Frankfurt, Oper Frankfurt, Liederabend Tanja Ariane Baumgartner, 12.06.2018

Juni 6, 2018  
Veröffentlicht unter Konzert, Oper Frankfurt, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 TANJA ARIANE BAUMGARTNER

 LETZTER LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2017/18

Der achte und letzte Liederabend der Spielzeit 2017/18 wird bestritten von der deutschen Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner, die seit er Spielzeit 2009/10 zum Ensemble der Oper Frankfurt zählt, am

Dienstag, 12. Juni 2018, 20.00 Uhr – Opernhaus

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner © t + t fotografie

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner © t + t fotografie

Schon lange gehört Tanja Ariane Baumgartner zu den Publikums- wie Kritikerlieblingen der fest in Frankfurt engagierten Sängerinnen und Sänger und beweist eine einzigartige Wandelbarkeit, indem ihr der „fliegende Wechsel“ zwischen Partien wie Carmen und Lisa (Die Passagierin), Amastre (Xerxes) und Cassandre (Les Troyens), Emilia (Otello) und Fricka (Das Rheingold / Die Walküre) geradezu spielerisch gelingt. Kein Wunder, dass eine Künstlerin, die dem „Hochleistungssport“ Gesang mit solcher Leichtfüßigkeit, Noblesse, stimmlicher Präsenz und Persönlichkeit begegnet, auch am Theater an der Wien, an der Wiener und Berliner Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Lyric Opera in Chicago sowie beim Edinburgh International Festival, bei den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms in der Royal Albert Hall London gefeiert wird. Zum Glück hat die Mezzosopranistin irgendwann festgestellt, dass „die Geige das falsche Medium“ für sie ist. So ist die Matadorin mit dem klaren und dunklen, nuancenreichen Timbre nach einem kleinen Liederabend im Holzfoyer nun auch endlich als Liedinterpretin auf der großen Bühne zu erleben.
Anlässlich ihres Liederabends präsentiert Tanja Ariane Baumgartner, begleitet von Malcolm Martineau (Klavier) und Philipp Nickel (Viola), Lieder von Johannes Brahms, Hugo Wolf, Gustav Mahler und Richard Strauss.

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner ©Dario Acosta

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner © Dario Acosta

Die Liederabend-Reihe der Oper Frankfurt wird auch in der kommenden Saison 2018/19 fortgesetzt:
Günther Groissböck, Bass 11. September 2018
Hanna-Elisabeth Müller, Sopran 20. November 2018
Luca Salsi, Bariton 18. Dezember 2018
Ludovic Tézier, Bariton 22. Januar 2019
Stéphanie d’Oustrac, Mezzosopran 26. März 2019
Edita Gruberová, Sopran 23. April 2019
Michael Porter, Tenor 07. Mai 2019
Michael Spyres, Tenor 18. Juni 2019

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere NORMA – Vincenzo Bellini, 10.06.2018

Juni 5, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 NORMA – Vincenco Bellini

 Text von Felice Romani, nach der Tragödie Norma ou L’Infanticide (1831) von Alexandre Soumet, In  italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere:  Sonntag, 10. Juni 2018, um 18.00 Uhr

 Vincenzo Bellini in Pere Lachaise © IOCO

Vincenzo Bellini in Pere Lachaise © IOCO

Norma von Vincenzo Bellini (1801-1835) ist das Hauptwerk der sogenannten Belcanto-Ära und gilt als gelungenste Oper des sizilianischen Komponisten. Ganz sicherlich hat daran das geschickt gebaute Libretto von Felice Romani großen Anteil, welches Bellini ermöglichte, gerade bezüglich der Charakterzeichnung der beiden Frauenfiguren Norma und Adalgisa in die Tiefe zu gehen und dadurch den Vorwurf des bloßen Schöngesangs zu entkräften. Nach der eher kühl aufgenommenen Uraufführung am 26. Dezember 1831 an der Mailänder Scala konnte das von Verdi und Wagner gepriesene Werk sehr bald seinen erfolgreichen Weg über die Bühnen der Welt antreten. Nichtsdestotrotz ist der Erfolg der Oper von der Sängerin der Titelpartie abhängig, was Interpretinnen von Maria Malibran über Maria Callas bis hin zu Edita Gruberova eindrucksvoll unter Beweis stellten. An der Oper Frankfurt ist – von zwei konzertanten Produktionen 1976 und 2008 abgesehen – in der Nachkriegszeit keine szenische Präsentation von Bellinis Oper verzeichnet.

