Annaberg-Buchholz, Eduard von Winterstein Theater, Premiere Musicalnight JUKEBOX, 18.07.2020

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Eduard von Winterstein Theater

Eduard von Winterstein Theater / Greifensteine 2019 © Dirk Rueckschloss

Eduard von Winterstein Theater / Greifensteine 2019 © Dirk Rueckschloss

Greifenstein-Festspiele 2020:
Premiere der Musicalnight JUKEBOX
Am Sonnabend, dem 18. Juli 2020, um 21 Uhr hat die Musicalnight zwischen Felsen „Jukebox“ Premiere bei den Greifenstein-Festspielen.

Ehrenfriedersdorf. Eine Karaoke Bar, die wieder öffnen darf. Das Wirtspaar freut sich auf den ersten Abend mit Gästen nach langer Zeit. Endlich darf man wieder „Was erleben!“. Ganz verschiedene Typen treffen hier aufeinander: Stammgäste und Neulinge, Platzhirsche und Schüchterne, Gestresste, Einsame und Verliebte. Und mitten drin die Jukebox. Mit ihrer Hilfe kommen die Themen des Lebens auf den Tisch. Es wird gesungen und getrunken, geflirtet und gestritten, getanzt und geträumt, aber vor allen Dingen einfach gefeiert!

„Jukebox“, die musikalische Sommernacht auf den Greifensteinen, präsentiert beliebte Songs und mitreißende Titel aus Musicals und Revuen, die in den vergangenen Jahren vom Schauspielensemble des Eduard-von-Winterstein-Theaters gespielt worden sind. Von „Elfenfeuer“ bis „Heißer Sommer“, von „Blues Brothers“ bis „Rocky“ gibt es alles zu hören, was das Rock-Pop-Schlager-Herz erfreut – und das alles vor einer malerisch bis atemberaubend ins Licht gesetzten Felsenkulisse mitten im Erzgebirge.
Eine Show mit Wiedererkennungswert!

Eduard von Winterstein Theater / Greifensteine 2018 Heisser-Sommer © Dirk Rueckschloss

Eduard von Winterstein Theater / Greifensteine 2018 Heisser-Sommer © Dirk Rueckschloss

In der Inszenierung von Lucia Reichard und Asia Schreiter wirken mit: Marie-Louise von Gottberg, Marie-Luis Kießling, Gisa Kümmerling, Elisabeth Markstein, Philipp Adam, Nick Körber, Maximilian Nowka, Udo Prucha, Marvin Thiede und Nenad Zani?. Choreographie Jana Burkert. Die Live-Band steht unter der musikalischen Leitung von Markus Teichler.

Premiere: Samstag, 18. Juli 2020, 21 Uhr
Naturbühne Greifensteine, Ehrenfriedersdorf

Weitere Vorstellungen:
Fr, 24.07.2020, 21.00 Uhr | Sa, 25.07.2020, 21.00 Uhr | Fr, 07.08.2020, 21.00
Sa, 08.08.2020, 21.00 Uhr | Sa, 15.08.2020, 20.00 Uhr | Fr, 21.08.2020, 20.00
Fr, 28.08.2020, 20.00 Uhr | Sa, 29.08.2020, 20.00 Uhr |

—| Pressemeldung Eduard von Winterstein Theater |—

Baden-Baden, Festspielhaus, En suite-Festival – Tamestit, Tjeknavorian, Zassimova, 18.07. – 30.8.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

En suite – Festival – 18.7. – 30.8.2020

  Antoine Tamestit – Telemann, Bach – 18.7. – 19.7.2020

Die Festspiele Baden-Baden finden im Sommer 2020 in Hotels und dem Museum Frieder Burda statt. Unter dem Motto En suite gibt es ein Konzert-Programm mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie fest eingeplanten „Aha- Effekten“ vom 18. Juli bis zum 30. August 2020.

„Wer die Begriffe Baden-Baden, Musik und Hotel zusammenfügt, erzeugt angenehme Bilder in den Köpfen der Menschen“, so Stampa. Der Intendant möchte die durch die Corona-Pandemie erzwungene Spielpause auf diese angenehme Weise beenden. „Wir tasten uns langsam wieder an Live-Veranstaltungen heran – derzeit in kleinem Rahmen, der in Baden-Baden aber auch immer die Begriffe Sicherheit und Wohlergehen mitschwingen lässt“.

Das vollständige  Programm – En suite und mehr – HIER!

