Die Oper in Zeiten der Seuche – ein lockerer Beitrag, IOCO Aktuell, 14.05.2020

Mai 13, 2020 by  
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Alphonsine Plessis - Violetta und Kameliendame des realen Lebens - ruht in Montmarte © IOCO

Alphonsine Plessis – Violetta und Kameliendame des realen Lebens – ruht in Montmarte © IOCO

DIE OPER –  IN ZEITEN DER SEUCHE

Ein lockerer Beitrag  –  Albrecht Schneider

Wenn derzeit die Pandemie das äußere Leben weitgehend maßregelt, liegt es nahe, dass ein Musikfreund, an geschlossenen Theatern und Konzertsälen leidend und diese erzwungene Abstinenz anderweitig zu konterkarieren sich abstrampelnd, in der Opernhistorie danach zu blättern beginnt, inwieweit hier Krankheit, gar eine Seuche mitunter zum Sujet von Librettisten und Komponisten geworden sind. Bricht man mithin auf zu einer nicht unbedingt ausgedehnten Besuchsreise, die kreuz und quer hin zu den großen Bühnen Europas führt, lässt sich an deren Ende ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch resümieren, nirgendwo ist die Krankheit in der Pose der Primadonna aufgetreten. Doch eine Rolle hat sie wiederkehrend übernommen, weil sie zu der meisten Tonsetzer dramaturgischem Repertoire gehört und ihm, um einen Topos Richard Wagners wieder zu beleben, als ‚Mittel zum Zweck‘ zu dienen hat.

„Die Krankheit ist die Vergeltung der empörten Natur“ –  Theologe Hosea Ballou 1771-1852

Schaut man auf die Werke mit entsprechender Thematik, die unbeschadet ihres Alters oder relativen Jugend in der Gunst des Publikums verharren durften, also gleichsam stets Logenplätze innehatten oder ganz vorn auf den Orchestersesseln hockten, dann trifft der diagnostische Blick auf zwei Menschheitsleiden: die Tuberkulose und insbesondere den Wahnsinn. Sofern man willens ist und das metaphorische Bild der Rangfolge nicht ablehnt, demgemäß auch Opern hinten auf den Stehplätzen für erwähnenswert erachtet, begegnen einem zwei Stücke, in der eine wahre Seuche, die Pest nämlich, am Drama beteiligt ist. So geschehen in Jacques Fromental Halevys still in den Archiven schlummerndem Opus: Guido et Ginevra (oder: Die Pest in Florenz), worin ein mit der Pest infizierter Schleier der Heldin den Scheintod beschert, indessen in Igor Strawinskys quicklebendigem Ödipus Rex der Titelheld die in Theben ausgebrochene Pest durch Selbstaufopferung  austreiben will.

Als ein die Handlung motivierendes Element erlangt demnach die epidemische Seuche in der Operngeschichte so gut wie kein Gewicht, hingegen sind Tuberkulose und der Wahnsinn einem Librettisten geradezu unentbehrlich. Jene amtiert als eine Affektion der Lunge unter dem emphatischeren Namen Schwindsucht in der Literatur und gleichermaßen auf der Bühne, wo sie sich mit einem ihrer Symptome, nämlich dem Husten, zu erkennen gibt. Obschon nichts weiter denn ein kakophones Geräusch und für den Tonsetzer kaum verwertbar, kommt ihm der Misston durchaus gelegen, weil sich mit dessen Hilfe eine Bühnenfigur für alle hörbar stigmatisieren lässt: Dieser Mensch ist krank! Denkbar wäre ohne Frage, horribile dictu, die Syphilis, nur bleibt der eine ähnlich signifikante Äußerung verwehrt. Fernerhin ist die Schwindsucht ein von der Gesellschaft respektiertes und reputierliches Leiden, was freilich von der Lues nun ganz und gar nicht behauptet werden kann.

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Die berühmtesten Agentinnen der Husterei sind die Edelkurtisane Violetta Valery aus Giuseppe Verdis La Traviata mitsamt Giacomo Puccinis Midinette Mimi aus La Bohème. Deren pathologisches Symptom signalisiert akustisch dem versierteren Teil des Publikum ein tristes Ende der Heldin und folglich der ganzen Geschichte. Die dritte im Bunde entsprechend malader Damen heißt Antonia und stirbt in Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen, indem sie sich selbst zuerst um die Luft und dann leider zu Tode singt. Hier darf mit Fug und Recht von einer operngerechte Fatalität die Rede sein, was wiederum von des genialen Komponisten Theaterinstinkt zeugt.

