Étienne Dupuis im Interview
Wahrheit im Klang
Ein Gespräch mit Étienne Dupuis über seinen Weg als Verdi-Bariton, Jules Massenet und künstlerische Perspektiven
Étienne Dupuis zählt heute zu den gefragtesten Baritonen seiner Generation. Seine enge Verbindung zur Deutschen Oper Berlin reicht fast fünfzehn Jahre zurück: 2011 gab er hier sein Hausdebüt in „Les pêcheurs de perles“, bevor er 2013 als Germont in „La traviata“ seine erste große Verdi-Partie übernahm. Es folgten wichtige Rollendebüts wie Rodrigo in „Don Carlo“, der sich zu einer seiner zentralen Partien entwickelte und ihn unter anderem an die Metropolitan Opera und die Wiener Staatsoper führte.
In den vergangenen Jahren hat Dupuis sein Repertoire um bedeutende Verdi-Titelrollen erweitert, darunter „Rigoletto“ und „Macbeth“. Diese Spielzeit kehrte er mit einer weiteren Schlüsselpartie nach Berlin zurück: seinem Debüt als Simon Boccanegra. Im Gespräch mit IOCO spricht er über diese komplexe Figur, seinen Weg ins Verdi-Fach, die Zusammenarbeit mit seiner Frau Nicole Car und seine Perspektive auf die nächste Generation von Sängerinnen und Sängern.
TW: Sie haben Ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin vor fast fünfzehn Jahren in „Les pêcheurs de perles“ gegeben. Wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken - hätten Sie sich vorstellen können, dass dieses Haus einmal zu einer so wichtigen künstlerischen Heimat für Sie wird?
Étienne Dupuis: Wenn ich zurückblicke, ist das eine der schönsten Seiten einer künstlerischen Laufbahn: Man weiß nie, wohin sie einen führen wird. Ich bin viel weiter gekommen, als ich es mir je hätte vorstellen können, und gehe noch immer weiter, auch was das Repertoire betrifft. Darauf kommen wir gleich noch zurück. Aber es betrifft auch die Opernhäuser selbst; die Deutsche Oper war für mich schon damals ein absoluter Höhepunkt. Ich konnte es kaum glauben, dort zu singen.
TW: Ihre erste große Verdi-Partie haben Sie ebenfalls an der Deutschen Oper Berlin gesungen: Germont in „La traviata“ im Jahr 2013. Hatten Sie damals schon das Gefühl, dass Verdi einmal eine so zentrale Rolle in Ihrer Karriere spielen würde?
Étienne Dupuis: Ob ich damals schon gespürt habe, dass Verdi für mich so wichtig werden würde? Nein, das habe ich nicht gedacht. Der Grund ist, dass ich Verdi gerne mit einem Belcanto-Ansatz singe, mit meiner natürlichen lyrischen Baritonstimme. Erst in letzter Zeit hat sie sich deutlicher in Richtung dessen entwickelt, was man einen Verdi-Bariton nennt, hat diese Belcanto-Qualität aber wie ich finde behalten. Ich denke, mein Klang ist immer noch jugendlich und in vieler Hinsicht recht romantisch. Als ich Germont gesungen habe, habe ich darin nicht den Einstieg in die gesamte Verdi-Welt gesehen. Ich habe es eher als eine dieser Partien betrachtet, wie Rodrigo, die ein jüngerer Bariton singen kann. Es gibt noch dramatischere Rollen, die ich nie gesungen habe, auch wenn ich davon träume. Aber ja, Germont und Rodrigo sind Rollen, die einem lyrischen Bariton liegen. Im Verdi-Repertoire gibt es dann andere faszinierende Partien, darunter Macbeth, Rigoletto und Simon Boccanegra, die dann später kamen.

TW: Zwei Jahre nach Germont sangen Sie hier in Berlin auch Ihren ersten Rodrigo di Posa, eine Rolle, die seither zu einer Ihrer wichtigsten Partien geworden ist und die Sie unter anderem in Neuproduktionen an der Metropolitan Opera und der Wiener Staatsoper gesungen haben. Was macht diese Figur für Sie so besonders?