Das En suite – Festival begrüßt Solistinnen und Solisten wie den französischen Ausnahme-Bratschisten Antoine Tamestit, ein Streich-Trio um den gefeierten österreichischen Geiger Emmanuel Tjeknavorian, die in Baden lebende russische Pianistin Anna Zassimova sowie die international gefeierten Ensembles delian::quartett und das Schumann-Quartett.

Spielorte sind der Maler-Saal des Hotels Maison Messmer, die Orangerie des Brenners Park Hotel sowie das Museum Frieder Burda (in Zusammenarbeit mit dem Hotel „Kleiner Prinz“).

Den Auftakt macht im Malersaal des Hotels Maison Messmer der international als einer der einzigartigsten Bratschisten gefeierte Antoine Tamestit. In seinen Konzerten am Samstag 18. Juli, 16 Uhr, und Sonntag 19. Juli, 11 Uhr, stellt er auf reizvolle Weise Werke Johann Sebastian Bachs denen seines Zeitgenossen Georg Philip Telemann gegenüber. Festspielhaus-Dozent Dariusz Symanzski wird in das Konzert einführen und so für zusätzliche Aha-Effekte beim Musikgenuss sorgen.

Festspielhaus Baden - Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Festspielhaus Baden – Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Sowohl als Solist, Rezitalist und Kammermusiker ist Antoine Tamestist für seine unübertroffene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen Bratschentons bekannt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Instrumentalwettbewerben, wie bei den New Yorker Young Concert Artists Auditions und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Und auch sein Instrument ist einzigartig: Antoine Tamestist spielt die vielleicht wertvollste Viola der Welt:

Er konzertiert auf der 1672 von Stradivari gebauten „Mahler“- Bratsche, die vermutlich erste Viola, die von Stradivari stammt. Sein Repertoire reicht von der Barockzeit bis zur Gegenwart. In der aktuellen Saison sollte er mit einem umfangreichen Programm an Solo- und Kammerkonzerten „Portrait  Artist“ des London Symphony Orchestra sein, was die Corona-Pandemie unmöglich gemacht hat. Seine Residenz an der Kammerakademie Potsdam konnte er mit zwei Konzerten zumindest teilweise in Anspruch nehmen.

Er spielte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Orchestre de Paris, den Wiener Symphonikern, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem São Paulo Symphony Orchestra. Neben Sir John Eliot Garniner arbeitet er regelmässig mit den Dirigenten Valery Gergiev, Riccardo Muti, Marek Janowski, Antonio Pappano, François-Xavier Roth und Franz Welser-Möst zusammen.

In der Zeit Bachs und Telemanns hatte die Bratsche im Ensemble der Streichinstrumente noch sehr viel mehr zu tun, als viele ihr heute zutrauen: Die Unterwerfung der Mittelstimmen kam erst im Rokoko und in der Wiener Klassik. War die Bratsche zuvor gleichberechtigter Partner im polyphonen Stimmgeflecht, verschwand sie nun in der vernachlässigten Mitte zwischen den Geigen, die oben jubilierten, und den Celli und Bässen, die unten Halt gaben. Tamestit deutet in seinem Programm die Bratsche wieder um: aus der lauen Mitte wird der wandlungsfähige, nach vielen Seiten offene Mittler: Denn es ist eine Stärke seines Instruments, dass auf ihm spieltechnisch alles möglich ist, was auch die Geige kann, wenn auch deren brillante Höhe fehlt. Zudem hat die Bratsche im tieferen Register mehr zu bieten als ihre zierliche Schwester – sie betört mit warmem, vollem Ton.

Festspielhaus Baden - Baden / Malersaal Baden-Baden © Maison Messmer

Festspielhaus Baden – Baden / Malersaal Baden-Baden © Maison Messmer

In den Konzerten am 18. und 19 Juli erklingen im Malersaal des Maison Messmer Fantasien von Georg Philipp Telemann und Suiten von Johann Sebastian Bach. Entstanden sind Bachs Suiten wie auch Telemanns Fantasien in den 1720er und 30er Jahren. Waren Telemanns Fantasien im Aufbau von Bach gar nicht so weit entfernt – auch in ihnen verbergen sich kleine Tanzsuiten und flotte Gigues im Dreiachteltakt.

Doch während bei Bach die Musik voranschreitet wie in einem Selbstgespräch oder einer Meditation, hört man bei Telemann das „Publikum“ immer gleich mit. Er bevorzugte klar umrissene, eingängige Melodien und folkloristische Rhythmen und komponierte mit Blick auf musikalische Laien, die seine Noten kauften oder Unterricht bei ihm nahmen. Damit stieß er eine Tür auf zur bürgerlichen Musikkultur, die nicht mehr für Gott oder den König, sondern für sich selbst musizierte.

Dass er in Leipzig aus geselligem Musizieren unter Studenten die öffentlichen „Kollegiumskonzerte“ formte, passt in diese neue Musikkultur. Sein Nachfolger als Leiter dieser Konzerte war dann gleichwohl kein Geringerer als Bach. Der Malersaal aus der Zeit der Belle Époque ist das Herzstück unter den festlichen Sälen, die das traditionsreiche Hotel Maison Messmer für außergewöhnliche und exklusive Veranstaltungen bereithält. Schon im alten „Messmer“ war der Malersaal Ort für festliche Events, hier gab sich die High Society von Baden-Baden ein Stelldichein. Aufwendig restauriert, mit über sieben Metern Raumhöhe und einem geradezu imperialen Ambiente, knüpft der Malersaal heute wieder an diese Tradition an und bietet einen idealen Rahmen für den En suite- Auftakt.

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Halfing, Immling Festival, Konzerte im Abendrot,17.07. – 02.08.2020

Juli 2, 2020 by  
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Immling Festival

Immling Festival / Immlinger Konzerte im Abendrot © Immling Festival / Christine Unterseer

Immling Festival / Immlinger Konzerte im Abendrot © Immling Festival / Christine Unterseer

„Ohne Musik wäre das Leben Irrtum“ – Immlinger Konzerte im Abendrot

Friedrich Nietzsches Satz „Ohne Musik wäre das Leben Irrtum“ hat sich gerade in Corona Zeiten als prägend erwiesen – auch wenn gemeinsames Musizieren nicht mehr möglich war: Musik erklang online über veröffentlichte Konzertaufnahmen, Live-Streams und von italienischen Balkonen. Die Sehnsucht nach Musik war auch bei den Gästen des Immling Festivals ungebrochen.

Das Immling Festival hatte Ende April bekannt gegeben, die Festspielsaison mit den Operneigenproduktionen und verschieden Orchesterkonzerten auf das nächste Jahr zu verschieben. Das Team rund um den Intendanten Ludwig Baumann möchte den Sommer dennoch nicht stumm ‚verklingen lassen‘. Unter Rücksichtnahme aller geltenden Bestimmungen sollen nun ab dem 17. Juli Abende zum Träumen geschaffen werden. Von Klassikern wie Beethoven hin zu temperamentvollen Melodien der Spanischen Nacht: Das Festival meldet sich mit einem vielseitigen Programm aus der Zwangspause zurück. Mit den ‚Immlinger Konzerten im Abendrot‘ gilt es, die Rückkehr der Musik und der Kultur zu feiern. Die 11 Veranstaltungen der Reihe bieten eine musikalische Reise von Wien über Spanien bis nach Napoli, von Beethoven über Flamenco bis Jazz und durch die 20er bis 40er Jahre.

Festspielhaus Gut Immling © Nicole Richter

Festspielhaus Gut Immling © Nicole Richter

„Wir freuen uns auf die namhaften internationalen und regionalen KünstlerInnen und Kulturinstitutionen, die bei uns gastieren werden.“, so musikalische Leiterin Cornelia von Kerssenbrock. Zu Gast sind unter anderem Hans Berger mit seinem Ensemble, wie auch der Kulturverein Rosenheim mit den Musikern Dieter Lallinger und Wen-Sinn Yang und das international renommierte Vokalensemble Singer Pur. Kinder und Familien entführt das Theater Herwegh mit dem Stück „RabenSchaben“ in die zauberhafte Welt der Fabeln. Auch Kultabende wie der Wiener Operettenabend, der Liederabend und die Operngala „Nessun dorma! – Keiner schlafe!“ werden mit den internationalen SolistInnen des Immling Festivals dargeboten.

Die Piazza vor dem Festspielhaus mit ihrem traumhaften Blumengarten war schon in früheren Festspielen Schauplatz von Open-Air Veranstaltungen. Sie bietet ausreichend Platz um alle Sicherheitsabstände zu wahren und liefert zudem noch eine eindrucksvolle Kulisse durch den atemberaubenden Immlinger Sonnenuntergang. Bei schlechtem Wetter bietet das Festspielhaus genügend Raum, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

„Dieses Programm ist nicht nur für uns und unsere Künstler die Möglichkeit, endlich wieder Musik zu machen. In erster Linie ist es für unsere Gäste, Freunde und Unterstützer. Ein musikalisches Dankeschön an alle, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben.“, betont Cornelia von Kerssenbrock. „Diese Konzerte sind unsere Art, all diesen Menschen etwas zurück zu geben.“

Immling Festival / Immling Impressionen © Christine Unterseer

Immling Festival / Immling Impressionen © Christine Unterseer


Spielplan


Der Ticketverkauf für diese Konzertreihe findet auf Grund vorgeschriebener personalisierter Tickets ausschließlich über das Immling Festival Ticketbüro statt. Sie erreichen dieses täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr telefonisch unter 08055/90 34 0 oder per E-Mail: tickets@immling.de.


Fr. 17.7. I 19.30 Uhr
Freunde, das Leben ist lebenswert
Operettenzauber und Wiener Melodien
A 36,- € I B 29,- €


Sa. 18.7. I 19.30 Uhr
La Vida Loca – Spanische Nacht
Mit Ricardo Volkert & Ensemble
A 36,- € I B 29,- €


So. 19.7. I 11.00 Uhr
RabenSchaben
Kinder- und Familientheater Herwegh
Erw. 12,- € I Ki. 8,- €


So. 19.7. I 19.30 Uhr
Du bist mir so unendlich lieb
Schumann Liederabend und Lesung
A 36,-  € I B 29,- €


Fr. 24.7. I 19.30 Uhr
Melodie ist das sinnliche Leben der Poesie
Beethoven Sonaten mit Dieter Lallinger und Wen-Sinn Yang
A 36,- € I B 29,- €


Sa. 25.7. I 19.30 Uhr
Fields of Gold
Mit dem Vokalensemble Singer Pur
A 36,- € I B 29,- €


So. 26.7. I 19.30 Uhr
Kann denn Liebe Sünde sein?
Mit Katja Ritter und Ensemble
A 29,- € I B 22,- €


Fr. 31.7. I 19.30 Uhr
Das Beste der Musik steht nicht in Noten
Moser Trio – Von Beethoven bis Birdland
A 36,- € I B 29,- €


So. 2.8. I 11.00 Uhr
Almsommer
Bay. Frühschoppen mit Hans Berger & Ensemble
A 29,- € I B 22,- €


Sa. 1.8. und So. 2.8. I 19.30 Uhr
Nessun Dorma!- Keiner schlafe!
Operngala
A 49,- € I B 36,- €

—| Pressemeldung Immling Festival |—

Ulm, Theater Ulm, Spielplan 03.-05.07.2020

Juni 23, 2020 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Kammermusik, Lesung und Liederabend

Das abwechslungreiche »Zwischenspiel«-Programm vom 3. bis 5. Juli 2020

Durch die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 26. Mai 2020 sind auch am Theater Ulm Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmenden ab Juni wieder erlaubt. Nach der Corona-bedingten Schließung seit Mitte März lädt das Theater ab dem 19. Juni 2020 wieder zu Vorstellungen und Konzerten ein. Im Foyer und auf der Bühne des Großen Hauses werden bis zum 19. Juli 2020 immer freitags, samstags und sonntags unter Einhaltung behördlich vorgeschriebener Regelungen zur Corona-Prävention ca. einstündige abwechslungsreiche Programme aller Sparten gezeigt. Die geltenden Verhaltensregeln sind auf der Website des Theaters (https://www.theater-ulm.de/theater/aktuelles/verhaltensregeln) veröffentlicht.

Am Freitag, den 3. Juli 2020 präsentieren Christianne Bélanger und Martin Gäbler um 19.30 Uhr im Foyer Liederzyklen Robert Schumann und Michael Weiger, der den Liederabend auch am Klavier begleiten wird. Das Konzert steht dabei ganz im Zeichen der Liebe. Zur Liebe gehören maßlose Gefühle, rauschender Überschwang und Schmerz. Davon künden auch die Gedichte von Lise Devèze: »… dass in meinen Träumen, wenn ich schlafe / Goldlandschaften tanzen.« Lise Devèze stellte dem Ulmer Kapellmeister und Studienleiter Michael Weiger ihre Gedichte persönlich für eine Vertonung zur Verfügung. Nach der Uraufführung der »Rutilances« im Jahr 2000 in der Schweiz präsentiert Michael Weiger nun in Ulm mit der Sängerin Christianne Bélanger die Erstaufführung der Fassung für mittlere Stimmlage. Helle und düstere Seiten einstigen Liebesglücks sprechen auch aus Schumanns Liederzyklus »Dichterliebe«, der in einer Interpretation von Martin Gäbler zu Gehör gebracht werden wird. Sechzehn Gedichte aus Heinrich Heines »Lyrischem Intermezzo« verwandelte Schumann 1840 in ironische und sehnsuchtstänzelnde Musik. Klavier- und Gesangspart scheinen zu verschmelzen. Für den Liederabend, in dem diese besonderen Kompositionen erstmalig zusammen zur Aufführung kommen, sind Karten (16 €, ermäßigt 11 €) an der Theaterkasse oder online unter www.theater-ulm.de verfügbar.