Augenscheinlich und vernehmbar rafft die Schwindsucht lediglich Soprane und Mezzosoprane dahin. Tenöre, Baritone und Bässe andererseits, ersichtlich das gesamte singende männliche Geschlecht, verschont sie offenkundig. Das zeugt unbedingt von einer zum Himmel schreienden infamen Bevorzugung durch wen auch immer. Zugleich mag die Krankheit eine Chiffre sein dafür, und das bezieht sich gemeinsam auf Sängerin wie Sänger, dass beide aufgrund ihrer Herkunft, Armut oder Tätigkeit kaum oder niemals den Abstand zu einer gesunden, tugendhaften und in geordneten Verhältnissen beheimateten braven Bourgeoisie überwinden werden.

Der Wahnsinn verfährt da auf erheblich gerechtere Weise. Für Opernliebhaber/Innen hat unbestritten Gaetanos Donizettis Lucia di Lammermoor sich gewissermaßen zur Mutter aller vom Wahnsinn heimgesuchten Weiber hochgedient, falls die heute despektierliche, vormals respektable Bezeichnung ausnahmsweise erlaubt sei, und bitte keinen weiblichen(!) Shitstorm provozieren möge. Zu ihrer Schwester im Wahn darf man die Elvira in Vincenzo Bellinis I Puritani insofern rechnen, als beiden der Liebesverlust die Sinne verwirrt mit den bekanntlich stark differierenden Folgen. Dergleichen Verhängnis ereilt fairerweise genauso die Männer, allerdings hauptsächlich in Opern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Dazumal wurden die gleichen mythologischen Stoffe von genialen wie weniger genialen Musikern unzählige Male vertont. Weil sie heute kaum Zuschauer hinter den Monitoren der Notebooks und TV Geräte hervorzulocken imstande sind, vergilben sie größtenteils in den hintersten Regalen der Staatsbibliotheken. Allenfalls gelegentlich entsinnt sich ihrer ein Regisseur und setzt sie mal mehr, mal weniger einfallsreich in Szene. Auf CD können Interessierte einige vortrefflich musizierte und die Kunst jenes Zeitalters repräsentierende Werke kennenlernen.

Igor Starvinksky auf der Toteninsel von Venedig © IOCO

Igor Stravinksky auf der Toteninsel von Venedig © IOCO

In schummrigen Magazinen stößt man auf einige kraft des Liebesverlustes ebenfalls dem Wahnsinn verfallene Leidensgenossen oben genannter Frauen, als da sind der König Iarba aus Francesco Cavallis Didone und der Kollege König namens Atys aus Jean-Baptiste Lullys Atys. Manche auf dem Sachgebiet sehr beschlagene Leute vertreten die diskutierbare These, mit William Shakespeares umnachteter Ophelia sei die Ära der irren Frauen eingeläutet worden und die der irren Männer zu Ende gegangen. Das mag man so sehen, oder auch nicht. Hernach im 19. und 20. Jahrhundert behaupten sich neben den vorgenannten weiblichen Protagonisten der Verrücktheit durchaus die mit ihr geschlagenen Männer: Giuseppe Verdis Nabucco, salopp gesagt, schnappt über, da er wähnt, Gott zu sein, normalisiert sich aber wieder, und in Igor Strawinskys The Rake’s Progress ist Mister Tom zweitweise nicht minder wirr im Kopf.

Die Worte ‚Verrücktheit‘ und ‚Wahnsinn‘ klingen schrill, sie wecken alsbald die Vorstellung von wie wahnsinnig durch die Räume rasenden Figuren, die sich durch Verrücktheiten unterschiedlicher Qualität drastisch von der Umgebung abheben. Das Substantiv ‚Geisteskrankheit‘ stattdessen kommt weniger plakativ daher und impliziert ihre differierenden Erscheinungsformen und ebenso deren oft weniger spektakulären Wirkungen. ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Beachtet werden sollte dabei, dass Sinnesverwirrung auf der Bühne nicht aus einer klinischen Krankheit, einer sich einschleichenden pathologischen Veränderung des Cerebrums herrührt, vielmehr verschulden ein Schock, ein hysterischen Anfall oder eine von den Göttern verhängten Strafe das rätselhaft groteske Betragen. An dem sind bisweilen Furien beteiligt, die mittels einer plötzlichen Geistesumnachtung dem in ihren Augen kriminellen Sterblichen seine Untat heimzahlen wollen. Bei alledem sollte niemandem entgehen, wie der Wahn nach dem Stande blinzelt; kann doch in der Regel das Personal, vorwiegend das der Opera buffa, all die Doktoren, Ehefrauen, Bräute, Mündel, Soldaten, Bauersleute und Dienerschaft, abermals sehr salopp formuliert, sich keinen Dachschaden leisten. Womöglich wähnt eine hierfür verantwortliche höhere Instanz, voreingenommen und hochnäsig wie sie sich gibt, deren Hirnsubstanz sei für derlei nicht geeignet oder, noch denunzierender, sie seien eines gehörigen Wahnwitzes schlichtweg nicht wert.