 Oper Frankfurt / Elza van den Heever Sopran / Titelpartie; ©Dario Acosta

Oper Frankfurt / Elza van den Heever Sopran / Titelpartie; ©Dario Acosta

Im von Rom besetzten Gallien unterhält die Druidenpriesterin Norma eine geheime Liebesbeziehung zum feindlichen Prokonsul Pollione, dem Vater ihrer beiden Kinder. Als sich der Soldat jedoch in die junge Priesterin Adalgisa verliebt, ist Norma am Boden zerstört. Der Versuch ihrer schuldlosen Rivalin, die beiden Kontrahenten zu versöhnen, misslingt. Norma schwört Rache und ruft ihr Volk zum Kampf gegen die Römer auf. Dem inzwischen gefangengenommenen Pollione droht der Tod. Norma erklärt, dass eine Priesterin ihren Eid gebrochen habe und zusammen mit dem Römer sterben soll. Nach einigem Zögern gibt sie sich selbst als die Frevlerin zu erkennen. Gemeinsam mit Pollione, dessen Liebe zu ihr neu erwacht ist, besteigt sie den Scheiterhaufen.

 Oper Frankfurt / Gaëlle Arquez - Mezzosopran / Adalgisa; © Agentur

Oper Frankfurt / Gaelle Arquez – Mezzosopran / Adalgisa; © Agentur

Antonino Fogliani ist musikalischer Leiter des Festivals Rossini in Wildbad und gab hier 2016/17 sein Hausdebüt mit Puccinis Tosca. Aktuell führt ihn Donizettis Lucia di Lammermoor an die Münchner Staatsoper. Regisseur Christof Loy ist regelmäßiger Gast in Frankfurt, wo er zuletzt Bergs Wozzeck (2015/16) und Scartazzinis Der Sandmann (2016/17) inszenierte. Zu seinen aktuellen Arbeiten gehört u.a. Donizettis Maria Stuarda am Theater an der Wien. Kurzfristig übernahm Loy die Frankfurter Neuproduktion von Bellinis Norma, nachdem die Pläne der Übernahme einer Inszenierung von Sigrid Strøm Reibo im Rahmen der angekündigten Koproduktion mit der Norske Opera Oslo aus künstlerischen Gründen aufgegeben wurden. Elza van den Heever (Norma), Frankfurter Ensemblemitglied von 2009 bis 2014, war kürzlich als Beethovens Leonore in Zürich und als Chrysothemis in Strauss’ Elektra an der New Yorker Met zu erleben. Stefano La Colla (Pollione) gastierte zuletzt u.a. als Calaf in Puccinis Turandot an der Deutschen Oper Berlin und als Cavaradossi in Puccinis Tosca in Rom. Bizets Carmen nimmt momentan einen zentralen Platz im Repertoire von Gaëlle Arquez (Adalgisa) ein. Nach Frankfurt (2016/17) verkörperte sie diese Partie in Bregenz, Madrid und London. Robert Pomakov (Oroveso) gab hier 2016/17 sein Hausdebüt als Gremin in Tschaikowskis Eugen Onegin. Regelmäßig gastiert er an der New Yorker Met und der Opéra National de Paris.

Hingewiesen sei an dieser Stelle noch auf vier Begleitveranstaltungen zum Werk, die rund um die Aufführungsserie auf dem Programm der Oper Frankfurt stehen: die Einführungsveranstaltung Oper extra am 27. Mai 2018 um 11.00 Uhr im Holzfoyer, der Vortrag von Produktionsdramaturg Konrad Kuhn Norma – ein enzyklopädischer Charakter vor der Premiere am 10. Juni 2018 um 16.00 Uhr im Holzfoyer, die Gesprächsrunde Oper im Dialog am 17. Juni 2018 im Anschluss an die Vorstellung im Salon im 3. Rang sowie der Vortrag von Jürgen Kesting Was ist eigentlich Belcanto? am 24. Juni 2018 um 14.00 Uhr im Holzfoyer. Näheres unter www.oper-frankfurt.de.

