Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Die verkaufte Braut, 16.11.2019

November 7, 2019 by  
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Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Dorfidyll voller Tücken und Überraschungen – mit folkloristischem Flair und lyrischen Arien!

Premiere der Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana

Pforzheim. Wenzel, der Sohn des reichen Bauern Micha, ist ein Außenseiter im Dorf, denn er stottert. Marie, deren Eltern Schulden bei Micha haben, soll mit Wenzel verheiratet werden. Doch sie liebt den armen Hans und tut alles dafür, dass Wenzel der Hochzeit nicht zustimmt. Der Ehevermittler Kezal bringt jedoch Hans dazu, auf Marie gegen Bezahlung zu verzichten – und so verkauft Hans seine Geliebte zu aller Entsetzen. Hans besteht aber auf einer Klausel im Ehevertrag, die besagt, dass Marie nur mit einem Sohn des Bauern Micha verheiratet werden darf. Was passiert nun mit Wenzel, und wird Marie doch noch mit ihrem Hans glücklich werden? Am Samstag, 16. November um 19.30 Uhr feiert die Oper „Die verkaufte Braut“ von Bed?ich Smetana ihre Premiere im Großen Haus des Theaters Pforzheim.

Regisseur Gregor Horres sagt über seine Inszenierung: „Im Zentrum dieser Geschichte steht die junge Marie, die vor vielen Jahren von ihrem Vater an einen reichen Bauern für Geld verkauft wurde. Inzwischen ist Zeit vergangen. Marie hat sich in Hans verliebt. Um die Heirat zwischen Marie und dem Sohn des reichen Bauern zu realisieren, bedient man sich nun eines Heiratsvermittlers, der alle Hebel in Bewegung setzt, Hans auszuschalten. Was keiner weiß, Hans ist der erste Sohn des reichen Bauern. Er wurde aus dem Haus geworfen und will sich nun an seinen Eltern rächen. Die Eltern planen, ihren zweiten Sohn mit Marie zu verheiraten. Hans‘ Ziel ist es, diesen Plan der Eltern zu verhindern.

Das Schicksal dieser drei jungen Menschen steht im Zentrum meiner Arbeit. In der dörflichen Gemeinschaft finden diese drei jungen Menschen keinen Halt. Obwohl sie dort leben, sind sie Außenseiter. Die Gemeinschaft trifft sich auf einem Fest, geht dann wieder auseinander. Viel wissen die Menschen nicht voneinander. Sie erkennen noch nicht einmal in dem zugereisten Hans den ‚ehemaligen‘ Sohn des reichen Bauern. Man könnte dies fast als Zeichen einer Erosion des dörflichen Lebens deuten – fast im Sinne des Romans von Juli Zeh „Unterleuten“. Träume, Wünsche, Sehnsüchte besitzen diese jungen Menschen selbstverständlich. Sie wissen, was sie nicht wollen, befinden sich auf der Suche nach ihrem eigenen Weg. Eine Möglichkeit, einen ganz anderen Weg zu gehen, zeigt der Zirkus auf. Innerhalb des Zirkus verbinden sich die Gegensätze. Der Bär tanzt mit der Esmeralda, bekannt für ihre Seitensprünge, unter den Augen des Indianers. Die Welt in dem Dorf glaubt, jedes Problem mit Geld und einem dazugehörigen Vertrag lösen zu können.“

Mit der Oper „Die verkaufte Braut“ wurde Bed?ich Smetana zum Nationalkomponisten Tschechiens. Die Ouvertüre und der „Furiant“, ein schneller Volkstanz, werden häufig in Konzertprogrammen gespielt. Die Musik der Oper begeistert durch folkloristisches Flair und lyrische Arien, die sich mit lebendigen Chören abwechseln. Voller Lebensfreude werden typische Charaktere einer Dorfgemeinschaft vor Augen geführt, samt ihren Abgründen und liebenswerten Eigenheiten.