Zur Warnung der Betroffenen sei darauf aufmerksam gemacht, wie die Melancholie vor Jahrhunderten als Agens, als Auslöser einer allerdings ‚heiligen‘ Gemütskrankheit eingeschätzt wurde

Nicht ausgespart bleiben sollen Szenarien, in denen der Wahnsinn, um den veralteten Begriff definitiv letztmalig zu benutzen, keineswegs in einem das Beziehungsgeflecht einer Oper befördernden oder lähmenden, zumindest seriösen Sinne, sondern er ganz im Gegenteil in einer eher ziemlich profanen, erheiternden Absicht gebraucht ­ missbraucht? ­ wird.

Als Modelle dafür herhalten können zum Beispiel Donizettis Farsa I Pazzi per Progetto, die von Vornherein im ‚Irrenhaus‘ angesiedelt ist, und desgleichen hat Strawinsky die letzte Szene des dritten Aktes seines The Rake’s Progress dorthin verlegt. Letztlich aber zählen Schwindsucht und Geisteskrankheit zu jenen Gestaltungsmitteln, derer sich Künstlern aller Provenienzen ohne jede Sorge vor Abmahnungen aus Advokatenzirkeln bedienen dürfen.

Nach dieser unvollständigen wie oberflächlichen Recherche, wie tiefgreifend und tonangebend zwei typische Leiden das Schicksal von Opernfiguren zu beeinflussen vermögen, muss am Ende der Blick noch auf ein Musikdrama gerichtet sein, in dem die Krankheit zwar keine Hauptrolle innehat, sie gleichwohl für das vom Komponisten so getaufte ‚Bühnenweihfestspiel‘ absolut konstitutiv ist. Unschwer zu erraten: Richard Wagners Parsifal ist gemeint.

Richard Wagner Denkmal in Berlin © IOCO _ Rainer Maass

Richard Wagner Denkmal in Berlin © IOCO _ Rainer Maass

Des Amfortas Krankheit ist weder eine Affektion der Atemorgane noch eine Geistesumnachtung, sie ist wesentlich delikaterer Natur. Bei seinem Antipoden, dem Zauberkönig Klingsor, lässt sich zumindest von einem Anfall von Sinnestrübung sprechen, will man sie für die von eigener Hand besorgte Dezimierung seiner Fortpflanzungsorgane haftbar machen. Der Fall des Gralskönig ist von anderem Aufbau. Im Kontext seiner intensiven Liebesbeziehung zu und seiner Liebesausübung mit der Dame Kundry geht des Grals Heiliger Speer verloren, und mit selbigem wird ihm eine unheilbare Verletzung zugefügt. Es soll sich um eine Seitenwunde handeln. Jedoch gehen die Spekulation dahin, dass der Meister von Bayreuth sie aus Gründen der Schicklichkeit nicht an die wahre Stelle platziert hat, nämlich den Intimbereich. Ganz kühne und abseitige Mutmaßungen laufen darauf hinaus, die schwärende Blessur sei nur Symbol für, anstandskonform umschrieben, eine Lustseuche. Indem jetzt neuerlich eine Seuche ins Spiel kommt, und zwar eine allenthalben verruchte, würde ein ganz heikles Motiv auf der Opernbühne Einzug halten. Dem ist aber zu unser aller Glück nicht so; die unsittliche Unterstellung entbehrt gewiss jeder Grundlage und findet nirgendwo Resonanz. Ohne Mühe hat man sie als ein von den fanatischsten Wagnergegnern in die Musikwelt gesetztes Gerücht, als Fakenews entlarvt.

Jedenfalls erfüllt des Gralkönigs Amfortas chronisches körperliches wie seelisches Leiden dramaturgische und musikalische Funktionen in Wagners ‚Weltabschiedswerk‘. Die Krankheit schlechthin als ein essentielles Element dürfte anderswo in Oper und Musikdrama so leicht nicht zu entdecken sein.

