Moritzburg, Moritzburg Festival, 28. Moritzburg-Festival, IOCO Kritik, 12.08.2020

August 11, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Moritzburg Festival

Das einnehmende Jagd- und Lustschloss Moritzburg bei Dresden © Oliver Killing

Das einnehmende Jagd- und Lustschloss Moritzburg bei Dresden © Oliver Killing

Moritzburg-Festiva

28. Moritzburg-Festival – trotzt Corona

 Beethoven, Debussy, Fauré, Brahms inspirieren mit ihren Interpreten

von Thomas Thielemann

In den 1540-er Jahren ließ der Wettiner Herzog Moritz (1521-1553) nördlich von Dresden auf einer aufgeschütteten Insel im „Schloss-Teich“ ein recht aufwendiges Jagdhaus, die Dianenburg, erbauen. Vermutlich nach Plänen August des Starken (1670 – 1733) erfolgte im 18. Jahrhundert sein Ausbau zum barocken Jagd- und Lustschloss. Heute dient der in Moritzburg umbenannte Bau für Ausstellungen sowie Konzerte und wurde mehrfach als Drehort für Märchenfilme genutzt.

Seit 2006 treffen sich im August jeden Jahres Solisten der internationalen Musikszene sowie herausragende Nachwuchs-Musiker im idyllischen Moritzburg bei Dresden, um gemeinsam an neuen Interpretationen kammermusikalischer Werke zu arbeiten und diese in wechselnden Besetzungen beim Moritzburger Festival einem breiten Publikum zu präsentieren.

Im ansonsten Festival-ausgedünntem Corona-Sommer 2020 konnte der künstlerische Leiter Jan Vogler eine besonders große Auswahl von Musikern für Moritzburg verpflichten. Um den sächsischen Corona-Regelungen für Veranstaltungen zu genügen, fanden die „Schlosskonzerte“   open-Air, auf der Nord-Terrasse am Schloss Moritzburg statt.

Moritzburg Festival 2020 / open air - hier : die Besucher und Solisten © Patrick Böhnhardt

Moritzburg Festival 2020 / open air – hier : die Besucher und Solisten © Patrick Böhnhardt

Zunächst besuchten wir den Aufführungsabend des rumänischen Cellisten Andrei Ionita. Der 1994 geborene Andrei Ionita hatte 2015 den wohl renommiertesten Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau gewonnen. Wir lernten den Ausnahme-Musiker 2016 in Bad Kissingen kennen, als er den von unserem Förderverein des „Kissinger Sommers“ gestifteten Luitpold-Förderpreis entgegen nahm. Seit dieser Zeit haben wir uns mit ihm mehrfach nach Konzerten u.a.in Prag, Weimar, Chemnitz, Leipzig und Dresden getroffen und 2018 seine Intendanz in Residenz der :alpenarte-Konzertreihe (link hier) in Schwarzenberg begleitet.

Gemeinsam mit dem Cellisten interpretierte die französische Pianistin Lise de la Salle Ludwig van Beethovens Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69. Die 1988 in Cherbourg geborene Pianistin gilt als außergewöhnliches Talent und verfügt bereits über intensive Konzerterfahrung.

Die A-Dur-Komposition ist zweifelsfrei die melodischste und monumentalste Cellosonate Beethovens und diente wegen ihrer Geschlossenheit späteren Schöpfern als Vorbild. Entstanden ist sie in der Mitte seiner Schaffensperiode während seiner Arbeiten am Finalsatz der fünften sowie parallel zur sechsten Sinfonie 1807 bis 1808.

Im Konzert spielte Andrei Ionita ein 1671 in der Brescianischen Werkstatt von Giovanni Battista Rogeri gebautes Cello. Rogeri, der zunächst bei Amati gelernt hatte, kombinierte in seinen Instrumenten die besten Elemente der Cremonese- und Brescian-Schulen, was unter anderem auch zum Bau hervorragender Celli führte. Lise de la Salle hingegen spielte auf einem modernen Konzert-Flügel aus der Bayreuther Werkstatt von Steingraeber & Söhne, so dass sich der musikalische Eindruck erheblich von dem der Entstehungszeit der Cellosonate unterschieden haben dürfte. Beethoven, der selbst gern als Klaviervirtuose brillierte, hatte den Klavierpart ohnehin etwas üppig ausgestattet. Wegen der unterschiedlichen Klangkapazität beider Instrumente überwanden die beiden Musiker für mein Empfinden diese Klippen nicht durchgängig. Der Cellist wollte nicht mit sattem, großem Ton dem Flügel Paroli zu bieten. Mit leichter Artikulation, sehr subtil und mit sanft hingehauchten Pianissimo bewies er seine außergewöhnlich Virtuosität, setzte aber auch für intensive Stellen kräftige Akzente.

Die Pianistin Lise de la Salle erwies sich ansonsten als umsichtige Duo-Partnerin und ließ dem Cello Raum, so dass Andrei Ionita sein exzellentes Spiel entfalten konnte.

Moritzburg Festival 2020 / open air- hier: die Besucher und Solisten © Oliver Killig

Moritzburg Festival 2020 / open air- hier: die Besucher und Solisten © Oliver Killig

Den Auftakt des besuchten Schlosskonzerts gab Claude Debussys Petit Suite in der Ursprungsfassung als Klavierkonzert für vier Hände. Debussy (1862-1918) schuf das gleichsam melodische wie rhythmische Stück in märchenhafter Klangwelt mit wechselhaften Stimmungen 1888/1889.

Alessio Bax, 1977 im italienischen Bari geboren, wollte zwar ursprünglich Organist werden, bezauberte aber mit aufschlussreichen Klavier-Interpretationen und seiner Fähigkeit, hinreißende Hörerlebnisse zu schaffen. Die aus Montreal stammende Pianistin Lucille Chung mit koreanische Wurzeln wird für ihre stilvollen, raffinierten Darbietungen, die Kraft, Geschmeidigkeit mit natürlicher Eleganz verbinden, gelobt. Die Künstler sind inzwischen miteinander verheiratet.

Die Eheleute Alessio Bax und Lucille Chung, eines der eindrucksvollsten und attraktivsten Klavierduos unserer Zeit, boten das viersätzige Werk mit ihrer reichhaltigen künstlerischen Leidenschaft sowie ihrer atemberaubenden Virtuosität. Äußerst farbenfroh und mit dringend fließenden Tempi wurde das beliebte Werk geboten.

Mit Gabriel Faurés Klavierquartett Nr. 2 g-Moll op. 45 wurde das Schlosskonzert weitergeführt. Fauré (1845-1924) komponierte das Werk vermutlich zwischen der Mitte des Jahres 1885 und dem Ende von 1886 in einem lyrischen, sehr persönlichen Stil, völlig unabhängig von Modeerscheinungen beziehungsweise Schulen.

Die Musiker, Alessio Bax (Klavier) aus Italien, Bomsori Kim (Violine) aus Korea, Karolina Errera (Viola) aus Rußland und Andrei Ionita (Violoncello) aus Rumänien interpretierten das Quartett klangsensibel austariert mit stilistischen Gespür für die subtilen Reize des Werkes. Dem 41-jährigen Pianisten gelang es, mit seiner doch schon reichen kammermusikalischen Erfahrung die für eine Fauré-Interpretation notwendige Durchsichtigkeit des Spiels vorzugeben. Das war perfekte Stimmführung ohne Dominanz, wie Alessio Bax die jüngeren Streicher insbesondere bei deren Soli durch die Tücken der Partitur führte und ihnen ermöglichte, ihre Virtuosität vorzuführen.

Die Streicher boten dem Publikum ein perfektes Zusammenspiel und, besonders im langsamen Satz, betörend in Szene gesetzte Klangfarben mit markanten Einfällen. Emotionen, Intimität und Eleganz kamen mit einer faszinierenden Leichtigkeit zur Geltung.

Den Abschluss des Schlosskonzertes bildete das Streichsextett G-Dur op. 36 von Johannes Brahms, dargeboten von den Violinisten Kai Vogler und Nathan Meltzer, den Bratschisten Lars Anders Tomter und Ulrich Eichenauer sowie den Cellisten Henri Demarquette und Christian-Pierre La Marca.

Kai Vogler hatte 1993 mit seinem Bruder Jan Vogler und Peter Bruns, damals alle drei in der Staatskapelle verortet, das Moritzburger Festival gegründet. Zunächst war er auch dessen künstlerischer Leiter bis er im Jahre 2001 „den Staffelstab“ an seinen Cellisten-Bruder weiter gab. Im Konzert spielte Kai Vogler sein italienisches Meisterinstrument von 1728.

Der noch junge, hochbegabte Amerikaner Nathan Meltzer brachte die Ames-Stradivari von 1734 mit nach Moritzburg, die vor ihm Roman Totenberg (1911-2012) in unzähligen Konzerten gespielt hatte. Aus Norwegen war der 1959 in Hamar geborene Lars Anders Tomter mit einer Viola aus der Brescianischen Werkstatt von Gasparo da Salò (1540-1609) von 1590 angereist. Sein Bratscher-Partner Ulrich Eichenauer ist uns noch aus seiner Anfängerzeit als Stimmführer seiner Gruppe der Dresdner Philharmoniker in Erinnerung.

Moritzburg Festival 2020 / hier : die Solisten © Oliver Killig

Moritzburg Festival 2020 / hier : die Solisten © Oliver Killig

Mit wunderbar klingenden Violoncelli waren die beiden Musiker aus Frankreich nach Moritzburg gekommen, Foto oben: Henri Demarquette (Jahrgang 1970) mit der Stradivari le Vaslin, von um 1730, und Christian-Pierre La Marca (Jahrgang 1983) mit einem in der Pariser Werkstatt von Jean-Baptiste Vuillaume (1798-1875) 1856 gebautem Instrument.

Johannes Brahms komponierte das G-Dur-Streichsextett in den Jahren 1864 und 1865 unter Verwendung älterer Skizzen. Es wird vermutet, dass er mit dieser Arbeit seine, für ihn nicht sehr rühmliche Beendigung einer Liebesbeziehung zu Agathe von Siebold (1835-1909) aufgearbeitet hat. Die Göttinger Professoren-Tochter und der junge Komponist hatten sich ineinander verliebt und 1858 beinah verlobt. Und während die junge Frau einen Heiratsantrag erwartete, versicherte Brahms ihr zwar seine Liebe, erklärte aber, „Fesseln könne er nicht tragen“. Den damals herrschenden Konventionen folgend, konnte Agathe ihm nur den Laufpass geben. Verwunden hat er die Trennung aber schwer, denn im ersten Satz seines Streichsextetts lässt er noch Jahre später die erste Geige in hoher Lage dreimal A-G-A-H-E klagen und die zweite Geige mit dem Cello mit einem „D“, „T“ ging nicht, seufzend antworten. Auch das wehmütige „Poco Adagio“ könnte in diesem Kontext stehen.

Neben seinem Deutschen Requiem brachte das Opus 36 den Durchbruch Johannes Brahms, und damit die Seltenheit, dass ein Komponist mit seiner Kammermusik Popularität erlangt.

Mir fehlen die Informationen, ob die sechs Streicher das G-Dur-Werk bereits früher zusammen gespielt haben. Mir gefiel aber die beherzt-impulsive, engagierte Herangehensweise bei dem eher konservativen Ansatz der Interpretation. Den sechs Musikern gelang ein sowohl kompakter, als auch nuancenreicher Ensembleklang. Die solistischen Melodien wurden leidenschaftlich und mutig mit individuellem Profil ausgespielt. Spannend auch der klangliche Perspektivwechsel zwischen den Spielern und die Entwicklung, wie sich die sechs jeweils wieder zusammen fanden.

Neben der hohen Virtuosität der sechs Streicher hatte auch die außergewöhnliche Fülle der exzellenten Instrumente ihren Anteil an der, trotz akustischer Einschränkungen durch böigen Wind, beeindruckenden Wirkung der Darbietung.

—| IOCO Kritik Moritzburg Festival |—

Schwarzenberg, Alpenarte, Gründer übernehmen Leitung des Festivals, 08.-11.10.2020

August 7, 2020 by  
Filed under alpenarte, Konzert, Livestream, Personalie, Pressemeldung

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler (links) und Musikmanager Drazen Domjani? Metzler und Domjani? gründeten die :alpenarte 2017 in Schwarzenberg @ Andreas Grabherr

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler (links) und Musikmanager Drazen Domjanic
Metzler und Domjanic gründeten die :alpenarte 2017 in Schwarzenberg @ Andreas Grabherr

alpenarte

Alpenarte  –  Gründer leiten das junge Musikfestival

Öffnung für neue Musikrichtungen – Solisten mit Vorarlberg-Bezug zeigen ihr Können

Die beiden Gründer Drazen Domjanic und Hans Metzler übernehmen wieder gemeinsam die Leitung des jungen Musikfestivals :alpenarte in Schwarzenberg. Nach der Corona-bedingten Absage im März haben die Gründer ihr Konzept adaptiert: Die :alpenarte wird musikalisch vielfältiger. Bei jedem Konzert präsentieren sich internationale Solistinnen und Solisten und mindestens ein junger Künstler, der mit der Region verbunden ist. Im Frühjahr findet die :alpenarte überwiegend digital statt. Das erste Festival mit neuem Konzept geht vom 8. bis 11. Oktober 2020 in Schwarzenberg über die Bühne.

alpenarte / Drazen Domjani? ist der künstlerische Leiter der :alpenarte @ Andreas Grabherr

alpenarte / Drazen Domjanic ist der künstlerische Leiter der :alpenarte @ Andreas Grabherr

Pianist und Musikmanager Drazen Domjanic und Unternehmer Hans Metzler hatten die :alpenarte 2017 in Schwarzenberg gegründet. Das Festival hat sich seither mit außergewöhnlichen, oft sehr persönlichen Auftritten junger Musikerinnen und Musiker einen Namen gemacht. Die sechs Ausgaben wurden jeweils von einem jungen Künstler als „Intendant in Residence“ gestaltet, die künstlerische Gesamtleitung lag seit 2018 beim bekannten Klarinettisten Sebastian Manz.

Nun übernimmt Drazen Domjanic selbst wieder die künstlerische Leitung. Unternehmer Hans Metzler bleibt wie bisher für die wirtschaftlichen Themen verantwortlich. Das bringe kurze Entscheidungswege, organisatorische Vereinfachungen und ein noch klareres Profil, sind die beiden Gründer überzeugt.

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler @ Andreas Grabherr

alpenarte / Unternehmer Hans Metzler @ Andreas Grabherr

:alpenarte – Musikalische Vielfalt

Auch inhaltlich geht die :alpenarte neue Wege. „Der besondere künstlerische Spirit bleibt, der Weg ist neu“, formuliert Metzler. Die :alpenarte wird mehr Musik jenseits des traditionellen Klassik-Repertoires bieten und so neue Publikumsschichten ansprechen. Schon bisher waren musikalische Ausflüge, beispielsweise zum Tango, Teil des Programms. Nun will die :alpenarte ganze Konzerte bewusst anderen Musikrichtungen widmen – bis hin zu Evergreens.

Die vier Konzerte im Oktober werden von einem Ensemble junger Musikerinnen und Musiker bestritten. Ein Teil der Solistinnen und Solisten stammt aus Vorarlberg oder hat eine enge Verbindung in die Region. „Junge, höchst ambitionierte Musikerinnen und Musiker standen schon bisher im Mittelpunkt“, schildert der künstlerische Leiter Drazen Domjanic.Wir bieten nun verstärkt herausragenden Talenten mit Verbindung zu Vorarlberg eine Bühne.“ Darüber hinaus werden auch künftig internationale Musikerinnen und Musiker bei der :alpenarte zu Gast sein.

Der erfahrene Musikmanager Domjanic sieht es als Auszeichnung, dass die renommierte Schubertiade in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Musikerinnen und Musikern engagiert hat, die kurz zuvor bei der :alpenarte oder seinen weiteren Unternehmungen zu hören waren: „Wir haben dem Vorarlberger Publikum viele Neuentdeckungen präsentiert, die nun mit Weltstars auf der Bühne stehen. Diese hohe künstlerische Qualität bleibt auch künftig unser Anspruch.“

Digitales Festival im Frühjahr

Als Reaktion auf die Einschränkungen für Veranstaltungen in der Coronakrise findet die :alpenarte im Frühjahr künftig überwiegend digital statt. Geplant sind unter anderem Aufzeichnungen der Konzerte aus dem Herbst, die durch eigene Formate für die Ausstrahlung im Web ergänzt werden. Die Produktion übernimmt das bewährte Team der :alpenarte. Es wird von Studierenden der Musikvermittlung und des Musikjournalismus unter der Leitung von Carsten Dürer unterstützt.

Domjanic sieht in der Verbreitung über das Internet die Chance, ein internationales Publikum anzusprechen und für das Festival im Bregenzerwald begeistern. „Natürlich ist diese innovative Form der Präsentation ein kleines Wagnis. Doch auch das gehört zu unserer Idee, Klassik anders zu präsentieren.“ Ob neben Live-Festival im Herbst und Online-Festival im Frühjahr weitere Konzerte möglich sind, hängt unter anderem von den dann geltenden Covid-19-Beschränkungen ab.

Wichtiger Schwerpunkt des Festivals bleibt jedenfalls die Musikvermittlung. Für die Schulklassen werden künftig in jedem Jahr eigene Konzerte im Angelika-Kauffmann-Saal stattfinden.

Die :alpenarte findet vom 8. bis 11. Oktober 2020 in Schwarzenberg statt. Das Programm wird in den kommenden Wochen fixiert und Anfang September präsentiert.

—| Pressemeldung alpenarte Schwarzenberg |—

Hohenems, Schubertiade 2020, Alle Veranstaltungen – 15. bis 19.07.2020, IOCO Aktuell

Juli 14, 2020 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Schubertiade, Spielpläne

Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

SCHUBERTIADE HOHENEMS

 Veranstaltungen  15. bis 19. Juli 2020

Vom 15. bis 19. Juli 2020 können nun ein paar Schubertiade-Konzerte in Hohenems stattfinden. Kian Soltani und Aaron Pilsan spielen zwei Mal, am 15. und 16. Juli, damit die Kartenbesitzer zur Erreichung des vorgeschriebenen Mindestabstandes auf zwei Termine aufgeteilt werden konnten. Das Programm der durch die YOUHST Foundation in Liechtenstein finanziell unterstützten Liederabendreihe „Neue Stimmen“ mit jungen Sängerinnen und Sängern, die erstmals bei der Schubertiade mitwirken, wurde erst Ende Februar veröffentlicht und mit dem Ausbruch der Krise der eben begonnene Kartenverkauf gleich wieder gestoppt.

Für diese Liederabende sind deshalb trotz des reduzierten Fassungsraumes noch Karten zum Preis von € 29,- / 22,- / 15,- erhältlich.


Mittwoch, 15. Juli, Donnerstag, 16. Juli – 20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Kian Soltani Violoncello
Aaron Pilsan Klavier

Kian Soltani und Aaron Pilsan spielen zwei Mal, am 15. und 16. Juli, damit die Kartenbesitzer zur Erreichung des vorgeschriebenen Mindestabstandes auf zwei Termine aufgeteilt werden konnten. Auf dem Programm stehen Werke von Igor Strawinski (»Suite Italienne«), Ludwig van Beethoven (Cellosonate D-Dur, op. 102/2), Dmitri Schostakowitsch (Cellosonate d-Moll, op. 40) und Astor Piazzolla (Le Grand Tango).

(Ausverkauft)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 21. Juli 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Freitag, 17. Juli  –  20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Konstantin Krimmel Bariton
Daniel Heide Klavier

Selten kommt es vor, daß die Debüt-CD eines jungen Sängers so glänzend besprochen wird wie jene von Konstantin Krimmel, die im Herbst 2019 im Label Alpha erschienen ist. Der junge deutsch-rumänische Bariton, von der Fachzeitschrift Fono Forum als „begnadeter Erzähler“ und „echte Entdeckung“ gepriesen, wurde 2018/19 bei acht bedeutenden Gesangs- und Liedwett-bewerben ausgezeichnet, arbeitet mit namhaften Orchestern und Ensembles und feiert Erfolge auf internationalen Opernbühnen. Einladungen für Liederabende erhielt er von der Londoner Wigmore Hall bis zum Konzerthaus Berlin.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Donnerstag, 30. Juli 2020, 19:30 Uhr, Ö1


Samstag, 18. Juli  –  16.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Marie Seidler Mezzosopran
Ludwig Mittelhammer Bartion
Andreas Frese Klavier

„Eine Stimme von großer Schönheit, leuchtend und warm“ urteilte die Revista Musical anläßlich von Marie Seidlers umjubeltem Debüt im spanischen Vilabertran. Die Mezzosopranistin hat mit Wettbewerbspreisen und Liederabenden bei der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart und bei Brigitte Fassbaenders „Eppaner Liedsommer“ auf sich aufmerksam gemacht. Ludwig Mittelhammer kann ebenfalls auf bemerkenswerte Erfolge verweisen; u.a. arbeitete er mit Dirigenten wie Daniel Harding und Franz Welser-Möst, sang im Wiener Konzerthaus und im Pierre-Boulez-Saal Berlin und hat eine Lied-CD für Berlin Classics aufgenommen.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 28. Juli 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Samstag, 18. Juli  –  20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Sumi Hwang Sopran
Jóhann Kristinsson Bariton
Ammiel Bushakevitz Klavier
Clara Hofer Klarinette

Bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sang sie vor 300 Millionen Fernsehzuschauern die Olympische Hymne. Daß Sumi Hwang nicht nur auf der großen Bühne, sondern auch als Liedinterpretin reüssieren kann, stellte sie auf ihrem Debüt-Album für Deutsche Grammophon (produziert 2019 im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems) unter Beweis. Ihr zur Seite steht der isländische Bariton Jóhann Kristinsson, der mehrere wichtige Wettbewerbe gewonnen hat und in der Londoner Wigmore Hall, im Pierre-Boulez-Saal Berlin und beim Heidelberger Frühling gefeiert wurde. In Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ ergänzt die Vorarlberger Klarinettistin Clara Hofer die Besetzung.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 4. August 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Sonntag, 19. Juli  –  16.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Katharina Konradi Sopran
Eric Schneider Klavier

Als erster Sopranistin aus Kirgistan ist es Katharina Konradi gelungen, sich auf Opernbühne und Konzertpodium international zu etablieren. „Hinreißend“, „zauberhaft“ und „von besonderer Anmut und Schönheit“ sind Attribute, mit denen Stimme und Bühnenpräsenz der jungen Künstlerin beschrieben werden. 2018-19 wurde sie „New Generation Artist“ der BBC, debütierte bei den Bayreuther Festspielen und war zu Gast in Rolando Villazóns TV-Sendung „Stars von Morgen“. Ihre Qualitäten als Liedgestalterin ermöglichten Katharina Konradi bereits Auftritte bei der Schubertiade Vilabertran (wo die Presse von einer „Sternstunde“ sprach), in der Londoner Wigmore Hall sowie in Köln und Essen.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 11. August 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Sonntag, 19. Juli  – 20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
The Erlkings
Bryan Benner Gesang und Gitarre
Ivan Turkalj Violoncello
Simon Teurezbacher Tuba
Thomas Toppler Perkussion

Dem Sog dieser Musik kann sich keiner entziehen. Ein junges und energiegeladenes Quartett hat den Mut, deutsche Kunstlieder in bestes Englisch zu übertragen und damit ihre uns bis heute berührende Schönheit auch einem neuen Publikum zu erschließen. Mit den Liedern Franz Schuberts haben The Erlkings die Musikwelt verblüfft und mit Richard Stokes sogar einen der weltweit führenden Schubert-Experten als Fan gewonnen. Der amerikanische Bariton Bryan Benner wagt mit drei Spitzenmusikern einen frechen Blick auf Schubert, zeigt die Vitalität der Kompositionen, aber auch ihre Tiefe und Bedeutungsschwere. Egal ob in Wien oder London, ob jung oder alt, ob Klassikliebhaber oder Popfreak: Spannung und Freude sind mit „The Erlkings“ garantiert.
(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Donnerstag, 13. August 2020, 19:30 Uhr, Ö1


Öffnungszeiten – Schubertiade – Museen

Das Franz-Schubert-Museum (Marktstraße 1) sowie das Schubertiade-Museum und das Schuhmacher-Museum (Marktstraße 15) in Hohenems werden vom 17. bis 19. Juli jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Das Elisabeth-Schwarzkopf-Museum, das Legge-Museum (mit Stefan-Zweig-Raum) und das Nibelungen-Museum können an diesen Tagen nach Voranmeldung bis spätestens am Vortag des gewünschten Termins (im Schubertiade-Büro oder in den geöffneten Museen) besichtigt werden.

—| Pressemeldung Schubertiade |—

Hohenems, Schubertiade, Auftakt: Spielplan 30.08. – 01 09.2019

August 26, 2019 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Schubertiade, Spielpläne

Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade


SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 30. August – 1. September:


Freitag, 30. August

10.00 Uhr, Kleiner Dorfsaal, Meisterkurs für Liedgesang
Edith Mathis
(Tageskarten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Ning Feng Violine
Igor Levit Klavier
Mit Ning Feng und Igor Levit betreten heute zwei herausragende Musikerpersönlichkeiten die Bühne, die als Solokünstler und Kammermusiker gleichermaßen versiert sind und bei dieser Schubertiade in zwei Konzerten Franz Schuberts Werke für Violine und Klavier zur Aufführung bringen. Heute zu hören sind die „Sonatinen“ in D-Dur, a-Moll und g-Moll, das Allegretto c-Moll für Klavier sowie die spektakuläre Bearbeitung des „Erlkönig“ für Violine solo von Heinrich Wilhelm Ernst.
(Restkarten)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Diana Damrau Sopran
Xavier de Maistre Harfe
Mit Auftritten an den führenden Opernhäusern und bei renommierten Festivals in aller Welt gehört Diana Damrau zu den gefragtesten Sängerinnen von heute. Die leidenschaftliche Liedinterpretin, die schon 2001 ihr Schubertiade-Debüt gegeben hat, arbeitet regelmäßig mit dem Harfenisten Xavier de Maistre zusammen und präsentiert in ihrem heutigen Konzert in Schwarzenberg ein vielseitiges dreisprachiges Programm mit Liedern von Felix Mendelssohn Bartholdy, Francis Poulenc, Sergei Rachmaninow u.a.
(Ausverkauft)


Samstag, 31. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Wiener Klaviertrio
Mit einem prominenten Neuzugang seit der Saison 2018/19, nämlich dem Salzburger Cellisten Clemens Hagen, präsentiert sich heuer das Wiener Klaviertrio zum 30-jährigen Bestehen und spielt bei der Schubertiade in Schwarzenberg Ludwig van Beethovens Klaviertrio in B-Dur (das „Erzherzog-Trio“) sowie das Klaviertrio in derselben Tonart von Franz Schubert.
(Restkarten)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Sophie Rennert Mezzosopran
Helmut Deutsch Klavier
Die junge Grazer Mezzosopranistin Sophie Rennert ist seit dem Abschluss ihres Studiums an der Musikuniversität Wien eine vielgefragte Lieder-, Opern- und Oratoriensängerin. Sie arbeitete mit renommierten Dirigenten und Orchestern zusammen und gab Liederabende u.a. mit Graham Johnson in Wien und London. Seit ihrem Schubertiade-Debüt 2015 ist Sophie Rennert regelmäßig in Hohenems und Schwarzenberg zu Gast. Für ihren heutigen ersten Solo-Liederabend in Schwarzenberg hat sie ein besonders interessantes Programm mit Schiller-Vertonungen von Franz Schubert zusammengestellt.
(Karten und Jugendkarten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Igor Levit
Igor Levit wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits 2010 als „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ gefeiert. Seit seinem Schubertiade-Debüt 2011 ist der Künstler dem Festival mit mehreren Auftritten pro Saison verbunden, so auch während dieser Schubertiade, wo er an vier Konzerten mitwirkt. Auf dem Programm des heutigen Soloabends stehen „Lieder ohne Worte“ von Mendelssohn, Gustav Mahlers Adagio aus der Symphonie Nr. 10 und Franz Schuberts letzte Klaviersonate in B-Dur, D 960.
(Ausverkauft)


Sonntag, 1. September

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Ning Feng Violine
Igor Levit Klavier
Im letzten Konzert der diesjährigen Schubertiade Schwarzenberg präsentieren Ning Feng und Igor Levit das zweite Programm mit Werken für Violine und Klavier von Franz Schubert. Gespielt werden in dieser Matinee besonders bekannte Werke dieses Repertoires: die Variationen über „Trockne Blumen“ aus der „Schönen Müllerin“, das Rondo in h-Moll, die Sonate D 574 und zum krönenden Abschluss die berühmte Fantasie in C-Dur.
(Karten erhältlich)


—| Pressemeldung Schubertiade |—

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung