Wuppertal, Wuppertal Bühnen, Julia Jones – La Traviata – Abschiedskonzert digital; IOCO Aktuell, 27.06.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertaler Bühnen

Stadthalle Wuppertal © Lars Langemeier

Stadthalle Wuppertal © Lars Langemeier

Abschied von Julia Jones  – La traviata konzertant  – digital

 Giuseppe Verdis Meisterwerk aus der Historischen Stadthalle Wuppertal

Julia  Jones, *1961,  wurde im Sommer 2016 als Nachfolgerin von Toshiyuki Kamioka neue Generalmusikdirektorin der Wuppertaler Bühnen und damit Chefdirigentin des Sinfonieorchesters Wuppertal wie musikalische Leiterin der Oper Wuppertal. Im Dezember 2019 gab bekannt, dass sie ihren bestehenden Vertrag über die Spielzeit 2020/21 nicht verlängern möchte.  Nachfolger von Julia Jones wird Patrick Hahn, *1995 in Graz; vermutlich jüngster GMD im deutschen Sprachraum.

Als Generalmusikdirektorin erfüllte Julia Jones neben ihrer Konzerttätigkeit auch eine zentrale Rolle in der Oper Wuppertal. Den Abschied vom Opernpublikum nimmt sie mit Verdis Oper über Liebe und Freiheit angesichts erdrückender Doppelmoral und der Kürze des Daseins: La traviata. Dem Publikum stehen drei Streaming-Termine zur Auswahl, um das Werk aus der spektakulären Historischen Stadthalle Wuppertal, Foto oben, digital zu erleben.

Julia Jones erfreute das Publikum, während Ihrer fünfjährigen Tätigkeit in Wuppertal mit ihrer lebendigen Erarbeitung einer Vielzahl von Opern. Hierzu gehören La Bohème (2019/20), Die Hochzeit des Figaro (2018/19), Luisa Miller (2018/19), Carmen  (2017/18) und viele andere. Die Onlinepremiere von La traviata am So. 4. Juli 2021 markiert das Ende einer außergewöhnlichen Spielzeit und Ihren Abschied aus Wuppertal.

Die Violetta des realen Lebens - Alphonsine Marie Duplessis auf Montmartre, Paris © IOCO

Die Violetta des realen Lebens – Alphonsine Marie Duplessis auf Montmartre, Paris © IOCO

Der junge Alfredo Germont und Violetta Valérie, eine Prostituierte der Pariser High Society, richten sich verliebt ein ruhiges Leben zu zweit auf dem Lande ein. Doch Alfredos Vater zwingt Violetta, die Verbindung aufzugeben, obwohl er von ihrer unheilbaren Krankheit weiß. Er fürchtet um den Ruf seiner Familie. Nach verzweifeltem Ringen willigt Violetta ein. Als Alfredos Vater seine fatale Forderung zurückzieht, ist es zu spät: Violetta stirbt in Alfredos Armen.

Eine Kurtisane als Protagonistin? Das war für das Publikum der Uraufführung im Jahre 1853 starker Tobak. Doch schon bald wurde La traviata zu einer der beliebtesten Opern überhaupt.

Zur Probenphase der Produktion ließen die geltenden Pandemiemaßnahmen eine szenische Erarbeitung noch nicht zu. So kommt das Werk zunächst in einer konzertanten Version zur Aufführung. Es ist geplant, die ursprünglich geplante Inszenierung des international gefragten Regisseurs Nigel Lowery in einer der kommenden Spielzeiten nachzuholen.

Der Vorverkauf zum jeweiligen Termin endet eine Stunde vor Beginn. Das Video ist für 45 Stunden ab der gebuchten Uhrzeit verfügbar. Kunden erwerben einen personalisierten Zugang, der auf einem Endgerät eingesetzt werden kann.

La Traviata  –  Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi. Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman  Die Kameliendame  von Alexandre Dumas. In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Historische Stadthalle Wuppertal / La Traviata digital - zum Abschied von Julia Jones © Bettina Stoess

Historische Stadthalle Wuppertal / La Traviata digital – zum Abschied von Julia Jones © Bettina Stoess

Onlinepremiere: So. 4. Juli 2021 18:00 Uhr, im Stream

Im Dezember 2019 gab die amtierende Generalmusikdirektorin Julia Jones bekannt, dass sie ihren seit der Spielzeit 2016/17 bestehenden Vertrag über die Spielzeit 2020/21 nicht verlängern möchte. Auf die zu besetzende Stelle des rund 90 Mitglieder großen Orchesters haben sich rund 100 Dirigentinnen und Dirigenten aus dem Inund Ausland beworben. Nach einem dreistufigen Auswahlverfahren konnte der Aufsichtsrat der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH der einstimmigen Entscheidung der 11-köpfigen Findungskommission zustimmen und Patrick Hahn, *1995, zum General-musikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH berufen.