Die von der derzeitigen Krise provozierte Inspektion der Krankenakten von Bühnenhelden/Innen soll mit einem bedenkenswerten Satz ausklingen. Man mag ihn an dieser Stelle vielleicht für unpassend empfinden, allein das Zitat lässt sich nicht verhindern. Es schließt zwei Kategorien ein, ohne die, und das gilt insbesondere für die erstere, die Liebe, jedes Spiel auf dem Theater überhaupt nicht vorstellbar ist. Und die zweite, die Krankheit, hat immerhin eine Zeitlang hier das Thema bestimmt.

Das an irgendeine Wand gekritzelte Graffito lautet:
„Liebe ist eine Krankheit, die ins Bett gehört!“

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Baden-Baden, Festspielhaus, Metropolitan Opera Orchestra – Europatournee 2021, Baden-Baden im Juli 2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Das Met Orchestra bereist Europa

Im Juni 2021 erste internationale Tournee seit beinahe 20 Jahren

Met-Musikdirektor Yannick Nézet-Séguin dirigiert das Orchester in London, Paris und Baden-Baden – Der Vorverkauf beginnt am 16. März 2020

Wie die Metropolitan Opera heute (23. Februar 2020) bekannt gibt, geht das Met Orchestra im Sommer 2021 direkt im Anschluss an seine jährliche Residenz in der New Yorker Carnegie Hall auf Europatournee.

Met-Musikdirektor Yannick Nézet-Séguin wird sämtliche Konzerte der Gastspielreise dirigieren, mit Stationen im Londoner Barbican Centre (29. Juni 2021), in der Philharmonie Paris (30. Juni und 1. Juli 2021) und im Festspielhaus Baden-Baden (3. und 4. Juli 2021).

Festspielhaus Baden-Baden / Yannick Nézet-Séguin © Jan Regan

Festspielhaus Baden-Baden / Yannick Nézet-Séguin
© Jan Regan

Vier Weltstars der Oper sind mit dem Orchester unterwegs: Joyce DiDonato singt Arien aus Hector Berlioz´ Oper „Les Troyens“, in konzertanten Aufführungen des ersten Aufzugs von Richard Wagners „Die Walküre“ präsentiert das Orchester die Sopranistin Christine Goerke als Sieglinde, den Tenor Brandon Jovanovich als Siegmund und den Bass Günther Groissböck als Hunding.

Auf dem Tourneeprogramm stehen darüber hinaus Aufführungen der „Sinfonia (for Orbiting Spheres)“ von Missy Mazzoli. Schon im Sommer 2020 werden Yannick Nézet-Séguin und das Met Orchestra an der Brooklyn Academy of Music die Kammeroper „Breaking the Waves“ der amerikanischen Komponistin aufführen. Sie erhielt den Auftrag, für eine der kommenden Spielzeiten eine große Oper für die Met zu komponieren.

„Diese Konzerte werden das Met Orchestra auf der Höhe seiner Möglichkeiten unter Yannick zeigen und seine doppelte Stärke sowohl im sinfonischen als auch im Opern-Repertoire demonstrieren“, sagt Met-Intendant Peter Gelb und fährt fort: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Met. Ich bin sehr dankbar für das, was wir musikalisch während der ganzen Saison an der Met leisten, und ich kann es kaum abwarten, bis ein europäisches Publikum die brillanten künstlerischen Fähigkeiten des Met Orchestra persönlich im Konzert erleben kann.“

„Wie könnten wir die Exzellenz dieses Orchesters besser feiern als in der Zusammenarbeit mit unseren guten Freunden Joyce, Christine, Brandon und Günther?“, fragt Yannick Nézet-Séguin und ergänzt: „Ich bin stolz darauf, dass die Met auch in Zukunft Zuhörerinnen und Zuhörer jenseits des Lincoln Center erreicht. Diese Tournee ist der krönende Abschluss der kommenden Saison.“

Zuletzt war das Met Orchestra im Jahr 2002 auf Tournee, mit Konzerten in Salzburg, Luzern, Baden-Baden und Wiesbaden.


