Bayreuth, Bayreuther Festspiele, 25. Juli 2020 – Konzert in Haus Wahnfried, IOCO Aktuell, 25.07.2020

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

25. Juli 2020  –  Konzert im Haus Wahnfried

Public Viewing / BR Klassik

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Trotz der coronabedingt schwierigen Umstände werden die Stadt Bayreuth und die Bayreuther Festspiele am traditionellen Eröffnungstag der Festspiele, Samstag, 25. Juli 2020, um 16.00 Uhr ein Konzert im Haus Wahnfriedveranstalten. Unter Leitung von Christian Thielemann führen die Solisten Camilla Nylund, Sopran, und Klaus Florian Vogt, Tenor, sowie Jobst Schneiderat am Wahnfried-Flügel Richard Wagners Ausschnitte aus Die Meistersinger von Nürnberg, das Siegfried-Idyllund die Wesendonck-Liederauf. Das Konzert wird live vom Bayerischen Rundfunk auf BR Klassik (www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-2207268.html) und zudem vor Ort auf Videowänden als Public Viewing für bis zu 400 Personen nach außen übertragen. Das Café Wahnfried sorgt für Erfrischungen.

IOCO  Besprechungen aller Werke, die für die Bayreuther Festspiele 2020 geplant waren und mehr, sind – unten folgend – in diesem Artikel verlinkt
 IOCO
  Korrespondenten/innen beschreiben – DORT – die Details besuchter Produktionen der Bayreuther Festspiele

Kooperation mit BR-Klassik / 3 Sat

Für alle Wagner-Fans inszenieren die Bayreuther Festspiele gemeinsam mit BR-KLASSIK und 3sat ab dem 25. Juli – dem ursprünglichen Eröffnungstag der Bayreuther Festspiele – die Werke Wagners als Gesamtkunstwerk. Mit Corona-verträglichen Live-Veranstaltungen, exklusiven Archivschätzen und Sondersendungen wird das älteste Musikfestival Deutschlands in diesem Kultursommer adäquat gefeiert. Ein Highlight des Programms: drei historisch maßstabsetzende Inszenierungen des Ring des Nibelungenauf unterschiedlichen Ausspielwegen. Es sind die Ring-Inszenierungen von Frank Castorf (Premiere 2013), Harry Kupfer (Premiere 1988) und Patrice Chéreau (Premiere 1976).BR-KLASSIK wartet im Hörfunk vom 25. bis 28. Juli täglich um 18.05 Uhr exklusiv mit der bisher unveröffentlichten Aufnahme der hochgelobten und intensiv diskutierten Ringproduktion von Frank Castorf und Kirill Petrenko am Pult (Aufnahme von 2015) auf, die auch Teil des diesjährigen ARD Radiofestivals (ab 18. Juli) sein wird.ARD-alpha und das Streaming-Angebot „BR-KLASSIK Concert“ präsentieren gemeinsam mit den Bayreuther Festspielen den Jahrhundertring von Patrice Chéreau und Pierre Boulez. Erstmals ist diese Inszenierung am 7. August ab 20.15 Uhr in der großen Ring-Nachtwieder im Free-TV zu erleben.

Tristan und Isolde – die Fanfaren erklingen
youtube Trailer von Claas Rohmeyer
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Die Bayreuther Festspiele in 3sat

3sat feiert die Bayreuther Festspiele mit dem Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Harry Kupfer. Am Pult steht Daniel Barenboim, der die Bayreuther Festspiele 18 Jahre lang maßgeblich geprägt hatte. Mit Rheingold, dem Vorabend der Ring-Tetralogie, und anschließend einer Dokumentation über den Sänger Günther Groissböck steht der Fernsehabend am 25. Juli ab 20.15 Uhr ganz im Zeichen Wotans. Die weiteren Teile dieses Rings von Harry Kupfer werden in der Mediathek von 3sat, auf br-klassik.de und im Webauftritt der Bayreuther Festspiele zu sehen sein.Trotz Corona-bedingten, schwierigen Umständen werden die Stadt Bayreuth und die Bayreuther Festspiele am 25. Juli ganz im Zeichen der Festspieleröffnung ein Konzert veranstalten. Musikdirektor Christian Thielemann und Mitglieder des Festspielorchesters  werden mit den Bayreuther Sängerstars Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt Werke von Wagner aufführen. BR-KLASSIKüberträgt das Konzert ab 16 Uhr live im Radio. Einblicke ins Festspielhaus gibt in diesem Sommer die Videoarbeit The Loop of the Nibelungvon Simon Steen-Andersen. Der vielfach ausgezeichnete dänische Komponist und Performance-Künstler geht mit Sängern und Musikern des Festspielorchesters auf audiovisuelle Erkundung des mythischen Bayreuther Festspielhauses und des Werks von Wagner. Die Video-Arbeit ist ab dem 28. Juli im Streaming-Angebot BR-KLASSIK Concert und auf der Website der Festspiele zu erleben.

