Düsseldorf, Savoy Theater, René Kollo – Abschiedstournee, IOCO Aktuell, März 2018

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Savoy Theater

Savoy Theater /concert team m´nrw - René Kollo © HGM-Press

Savoy Theater /concert team m´nrw – René Kollo © HGM-Press

René Kollo – Abschied von seinem Publikum

Anlässlich des 80. Geburtstags

Rene Kollo präsentierte sich im Savoy-Theater Düsseldorf im Rahmen seiner Abschiedstournee mit heiteren, besinnlichen und unterhaltsamen Begebenheiten aus seinem langen und interessanten Künstlerleben. Erzählungen und musikalische Kostproben wechselten sich dabei harmonisch ab. Nicht nur als Sänger, auch als Komponist und Literat führte er das Publikum durch sein wunderschönes Programm mit Arien aus Opern und Operetten, Volksliedern und Evergreens. Er brachte einen kompletten und umfangreichen Ausschnitt aus seinem Repertoire der ernsten und heiteren Muse. Auch gerade durch diese Vielfältigkeit hat er eine Weltkarriere gemacht.

Gewürzt mit launigen Anekdoten und persönlichen Geschichten seiner glanzvollen künstlerischen Laufbahn, nimmt er Abschied von seinem Publikum und lässt singend und plaudernd sein ereignisreiches Leben passieren. Es war eine interessante Zeitreise durch seine Erinnerungen, in der er ehrlich mit sich selbst und ehrlich mit den schönen und auch weniger schönen Seiten des Opernbetriebes war.

Kollo begann als Schauspieler und Schlagersänger und finanzierte damit sein klassisches Gesangsstudium. Seine Opernsänger-Karriere startete er 1965 am Staatstheater Braunschweig. Danach folgte von 1967 bis 1971 ein Engagement an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, wo er in Opern von Mozart, Verdi, Puccini und Janacek sang. Mit der Partie des Steuermanns aus Der fliegende Holländer debütierte er in Bayreuth und wurde ab diesem Zeitpunkt vom Publikum für die großen Wagnerpartien wie Siegfried, Parsifal und Lohengrin gefeiert. Er gastierte an allen großen und bedeutenden Opernhäusern der Welt. Regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München und bei den Salzburger Festspielen, sowie auch an der Metropolitan Opera New York und an der Covent Garden Opera in London.

Der Titel des Kammersängers wurde ihm von den Opernhäusern Berlin und München verliehen. Geehrt wurde er mit dem „Bayerischen Verdienstorden“ und dem “Bundesverdienstkreuz Erster Klasse am Bande“ Auch verfasste er seine Memoiren und drei unterhaltsame Bücher, in denen er scharf und bissig den modernen Musikbetrieb kritisiert.

An diesem Abend begeisterte Kollo u.a. mit einem Potpourri aus der Kollo-Dynastie, Willi Kollo (Vater) und Walter Kollo (Großvater) und weckte in vielen Besuchern Erinnerungen an Zeiten in denen diese Melodien Gassenhauer waren. Sein musikalisches Programm begann mit dem Operettenlied Ich lad’ mir gerne Gäste ein“ aus Die Fledermaus von Johann Strauß dann folgte ein bekanntes friesisches Lied, auf plattdeutsch gesungen, in Gedenken an seine norddeutsche Mutter „Kum bi de Nacht as tu min leevste büst (eine Friesin im Publikum fühlte sich angesungen und verdrückte heimlich einige Tränchen).

Danach sang er Es war in Schöneberg im Monat Mai aus der Operette Wie einst im Mai von Walter und Willi Kollo, Immer an der Wand lang eine Komposition des Großvaters Walter Kollo, Dein ist mein ganzes Herz aus Land des Lächelns von Franz Lehár, die Arie des Pinkerton aus „Madama Butterfly“ „Addio, fiorito asil“ von Puccini, Winterstürme wichen dem Wonnemond aus „Walküre“, Richard Wagner und Liebste glaub an mich aus der Operette „Schön ist die Welt“ von Franz Lehár.

Er beendete diesen kurzweiligen Abend mit einer Eigenkomposition Willst du das Land meiner Träume sehen Begleitet wurde Kollo von dem ausgezeichneten Pianisten Florian Schäfer, der hin und wieder heiter die Souffleuse ersetzte.

Beim gut gelaunten Publikum hat der sympathische Tenor an diesem Abend wieder einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein gelungener Abschied.   Von  K.K.

