Mannheim, Musikalische Akademie, SAISON 2026/27, IOCO
248. Saison der Musikalischen Akademie Mannheim: Beethoven-Jubiläum, Mahler, Dvořák und erstmals Carmina Burana. Mit Weltstars, starkem Publikumszuspruch und wachsender Strahlkraft setzt Mannheim erneut ein kraftvolles Zeichen für die Zukunft sinfonischer Kultur.
„Die Akademie gehört zu Mannheim und Mannheim zur Akademie“, erklärte der 1. Vorsitzende der Musikalischen Akademie und Solocellist des Nationaltheater Orchesters Fritjof von Gagern beim diesjährigen Pressegespräch zur 248. Saisonvorstellung 2026/27, zusammen mit GMD Roberto Rizzi Brignoli und Eva Röthke, Geschäftsführerin der MAM und Harfenistin des NTO.
Roberto Rizzi Brignoli formulierte zu Beginn einige wichtige Gedanken zur krisenhaften kulturellen Lage, verwies auf die existenzielle Rolle der Musik in herausfordernden Zeiten, ihren Einfluss auf moralische und intellektuelle Entwicklungsprozesse, die Fähigkeit, Menschen zu sensibilisieren und über alle Grenzen hinweg zusammenzuführen, und betonte die identitäts- und demokratiefördernden Eigenschaften der Musik. Im Besonderen hob Rizzi Brignoli die Tradition der Mannheimer Musikalischen Akademie hervor, die seit über 240 Jahren als Veranstalter dieser einzigartigen Konzertreihe heraussticht, und bedankte sich beim Orchester, das international zu den Spitzenorchestern zählt und dessen Qualität es um jeden Preis zu erhalten gilt. Außerdem betonte Rizzi Brignoli die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Orchester und sämtlichen Mitarbeitern, die gute Atmosphäre, und dankte insbesondere dem Publikum für zahlreiche ausverkaufte Vorstellungen und die großartige Unterstützung.
Fritjof von Gagern erläuterte die einzelnen Konzerte und programmatischen Schwerpunkte der kommenden Saison, die wieder mit international renommierten Klassikstars aufwartet und hochkarätige Aufführungen garantiert.
In der 248. Saison präsentiert die Musikalische Akademie Mannheim erneut acht Doppelkonzerte im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens. Im Mittelpunkt stehen Kompositionen von Beethoven anlässlich seines 200. Todestages sowie Werke von Mahler, Tschaikowsky, Dvořák, Prokofjew und Orff, die jeweils unterschiedliche Perspektiven auf sinfonische Klangwelten eröffnen. Das Beethoven-Jubiläum wird von einer ganz besonderen Künstlerin veredelt: der 23-jährigen Gewinnerin des renommierten ARD-Wettbewerbs 2025, Liya Wang, wird mit dem vierten Klavierkonzert von Beethoven zu erleben sein – eine Pianistin, deren poetische Qualitäten neben einer fulminanten Klanggestaltung besonders begeistern.
GMD Rizzi Brignoli, international renommierte Dirigentinnen, Dirigenten sowie Solistinnen und Solisten gestalten die Konzerte gemeinsam mit dem Nationaltheater-Orchester Mannheim.

1. Akademiekonzert 05./06. Oktober 2026
Ein Auftakt nach Maß: Jubilar Beethoven und die Fortsetzung des Mannheimer Strauss-Zyklus mit Starsopranistin Hannah-Elisabeth Müller, endlich zu Gast in ihrer alten Heimat Mannheim. Dieses Gipfeltreffen ist selbstverständlich Chefsache: GMD Roberto Rizzi Brignoli steht am Pult des Mannheimer Nationaltheater-Orchesters. Feierlich und voller Energie.
2. Akademiekonzert 16./17. November 2026
Mit seiner neunten Sinfonie wird Gustav Mahler Wegbereiter für die Musik des 20. Jahrhunderts. Mit progressiver Technik und emotionaler Intensität beleuchtet er eindringlich das Thema Abschied - ein Vermächtnis.
3. Akademiekonzert 14./15. Dezember 2026
Zur Weihnachtszeit lädt ein märchenhaftes Programm zum Träumen ein: Russische Melancholie und mächtige Klangschönheit charakterisieren sowohl Glières Harfenkonzert als auch Tschaikowskys 5. Sinfonie
4. Akademiekonzert 18./19. Januar 2027
Amerikanische Nationalmusik, wie wir sie uns heute mehr denn je wünschen: Dvořák gelingt mit seiner Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ eine atemberaubende Klangschöpfung voller Frieden. Als besonderer Gast widmet sich „Cellopoet“ Steven Isserlis Haydns zweitem Cellokonzert. Ein Abend, um die Seele baumeln zu lassen.
