Hagen, Theater Hagen, Premiere Viva Verdi, 09.03.2019

März 7, 2019 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Viva Verdi
Ein szenischer Abend in Verdi-Chören – Musik von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertexten

Premiere: Samstag, 9. März  2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus

Mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse HagenHerdecke

Am Samstag, 9. März 2019 findet mit Beginn um 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) die Premiere der Produktion „Viva Verdi“ – Ein szenischer Abend in Verdi-Chören (Musik von Giuseppe Verdi) in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten statt.

Wer kennt sie nicht – die populären Chornummern aus den Opern Giuseppe Verdis: Gefangenenchor aus „Nabucco“, Zigeunerchor aus „Il trovatore“, Triumphmarsch aus „Aida“ und und und – Melodien, die sich im einzelnen wie kollektiven Bewusstsein fest verankert haben.

Theater Hagen / VIVA VERDI © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / VIVA VERDI © Klaus Lefebvre

Mit der Inszenierung von berühmten und weniger bekannten Verdi-Chören als durchgängige Handlung bietet das Theater Hagen mit der Produktion „Viva Verdi“ etwas Neues. Die emotional aufgeladenen Chorstücke werden in einer szenischen Neudeutung erlebbar, die Bezug nimmt auf die oft von Leid und Unheil, aber auch von Heldenmut und Liebe handelnden Opern, aus denen sie ursprünglich stammen. Gleichzeitig eröffnet die Realisierung im neuen Kontext aber auch Möglichkeiten, die mit der Musik verbundenen Geschichten in unerwarteten Assoziationen sinnvoll und sinnlich fruchtbar werden zu lassen.

Der durch unkonventionelle Musiktheater-Produktionen bekannte Opernregisseur Andreas Bode, der erstmals am Hagener Theater arbeitet, nimmt sich dieses außergewöhnlichen, mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse HagenHerdecke stattfindenden Projekts an. Im Bühnenbild von Geelke Gaycken, den Kostümen von Christiane Luz und unter der musikalischen Einstudierung und Leitung von Rodrigo Tomillo singen und spielen: Chor, Extrachor sowie Kinder- und Jugendchor des Theaters Hagen; Tatiana Feldman, Kristine Larissa Funkhauser, Kisun Kim, Costa Latsos, Tony Laudadio, Elizabeth Pilon, Dong-Won Seo; Statisterie des Theaters Hagen; Philharmonisches Orchester Hagen.

Weitere Vorstellungen: 15.3. (19.30 Uhr); 22.3. (19.30 Uhr); 30.3. (19.30 Uhr); 11.5. (19.30 Uhr); 15.5. (19.30 Uhr); 25.5. (19.30 Uhr); 29.5. (19.30 Uhr); 2.6. (15.00 Uhr); 23.6. (18.00 Uhr); 14.7.2019 (18.00 Uhr)


VIVA VERDI – Premiere: 9. März 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen (Großes Haus)

Musikalische Leitung Rodrigo Tomillo ? Inszenierung Andreas Bode ? Bühne Geelke Gaycken ? Kostüme Christiane Luz ? Licht Hans-Joachim Köster ? Chor Wolfgang Müller-Salow ? Kinder- und Jugendchor Caroline Piffka ? Dramaturgie Rebecca Graitl, Francis Hüsers ? Mit Tatiana Feldman, Kristine Larissa Funkhauser, Kisun Kim, Costa Latsos, Tony Laudadio, Elizabeth Pilon, Dong-Won Seo ? Chor des Theaters Hagen ? Extrachor des Theaters Hagen ? Kinder- und Jugendchor des Theaters Hagen ? Statisterie des Theaters Hagen ? Philharmonisches Orchester Hagen


DIE STUNDE DER KRITIK: Freitag, 22.3.2019 ? Im Anschluss an die Vorstellung ? Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Thomas Molke (Online Musik Magazin)


Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Spielplan Oktober 2018

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier


Großes Haus / Großes Haus Foyer     


Sa, 06.10.     19.30 Uhr
Premiere Mass
von Leonard Bernstein
Inszenierung und Choreografie
von Richard Siegal
Karten 13,- bis 50,- €
Anschließend Premierenfeier im Foyer


Do, 11.10.     19.00 Uhr
Einführung
19.30 Uhr
Mass
von Leonard Bernstein
Inszenierung und Choreografie
von Richard Siegal
Karten 13,- bis 50,- €


Sa, 13.10.     19.30 Uhr
Nefes singt Sezen Aksu
Geliebte und vergessene Lieder
Konzert des Nefes-Chor und Ensemble
und der Neuen Philharmonie Westfalen
Karten 13,- bis 23,- €