Premiere: Sonntag, 10. Juni 2018, um 18.00 Uhr, Weitere Vorstellungen: 14., 17., 20., 23., 27. Juni 2018, jeweils um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Die lustige Witwe – Franz Lehár, IOCO Kritik, 30.05.2018

Mai 31, 2018  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper Frankfurt, Operette

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Die lustige Witwe  –  Franz Lehár

    • –  Hollywood – In der Epoche von Erik von Stroheim –

Von  Ljerka Oreskovic Herrmann

Franz Lehár im Stadtpark von Wien © Wien

Franz Lehár im Stadtpark von Wien © Wien

Dass die Operette im Allgemeinen und die Lustige Witwe im Besonderen nicht von der Rezeptionsgeschichte losgelöst werden kann, versteht sich beinahe von selbst, denn Lehárs Meisterwerk von 1905 gehört nicht mehr der „klassischen“ Operette aus dem 19. Jahrhundert an. Aber eben einem Genre, das mit sarkastisch beißendem Witz und Spritzigkeit die Verhältnisse seiner jeweiligen Zeit mit mitreißender – oftmals mit jazzig angehauchter – Musik kräftig auf die Hörner nahm, bis die Nazis damit Schluss machten und der Kunstform eine Biederkeit und einen (vermeintlich erhabenen) Opernguss verpassten, der sie auch nach 1945 darin verharren ließ. Es hatte vor allem mit den jüdischen Komponisten, Textern und Interpreten zu tun, die es in der Operettenkultur zu einsamer Meisterschaft brachten. Lehárs jüdische Librettisten oder Interpreten waren entweder rechtzeitig gegangen oder starben im KZ. Erich von Stroheim, der bereits 1909 Europa verlassen hatte, verfilmte die Witwe 1925 nach eigenen Vorstellungen, indem er größeres Gewicht auf Frivolität und Erotik legte.

Soviel vorneweg, was für die Inszenierung von Claus Guth insofern eine Rolle spielt, weil er einerseits die Operette des 20. Jahrhunderts mit ihren bissigen Texten nicht wirklich als Fundament nimmt, andererseits den biederen Operettenstadl der Nachkriegszeit ebenso vermeidet. Er wählt einen anderen Ansatz, der eher unserer abgeklärten Zeit entspricht. Denn die Liebe und die „Chose mit den Weibern“ ist heute nicht leichter geworden – nur anders. Und er knüpft in gewisser Weise an Stroheim an, in dem er eine Fortsetzung dreht:

Oper Frankfurt / Die lustige Witwe - hier : Marlis Petersen als Hanna; am Boden liegend und Ensemble © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Die lustige Witwe – hier : Marlis Petersen als Hanna; am Boden liegend und Ensemble © Monika Rittershaus

Es ist eine Geschichte in der Geschichte. Wir befinden uns auf einem Filmset, in dem die Lustige Witwe verfilmt wird. Tatsächlich assoziieren das Bühnenbild und die Kostüme von Christian Schmidt die Epoche von Stroheim in Hollywood, in der es vor der Kamera opulent zuging. Das Licht war wie immer bei Olaf Winter in zuverlässigen Händen, leuchtet er doch die großen und kleinen menschlichen Schwächen gut aus. Das Groteske und Komische ergibt sich  weniger aus den Dialogen – wie in den frühen Fassungen mit den berühmten „Witwen“ Mizzi Günther und Fritzi Massary –, sondern in dem Versuch der beiden Protagonisten Leben und Kunst, Traum und Wirklichkeit auseinander zu halten und doch wiederum zusammen zu führen – gepaart mit den verzweifelten Bemühungen eines Regisseurs seinen Film zu drehen. Dieser Mann – Klaus Haderer in einer Doppelrolle als Njegus und Regisseur – ist Antreiber und Verhinderer zugleich. (Hat da Guth sich selbst und seine Arbeit als Regisseur persifliert? Es wäre jedenfalls eine wunderbare Pointe) Immer wieder unterbricht er die Handlung und besonders im ersten Akt ein wenig den musikalischen Fluss, weil eine Szene erneut gedreht werden muss. Die Filmcrew besteht aus einem Scriptgirl (Vanessa Schwab), dem Kameramann (Stefan Biaesch) und Mitarbeitern der Requisite, die ihrerseits für Heiterkeit sorgen. Etwa in der wunderbaren Nummer von Valencienne und Rosillon, der er ihr seine Liebe mit abgezupften Rosenblättern beteuert, ihm neue Rosen von der Requisite gereicht werden oder gar von oben die Blätter herunterrieseln, während die Kamera seine Liebeserklärung festhält. Eine wundervolle Verbeugung vor dem künstlichen Schein einer echten Liebesszene im Film. Letztendlich irgendwie auch vor Elizabeth Reiter als Valencienne, denn diese ist kurzfristig für die erkrankte Kateryna Kasper eingesprungen und rettete somit die Premiere mit einer umwerfenden sängerischen und schauspielerischen Leistung.