Richard Wagner Villa am Canale Grande in Venedig © IOCO

Richard Wagner Villa am Canale Grande in Venedig © IOCO

In „Hier gilt’s der Kunst“ widmen sich u. a. Daniel Barenboim, Barrie Kosky, András Schiff, Martina Gedeck und Thea Dorn in einer Gesprächsreihe aus dem Pierre Boulez-Saal in Berlin dem Thema „Wagner, Musik und Politik“. Die Gespräche der Reihe „Diskurs Bayreuth“ werden ab dem 7. August auf BR-KLASSIK Concert veröffentlicht.Archivperlen und Video-Extras

BR-KLASSIKwird außerdem zwei besondere Archivschätze im Radio senden: André Cluytens „Lohengrin“ aus dem Jahr 1958 am 29.7. um 18.05 Uhr sowie Tristan und Isolde unter der Leitung von Herbert von Karajan aus dem Jahr 1952 am 30.7. um 18.05 Uhr. Der Interpretationsvergleich bietet Hörerinnen und Hörern am 31. Juli um 18.05 Uhr einen spannenden und kompakten Einblick in eine Auswahl an Interpretationen zum Fliegenden Holländer. .Auf den Webseiten von BR-KLASSIK und den Bayreuther Festspielen laden spannende Video-Formate wie der „Operncrashkurs Wagner“, die „klassik shorts“, die „Ring-Steckbriefe“ und das „Wagner-ABC“ dazu ein, mehr über die Kraft von Wagners Musik zu erfahren und in die mythischen Welten des „Rings“ einzutauchen.Weitere Informationen zu den Programmhighlights auf bayreuther-festspiele.de, br-klassik.de/bayreuther-festspiele und 3sat.de/kultur/festspielsommer/bayreuther-festspiele-2020

Die Meistersinger von Nürnberg – Barrie Kosky Inszenierung
youtube Trailer von Bayreuth en Vinilo
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Kooperation mit der Deutschen Grammophon

Die vier Werke, die für die Bayreuther Festspiele 2020 geplant waren – alle Werke sind HIER! mit der Besprechung eines IOCO-KollegIn verlinkt – Die Meistersinger von Nürnberg – IOCO / Dr. Schneider Besprechung HIER!, IOCO / Uschi Reifenberg Besprechung HIER!,Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf der Wartburg – IOCO / Patrik Klein Besprechung HIER!, Lohengrin – IOCO / Ingrid Freiberg Besprechung HIER! und Der Ring des Nibelungen – IOCO / Hanns Butterhof Besprechung HIER!, werden online in jüngsten oder legendären Produktionen aus dem Archiv der Festspiele übertragen. Jedes Werk wird gemäß des ursprünglichen Spielplans des 2020 Wagner-Sommers gezeigt und ist danach weitere 48 Stunden zugänglich.

Kartenbesitzer von DG Stage können an den eigentlich freien Tagen des Bayreuther Festspielkalenders 2020 außerdem erfolgreiche Inszenierungen von Tristan und IsoldeIOCO / Julian Führer Besprechung HIER! – und Parsifal – IOCO / Karin Hasenstein Besprechung HIER! sehen. Als Ersatz für die Neuproduktion des Rings zeigt DG Stage Frank Castorfs viel diskutierte Inszenierung des Zyklus von 2013 (in einer Aufzeichnung von 2016 unter Leitung von Marek Janowski) sowie Patrice Chéreaus gefeierten Jahrhundert-Ring, die wegweisende Produktion aus dem Jahr 1976 mit Pierre Boulez am Pult (in einer Aufzeichnung von 1980).

Die Bayreuther Festspiele auf DG Stagebeginnen am Sonnabend, dem 25. Juli 2020, mit Barrie Koskys Inszenierung von Die Meistersinger von Nürnberg (IOCO / Marcus Haimerl Besprechung HIER!)
Die Saison wird am Sonntag, dem 26. Juli, fortgesetzt mit Tobias Kratzers provokativer und spannender Inszenierung von Tannhäuser aus dem Jahr 2019.
Am Sonntag, dem 2. August, folgt Lohengrin in Yuval Sharons Inszenierung von 2018, der ersten eines amerikanischen Regisseurs seit Gründung der Festspiele 1876.

Deutsche Grammophon und die Bayreuther Festspiele haben gleich zwei Ring-Zyklen ausgewählt (8., 9., 12. & 13. August und 24., 25., 27. & 29. August): Zum einen Frank Castorfs Inszenierung. Zum anderen – unter dem Dirigat von Pierre Boulez – die legendäre Ring-Produktion von Patrice Chéreau, die 1976 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ersten Gesamtaufführung des Zyklus und der Bayreuther Festspiele auf die Bühne kam.

Interview Christian Thielemann – Bayreuther Festspiele 2016
youtube Trailer BR-KLASSIK
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Katharina Wagners Inszenierung von Tristan und Isolde(IOCO Besprechungs HIER!) aus dem Jahr 2015 und Uwe Eric LaufenbergsParsifal von den Festspielen 2016,  (IOCO / Karin HasensteinBesprechung HIER!) erscheinen auf DG Stage am Dienstag, dem 4. bzw. Freitag, dem 28. August. Christian Thielemann dirigiert Tristan und Isolde,der vielseitige deutsche Dirigent Hartmut Haenchen gibt mit Parsifal sein spätes Bayreuth-Debüt  (IOCO Besprechungs  HIER!)

Tickets für die Aufführungen von DG Stage Bayreuthkosten 4,90 € und lassen sich in sicheren Transaktionen online per Kreditkarte und durch die üblichen Zahlungsdienste erwerben. Festspielbesucher erhalten Zugang zu einmaligen Veranstaltungen in modernster Audio- und Videoqualität.

BAYREUTHER FESTSPIELE 2020

25. Juli          Die Meistersinger von Nürnberg (Kosky/Jordan)
26. Juli          Tannhäuser (Kratzer/Gergiev)
02. August    Lohengrin (Sharon/Thielemann)
04. August    Tristan und Isolde (K. Wagner/Thielemann)
08. August    Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold (Castorf/Janowski)
09. August    Der Ring des Nibelungen: Die Walküre (Castorf/Janowski)
12. August    Der Ring des Nibelungen: Siegfried(Castorf/Janowski)
13. August    Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung (Castorf/Janowski)
15. August    Lohengrin (Sharon/Thielemann)
19. August    Die Meistersinger von Nürnberg(Kosky/Jordan)
20. August    Tannhäuser (Kratzer/Gergiev)
24. August    Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold(Chéreau/Boulez)
25. August    Der Ring des Nibelungen: Die Walküre(Chéreau /Boulez)
27. August    Der Ring des Nibelungen: Siegfried(Chéreau /Boulez)
28. August    Parsifal (Laufenberg/Haenchen)
29. August    Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung (Chéreau/Boulez)

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Osnabrück, Theater Osnabrück, Spielplan 2020/21 – Mephisto, Das Narrenschiff und viel mehr, IOCO Aktuell, 01.07.2020

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Theater Osnabrück

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

      Theater Osnabrück –  Spielpan 2020/21 

– Ein Theater auf der Suche nach Gemeinschaft –

von Hanns Butterhof

Dr Ralph Waldschmidt © Hanns Butterhof

Dr Ralph Waldschmidt © Hanns Butterhof

In diesen Corona-Zeiten ist vieles anders als üblich, da macht auch die Vorstellung des Spielplans für die kommende Theatersaison keine Ausnahme. In gebotenem Abstand verteilt sich das Leitungsteam auf die ganze Breite der Bühne des Theaters im Domhof, während sich im Zuschauerraum ein gutes Dutzend Journalisten als „Testpublikum“ verliert, wie der gutgelaunte, zum Ende der Spielzeit scheidende Intendant Dr. Ralf Waldschmidt scherzt.

Waldschmidts sichtlich entspannter Auftritt hat mehrere gute Gründe. Zum einen ist die Finanzierung durch das Land bis 2023 gesichert, und die Zusagen der Stadt bis 2024 werden in Kürze erwartet, wie der Kaufmännische Direktor Matthias Kühn mitteilt. Zum andern kann er sich auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit einem durchaus ansehnlichen Programm freuen. Waldschmidt stellt es unter das Motto „Gemeinschaft suchen“, wohl nicht zuletzt wegen der unter den Corona-Bedingungen sichtbar gewordenen Spaltung der Gesellschaft.

Die erste Spielzeithälfte weist noch deutlich coronabdingte Formen auf.  Die Stücke sind nicht länger als 80 bis 90 Minuten und werden in dem etwa 600 Plätze bietenden Saal vor etwa 150 zugelassenen Zuschauern ohne Pause gespielt. Optimistisch wird für die zweite Hälfte am alten, vor Corona aufgestellten Spielplan festgehalten.

Im Schauspiel steuern Direktor Dominique Schnizer und Jens Peters weiter ihren „Kunst-muss-politisch-bleiben“-Kurs. Am Großen Haus bieten sie mit Klaus Manns Mephisto, Katherine Anne Porters Das Narrenschiff und Erich Maria Remarques Die Nacht von Lissabon gleich drei Roman-Adaptionen an, dazu Lutz Hübners und Sarah Nemitz‘ Komödie„Willkommen“ sowie Rebekka Kricheldorfs Krimi Das Waldhaus, der ins Milieu von Verschwörungstheoretikern führt.