Metropolitan Opera Orchestra – Europatournee 2021


Dienstag, 29. Juni 2021, 19.30 Uhr
Barbican Centre, London
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Hector Berlioz (1803-1869)
„Chers Tyriens” aus der Oper „Les Troyens“. Solistin: Joyce DiDonato
Königliche Jagd und Sturm aus „Les Troyens“
„Adieu, fière cité“ aus „Les Troyens“. Solistin: Joyce DiDonato
Symphonie fantastique op. 14


Mittwoch, 30. Juni 2021, 20.30 Uhr
Philharmonie, Paris
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Richard Strauss (1864-1949)
Don Juan op. 20
Missy Mazzoli (*1980)
Sinfonia (for Orbiting Spheres)
Richard Wagner (1813-1883)
I. Aufzug aus „Die Walküre“. Solisten: Christine Goerke, Brandon Jovanovich und Günther Groissböck


Dienstag, 1. Juli 2021, 20.30 Uhr
Philharmonie, Paris
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Hector Berlioz (1803-1869)
„Chers Tyriens” aus der Oper „Les Troyens“. Solistin: Joyce DiDonato
Königliche Jagd und Sturm aus „Les Troyens“
„Adieu, fière cité“ aus „Les Troyens“. Solistin: Joyce DiDonato
Symphonie fantastique op. 14


Samstag, 3. Juli 2021, 18 Uhr
Festspielhaus, Baden-Baden
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Hector Berlioz (1803-1869)
„Chers Tyriens” aus der Oper „Les Troyens“. Solistin: Joyce DiDonato
Königliche Jagd und Sturm aus „Les Troyens“
„Adieu, fière cité“ aus „Les Troyens“. Solistin: Joyce DiDonato
Symphonie fantastique op. 14


Sonntag, 4. Juli 2021, 17 Uhr
Festspielhaus, Baden-Baden
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Richard Strauss (1864-1949)
Don Juan op. 20
Missy Mazzoli (*1980)
Sinfonia (for Orbiting Spheres)
Richard Wagner (1813-1883)
I. Aufzug aus „Die Walküre“. Solisten: Christine Goerke, Brandon Jovanovich und Günther Groissböck


Met-Musikdirektor Yannick Nézet-Séguin

Mit Beginn der Saison 2018/19 wurde Yannick Nézet-Séguin Musikdirektor der Met. Sein Debüt an der Met hatte er in der Saison 2009/10 mit Bizets „Carmen“ gegeben. Seitdem ist der kanadische Dirigent in jeder Saison an die Met zurückgekehrt, er dirigierte dort Vorstellungen von Wagners „Parsifal“ und „Der fliegende Holländer“, von Strauss´ „Elektra“, Verdis „Don Carlo“, Gounods „Faust“, Verdis „La traviata“ und Dvo?áks „Rusalka“. Zur Eröffnung der Met-Saison 2015/16 leitete er die Premiere einer Neuninszenierung von Verdis „Otello“. In der vergangenen Saison hatte er die musikalische Leitung über eine Neuinszenierung von Verdis „La traviata“, er dirigierte Vorstellungen von Debussys „Pelléas et Mélisande“ und Poulencs „Dialogues des Carmelites“. Mit einem weitgefächerten Repertoire war er auf vielen der weltweit bedeutendsten Opernbühnen zu Gast, darunter die Wiener Staatsoper, die Mailänder Scala, die Nederlandse Opera, die Salzburger Festspiele und das Königliche Opernhaus Covent Garden in London. Regelmäßig dirigiert er die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, London Philharmonic und das Chamber Orchestra of Europe. Seit 2012 ist er Musikdirektor des Philadelphia Orchestra, darüber hinaus ist er Musikdirektor des Orchestre Métropolitain de Montréal.

In der laufenden Spielzeit dirigiert er an der Met Puccinis „Turandot“, Bergs „Wozzeck“ und Massenets „Werther“. Er war Dirigent der Met Silvestergala mit Anna Netrebko, auf dem Programm standen Auszüge aus Puccinis „La Bohème“, „Tosca“ und „Turandot“. In zwei Konzerten dirigiert er das Met Orchestra in der Carnegie Hall, New York.

In der Saison 2020/21 wird er an der Met die Neuninszenierungen von Verdis „Aida“, Mozarts „Don Giovanni“ und Jake Heggies „Dead Man Walking“ dirigieren, neben Wiederaufnahmen von Beethovens „Fidelio“, Gounods „Roméo et Juliette“ und Strauss´ „Die Frau ohne Schatten“. Alle sechs Opern werden in der Reihe „The Met: Live in HD“ in Filmtheatern rund um den Globus zu sehen sein. Zweimal wird er das Met Orchestra in der Carnegie Hall dirigieren, im Juni 2021 führt er das Orchester auf eine Drei-Städte-Tournee nach Europa.

