Pforzheim, Stadttheater Pforzheim, Premiere der Oper Ein Sommernachtstraum, 14.11.2020

Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Rausch und Liebesverwirrungen im Elfenwald

Nach einer rauschhaft magischen Nacht erwachen alle leicht benommen, und auf wunderbare Weise hat nun jede den passenden Partner an ihrer Seite. Wie konnte das geschehen, hatte doch alles mit Streit und Eifersucht begonnen? Die Elfenkönigin Titania hatte sich eines Jünglings angenommen und ihren Gemahl Oberon seither mit Desinteresse geschmäht. Dieser wendet sich rachsüchtig an den Elfen Puck, der Titania mithilfe einer Zauberblume in das nächstbeste wilde Tier verliebt machen soll. Kaum erwacht sie, brennt ihr Herz ausgerechnet für einen Esel. Auch zwischen vier Athener Edelleuten und bei einer Handwerkertruppe, die im Wald ein Schauspiel einübt, sorgt Puck mithilfe des magischen Krauts gehörig für Unruhe…

Theater Pforzheim / Ein Sommernachtstraum - „Ein Sommernachtstraum“ Oper von Benjamin Britten Rausch und Liebesverwirrungen im Elfenwald © Sebastian Seibel.

Theater Pforzheim / Ein Sommernachtstraum – „Ein Sommernachtstraum“ Oper von Benjamin Britten Rausch und Liebesverwirrungen im Elfenwald © Sebastian Seibel.

Farbenreich, heiter-romantisch und doch voller Tiefgang ist diese große Oper des britischen Komponisten Benjamin Britten. Betörend ätherisch klingt sein Elfenwald durch Harfe, Xylophon und Piccoloflöte, in die sich die für die Altstimme eines Countertenors komponierten Verwünschungen Oberons und Titanias Koloratursopran einfügen. Eine rauschhafte Musik verleiht den Szenen der Liebespaare großen Opernpathos. Tiefe Bläser und Streicher mit Schlagwerkbegleitung charakterisieren hingegen die lustige und tollpatschige Handwerkertruppe, während der verschmitzte Puck auch stimmlich rein perkussiv agiert.

Mit Dorothee Böhnisch, Arthur Canguçu, Jina Choi, Klaus Geber, Stamatia Gerothanasi/Helena Steiner, Nicholas Hariades, Lilian Huynen, Dirk Konnerth, Paul Jadach, Joanna Lissai, Elisandra Melián, Lukas Schmid-Wedekind, Aleksandar Stefanoski, Philipp Werner und Nico Wouterse

Badische Philharmonie Pforzheim
Musikalische Leitung – Florian Erdl
Inszenierung – Thomas Münstermann
Bühne & Kostüme – Thomas Mogendorf

Premiere am Samstag, 14. November 2020 um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theaters Pforzheim

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Cottbus, Staatstheater Cottbus, Premierenauftakt – Eröffnungswochenende vom 23. bis 25.10.2020

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Ballett, Schauspiel, Musiktheater und Philharmonisches Orchester präsentieren drei Premieren, davon zwei Uraufführungen

Vom 23. bis 25. Oktober 2020 lädt das Staatstheater Cottbus zum Premierenauftakt für die Saison 20.21 ein. Ballett, Schauspiel, Musiktheater und Philharmonisches Orchester präsentieren sich in drei Premieren, davon zwei Uraufführungen. Nach der langen, pandemiebedingten Theaterpause ist dieses Premierenwochenende für alle Mitarbeiter*in-nen des Staatstheaters ein lange erwarteter Startschuss: endlich kann das künstlerische Team um den neuen Intendanten Stephan Märki seine Vision für das Haus in konkreten Inszenierungen vorstellen und können die Ensembles ihren Dialog mit dem Publikum aufs Neue beginnen.

Staatstheater Cottbus / NUR EIN WIMPERNSCHLAG ... - Ballettabend von Oliver Preiß | Uraufführung Szenenfoto mit Alyosa Forlini © Claudia Bernhard

Staatstheater Cottbus / NUR EIN WIMPERNSCHLAG … – Ballettabend von Oliver Preiß | Uraufführung Szenenfoto mit Alyosa Forlini © Claudia Bernhard

Im Ballett wendet sich Choreograf Oliver Preiß in der Kammerbühne mit der Urauffüh-rung „Nur ein Wimpernschlag …“ essentiellen menschlichen Empfindungen zu. In neun packenden Solos schnürt er gemeinsam mit dem Cottbuser Ballettensemble ein Bündel an Gefühlszuständen auf, mit dem sich Menschen konfrontiert sehen, wenn plötzlich Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken und Nachspüren im Übermaß zur Verfügung steht. (Premiere 23. Oktober 2020, Kammerbühne)