So, 14.10.     14.30 Uhr
Einführung
15.00 Uhr
Mass
von Leonard Bernstein
Inszenierung und Choreografie
von Richard Siegal
Karten 13,- bis 50,- €


Mo, 15.10.     19.00 Uhr
Einführung
19.30 Uhr
2. Sinfoniekonzert
D-Moll
Werke von Johannes Brahms, Wolfgang Amadeus Mozart, Jean Sibelius
Karten 11,- bis 32,- €


 Do, 18.10.     20.00 Uhr
Gastspiel
Krimilesung
Mord am Hellweg
Karten/Info: Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Tel. 0209.1692819


Fr, 19.10.      17.00 Uhr – 1.00 Uhr
Lange Filmnacht
Rote Erde I
Die Bergarbeiter-Saga aus dem Ruhrgebiet von Peter Stripp und Klaus Emmerich
Karten 17,50 € / Kombiticket 30,- €


Sa, 20.10.     10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Lange Filmnacht
Rote Erde II
Die Bergarbeiter-Saga aus dem Ruhrgebiet von Peter Stripp und Klaus Emmerich
Karten 17,50 € / Kombiticket 30,- €

19.30 Uhr
MiR Goes Pop:
Back to the 70s
Karten 11,- bis 42,- €


So, 21.10.     11.00 Uhr
Musikbrunch
Karten 28,- €

17.30 Uhr
Einführung

18.00 Uhr – 20.30 Uhr
Nabucco
Oper von Giuseppe Verdi
Hör.Oper (Audiodeskription)
Karten 11,- bis 42,- €


 Fr, 26.10.      19.00 Uhr Einführung

19.30 Uhr – 22.00 Uhr
Nabucco
Oper von Giuseppe Verdi
Hör.Oper (Audiodeskription)
Karten 11,- bis 42,- €


 So, 28.10.     11.15 Uhr
Foyerkonzert Drei, Vier, Fünf
Werke von Claude Debussy, Ludwig van Beethoven, Antonín Dvo?ák
Karten 12,50 €

18.00 Uhr
MiR Goes Pop:
Back to the 70s
Karten 11,- bis 42,- €


Kleines Haus / Kleines Haus Foyer


Fr, 12.10.      18.30 Uhr
Foyer Kleines Haus
Feierabendsingen
Singen Sie mit!
Karten 8,- €


Sa, 13.10.     10.00 Uhr
Ballett.Hautnah
Öffentliches Training im Ballettsaal
mit dem Ballett im Revier
Karten 8,- € / ermäßigt 4,- €
Treffpunkt Bühneneingang 9.50 Uhr

19.30 Uhr – 20.55 Uhr
Die Sternstunde des Josef Bieder
von Eberhard Streul
mit Joachim Gabriel Maaß
Karten 24,50 €


So, 21.10.     Hans-Sachs-Haus
11.15 Uhr
1.Sonntagskonzert
Mozart mit Humor
Werke von W.A. Mozart, Morton Gould und Joseph Haydn
Karten 17,50 €


18.00 Uhr – 20.15 Uhr
Wiederaufnahme
Der Rest ist Tanz
Ballettabend mit Choreografien von Pontus Lidberg, Renato Paroni de Castro und Marguerite Donlon
Karten 24,50 €


Fr, 26.10.      19.30 Uhr – 20.55 Uhr
Die Sternstunde des Josef Bieder
von Eberhard Streul
mit Joachim Gabriel Maaß
Karten 24,50 €


Sa, 27.10.     19.30 Uhr – 21.45 Uhr
Der Rest ist Tanz
Ballettabend mit Choreografien von Pontus Lidberg, Renato Paroni de Castro und Marguerite Donlon
Karten 24,50 €


So, 28.10.     11.00 Uhr
Ballettmatinee
Ein Nussknacker-Traum
Karten 8,- €


—| Pressemeldung Musiktheater im Revier |—

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Nabucco – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 26.06.2018