—| IOCO Aktuell Savoy Theater Düsseldorf |—

Hagen, Theater Hagen, Musical IN DEN HEIGHTS VON NEW YORK, 27.09.2017

September 20, 2017 by  
Filed under Musical, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

In den Heights von New York

Musical von Lin-Manuel Miranda

Premiere 16.9.2017,  Weitere Vorstellungen: 27.9.; 1.10. (18.00 Uhr), 13.10.; 5.11. (18.00 Uhr), 16.11., 25.11.; 9.12., 29.12.2017; 20.1.; 25.2.2017

Die Eröffnungspremiere im Theater Hagen am 16. September 2017 (19.30 Uhr, Grosses Haus) bildet das außergewöhnliche Musical In den Heights von New York von Lin-Manuel Miranda (Buch von Quiara Alegria Hudes, deutsche Textfassung von Laura Friedrich). Damit findet nicht nur eine Hagener Erstaufführung statt, sondern auch die erste Präsentation dieses mitreißenden Hit-Stückes auf einer großen professionellen Bühne in Deutschland.

Von Manhattan immer weiter in den Norden führt nicht gerade die soziale Leiter hinauf. Hier am Rande der Großstadt, der Gesellschaft, liegen die Heights, genauer die Washington Heights. Fast dörfliche Strukturen bestimmen das Leben in den »Barrios«, den Bezirken von New York, die von Einwanderern aus Lateinamerika geprägt sind. Sie haben ihre Lebensfreude und den Glauben an eine bessere Zukunft aus ihrer Heimat mitgebracht und: ihre Musik! Die heißen Rhythmen Lateinamerikas pulsieren im Blut, Hip-Hop und R´n´B mischen sich dazu. Sie sind die musikalische »nächste Generation« von Merengue und Salsa. So wie die Generation der Protagonisten von In den Heights die nächste Generation der Einwanderer ist, die einst hoffnungsvoll nach New York kamen.

Das Musical aus der Feder des Erfolgsautors Miranda ist ein wahres Kraftwerk an positiver Energie, das die Geschichte erzählt von Usnavi, dem sympathischen Kioskbesitzer, von Nina, die als Studentin den sozialen Aufschwung schaffen soll, von Benny, der sie liebt, aber nicht in die Latino-Welt gehört, und von Vanessa, die ihren Friseursalon in eine bessere Gegend verlegen will.

Dynamisch, lustig und herzerwärmend wirbelt das geballte Leben über die Bühne. Dabei sind die Fragen aktueller denn je: Wie geht die Gesellschaft mit Zuwanderern um, wie die Einwanderer mit ihren Wurzeln? – Sie träumen von ihrer Heimat und am Ende erkennen sie, dass sie bereits zu Hause sind: in den Washington Heights.

Theater Hagen / IN DEN HEIGHTS VON NEW YORK © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / IN DEN HEIGHTS VON NEW YORK © Klaus Lefebvre

Für die Inszenierung kehrt Sascha Wienhausen ans Hagener Theater zurück, der bereits vor zwei Jahren bei dem überaus erfolgreich gelaufenen Musical „Avenue Q“ Regie führte. Mit dabei ist auch wieder die Ausstatterin Ulrike Reinhard, und für die tänzerische Umsetzung dieses temperamentvollen Werkes zeichnet der Choreograph Sêan Stephens verantwortlich, der erstmals in Hagen arbeitet.

Diese Produktion setzt die so fruchtbare Kooperation mit der Hochschule Osnabrück fort, deren Studenten und Absolventen des Studiengangs Musical maßgeblich die Aufführungen von In den Heights gestalten.

Unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel singen, spielen und tanzen: Jonathan Agar, Marilyn Bennett, Tobias Biermann, Sandro Brosi, Lennart Christian, Johan De Bruin, Felix Freund, Diana Guss, Annina Hempel, Marlene Jubelius, Kara Kemeny, Celena Pieper, Torben Rose, Aniello Saggiomo, Carolina Walker, David B. Whitley; Ballett und Chor des Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen. PMThHa

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Linz, Landestheater Linz, Premiere ON THE TOWN von Leonard Bernstein, 04.06.2017

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

ON THE TOWN von LEONARD BERNSTEIN

Buch und Gesangstexte von Betty Comden und Adolph Green
Konzertante Aufführung, Songs in englischer Sprache mit Übertiteln, Dialogpassagen in Deutsch

Premiere 4. Juni 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 26. Juni und 7. Juli 2017 jeweils 19.30 Uhr

Sechzehn Jahre nach der legendären Linzer West Side Story finden der scheidende Generalmusikdirektor Dennis Russell Davies und der Linzer Musicalchef Matthias Davids wieder zusammen und präsentieren in Leonard Bernsteins 99. Geburtsjahr einen weiteren seiner Klassiker konzertant im Musiktheater. In On the Town (1944) erobern drei Matrosen das pulsierende New York City. Mit jeder Nummer zeigt sich, warum Bernstein und Comden & Green (Singin’ in the Rain) zu Recht als Meister ihres Fachs gelten. Die Moderation übernimmt Christoph Wagner-Trenkwitz. Es spielt das Bruckner Orchester Linz.

