Essen, Aalto Theater, Wiederaufnahme Lohengrin von Richard Wagner, ab 08.04.2018

März 14, 2018 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / Lohengrin © Forster

Aalto Theater Essen / Lohengrin © Forster

 Lohengrin von Richard Wagner

 Tatjana Gürbacas Inszenierung am 8. +  22. April sowie am 6. Mai 2018

In der gefeierten Inszenierung von Tatjana Gürbaca kehrt Richard Wagners Lohengrin auf die Bühne des Aalto-Musiktheaters zurück. Nach der Wiederaufnahme am Sonntag, 8. April 2018, um 16:30 Uhr folgen zwei weitere Vorstellungen am 22. April und 6. Mai 2018. Nominiert für den Theaterpreis „Der Faust“ und den International Opera Award, war „Lohengrin“ eine der erfolgreichsten deutschen Opernproduktionen des vergangenen Jahres. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil stellt sich nun der russische Tenor Sergey Skorokhodov, Ensemblemitglied am renommierten St. Petersburger Mariinsky-Theater, dem Aalto-Publikum als Lohengrin vor. Jessica Muirhead übernimmt erneut die Rolle der Elsa, Heiko Trinsinger ist als Friedrich von Telramund zu erleben. Außerdem wirken Rebecca Teem als Ortrud, Almas Svilpa als Heinrich und Karel Martin Ludvik als Heerrufer mit.

Richard Wagner in Bayreuth Foto IOCO

Richard Wagner in Bayreuth Foto IOCO

Die Geschichte von Wagners Lohengrin, die einen wichtigen Punkt am Übergang von der Oper hin zum musikalischen Drama markiert, ist tragisch: Elsa von Brabant wird des Mordes an ihrem Bruder Gottfried bezichtigt. Den Vorwürfen der Ankläger Telramund und Ortrud ist sie komplett ausgeliefert. Die Suche nach der Wahrheit wirkt ausweglos. Da betritt ein Mann von außen das Geschehen, ein „Erlöser“ in potenziell zweifacher Hinsicht – für die Gesellschaft und auch für Elsa. Er will Elsa helfen. Sogar heiraten will er sie. Doch er knüpft sein Hilfsangebot an eine Bedingung: Niemals solle Elsa nach seinem Namen und seiner Herkunft fragen. Diesem auf den ersten Blick womöglich nicht ganz nachvollziehbaren Liebesbeweis willigt Elsa ein. Aber die Sache geht schief. Elsa plagen, verständlicherweise, urmenschliche Fragen. Sie bricht mit dem Pakt, forciert von den Intriganten Ortrud und Telramund, indem sie das Unausgesprochene einfordert – und verliert alles.

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Hamburg, Elbphilharmonie, NDR Elbphilharmonie Orchester mit „Sinfonien der Krise“, IOCO Kritik, 22.01.2018

Januar 22, 2018 by  
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Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

NDR Elbphilharmonie Orchester mit Herbert Blomstedt

„Sinfonien der Krise in nobler nordischer Eleganz“

Von Guido Müller

Am 11. Januar 2018 feierte das neue Wahrzeichen Hamburgs, die Elbphilharmonie  einjährigen Geburtstag. Und zwar gut hanseatisch nicht mit einem Galakonzert großer Stars von auswärts sondern mit ihrem Hausorchester und dem langjährigen Chefdirigenten Herbert Blomstedt in einem Abonnementskonzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543 und der Sinfonie Nr. 3 d-moll in der Urfassung von Anton Bruckner.

Elbphilharmonie Hamburg / NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg / hier mit Herbert Blomstedt und "Sinfonien der Krise" © Daniel Dittus

Elbphilharmonie Hamburg / NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg / hier mit Herbert Blomstedt und „Sinfonien der Krise“ © Daniel Dittus

Eine bessere und festlichere Kombination hätte es kaum geben können. Der noble, charmante und bescheidene Maestro aus dem hohen Norden mit der heroischen und vornehmen großen Es-Dur Sinfonie von Mozart, deren Eingangsportal mit feierlichen Punktierungen des Orchesters nach dem Vorbild der barocken Ouvertüre bereits die Töne des Erhabenen wie in seiner Oper Die Zauberflöte vorgeben. Und die große d-moll-Sinfonie Bruckners, nicht nur der Tonart nach an Beethovens Großer Neunter Sinfonie modelliert, mit der die Elphi vor einem Jahr eröffnet wurde (Foto) – und dirigiert vom bedeutendsten Bruckner-Dirigenten unserer Tage. Schon diese Programmierung macht deutlich, wie intelligent und bewußt der neunzigjährige Altmeister aus Schweden seine  Konzertprogramme zusammenstellt.