Die britische Dirigentin Julia Jones ist für Interpretationen bekannt, die durch Klarheit und Frische bestechen, und das Feingefühl ihres Dirigats hallt in zahlreichen Rezensionen wider. Ihr sensibles Gespür beim Kombinieren von traditionellem Kernrepertoire mit selten aufgeführten Werken macht ihre Konzertprogramme unverkennbar. Damit einher geht auch ihre kritische Auseinandersetzung mit der klassischen Form des Sinfoniekonzerts, die sie durch interdisziplinäre Bezüge erweitert.

Enge Beziehungen verbinden Julia Jones unter anderem mit dem Maggio Musicale Fiorentino, wo sie neben Lohengrin und Macbeth vielfach sinfonische Konzerte dirigierte, mit den Bochumer Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Freiburg und mit dem Teatro Carlo Felice, Genua. Sie ist regelmäßig zu Gast bei der Oper Frankfurt, wo sie sich einen Namen mit Opern wie Idomeneo, Die Entführung aus dem Serail, Le Nozze di Figaro, Così fan tutte und La Damnation de Faust gemacht hat. und an der Semperoper Dresden (›Die Entführung‹, ›Idomeneo‹, ›Die Zauberflöte‹).

—| IOCO Aktuell Wuppertaler Bühnen |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertal, Wuppertaler Bühnen, Keine Vorstellungen mit Publikum bis Herbst 2021, IOCO Aktuell, 27.04.2021

April 27, 2021 by  
Filed under Hervorheben, Livestream, Oper, Pressemeldung, Schauspiel

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertaler Bühnen

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Wuppertaler Bühnen – Tanztheater Pina Bausch

Keine Vorstellungen vor Publikum bis Ende Spielzeit 2020/21

„Das Elend ist zur Zeit fast immer und überall“, kann man die folgende Mitteilung der Wuppertaler Bühnen bezeichnen. Im  September 2020 beschrieb IOCO noch die eingeschränkte live-Premiere einer wunderbaren Zauberflöte, in welcher Sarastro als „waschechter“ Wuppertaler, link HIER, durch das Opernhaus spaziert und dort die Königin der Nacht und die Drei Damen heraus schmeißt (Foto unten) Nun, im folgenden, zur laufenden Spielzeit eine etwas enttäuschende Nachricht für alle Wuppertaler und IOCO; Lesen Sie selbst:

„Bis zum Ende der laufenden Spielzeit Anfang Juli 2021 werden keine regulären Aufführungen vom Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und den Wuppertaler Bühnen stattfinden können. Zahlreiche digitale Formate werden aber weiterhin angeboten.

Schweren Herzens hat die Stadtspitze gemeinsam mit den Leitungsteams der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH und der Tanztheater Wuppertal Pina Bausch GmbH entschieden, alle in Wuppertal geplanten Vorstellungen und Konzerte vor Publikum bis zum Ende der Spielzeit 2020/21 abzusagen. Auch das Festival ›Sound of the City: Arbeit?‹ der Oper Wuppertal kann nicht stattfinden.

Die Zauberflöte an der Oper Wuppertal
youtube Trailer Wuppertaler Bühnen
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Diese Entscheidung resultiert aus dem Inkrafttreten des geänderten Infektionsschutzgesetzes und den aktuell hohen Corona-Fallzahlen in Wuppertal. Eine Wiederaufnahme des regulären Vorstellungsbetriebs vor Publikum ist in den kommenden Wochen nicht mehr möglich.

Aktuelle  Informationen zu  Oper, Schauspiel, Sinfonieorchester unter

wuppertaler-buehnen.de :

»Kulturbetriebe brauchen Planungssicherheit«, so der Kulturdezernent Matthias Nocke. »Die Entscheidung, dass wir keine Live-Veranstaltungen von den Wuppertaler Bühnen und dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch anbieten können, bedauere ich sehr. Aber es ist wichtig, zu diesem Zeitpunkt eine klare Entscheidung zu treffen, die es den beiden Kulturinstitutionen ermöglicht, sich mit ganzer Kraft auf die nächste Spielzeit 2021/22 zu konzentrieren. Ich freue mich sehr, dass sowohl die Wuppertaler Bühnen als auch das Tanztheater neue Wege gefunden haben, die Zeit des scheinbaren Stillstands konstruktiv zu nutzen, um kreative künstlerische Angebote digital anzubieten oder auch Produktionen fertigzustellen, die in der kommenden Spielzeit zur Aufführung gebracht werden.«

