Linz, Landestheater Linz, Das Land des Lächelns – Franz Léhar, IOCO Kritik, 09.06.2021

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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Das Land des Lächelns –  Franz Lehár

– eine träumerische Hommage an Richard Tauber und Franz Léhar –

von Marcus Haimerl

Das Landestheater Linz feierte mit einer Inszenierung von Das Land des Lächelns, link HIER,  den 150. Geburtstag von Franz Lehár. Die Premiere fand am 9. Oktober 2020 statt und wurde nach der pandemiebedingten Schließung im Mai planmäßig wieder aufgenommen. Noch mit einem Happy End und unter dem Titel Die gelbe Jacke wurde die Operette am 9. Februar 1923 im Theater an der Wien uraufgeführt. Unter dem Titel Das Land des Lächelns feierte die überarbeitete Fassung, mit eigens auf den großen Tenor Richard Tauber zugeschnittenen Liedern und ohne glückliches Ende, ihre Uraufführung am 10. Oktober 1929 im Berliner Metropol-Theater. Naheliegend, den in Linz geborenen Tenor auch in der aktuellen Inszenierung auftreten zu lassen.

Das Land des Lächelns – Interview mit Regisseur Andreas Bauermann
Youtube
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Die neue Textfassung für das Landestheater Linz stammt von Regisseur Andreas Beuermann unter dem Pseudonym Simon W. Alexander. Der erste Teil spielt in einem Wiener Museum im Winter 1929/1930 (Ausblick und Ambiente lassen vermuten, dass es sich hier wohl um das 1928 gegründete alte Völkerkundemuseum in der Neuen Hofburg, Wien, handeln könnte), in dem eine China Ausstellung eröffnet wird. Für geladene Gäste und Förderer des Museums singt Startenor Richard Tauber mit seiner Bühnenpartnerin Hella Kürty Ausschnitte aus der jüngst in Berlin uraufgeführten Operette Das Land des Lächelns. Der Auftritt ist der Großzügigkeit der Kunstmäzenin Gräfin Lichtenfels zu verdanken, die ihrer Nichte Lisa damit den Herzenswunsch erfüllt, den Tenor persönlich kennenzulernen.

Richard Tauber gibt Autogramme und unterhält sich mit Gästen, zieht sich aber dann zurück, um die Bekanntschaft mit Lisa bei einer Tasse Tee (mit den 1929 erfundenen Teebeuteln) zu vertiefen. Schließlich geben er und Hella Kürty eine Gesangsprobe zum Besten. Mit dem Chrysanthemen-Lied verführt sie die anwesenden Herren. Schließlich verabschiedet sich der Tenor mit dem Hinweis, zu geplanten Filmaufnahmen nach China reisen zu müssen. Lisa ist fest entschlossen, Richard Tauber nach China zu folgen. Sie schläft ein und der Museumsraum verwandelt sich in einen chinesischen Palast. Aus dem Museumsdirektor wird Tschang, der Onkel Sou-Chongs, Tauber geht in seiner Rolle als chinesischer Prinz auf, Hella Kürty fügt sich in ihre Rolle als Mi und die Gräfin von Lichtenfels tritt als Oberhofdame auf. Lisas Traum folgt nun inhaltlich Lehárs Operette. Die Europäerin ist Onkel Tschang ein Dorn im Auge. Sou-Chong wird mit der „gelben Jacke“ geehrt, Lisa bedauert jedoch von der Zeremonie ausgeschlossen worden zu sein. Ihr Jugendfreund Gustl, dessen Heiratsantrag sie ihm Museum abgelehnt hatte, ist mit seinem Sekretär auf der Suche nach Lisa in China angekommen. Sie erfahren von der Oberhofdame, dass alten Traditionen nach, das Familienoberhaupt Sou-Chong noch am selben Tag vier Mandschu-Frauen heiraten muss. Lisa hält an ihrer europäischen Sichtweise fest und will gemeinsam mit Gustl fliehen. Sie werden von Sou-Chong überrascht, nachdem Lisa ihm erklärt die Fremde nicht länger zu ertragen, gibt er sie frei.

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier Franziska Stanner und Theresa Grabner © Michaela Haimerl

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier Franziska Stanner und Theresa Grabner © Michaela Haimerl

Langsam scheint Lisa aus ihrem Traum zu erwachen und auch Sou-Chong und Mi verwandeln sich zurück in Richard Tauber und Hella Kürty.

Regisseur Andreas Beuermann zeigt in seiner Inszenierung eine interessante Deutung im Entstehungsjahr der Operette, in dem auch dem Tanz (Choreografie Kevin Schmid) eine bedeutende Rolle zukommt.  Dazu Andreas Beuermann: „Ergänzend dazu bekommt der Tanz eine stärker integrierte Bedeutung durch die Figuren „Lóng“ (Drache) und „Fenghuáng“ (Phoenix), die als chinesische Symbole des Männlichen und Weiblichen auf den Konflikt der Hauptfiguren widerspiegeln und in die Handlung eingreifen.“

Das ansprechende Bühnenbild von Bernd Franke zeigt einen Museumssaal mit chinesischen Artefakten, der sich mit geringfügigen Umbauten in einen chinesischen Palast verwandeln lässt. Zu erwähnen ist hier auch das Videodesign von Daniël Veder welches entweder den Ausblick aus dem Museumsfenster mit Blick auf das Palmenhaus, Dämmerung und Schnee inklusive, oder chinesische Bilder im Palast zeigen.

Als Gräfin Lichtenfels und Oberhofdame begeistert Franziska Stanner das Publikum ebenso mit unglaublicher Komik als auch mit der einen oder anderen Weisheit. Besser könnte man diese Partie, welche normalerweise der Obereunuch wäre, nicht besetzen.

In der Partie der Lisa überzeugt Regina Riel mit schönem, an manchen Stellen dramatischen Sopran und überzeugendem Spiel.

Matthäus Schmidlechner, langjähriges Ensemblemitglied in Linz, kann nicht nur stimmlich, sondern auch mit viel Witz und tänzerischen Talent die Rolle des Gustav von Pottenstein („Gustl“) perfekt ausfüllen. Auch die Partie des Richard Tauber / Sou-Chong ist mit Marco Jentzsch hervorragend besetzt. Mit luxuriösem Tenor und berührender Gestaltung kann er nicht nur die Rolle des chinesischen Prinzen ausfüllen, sondern wird auch dem Tenor der Rahmenhandlung mehr als gerecht.

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier das Ensemble, mittig Marco Jentzsch als Richard Tauber © Michaela Haimerl

Landestheater Linz / Das Land des Lächelns hier das Ensemble, mittig Marco Jentzsch als Richard Tauber © Michaela Haimerl

Eine ideale Besetzung ist auch die Partie der Hella Kürty und Mi mit Theresa Grabner. Nicht nur mit ihrem entzückenden lebendigen Spiel und der tänzerischen Begabung, sondern auch ihrem schönen, klaren Sopran gelingen ihr einige der berührendsten Momente dieses Abends.

Aber auch mit Markus Raab als Tschang und Domen Fajfar als Sekretär sind die kleineren Rollen gut besetzt. Beeindruckend auch die Tänzerin Bianca Bauer (Kellnerin / Fenghuáng) und Tänzer Filip Löbl (Museumswärter/Lóng).

Das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Marc Reibel zeigt, wie Operette auch klingen kann: dynamisch, präzise und mit viel Gefühl.

Wie schön Operette auch sein kann, bewies der Applaus des begeisterten Publikums. Noch bis Juli zu sehen im Musiktheater. Unbedingt noch ansehen!

Landestheater Linz;  Das Land des Lächelns die nächsten Vorstellungen 8.6.; 14.6.; 18.6.;  23.6.; 29.6.2021 und mehr

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—


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Linz, Landestheater Linz, Romeo und Julia und mehr, IOCO Aktuell, 18.05.2021

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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz – blüht auf – In  Schönheit und Vielfalt

Vier Premieren – in fünf Tagen

  • 1. LIEDER FÜR EINE NEUE WELT   –  MUSIK UND GESANGSTEXTE VON JASON ROBERT BROWN  Premiere: 19. Mai 2021, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater Musikalische Leitung: Tom Bitterlich,  Inszenierung, Choreografie, Bühne: Simon Eichenberger
  • 2. CREDO (UA)  –  TANZSTÜCK VON URS DIETRICH
    Premiere: 21. Mai 2021, 20.00 Uhr | BlackBox Musiktheater, Inszenierung und Choreografie: Urs Dietrich
  • 3. I CAPULETI E I MONTECCHI  –  Romeo und Julia – TRAGEDIA LIRICA IN ZWEI AKTEN VON VINCENZO BELLINI,  Premiere: 22. Mai 2021, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater, Musikalische Leitung: Enrico Calesso,  Inszenierung: Gregor Horres
  • 4. DIE KATZE, DIE IHRE EIGENEN WEGE GING (UA) KAMMER-MUSIKTHEATER FÜR ALLE AB 6 JAHREN VON MIKE SVOBODA,  Premiere: 23. Mai 2021, 15.00 Uhr | FoyerBühne Musiktheater, Inszenierung: Sabine Sterken

