Hamburg, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Spielzeit 2018/19 – Kontraste und Dialoge, IOCO Aktuell, 04.03.2018

Elbphilharmonie Hamburg

 Elbphilharmonie Hamburg / Prominente Spielstätte _ Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Prominente Spielstätte _ Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Ralph Lehmann

 Philharmonisches Staatsorchester Hamburg 2018/19

Georges Delnon (Intendant), Kent Nagano (Generalmusikdirektor) und Stefan Schäfer (Kammerkonzertmusikmeister) präsentierten am 27.2.2018 in der Stifter Lounge der Staatsoper Hamburg  die im Herbst 2018  beginnende Spielzeit 28018/2019 des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Stolz verkündet Georges Delnon den anwesenden Journalisten und Musikfreunden eine Auslastung der Sinfoniekonzerte des Staatsorchesters der laufenden Saison von extremen 99,7%;  unter Berücksichtigung weiterer Spielstätten besteht eine Gesamtauslastung von genau 99%. Die Zahlen zeigen, dass nicht nur der Standort Elbphilharmonie zu dieser beeindruckenden Auslastung beiträgt. Mit Ausführungen zur Auslastung Hamburger Staatsoper ist Georges Delnon dagegen sehr zurückhaltend. IOCO / PK

Das Philharmonische Staatsorchester ist Hamburgs größtes und ältestes Orchester und blickt zurück auf einen langen musikalischen Werdegang. Als 1934 das „Philharmonische Orchester“ und das „Orchester des Hamburgischen Stadttheaters“ fusionierten, trafen zwei traditionsreiche Klangkörper aufeinander. Bereits seit 1828 wurden Philharmonische Konzerte in Hamburg gespielt, Künstler wie Clara Schumann, Franz Liszt und Johannes Brahms waren regelmäßige Gäste der Philharmonischen Gesellschaft. Die Historie der Oper reicht noch weiter zurück: seit 1678 gibt es in Hamburg Musiktheater, wenngleich sich ein festes Opern- bzw. Theaterorchester erst später konstituierte. Bis heute prägt das Philharmonische Staatsorchester den Klang der Hansestadt, ist sowohl Konzert- als auch Opernorchester in einem. PhStOHH

Philharmonische Orchester Hambrug / Georges Delnon, Orchesterintendant, und Chefdirigent Kent Nagano präsentierten Spielzeit 18/19 © Bertold Fabricius

Philharmonische Orchester Hambrug / Georges Delnon, Orchesterintendant, und Chefdirigent Kent Nagano präsentierten Spielzeit 18/19 © Bertold Fabricius

Philharmonisches Spielzeitprogramm 2018/19

Vorgestellt von  Kent Nagano und Georges Delnon

Mehr als 30 Konzerte in der Elbphilharmonie. Einzelkarten-Verkauf startet am 21.6.2018

Die Konzertsaison 2018/19 steht programmatisch ganz im Zeichen von Kontrasten und Dialogen. Standen in der laufenden Saison 2017/18 Komponistenporträts im Vordergrund, werden nun klassische Meisterwerke mit modernen und zeitgenössischen Werken konfrontiert. So spielt gleich das erste Philharmonische Konzert mit Christian Zacharias als Dirigent und Klaviersolist mit der Gegenüberstellung der Werke von Haydn und Mozart mit Schönberg. Im 2. Philharmonischen Konzert dirigiert Kent Nagano neben Beethovens Violinkonzert auch die 4. Symphonie von Charles Ives. Mit Werken wie La Noche de los Mayas des Mexikaners Silvestre Revueltas stehen auch Komponisten auf dem Programm, die hierzulande noch auf ihre Entdeckung warten, während sie in ihren Heimatländern längst Klassiker sind. Mehr als 30 Konzerte veranstaltet das Philharmonische Staatsorchester in der Elbphilharmonie, hinzu kommen weitere Konzerte in verschiedenen Stadtteilen. Ende Februar unternimmt das Orchester außerdem eine zweiwöchige Tournee durch Spanien.