Ballettchef Mauro de Candia und Dramaturgin Patricia Söckemann © Hanns Butterhof

Ballettchef Mauro de Candia und Dramaturgin Patricia Söckemann © Hanns Butterhof

Nur Digitales gibt es vorerst im emma-theater, Goethes Götz von Berlichingen und die  Krimi-Serie Tödliche Entscheidung, bei der das Publikum am Ende jeder Folge über den Fortgang mitbestimmen kann. Erst für das kommende Jahr sind mit Die Osnabrück-Bücher von Hélène Cixous,  Kriegerinnen von  Ron Zimmering und Julian Mahid Carly-Hossains Stück Verbindungsfehler analoge Projekte vorgesehen.

Für das Musiktheater lobt GMD Andreas Hotz an den Einschränkungen, dass sie kürzere Werke ins Licht rücke, die sonst selten zu erleben und hygienekonform in kleiner Besetzung aufführbar sind. Man darf sich auf Henry Purcells Barockoper Dido und Aeneas, Franz von Suppés Operette Die schöne Galathea und Leonard Bernsteins Musical Trouble in Tahiti freuen. Für Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg ist im März 2021 dann wieder großes Orchester vorgesehen.

Giselle – Uraufgeführt im Theater Osnabrück – wieder auf dem Spielplan
youtube Trailer Theater Osnabrück
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Im Tanztheater macht Tanzchef Mauro de Candia mit seiner Uraufführung Kunstraub die für den ganzen Kunst-Betrieb extrem hinderlichen Abstands- und Hygieneregeln zum Thema. Ein Höhepunkt wird Mozarts Requiem sein, bei dem Dance-Company, Oper, Schauspiel und das Osnabrücker Symphonieorchester zusammenwirken.

GISELLE _ hier die Rezension von Hanns Butterhof / IOCO

Mitglieder der Dance-Company werden sich wieder in Open Windows 9 als Choreografen präsentieren, und Vasna Aguilar und Fernando Melo steuern als Gäste den Doppelabend „Beginning / After“ bei. Mit der 2. Tanzwoche und der abschließenden 8. Tanzgala endet auch für Mauro de Candia und seine Dramaturgin Patricia Stöckemann nach neun sehr erfolgreichen Spielzeiten ihre letzte am Theater Osnabrück.

Für die zehn Konzerte hebt Andreas Hotz Weltstars als Gäste wie auch die inhaltliche Öffnung hin zur Weltmusik hervor. Dazu verweist er auf das vielfältige weitere Angebot, von der Kammermusik-, Schloss- und der Familienkonzert-Reihe bis zu den Kleinst-Kind-Konzerten. Das Publikum kann sich auf eine in vielerlei Hinsicht spannende Spielzeit 20/21 freuen.

Das Heft zur Spielzeit 2020/21 und eine  Spielplan-Präsentation als Video gibt es unter www.theater-osnabrueck.de

—| IOCO Aktuell Theater Osnabrück |—

Essen, Aalto Theater, Spielplan bis Dezember 2020 – Gluck, Purcell, IOCO Aktuell, 30.06.2020

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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen © Bernadette Grimmenstein

Aalto Theater Essen © Bernadette Grimmenstein

Aalto-Musiktheater: Neuer Spielplan mit Gluck und Purcell

Orfeo ed Euridice und Dido and Aeneas statt Tannhäuser und Lucrezia Borgia

Tristan XS und ein Sängerfest ergänzen Spielplan zum Beginn der neuen Saison

Vor dem Hintergrund weiterhin geltender Einschränkungen im Theaterbetrieb hat das Aalto-Musiktheater ein alternatives Programm für die Monate September bis Dezember der neuen Spielzeit 2020/2021 veröffentlicht. Die Opern Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck und Dido and Aeneas von Henry Purcell stehen nun als neue Premieren auf dem Spielplan. Die ursprünglich vorgesehenen Inszenierungen von Tannhäuser und Lucrezia Borgia werden dafür in einer der folgenden Spielzeiten zu erleben sein. Zum Auftakt der Saison begrüßen das Aalto-Ensemble und Gäste das Publikum unter dem Titel „O du, mein holder Abendstern“ mit einem Sängerfest der Extraklasse von Mozart bis Wagner, Verdi und Puccini. Und das Projekt Tristan XS konzentriert sich ganz auf die beiden Hauptprotagonisten in Richard Wagners Meisterwerk Tristan und Isolde. Die drei Repertoirestücke Die Fledermaus, La Traviata und Yesterdate feiern ihre Wiederaufnahme jeweils in gekürzten Fassungen. Das Theaterfest zur Saisoneröffnung kann in diesem Jahr nicht stattfinden.

Aalto Theater Essen / Mezzosopranistin Bettina Ranch (Orfeo) © Saad Hamza

Aalto Theater Essen / Mezzosopranistin Bettina Ranch (Orfeo) © Saad Hamza

Paul-Georg Dittrich, der als „Tannhäuser“-Regisseur vorgesehen war, wird nun zunächst Christoph Willibald Glucks Reformoper Orfeo ed Euridice inszenieren, mit der der Komponist 1762 die traditionelle Opera seria und ihren barocken Plüsch herausgefordert hatte. Gemeinsam mit dem Videodesigner Vincent Stefan erzählt Dittrich das Stück als Dialog zwischen Menschen und Schatten, Körper und Seele, Leben und Tod. Der Regisseur wurde für seine Inszenierungen von Wozzeck (2016) und La damnation de Faust (2017) am Theater Bremen jeweils für den renommierten Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. In dieser Spielzeit konnte er unter anderem mit „Boris Godunov“ an der Staatsoper Stuttgart und mit der Uraufführung Wolfsschlucht an der Deutschen Oper Berlin für Aufmerksamkeit sorgen. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil.
Premiere: 26. September 2020.