Oper Frankfurt / Die lustige Witwe - hier : Marlis Petersen (Hanna), Iurii Samoilov (Danilo) © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Die lustige Witwe – hier : Marlis Petersen (Hanna), Iurii Samoilov (Danilo) © Monika Rittershaus

Schwierig ist der ständige Wechsel vom Leben zum Film für Marlis/Hanna und Iurii/Danilo. Ihre räumliche Nähe – die Garderoben liegen beieinander – evoziert  frühere persönliche Verwicklungen. Hier in ihrem jeweiligen Rückzugsort sind sie Marlis und Iurii, die erst in Kostüm und Maske zu Filmfiguren werden, sobald sich die Bühne dreht und das Filmset erscheint. Marlis/Hanna sitzt am Klavier, schlägt immer wieder einen Ton an, das Metronom gibt unerbittlich Takt und Zeit vor. Eine Zeit, in der von Liebeschwüren, Enttäuschungen, Verheißungen, echten und vermeintlichen Ehebrüchen das ganze Arsenal an Gefühlen wie ein Feuerwerk abgefackelt wird. Eine „lustige“ Zeit mit viel Komik und auch Slapstick, die im finalen Duett „Lippen schweigen“ von Hanna und Danilo ihren Höhepunkt und Happy End erlebt und zugleich verklingt, denn nach Drehende sitzt Marlis, die „Sängerin“, wieder allein in der Garderobe. Der Klavierdeckel ist zu und alles zu Ende, was bleibt ist Melancholie und ein offener Ausgang.

Da Operette vom Schein lebt, ist Guths Idee mit dem Filmset zwar nicht zwingend, doch durchaus naheliegend. Auch Hollywood war eine Traumfabrik, in der das schöne Abbild gepflegt wurde – hinter den Kulissen geht es anders zu. Auch diesen Aspekt zeigt der Regisseur: Wenn Marlis die „Hanna“ mit einem Repetitor kurz vor Drehbeginn übt. Und dieser Mann – herrlich Mariusz Klubczuk – der einzige mit wahren Gefühlen ist. Er verehrt die „Sängerin“ aufrichtig, kann aber seine Empfindungen nicht an „die Frau“ bringen – seine Rosen wird er ihr in mehreren Anläufen und immer üppiger werdendem Strauß nicht überreichen können. Überhaupt sind es die vielen „kleinen“ sehr gut inszenierten Momente, die als retardierendes Element wirken und überzeugen. Getragen wird der Abend von der hervorragenden Dirigentin Joana Mallwitz, die einen klaren und transparenten Klang pflegt und der Wirkung auf der Bühne die notwendige musikalische Entfaltung gibt. Keine süße Operettenseligkeit, dafür grandios gespielte Musik mit einem sehr gut aufgelegten Frankfurter Opern- und Museumsorchester – was ebenso für den spielfreudigen Chor unter der Leitung von Tilman Michael gilt.

Oper Frankfurt / Die lustige Witwe -hier : vl Marlis Petersen (Hanna), Kateryna Kasper (Valencienne) und Martin Mitterrutzner (Camille) © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Die lustige Witwe -hier : vl Marlis Petersen (Hanna), Kateryna Kasper (Valencienne) und Martin Mitterrutzner (Camille) © Monika Rittershaus

Marlis Petersen gibt eine feine und distinguierte Witwe, die nie aus der „Rolle“ fällt, denn ihre „Marlis“ – also sie sich selbst spielend – ist ebenfalls eine Kunstfigur und mit der Dopplung ihrer Person einen feinen Sinn für Humor beweist. Iurii Samoilov in der Doppelrolle als er selbst und Danilo ist etwas ungestümer; sein Danilo ist ein beherzter und selbstgewisser junger Mann, während der „Iurii“ in der Garderobe auch unsicher wirken kann. Barnaby Rea ist ein slapstickartiger Baron Mirko Zeta, der die Lacher auf seiner Seite hat. Martin Mitterrutzner ist der ewig bemühte und verliebte Camille de Rosillon, dessen wunderbare Rosenliebeserklärung bereits Erwähnung fand.