Staatstheater Cottbus / UMKÄMPFTE ZONE Eine Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Ines Geipel durch Armin Petras Uraufführung Szenenfoto mit: (oben v.l.n.r.) Susann Thiede und Lucie Luise Thiede (Schwester 1 und 2); (vorn) Johann Jürgens (Bruder) © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / UMKÄMPFTE ZONE Eine Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Ines Geipel durch Armin Petras Uraufführung Szenenfoto mit: (oben v.l.n.r.) Susann Thiede und Lucie Luise Thiede (Schwester 1 und 2); (vorn) Johann Jürgens (Bruder) © Marlies Kross

In der Regie von Armin Petras, seit dieser Spielzeit neuer Hausautor an der Cottbuser Bühne, bringt das Schauspiel im Großen Haus seine Bearbeitung von Ines Geipels Buch „Umkämpfte Zone“ zur Uraufführung. Anhand ihrer Familiengeschichte reflektiert die Autorin Konflikte der (ost)deutschen Geschichte und schildert die Erfahrungen der „Generation Mauer“. (Premiere 24. Oktober 2020, Großes Haus)

Staatstheater Cottbus / MAZEPPA Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski Szenenfoto © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / MAZEPPA Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski Szenenfoto © Marlies Kross

Im Musiktheater inszeniert die Regisseurin Andrea Moses mit „Mazeppa“ eine selten gespielte Oper von Pjotr I. Tschaikowski. Die Geschichte um den opportunistischen Kosakenanführer Mazeppa wird in ihrer Lesart zur zeitlosen Fabel vom Zusammenbruch politischer Systeme, von Schock und Chance gesellschaftlicher Umwälzungen, alten Wunden und der Rolle der Massen. Die musikalische Leitung hat GMD Alexander Merzyn. (Premiere 25. Oktober 2020, Großes Haus)

Karten:
Die neuen Inszenierungen stehen in den nächsten Monaten regelmäßig auf dem Spiel-plan. Karten für alle Vorstellungen bis Ende Januar sowie Informationen über Zusatz-veranstaltungen gibt es im Besucherservice (Am Schillerplatz 1, 03046 Cottbus) und auf www.staatstheater-cottbus.de. Die Premieren sind ausgebucht.

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Düsseldorf, Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Romeo und Julia – Meister Pedros Puppenspiel, 06.&07.11.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Romeo und Julia – Boris Blacher – Theater Duisburg

Meister Pedros Puppenspiel – Manuel de Fallas Familienoper – Opernhaus Düsseldorf

am ersten Wochenende im November lädt die Deutsche Oper am Rhein zu zwei Opernpremieren ein:

Im Theater Duisburg kommt am Freitag, 6. November, um 19.30 Uhr Boris Blachers Kammeroper Romeo und Julia in der Inszenierung von Manuel Schmitt auf die Bühne. Christoph Stöcker hat die musika­lische Leitung. Im Opernhaus Düsseldorf öffnet sich am Samstag, 7. November, um 18.00 Uhr der Vorhang zu Meister Pedros Puppenspiel. Die Familien­oper des spanischen Komponisten Manuel de Falla wird von Torge Möller und Ilaria Lanzino mit Live-Video und Puppenspielern des Düsseldorfer Marionetten­theaters in Szene gesetzt und ist für Zuschauer ab 6 Jahren geeignet. Ralf Lange übernimmt die musikalische Leitung.

Boris Blachers Vertonung von Shakespeares Romeo und Julia ist nicht nur im zu Vergleich Charles Gounods französischer Oper Roméo et Juliette spannend, die sich seit einem Jahr im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein befindet. Mitten im Zweiten Weltkrieg – die Opernhäuser lagen in Trümmern – schuf Blacher 1943/44 eine Kammeroper, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz – auf das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor und ein Chansonnier, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder kommentierend brechen und begleiten. Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Trier und am Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit „Romeo und Julia“ erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Als Zusammenspiel von drei Sängerinnen und Sängern, zwei Puppenspielern, einem Orchester und Live-Video präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Manuel de Fallas phantasievollen Operneinakter „Meister Pedros Puppenspiel“. Mit glutvollen spanischen Klängen hat der Komponist ein Motiv aus Cervantes? „Don Quijote“ zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt …

Weil die Gesund­heit der Mitarbeiter*innen und Gäste oberste Priorität hat und die Deutsche Oper am Rhein weiterhin einen aktiven Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten will, finden alle Vorstellungen nach den geltenden Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Hier finden Sie dazu alle Informationen.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Cottbus, Staatstheater Cottbus, MAZEPPA – Pjotr I. Tschaikowski, 25.10.2020