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

NABUCCO  –  Giuseppe Verdi

„All wars start at home

Von Viktor Jarosch

Mit der Uraufführung von Nabucco am 9. März 1842 am Teatro alla Scala in Mailand wurde Giuseppe Verdi über Nacht berühmt. Der Erfolg bedeutete auch das Ende einer tiefen Schaffenskrise und Depressionen, in welche Verdi zuvor gestürzt war: Zuvor waren seine Frau Margherita und seine zwei Kinder gestorben; seine die Oper Un giorno di regno war durchgefallen. So sagte Verdi später über sich selbst: „Nabucco ist die Oper, mit der in Wahrheit meine künstlerische Laufbahn beginnt“. Nabucco und der alttestamentarische Auszug der Hebräer aus babylonischer Gefangenschaft wird bis heute oft für die patriotische Gesinnung Verdis gesehen, als nationales Erweckungserlebnis der Italiener oder gar Ursprung der italienischen Einigung und rührt bis heute patriotisch gesinnte Italiener oft zu Tränen. Aufwendige, klassische Nabucco – Inszenierungen sind seither Privileg großer Bühnen, von Verona bis zur Bayerischen Staatsoper. Kleinere Theater zeigen Nabucco meist in modernen, zeitgemäßen Interpretationen; wie nun auch, in einer gelungenen Interpretation, das Theater Krefeld Mönchengladbach.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco - hier : Nabucco, das Oberhaupt der Grossfamilie mit Abigaille und Fenena © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco – hier : Nabucco, das Oberhaupt der Grossfamilie mit Abigaille und Fenena © Matthias Stutte

Regisseur Roman Hovenbitzer zeigt in seinem Mönchengladbacher Nabucco auch keinen biblischen Zwist von Babyloniern und Hebräern, keinen babylonischen König. Hovenbitzer interpretiert Nabucco stattdessen modern: „All wars start at home“: Seine Inszenierung transportiert die im heutigen, realen Alltag, auf der Strasse, zu Hause oft spürbare Aggressivität, Feindschaft. Nabucco im Theater Mönchengladbach zeigt eine sich, wie die Hebräer und Babylonier, bekämpfende, hassende moderne auseinander gebrochene Großfamilie.  Hovenbitzer transportiert die archaische Beziehung von Nabucco, Fenena und Abigaille in die heutige Zeit, der Verbindung eines Vaters zu seinen zwei Töchtern. Das Großformat der Oper von Babyloniern und Hebräern spiegelt Hovenbitzer in ein Alltagsformat zweier heutiger aufs Blut zerstrittener, rücksichtsloser Familien der Jetztzeit, worin der totale Machmensch, Nabucco, das Familienoberhaupt, in seinem überzogenem Machtanspruch verfällt und letztlich reift.

Zur Ouvertüre zeigt eine Rückblende die frühe Zeit der Großfamilie, welche, Nabucco und Zaccaria sind noch Kinder, die Saat für Streit, Geld- und Machtgier legt. Das Bühnenbild (Roy Spahn) zeigt zum ersten Bild einen großen hohen Versammlungsraum (der Salomonische Tempel) in welchem sich der eine Teil der Großfamilie (die Hebräer) in moderner Kleidung (Kostüme Magali Gerberon) trifft, berät, lebhaft diskutiert. Die Dramatik des Familienkonflikts wird sichtbar, als Zaccaria (Matthias Wippich) Nabuccos gefangene Tochter Fenena (Eva Maria Günschmann) gefesselt, den Kopf von einer Papiertüte verhüllt, hereinführt, die Tüte vom Kopf reißt, ihr ein Schild  „Feind“ umhängt. Mit seiner ersten großen Arie „Sperate, o figli! Iddio Del suo poter diè segno“ („Hofft, dass sich unser Trübsal ende“) setzt Matthias Wippich als Zaccaria dann mit gewaltiger und doch lyrisch timbrierter Stimme eine großartige Vorgabe für den Premierenabend.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco - hier : Zaccaria und Fenena, die Gefangene © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco – hier : Zaccaria und Fenena, die Gefangene © Matthias Stutte

Doch die Inszenierung zeichnet nicht allein Hochmut und Fall Nabuccos in farbenreicher Choreographie. Zur glitzernden „Krönungsfeier“ der Abigaille als neuer Familienlenkerin („Der Thron ist mehr als der verlorene Vater…“) blinken Börsenkurse und vermitteln den  Untergang aller moralischen Werte. Ebenso expressiv choreographiert Hovenbitzer den berühmten Gefangenchor der Oper, eine der ergreifendsten Werke der Musikgeschichte: Bis 10 Meter in den Bühnenhimmel ragen Stockbetten; auf ihnen liegen, sitzen, stehen die Verlierer einer Gesellschaft, Arme, Kranke, Hilflose, sichtbar Leidende. In zarten Piani beginnend (Musikalische Leitung Diego Martin-Etxebarria und die Niederrheinischen Sinfoniker) erklingen Chor und Extrachor mit dem ergreifenden „Va‘, pensiero, sull’ali dorate. Va‘, ti posa sui clivi, sui coll …..“ (Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht, lass’dich nieder in jenen Gefilden). Ergriffenheit und Spannung beim Publikum war ebenso spürbar wie beim Autor dieser Rezension.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco - hier : die Krönungsfeier der Abigaille © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Nabucco – hier : die Krönungsfeier der Abigaille © Matthias Stutte