I CAPULETI E I MONTECCHI  –  ROMEO UND JULIA

TRAGEDIA LIRICA IN ZWEI AKTEN  –  VINCENZO BELLINI

Premiere Samstag, 22. Mai 2021, 19.30 Uhr  Großer Saal Musiktheater, Die weiteren Vorstellungstermine: 6., 9., 12., 16., 19., 21. Juni, 1., 8. Juli 2021

Zum Stück: Vincenzo Salvatore Carmelo Francesco Bellini (1801 – 1835) – Die Belcanto-Version von Vincenzo Bellini der tragischen Liebesgeschichte des legendären Veroneser Liebespaars Romeo und Julia ist von allen musikalischen Bearbeitungen vielleicht die wirkungsmächtigste geblieben. Felice Romani greift mit seinem Opernlibretto, das nicht auf der in Italien wenig bekannten Shakespeare-Version, sondern auf der Novellenliteratur der Renaissance beruht, mitten hinein in ein Geschehen, das bereits seinen Lauf genommen hat. Romeo hat den Bruder Julias getötet, Tebaldo soll Rache an ihm nehmen und Julia heiraten. Lorenzo, hier ein Arzt, versucht vergeblich, Frieden zwischen den Konfliktparteien zu stiften oder die Flucht der Liebenden zu ermöglichen. In einer Nahaufnahme der letzten 24 Stunden loten Komponist und Autor die Gefühlswelt ihrer Figuren aus. Mit emotional packenden Melodien, zu einem elegisch-melancholischen Sog verbunden und von keinem heimlichen Liebesglück unterbrochen, führt Bellini in seiner sechsten und 1830 im Theater La Fenice in Venedig uraufgeführten Oper seine Protagonist*innen einem unversöhnlichen, aber ergreifenden Opernfinale zu.

Das himmlische Teatro La Fenice in Venedig © IOCO

Das himmlische Teatro La Fenice in Venedig © IOCO

Musikalische Leitung  Enrico Calesso, Inszenierung Gregor Horres, Bühne Elisabeth Pedross, Kostüme Yvonne Forster, Video Jonatan Salgado Romero, Choreografie Ilja van den Bosch, Dramaturgie Katharina John, Chorleitung Elena Pierini, Leitung Extrachor Martin Zeller, Nachdirigat Claudio Novati,

Capellio, Oberhaupt der Capuleti und Vater Giuliettas  Dominik Nekel, Giulietta  Ilona Revolskaya / Elena Gorshunova, Romeo, Führer der Montecchi  Anna Alàs i Jové,  Tebaldo, Parteigänger der Capuleti Joshua Whitener / Mathias Frey,  Lorenzo, Arzt und Vertrauter Capellios  Michael Wagner

Herrenchor des Landestheaters Linz, Herrenextrachor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

BIOGRAFIEN

ENRICO CALESSO   –  MUSIKALISCHE LEITUNG

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Anschließend besuchte er die Dirigierklasse von Uroš Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und warvon 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt.

Enrico Calesso dirigierte unter anderem das Orchestra Filarmonica della Fenice Venezia, die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, die Berner Symphoniker, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Jenaer Philharmonie, die Filarmonia Veneta Malipiero sowie das Philharmonische Orchester Rzeszów. In der Spielzeit 2016/2017 stand er zum ersten Mal am Pult des Bruckner Orchesters Linz, des Haydn Orchesters Bozen und der Neuen Philharmonie Westfalen. Nach seinem erfolgreichen Debüt an Venedigs Teatro La Fenice kehrte er 2017 mit der musikalischen Leitung von La Traviata dorthin zurück. Am Landestheater Linz übernahm er erstmals 2016/2017 die musikalische Leitung von Mozarts Don Giovanni. Mit Verdis Il Trovatore (2019/2020) und Bellinis I Capuleti e i Montecchi setzt das Landestheater die erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Seit Beginn der Saison 2020/2021 ist Enrico Calesso ständiger Gastdirigent am Landestheater Linz.