Am Samstag, den 4. Juli 2020 liest Schauspieler Stephan Clemens aus Julian Barnes‘ »Eine Geschichte der Welt in 10 ½ Kapiteln«. Julian Barnes genialischer Episoden-Roman ist ein moderner Klassiker und — wie das Publikum bereits bei einer Lesung mit Stephan Clemens im Februar genießen konnte — ein echtes Hörvergnügen. Auf den Spuren des Arche-Noah-Mythos lädt uns der Schauspieler ein auf eine Reise durch die Zeit. »Die Kunst des Julian Barnes ist ein Schiff, das jeder besteigen sollte, den es zu den Abenteuern des Gedankens drängt«, urteilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die »Zeit« befand ob der »unglaublichen Leichtigkeit« dieses Werks: »Wem die Kunst des Romans nicht gefällt, dem ist auf Erden nicht zu helfen — mit Kunst und Literatur jedenfalls nicht.« Stephan Clemens präsentiert in einer neu zusammengestellten Version das erste Kapitel »Der blinde Passagier«, in dem das Publikum die uneingeschränkte Wahrheit über die Arche erfahren wird, über Noah, seine Sippschaft und das, was wirklich mit dem Einhorn geschehen ist, einen Reisebericht, den man so nicht in der Bibel finden wird. Die Lesung im Großen Haus beginnt um 19 Uhr und wird musikalisch einfühlsam begleitet von der Harfenistin Evelyne Zoller. Karten zu 22 € (ermäßigt 14 €) sind an der Theaterkasse und online unter www.theater-ulm.de erhältlich.

Am Sonntag, den 5. Juli 2020 präsentieren Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters der Stadt Ulm um 11 Uhr und um 15 Uhr unter dem Titel »Romantik Russlands« Kammermusik von Alexander Borodin und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky im Foyer des Theaters Ulm. Borodin und Tschaikowsky gelten als die namhaftesten Vertreter künstlerischer Gruppierungen in Russland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich jeweils der Emanzipation von bis dahin vorherrschenden italienischen, deutschen und französischen Einflüssen und der Herausbildung einer nationalen Musik verschrieben, unter Einbindung volkstümlicher Melodien und Themen. Hauptamtlich Wissenschaftler, Mediziner und Chemieprofessor, war das Komponieren für den vielfach begabten Alexander Borodin eine lebenslange Passion: Im seiner Frau Ekaterina Protopova gewidmeten 2. Streichquartett von 1881 ist russische Melodik dominant, betont vor allem durch das Cello, welches Borodin selbst virtuos spielte. Die Komposition wurde nicht zuletzt durch das effektvolle Notturno populär. Das überhaupt erste bedeutende Streichquartett eines russischen Komponisten aber stellte der junge Pjotr Iljitsch Tschaikowsky 1871 mit einem Konzert eigener Lieder, Klavier- und Kammermusikwerke in Moskau vor, die von ortsansässigen prominenten Musikern interpretiert wurden. Tschaikowskys Opus 11 gelangte rasch zu internationalem Ruhm, vor allem das Andante cantabile, welches in zahlreichen Bearbeitungen weltweit Verbreitung fand. Wie bei Borodin sind auch hier volkstümlich inspirierte Themen prägnant, die schlichte ukrainische Volksmelodie aus dem Andante berührte den Dichter Lew Tolstoi bei einem Konzert zu seinen Ehren 1876 derart, dass er weinen musste. Angeblich lauschte Tschaikowsky diese Volksweise während der Sommerfrische einem ukrainischen Zimmermann bei der Arbeit ab. Es musiziert das »Porta Nuova Quartett«: Yuki Kojima (Violine) Christina Hauser-Gurski (Violine) Sayuri Nakao-Haas (Viola) Andreas Haas (Violoncello). Karten für die Konzerte (16 €, ermäßigt 11 €) sind an der Theaterkasse und online unter www.theater-ulm.de erhältlich.

Die Theaterkasse ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Freitag: 11 – 18 Uhr, Samstag: 10 – 13 Uhr. Die Abend- bzw. Tageskasse öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

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