Bruckners dritte Sinfonie, die er als sein Schmerzenskind in drei Fassungen von 1874, 1877 und schließlich 1890 hinterlassen hat, hat noch den Beinamen „mit der Trompete“ – aufgrund des charakteristischen Trompetenmotivs – und „Wagner-Sinfonie“, aufgrund der Widmung  Bruckners nach seinem Bayreuthbesuch an seinen zweiten neben Gott am meisten verehrten  und angebeteten Meister Richard Wagner.

 Elbphilharmonie Hamburg / Die spektakuläre Elbphilharmonie zum Eröffnungskonzert 2017 © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Die spektakuläre Elbphilharmonie zum Eröffnungskonzert 2017 © Michael Zapf

Wie der NRD-Dramaturg Julius Heile in seinem ausgezeichneten Einführungsvortrag plastisch mit Tonbeispielen zeigte, ist die Urfassung auch voller Themen und Motive aus Richard Wagners Opern wie das berühmte Tristan-Motiv aus Tristan und Isolde, aus Isoldes Liebestod, das Schlafmotiv aus der Walküre und aus dem Chorauftritt im zweiten Aufzug  Lohengrin. Diese huldigenden Wagner-Zitate strich Bruckner später nach den totalen Mißerfolgen der ersten Konzerte wieder. Die Wiener Philharmoniker hatten sich der  Aufführung 1874 verweigert.

Wagner selber bezeichnete in seiner ironisch-sarkastischen Art den Verehrer aus Linz aufgrund dieser Sinfonie als „die Trompete“. Bruckner zitierte aber nicht nur unterwürfig den Bayreuther Meister sondern auch sich selber selbstbewusst mit der Zweiten Sinfonie. Damit  wird deutlich, wie durchaus seiner kompositorischen Fähigkeiten bewußt der sonst voller Skrupel und Unterwürfigkeit auftretende und leicht zu verunsichernde Organist von Sankt  Florian eigentlich war. Auch im Finale der dritten Sinfonie in der Urfassung zitiert Bruckner selbstreferentiell und selbstbewusst bereits in dem ihm eigenen Verfahren Themen aus den ersten drei Sätzen seiner Sinfonie.

Elbphilharmonie Hamburg / hier Intendant Christoph Lieben-Seutter © Danie Dittus

Elbphilharmonie Hamburg / hier Intendant Christoph Lieben-Seutter © Danie Dittus

Vor Mozarts „Erhabener“ und der „Wagner-Sinfonie“ Bruckners mit der Trompete in der   Urfassung, die Bruckner selber nie gehört hatte, wurde das einjährige Elbphilharmonie –   Jubiläum mit einer festlichen Blechbläserfanfare von Simone Candotto, die das Oboen-Solostück zur Elphi-Eröffnung 2017 verwendet, sowie einer kurzen Ansprache von Generalintendant Christoph Lieben-Seutter gewürdigt.

Darauf folgte Mozarts erste Sinfonie aus der großen sinfonischen Trias des Krisenjahrs 1788. In diesem Jahr hatte Mozart gesellschaftlich seinen Zenit überschritten, hatte als Unternehmer  in Wien keine Erfolge mehr und sank sein Einkommen drastisch. Im Jahr zuvor war sein  Vater gestorben und Mozart verfiel in seelische Depression und Melancholie. Trotzdem  entfaltete er gerade in dieser Zeit eine enorme kreative Produktivität wie mit den in nur neun Wochen geschriebenen großen letzten Sinfonien, deren Auftrag oder Anlass wir nicht kennen.

Das oftmals mit solchen Attributen wie „glücklich“, „liebenswürdig“ und „heroisch“             bezeichnete Stück steht mit einem Bein noch in der überkommenen Tradition gepflegter Unterhaltung. Auf der anderen Seite zeugt es aber auch von der „Auseinandersetzung des Individuums mit mächtigen, bisweilen übermächtig erscheinenden Kräften“ (Martin Geck). Der „Gestus des Erhabenen“ (Julius Heile im Einführungstext des Programms, S. 7) manifestiert sich in der nebenbei auch freimaurerischen Tonart Es-Dur und schließt bei Mozart aber auch scheinbare Unordnung mit vielerlei Kontrasten ein.

„Die heroischen und elegischen Züge der Sinfonie, das F-moll Thema des Andantes,  besonders im Adagio, die heftigen Zweiunddreißigstel und die Herzens-Seufzer kurz bevor sich die krause Stimmung in lächelnde Heiterkeit auflöst, sind reale Erlebnisse, an denen nicht zu zweifeln ist.“ (Theodor Kroyer,1933). Diese innere Gegensätzlichkeit und scheinbare Unordnung, sicher biographisch begründet, zwischen dem ungewöhnlich zarten Thema des 1. Satzes nach der pompösen Einleitung oder dem dunklen h-moll Einbruch des Andantes ist bezeichnend für diese Sinfonie des Umbruchs kurz vor dem Ausbruch der Französischen Revolution 1789. Ebenso auch der das Versprechen der majestätischen Sinfonie-Eröffnung à la Ancien Regime so gar nicht  einlösende, ja geradezu in Frage stellende unschließende offene Schluss des à la Altmeister   Haydn wirbelnden Allegro-Finales voll Mozartischer Unfasslichkeiten und Überraschungen.

Wolfgang Amadeus Mozart hier vor dem Salzburger Festspielhaus © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart hier vor dem Salzburger Festspielhaus © IOCO

Herbert Blomstedt dirigiert nun einen nie aufdringlichen, nie aufgeregten Mozart. Zart und  ernst, leicht federnd und mit der nötigen Dramatik und Tiefe, zusammen mit dem NDR Elbphilharmonie Sinfonieorchester atmend gestaltet er den Übergang vom Adagio zum Allegro des 1. Satzes mit philosophisch rhetorischer Eleganz des Grandseigneurs. Die existentielle Dramatik kommt im voll aufblühenden und duftigen Klang des überragend musizierenden Orchesters ganz zu ihrem Recht. Herausragend immer wieder der Stimmführer der Flöten Wolfgang Ritter. Im Menuett explodiert der Tanz förmlich mit einem zugleich luftig wie männlich-markant aufspielenden Trio. Dabei spielt der Klarinettist Gaspare Buonomano mit aller italienisch-Wienerischen Eleganz. Im Andante steuert das Fagott von Magnus Koch-Jensen die zauberhafte Kantilene bei. Auch im Duett mit Sonja Starke. Im Finale gestaltet Blomstedt mit dem meisterhaft spielenden Orchester eine perfekte Terrassendynamik und ruft bei den Mitgliedern des auf der Stuhlkante musizierenden Orchestere Lächeln und Freude in die  Gesichter. Selbstverständlich dirigiert Blomstedt den Mozart ebenso wie den Bruckner auswenig. Nur ein kleines rot eingeschlagenes Heft auf dem Pult bezeugt die Demut des lediglich ausführenden Kapellmeister-Dirigenten vor der Komposition und dem Komponisten.

Zu Bruckner hatte Herbert Blomstedt bereits als junger Student vor bald 70 Jahren ein besonderes Verhältnis. Mit seinem älteren Bruder pfiffen sie nach einem Besuch der Vierten  Sinfonie Bruckners die Themen nach, um sie nicht zu vergessen, und bei den schönen Stellen klopften sie sich gegenseitig leicht auf die Knie. Die Auseinandersetzung mit Bruckner war für Blomstedt „anfangs – bevor die intellektuelle Aufarbeitung kam – vor allem ein sehr emotionales, fantastisches Erlebnis„, das ihn seitdem nicht los gelassen hat. (zitiert nach dem Programmzettel) Genauso ergeht es sicher den meisten Hörern beim erstmaligen Besuch einer Bruckner-Sinfonie.

Elbphilharmonie Hamburg / Herbert Blomstedt © Patrik Klein

Elbphilharmonie Hamburg / Herbert Blomstedt © Patrik Klein

Und dieses großartige emotionale Erlebnis garantiert heute Blomstedt, wenn er auf der ganzen Welt immer wieder Bruckner dirigiert, wie an diesem unvergesslichen Abend in Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester.

Wenn der Bruckner-Kritiker Hanslick 1877 das gehässige Verdikt über die Dritte ausspricht,  sie sei eine „Vision, wie Beethovens ‚Neunte‘ mit Wagners ‚Walküre‘ Freundschaft schließt    und endlich unter die Hufe ihrer Pferde gerät“ (Programm, S. 9), so empfinden wir das heute   in der meisterlichen Interpretation durch Blomstedt als Kompliment. Den ersten großen Satz   der Dritten als Sonatensatz mit drei Themengruppen in der Exposition gestaltet Blomstedt bereits im Trompetensignal (hervorragend Guillaume Couloumy) über dem pulsierenden Klangteppich der herausragenden Streicher unter Konzertmeister Stefan Wagner nomen est omen, kann man hier sagen –  als erhabene festliche „Welt-Enstehungsmusik“. Blomstedt gelingt dabei gestalterisch auf das Faszinierendste den ganz großen Bogen zu schlagen zur Wiederkehr des signalartigen Trompetenmotivs in den letzten Takten des Finales und triumphalen Zieles der gesamten Sinfonie. Die wuchtigen Blechbläsersteiherungen lassen den Zuhörer den Atem anhalten (Hörner mit Jens Plücker, Posaunen mit Stefan Geiger und Uwe  Leinbacher (Bassposaune). Ähnlich wie in Mozarts Es-Dur Sinfonie atmet Bruckners Scherzo des 3. Satzes in der Ländler-Melodie des 2. Abschnitts und im Trio im Dreiertakt Wiener Eleganz. Wie in einer Bruckner-Sinfonie zeichnen diese Querbezüge immer auch die Konzertprogramme Blomstedts aus.

Im Finale kombiniert Bruckner Sphären des mit grober Pranke dreinschlagenden Hauptthemas mit einer charmant schmeichelnden Polka und einem Choral der Hörner (Jens Plücker, Dave Claessen, Adrian Diaz Martinez, besonders Nuria Rodrigez hervorragend!).  Alle Themen der vorherigen Sätze spielt Bruckner kurz vor Schluss des Finales nochmals kurz an. Dies wirkt innerhalb der Sinfonie wie eine Reminiszenz auf das vorhergehende Geschehen und erlaubt dem Zuhörer gedanklich gleichsam sich der vielen großartigen Momente eines Elphi-Jahres zu erinnern.

Mit enormer geistiger Wachheit, körperlicher Präsenz, Herzlichkeit und manchmal bübischer Fröhlichkeit, charmant, nobel und uneitel dirigiert Herbert Blomstedt als absolute Ausnahmeerscheinung unter den Dirigenten unserer Zeit mit Konzentration auf Wesentliche, größtmöglicher Präzision und geradezu hartnäckiger Durchsetzung seiner ästhetischen Anschauungen nicht nur Mozart und Bruckner. Sondern ebenso souverän und fröhlich stellt er sich auch den dankbaren Ovationen und dem Beifallsorkan des Hamburger Publikums.

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk konnte Chefdirigent Herbert Blomstedt mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester den Hamburgern und vielen Besuchern von weit her nicht machen. Das Konzert wurde aufgezeichnet und im NDR übertragen.

—| IOCO Kritik Elbphilharmonie Hamburg |—

 

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Lohengrin & Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte, Januar 2018

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias-Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias-Stutte

Premieren –  Lohengrin von Richard Wagner

 Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Das Jahresende rückt näher – eine gute Gelegenheit, um einmal inne zu halten und in Ruhe frische Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Das Theater sollte auf jeden Fall Platz in Ihrem Kalender finden:

Besuchen Sie zum Jahresbeginn Wagners Lohengrin und Michael Nymans Kammeroper Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte Von einem „Wagner-Wunder am Niederrhein“ war in der Presse zu lesen anlässlich der Premiere von Lohengrin am Krefelder Theater in der letzten Saison. Auch bei der Gastspielreise des Gemeinschaftstheaters in Estland wurde die Inszenierung frenetisch gefeiert. Ab Samstag, den 20. Januar 2018 ist die Oper in der Regie von Robert Lehmeier am Theater Mönchengladbach zu erleben.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Lohengrin © Thomas Esser

Theater Krefeld Mönchengladbach / Lohengrin © Thomas Esser

– Das Gemeinschaftstheater ist in der glücklichen Lage, alle anspruchsvollen Solistenpartien aus dem eigenen Ensemble besetzen zu können. Für den herausfordernden Chorpart dieser Oper werden 70 Sängerinnen und Sänger aufgeboten durch den Haus- und Extrachor sowie durch professionelle „Wagner-Choristen“.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte © Thomas Esser

Theater Krefeld Mönchengladbach / Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte © Thomas Esser

Ab Mittwoch, dem 31. Januar 2018 wird Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte von Michael Nyman am Theater Mönchengladbach aufgeführt: Dr. P., ein Sänger und Gesangslehrer, hat zunehmend Schwierigkeiten damit, Gesichter und Gegenstände wiederzuerkennen. Der Neurologe Dr. S. diagnostiziert visuelle Agnosie, auch „Seelenblindheit“ genannt. Verblüfft ist der Arzt von Dr. P.’s Methode, sich trotz seiner Erkrankung im Alltag zurechtzufinden: Er verknüpft jede Tätigkeit mit Musik. – Die Inszenierung (Regie: Robert Nemack) dieser 70minütigen Kammeroper findet auf der Großen Bühne statt, auf der auch die Zuschauer Platz nehmen.

—| Pressemeldung Theater Krefeld Mönchengladbach |—

Zürich, Opernhaus Zürich, Highlights Juli 2017

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme
Lohengrin
Am 4 Jul 2017 um 18.00 Uhr

In politisch unruhigen Zeiten wird Elsa von Brabant angeklagt, ihren Bruder, den Thronfolger des Herzogtums, umgebracht zu haben. In Elsas Not kommt ihr ein geheimnisvoller Ritter zu Hilfe, der unter einer Bedingung für sie streitet: Nie soll sie nach seinem Namen und seiner Herkunft fragen. In Lohengrin brachte Richard Wagner seine politischen Utopien von einer anderen Weltordnung zum Ausdruck. Andreas Homoki verlegte die Handlung in seiner Inszenierung in ein abgelegenes Bergdorf, in dem sowohl die politische Situation wie auch das Eintreten des Lohengrin-Wunders auch aus heutiger Zeit glaubhaft erscheinen.

Am Pult steht in dieser Wiederaufnahme Generalmusikdirektor Fabio Luisi. In der anspruchsvollen Titelpartie ist Brandon Jovanovich zu erleben, der nach internationalen Erfolgen als Stolzling, Siegmund und Lohengrin nun erstmals auch in Zürich in einer Wagner-Rolle zu hören ist. In unserem Backstage-Video erzählt Jovanovich über seine Zusammenarbeit mit Andreas Homoki.

Di, 4 Jul 2017, 18:00
Sa, 8 Jul 2017, 18:00
Mi, 12 Jul 2017, 18:00
So, 16 Jul 2017, 18:00


Opernhaus Züriich / Land des Lächelns - Prinz Sou Choug Piotr Beczala, Lisa Julia Kleiter © Foto T + T Fotografie Toni Sutera

Opernhaus Züriich / Land des Lächelns – Prinz Sou Choug Piotr Beczala, Lisa Julia Kleiter © Foto T + T Fotografie Toni Suter

Stimmen der Opernkritiker
Das Land des Lächelns
Nur noch bis zum 13 Jul 2017

Für unsere Neuproduktion kehrt der Weltstar Piotr Beczala als Prinz Sou-Chong ans Opernhaus Zürich zurück, der wie kein Zweiter in der Tradition des legendären Tenors Richard Tauber steht; mit Julia Kleiter als Lisa hat er eine ebenbürtige Partnerin. Dass das Genre der Operette besonderer Sorgfalt bedarf, wissen auch Fabio Luisi und Andreas Homoki: Sie erklären diese Operette zur Chefsache.

Do, 6 Jul 2017, 19:00
So, 9 Jul 2017, 20:00
Do, 13 Jul 2017, 19:00


Wiederaufnahme
Il barbiere di Siviglia
Am 7 Jul 2017 um 19.00 Uhr

Liebe, List und Geld – das sind die Zutaten, aus denen Gioachino Rossini seine populärste Opera buffa Il barbiere di Siviglia gemixt hat. Seit der Uraufführung von 1816 hat Rossinis Komödie, die auf Beaumarchais‘ gleichnamigem Theaterstück basiert, nichts von ihrer Frische eingebüsst. Unmöglich, sich der rhythmischen Sogkraft, den Crescendo-Spiralen, den irrwitzigen Ensembles oder Arien-Highlights zu entziehen!

In der Wiederaufnahme wird ein Rossini-erprobtes, überaus spielfreudiges Ensemble zu erleben sein: Anna Goryachova als charmante, aber auch durchtriebene Rosina und Maxim Mironov, als ihr Geliebter Almaviva. Als Figaro brilliert Andrzej Filonczyk, Carlos Chausson kehrt als Bartolo ans Opernhaus zurück. Rossinis gut geöltes Räderwerk leitet der italienische Dirigent Enrique Mazzola.

Fr, 7 Jul 2017, 19:00
So, 9 Jul 2017, 14:00
Di, 11 Jul 2017, 19:00
Fr, 14 Jul 2017, 19:00


Pressemeldung Opernhaus Zürich

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