Münster, Theater Münster, Vor 60 Jahren neu erbaut , IOCO Aktuell, 04.02.2016

Münster, Theater Münster, Vor 60 Jahren neu erbaut , IOCO Aktuell, 04.02.2016
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk
Theater Münster © Rüdiger Wölk

60 Jahre THEATER MÜNSTER4. Februar 1956  –  4. Februar 2016

Am 4. Februar 1956 hob sich erstmals der Vorhang im neu erbauten – auf den Ruinen des Vorgängerbaus errichteten – Stadttheater an der Neubrückenstraße. Der von den Architekten Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau entworfene Bau zählt zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Nachkriegsmoderne in Münster und wird bis heute weltweit als „Donnerschlag in der Theaterarchitektur“ gefeiert.

Theater Münster / Modern seit 1956 © Theater Münster
Theater Münster / Modern seit 1956 © Theater Münster

Ein Rückblick: Zwischen 1895 und 1944 hatte Münsters Bühnenleben überwiegend im Lortzing-Theater stattgefunden. Ebenso wie die „Westfälische Schule für Musik“ war das Theater im ehemaligen Romberger Hof an der Neubrückenstraße und der Voßgasse angesiedelt. Nach der Bombardierung des Theaters am 9./10. Juli 1941 verlagerte das Stadttheater den Spielbetrieb in die weniger zerstörte, benachbarte Stadthalle, in der eine Behelfsbühne eingerichtet wurde.

Fünf Jahre nach Kriegsende, 1950, stimmte der Rat der Stadt Münster dem Wiederaufbau des Theaters nach den Plänen des städtischen Baurats Edmund Scharf zu. Die finanziellen Krisenjahre und der Aufbau von Dom, Schloss und Rathaus verhinderten jedoch über Jahre den Baubeginn. Nicht zuletzt bürgerschaftlichen Engagement und einer regen Spendentätigkeit war es zu danken, dass die Idee eines Neubaus kontinuierlich weiterverfolgt wurde und eine erneute Ausschreibung erfolgte. Zu den 1953 eingereichten Entwürfen zählten neben dem überarbeiteten Plan von Edmund Scharf die Vorschläge von Hans Ostermann und der Architektengruppe Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau. Das Votum des Rats orientierte sich an Urteil der Gutachter, die im Januar 1954 eindeutig die Lösung der vier jungen Architekten favorisiert hatten. Die Idee, dem wiedergewonnen historischen Zustand der Altstadt einen modernen Neubau entgegenzusetzen, diesen aber gleichzeitig durch vielfältige architektonische Bezugspunkte in den urbanen Kontext zu integrieren, hatte sich durchgesetzt.

Grundsteinlegung für den Neubau des Theater Münster erfolgte am 16. Mai 1954; die Bauarbeiten am Großen Haus sollten 20 Monate dauern; die Gesamtkosten betrugen 5,3 Millionen DM. Am 4. Februar 1956 wurde mit der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart in einem über fünfstündigen Festakt das neue Haus in Münster eröffnet und als erster Nachkriegsbau eines Theaters in Deutschland euphorisch gefeiert. PMTHM / 3.2.2016

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14. Februar 2016: Theater Münster Premiere  Frau Luna - Revueperette von Paul Lincke:  Der Mond ist aufgrund seiner Nähe zur Erde der einzige fremde Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde und das – man höre und staune – bereits 1899! So will es zumindest FRAU LUNA, burlesk-phantastische Ausstattungsrevue des Berliner Komponisten Paul Lincke (1866–1946), uraufgeführt im Apollo-Theater.


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