Hamburg, Hansa-Theater, "SIMPLY THE BEST - Die Tina Turner Show", IOCO
19. August 2026
Die Sängerin TINA TURNER (26. November 1939 – 24. Mai 2023) war ein Phänomen, die nicht umsonst, und noch immer, als „Queen of Rock'n'Roll, Pop & Soul“ bezeichnet wird.
Unter dem Titel „Simply the Best – Die Tina Turner Story“ hat der Berliner Produzent Bernhard Kurz eine atemberaubende Show konzipiert, die eine musikalische Reise durch das aufregende und turbulente Leben dieser Ausnahmekünstlerin aufzeichnet. Mit der überaus temperamentvollen Coco Fletcher hatte er sängerisch, tänzerisch und auch optisch die absolut perfekte Protagonistin für die Darstellung der spannenden Lebensgeschichte von Tina Turner gefunden.

Die Uraufführung dieser phantastischen Show fand am 27. Februar 2017 in der Frankfurter Alten Oper statt und wurde bereits in vielen Städten des deutschsprachigen Raums gezeigt. Nun ist die Tina Turner Showauch in Hamburg angekommen und läuft noch bis zum 24. Oktober 2026 im Hansa-Theater.
Die Show begann mit einem Medley ans „Whatever you want me to do“ und „Simply the Best“. Die fünf Live-Band-Musiker sorgten sogleich für die rechte Rock-Atmosphäre. Das Video auf dem Bühnenhintergrund zeigte erste Photos von Ike & Tina Turner, dann trat in rotem Pailletten-Kostüm Coco Fletcher aus der Kulisse hervor, eine wahre Inkarnation der Tina Turner, und das Publikum raste.
Ein Moderator (Marten Krebs) gab Erläuterungen zu dem Beginn der Karriere von Ike Turner und seinem ersten Plattenvertrag bei Sue Records. Ike Turner, dargestellt von David Junior Serame, betrat die Bühne und gab mit den Stücken „Rocket 88“ und „Rock me Baby“ einige Kostproben seines Könnens auf der Gitarre. Eine 'Audition' wurde angesetzt, und schon war Tina, damals noch Anna Mae Bullock, als Sängerin für Ike Turners Band engagiert.

Mit den Ikettes, den vier singenden und tanzenden Background-Girls, bot Tina die bekannten Songs „Having a good Time“, „Sweet Soul Music“, „Land of 1000 Dances“ und „Shake a Tail Feather“, gefolgt von Ike & Tina Turners frühen großen Hits „A Fool in Love“ und „It's gonna work out fine“.
Die Ikettes zeigten perfekte Choreographien, und Tina verließ nach etwa jeder dritten Gesangsnummer kurz die Bühne, um in einem neuen schillernden, aufregenden Kostüm zurückzukehren.

Die Eheprobleme zwischen Ike und Tina wurden in einem kurzen Sketch mit den Ikettes dezent angedeutet. Weiter ging es mit den erfolgreichen Hits „I want to take you higher“, „Nutbush City Limits“, und mit den Beatles-Songs „Come together“ und „Help“ ging es dann in die Pause.
Der zweite Teil der Show behandelte Tinas beeindruckende Solo-Karriere, die dank ihres neuen Managers Roger Davis (dargestellt von Marten Krebs) langsam aber sicher Fahrt aufnahm.

Eröffnet wurde der zweite Teil jedoch mit der Duett-Nummer „Tonight“, ein Song, den Tina 1984 gemeinsam mit David Bowie aufnahm. Marten Krebs schlüpfte hier in die Rolle des David Bowie.
Tinas Mitwirkung in dem Musical „Tommy“ (Roger Daltrey/Pete Townshend) als sensationelle Acid Queen wird erwähnt, dann stürmte Coco Fletcher im Leder-Outfit mit großer blonder Haartracht die Bühne und interpretierte gefühlvoll Tinas Songs „Let's stay together“ und „What's Love got to do with it“, mit denen sie die Spitzenplätze internationalen Hitparaden belegte.
Doch „Tommy“, verfilmt von Ken Russell, sollte nicht Tinas einziger Film bleiben. 1984 erhielt sie das Angebot, in dem Film „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ die Rolle der Aunty Entity an der Seite von Mel Gibson zu übernehmen. Selbstverständlich sang sie auch den Film-Soundtrack, „We don't need another Hero“, und auch dieser Song wurde ein Welthit für Tina. Coco Fletcher interpretierte diesen Song hier höchst wirkungsvoll im extra angefertigten Outfit der Aunty Entity.

In schneller Abfolge bot Coco Fletcher stimmgewaltig weitere Songs wie „I heard it through the Grapevine“, „I can't stand the Rain“, „You better be good to me“, mit den Ikettes als soulige Background-Stimmen und in perfekten Choreographien, die das begeisterte Publikum immer wieder zu Beifallsstürmen hinriss.
Die 5-köpfige Live-Band, bestehend aus dem E-Gitarristen Will Jacobs, dem Bassisten Björn Werra, dem Keyboarder Helmut Bruger, dem Schlagzeuger Brian Sauls, und dem großartigen Saxophonisten Nicky Manuputty, dessen ausgefeiltes Spiel Erinnerungen an den legendären Junior Walker aufkommen ließ – sie alle boten einen fulminanten, optimalen, exemplarisch arrangierten rockigen Soul-Sound vom Feinsten.

Die beiden Erfolgsnummern „Steamy Windows“ und „Private Dancer“ gaben Coco Fletcher die Möglichkeit, ihre gesamte Palette von Sinnlichkeit, Gefühl und empfindsamen Ausdruck zu offenbaren, um den nächsten Song, „It's only Love“, einen weiteren Hit und Duett mit Bryan Adams aus dem Jahre 1985, als überaus expressive Rock-Lady zu präsentieren. Den Gesangspart von Bryan Adams übernahm hier der Gitarrist Will Jacobs.

Der größte Erfolg für Ike & Tina Turner in den 70er Jahren war „Proud Mary“ - der Song, mit dem sie die amerikanische Hitparade stürmten. Dieser Song durfte in diesem Programm natürlich auch nicht fehlen, und die Live-Band um Will Jacobs traf auch hier die richtige Mischung aus Soul und Rhythm &Blues.
„Simply the Best“, das ist der Titel und der Modus dieser phantastischen Show über das turbulente Leben und die außergewöhnliche Karriere der Tina Turner. Und „Simply the Best“ war dann auch der Song, der den Abschluß und den Höhepunkt dieser beeindruckenden, phänomenalen „Tina Turner Show“ bildete.

Das Publikum war überwältigt und dankte den sämtlichen Mitwirkenden, der Live-Band, den Sängerinnen und Tänzerinnen der Ikettes, und natürlich der sensationellen Coco Fletcher als beeindruckende Inkarnation der TINA TURNER mit nicht enden wollenden Ovationen.