Landestheater Linz / On The Town - v.l.n.r. Peter Lewys-Preston, Rob Pelzer und Gernot Romic © Christian Herzenberger

Landestheater Linz / On The Town – v.l.n.r. Peter Lewys-Preston, Rob Pelzer und Gernot Romic © Christian Herzenberger

Musikalische Leitung Dennis Russell Davies, Inszenierung Matthias Davids, Chorleitung Georg Leopold, Dramaturgie Magdalena Hoisbauer, Christoph Wagner-Trenkwitz (Moderation)

Peter Lewys Preston (Gabey), Gernot Romic (Chip), Rob Pelzer (Ozzie), Anaïs Lueken (Claire), Ariana Schirasi-Fard (Hildy), Ruth Fuchs (Ivy Smith), Karen Robertson (Madame Dilly), Tomaz Kovacic (Pitkin), Ulf Bunde (Workman I), Christoph Wagner-Trenkwitz (Announcer), Riccardo Greco (Rajah Bimmy), Daniela Dett (Diana Dream / Dolores Dolores), Lynsey Thurgar (Solo Girl), Xiaoke Hu, Rastislav Lalinsky, Justus Seeger (Three New Sailors), Daniela Dett (Lucy Schmeeler), Cheryl Lichter (Kleine alte Dame)

Chor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

Premiere Sonntag, 4. Juni 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 26. Juni und 7. Juli 2017 jeweils 19.30 Uhr. PMLThLi

Frankfurt, Oper Frankfurt, LIEDERABEND mit PIOTR BECZALA, 14.03.2017

März 8, 2017 by  
Filed under Konzert, Oper, Oper Frankfurt, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / Piotr Beczala © Johannes Ifkovits

Oper Frankfurt / Piotr Beczala © Johannes Ifkovits

  PIOTR BECZALA LIEDERABEND
Dienstag, dem 14. März 2017, um 20.00 Uhr im Opernhaus.

Wer Piotr Beczala live erleben will, muss in der Regel nach Salzburg, London oder gar New York aufbrechen, wo der Sänger an der Seite von „Bühnen-Liebhaberinnen“ wie Anna Netrebko, Diana Damrau oder Renée Fleming stetig für Begeisterungsstürme sorgt. Auf städtischen Kinoleinwänden sowie am eigenen Bildschirm lassen sich jedoch einige der musikalisch wie darstellerisch ausdrucksstarken und selbstsicheren Interpretationen des Tenors mitverfolgen, ohne einen vergleichbar weiten Weg anzutreten – etwa seine Auftritte an der Met als Chevalier des Grieux (Manon von Jules Massenet) unter Fabio Luisi oder als Herzog von Mantua (Rigoletto), für dessen Darstellung er 2014 den ECHO Klassik als „Sänger des Jahres“ erhielt. Der Exklusivkünstler des Labels Deutsche Grammophon ergänzte seine überaus vielseitige Diskografie, die u.a. mit einer Grammy-Nominierung und mit Opernraritäten wie Karol Szymanowskis Król Roger, Jacques Offenbachs Die Rheinnixen oder Johann Strauß’ Operette Simplicius aufwartet, in jüngerer Zeit mit den Alben Heart’s Delight – The Songs of Richard Tauber und The French Collection. Nach rund einem Jahrzehnt, das seit Piotr Beczalas berauschender Werther-Darstellung an unserem Haus ins Land gezogen ist, dürfen sich die Frankfurter nun auf die Rückkehr eines Stars im „Liederabend-Format“ freuen, mit der sich Weltreisen einmal mehr erübrigen.

Anlässlich seines Frankfurter Liederabends präsentiert Piotr Beczala, begleitet von keinem Geringeren als Helmut Deutsch am Klavier, Robert Schumanns Dichterliebe op. 48 und Antonin Dvráks Zigeunerlieder op. 55 sowie Lieder von Mieczyslaw Karlowicz und Sergei W. Rachmaninow.


Weitere Liederabende in dieser Saison:
Anna Caterina Antonacci, Sopran 09. Mai 2017, Camilla Nylund, Sopran 06. Juni 2017
Dagmar Manzel, Gesang 27.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

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