„Die verkaufte Braut“

Komische Oper von Bed?ich Smetana
Libretto von Karel Sabina
Deutsche Übersetzung von Kurt Honolka
In deutscher Sprache

Mit Tomas Möwes, Dorothee Böhnisch, Stamatia Gerothanasi/Anna Gütter, Aleksandar Stefanoski, Jina Choi, Philipp Werner/Benjamin Werth, Dirk Konnerth, Lukas Schmid-Wedekind, Steffen Fichtner/Karel Pajer, Elisandra Melián/Helena Steiner und Spencer Mason

Chor des Theaters Pforzheim
Extrachor des Theaters Pforzheim
Badische Philharmonie Pforzheim
Musikalische Leitung Florian Erdl
Inszenierung Gregor Horres
Bühnenbild und Kostüme Jan Bammes
(R)Einblicke – die öffentliche Probe am Samstag, 9. November um 11.30 Uhr im Großen Haus
Opernfrühstück am Sonntag, 10. November um 11 Uhr im Foyer

Premiere am Samstag, 16. November um 19.30 Uhr im Großen Haus mit Einführung um 19.10 Uhr im Foyer

Weitere Vorstellungen am So, 24. und Di, 26. November sowie an weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit, jeweils mit Einführung 20 Min. vor Beginn im Foyer

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Frankenstein Junior – Freche Horror-Parodie, 28.09.2019

September 17, 2019 by  
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Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Frankenstein Junior –  Young Frankenstein

Freche Horror-Parodie – mit Swing, Tanz und „monströsem“ Spaß!

Buch Mel Brooks + Thomas Meehan, Musik + Gesangstexte Mel Brooks

Premiere Samstag, 28. September 2019

Der Amerikaner Mel Brooks ist eine Koryphäe in Musical und Film. Niemand bringt wie er Figuren auf die Bühne, die Klischee und Liebenswürdigkeit mit so viel Witz verbinden. Seine Kompositionen haben Atmosphäre und Melodien, deren Rhythmen wortwörtlich in die Beine fahren. Besonders, wenn Irving Berlins legendäres „Puttin‘ on the Riz“ zur Stepptanz-Nummer wird, läuft das Ensemble zu Hochtouren auf.

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior - Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior – Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Die Handlung von Frankenstein Junior knüpft an den Frankenstein-Mythos von Mary Shelley an. Erzählt wird die Fortsetzung der Geschichte anhand des Enkels des berühmt-berüchtigten Wissenschaftlers: Dr. Frederick Frankenstein (sprich: „Fronkensteen„) ist erfolgreicher Neurobiologe in New York und distanziert sich durch die Aussprache seines Namens explizit von seinem Großvater Dr. Victor von Frankenstein. Dieser wollte einen Menschen schaffen, versetzte jedoch mit einem Monster die Welt in Angst und Schrecken. Frederick will mit dieser morbiden Vergangenheit auch nach dem Tod Victors nichts zu tun haben. Bei ihm kommt die Wissenschaft immer zuerst. Er verabschiedet seine Verlobte Elisabeth, ein New Yorker Society Girl und reist ab, um das geerbte Schloss in Transsilvanien zu besuchen.

Dort wird Frederick vom ergebenen Diener Igor und der strengen Haushälterin Frau Blücher empfangen. Als Labor-Assistentin ergänzt die junge Inga das Team. Und ehe sich Dr. Fronkensteen versieht, steht er im alten Laboratorium und ist dabei, eine bahnbrechende Entdeckung zu machen. Dabei entsteht mehr als eine Liebesgeschichte und jede Menge Komik….

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior - Schuermann, Dengler © Sabine Haymann

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior – Schuermann, Dengler © Sabine Haymann

Regisseur Klaus Seiffert, der auch an der Musikalischen Komödie in Leipzig und dem Alten Schauspielhaus in Stuttgart inszeniert, arbeitet gemeinsam mit Choreograph Mario Mariano zum ersten Mal in Pforzheim. Das musicalerprobte Duo wird von Bühnen- und Kostümbildner Tom Grasshof begleitet. Seine Ausstattung orientiert sich an Mel Brooks legendärem Film und schafft ebenso Raum für innig Momente wie lebendige Ensembleszenen. Die Musicaldarsteller Samuel Schürmann als Frederick Frankenstein und Manuel Dengler als Igor sind zu Gast im Musiktheaterensemble. In der Spielzeit 2015/16 sang sich Samuel Schürmann mit „My Way“ als Frank Sinatra bereits in die Herzen des Publikums.