Chefdirigent Kent Nagano dirigiert in der neuen Spielzeit fünf Philharmonische Konzerte sowie das Silvesterkonzert und das Sonderkonzert zum Internationalen Musikfest Hamburg. Zu hören sind Klassiker wie Mozart, Beethoven oder Brahms. Daneben wird Hamburgs Generalmusiker aber auch moderne Werke aufführen, wie Ligetis Requiem und Atmosphères oder Widmanns Con brio.
Gastdirigenten der Philharmonischen Konzerte sind Christian Zacharias, Alondra de la Parra, Bertrand de Billy, Paolo Carignani und Dennis Russell Davies. Als Solisten werden unter anderem die Pianisten Lucas Debargue und Herbert Schuch sowie die Violinistin Viktoria Mullova in der Elbphilharmonie zu hören sein. Ein Wiedersehen gibt es mit der jungen Cellistin Camille Thomas, ECHO Klassik Preisträgerin 2017, die bereits im Rahmen der ECHO-Gala mit dem Philharmonischen Staatsorchester aufgetreten ist. Philharmoniker-Konzertmeister Konradin Seitzer wird als Solist mit Mendelssohns Violinkonzert zu hören sein. Zu Gast sind auch der MDR Rundfunkchor, die Audi Jugendchorakademie, der Harvestehuder Kammerchor, das ChorWerk Ruhr sowie der Arnold Schoenberg Chor Wien und der Staatschor Latvija.

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Patrik Klein

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Patrik Klein

Auch in den Philharmonischen Kammerkonzerten stehen spannende Gäste auf der Bühne in der Elbphilharmonie: Erstmals wird Jan Philipp Reemtsma als Rezitator in den Philharmonischen Kammerkonzerten in Erscheinung treten. In einem Sonderkammerkonzert wird der Tenor Klaus Florian Vogt mit der Schönen Müllerin einen der wichtigsten Liederzyklen der Romantik zur Aufführung bringen. Der ehemalige Hornist des Orchesters wird dabei eine neue Bearbeitung des renommierten Arrangeurs Andreas N. Tarkmann singen, bei der das Klavier durch eine von Franz Schubert selbst kreierte Oktett-Besetzung ersetzt wird.

In der Reihe Musik und Wissenschaft steht im Mai 2019 das Thema „Europa – Idee und Realität“ im Mittelpunkt. In drei Themenkonzerten werden Kammermusik-Programme mit rund 30-minütigen Vorträgen aus unterschiedlichen Disziplinen kombiniert. Der musikalische Bogen reicht vom Barock bis in die Gegenwart. Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft stellen ihre Forschung aus den Bereichen der Rechts- und Sozialwissenschaften, aber auch der archäogenetischen Forschung vor. Dabei geht es um den Euro, das Demokratieverständnis in Osteuropa, die sozialen Auswirkungen der Finanzkrise oder auch die Besiedelung Europas in der frühen Menschheitsgeschichte. Die interdisziplinäre Reihe Musik und Wissenschaft wurde 2016 in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. gegründet.

Die Spielzeit wird wie in den Vorjahren eröffnet durch eine Philharmonische Akademie. In diesem Jahr wird der Schwerpunkt der Akademiekonzerte auf der Musik Mozarts liegen. Die Termine werden im Sommer 2018 bekannt gegeben.

jung – das Kinder- und Jugendprogramm:  Ein Familienkonzert in der Elbphilharmonie: Zum ersten Mal veranstaltet das Staatsorchester ein Konzert für Jung und Alt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie (Sa, 23. Februar 2019). Aufgeführt wird Die drei kleinen Schweinchen, ein Orchestermärchen für Sprecher und Kammerorchester mit Musik von Andreas N. Tarkmann. Anschließend geht das Stück auf eine Kleine Tour durch Hamburg und ist unter anderem am 27. Februar 2019 im Haus im Park in Bergedorf zu erleben. Darüber hinaus bietet das Philharmonische Staatsorchester wieder Kinderprogramme parallel zu ausgesuchten Philharmonischen Konzerten in der Elbphilharmonie an und ist kammermusikalisch in den jung-Reihen „Tonangeber“ und „Spielplatz Musik“ in der Hamburgischen Staatsoper zu erleben. Alle Angebote gibt es unter www.jung-staatsorchester.de.