Tickets ab 16. März 2020 unter www.festspielhaus.de oder 07221 / 30 13 101

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Essen, Aalto Theater, La Bohème – Giacomo Puccini, ab 20.12.2019

Dezember 10, 2019 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / La Boheme - Jessica Muirhead als Mimì © Saad Hamza

Aalto Theater Essen / La Boheme – Jessica Muirhead als Mimì © Saad Hamza

  La Bohème – Giacomo Puccini

Vorstellungen: 20. + 28. Dezember 2019, 31. Januar 2020

Jahr für Jahr gehört Giacomo Puccinis La Bohème zu den am häufigsten aufgeführten Opern an deutschen Theatern. Auch am Essener Aalto-Theater erfreut sich das Meisterwerk des italienischen Komponisten größter Beliebtheit. Im Dezember und Januar hat das Publikum jetzt drei Mal die Gelegenheit, La Bohème zu erleben: Unter der musikalischen Leitung von Giuseppe Finzi feiert die Oper am Freitag, 20. Dezember 2019, um 19:30 Uhr Wiederaufnahme (weitere Vorstellungen am 28. Dezember 2019 und 31. Januar 2020). „Ich liebe die kleinen Dinge, und ich kann und will nur die Musik der kleinen Dinge machen, wenn sie wahr, leidenschaftlich und menschlich sind, zu Herzen gehen“, bekannte Puccini einmal. Getreu diesem Credo wählte er 1896 mit Henri Murgers Roman „Das Leben der Bohème“ eine Stoffvorlage, die kleine Geschichten von kleinen Leuten erzählt: Das Schicksal der schwindsuchtkranken Näherin Mimì (gesungen von Jessica Muirhead) steht im Zentrum der Handlung, ihre Liebe zu dem Dichter Rodolfo (Carlos Cardoso), der sie verlässt, als ihm klar wird, dass sie unheilbar krank ist, und der zu spät begreift, dass ein Leben ohne Verantwortung für andere Menschen kein Leben ist. „In dem Buch war alles, was ich suche und liebe: Die Frische, die Jugend, die Leidenschaft, die Fröhlichkeit, die schweigend vergossenen Tränen, die Liebe mit ihren Freuden und Leiden“, so Puccini. In den weiteren Hauptrollen sind Martijn Cornet als Schaunard, Heiko Trinsinger als Marcello, Baurzhan Anderzhanov als Colline und Maartje Rammeloo als Musetta zu erleben. Die Inszenierung stammt von Silviu Purcarete.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

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Wien, Wiener Staatsoper, Die Wiener Staatsoper trauert – KS Rolando Panerai, 25.10.2019

Oktober 25, 2019 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper trauert – KS Rolando Panerai

Die Wiener Staatsoper trauert um Kammersänger Rolando Panerai, der am Mittwoch, 23. Oktober 2019, 95jährig in Florenz verstorben ist. Der weltweit gefeierte italienische Bariton war über vier Jahrzehnte regelmäßiger Gast im Haus am Ring, wo er am 12. Juni 1956 als Enrico (Lucia di Lammermoor) im Rahmen des legendären Gastspiels der Mailänder Scala mit Maria Callas als Lucia debütierte. Insgesamt sang er an der Wiener Staatsoper 131 Vorstellungen, darunter u. a. Giorgio Germont (La traviata), Figaro in Il barbiere di Siviglia und Le nozze di Figaro, Don Alfonso (Così fan tutte), Marcello (La Bohème), Sharpless (Madama Butterfly) und Ford (Falstaff). Am 22. Oktober 1998 trat er als Dulcamara (L’elisir d’amore) zum letzten Mal im Haus am Ring auf. Zu seinen Auszeichnungen zählen u. a. die Verleihung des österreichischen Berufstitels Kammersänger  am 5. Oktober 1992.

Rolando Panerai wurde am 17. Oktober 1924 in Campi Bisenzio bei Florenz geboren und absolvierte seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Florenz sowie in Mailand. 1947 debütierte er am Teatro San Carlo in Neapel, 1952 an der Mailänder Scala. Gastspiele führten ihn u. a. an alle führenden italienischen Opernhäuser, das Londoner Royal Opera House, an die New Yorker Met, zu den Salzburger Festspielen, nach Aix-en-Provence, an das Bolschoi Theater, nach Rom, Venedig, Paris, Brüssel, Athen, Berlin, Zürich, Amsterdam, Rio und San Francisco.

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