5. Akademiekonzert 15./16. Februar 2027
Legendär, brillant und einprägsam – mit der fünften Sinfonie schlägt Beethoven neue Wege ein. Zusammen mit dem poetischen vierten Klavierkonzert markiert dies den Höhepunkt des Jubiläumsjahrs: Beethoven pur!
6. Akademiekonzert 12./13. April 2027
Mit der fünften Sinfonie gelingt Prokofjew ein klanggewaltiges Monument. Im Kontrast dazu steht Mozarts Flötenkonzert, dessen Entstehung auf besondere Weise mit der Geschichte der Musikalischen Akademie verknüpft ist. Es spielt Charlotte Kuffer, Publikumsliebling und Soloflötistin des NTO.
7. Akademiekonzert 31. Mai/1. Juni 2027
Furcht und Freude durchströmen Mendelssohns „Meeresstille und glückliche Fahrt“. Während Schumanns zweite Sinfonie vom Dunkel ins heilsame Licht führt, strahlt Khachaturians mitreißendes Violinkonzert von Beginn an rhythmisch-energetische Kraft aus.
8. Akademiekonzert 28./29. Juni 2027
Mitreißend, episch und doch raffiniert elementar – Carmina Burana ist schon mit vielen Attributen belegt worden. Publikumsmagnet und natürlich Höhepunkt der Saison … Dabei – unglaublich, aber wahr: zum ersten Mal bei den Akademiekonzerten.
Kammerakademie, 10. Juli 2027
Barocke Lebensfreude trifft auf böhmische Melancholie: Mit Jan Dismas Zelenka rückt ein zu Unrecht selten gespielter Zeitgenosse Bachs in den Fokus. In der Mannheimer Schlosskirche begegnet seine Musik Werken von Franz Xaver Richter – gestaltet von Solistinnen und Solisten des Nationaltheater-Orchesters in historisch informierter Aufführungspraxis.
Viel Positives gab es außerdem zu verkünden: Nicht nur die Konzertprogramme der kommenden Saison sind wieder hochkarätig besetzt und von beeindruckender Vielfalt, auch die Bilanz der demnächst endenden Spielzeit präsentiert sich bestens: Fritjof von Gagern verweist nicht ohne Stolz auf 2600 Abonnements, steigende Abo-Zahlen und Einzelticket-Verkäufe, 84 % Auslastung sowie steigende Schüler- und Studentenzahlen.
Der Rückhalt in der Bevölkerung ist groß, aus allen Bereichen der Gesellschaft strömen Besucherinnen und Besucher in die Akademiekonzerte. Besonders hervorzuheben waren die „Blockbuster“ mit dem 3. Konzert unter der Leitung von Georg Metzmacher mit Tschaikowskys Klavierkonzert und Stravinskys Feuervogel sowie das 5. Konzert mit Dvořák, Smetana und der Auftragskomposition von Thorsten Encke.
Gewonnen werden konnte die „Fontana“-Stiftung als neuer Hauptförderer der MAM. Ferner leistet die institutionelle Unterstützung der Stadt Mannheim einen wesentlichen Beitrag.
Damit gelingt es, die inflationsbedingt in allen Bereichen gestiegenen Kosten auszugleichen, und es bringt den Verein in die glückliche Lage, der Verpflichtung (laut Vereinbarung mit dem Nationaltheater und der Stadt Mannheim) nachzukommen und erwirtschaftete Überschüsse am Ende der Spielzeit ans Theater abzuführen. Die MAM dankt beiden Unterstützern und besonders dem treuen Publikum.
Das herausragende Marketing trägt ebenfalls wesentlich zur Ausstrahlung in die Stadtgesellschaft bei: War in der letzten Spielzeit die KI impulsgebend, so setzt man bewusst auf einen poetischen Gegenpol. Im künstlerisch hochwertigen und übersichtlichen Spielzeitmagazin werden Ausschnitte einzelner Musiker-Porträts (fotografiert an unterschiedlichen Plätzen rund um den Rosengarten) den Konzerten zugeordnet.
Das Spielzeitheft enthält interessante Beiträge von Fritjof von Gagern und Professor Dr. med. Wolf-K. Hofmann, Vorsitzender des Kuratoriums der Musikalischen Akademie.
Die Musikalische Akademie Mannheim ist tief in der Stadtgesellschaft verankert, der exzellente Klangkörper erhält wachsenden Rückhalt aus allen Bereichen der Gesellschaft und allen Altersklassen. Mit der herausragenden Unterstützung seines Publikums wird er auch künftigen Generationen das Erleben bedeutender sinfonischer Musik von damals und heute ermöglichen.
Man darf sich darauf freuen!