Ticketverkauf und Abonnements: Der Einzelkarten-Vorverkauf für die Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters der Saison 2018/19 beginnt am 21. Juni 2018. Pro Person können bis zu vier Karten für ein Konzert und insgesamt bis zu 10 Karten erworben werden. Abonnements können in der Zeit vom 28. März 2018 bis zum 19. April 2018 bestellt werden. Erstmals können neben Einzelkarten auch die Abonnements im Internet unter www.staatsorchester-hamburg.de bestellt werden. Gehen bis zum 19. April mehr Abonnementsanfragen ein, als Plätze verfügbar sind, entscheidet das Los.

Neben den klassischen Konzertabonnements gibt es auch eine Reihe von Kombi-Angeboten mit Veranstaltungen der Hamburgischen Staatsoper. In der Saison 2018/19 wird es ein neues Familien-Abo geben: Es enthält fünf ausgewählte Veranstaltungen, darunter zwei Philharmonische Konzerte in der Elbphilharmonie sowie eine Oper und ein Ballett in der Staatsoper. Mit dem Jugend-Abo kommen junge Menschen bis 30 Jahre für einmalig 40 Euro in insgesamt sechs Philharmonische Konzerte in der Elbphilharmonie.

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Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, Joana Mallwitz – 2018/2019 GMD am Staatstheater, IOCO Aktuell, 20.02.2018

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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Joana Mallwitz neue Generalmusidirektorin

Erstmals eine Frau Orchesterchefin in Nürnberg

Die junge Dirigentin Joana Mallwitz (* 1986 in Hildesheim) übernimmt als neue Generalmusikdirektorin ab der Saison 2018/2019 die Leitung der Staatsphilharmonie Nürnberg. Ihr Vertrag läuft über fünf Jahre. Nürnbergs Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner hob hervor, dass mit Joana Mallwitz zum ersten Mal eine Frau dem größten Orchester Nürnbergs vorsteht:

„Mit der Berufung von Frau Mallwitz zur Generalmusikdirektorin an das Staatstheater Nürnberg wurde ein Schritt vollzogen, der in unserer Gesellschaft höchst überfällig ist: Frauen in Führungspositionen. Die Verpflichtung der hochkompetenten Dirigentin wird entscheidend dazu beitragen, dass das Haus auf dem richtigen Weg in die Zukunft ist. Statt Lippenbekenntnissen werden in Nürnberg Tatsachen geschaffen.“

Staatstheater Nürnberg / Bestellung von Joana Mallwitz zur neuen Generalmusikdirektorin in Nürnberg © Lars Finneisen

Staatstheater Nürnberg / Bestellung von Joana Mallwitz zur neuen Generalmusikdirektorin in Nürnberg © Lars Finneisen

Mit der Verpflichtung von Joana Mallwitz als neuer Generalmusikdirektorin des Staatstheaters ist die künftige Theaterleitung komplett. Jens-Daniel Herzog stellte die neue Orchesterchefin als eine Dirigentin mit souveräner Technik vor, die in der Musikszene einen hervorragenden Ruf genießt. In den Vordirigaten im Rahmen des Findungsprozesses habe Joana Mallwitz durch eine außergewöhnliche Musikalität, deutliche Zeichengebung und klare musikalische Konzepte und Ansagen überzeugt. Die junge, aufstrebende und international gefragte Künstlerin habe sich in ihrer Zeit als GMD am Theater Erfurt als Theaterpraktikerin ausgewiesen, die einem Orchester sowohl Sicherheit als auch künstlerische Visionen vermitteln kann