Étienne Dupuis: Der Grund, warum Rodrigo für mich so besonders ist, liegt darin, dass er sich so nah an meinem eigenen Charakter anfühlt. Ich erinnere mich, dass ich dachte, Figaro in „Il barbiere di Siviglia“ sei die Rolle, die meiner Persönlichkeit am meisten entspricht, und später hatte ich dieses Gefühl auch bei Marcello in „La Bohème“. Als ich mich weiterentwickelt habe, begann ich eine starke Verbindung zu Rodrigo zu spüren. Die Art, wie er Ungerechtigkeit begegnet und für das einsteht, woran er glaubt, ist etwas, womit ich mich sehr identifizieren kann. Da ist dieser innere „Superheld“ in ihm, dieser Träumer, der in gewisser Weise ein Retter sein möchte. Und er bringt das ultimative Opfer, um seine Ideale verwirklicht zu sehen.
Es ist eine Figur, die mich sofort auf einer tiefen Ebene angesprochen hat. Auch stimmlich passte sie perfekt zu der Entwicklung meiner Stimme, sodass die Rolle immer wieder zu mir kam. Ich habe sie nicht wirklich gesucht, sondern sie hat mich gefunden, und dafür bin ich sehr dankbar.
TW: Im November haben Sie Ihrem Repertoire eine weitere große Verdi-Titelrolle hinzugefügt: „Simon Boccanegra“, ebenfalls an der Deutschen Oper Berlin. Boccanegra gilt oft als Höhepunkt von Verdis von Bariton-Partien. Welchen künstlerischen oder emotionalen Raum eröffnet Ihnen diese Rolle? Und was verbindet Boccanegra mit den anderen beiden Verdi-Titelrollen, die Sie in den letzten Jahren debütiert haben, Rigoletto und Macbeth?
Étienne Dupuis: Ich finde „Simon Boccanegra“ in mehrfacher Hinsicht herausfordernd. Stimmlich ist es nicht so, dass die Partie besonders schwierig wäre, aber sie ist ziemlich einzigartig. Er hat eigentlich keine Arie, und es gibt keinen echten Moment, in dem er sein Innerstes offenlegt. In fast jeder anderen Baritonrolle, die Verdi geschrieben hat, und eigentlich in den meisten Verdi-Partien überhaupt, gibt es einen Punkt, an dem die Figur allein ist und ausdrückt, was sie fühlt, sei es für sich selbst oder gegenüber jemand anderem. Bei Simone passiert das nie wirklich. Er ist immer im Dialog, spricht zum Rat, reagiert auf andere oder hat einen kurzen Moment allein, der sich dann aber nicht zu einer Arie entwickelt, sondern eher eine kurze Szene bleibt, die sich ständig verändert, während er in den Schlaf driftet.
Es ist faszinierend, wie Verdi diese zentrale Figur geschrieben hat. Simone braucht nicht dieselbe Form der Introspektion wie andere Figuren. Er trägt sein Herz auf der Zunge. Er sagt, was er denkt, in dem Moment, in dem er es denkt. Wenn er jemanden liebt, sagt er es. Wenn er jemanden loswerden will, sagt er es. Jeder Gedanke wird direkt ausgesprochen, ohne dass er eine Art Erleuchtung braucht, um seinen eigenen Weg zu verstehen. Er weiß genau, was er will.
Er will Frieden, und er will die Erinnerung an Maria, die große Liebe, die er verloren hat, bewahren. Das sind seine Ziele, und er verfolgt sie mit Klarheit.
Was ihn mit Figuren wie Rigoletto und Macbeth verbindet? Für mich liegt die Antwort nicht in ihren Persönlichkeiten, die völlig unterschiedlich sind, sondern in ihrem Sinn für Bestimmung. Macbeth, Rigoletto und Simone haben jeweils eine übergeordnete Idee, die ihr ganzes weiteres Leben bestimmt, und diese Zielstrebigkeit prägt - und verkürzt oft - ihre Existenz. Simone ist der am wenigsten tragische der drei, aber das Muster ist da.