Julia, hier ganz zu Hause im Casa di Giulletta von Verona © IOCO

Julia, hier ganz zu Hause im Casa di Giulletta von Verona © IOCO

Julia, hier als Attraktion im Casa di Giullietta von Verona Foto IOCO

GREGOR HORRES  –  INSZENIERUNG

Der deutsche Regisseur Gregor Horres studierte zunächst Kunstgeschichte. 1991 wurde er Assistent von Karl Kneidel und Gerd Heinz am Staatstheater Darmstadt und wechselte mit diesem Team 1993 nach Freiburg, wo er begann, selbst Regie zu führen.1998 wurde er Oberspielleiter des Theaters Bielefeld. In dieser Zeit inszenierte er unter anderem Orpheus und Eurydike (Gluck), Hänsel und Gretel(Humperdinck), Die Meistersinger von Nürnberg (Wagner), Rusalka (Dvo?ák), Carmen (Bizet) und Die Zauberflöte. Als Gastregisseur war er bei den Freilichtspielen Tecklenburg (Benatzky: Im Weißen Rössl), an der Oper Ljubljana, Slowenien (Ullmann: Der Kaiser von Atlantis), an den Vereinigten Bühnen Mönchengladbach-Krefeld (Rihm: Oedipus) und bei den Opernfestspielen Savonlinna, Finnland (Offenbach: Les Contes d’Hoffmann). Als freier Opernregisseur inszenierte er ab der Spielzeit 2005/2006 La Traviata (Verdi),Der Kreidekreis(Zemlinsky),Einstein(Dessau) und Un ballo in maschera (Verdi) an verschiedenen deutschen Bühnen. In den letzten Jahren kamen dazu: Manon Lescaut (Puccini) in Regensburg, Lucia di Lammermoor (Donizetti) in Biel, Der fliegende Holländer (Wagner) und Die Frau ohne Schatten (R. Strauss) in Mannheim, Rigoletto und La Traviata (Verdi) in Hagen, Wozzeck (Berg) und Andrea Chénier (Giordano) in Innsbruck,  L’italiana in Algeri (Rossini) in Dortmund, Das Gesicht im Spiegel(Jörg Widmann) an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, Pique Dame(Tschaikowsky) in Erfurt, Tosca(Puccini) in Bremerhaven und L’Africaine (Meyerbeer) in Würzburg, Selma Jezková (Dancer in the dark -von Poul Ruders),La Bohème am Staatstheater in Schwerin, Don Quichotte von Massenet und Fidelioam Stadttheater Hagen, Gegen die Wand von Ludger Vollmer an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf sowie Cimarosas Der Operndirektor in Lübeck.2015/2016 inszenierte er Die lustigen Weiber von Windsor in Würzburg und Der Rosenkavalier in Hagen.Seit Oktober 2008 unterrichtet er szenische Gestaltung an der Hochschule für Künste in Bremen. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Gregor Horres  Leiter des Oberösterreichischen Opernstudios am Landestheater Linz. Hier zeichnet er für die Regie zahlreicher Produktionen mit dem Oberösterreichischen Opernstudio, aber auch mit dem Musiktheaterensemble des Landestheaters Linz verantwortlich.

ELISABETH PEDROSS  –  BÜHNE

Elisabeth Pedross wurde in Südtirol / Italien geboren. Nach dem Bühnenbildstudium in Rom zog sie nach Deutschland um, wo sie seit 1994 als freischaffende Bühnenbildnerin arbeitet. Sie stattete zahlreiche Schauspielproduktionen u. a. für die Regisseure Stephan Kimmig, Marcus Mislin, Thilo Voggenreiter, Matthias Fontheim am Staatstheater Stuttgart, Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspielhaus Graz, Staatstheater Mainz, Theater Luzern , dem Deutschen Theater Berlin, Theater St. Gallen, Stadttheater Augsburg aus, sowie Opernproduktionen u. a. für die Regisseure Christof Loy, Gerd Heinz, Ewa Teilmans und Philipp Himmelmann an der Oper Bonn, dem Theater Klagenfurt , Theater Freiburg, Opernhaus Graz, Stadttheater Aachen, Stadttheater Lübeck, der Oper Göteborg in Schweden, der Opera national de Lorraine in Nancy / Frankreich und der Staatsoper Hannover. Elisabeth Pedross wurde im Theater heute und der Opernwelt mehrfach als beste Bühnenbildnerin nominiert. Mit Gregor Horres verbindet sie eine enge Zusammenarbeit. Nach den Bühnenbildern für Leonard Evers Musiktheater für junges Publikum Gold!(2016/2017) und Alois Bröders Oper Unverhofftes Wiedersehen (2017/2018) zeichnet sie in der Spielzeit 2020/2021 für die Bühnenbilder von Heinrich Bertés  Dreimäderlhaus und Bellinis I Capuleti e i Montecchi verantwortlich.

