Bonn, Theater Bonn, Fidelio - Ludwig van Beethoven, 01.01.2020

Bonn, Theater Bonn, Fidelio - Ludwig van Beethoven, 01.01.2020
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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu
Theater Bonn © Thilo Beu

Fidelio - Ludwig van Beethoven

Freiheit für Ahmet Altan, Hozan Canê, Gönül Örs, Soydan Akay, Selahattin DemirtacPremiere am 1. Januar 2020 -    IOCO wird berichten

Die erste FIDELIO-Inszenierung am 1. Januar des Kalenderjahres 2020 wird durch ihr Erscheinen in der Geburtsstadt des Komponisten mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Das Theater Bonn und das Inszenierungsteam um Regisseur Volker Lösch gehen mit Beethoven über Beethoven hinaus, indem sie FIDELIO mit aktuellen Geschichten von politischen Gefangenen in der Türkei und deren Angehörigen aufladen!

Beethoven war der erste wirklich politische Komponist der Musikgeschichte, wofür seine FIDELIO das eindringlichste Beispiel ist. FIDELIO handelt von einem Mann, der die Wahrheit über die undemokratischen Verhältnisse in seinem Land sagt und deshalb im Gefängnis verschwindet. Im Zentrum der Oper steht seine Frau Leonore, durch deren Mut nicht nur die Befreiung ihres geliebten Mannes gelingt, sondern auch die Absetzung des Gewaltherrschers.

Ludwig van Beethoven Denkmal in Bonn © IOCO
Ludwig van Beethoven Denkmal in Bonn © IOCO

In FIDELIO macht Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) ein musikalisch-politisches Experiment. Seine Ausgangsfrage lautet: Was muss man tun, um das schier Unmögliche zu erreichen? Seine Antwort: Man muss sein Leben riskieren und bereit sein, eine ungeheure Zerreißprobe auszuhalten. Leonore alias Fidelio gelingt dies, und sie löst letztendlich einen gesellschaftlichen Umsturz aus. Hoffnung ist das Hauptmotiv in jeder Szene und Beethovens Musik eine Inspiration für die Verwirklichung von Utopien.

Die modellhafte Welt von FIDELIO ist ein einziges, großes Gefängnis. Die Türkei ist das aktuelle, europäische Beispiel für einen Staat, in dem Regimegegner verhaftet werden und durch eine Willkürjustiz im Gefängnis verschwinden. Mit dieser Inszenierung wird sich konkret für die Freilassung von Ahmet Altan, Hozan Canê, Gönül Örs, Soydan Akay und Selahattin Demirtac eingesetzt. Als Zeitzeugen treten u.a. Dogan Akhanli, der drei Mal in türkischen Gefängnissen war und mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet wurde, sowie Süleyman Demirtac auf, dessen Bruder Selahattin als wichtigster politischer Herausforderer des türkischen Staatspräsidenten Erdogan gilt und wegen angeblicher Terrorunterstützung seit über drei Jahren im Hochsicherheitstrakt in Edirne unrechtmäßig, so 2018 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geurteilt, inhaftiert ist.---| Pressemeldung Theater Bonn |---

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