Oktober 12, 2020 by  
Filed under Oper, Premieren, Staatstheater Cottbus

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

MAZEPPA   von Pjotr I. Tschaikowski

Libretto Pjotr I. Tschaikowski und Viktor P. Burenin,  nach dem Gedicht Poltava  von Alexander S. Puschkin

Premiere Sonntag 25. Oktober 2020, 18.00 Uhr, Aufführung in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Tschaikowskis Mazeppa, das ist Grand opéra auf Russisch: ein Historienbild, eine Studie über die Bewegungen der Massen – zugleich aber ein einfühlsames Psycho-gramm der Gewinner und Verlierer der Geschichte.

Der Untergang einer Welt, Krieg und Zerstörung, die Angst der Bevölkerung in Krisen-zeiten: diese Themen der Oper nimmt Regisseurin Andrea Moses zum Ausgangspunkt für ihr politisches Musiktheater. In ihrer neuen Inszenierung am Staatstheater Cottbus spürt sie einer großen gesellschaftlichen Erzählung unserer Zeit nach: dem Untergang des sogenannten Ostblocks. Gemeinsam mit Bühnenbildner Christian Wiehle, dem Vi-deokünstler René Liebert und Kostümbildnerin Meentje Nielsen zieht die Regisseurin Parallelen zwischen der neueren Geschichte der Ukraine und der (ost-)deutschen Wen-dezeit. In einer aufwendigen Videoinstallation, die den Chor in Erinnerungsbildern auf die Bühne projiziert, verschwimmen die Zeiten zwischen Gestern und Heute.

Der Titelheld Mazeppa ist tatsächlich eine Ikone der ukrainischen Geschichtsschrei-bung – ein klassischer Antiheld auf russischer Seite. Als ehemaliger Verbündeter Zar Pe-ters I. im Großen Nordischen Krieg lief der ukrainische Kosakenhetmann zum Kriegs-gegner, dem schwedischen König Karl XII., über, um die Ukraine als eigenen Machtbe-reich von russischer, respektive polnischer Vorherrschaft zu lösen. Der Plan misslingt: In der berühmten Schlacht von Poltawa werden Karl XII. und Mazeppa geschlagen. Sie fliehen ins Exil im Osmanischen Reich, wo Mazeppa wenig später stirbt.

In ihrem Libretto nach einem Gedicht von Alexander Puschkin verbinden Tschaikowski und sein Textdichter Viktor Burenin die historischen Fakten mit einer Liebeshandlung: Im Hause der alteingesessenen Familie Kotschubej hält der alte Mazeppa um die Hand der Tochter Maria an – seines Patenkindes! Der Vater lehnt ab, Maria muss sich ent-scheiden und geht mit dem älteren Geliebten. Die politische Intrige Mazeppas reißt in-dessen alles und jeden in den Abgrund …
Musikalisch verwebt Tschaikowskis Oper ukrainische Folklore, sinfonische Dichtung, lyrische Seelenzergliederung und politische Agitation. In großen Chorszenen schildert er minutiös die Verführbarkeit, das Erbarmen und die Gewalt der Massen. Daneben tre-ten in ariosen Passagen und volksliedhaften Chören die privaten Sehnsüchte der Figu-ren zu Tage.

Den Ausgleich zwischen Psychologie und Politik stellt GMD Alexander Merzyn am Pult des Philharmonischen Orchesters her und zeigt Tschaikowski in seinem einzigartigen Stilreichtum zwischen Russland und Europa. Für den Chor, der im 1. Rang auch live das Geschehen begleitet, zeichnet Chordirektor Christian Möbius verantwortlich.
Als Kosakenhetmann Mazeppa gibt Andreas Jäpel sein Rollendebüt und kann an Rollen der vergangenen Spielzeiten, u.a. Wagners „Fliegenden Holländer“, anknüpfen. In der Partie der jugendlichen Geliebten Maria ist die Sopranistin Kim-Lillian Strebel erstmals in Cottbus zu erleben. Sie gehört seit dieser Spielzeit zum Musiktheaterensemble des Hauses.

Musikalische Leitung: GMD Alexander Merzyn
Regie: Andrea Moses
Bühne: Christian Wiehle
Kostüme: Meentje Nielsen
Kostüm-Mitarbeit: Clementine Pohl
Video: René Liebert
Lichtdesign: Reinhard Traub
Choreinstudierung: Christian Möbius
Dramaturgie: Michael Höppner, Katharina Duda

 

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

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