YVONNE FORSTER – KOSTÜME

Nach ihrem Studium zur staatlich geprüften Modedesignerin war Yvonne Forster zunächst als Kostümassistentin am Theater Freiburg tätig und begann nach zwei Jahren mit eigenen Kostümausstattungen in Oper, Schauspiel und Tanz. Seit 1999 arbeitet sie als freischaffende Kostümbildnerin an verschiedenen Theatern in Deutschland, der Schweiz und in  Österreich, u. a. für die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, die Staatsoper Hannover, das Theater Hagen, das Theater Lübeck, das Theater Freiburg, das Staatstheater Mannheim, das Schauspielhaus Salzburg sowie das Konzert Theater Bern. Mit den Regisseuren Cihan Inan, Gregor Horres, Gerd Heinz, Klaus Hemmerle, Norbert Hilchenbach u.v.a. verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. Auch im Bereich Kinofilm ist sie tätig, der letzte Film, Zone Rouge kam im Herbst 2018 in die Kinos. Ein weiteres Standbein ist Yvonne Forsters langjährige und fortwährende Assistenz im Atelier des Künstlers Anselm Kiefer in Croissy in der Nähe von Paris.

JONATAN SALGADO ROMERO – VIDEO

Der spanische Tänzer Jonatan Salgado Romero strebt eine „Symbiose“ zwischen Bewegung und Bild an. Parallel zu seiner Tätigkeit als Tänzer am Landestheater Linz seit 2008, entwickelte er ein enormes Interesse für das Filmen, Schnitt und Regie. Seine Leidenschaft für Bewegung überträgt sich auch in seine Arbeit als Videofilmer.Er debütierte als Videomacher beim Tanzhafen Tanzkurzfilm Festival (2015) mit den zwei Kurztanzfilmen Der Kantinenweg und Making of Short Memory. 2019 war sein Video Kaplun-Miyazato bei der offiziellen Auswahl beim Crossing Europe Film Festival dabei. Derzeit arbeitet Jonatan Salgado Romero als Videomacher am Landestheater Linz und setzt seine selbständige Karriere mit Projekten wie Dokumentationen für das OÖ Kulturquartier, Werbevideos für Kunst Via und Linz Tourismus sowie Musikvideos für Künstler wie Sister Jones, Ariana Schirasi-Fard, Dramas und Anna Katt fort.

ILJA VAN DEN BOSCH – CHOREOGRAFIE

Ilja van den Bosch wurde in den Niederlanden geboren und erhielt ihre Ausbildung u. a. in ihrer Heimat am Königlichen Konservatorium in Den Haag. An der John Cranko Schule in Stuttgart schloss sie ihre Ausbildung ab, und ihr erstes Engagement führte sie ans Flensburger Ballett. Nach zwei Spielzeiten wechselte sie an das Ballett Vorpommern. Zu ihren wichtigsten Rollen zählen hier Chloë in Daphnis und Chloë und die Titelrolle in Coppélia. Mit der Saison 2005/2006 wurde sie Mitglied des Tanztheaterensembles am Tiroler Landestheater Innsbruck unter Ballettdirektor Jochen Ulrich und in der Spielzeit 2006/2007 wechselte sie als Tänzerin in das Ensemble des Landestheaters Linz, wo sie u. a. als Marie in Nussknacker und Mausekönig, Coppélia und Klara in Coppélia, Marzelline in Fidelio – Ein Ballett, Prinzessin Aurora in Dornröschen und Julia in Romeo und Julia zu erleben war. Sie tanzte bei internationalen Festivals und arbeitete mit verschiedenen Choreografen zusammen. Ilja van den Bosch ist außerdem ausgebildete und erfahrene Tanzpädagogin. In Zusammenarbeit mit dem u\hof: Theater für junges Publikum und MOVE.ON, der Orchesterwerkstatt des Bruckner Orchesters Linz, entstanden viele Choreografien (z. B. Integrationsprojekte, Konzerte für Kinder).

Mit passwort: klassik – Musikvermittlung der Wiener Philharmoniker erarbeitete sie Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky. Seit der Spielzeit 2013/2014 hat sie die künstlerische Leitung der Tanzakademie OÖ in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Linz und dem OÖ. Landesmusikschulwerk inne.