Frankenstein Junior ist ein swingendes Musical, in dem Slapstick auf Horrorfilm trifft und alles zu einem mitreißenden Gute-Laune-Soundtrack tanzt. Liebevoll hat jeder Charakter seine Eigenheiten und bringt das Familiengeschäft auf seine Weise voran. Die lustvolle Fortsetzung der Geschichte um das Erbe Doktor Frankensteins parodiert dessen erste Verfilmung aus den 30er Jahren und das Horror-Genre wortspielreich und schwungvoll. Ganz in der Manier von Mel Brooks gleichnamigem Film aus dem Jahr 1974 garantiert diese Musicalproduktion „monströsen“ Spaß!

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior - Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior – Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Frankenstein Junior – Young Frankenstein

Mit Anna Gütter, Helena Steiner, Samuel Schürmann a. G., Lilian Huynen, Klaus Geber, Philipp Werner, Paul Jadach, Manuel Dengler a. G., Thorsten Klein, Chor des Theaters Pforzheim, Ballett Theater Pforzheim, Badische Philharmonie Pforzheim

Musikalische Leitung Philipp Haag, Inszenierung Klaus Seiffert, Bühnenbild und Kostüme Tom Grasshof, Choreografie Mario Marian

Premiere Samstag, 28. September um 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen am Fr, 4., Di, 8., So, 20., Mi, 23., Sa, 26. und Mi, 30. Oktober sowie an weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit

(R)Einblicke  – Die öffentliche Probe
In der Reihe (R)Einblicke haben allen Musicalfans am Samstag, 21. September um 11.30 Uhr die Gelegenheit, eine Frankenstein Junior-Probe unter Leitung des Regisseurs Klaus Seiffert zu erleben

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Florian Erdl – kommissarischer Generalmusikdirektor, Spielzeit 2019/2020

Juli 17, 2019 by  
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Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

  Florian Erdl – Kommissarischer neuer Generalmusikdirektor

Mit Beginn der kommenden Spielzeit 2019/2020 übernimmt Florian Erdl am Theater Pforzheim bis auf weiteres alle Geschäfte und Aufgaben der Leitung der musikalischen Abteilung als Kommissarischer Generalmusikdirektor. Erdl wird bis Jahresende das 1. und das 2. Sinfoniekonzert sowie das 1. Kinderkonzert dirigieren und die musikalische Leitung von Rigoletto sowie Die verkaufte Braut übernehmen.

Theater Pforzheim / Florian Erdl © Michae lStaab

Theater Pforzheim / Florian Erdl © Michae lStaab

Der gebürtige Münchner ist seit 2017 1. Kapellmeister am Theater Pforzheim und war zuvor Kapellmeister an der Oper Graz und 1. Kapellmeister am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg. Seit 2017 war Erdl mehrfach musikalischer Assistent von Sebastian Weigle an der Oper Frankfurt, an der er Mozarts Die Zauberflöte und Schrekers Der Ferne Klang dirigierte. Zudem brachten ihn Konzerte zuletzt mit der Philharmonie Merck, dem Sønderjyllands Symfoniorkester und dem LJO Hessen zusammen. Florian Erdl betrieb neben dem Doppelstudium Orchesterdirigieren und Musiktheorie Studien in Philosophie, Musikwissenschaft und Regie.

Der bisherige Generalmusikdirektor Markus Huber verlässt das Theater Pforzheim, um ab September 2019 seine neue Position als Chefdirigent der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach anzutreten.

