach hinten aufsteigen, mal ist der Bühnenraum flach und mit Flamingos bevölkert und einen Garten darstellend, dann wiederum kommt der Thron von oben herunter; für das Licht sorgte René Zensen. Schauspielregisseur Hopp zeigt eine gute Personenregie, hat ein Händchen für Situationskomik und vermag – zusammen mit dem Ausstatter Nurms – kraftvolle Bilder zu erschaffen. Adam Benzwis Leitung des Philharmonischen Staatsorchester Mainz war souverän, beschwingt und flott trieb er die Musik voran. Er sah sich als „Gestalter von Musik“, wie er es im Programmheft beschrieb, und blieb in der Umsetzung seinem Motto, dass „die Geschichte interessant, mit dramaturgischem und musikalischen Sog erzählt wird“ treu. Hopp und Benzwi schwebte wohl eher eine an das „Singspiel“ angelehnte Version des Stückes, fröhlich und von heiterem Format, und weniger ein „dramma per musica“ vor.

Zum Schlussvorhang erschien übrigens auch der Dirigent ohne Schuhe. Belohnt wurde er, wie alle Mitwirkenden, mit großem Applaus.

Zanaida im Staatstheater Mainz; die weiteren Vorstellungen 20.11.; 2.12.; 21.12.; 27.12.2019; 7.01.; 25.01.; 5.02.2020 und mehr …

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Mainz, Staatstheater Mainz, BORIS GODUNOW –  Modest Mussorgskij, 26.10.2019

Oktober 15, 2019 by  
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BORIS GODUNOW –  Modest Mussorgskij

Premiere am 26. Oktober um 19.30 Uhr

Boris Godunow hat den rechtmäßigen Thronfolger Dimitrij ermorden lassen und ist auf diese Weise selbst an die Macht gelangt. Seit seinem Regierungsantritt herrschen jedoch Armut und Aufruhr im Land. Boris wird von Schuldgefühlen geplagt. Um den Mord zu rächen, gibt sich der Mönch Grigorij als Dimitrij aus und rückt gegen Moskau vor. Angesichts der feindlichen Truppen und zerfressen von Gewissensqualen, verfällt Boris zunehmend dem Wahn. In den politischen Wirren erhebt sich das Volk, um sich schließlich einem neuen, unrechtmäßig an die Macht gelangten Herrscher zuzuwenden.

Mit Boris Godunow hat Modest Mussorgskij ein packendes Drama um Machtgier, Selbstzweifel und die Wankelmütigkeit von Massen geschrieben. Motive aus der russischen Kirchen- und Volksmusik verleihen der Partitur ihre einzigartige Klangfarbe. Mit filmähnlichen Schauplatzwechseln und einer eng am natürlichen Sprechen orientierten Kompositionsweise erreichte Mussorgskij eine zuvor nie dagewesene Synthese aus Sprech- und Musiktheater.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Inszenierung: Wolfgang Nägele, Bühne: Stefan Mayer, Kostüm: Annette Braun, Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny,

Mit:  Boris Godunow: Derrick Ballard, Fjodor, sein Sohn: Marie Seidler, Xenia, seine Tochter: Daria Kalinina, Amme der Xenia: Katja Ladentin, Fürst Wassilij Iwanowitsch Schuiskij: Alexander Spemann, Andrei Schtschelkalow, Geheimschreiber: Martin Busen
Pimen, Chronikschreiber, Mönch: Stephan Bootz, Grigorij (Dimitrij), in Erziehung bei Pimen: Matthias Koziorowski, Marina Mnischek, Tochter d. Wojewoden von Sandomir:
Linda Sommerhage, Rangoni, geheimer Jesuit: Michael Dahmen, Warlaam,, Landstreicher: Andrew Greenan, Missail, Landstreicher: Karsten Münster, Schenkwirtin: Solgerd Isalv, Gottesnarr: Johannes Mayer, Nikititsch, Hauptmann: Docuc Güney
Mitjucha, Bauer: Milen Stradalski, Ein Leibbojar: Igor Loseev, Bojar Chruschtschow: Scott Ingham, Lawitzkij, Jesuit: Frederik Bak, Tschernikowskij, Jesuit: Grégoire Delamare

Opern- und Extrachor des Staatstheater Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Premiere 26. Oktober 19.30 Uhr; weitere Vorstellungen: 10., 23. und 29.11., 3. und 29.12.2019, 10.2. sowie 1. und 7.3.2020

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