Oper Wuppertal / Die Zauberflöte - hier : Die Königin der Nacht und die Drei Damen werden zur Ouvertüre von Sarastro aus dem Opernhaus geworfen - sind erzürnt © Jens Grossmann

Oper Wuppertal / Die Zauberflöte – hier : Die Königin der Nacht und die Drei Damen werden zur Ouvertüre von Sarastro aus dem Opernhaus geworfen – sind erzürnt © Jens Grossmann

Oper, Schauspiel und Sinfonieorchester der Wuppertaler Bühnen arbeiten weiterhin an zumeist digitalen Formaten, bei denen der Schutz von Mitwirkenden gewährleistet ist und zugleich die Bindung zu den Besucherinnen und Besuchern erhalten bleibt.

Die Oper Wuppertal wird die geplanten Neuproduktionen von Giuseppe Verdis ›La traviata‹ in konzertanter Aufführung und von Luigi Nonos ›Intolleranza 2021 per Stream zeigen. Mit ›La traviata‹ verabschiedet sich Generalmusikdirektorin Julia Jones von den Wuppertaler Opernfans. Die Produktion ›Intolleranza 2021‹, die im Rahmen von Engels2020 programmiert wurde, feiert im Juni 2021 ihre digitale Premiere.

Das Schauspiel Wuppertal wird weitere Folgen der Reihen ›Schnappschuss digital‹ und ›Das literarischen Solo – Podcast‹ veröffentlichen. Die für diese Spielzeit geplanten Produktionen ›Dantons Tod‹ von Georg Büchner und Dennis Kellys ›Waisen‹ werden aufführungsreif geprobt, um sie in der nächsten Spielzeit dem Publikum zu zeigen. »Wie in den vergangenen Wochen und Monaten, werden wir im Schauspiel weiter neue kreative Wege gehen, um die Verbindung zu unserem Publikum zu halten.«, so Schauspielintendant Thomas Braus.

Das Konzert des Sinfonieorchester Wuppertal ›Alles neu‹ mit Werken von Joseph Haydn, Robert Schumann und Aaron Copland unter Leitung der Generalmusikdirektorin Julia Jones und mit dem international gefragten Trompeter Simon Höfele wird am Fr. 21. Mai 2021 und am Sa. 29. Mai 2021 per Stream zu erleben sein. Darüber hinaus ist noch der Stream eines Familienkonzerts und ein Ensembleworkshop der Reihe ›BesserWeiterSpielen‹ in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk bis Ende Juni in Planung. Auch die Verabschiedung von Julia Jones Mitte Juni wird voraussichtlich in digitaler Form stattfinden.

Unter wuppertaler-buehnen.de informieren Oper, Schauspiel und Sinfonieorchester über Angebote und weitere Planungen. Termine des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch sind unter pina-bausch.de zu finden.

Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und die Wuppertaler Bühnen blicken hoffnungsvoll auf die Spielzeit 2021/22 und freuen sich auf ein Wiedersehen mit dem Publikum. Die Wuppertaler Bühnen werden die Spielzeit 2021/22 am Mo. 14. Juni 2021 präsentieren. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch wird zeitnah eine Pressemitteilung zur Restspielzeit 2020/21 versenden und Anfang / Mitte Juni das Programm für 2021/22 vorstellen.

—| IOCO Aktuell Wuppertaler Bühnen |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertal, Oper Wuppertal, GMD Dirigate per Video weithin sichtbar, IOCO Aktuell, 03.04.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertaler Bühnen

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Patrik Hahn Dirigat – Videos auf Bühnenturm weithin sichtbar

Kommender GMD –  bis Ende April sehr öffentlich

Im August 2021 tritt Patrick Hahn sein neues Amt als Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen an. Der Videokünstler Kai Fobbe zeigt schon jetzt den jungen Österreicher in Aktion.

Ab Einbruch der Dunkelheit dirigiert der kommende Generalmusikdirektor Patrick Hahn am Bühnenturm des Schauspielhauses an der B7 – selbstverständlich nicht live, sondern im Video. Der Grazer Shootingstar schwang den Taktstock für die Kamera des Videokünstlers Kai Fobbe. »Wann sieht man schon einmal einen Dirigenten aus Sicht des Orchesters, begründet Fobbe seine Neugierde und kam so auf die Idee, die Bewegung des Dirigats und die Mimik des Dirigenten in einem Film festzuhalten.

