Bregenz, Festspielhaus Bregenz, Tag der offenen Tür 03.07.2010
Leben und sterben lassen: „Un ballo in maschera“ in Dresden Der immer auf der Suche nach geeigneten Stoffen für seine Libretti und Schauspiele unterwegs gewesene französische Schriftsteller Eugènie Scribe (1791-1861) griff im Jahre 1833 die Umstände um das Attentat schwedischer Adliger bei einem Maskenball im Stockholmer Opernhaus, an dessen
Was ist Wahrheit – und wer entscheidet darüber? Sam Holcrofts raffiniertes Stück „Spiegel“ über Zensur, Kunstfreiheit und die Macht der Täuschung kehrt ins Theater Spielraum zurück. Gerhard Werdekers Inszenierung lässt dabei auch das Publikum an der eigenen Wahrnehmung zweifeln.
Arthur Millers „Hexenjagd“ entfaltet am Theater Scala beklemmende Aktualität. Sam Madwars intensive Inszenierung rückt das Publikum ganz nah an eine Gesellschaft, in der Angst, Denunziation und Anschuldigungen eine verhängnisvolle Eigendynamik entwickeln.
Anja Hilling variiert Arthur Schnitzlers „Reigen“ als melancholisches Spiel über Begehren, Moral und menschliche Unzulänglichkeit. Fünf Menschen ringen mit ihren Gefühlen, gesellschaftlichen Zwängen und einem Schicksal, dem sie kaum entrinnen können.