Weitere Mitwirkende sind: Theo Lebow als Vicomte de Cascada, Michael Porter als Raoul de St. Brioche, Gordon Bintner als Bogdanowitsch, Dietrich Volle als Kromow, Maria Pantiukhova als Olga, Franz Mayer als Pritschitsch, Margit Neubauer als Praskowia und last but not least Julia Dawson als Sylviane, die die Partie von Elizabeth Reiter kurzfristig übernehmen musste und ebenfalls meisterlich bewältigte – wie im übrigen alle Mitwirkenden einfach umwerfend singen, spielen und tanzen. Für die spritzig-überbordende Choreographie war Ramses Sigl verantwortlich. Die auf der Bühne spielende Tamburizzakapelle wird von Elena Kisseljov und Varlerij Kisseljow angeführt, die auf der Domra (russisches Zupfinstrument) dem Tremolieren oder Zittern der Tamburizza sehr nahe kommen; komplettiert wird sie von Karin Scholz (Gitarre) und Kutay Elmali (Bass). Großer, langanhaltender und beschwingter Applaus.

Die lustige Witwe an der Oper Frankfurt: Weitere Vorstellungen 3.6.; 13.6.; 16.6.; 22.6.; 25.6.2018

—| IOCO Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, SOPRANISTIN NICOLE CABELL – Liederabend, 8.5.2018

Mai 4, 2018  
Veröffentlicht unter Konzert, Oper Frankfurt, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Sopranistin  NICOLE CABELL

Siebter Liederabend der Spielzeit 2017/18  –  US Sopranistin Nicole Cabell
Dienstag. 8. Mai 2018,  20.00 Uhr

Oper Frankfurt / Liederabend - Nicole Cabell © Erika Dufour

Oper Frankfurt / Liederabend – Nicole Cabell © Erika Dufour

Gold und Samt und Seide – purer Luxus liegt in der Stimme von Nicole Cabell: so nobel im Timbre, so ungemein reich an Farben, so makellos in der Phrasierung, so glamourös und glaubhaft in der Erscheinung; das überzeugte nicht nur die hochkarätige Jury in Cardiff, die ihr 2005 den Titel BBC Cardiff Singer of the World verlieh. Seitdem hat die gebürtige Kalifornierin eine umwerfende Karriere hingelegt, die sie zur absoluten Königsklasse der lyrischen Sopranistinnen zählen lässt. Partien wie Mozarts Gräfin, Donna Elvira und Pamina, Puccinis Mimì und Musetta, Verdis Violetta Valéry, Donizettis Adina, Bizets Leïla sowie Bellinis und Gounods Julia zählen u.a. zu ihrem Repertoire. Überwiegend ist Nicole Cabell auf dem nordamerikanischen Kontinent an Häusern wie der Metropolitan Opera in New York, der Chicago Lyric Opera oder der San Francisco Opera zu erleben, aber auch in Europa gab sie aufsehenerregende Debüts: Händels Alcina am Grand Théâtre de Genève, Mimì an der Pariser Opéra National, zuvor Prinzessin Eudoxie (La Juive) am Royal Opera House Covent Garden in London – wo sie auch Violetta sang –, Bizets Micaëla (Carmen) und Donna Elvira (Don Giovanni) an der Deutschen Oper Berlin. In Australien debütierte sie in der weiblichen Hauptpartie von Gershwins Porgy and Bess mit dem Sydney Symphony Orchestra.

Anlässlich ihres Liederabends präsentiert Nicole Cabell, begleitet von Simon Lepper am Klavier, Lieder von Fernando Obradors, Maurice Ravel, Benjamin Britten und Ricky Ian Gordon sowie Spirituals

Karten zum Preis von € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.


Achter und letzter Liederabend in dieser Spielzeit: 12. Juni 2018
Tanja Ariane Baumgartner, Mezzosopran

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Liederabend-Reihe der Oper Frankfurt der Saison 2018 / 19 

Günther Groissböck, Bass 11. September 2018
Hanna-Elisabeth Müller, Sopran 20. November 2018
Luca Salsi, Bariton 18. Dezember 2018
Ludovic Tézier, Bariton 22. Januar 2019
Stéphanie d’Oustrac, Mezzosopran 26. März 2019
Edita Gruberová, Sopran 23. April 2019
Michael Porter, Tenor 07. Mai 2019
Michel Spyres, Tenor 18. Juni 2019;

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

 

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