Opeer Wupprtal / GMD Patrick Hahn und seine Projektionen von Dirigaten © Uwe Schinkel

Oper Wupprtal / GMD Patrick Hahn und seine Projektionen von Dirigaten © Uwe Schinkel

Der Film ist tonlos und unterstreicht den Spannungsbogen bis zur Ankunft Patrick Hahns in Wuppertal: Im August wird der Zeitpunkt kommen, an dem das Sinfonieorchester Wuppertal auf das Dirigat des neuen Generalmusikdirektors reagiert und Patrick Hahn den Klang Wuppertals gestaltet. Bis dahin bereichert der sympathische Blondschopf das Wuppertaler Stadtbild vom Schauspielhaus aus per Video.

Das Video ist bis Ende April am Bühnenturm des Schauspielhauses zu sehen. Wer sich fragt, welche Werke Patrick Hahn in dem Video dirigiert, sollte in den nächsten Wochen aufmerksam die SocialMedia-Kanäle des Sinfonieorchester Wuppertal verfolgen.

—| IOCO Aktuell Wuppertaler Bühnen |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertal, Oper Wuppertal, Intendant Berthold Schneider – Zum Kultur-Lockdown, IOCO Aktuell, 08.11.2020

November 7, 2020 by  
Filed under Portraits, Pressemeldung, Wuppertaler Bühnen

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wuppertaler Bühnen

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Intendant Berthold Schneider – Stellungnahme zum Kultur-Lockdown

»Wir werden nicht schweigen«

 Oper Wuppertal / Intendant Berthold Schneider © Jens Grossmann

Oper Wuppertal / Intendant Berthold Schneider © Jens Grossmann

Seit Montag, dem 2. November 2020, ist es im Theater still geworden. Es wird nichts mehr für unser Publikum aufgeführt.

Berthold Schneider: „Wir Theatermacher*innen verstehen selbstverständlich die Dramatik der Situation. Wir wollen helfen und unseren Teil dazu beitragen, damit dieser gefährliche Virus verschwindet. Deshalb tragen wir die jetzt von der Regierung beschlossenen Maßnahmen mit. Gleichzeitig wissen wir alle, dass die Pandemie nicht so schnell vorüber sein wird. Wir wissen, dass wir uns in den kommenden Monaten nicht von einem Lockdown zum anderen hangeln können.

Der Preis, den die Gesellschaft und jeder Einzelne zu zahlen hätte, wäre zu hoch. Wir müssen also Wege suchen und finden, mit diesem aggressiven Virus einen sinnvollen, menschen-würdigen Alltag zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass das gelingen kann, wenn wir die nächsten Wochen nutzen, differenziert auf alle Lebensbereiche zu schauen. Wir müssen uns dabei Fragen stellen wie: Welchen Beitrag leistet diese oder jene Aktivität zum Infektionsgeschehen? Welche Grundbedürfnisse erfüllt sie? Wir müssen abwägen.

Wenn wir dabei einzelne Bereiche als »systemrelevant« klassifizieren, müssen wir uns fragen: Welches System meinen wir damit? Ist es ein System des menschlichen Miteinanders, eines der ökonomischen Optimierung? Wie wichtig ist es uns, dass Jugendlichen legale Formen des geselligen Miteinanders ermöglicht werden, weil sie sonst nicht erwachsen werden können? Wie könnten solche Formen aussehen? Wie können wir Nähe zu unseren älteren Mitbürger*innen zulassen, damit sie nichtvereinsamen?

Unsere Antwort auf die nächste Welle darf nicht der nächste Lockdown sein. Wir glauben nicht, dass wir uns ausschließlich auf die Rettung durch die Medizin verlassen sollten, wenn wir aus dieser Krise herausfinden wollen. Wir glauben, dass wir Philosoph*innen, Literat*innen, den Künstler*innen der unterschiedlichsten Genres zuhören sollten, weil sie oftmals die beste Sensorik dafür haben, was uns Menschen in unserem Menschsein gefährdet oder was uns bewahren kann.

Wir kommen in Theatern zusammen, um unterhalten zu werden, um Kunst zu genießen, aber eben auch, um uns Gedanken auszusetzen, von denen wir spüren, dass sie ins Zentrum unseres Seins vordringen. Wir gehen auch ins Theater, um an uns selbst zu arbeiten. Eine gute Vorstellung verlassen wir nicht als dieselbe Person, die vor zwei Stunden ins Theater hineingegangen ist. Diese Arbeit an uns selbst ist vielleicht ähnlich produktiv, wie das Herstellen von Gütern oder die Steigerung von Gewinnen. In diesem Sinn werden wir zwar jetzt die Türen des Theaters für eine Weile schließen, aber wir werden in dieser Stille nicht schweigen. Ganz im Gegenteil.“

—| IOCO Aktuell Wuppertaler Bühnen |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung