Bayreuth, Bayreuther Festspiele 2018, Der fliegende Holländer – Richard Wagner, IOCO Kritik, 14.09.2018

September 15, 2018 by  
Filed under Bayreuther Festspiele, Hervorheben, Kritiken, Oper

Festspielhaus Bayreuth © Patrik Klein

Festspielhaus Bayreuth © Patrik Klein

Der fliegende Holländer – Richard Wagner

„Wer baut auf Wind, baut auf Satans Erbarmen“

Von Thomas Kunzmann

Nach sechs Jahren: Jan Philipp Glogers Holländer findet „zur ewigen Ruh’“

Die sechste und letzte Vorstellung 2018 findet bei moderaten Außentemperaturen statt, sodass das Publikum keineswegs Glogers Idee, Daland ausgerechnet Ventilatoren produzieren zu lassen (Foto), als Verhöhnung der schwitzenden Besucher empfinden muss. Vielmehr steht zu vermuten, dass Dalands Leidklage „Wer baut auf Wind“ einer euphemistischen Bedeutung zugeführt wurde. Nur vereinzelt wedeln Fächer oder Programmhefte in den Reihen. Letzteren ließ sich entnehmen, dass die Regie den ruhelosen Holländer als unermüdlichen Geschäftsmann deutet. Dem Publikum erspart es Seemannsromantik und den Bühnenbildnern zwei voluminöse Schiffe.

Bayreuther Festspiele 2018 / Der fliegende Holländer - hier : vl Daland, Steuermann, Holländer mit Handy und Ventilatoren_Prospekt © Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018 / Der fliegende Holländer – hier : vl Daland, Steuermann, Holländer mit Handy und Ventilatoren_Prospekt © Enrico Nawrath

Stattdessen: Bühnenraum füllende, matrix-artig pulsierende Digitalanzeigen. Unwillkürlich denkt man an das Schürfen von Bitcoins, jener digitalen Währung, von der jeder hört, die aber scheinbar niemand besitzt. Und die, die sie besitzen, erscheinen unvorstellbar reich. Sie zu generieren ist aufwändig, energieintensiv. Da passt es, dass sich der Holländer alle 7 Jahre nur, angewidert von seinen Lakaien und gelangweilt von käuflicher Liebe, die Zeit nimmt, in der Realität nach einem alternativen Lebenssinn zu suchen. Sicher nicht einfach, erkennt man an ihm wie auch an seiner Mannschaft schon Auflösungserscheinungen, als würde er Stück für Stück ganz in die Datenwelt überwechseln. Diesmal trifft er auf Daland, den rein wirtschaftlich das digitale Zeitalter nahezu weggefegt hat, und dessen Tochter. Dalands Ruderboot inmitten der Datenbahnen. Sowohl einzige nautische Referenz, als auch symbolträchtige Reduktion eines Handelsschiffes. Kaum extremer ließe sich das den äußeren Gewalten Ausgeliefertsein darstellen. Vorsichtig entsteigt der Steuermann der Nussschale ohne Schaden zu nehmen und beweist damit, dass man in dieser neuen Welt nicht zwangsläufig untergehen muss.

Senta ist dann wohl eher der Albtraum eines ehemals erfolgreichen Industriellen. Früher hatte sie sich mit Hausmeister Erik vergnügt, an der Produktion zeigt sie keinerlei Interesse und ihre Zeit verbringt sie lieber kreativ. Statt ein Bildnis des Fremden anzuhimmeln, bastelt sie sich eine eigene Holländer-Skulptur. Und während die Mädels in der Packstation, dauerlächelnd, wie in einer Ariel-Werbung, als wäre es die höchste Form der Selbstverwirklichung, im Takt eines gemeinschaftlich intonierten Spinnerliedchens Ventilatoren zu verschnüren, um sie in alle Welt zu versenden, erwacht Sentas Kunstgebilde zum Leben, von Daland hereingeführt. Sieht diesem zwar nicht ähnlich, aber das ist nicht ungewöhnlich bei moderner Kunst.

Bayreuther Festspiele 2018 / Der fliegende Holländer - hier : Daland:_Senta, mein Kind, sag, bist auch du bereit__ Holländer trifft Senta ©  Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018 / Der fliegende Holländer – hier : Daland:_Senta, mein Kind, sag, bist auch du bereit__  Holländer trifft Senta ©  Enrico Nawrath

Und er steht am rechten Platz, wo eben noch das Kunstwerk thronte. Könnte klappen, meinen wohl beide und es geht auch gut los, auch wenn alte und neue Welt noch nicht harmonieren, der Wille ist da. Bis der weinerliche Hausmeister im Kampf um seine Angehimmelte den letzten Trumpf aus dem Ärmel zieht: die gemeinsamen Erinnerungsfotos. Senta, nicht gerade geübt im Umgang mit ihren Emotionen, steigt mit kindlicher Freude auf die Bilder ein, der Holländer missversteht als Einziger im Saal Sentas infantilen Ausbruch und plant die Abreise (hier findet sich eine deutliche Parallele zu Wagners Werk). Zwar kann die Kunstfigur „Holländer“ sich selbst nicht aus dem Rennen nehmen, aber Senta, seine Schöpferin kann es. Mit ihrer Selbsttötung beendet sie auch das Leiden des Verdammten. Der Steuermann filmt den Showdown mit dem Handy – wohl für Instagram oder Youtube, womöglich ein Hinweis darauf, dass die Medienmacht die nächste neue Welt darstellt.

Axel Kober nimmt die Zeit-ist-Geld-Devise in der Ouvertüre auf, es beginnt hastig, wirkt etwas abgehackt, als wolle er den Regieansatz auch musikalisch umsetzen und pegelt sich aber gegen Ende auf ein Normalmaß ein.

Ricarda Merbeths Senta ist eine überzeugende, impulsiv-kreative, trotzige Spätpubertierende. Ihre schrillen Höhen lassen sich noch mit diesem Regieansatz erklären, die unsaubere Intonation und eingeschränkte Textverständlichkeit allerdings nicht. Die drei „Buh“’s gingen jedoch im allgemeinen Applaus unter.

Peter Rose, gefangen zwischen Unbeholfenheit und Hoffnung, devoter Schleimerei und einstiger Größe, gibt einen darstellerisch abwechslungsreichen Daland mit sonorem Bass. Marys Rolle wirkt in der Inszenierung etwas an den Rand gedrängt; stimmlich ist Christa Mayer las Mary jedoch ein Genuss. Oft hörte man schon den Steuermann zwischen den Mächtigen untergehen, nicht so Rainer Trost, der sich mit klangschönem weichem Tenor als Steuermann neben Daland mühelos behauptet.

Erik (Tomislav Mužek) leidet unter Geldsorgen, fehlendem Selbstbewusstsein, seinem Job, Sentas Zurückweisung. Das Publikum schien ihm am liebsten einen schicken Mantel als Ersatz für den schäbigen Kittel spendieren zu wollen. Nicht nur der herzzerreißenden Rolle wegen, sondern weil er jede seiner Emotionen in die perfekte Klangfarbe zu übersetzen weiß. Ungewöhnlich und beeindruckend der Holländer von John Lundgren. Als Geschäftsmann kann er metallisch hohl, fast entmenschlicht klingen, um dann wiederum im Duett mit Senta in weiche Fülle zu wechseln.

Bayreuther Festspiele 2018 / Der fliegende Holländer - hier : der wunderbare Chor Frabrikarbeiter und Matrosen © Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018 / Der fliegende Holländer – hier : der wunderbare Chor Frabrikarbeiter und Matrosen © Enrico Nawrath

Der uneingeschränkte Glanzpunkt des Abends war unbestritten der fulminante Chor, der die schrullige 50er-Jahre-Romantik ebenso überzeugend leichtfüßig bis kitschig zu verkörpern vermochte, wie den überwältigenden Donner, wenn die Besatzung des Holländer-Schiffs auf Dalands Fabrikarbeiter (Foto) prallt.

Glogers Inszenierung folgt einer nachvollziehbaren Idee und punktet mit augenzwinkernder Kapitalismuskritik. Nicht immer ist die Abfolge schlüssig. Der große Skandal blieb damals wie heute aus, der überwältigende Erfolg allerdings auch. Einige Bilder werden lange im Gedächtnis haften. Dennoch bleibt der Abend hinter den Erwartungen, die man an die mit Abstand wichtigste Wagner-Bühne stellt, ein wenig zurück.

—| IOCO Kritik Bayreuther Festspiele |—

Bayreuth, Bayreuther Festspiele 2018, Die Meistersinger von Nürnberg, IOCO Kritik, 29.08.2018

August 29, 2018 by  
Filed under Bayreuther Festspiele, Hervorheben, Kritiken, Oper

Festspielhaus Bayreuth © Patrik Klein

Festspielhaus Bayreuth © Patrik Klein

Die Meistersinger von Nürnberg

In Haus Wahnfried – Mit Richard Wagner, Hermann Levi, Franz Liszt

von Marcus Haimerl

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

 Barrie Kosky © IOCO

Barrie Kosky © IOCO

Wieviel Autobiografisches steckt in Richard Wagners Meistersinger von Nürnberg? Diese Frage wirft der australische Regisseur Barrie Kosky in seiner Inszenierung für die Bayreuther Festspiele in den Raum. Auch die Stadt Nürnberg wird hier zum zentralen Thema: von der von Wagner idealisierten mittelalterlichen Stadt über die Stadt der               Reichsparteitage und der 1935 ausgerufenen Rassengesetze bis hin zu den Nürnberger Prozessen.

Der erste Aufzug zeigt den unglaublich detailgetreu nachgebildeten großen Saal des Haus Wahnfried (Bühne: Rebecca Ringst), eine Einblendung verrät, dass es sich um den 13. August 1875 handelt und Kapellmeister Hermann Levi erwartet wird. Auch Franz Liszt ist auf dem Weg. Dem Klavierspiel Wagners entsteigen, einer Inspiration gleich, kleine Doppelgänger Wagners, schließlich auch David und Stolzing, welche ebenfalls große Ähnlichkeit mit dem Komponisten aufweisen. Schon bald wird jedoch klar, welche Richtung die Inszenierung nehmen wird. Während des Chorals („Da zu Dir der Heiland kam“) feiern alle Beteiligten einen improvisierten Gottesdienst, deren Rituale Hermann Levi nicht folgen kann. Wagner und Liszt weisen Levi an, dennoch wird dieser als Außenseiter vorgeführt, er soll es auch bis zum Finale bleiben.

Bayreuther Festspiele 2018 /  Die Meistersinger von Nürnberg - hier : Richard Wagner und Cosima in Haus Wahnfried © Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018 / Die Meistersinger von Nürnberg – hier : Richard Wagner und Cosima in Haus Wahnfried © Enrico Nawrath

Die beiden dominierenden Bilder, Richard Wagners Porträt von Cäsar Willich und Cosimas (eigentlich erst vier Jahre später entstandenen) Porträts Franz von Lenbachs. Diese dienen später als Gemerk und an der Rückseite wird Beckmesser seine Kreidestriche anbringen. Denn Wagner teilt den Anwesenden ihre Rollen zu: Richard Wagner ist Hans Sachs (und eigentlich sowohl Stolzing als auch David), Franz Liszt wird Veit Pogner und Cosima zu Eva, Hermann Levi, Sohn eines Landesrabbiners, wird zu Sixtus Beckmesser und eine Dienerin die Magdalene. Auch die Meister entsteigen, in historischen Gewändern, dem Klavier. Doch dieser erste an Slapstick gemahnende Aufzug endet bedrohlich. Die Szene friert ein und Richard Wagner/Hans Sachs entsteigt diesem Bild, welches in den Bühnenhintergrund fährt und den Blick auf den Gerichtssaal der Nürnberger Prozesse freigibt.

In diesem Ambiente finden auch die beiden restlichen Aufzüge statt. Anstelle des Kunstrasens, welcher bei der Neuinszenierung 2017 den zweiten Aufzug beherrschte, findet sich auf der linken Seite der Bühne das aufgestapelte Mobiliar des Haus Wahnfried, so wie 1945 die Besatzer Wahnfried „entrümpelt“ haben. Die Zimmerpflanze inmitten dieses Möbelhaufens wird kurzerhand zum Fliederbusch. Unter dem Porträt Wagners aus dem ersten Aufzug wird Sixtus Beckmesser verprügelt, man setzt ihm einen großen Kopf auf, welches den geschmacklosen antisemitischen Karikaturen des dritten Reichs ähnelt, und lässt ihn als Demütigung vor den Bürgern Nürnbergs tanzen. Dieselbe Fratze entsteigt in Form eines überdimensionalen Ballons dem Zeugenstand am Bühnenrand, welcher gegen Ende des Aufzugs den Kopf neigt, sodass für das Publikum nur noch die Kippa mit Davidstern erkennbar ist.

Bayreuther Festspiele 2018/ Die Meistersinger von Nürnberg © Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018/ Die Meistersinger von Nürnberg © Enrico Nawrath

Der dritte Aufzug findet in dem nunmehr voll eingerichteten Gerichtssaal statt. An einem einzelnen Schreibtisch im Vordergrund sitzt Hans Sachs und sinniert über den deutschen Wahn und beklagt die Massenschlägerei in seinem lieben Nürnberg. In Gestalt Franz von Lenbachs Porträt wird Cosima von David in den Zeugenstand gestellt, ehe sich die Festwiese als ein von historisch gewandeten und Fahnen schwenkenden Bürgern Nürnbergs bevölkerter Gerichtssaal herausstellt. Der Auftritt der einzelnen Meister wird mit Applaus begrüßt, welcher Sixtus Beckmesser jedoch versagt wird. Hans Sachs, wieder in Gestalt von Richard Wagner, steht für seine Ansprache („Verachtet mir die Meister nicht“) im Zeugenstand alleine auf leerer Bühne. Der Chor wird in Form eines Orchesters nochmals hereingefahren, welches von Hans Sachs / Richard Wagner dirigiert wird. Als diese Phantasmagorie verschwindet, bleibt Wagner erneut alleine, dirigierend auf der Bühne zurück und es bleibt dem Volk/Publikum überlassen, über Wagners Antisemitismus zu richten.

Barrie Kosky gelingt stellenweise eine humorvolle Inszenierung (ja, man hört auch Wagnerianer kurz auflachen), an einigen Stellen wiederum bleibt dem Publikum das Lachen im Halse stecken. Die Entscheidung darüber, ob die Regiearbeit von Barrie Kosky Sinn macht, ob sich eine Inszenierung der Meistersinger zwangsweise mit Antisemitismus und Nationalsozialismus auseinandersetzen muss, kann dem Besucher nur selbst überlassen bleiben.

Bayreuther Festspiele 2018/ Die Meistersinger von Nürnberg - hier  : Eva und Hans Sachs © Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018/ Die Meistersinger von Nürnberg – hier : Eva und Hans Sachs © Enrico Nawrath

Philippe Jordans leichte, beinahe spritzige und manchmal fast kammermusikalische Klanggestaltung harmoniert mit der manchmal humorvollen Inszenierung was bereits beim pantomimisch gestalteten Vorspiel zum 1. Akt bewusst wahrgenommen wird und selbst im dritten Akt kommt Jordan ohne großen Pomp aus. Auch der von Eberhard Friedrich einstudierte Chor agierte in gewohnter Weise auf Spitzenniveau.

Mit seinem sehr hellen aber kraftvollen Tenor, klangschön und sehr lyrisch begeistert Klaus Florian Vogt erneut das Publikum als Ritter Walther von Stolzing. Daniel Behle singt mit tenoraler Strahlkraft einen intensiv berührenden, schwärmerischen David und überzeugt auch darstellerisch in allen Facetten. Auf einem ebenso hohen Niveau erlebt man Wiebke Lehmkuhl in der Partie der Magdalene mit jugendlichem Charme. Die Altistin verfügt über eine schöne, klare Höhe und ein angenehmes warmes Timbre in Mittellage und Tiefe. Anstelle der im Vorjahr eher wenig bejubelten Anne Schwanewilms erlebt man in diesem Jahr Emily Magee in der Partie der Eva, die das Publikum leider auch nicht richtig begeistern konnte. Die amerikanische Sopranistin klingt hier leicht gepresst und kann auch nicht mit Textverständlichkeit punkten. Allerdings muss man auch sagen, dass es die Regie der Partie Eva, vor allem im ersten Aufzug als an Migräne leidender Cosima, nicht besonders einfach macht. Günther Groissböck ist mit seinem kräftigen, sonoren Bass eine Luxusbesetzung für die Partie des Veit Pogner.

Bayreuther Festspiele 2018/ Die Meistersinger von Nürnberg © Enrico Nawrath

Bayreuther Festspiele 2018/ Die Meistersinger von Nürnberg © Enrico Nawrath

Johannes Martin Kränzle als geschundener Stadtschreiber Sixtus Beckmesser, wird in Koskys Inszenierung zum Sympathieträger, der mit viel Witz und schönem Bariton der Rolle einen ganz besonderen Charakter verleiht. Diese grandiose Leistung, die ihresgleichen sucht, wird lediglich von Michael Volle als Hans Sachs übertroffen. Mit unglaublicher Souveränität, kraftvoll, nuanciert braucht Volle den Vergleich mit namhaften Vorgängern nicht zu scheuen. An seiner Leistung wird man wohl künftige Interpreten dieser Partie messen müssen.

Aber auch die Meister, Tansel Akzeybek (Kunz Vogelsang), Armin Kolarczyk (Konrad Nachtigall), Daniel Schmutzhard (Fritz Kothner), Paul Kaufmann (Balthasar Zorn), Christopher Kaplan (Ulrich Eisslinger), Stefan Heibach (Augustin Moser), Raimund Nolte (Hermann Ortel), Andreas Hörl (Hans Schwarz) und Timo Riihonen (Hans Foltz) sorgten für einen außergewöhlichen musikalischen Abend, welcher vom Publikum mit Ovationen bedacht wurde. Dieser Abend wird vom musikalischen Standpunkt aus (vielleicht auch aus szenscher Sicht), noch lange im Gedächtnis der Festspielbesucher bleiben.

—| IOCO Kritik Bayreuther Festspiele |—

Hannover, Staatsoper Hannover, Festkonzert mit CATHERINE FOSTER, 01.09.2018

August 23, 2018 by  
Filed under Pressemeldung, StaatsOper Hannover

Staastoper Hannover.jpg

Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

CATHERINE FOSTER ZU GAST AN DER STAATSOPER

Für das Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover am 1. September 2018 konnte Sopranistin Catherine Foster als Stargast gewonnen werden. Das Konzert bewegt sich in einem Streifzug durch die neue Opern-Spielzeit 2018/19.

Auch in diesem Jahr eröffnet wieder das Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover die Opernsaison. Für die 14. Ausgabe am 1. September 2018 um 19.30 Uhr konnte Catherine Foster als Stargast verpflichtet werden. Foster ist eine der gefragtesten Sopranistinnen im dramatischen Fach und feierte in Partien von Richard Wagner, Richard Strauss und Giacomo Puccini weltweit große Erfolge. Unter der Musikalischen Leitung von Will Humburg ist sie an diesem Abend mit der Turandot-Arie „In questa reggia“ und Ausschnitten aus Tristan und Isolde zu erleben.

Das Publikum kann sich zudem auf Mitglieder des Staatsopern-Ensembles, das Niedersächsische Staatsorchester Hannover und die Kapellmeister Valtteri Rauhalammi, Mark Rohde und Cameron Burns freuen. Gemeinsam bieten sie einen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit und lassen Kostproben aus Franz Schrekers „Die Gezeichneten“, Benjamin Brittens „Ein Sommernachtstraum“, Jacques Offenbachs „König Karotte“ sowie Hector Berlioz‘ „Fausts Verdammnis“ erklingen. Durch den Abend führt Chefdramaturg Klaus Angermann.

Mit dem Erwerb der Opernkarte unterstützen die Konzertbesucherinnen und -besucher die Arbeit der Stiftung Staatsoper Hannover. Diese ermöglicht besondere Opernereignisse in Hannover und stärkt den hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft der Oper durch die Förderung eines engagierten Jugendprogramms.

Am darauffolgenden Tag, 2. September 2018 um 18.30 Uhr, ist ein beinah identisches Programm beim Eröffnungskonzert im Opernhaus zu erleben. Die Partien der Isolde übernimmt dann allerdings Kelly God, die auch in der Hannoveraner Neuinszenierung von Tristan und Isolde in der Titelpartie debütieren wird. Für das Eröffnungskonzert gibt es nur noch wenige Restkarten.

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Bonn, Beethovenfest Bonn, Beethovenfest, 31.8.-02.09.2018

August 22, 2018 by  
Filed under Beethofenfest Bonn, Konzert, Pressemeldung

Beethovenfest

Ludwigs Lounge zum großen Eröffnungsfest des Beethovenfestes 2018!

Vom 31. August bis 2. September steht die Bonner Innenstadt ganz im Zeichen des Beethovenfestes. An allen drei Abenden öffnet die Ludwigs Lounge mit attraktivem Catering-Angebot und bestem Blick auf die Bühne ihre Tore.

Ludwigs Lounge für optimalen Musikgenuss

Am Eröffnungswochenende bieten wir Ihnen an allen drei Abenden ein besonderes kulinarisches Angebot: Im wettergeschützten Pavillon mit bestem Blick auf die große LED-Wand genießen Sie mit Familie und Freunden die Übertragung der Live-Konzerte aus dem World Conference Center Bonn sowie die legendäre Berliner Einspielung der neunten Symphonie Beethovens mit Leonard Bernstein aus dem Jahre 1989.

Unser langjähriger Catering-Partner, die DACAPO Service GmbH, und das Beethovenfest Bonn laden Sie herzlich zu einem exklusiven Konzertgenuss in Ludwigs Lounge ein – mit Menü, Nachspeisenbüffet, einem exzellenten Service und allen Getränken inklusive zu einem Preis von € 89 Euro pro Person.

Ludwigs Lounge öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Übertragung eines Konzerts. Buchung online oder in allen VVK-Stellen.


Programm


Freitag, 31. August 2018, ab 19.00h (Konzertbeginn: 20.00h)

Live-Übertragung des Eröffnungskonzerts mit dem Orchestre Philharmonique de

Radio France

Zum Auftakt am Freitagabend die Live-Übertragung unseres Eröffnungskonzertes aus dem World Conference Center Bonn: Gäste sehen das Orchestre Philharmonique de Radio France und dem französischen Pianisten Bertrand Chamayou unter der Leitung des jungen finnischen Dirigenten Mikko Franck. Mit Verve bahnt sich Mikko Franck seinen Weg in die Schicksalswelten des aktuellen Festivals: Maurice Ravels »Le tombeau de Couperin«, Camille Saint-Saëns »Ägyptisches Konzert« und Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 5.

Der Eintritt zum Public Viewing ist kostenlos.


Samstag, 1. September 2018, ab 12.00h

»Bühne frei für Beethoven!«
Am 1. September musizieren über 1000 Jugendliche in der Bonner Innenstadt.

Junge Bonner Ensembles, Orchester und Solisten erobern die Stadt! Beim großen Eröffnungsfest des Beethovenfestes – dieses Jahr am 1. September – können Schulen, Musikschulen und Vereine aus Bonn und Umgebung auf insgesamt sieben Open-Air Bühnen in der gesamten Innenstadt und den Stadtteilen – Marktplatz, Friedensplatz, Bonngasse/Beethoven-Haus, Remigiusplatz, Namen-Jesu-Kirche und Kaiserpassage sowie in Bonn-Beuel – zeigen, was Bonn musikalisch zu bieten hat.

Mit Spiel.Platz:Instrument wird die Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn weiter geführt: Auf dem Remigiusplatz mischen sich Instrumentalisten des Beethoven Orchester mit Musik- und Bastelaktionen unter die jungen Bühnenakteure bei Bühne frei

Moderiert wird das Programm von Jugendlichen, die sich in einem eigenen Workshop darauf vorbereitet haben.

Das vollständige Programm ist kurz vor Festivalbeginn unter https://www.beethovenfest.de/de/programm/alle-veranstaltungen/gesamtprogramm/buehne-frei-fuer-beethoven_2/ einzusehen.

Der Eintritt zu Bühne frei für Beethoven ist kostenlos.


Samstag, 1. September 2018, ab 18.30h (Beginn ca. 19.30h)

»Die Neunte« – Leonard Bernstein zum 100. Geburtstag

Am Samstagabend ist eine Einspielung von Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 als Aufzeichnung aus dem Konzerthaus Berlin, 1989 unter der Leitung von Leonard Bernstein auf dem Bonner Marktplatz auf Großleinwand zu erleben.

Der Eintritt ist kostenlos.


Sonntag, 2. September 2018

Bühnenprogramm und Live Acts beim Public Viewing

Der Sonntagnachmittag wartet ab 14.30h mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm auf – Interviews, Filme und Live-Acts. Dabei wird u. a. ein Film über das Orchester Rheinton gezeigt. Zudem nimmt Festivalintendantin Nike Wagner Bezug auf das diesjährige Motto »Schicksal«. Auch die Schülermanager des Beethovenfestes Bonn wirken mit: Sie geben Einblick in Ihre umfangreichen Vorbereitungen für das Konzert am 15.9. im Telekom Forum. Zudem wird der österreichische Klang- und Objektkünstler Georg Nussbaumer und seine Installation »Zukunftsschrei(b)maschine« vorgestellt. Außerdem wird auch der von Deutscher Welle und Beethovenfest gemeinsam initiierte Orchestercampus thematisiert: Mit dem jungen indischen Bansuri-Spieler Rakesh Chaurasia hat der Schlagwerker und musikalische Grenzgänger Bernhard Schimpelsberger KISMET, ein Werk für Orchester, Percussion und Bansuri, komponiert, das das Bundesjugendorchester gemeinsam mit SPLASH – Perkussion NRW und indischen Percussionisten am 20.9. in Bonn uraufführt.

Auf der Bühne sind die Junge Bläserphilharmonie NRW unter der Leitung von Timor O. Chadik und June Cocó mit Musik zwischen Dreampop und Alternative-Anleihen, Latenight-Blues und Electronica. Ab 18 Uhr ist live aus dem World Conference Center Bonn das Orchester Rheinton mit seinem Dirigenten Christoph Spering zugeschaltet.

Durch das Programm des Public Viewings führt die Deutsche Welle Moderatorin Meike Krüger. Die Live-Übertragung wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Post DHL Group, der Sparkasse KölnBonn, Bonner City Parkraum GmbH und der Einzelhändler der Bonner City sowie durch unseren Medienpartner Deutsche Welle.

Der Eintritt zum Public Viewing ist kostenlos.


Sonntag, 2. September 2018, ab 17.00h (Konzertbeginn 18.00h)

Live-Übertragung des Konzertes des Orchesters Rheinton

Am Sonntagabend ist live aus dem World Conference Center Bonn das Orchester Rheinton mit seinem Dirigenten Christoph Spering zugeschaltet. Gemeinsam mit dem Bonner Kammerchor, dem Chorus Musicus Köln und den Solisten Robin Johannsen, Anke Vondung, Corby Welch und Matthias Winckhler würdigt das Orchester Rheinton den 200. Geburtstag der Niederrheinischen Musikfeste: Bartholdys Orchesterpsalm, Ferdinand Ries‘ Oratorium und Beethovens Symphonie Nr. 7 stehen auf dem Programm.

Der Eintritt zum Public Viewing ist kostenlos

—| Pressemeldung Beethovenfest Bonn |—

Nächste Seite »