„Mit Joana Mallwitz als GMD und Jan Philipp Gloger als Schauspieldirektor sind zwei der gefragtesten Künstler ihrer Generation künftig Spartenleiter am Staatstheater Nürnberg. Sie stehen für einen Generationswechsel und bringen dabei die nötige Erfahrung mit, um ihre Sparten kompetent und ideenreich in die Zukunft zu führen. Als designierter Staatsintendant bin ich stolz und froh, solche Persönlichkeiten für Nürnberg gewonnen zu haben.
Das Nürnberger Publikum darf sich auf ihren frischen Blick auf bekannte Stücke des Opern- und Musikrepertoires freuen, ebenso aber auf ihre Ideen, wie das Musikleben in Nürnberg weiterentwickelt werden kann. Ich freue mich besonders, dass sich Joana Mallwitz längerfristig ans Staatstheater Nürnberg binden und hier eine kontinuierliche Arbeit machen will – dazu sind nicht viele der hochbegabten Dirigenten ihrer Generation bereit. Dass sich eine Musikerin wie Joana Mallwitz für das Staatstheater Nürnberg entscheidet, zeigt die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit dieses Theaters und dieser Stadt.“, sagte Jens-Daniel Herzog im Rahmen der Ernennung im Oktober 2017.

Staatstheater Nürnberg / Bestellung von Joana Mallwith zur neuen Generalmusikdirektorin in Nürnberg © Lars Finneisen

Staatstheater Nürnberg / Bestellung von Joana Mallwith zur neuen Generalmusikdirektorin in Nürnberg © Lars Finneisen

Joana Mallwitz übernahm als jüngste Generalmusikdirektorin Europas in der Spielzeit 2014/2015 die Orchesterleitung am Theater Erfurt. Neben der Einstudierung zahlreicher Neuproduktionen initiierte sie auch eine Orchester-Akademie des Philharmonischen Orchesters Erfurt, begründete das Composer in Residence-Projekt „Erfurts Neue Noten“ und konzipierte das überaus erfolgreiche Konzertformat „Expeditionskonzerte“. Daneben gastierte sie europaweit an renommierten Bühnen wie der Königlichen Dänischen Oper, am Opernhaus Zürich, an der Oper Frankfurt und an der Hamburger Staatsoper.

Zur neuen Aufgabe in Nürnberg sagte die designierte Generalmusikdirektorin: „Ich freue mich auf die spannende und ehrenvolle Aufgabe, die als Nürnbergs neue Generalmusikdirektorin auf mich zukommt; auf die Arbeit mit der großartigen Staatsphilharmonie und dem wunderbaren Team um Jens-Daniel Herzog, in das ich seit den ersten Begegnungen das größte Vertrauen hatte und mit dem einfach die Chemie stimmt.“

Im Namen der Staatsphilharmonie Nürnberg gratulierte der Orchestervorstand, den Heidi Braun und Ewald Laube vertraten, Joana Mallwitz herzlich zur Berufung durch den künftigen Intendant und den Stiftungsrat:  „Wir freuen uns vor allem auf eine gute und künstlerisch anregende Zusammenarbeit mit unserer neuen Generalmusikdirektorin und sind sehr gespannt und guter Dinge, dass wir gemeinsam auf eine inspirierende musikalische Reise gehen werden.“ PMStthN

Essen, Philharmonie Essen, 7. Sinfoniekonzert – Essener Philharmoniker, 08., 09. 02.2018

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Cellist Istvàn-Alexander Gaal © Saad Hamza

Philharmonie Essen / Cellist Istvàn-Alexander Gaal © Saad Hamza

7. Sinfoniekonzert – Essener Philharmoniker

Tschaikowskis 4. Sinfonie und eine Uraufführung
8. und 9. Februar 2018, um 20 Uhr

Eine Uraufführung und zwei berühmte Werke der russischen Romantik bilden einen spannenden Kontrast im 7. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker. Am Donnerstag/Freitag, 8./9. Februar 2018, um jeweils 20 Uhr in der Philharmonie Essen steht ein Musiker des Orchesters ganz besonders im Mittelpunkt: Solo-Cellist István-Alexander Gaal wird das Cellokonzert Prayer for Rain von Boris Gurevich erstmals zur Aufführung bringen. Gurevich ist Pianist am Aalto-Theater und hat Gaal sein neues Werk gewidmet. Das Gebet Prayer for Rain (Tefilat geshem) gehört zur jüdischen Liturgie (Laubhüttenfest) und drückt die Dankbarkeit der Menschen für den gottgesandten Regen aus; so ist dieses Werk als Allegorie für die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches zu sehen. Weitere Werke an diesem Abend sind neben Michail Glinkas schwungvoller Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ Pjotr I. Tschaikowskis Sinfonie Nr. 4 f-Moll, op. 36. Als Tschaikowski die Sinfonie schrieb, trug sich gerade die größte Tragödie seines Lebens zu: 1877 heiratete er, verließ seine Frau allerdings gleich wieder, erlitt einen Nervenzusammenbruch und versuchte, sich das Leben zu nehmen. Diese Sinfonie ist so der Klang gewordene Schmerz eines empfindsamen und mit der Gesellschaft hadernden Menschen. Die musikalische Leitung des Konzertes hat Jamie Phillips.

Pressemeldung Philharmonie Essen

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München, Münchner Philharmoniker, Zubin Mehta + Faschingskonzert, IOCO Kritik, 08.03.2017

März 11, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Münchner Symphoniker

Philharmonie Im Gasteig © Gasteig München GmbH / Matthias Schönhofer

Philharmonie Im Gasteig © Gasteig München GmbH / Matthias Schönhofer

Faschingskonzert mit  den Münchner Philharmoniker

Von  Daniela Zimmermann

Ein Faschingskonzert mit österreichisch wienerisch-ungarischem Flair und Charme. Zubin Mehta als fast Österreicher, dirigierte dieses Programm mit den dazugehörigen typisch wienerischen Walzer Raffinessen, die man eben nur in Wien erlernt. Er als Träger des Ehrenringes der Wiener Philharmoniker und als der Dirigent, der 5x das Neujahrskonzert dirigiert hat, ist in der Wiener Musik zu Hause.

Zubin Metha beginnt das Konzert mit der Ouvertüre zu Nozze di Figarro. Dort spielt die Maskerade die ausschlaggebende Rolle und so passt dieser fröhliche und temperamentvolle Beginn zu diesem speziellen Konzert. Julian Rachlin spielt die Geige in Mozarts Violinkonzert Nr.3 G-Dur KV 216. Die Sologeige dialogisiert sehr einfühlsam mit den unterschiedlichsten EinzeIinstrumenten und Instrumentengruppen. Im 3. Satz gibt es auch hier eine unerwartete Maskerade.

Eine freche kleine Melodie schiebt sich dort ein, wo sie gar nicht hingehört. Julian Rachlin in Litauen geboren und in Wien musikalisch aufgewachsen, gehört zu den erfolgreichsten, jungen Geigern unserer Zeit. Schon mit 14 Jahren wurde er bei der Eurovision in Amsterdam als Young Musician of the Year ausgezeichnet. Und bis heute  Ist er der jüngste Solist, der je mit den Wiener Philharmonikern gespielt hat. Julian Rachlin spielt sehr differenziert. Auffallend seine leise, zarte sehr einfühlsame  Bogenführung. Sein Spiel berührt durch des Geigenspiels. Julian Rachlin spielt eine Stradivari aus dem Jahre 1704. In dem anschließenden Liebesleid und Liebesfreud  kommt seine Wiener Schule zum Ausdruck. Den Walzer und den Ländler spielt er  mit so viel Schmiss, dass man wirklich an einen Wiener Stehgeiger des alten Wiens  erinnert wird.

Michael Ziehrer © IOCO

Michael Ziehrer © IOCO

Für beste Stimmung sorgten die Märsche von Michael Ziehrer und Julius Fucik. Die Bläser und die Schlagzeuger des Philharmonischen Orchesters waren ganz in Ihrem Element. Uns die Zuhörer sehr begeistert. Das Gasteig war ausverkauft bis auf den letzten Platz.  Weiter ging es mit dem ganzen Orchester und der Israelischen Sopranistin Chen Reiss. In dem stimmlich sehr hoch angelegten Frühlingserwachen wirkte sie angestrengt, Während sie bei den weiteren Liedern aus der Fledermaus mit ungarischem Akzent stimmlich überzeugte und verdienten Applaus bekam.  Und dann Johann Strauß Sohn mit der Annen Polka und dem Kaiserwalzer und den Zugaben, es war wie im Neujahrskonzert, ganz wundervoll. Eine ganz besondere Rosenmontag Stimmung.

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