Ich denke, Simone trägt, verglichen mit Rigoletto und Macbeth, viel weniger Dunkelheit in sich. Oder vielleicht hat er diese Dunkelheit in seiner Jugend hinter sich gelassen. Als er Maria verliert, ist es, als würde er sich vornehmen, fortan das Licht zu suchen. In gewisser Weise könnte Boccanegra sogar das sein, was Rigoletto nach Gildas Tod werden könnte, wenn er einen Weg finden würde, irgendwann Frieden damit zu schließen.
Darüber hinaus sehe ich jedoch keine tieferen Verbindungen.
TW: Mit Ihrem Macbeth-Debüt in Washington haben Sie Ihrem Repertoire eine dunklere, psychologisch sehr vielschichtige Verdi-Partie hinzugefügt. Wie sind Sie an diese Figur herangegangen, und was haben Sie dabei über sich selbst entdeckt?
Étienne Dupuis: Ich habe entdeckt, dass ich es kann. Ich habe erkannt, dass ich immer gedacht hatte, manche Verdi-Rollen würden fast wie Puccini oder sogar Wagner gesungen, also mit einem großen Instrument, so laut wie möglich, und mit „Nuancen“, die sich darauf beschränken, was die Stimme bei dieser Lautstärke noch leisten kann. Aber was ich an Macbeth liebe, ist, dass ganze Szenen dafür geschrieben sind, sotto voce gesungen zu werden.
So vieles hängt mit dem Erscheinen der Hexen zusammen und mit dem, was sie für ihn bedeuten, und mit seinem allmählichen Abgleiten in das, was ich gerne als Wahnsinn bezeichne. Also ja, ich habe entdeckt, dass ich all das erkunden kann. Und nicht nur das - es macht mich auch unglaublich glücklich. Es ist mit Abstand meine Lieblingsrolle, und eine, zu der ich so oft wie möglich zurückkehren möchte.
TW: „Rigoletto“ ist ein weiterer Grundpfeiler des Verdi-Baritonrepertoires. Wie war es für Sie, diese Rolle endlich zu übernehmen, und welcher Aspekt der Figur hat Sie besonders angesprochen?
Étienne Dupuis: Der Aspekt seiner Figur, der mich am tiefsten berührt hat, ist der Vater, die Vaterfigur. Die Vorstellung, dass man alles tun würde, um sein Kind zu schützen, wirklich alles, selbst wenn es bedeutet, das Falsche zu tun. In seinem Fall heißt das, sie einzusperren und zu versuchen, sie vom Leben fernzuhalten. Ich sage nicht, dass ich das tun würde, aber ich verstehe, woher es kommt. Ich verstehe, was ihn antreibt, denn Rigoletto kennt die Dunkelheit der Welt. Er weiß, wie sein Herr und die Menschen um ihn herum funktionieren und wie grausam ihre Methoden sind.
Also versucht er, Gilda davor zu schützen. Ich verstehe diesen Instinkt vollkommen. Für mich wurde das zum Kern des gesamten Stücks. Alles, was geschieht, entspringt diesem überwältigenden Wunsch, sie zu beschützen. Und tragischerweise ist genau dieser Wunsch letztlich auch der Grund für ihren Tod, was zu den poetischsten und erschütterndsten Aspekten von „Rigoletto“ gehört.

TW: Sie haben Ihre Frau, die Sopranistin Nicole Car, hier an der Deutschen Oper Berlin im Jahr 2015 während einer Produktion von „Eugene Onegin“ kennengelernt. Wie ist es, für dieses Debüt gemeinsam an dieses Haus zurückzukehren, und wie hat das gemeinsame Singen Ihre künstlerische Arbeit beeinflusst?
Étienne Dupuis: Es war unglaublich bewegend, all das zehn Jahre später bei „Simon Boccanegra“ wieder zu erleben. Nicht nur das Opernhaus, sondern die ganze Stadt. Wir saßen einen Moment lang mit unserem Sohn Noah am Gendarmenmarkt und dachten daran, dass Nicole und ich hier unser erstes gemeinsames Essen hatten, außerhalb der Deutschen Oper. Wir sind dieselben Straßen entlanggegangen, und nun stehen wir wieder gemeinsam auf derselben Bühne.
Es fühlt sich an wie gestern und gleichzeitig wie vor hundert Jahren. Nichts hat sich verändert, und doch hat alles etwas Zeitloses. Mit Nicole auf der Bühne zu stehen, hat mir gezeigt, dass es Menschen gibt, die einfach zu begabt sind, um nicht vor Publikum zu stehen. Sie macht alles mit einer scheinbaren Leichtigkeit. Ich weiß, dass nicht alles leicht ist, aber es sieht bei ihr so aus. Sie ist wirklich die ehrlichste und authentischste Künstlerin, die ich je getroffen habe.
TW: Verdi nimmt heute klar einen zentralen Platz in Ihrer Karriere ein, aber Sie haben sich auch intensiv mit dem französischen Repertoire beschäftigt, insbesondere mit Massenet, etwa in „Werther“, „Don Quichotte“ und „Hérodiade“. Was fasziniert Sie an Massenets Welt und seinen Figuren?
Étienne Dupuis: Was mich an Massenet fasziniert, ist sehr ähnlich dem, was mich an Verdi und an allen Komponisten anzieht, die ich gerne singe. Es geht immer um die Figuren und die Geschichten. Es gibt etwas in der Art, wie Massenet und Verdi einen gleichzeitig sprechen und singen lassen. Ja, man singt, aber obwohl die Musik die Zeit dehnen kann, fühlt es sich dennoch wie reale Zeit an. Es wirkt wie ein Gespräch. Menschen sollten auf das reagieren, was man sagt, als würde es im Moment geschehen, und man selbst sollte genauso reagieren.
Ich würde also sagen, es ist diese Mischung, die mich fasziniert. Sie kommen einer Art veristischer Wahrheit sehr nahe, und gleichzeitig schenken sie einem diese langen, lyrischen, wunderschönen Linien. Musikalisch sind sie nicht durch den Text eingeschränkt. Sie verwenden ihn ehrlich, aber lassen ihn zugleich in wunderbare Musik und unvergessliche Melodien übergehen.
TW: Deutschland insgesamt spielt eine große Rolle in Ihrem künstlerischen Leben. Gibt es kommende Projekte oder Rollen, über die Sie bereits sprechen können?
Étienne Dupuis: Einige meiner spannendsten kommenden Projekte werden in Deutschland stattfinden, allerdings nicht in Berlin. Ich kann noch nicht viel dazu sagen, aber in den nächsten zwei oder drei Jahren werde ich an einigen sehr bedeutenden Produktionen beteiligt sein, darunter mindestens eine große, die mir sofort einfällt, nämlich eine Neuproduktion von „Death in Venice“ an der Bayerischen Staatsoper im Sommer 2027.

TW: Sie stammen ursprünglich aus Kanada und sind heute gemeinsam mit Nicole Co-Artistic Director des Canadian Institute for Vocal Arts (ICAV) in Montreal. Was motiviert Sie, die nächste Generation von Sängerinnen und Sängern zu unterstützen?
Étienne Dupuis: ICAV kam in einem Moment auf uns zu, in dem ich dachte, meine Karriere könnte sich etwas verlangsamen, also habe ich das Angebot angenommen. Aber dann kam Verdi in mein Leben, und meine Karriere bekam einen zweiten oder sogar dritten Aufwind, und jetzt finde ich kaum noch Zeit.
Für Nicole und mich liegt die eigentliche Motivation einfach darin, dass wir daran glauben, junge Sänger zu unterstützen, wann und wie auch immer wir können. Wir versuchen, so oft wie möglich Meisterkurse oder Fragerunden zu geben, meist in den Städten, in denen wir auftreten, und manchmal machen wir sogar einen kleinen Umweg, wenn es nicht zu weit ist. Das ist uns aus zwei Gründen wichtig.
Erstens weiß man nie, wann etwas, das man sagt oder tut, jemanden genau in dem Moment erreicht, in dem er es braucht. Darauf haben wir keinen Einfluss. Wir geben einfach, was wir können, und manchmal trifft es in diesem Moment, manchmal nicht. Wichtig ist, für die jungen Sänger da zu sein.