Aalto Theater Essen / Daniel Johansson (Aeneas) © Eric Rossier

Aalto Theater Essen / Daniel Johansson (Aeneas) © Eric Rossier

Zu den unbestrittenen Höhepunkten der Operngeschichte gehört Henry Purcells Dido and Aeneas. In nicht einmal einer Stunde erzählt der englische Barockmeister alles, was zum Thema Liebe gesagt werden muss. Auch für diese Premiere übernimmt mit Ben Baur der Regisseur der ursprünglich geplanten Lucrezia Borgia die Inszenierung. Ben Baur, den man am Aalto-Theater bereits als Ausstatter von Ariodante und Der Barbier von Sevilla kennt, kann hier nun auch sein Essener Regie-Debüt feiern. Engagements als Regisseur führten ihn zuletzt etwa an das Staatstheater Braunschweig (La Bohème), die Oper Graz (Roméo et Juliette, Il Trovatore) und das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (Les Dialogues des Carmélites). Am Pult der Essener Philharmoniker steht der junge Italiener Andrea Sanguineti, der am Aalto-Theater bereits „Carmen“, „La Bohème“ und Der Nussknacker dirigiert hat.
Premiere: 21. November 2020.

Unter dem Titel „O du, mein holder Abendstern“ werden das Aalto-Ensemble und Gäste das Publikum zunächst mit einem Sängerfest der Extraklasse begrüßen: Die titelgebende Arie des Wolfram von Eschenbach aus Wagners Tannhäuser gehört ebenso zum Programm wie Auszüge aus Verdis „Don Carlo“, Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und „Die Entführung aus dem Serail“, Mascagnis „Cavalleria rusticana“, Donizettis „Liebestrank“ und Puccinis „La Bohème“. Am Flügel begleitet, schlüpfen die Solistinnen und Solisten in die Rollen von Helden und Schurken, Opfern und Bösewichten, Grafen und Dienern, Königen und Gesetzesbrechern und zeigen so die Ausdrucksvielfalt der Kunstform Oper.
Premiere: 5. September 2020

Aalto Theater Essen / Tobias Greenhalgh (Tristan ) © Lilya Namisyk

Aalto Theater Essen / Tobias Greenhalgh (Tristan ) © Lilya Namisyk

Als „Gipfel meiner bisherigen Kunst“ bezeichnete Richard Wagner im Dezember 1858 sein damals neues Werk „Tristan und Isolde“. Auf der Aalto-Bühne kommt die Oper nun als „Tristan XS“ zur konzertanten Aufführung: Im Mittelpunkt steht einzig und allein das Liebespaar. Alle äußeren Umstände und alle Nebenfiguren sind gestrichen. Kammermusikalisch reduziert, fokussiert die anderthalbstündige Bearbeitung von Armin Terzer die Handlung auf die großen Monologe und Duette von Tristan und Isolde und schlägt einen pausenlosen Bogen vom sehnsuchtsvollen Orchestervorspiel zu Isoldes verzücktem Liebestod. In den beiden Titelpartien sind mit Daniela Köhler und Daniel Johansson zwei ausgewiesene Wagner-Experten zu erleben, die in Essen nun ihre Rollendebüts geben.
Premiere: 2. Oktober 2020.

Eine Perle des Operettenrepertoires kehrt darüber hinaus auf die Bühne des Aalto-Theaters zurück: Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ ist ab dem 31. Oktober 2020 semikonzertant und in gekürzter Form zu erleben. Ebenfalls in einer gekürzten Fassung wird auch Giuseppe Verdis „La Traviata“ ab dem 18. Dezember 2020 wiederaufgenommen. Und aus der Musical-Revue „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“ kommt ab dem 3. Dezember 2020 der zweite Teil mit den unvergesslichen Hits von Beatles, Beach Boys und Co. zur Aufführung.

Ihre Fortsetzung findet zudem die Reihe „Künstlerlesen“ im Café LIVRES, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aalto-Theaters aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen.