—| IOCO Aktuell Landestheater Linz |—


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Linz, Landestheater Linz, FIDELIO – TWICE THROUGH THE HEART, IOCO Kritik, 14.10.2020

Oktober 14, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Landestheater Linz, Musical, Premieren

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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

FIDELIO   – TWICE  through the HEART

Ludwig van Beethoven  –  Mark-Anthony Turnage

von Marcus Haimerl

Für die aktuelle Saison hat Intendant Hermann Schneider das Motto „Freiheit“ gewählt und inszeniert mit der ersten Opernpremiere eben dieser Saison FIDELIO, die Freiheitsoper des Jahresregenten Ludwig van Beethoven (1770-1827)  höchstpersönlich. Allerdings beschränkt man sich in Linz nicht auf eine einfache Umsetzung der Fassung des Fidelio in der Fassung von 1814, sondern implantiert in dies Werk die knapp 30-minütige, dramatische Szene Twice through the Heart, des britischen Komponisten Mark-Anthony Turnage (*1960), die gleichzeitig ihre österreichische Erstaufführung erlebt.

Die schottische Lyrikerin Jackie Kay hat für die ursprüngliche Fassung ihres Librettos auf die Gerichtsakten des Falls der Amelia Rossiter zurückgegriffen, die nach 10-monatiger Ehe 1987 ihren gewalttätigen Mann erstochen hat.

FIDELIO – TWICE through the HEART
youtube Trailer Landestheater Linz
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Dieses Monodrama für Mezzosopran und 16 Instrumentalisten handelt – in neun Szenen –  von einer namenlosen Frau, die in ihrer Gefängniszelle sitzt und von den Misshandlungen ihres Ehemannes berichtet. Als dieser versuchte, sie zu erdrosseln, erstach sie ihn in Notwehr mit einem Küchenmesser (Szene 1 – No way out). Die Jahre ehelicher Gewalt haben die Frau isoliert. Sie schweigt vor Gericht über die Taten ihres Mannes. (Szene 2 – Inside)

Sie erinnert sich an Momente des Glücks der Ehe, aber auch über die beginnende Grausamkeit, die nach der Geburt des gemeinsamen Kindes beginnt (3. Love). Die Frau hat nie über die Gewalt gesprochen. Sie war ihrem Ehemann gegenüber immer loyal und träumte von einem gemeinsamen bürgerlichen Leben (4. By the sea). Die Scham über ihre Erlebnisse hat die Frau verstummen lassen, aber die Erinnerungen begleiten sie (5. Inside #2).

Durch die Gewalt im eigenen Haus fühlte sich auch dieses wie ein Gefängnis an. Jeder Versuch von Freiheit oder Freude wurde von ihrem Ehemann unterdrückt (6. Four Walls).
So wie ihr Ehemann nunmehr begraben ist, fühlt sich die Frau in ihrer Zelle begraben (7. Interlude / 8. Landslide). Eine Porzellantasse, aus der sie allabendlich ihren Tee trinkt, erinnert sie an zu Hause (9. China cup).

Landestheater Linz / FIDELIO - THWICE through the HEART - hier :  Katherine Lerner, Erica Eloff © Herwig Prammer

Landestheater Linz / FIDELIO – THWICE through the HEART – hier : Katherine Lerner, Erica Eloff © Herwig Prammer

Zwei Seiten einer Medaille sollen hier gezeigt werden. Einerseits die Liebe von Leonore, die ihren Ehemann aus dem Kerker befreit, andererseits die namenlose Frau, die sich durch Notwehr aus der Ehehölle befreit. Zwar ist Mark-Anthony Turnages Szene zwischen ersten und zweiten Akt eingebaut, jedoch wird die namenlose Frau bereits im ersten Akt in die Handlung integriert und bleibt auch während des zweiten Aktes dauerhaft in ihrer Zelle auf der Bühne.

Für die Regiearbeit Hermann Schneiders schuf Falko Herold (Bühne, Kostüme und Video) ein Einheitsbühnenbild, welches eine dystopische Welt darstellen soll, Cineasten aber durchaus auch an die bekannte Szene aus Carol Reeds Meisterwerk Der dritte Mann in den Kanälen Wiens erinnern könnte. In der Mitte der Bühne befindet sich eine Wasserfläche, die bei jedem Schritt entsprechend platschende Geräusche erzeugt. Seitlich, am Ende einer langen Metalltreppe befindet sich eine Art Kommandozentrale.
Ungemein erfreulich ist vor allem die musikalische Seite des Abends, auch wenn durch die Streichung sämtlicher Dialoge Beethovens Werk Schaden erleidet und auch dem Kenner der Oper das Folgen der Handlung nicht einfach gemacht wird.

Die südafrikanische Sopranistin Erica Eloff begeistert als Titelheldin mit unglaublich durchschlagskräftigem Sopran und einer exzellenten Nuancierung. Eine ebenso beeindruckende Leistung erlebt man von Marco Jentzsch, der mit der Strahlkraft seines kräftigen, edlen Tenors ein großartiges Rollendebüt feiern konnte.
Überzeugen konnten auch die Sänger des Linzer Opernensembles: Adam Kim als Don Pizzaro, auch wenn hier ein wenig mehr Boshaftigkeit durchklingen dürfte, Dominik Nekel als fantastischer Rocco, Martin Achrainer als luxuriös besetzter Don Fernando, sowie Mathias Frey als Jaquino und Fenja Lukas als Marzelline.

Eine ganz besondere Leistung erlebt man zweifelsohne von Katherine Lerner, deren unglaublich intensive stimmliche und darstellerische wie auch leidenschaftliche Gestaltung des Mezzoparts von Mark-Anthony Turnages Twice through the heart ein eindringliches Bild jener Frau zeichnet, die nur durch Notwehr der Hölle ihrer Ehe entfliehen kann, um dann doch wieder in Gefangenschaft zu gelangen.

Musikchef Markus Poschner gelingt mit dem Bruckner-Orchester Linz eine intensive und unglaublich lebendige Umsetzung von Beethovens Partitur. Besser hat man Beethovens Oper schon lange nicht mehr gehört. Entsprechender Jubel am Ende für einen musikalisch perfekten Abend, der noch bis Februar erlebt werden kann.

FIDELIO – TWICE through the HEART am Landestheater Linz; die nächsten Vorstellungen 17.10.; 19.10.; 23.10.; 27.10.; 1.11.; 17.11.; 29.11.; 5.12.2020 und mehr

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—


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Linz, Musiktheater am Volksgarten, Médée – Luigi Cherubini, IOCO Kritik, 23.05.2019

Mai 23, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Landestheater Linz, Oper

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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Médée  von  Luigi Cherubini

– Tragödie in einer oberen Banketage in New York –

von Marcus Haimerl

Luigi Cherubini Grabstätte Paris © IOCO

Luigi Cherubini Grabstätte Paris © IOCO

Die Uraufführung von der Oper Médée von Luigi Cherubini fand 1797 im Théâtre Feydeau in Paris statt. Das Libretto nach der Tragödie des Euripides stammt von François-Benoît Hoffmann. Für die Wiener Erstaufführung 1802 schuf Cherubini eine gekürzte Fassung, die Übersetzung stammt von Georg Friedrich Treitschkes. 1855 wurden die originalen Dialoge durch nachkomponierte Rezitative von Franz Lachner ersetzt. Da sich selbst in Frankreich Werke der „Opéra comique“, die nicht gerade als komisch zu bezeichnen sind, nur schwer durchsetzen konnten, vertrieb die Version mit den von Franz Lachner nachkomponierten Rezitativen die Originalversion mit den gesprochenen Dialogen fast gänzlich von den Spielplänen. Große Popularität erlangte die italienische Übersetzung von Carlo Zangarini in der Lachner-Fassung durch die Gestaltung von Maria Callas der Titelpartie.

Im Musiktheater Linz erlebte das Publikum Cherubinis Oper in französischer Sprache mit gekürzten deutschen Dialogen in einer Koproduktion mit der Opéra de Nice und dem Theater Erfurt.

Regisseur Guy Montavon verlegt die Handlung dieser griechischen Tragödie in die oberste Etage eines New Yorker Bankenhochhauses, das in glücklicheren Zeiten von Medea und Jason gegründet wurde. Durch das schnelle Geld übermütig geworden nimmt sich Jason eine jüngere Frau. Die aufgrund ihrer früheren Verbrechen erpressbare Medea muss die gemeinsame Firma, Mann und Kinder verlassen. Die glücklichen Erinnerungen werden durch einen roten Schal symbolisiert, den Jason einst Medea schenkte. Jason und seine neue Frau Dircé sind mit der Leitung der Firma überfordert und müssen diese an Dircés Vater, den Großunternehmer Créon, verkaufen. Néris ist Büroleiterin und engste Vertraute Medeas. Sie arrangiert sich mit der neuen Situation, jedoch nicht ohne Medeas Arbeit weiterzuführen.

Landestheater Linz / Médée von Luigi Cherubini - hier : Martin Achrainer als Créon, Theresa Grabner als Dircé © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Médée von Luigi Cherubini – hier : Martin Achrainer als Créon, Theresa Grabner als Dircé © Reinhard Winkler

Medea wird von der neuen Familienidylle angezogen, sie kehrt zurück und kämpft um das Recht, ihre Kinder sehen zu können und weckt in dem leicht beeinflussbaren Jason alte Gefühle. Dircé, die von Beginn an in Angst vor Medeas Rache gelebt hat, wird die Situation zu viel. Das Hochzeitsgeschenk Medeas, der rote Schal, das Liebespfand Jasons, und eine Pistole, reichen aus, um sie in den Selbstmord zu treiben. Aber damit nicht genug: Nach der Ermordung beider Kinder setzt Medea mit den Worten „An den Ufern des Styx wird dich mein Schatten erwarten“ das gesamte Gebäude in Brand, dem alle Mitarbeiter zum Opfer fallen. Jason bleibt allein vor dem Trümmerhaufen zurück. Mit dieser spannenden Umsetzung der antiken Tragödie beweist Regisseur Guy Montavon nicht nur, wie zeitgemäß die Handlung auch heute noch ist, es gelingt ihm mit dem Finale im brennenden Wolkenkratzer ein unglaublich starkes Bild und ein spektakulärer Schluss.
Das Einheitsbühnenbild von Annemarie Woods zeigt ein Großraumbüro mit Computerarbeitsplätzen umgeben von einer darüberliegenden Galerie und einem Ausblick auf die umliegenden Hochhäuser.

Eine großartige Leistung der gebürtigen Schweizerin Brigitte Geller, die mit kraftvollem Sopran die Partie der Médée mit scheinbarer Leichtigkeit meisterte und gleichzeitig mit beeindruckender Ausdruckskraft nicht nur die deutschen Dialoge meisterte, sondern vielmehr die innere Zerrissenheit der tragischen Frauenfigur im Businesskostüm zwischen Liebe und Rache glaubhaft vermitteln konnte.

Landestheater Linz / Médée von Luigi Cherubini - hier : Brigitte Geller als Médée © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Médée von Luigi Cherubini – hier : Brigitte Geller als Médée © Reinhard Winkler

Theresa Grabner als Dircé, Medeas blonde Gegenspielerin in heller Designerkleidung, überzeugt mit schönen Koloraturen und schafft es auch, die von Ängsten getriebene Königs-/Unternehmertochter glaubhaft zu gestalten. Auf höchstem Niveau erlebt man auch die britische Mezzosopranistin Jessica Eccleston in der einzigen sympathischen Partie dieser Oper, der Vertrauten/Büroleiterin Néris.
Mit seinem schönen, höhensicheren Tenor mit fast wagner’scher Strahlkraft singt Matjaž Stopinšek den schwachen Machtmenschen Jason. Mit unglaublich kraftvollem Bariton und mit großer Bühnenpräsenz überzeugt Martin Achrainer in der Partie des Créon gesanglich und darstellerisch. Auch die kleinen Partien sind mit Margaret Jung Kim (Erste Frau aus Dircés Gefolge) und Yoon Mi Kim-Ernst (Zweite Frau aus Dircés Gefolge) hervorragend besetzt. Großes Lob auch für die wunderbare Darstellung von Matthias Körber und Raphael Naveau als Medeas und Jasons Kinder.

Die musikalische Leitung des Abends lag in den Händen von Bruno Weil, unter dessen routiniertem Dirigats das Brucknerorchester Linz erneut beweisen konnte, dass es zu Recht zu den bedeutendsten Klangkörpern Österreichs zählt. Unter der Leitung von Elena Pierini singt und spielt der Chor des Landestheater Linz auf höchstem Niveau.

Nur einige wenige Buhrufe für das Regieteam störten den lang anhaltenden Applaus des Publikums, der nicht nur den musikalischen Qualitäten des Abends galt, sondern auch der durchaus spannenden Regiearbeit Recht gaben.

Médée am Landestheater Linz; die nächsten Vorstellungen am 29.5.; 31.5.; 6.6.; 19.6.; 28.6.2019

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—


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