Münster, Theater Münster, GIVE PEACE A CHANCE – WALLENSTEIN, IOCO Kritik, 25.09.2023
Give peace a chance, Wallenstein nach Friedrich Schiller am Theater Münster in der Regie von Stefan Otteni. Hanns Butterhof erlebt ein Friedens-Potpourri, dessen heterogene Szenen sich nach dreieinhalb Stunden nicht zu einem Stück runden. Langer, aber nicht einhelliger Beifall.
Give peace a chance – Wallenstein von Friedrich Schiller, Theater Münster, Münster, 25.09.2023.


Give peace a chance – Wallenstein
– Friedens-Potpourri mit Schiller – auch Münsters Theater ist für Frieden –
von Hanns Butterhof
Das Theater der „Friedensstadt Münster“ hat es mit Give peace a chance – Wallenstein, einem Stück von Friedrich Schiller und anderen, unternommen, sich zum Krieg allgemein zu positionieren. Bei dem textlastigen Potpourri aus Deklamation, Gesang und einzelnen Szenen aus dem Wallenstein von Friedrich Schiller ist am Ende nicht klar, ob die inbrünstig vorgetragene Hoffnung, Friede hätte eine Chance, nicht doch ironisch gemeint ist.
Die Bühne im Großen Haus ist von Anfang an offen. Auf der weißen, mit einem weißen Papiervorhang nach hinten abgetrennten Vorderbühne (Bühne: Peter Scior) plaudert das um eine große Zahl von Statisten bereicherte Ensemble in Alltagskleidung (Kostüme: Ilka Meier), einzelne begrüßen winkend die vielen Kollegen im Parkett, was als gelungene Darstellung des Alltagslebens gelten kann und das Publikum einzubeziehen scheint: Es ist Krieg, und alles geht wie ungestört seinen bürgerlichen Gang.