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Junge Choreografen, 12.07.2019

Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

„Junge Choreografen“

Tanz von seiner jungen und unerwarteten Seite

Pforzheim. Tanzen können sie, die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Theater Pforzheim! Virtuos und stilsicher bewegen sie sich voller Gefühl und Ausdruck durch all jene Werke, die ihnen entweder auf den Leib choreografiert worden sind oder die sie gemeinsam mit den anderen Künstlern auf die Bühne zaubern – vom Musicalballett bis zur Rock-Oper.

Ende der Spielzeit zeigen sie, dass sie auch choreografieren können und wollen. Sie wechseln die Seite, kreieren selbst eigene Stücke und definieren Bewegungsflüsse – von der ersten Idee bis zu jenem Moment, an dem die Kollegen sie schließlich tanzen werden. Seitdem der Stuttgarter Fritz Höver vor Jahrzehnten das Format der „Jungen Choreografen“ ins Leben gerufen hat, um Menschen mit choreografischem Talent zu entdecken, ist es an vielen Theatern in Deutschland kopiert und dort jeweils zu einer wichtigen Plattform geworden, um den hauseigenen Nachwuchs in der Kunst der Choreografie zu fördern.

Am Theater Pforzheim bestücken gleich sieben „Junge Choreografen“ mit acht Neukreationen die diesjährige Ausgabe der „Jungen Choreografen“ im Podium: Eleonora Pennacchini, die das Publikum in dieser Spielzeit in der Rolle des Feuervogels sowie als Hera, Gattin des Zeus, tief berührt hat; die Niederländerin Evi van Wieren, die in „Ovid – Verwandlungen“ in die Rolle der Eurydike geschlüpft ist und in „Metamorphosen“ eine von Zeus´ Frauen verkörpert hat; der Australier Isaac di Natale, der in „Der Feuervogel“ ausdrucksstark das Unheil symbolisierte und in „Ovid“ als verzauberter Hirsch stirbt; Johannes Blattner, der in so verschiedenen Rollen wie Falco, Orpheus oder mächtig-egozentrischer Zeus ein ganzes Psychogramm von die Zeiten charakterisierenden Figuren auffächert. Stella Covi und Dario Wilmington, deren Uraufführungen sie zugleich als Abschlussarbeiten für ihren Bachelor an ihren jeweiligen Hochschulen, der Zürcher Hochschule der Künste und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, einreichen, vervollständigen ebenso wie Antoine Audras das Programm. Gemeinsam führen sie ihr Publikum, das sich auf einen der vielseitigsten und „unerwartetsten“ Tanzabende am Theater Pforzheim freuen darf, in die Tiefen zwischenmenschlicher Begegnungen, mysteriöser Menschenspiele, gesellschaftlicher Debatten und poetischer Wirklichkeiten.


Junge Choreografen
Eleonora Pennacchini: Behind the Scenes
Tanz: Alba Lopez, Selene Martello, Evi van Wieren, Johannes Blattner
Leon Damm, Abraham Iglesias
Evi van Wieren: Unpuzzle.
Tanz: Selene Martello, Isaac di Natale
Antoine Audras: Bagarre
Tanz: Alba Lopez, Selene Martello
Isaac Di Natale: After Dinner Special
Tanz: Isaac die Natale
Johannes Blattner: Cooking, Cleaning and Vaginas
Tanz: Alba Valenciano, Eleonora Pennacchini, Evi van Wieren, Elias Bäckebjörk, Sophie Lochmann (a.G.)
Stella Covi: N.N.
Tanz: Elias Bäckebjörk, Abraham Iglesias
Dario Wilmington: I want your piece
Tanz: Evi van Wieren, Leon Damm, Dario Wilmington
Johannes Blattner/Eleonora Pennacchini: Tango
Tanz: Eleonora Pennacchini, Johannes Blattner
Kostüme Katharina Andes
Choreografische Assistenz Damian Gmür
Dramaturgie Alexandra Karabelas

Premiere am Freitag, 12. Juli um 20 Uhr im Podium

Weitere und letzte Vorstellung am Sonntag, 14. Juli um 20 Uhr im Podium

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

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