Familienprogramm:


Im Rahmen des Kinder- und Jugendprogramms „Abenteuer Aalto“ bieten das Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker ausgewählte Vorstellungen für Kinder von 3 bis 6 Jahren im Aalto-Foyer an. Im September laden Hexe Kleinlaut und ihre Truppe zu dem Stück „Donnerröschen und der Forscherkönig“ ein, das mit Ausschnitten aus Engelbert Humperdicks „Dornröschen“ die Welt der Oper erlebbar macht (Termine: 5. und 6. September, jeweils um 15 Uhr). Einen Monat später läutet Hexe Kleinlaut, unterstützt von Mitgliedern der Essener Philharmoniker, mit ihrem Programm „Buntes Herbstgeraschel“ die nächste Jahreszeit ein (Termine: 4. Oktober, 11 und 13 Uhr). Und pünktlich zum Nikolaustag dreht sich dann alles um den „Verrückten Weihnachtstraum“ (Termine: 6. Dezember, 11 und 13 Uhr).


Veranstaltungsabsagen:


Aufgrund des von März bis Mai ausgesetzten Spiel- und Probenbetriebs konnte Mozarts Opera buffa „Die Hochzeit des Figaro“, eigentlich geplant als letzte Premiere der Spielzeit 2019/2020, nicht produziert werden. Somit entfällt auch die für Anfang Oktober vorgesehene Wiederaufnahme. Die Inszenierung wird in einer der folgenden Spielzeiten nachgeholt.

Auch das traditionelle Theaterfest muss zum Beginn der neuen Spielzeit ausfallen, da die Ausrichtung von Großveranstaltungen nach wie vor untersagt ist. Abgesagt werden außerdem das Konzert „Very British“ in der Philharmonie Essen, die Extras „Tat Ort Aalto“ und „mehrmusik“, die Premieren-Matineen sowie die Veranstaltungen der Reihe „It’s Teatime“.


Das neue Programm von September bis Dezember 2020 im Überblick


„O du, mein holder Abendstern“
Sängerfest mit Solistinnen und Solisten des Aalto-Theaters und Gästen
Premiere: 5. September 2020, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen: 12., 18. September 2020


Premiere
Orfeo|Euridice
Azione teatrale per musica von Christoph Willibald Gluck
Premiere: 26. September 2020, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen: 30. September; 3., 18., 25., 29. Oktober; 1., 7., 8. November; 13., 27. Dezember 2020


Tristan XS
Premiere: 2. November 2020, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen: 11., 21. Oktober; 26. November; 11. Dezember 2020


Die Fledermaus
Operette von Johann Strauß
Semikonzertante Aufführung
Vorstellungen: 31. Oktober; 15. November; 6., 31. Dezember 2020, Aalto-Theater


Premiere
Dido and Aeneas
Oper von Henry Purcell
Premiere: 21. November 2020, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen: 25., 29. November; 10., 20. Dezember 2020


Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern
Musical-Revue von Heribert Feckler und Marie-Helen Joël
Wiederaufnahme: 3., 4. Dezember 2020


La Traviata
Oper von Giuseppe Verdi
Konzertante Aufführung
Wiederaufnahme: 18. Dezember 2020

Künstlerlesen
1. September, 6. Oktober; 3. November; 1. Dezember 2020, Café LIVRES


Familienprogramm:


Donnerröschen und der Forscherkönig
5. und 6. September, jeweils 15:00 Uhr, Aalto-Foyer


Buntes Herbstgeraschel
4. Oktober, 11:00 und 13:00 Uhr, Aalto-Foyer


Der verrückte Weihnachtstraum
6. Dezember, 11:00 und 13:00 Uhr, Aalto-Foyer
Informationen zum Kartenkauf
Vorverkauf für September 2020


Der Kartenvorverkauf für den Ersatzspielplan September 2020 beginnt am 3. August 2020. Eintrittskarten sind im TicketCenter erhältlich (II. Hagen 2, 45127 Essen). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen während der Öffnungszeiten auch für telefonische Anfragen (T 02 01 81 22-200) sowie per E-Mail (tickets@theater-essen.de) zur Verfügung. Kartenkäufe über den Webshop sowie über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen sind aktuell leider nicht möglich. Die TUP ist als Veranstalter verpflichtet, bei Kartenverkäufen und Reservierungen Namen und Anschrift der Kundinnen und Kunden aufzunehmen.

Das TicketCenter im II. Hagen 2 bleibt während der Theaterferien vom 29. Juni bis 16. August 2020 von montags bis freitags in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit findet auch unser telefonischer Service statt. Die Kasse am Aalto-Theater ist in der Zeit vom 29. Juni bis 18. August 2020 geschlossen.

Öffnungszeiten des TicketCenters ab dem 17. August 2020
Mo-Sa 10:00-16:00 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit:
Mo 10:00-16:00 Uhr
Di-Fr 10:00-18:00 Uhr
Sa 10:00-16:00 Uhr

Die TUP bittet darum, bei Kartenkäufen im TicketCenter die eingeübten Hygiene- und Sicherheitsregeln einzuhalten.

Vorverkauf für den ursprünglichen Spielplan 2020/2021 eingestellt
Der Vorverkauf bzw. die Reservierungen für den ursprünglichen Spielplan der Spielzeit 2020/2021 sind eingestellt. Bisher eingegangene Reservierungen bleiben bestehen, sofern der Termin der Veranstaltung und die bisher genehmigten Platzkapazitäten aufrechterhalten bleiben. Bei Programmänderungen oder sollten wegen der geforderten Sitzplatzeinschränkungen Reservierungswünsche nicht erfüllt werden können, werden die Kundinnen und Kunden persönlich benachrichtigt.

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Start in die Spielzeit 2020/21

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Start in die Spielzeit 2020/21
Oper und Ballett am Rhein präsentieren das Programm der ersten vier Monate (Sept.-Dez. 2020)

Am 11. September 2020 startet die Deutsche Oper am Rhein in die neue Spielzeit – aufgrund der Corona-Epidemie allerdings ganz anders als ursprünglich geplant. Innerhalb weniger Wochen hat Generalintendant Christoph Meyer mit seinem künstlerischen Team ein Programm kreiert, das verantwortungsvoll und zugleich mit großer künstlerischer Lust und Neugier mit den aktuellen Anforderungen umgeht. Auch der neue Ballettdirektor Demis Volpi war gezwungen, seine sorgfältig konzipierte erste Saison mit dem Ballett am Rhein noch einmal ganz neu zu denken. Fast jede der 13 Produktionen feiert sowohl in Düsseldorf als auch in Duisburg Premiere. Allein in den ersten vier Monaten der Spielzeit stehen rund 150 Vorstellungen auf dem Spielplan – knapp 100 im Opernhaus Düsseldorf, rund 50 im Theater Duisburg.

Den komplexen Abstands- und Sicherheitsbestimmungen, denen speziell das Musiktheater durch COVID-19 unterworfen ist, will die Deutsche Oper am Rhein mit Kunst begegnen, die sinnlich, überraschend, intensiv ist. Die 23 kompakten Programme in Oper und Ballett – jeweils nicht länger als 90 Minuten –stehen deshalb bewusst nicht unter dem Vorzeichen der reinen Reduktion, sondern – im Gegenteil – für neue Erzähl­formen, Stücke und Formate. So versteht sich der szenisch-musikalische Abend „Vissi d’Arte“ von Johannes Erath als poetische Wiedereroberung des Bühnen­raums. Angesichts der erlebten Fragilität lotet er die unmöglichen Möglichkeiten der Bühnenkunst aus und konzipiert mit Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offen­bach und Nat King Cole eine vielstimmige Liebeserklärung an die Oper. Unter musikalischer Leitung von Wolfgang Wiechert kommt sie am 2. Oktober in Düsseldorf und am 26. November in Duisburg zur Premiere.

Opernbesucher treffen in der kommenden Spielzeit auf Protagonisten, die Nähe suchen und doch nicht zueinander finden können: Die Essenz der großen Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“ kommt in einer Kammeroper von Boris Blacher auf die Bühnen in Duisburg (6. November) und Düsseldorf (19. Dezember). Richard WagnersTristan und Isolde“ lässt sich in einer intimen Bearbeitung von Eberhard Kloke für die Deutsche Oper am Rhein realisieren. Mit Weltklasse-Solisten wie Michael Weinius (Tristan), Linda Watson (Isolde) und Hans-Peter König (König Marke) bringen Generalmusikdirektor Axel Kober und Regisseur Dorian Dreher das große Liebesepos an drei aufeinanderfolgenden Abenden zur Premiere in Düsseldorf (3.?6. Dez.) und Duisburg (17.–19. Dez.).

Für Bühnenkunst, die unter widrigsten Umständen entstanden ist, steht „Der Kaiser von Atlantis“, Victor Ullmanns vielschichtige Parabel über absolute Macht, Todesangst und ihre Überwindung. Ilaria Lanzino inszeniert den 1943-44 im Konzentrationslager Theresienstadt entstandenen Einakter. Generalmusikdirektor Axel Kober führt durch die Partitur, die als eindringliches Zeugnis des engagierten künstlerischen Widerstands gegen ein tyrannisches Unrechtsregime erhalten geblieben ist.

Die Musik des 20. Jahrhunderts ist im Spielplan stark vertreten: Der jüdisch-polnische Komponist Mieczys?aw Weinberg spielt in seiner komischen Oper „Masel Tov! Wir gratulieren!“ bissig-humorvoll mit seinen musikalischen Wurzeln. Als Reminiszenz an die großen Stars des Close-Harmony-Gesangs eröffnet der moderierte Konzertabend „Comedian Harmonists in Concert“ in beiden Städten die Opernsaison. Und für Familien mit Kindern ab 6 Jahren tut sich die Deutsche Oper am Rhein mit dem Düsseldorfer Marionetten­theater zusammen: Manuel de Fallas Kammeroper „Meister Pedros Puppenspiel“ kommt als hinreißendes Stück „Theater auf dem Theater“ in einer Live-Video-Inszenierung von Torge Möller (fettFilm) auf die Bühnen in Düsseldorf (7. November) und Duisburg (4. Dezember).

Überraschende Begegnungen mit dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein versprechen Chorkonzerte und musikalische Blind Dates, die konzertante Offenbach-Operette „Salon Pitzelberger“, der Belcanto-Abend „Viva l’italianità!“ und ein Silvester-Überraschungskonzert.


Ballett am Rhein


Demis Volpi übernimmt ab der kommenden Spielzeit als Ballettdirektor die Leitung des Balletts am Rhein von Martin Schläpfer. Mit seinem Team aus Ballettmeister*innen und Dramaturg*innen stellt er ein Programm vor, das eine Brücke schlägt zwischen Kontinuität und Erneuerung, vertraute Fäden aufnimmt und eigene Sichtweisen zeigt. Auch die Compagnie mischt sich neu: Gut ein Drittel der derzeitigen Tänzer*innen begibt sich mit Demis Volpi auf neue Wege, hinzu kommen 27 Tänzer*innen aus anderen großen Compagnien und erstklassigen Schulen.

Demis Volpis erstes Programm heißt „A First Date“ und ist – wie der Titel verrät – dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. In drei inhaltlich eigenständigen Episoden tanzt die Compagnie Ausschnitte aus Volpis bisherigen Arbeiten und präsentiert dessen erste Miniatur-Uraufführung mit dem Ballett am Rhein. Mario Galizzi und José Limón stellen ebenso wie Aszure Barton und Andrey Kaydanovskiy mit kurzen Kreationen weitere Handschriften vor, die das künstlerische Profil des Ballett am Rhein prägen werden. Die erste Episode aus „A First Date“ hat in Düsseldorf am 11. September und in Duisburg am 18. September Premiere.

Um das oft unsichtbare Phänomen der Vereinsamung in einer medial eng vernetzten Welt geht es in „Far and near are all around“ – übersetzt etwa „Umgeben von Ferne und Nähe“. Juanjo Arqués, seit 2016 als Young Creative Associate für das Het Nationale Ballet Amsterdam tätig, wagt mit seiner ersten Kreation für das Ballett am Rhein einen Blick hinter scheinbar schützende Fassaden. Die zweite Uraufführung des Abends choreografiert Demis Volpi zu Caroline ShawsPartita for 8 Voices“. Premiere in Düsseldorf ist am 15. Oktober, am 30. Oktober kommt das Programm auf die Duisburger Bühne.

Als „Entfernte Verwandte“ offenbaren sich Hans van Manen und Sharon Eyal erst auf den zweiten Blick. Es ist nicht ihr Stil, sondern ihr Bekenntnis zur Präzision, zur akkuraten, kompromisslosen Geste und ihre Verwurzelung im klassischen Ballett, die sie teilen. Mit „Dances for Piano“ und „Solo“ kommt Vertrautes auf die Bühnen in Düsseldorf und Duisburg, „Salt Womb“ indes ist das erste Stück der renommierten israelischen Choreografin, das vom Ballett am Rhein gezeigt wird. Am 13. November hat der Abend in Duisburg Premiere, am 20. November in Düsseldorf.

Die erste abendfüllende Uraufführung von Demis Volpi steht am 12. Dezember im Opernhaus auf dem Spielplan. Volpi ist ein Künstler, der von Erzählungen fasziniert ist und der in seinen Balletten mit Körpern und mit Bewegungen Geschichten erzählt. Für sein erstes Handlungsballett mit dem Ballett am Rhein setzt er sich mit einem Schauspiel auseinander.

Über Grenzen – Prometheus aus Licht“ heißt die Kooperation des Ballett am Rhein mit der Tonhalle Düsseldorf, die den Grundstein legt für weitere Zusammenarbeiten mit verschiedenen Kulturinstitutionen. Zu Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus“ entwickelt mit der jungen aufstrebenden Choreographin Virginia Segarra Vidal eine Künstlerin aus den eigenen Reihen ein Stück, zu dem die Medienkünstler Nick und Clemens Prokop (Trust Your Ears) den Raum mit einer spektakulären Lichtinszenierung bespielen.

Als weiteres Novum präsentiert sich der Vermittlungsbereich B*alle*tt am Rhein. Er lädt mit kreativen Angeboten Interessierte jeden Alters dazu ein, die Arbeit der Compagnie aktiv kennen zu lernen.


Das Spielzeitheft mit dem Programm von September bis Dezember 2020 ist ab 24. Juni im wiedereröffneten Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg erhältlich und online auf www.operamrhein.de zu finden (siehe https://www.operamrhein.de/de_DE/spielzeit-2020-21).

Für alle Vorstellungen sind schriftliche, telefonische und Online-Reservierungen möglich, die erst zu späteren Zeitpunkten in Buchungen umgewandelt werden können. So schafft die Deutsche Oper am Rhein die Voraussetzung, die Platzkapazität den jeweils geltenden Abstandsregelungen anzupassen.

Weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62-100), www.operamrhein.de.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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