Zweitens lernen wir selbst enorm viel durch das Unterrichten. Ich habe durch das Erklären und Zeigen eine bessere Stimmplatzierung und eine gesündere Einstellung zum Singen entwickelt. Außerdem wird mir dabei oft etwas in meiner eigenen Technik klar, von dem ich gar nicht wusste, dass es noch Klärung braucht.
Unterrichten ist dafür unglaublich wertvoll.
TW: Sie haben Ihre Karriere in Kanada begonnen. Wie ist es für junge Sänger, dort zu starten? Was waren die größten Herausforderungen oder Vorteile?
Étienne Dupuis: Als jemand, der in Kanada aufgewachsen ist und dort seine Karriere begonnen hat, lagen meine größten Herausforderungen damals darin, das volle Bild der Opernwelt zu verstehen. Ich weiß nicht, wie die Situation für junge Sänger heute ist, aber damals bestand eine meiner größten Hürden darin zu erkennen, wie begrenzt meine Perspektive war. Ich glaubte wirklich, dass es völlig ausreichend sei, eine Karriere ausschließlich in Nordamerika aufzubauen, dass ich auf einer Seite des Ozeans bleiben könnte und das genügen würde.
Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich am International Vocal Arts Institute teilnahm, mit Joan Dornemann und Paul Nadler von der Met. Wir waren in Israel, und sie brachten hundert Sänger zusammen, die Hälfte aus Europa oder der sogenannten alten Welt und die andere Hälfte aus Amerika. Wir kamen alle zusammen, und Joan sagte uns, wir sollten darauf achten, uns gegenseitig zu beeinflussen. Hört euch an, wie sie Dinge machen, und lasst sie hören, wie ihr Dinge macht. Damals habe ich nicht ganz verstanden, was sie meinte, aber ich war offen dafür.
Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, wie entscheidend diese Erfahrung war. Es passiert etwas Transformierendes, wenn man sich von Aufführungen aus aller Welt und von verschiedenen Stilen und Traditionen beeinflussen lässt, nicht nur in der Oper. Das kann man nicht lernen, wenn man nur in dem Land oder Umfeld bleibt, in dem man aufgewachsen ist.
Das gilt für das Leben allgemein, aber für das Singen hat es für mich alles verändert. Meine Perspektive, stimmlich, künstlerisch und psychologisch, hat sich allein dadurch verschoben, dass ich Produktionen in verschiedenen Teilen der Welt gesehen, gehört und selbst mitgestaltet habe.
Für mich ist das bei weitem das Wichtigste, was ich aus meiner Zeit in Kanada mitgenommen habe. Und ich hoffe, dass jeder, der das liest, egal wo er sich befindet, die Möglichkeit findet, sich von der Art und Weise beeinflussen zu lassen, wie Menschen außerhalb ihres eigenen Umfelds arbeiten.
Ausblick:
Étienne Dupuis steht demnächst als Henri Ashton in einer Neuproduktion der französischen Fassung von „Lucie de Lammermoor“ auf der Bühne der Pariser Opéra Comique, bevor er an der Opéra de Lyon in einem Liederabend zu erleben ist. Im Sommer folgen Vorstellungen von „Macbeth“ beim Festival de Lanaudière in Kanada sowie von „La Bohème“ in Kopenhagen.
In der Spielzeit 2026/27 ist Dupuis in drei Verdi-Produktionen an der Wiener Staatsoper zu erleben: als Macbeth sowie als Rodrigo in der italienischen und der französischen Fassung von „Don Carlo“ (in vier Akten) bzw. „Don Carlos“ (in fünf Akten). Am Royal Opera House in London gibt er sein Rollendebüt als Michele in „Il tabarro“, als Rigoletto ist er an der Opéra de Montréal zu hören.
Im Sommer folgt schließlich die mit Spannung erwartete Neuinszenierung von Brittens „Death in Venice“ im Rahmen der Münchner Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper im Prinzregententheater.