Johannes Schwärsky als Nabucco, Oberhaupt der zerstrittenen Großfamilie, die tragende Partie der Komposition wie der Inszenierung. Seine Herrschaft bildet auch ein großes Gemälde ab, welches ihn, Nabucco, stolz auf einem Hengst zeigt. In langem braunem Ledermantel mit Pelzkragen entwickelt Schwärsky mit bleibend kraftvollen, schwerem Bassbariton die große Partie des Nabucco; auch darstellerisch stets präsent: Die Wandel vom aggressiven Machtmensch zum verwirrten menschlichen Wrack und letztlich zum verzeihenden, geläuterten Wesen. Doch auch die weiteren großen Partien der Premiere sind ansprechend besetzt: Kairschan Scholdybajew mit hellem Tenor als Ismaele und Lydia Easley mit dramatischem Sopran als Abigaille und Eva Maria Günschmann mit eher lyrischem Timbre als Fenena runden der Produktion mit wohlklingendem und farbenreichem Ausdruck ab.

Hovenbitzers moderne Interpretation zu Verdis Nabucco„All wars start at home“ – in ihren vielen choreographischen Facetten die Jetztzeit realistisch abbildend, besitzt großen Charme, ergriff das Publikum. Nostalgische Wehmut, Wünsche nach einer klassischen Interpretation war nicht zu hören. Diego Martin-Etxebarria, die Niederrheinischen Sinfoniker, Johannes Schwärsky als Nabucco und Matthias Wippich als Zaccaria und das starke Ensemble wurden vom Publikum lebhaft gefeiert. Kritische Befragungen des Publikums zur Inszenierung durch den Autor führten zu einem eindeutigen Ergebnis: Einhellige, begeisterte Zustimmung.

Nabucco im Theater  Mönchengladbach: 30.6.; 11.7.; 15.7.; 28.9.2018 und mehr

—| IOCO Kritik Theater Krefeld Mönchengladbach |—

Dortmund, Theater Dortmund, NABUCCO von Giuseppe Verdi, 10.03.2018

Februar 21, 2018 by  
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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 NABUCCO von Giuseppe Verdi
Premiere am Samstag, 10. März 2018

Jens-Daniel Herzogs letzte Premiere als Intendant der Oper Dortmund: Giuseppe Verdis NABUCCO kommt am Samstag, 10. März 2018, um 19.30 Uhr auf die Bühne. Unter der musikalischen Leitung des stellvertretenden Generalmusikdirektor Motonori Kobayashi werden Sangmin Lee als Nabucco, Gabrielle Mouhlen als Abigaille, Almerija Delic als Fenena sowie Thomas Paul als Ismaele und Karl-Heinz Lehner als Zaccaria zu sehen sein.

Theater Dortmund / Jens-Daniel Herzog © Philip Lethen

Theater Dortmund / Jens-Daniel Herzog © Philip Lethen

Israel gegen Babylon, der Gott Jahwe gegen den Götzen Baal, der babylonische König Nabucco gegen den jüdischen Hohepriester. Und inmitten dieser entfesselten Feindschaften ein Dreieck von Liebenden. Fenena und Abigaille, die Töchter Nabuccos, lieben den Israeliten Ismaele. Als er seine Gunst der zarten Fenena schenkt – die im Gegensatz zu Abigaille eine leibliche Tochter des Königs ist –, verwandelt sich ihre Schwester in eine Bestie und wendet sich gegen alle, in denen sie ihre Feinde erkennt: Fenena, Ismaele, ihren Vater und ganz Israel. Um ihre Rachegelüste zu befriedigen, ist sie sogar bereit, ein ganzes Volk auszulöschen. Doch eine höhere Macht fällt ihr in den Arm.

Nabucco war 1842 Verdis erster echter Erfolg. Er traf die Italiener mitten ins Herz, die sich nach der Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft Österreichs und des Vatikans sehnten. Das berühmte Va, pensiero des Gefangenenchores ist bis heute die inoffizielle italienische Nationalhymne. Aber es war nicht nur der politische Kontext, der das Stück zum Klassiker machte. Verdi hat eine atemlose Handlung vertont, ein apokalyptisches Amalgam aus sich überstürzenden Ereignissen, unüberlegten Entscheidungen, wahnsinnigen Politikern, Fake News, religiösem Fanatismus und welterschütternden Liebesgefühlen. Eine Oper, die nie zur Ruhe kommt, eine Geschichte von Menschen, die nur Alles oder Nichts kennen und die mit alttestamentarischer Wucht triumphieren oder untergehen müssen.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

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