Rostock, Volkstheater Rostock, Mendelssohn Bartholdy und Mahler – Geigerin Noa Wildschut, 15.09.2019

August 22, 2019 by  
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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

 Norddeutsche Philharmonie Rostock

Konzertsaison 2019/20 – Beginn mit Mendelssohn Bartholdy und Mahler

Der Symphoniker Gustav Mahler kommt bei der Philharmonischen Saisoneröffnung 2019/20 in der Halle 207 wieder zu Wort. Nach den Symphonien Nr. 4 und Nr. 1 in den vergangenen Jahren steht diesmal Mahlers Neunte auf dem Programm. Entstanden in Toblach und New York, handelt es sich bei dieser großdimensionierten Symphonie um das letzte vollendete Werk Mahlers. Der damalige New Yorker Chefdirigent thematisiert darin wehmütigen Rückblick, Abschied und visionäres Scheitern. Damit war ihm ein Jahr vor seinem Tode ein beeindruckendes und kühnes klangliches Gebäude gelungen, mit dem er mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Welt baut – und letztlich die Schwelle zur Moderne erreicht.

Volkstheater Rostock / 1.-Philharmonisches Konzert - Violinistin Noa Wildschut © Simon van Boxtel

Volkstheater Rostock / 1.-Philharmonisches Konzert – Violinistin Noa Wildschut © Simon van Boxtel

Solistin – Die 18-jährige Geigerin Noa Wildschut

Marcus Bosch dirigiert Mahlers Neunte als Philharmonischen Auftakt seiner zweiten Saison als Rostocks Conductor in Residence. Zu Beginn der drei Abende erklingt Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll. Dabei darf man sich auf die Interpretation der erst 18-jährigen niederländischen Violinvirtuosin Noa Wildschut freuen, deren vielversprechende Karriere sie bereits auf die großen Konzertpodien der Welt führte.

TERMINE
Sonntag, 15. September 2019, 18:00 Uhr, Halle 207  –  mit „Philharmonischer Lounge“ im Anschluss an das Konzert.
Montag, 16. September 2019, 19:30 Uhr, Halle 207
Dienstag, 17. September 2019, 19:30 Uhr, Halle 207

Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9 D-Dur
Leitung: Marcus Bosch,  Violine: Noa Wildschut

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

Hamburg, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Philharmonische Akademie, August 2019

Staatsorchester Hamburg

 Elbphilharmonie Hamburg / Prominente Spielstätte _ Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Prominente Spielstätte – Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Ralph Lehmann

 

Die Philharmonische Akademie 2019

Ein Open-Air-Konzert auf dem Hamburger Rathausmarkt und fünf Akademiekonzerte in der Elbphilharmonie stehen Ende August 2019 auf dem Programm. Ein großbesetztes oratorisches Konzertprojekt mit über 450 Hamburger Chorsängerinnen und Sängern präsentiert Kent Nagano an drei Abenden im Großen Saal der Elbphilharmonie. In zwei kammermusikalisch besetzten Konzerten im Kleinen Saal sind Musiker der Philharmoniker und das US-amerikanische Vokalensemble Chanticleer zu erleben.

Während die Philharmonischen Akademiekonzerte der vergangenen Jahre noch ganz im Zeichen der intimen musikalischen Arbeit innerhalb des Philharmonischen Staatsorchesters standen, öffnete sich 2018 mit dem „Rathausmarkt-Open-Air“ das Projekt bereits weit für das Hamburger Publikum. 2019 gehen Kent Nagano und die Philharmoniker noch einen Schritt weiter und laden Hamburger Chöre ein, gemeinsam ein großes oratorisches Programm in der Elbphilharmonie aufzuführen.

Das „Te Deum“ von Hector Berlioz zählt aufgrund seiner riesigen Chorbesetzung zu den selten zu erlebenden Werken der Musikliteratur. Grund genug für Kent Nagano, damit seine Reihe großdimensionierter oratorischer Werke in der Elbphilharmonie fortzuführen, zu denen in der Vergangenheit etwa Mahlers „Symphonie der Tausend“ zählte. Im Rahmen der Philharmonischen Akademie hat Hamburgs Generalmusikdirektor nun erstmals Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen in einem Konzert des Philharmonischen Staatsorchesters mitzuwirken. Neben dem professionellen süddeutschen Chor „KlangVerwaltung“ sind elf weitere Chöre aus Hamburg und somit insgesamt über 450 Sängerinnen und Sänger an der Aufführung des „Te Deums“ beteiligt. Koordinativ unterstützt wird das Chorprojekt von der ehrenamtlich tätigen Hamburgerin Dr. Brigitte Mahn, die als begeisterte Chorsängerin ebenfalls mitsingt. Das Konzertprogramm, welches auch Mendelssohns „Walpurgisnacht“ umfasst, wird an drei Abenden vom 24.-26. August 2019 in der Elbphilharmonie zu erleben sein. Die drei Konzerte sind bereits ausverkauft (Restkarten ggf. an der Abendkasse).

Auch die beiden kammermusikalischen Akademieprogramme im Kleinen Saal der Elbphilharmonie am 25. und 27. August 2019 haben einen vokalen Schwerpunkt. Zu Gast ist das US-amerikanische Vokalensemble Chanticleer, das a-cappella-Repertoire von Hildegard von Bingen bis zu Tomás Luis de Victoria präsentiert und jeweils mit Kammermusikformationen des Philharmonischen Staatsorchesters im Wechsel auftritt.

Beschließen werden Kent Nagano und die Philharmoniker die diesjährige Philharmonische Akademie am 31. August 2019 wieder mit einem großen Open-Air-Konzert auf dem Hamburger Rathausmarkt. Bei freiem Eintritt präsentieren die Philharmoniker Gershwins populäre „Rhapsody in Blue“, Brahms erste Symphonie sowie weiteres Überraschungsprogramm. Die rund 2.500 Sitzplätze auf dem Rathausmarkt werden ab 19.00 Uhr freigeben.

Hintergrund

Kent Nagano hat die „Philharmonische Akademie“ zu Beginn seiner Amtszeit als Hamburgischer Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Seitdem bilden diese Konzerte den Auftakt zur jeweils neuen Opern- und Konzertsaison. Nagano und die Philharmoniker verstehen darunter ein „offenes“ Projekt, ebenso experimentell ausgerichtet wie immer auch bedeutenden Komponisten, wichtigen Themen und musikalisch-inhaltlichen Erkundungen gewidmet. Die Musiker des Orchesters ordnen sich zu kleinen und größeren Gruppen, Kollektiven und Ensembles und begeben sich an Spielorte wie die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, das Planetarium oder das Hamburger Rathaus. 2018 spielten die Philharmoniker unter Kent Nagano erstmals open-air auf dem Hamburger Rathausmarkt und begeisterten rund 7.000 Zuhörer mit diesem musikalischen Geschenk an ihre Stadt.

Philharmonische Akademie 2017
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Übersicht über die Akademiekonzerte 2019


1. Akademiekonzert
Samstag, 24. August 2019, Elbphilharmonie, Großer Saal, 20.00 Uhr
Sonntag, 25. August 2019, Elbphilharmonie, Großer Saal, 19.00 Uhr
Montag, 26. August 2019, Elbphilharmonie, Großer Saal, 20.00 Uhr

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die erste Walpurgisnacht op. 60
Hector Berlioz: Te Deum op. 22
Kent Nagano, Dirigent
Annika Schlicht, Alt
Pavel Cernoch, Tenor
Thomas E. Bauer, Bass
Alsterspatzen – Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper
Jugendkantorei Volksdorf
Kinder- und Jugendsingschule St. Michaelis
Kinderkantorei Bergstedt und Volksdorf
Cappella Vocale Blankenese
Compagnia Vocale Hamburg
Franz-Schubert-Chor Hamburg
Hamburger Bachchor St. Petri
Kammerchor Cantico
stimmwerk hamburg
Vokalensemble conSonanz
Chor der KlangVerwaltung
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
ausverkauft (ggf. Restkarten an der AK zu € 83,00 / 65,00 / 51,00 / 36,00 / 14,00)


2. Akademiekonzert
Sonntag, 25. August 2019, Elbphilharmonie, Kleiner Saal, 11.00 Uhr
Hildegard von Bingen: O frondens virga
Josquin des Prez: Sanctus & Benedictus aus: Missa La Sol Fa Re Mi
Charles Gounod: Petite Symphonie B-Dur für Bläser
Felix Mendelssohn Bartholdy: Jubilate Deo op. 69,2
Johannes Brahms: Motette „Es ist das Heil uns kommen her“ op. 29,1
Antonín Dvorák: Serenade d-Moll op. 44
Chanticleer
Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg
Karten € 35,00 / 28,00 / 21,00 / 12,00


3. Akademiekonzert
Dienstag, 27. August 2019, Elbphilharmonie, Kleiner Saal, 19.30 Uhr
Claudio Monteverdi: Madrigale
Carlo Gesualdo: Madrigale
Tomás Luis de Victoria: Motetten
Felix Mendelssohn Bartholdy: Oktett Es-Dur op. 20
Chanticleer
Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg
Karten € 35,00 / 28,00 / 21,00 / 12,00


Rathausmarkt-Open-Air
Samstag, 31. August 2019, Rathausmarkt, 20.00 Uhr
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68
George Gershwin: „Someone to watch over me“, „I got rhythm“, „Summertime“
George Gershwin: Rhapsody in Blue
sowie weiteres Überraschungsprogramm
Kent Nagano, Dirigent
Elbenita Kajtazi, Sopran
Oleksiy Palchykov, Tenor
Gilles Vonsattel, Klavier
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Eintritt frei


Karten : Restkarten für die Konzerte im Großen Saal der Elbphilharmonie gibt es ggf. in der Woche vor den Konzertterminen beim Kartenservice der Hamburgischen Staatsoper, unter 040 35 68 68 sowie an der Abendkasse in der Elbphilharmonie.

Karten für die Konzerte im Kleinen Saal der Elbphilharmonie gibt es ebenfalls an den genannten Adressen sowie auch online unter www.staatsorchester-hamburg.de.

Der Eintritt für das Open-Air-Konzert ist frei. Die rund 2.500 Sitzplätze auf dem Rathausmarkt werden ab 19.00 Uhr freigeben.

—| Pressemeldung Staatsorchester Hamburg |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Spielzeit 2019/20

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Spielzeit 2019/20 an der Deutschen Oper am Rhein

30 Opern und sieben Ballettprogramme auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg

Mit dem 4. Haniel Klassik Open Air vor dem Theater Duisburg startet die Deutsche Oper am Rhein am 6. Septem­ber in die Spielzeit 2019/20. Für die rund 300 Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg sind ab sofort Tickets erhältlich. Im Fokus stehen zehn Opernpremieren – darunter sechs Neuproduktio­nen – und 19 weitere Stücke aus dem großen Opernrepertoire. Das Ballett am Rhein präsentiert sechs Ballettprogramme mit insgesamt 17 Choreographien. Festliche Galas und Konzerte, Liedermatineen, Kammermusik und nicht zuletzt das vielfältige Angebot der Jungen Oper am Rhein ergänzen das Programm der kommenden Saison.


Oper in Düsseldorf und Duisburg

„Samson et Dalila“, Camille Saint-Saëns‘ französische Oper über den Freiheitskampf der in Sklaverei gefallenen Hebräer und ihren verführbaren Helden Samson kommt am 18. Oktober im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne – und das zum ersten Mal seit Gründung der Deutschen Oper am Rhein im Jahr 1956. Joan Anton Rechi, der hier zuletzt sehr erfolgreich „Madama Butterfly“ inszenierte, setzt die erste Neuproduktion der Spielzeit in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die musikalische Leitung und übergibt den Stab im November an Marie Jacquot, die neue Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein. Die Titelpartien gestalten Ramona Zaharia (Dalila) und Michael Weinius (Samson).

Vor dem historischen Hintergrund des englischen Bürgerkriegs entspinnen sich die dramatischen Liebes­ver­wicklungen in Vinzenzo Bellinis Oper „I puritani“, die am 18. Dezember im Opernhaus Düsseldorf Premiere feiert. In seiner zweiten Regiearbeit für die Deutsche Oper am Rhein widmet sich Rolando Villazón nach Doni­zettis „Don Pasquale“ erneut einem Klassiker des Belcanto. Antonino Fogliani hat die musikalische Leitung. Adela Zaharia, die in dieser Spielzeit als Maria Stuarda und Violetta Valéry gefeiert wurde, debütiert als Elvira in einer weiteren wichtigen Partie des Belcanto-Fachs. Ioan Hotea gastiert als Lord Arturo Talbot in Düsseldorf.

Als beste Nachwuchskünstlerin 2015 mit dem International Opera Award ausgezeichnet, ist Lotte de Beer heute europa­weit als Regisseurin gefragt. Mit Georg-Friedrich Händels Zauberoper „Alcina“ präsentiert die Niederländerin am 14. Februar im Opernhaus Düsseldorf ihre erste Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein. Den zeittypischen Orchesterklang entwickeln die Barockspezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik unter Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober. Rollendebüts geben Jacquelyn Wagner als Alcina, Maria Kataeva als Ruggiero und Elena Sancho Pereg als Morgana. Wallis Giunta gastiert als Bradamante.

Als vierte Neuproduktion im Opernhaus Düsseldorf und Koproduktion mit der Opera Vlaanderen hat Giuseppe Verdis „Macbeth“ am 29. Mai Premiere. Der Regisseur Michael Thalheimer entwickelt seine Inszenierung aus den innersten Triebkräften der Figuren und knüpft mit Boris Statsenko (Macbeth) und Liana Aleksanyan (Lady Macbeth) an seine ein­dring­liche Interpretation von Verdis „Otello“ an. Unter musikalischer Leitung von Axel Kober wird „Macbeth“ 2020 auch live gestreamt auf www.operavision.eu.

Als Glanzstück der Wiener Operette feiert „Die Fledermaus“ von Johann Strauß am 25. Januar im Opernhaus Premiere. Nach dem Premierenerfolg in Duisburg setzt Axel Köhler das quirlige Ensemblestück nun in Düsseldorf in Szene: Norbert Ernst ist Gabriel von Eisenstein, Anke Krabbe seine Frau Rosalinde, Thorsten Grümbel spielt den Gefängnisdirektor, die Düsseldorfer Schauspiel-Legende Wolfgang Reinbacher den Frosch. Benjamin Reiners dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Im Theater Duisburg wird die Spielzeit 2019/20 am 28. September mit der Premiere von Peter Iljitsch Tschaikowskys „Pique Dame“ eröffnet. In der Inszenierung der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier feiert das opulente Außenseiterdrama zunächst am 25. Mai 2019 in Düsseldorf Premiere und kommt vier Monate später in der neuen Sängerbesetzung mit Sergej Khomov als Hermann, Sarah Ferede als Lisa und Renée Morloc als Gräfin in Duisburg auf die Bühne. Aziz Shokhakimov hat die musikalische Leitung.

Das Künstlertum ist Thema in Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“, die am 8. Novem­ber in der Neuinsze­nie­rung von Philipp Westerbarkei in Duisburg herauskommt. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung der ersten Neupro­duk­tion im Theater Duisburg, an der Liana Aleksanyan als Mimí, Ovidiu Purcel als Rodolfo und Bogdan Baciu als Marcello mitwirken.

Neben seiner Tätigkeit als Spielleiter bekam Philipp Westerbarkei in der Spielzeit 2018/19 Gelegenheit zu seiner ersten großen Inszenierung am eigenen Haus: Charles Gounods Shakespeare-Adaption „Roméo et Juliette“ läuft aktuell in Düsseldorf und feiert am 1. Februar mit neuer Sängerbesetzung Premiere in Duisburg. Gustavo di Gennaro (Roméo) und Sylvia Hamvasi (Juliette) gestalten die beiden Hauptpartien, Marie Jacquot dirigiert die Duisburger Philharmoniker.

Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Thema an der Deutschen Oper am Rhein. Auf der Plattform Regie „Young Directors“ stellen sich am 19. April im Theater Duisburg zwei Spielleiterinnen mit eigenen Produktionen vor: Esther Mertel führt mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Triumph der Zeit und der Desillusion“ in die Welt des römischen Barock, während Ilaria Lanzino ein Werk des 20. Jahrhunderts inszeniert: Viktor Ullmann schrieb seine Oper „Der Kaiser von Atlantis“ 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt als Allegorie auf die politischen Verhältnisse. Die musikalische Leitung der beiden Einakter übernehmen mit Jason Tran und Jesse Wong zwei junge Dirigenten aus dem Ensemble.

In 19 weiteren Opern aus dem großen Repertoire sind die profilierten Sängerinnen und Sänger aus dem eigenen Ensemble und Gastsolisten aus aller Welt zu erleben. So kehren nach langer Zeit „Salome“ von Richard Strauss (6. März) und Gaetano Donizettis  „La Fille du Régiment“ (27. März) auf die Düsseldorfer Bühne zurück – mit Rollendebüts von Agneta Eichenholz  als Salome und Elena Sancho Pereg als charmante Soldatenbraut. Der neu inszenierte „Ring des Nibelungen“ kommt als Zyklus sowohl im Theater Duisburg (12. –17. November) als auch im Opernhaus Düsseldorf (7. – 13. April) zur Aufführung.


Junge Oper am Rhein

Gruselig, lustig und fesselnd liest sich Cornelia Funkes Internatsgeschichte „Geisterritter“, die in der Vertonung von James Reynolds auch das Opernpublikum begeistert. Inszeniert von Eric Petersen und uraufge­führt am Theater Bonn, feiert die neueste Familienoper im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ am 20. September, zum Start in die neue Saison, in Düsseldorf Premiere. Patrick Francis Chestnut hat die musikalische Leitung. Nach erfolgreichen Aufführungen an der Deutschen Oper am Rhein, in Dortmund und Bonn kehrt „Ronja Räubertochter“, Jörn Arneckes Familienoper nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren, ins Theater Duisburg zurück. Aus guter Tradition kommt Engelbert Humperdincks Familien­klassiker „Hänsel und Gretel“ auf die Bühnen beider Städte. Seine Inszenierung – die älteste im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein – wird in dieser Spielzeit 50 Jahre alt!

Ganz nah am Bühnengeschehen sind Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bei der mobilen Produktion „Nils Karlsson Däumling“, dem Musiktheater „Gold!“ und der „Zauberflöte für Kinder“. Mitmach-Angebote wie der Kinderchor am Rhein und das Mitsing-Projekt „Musik verbindet“, künstlerisch-praktische Projekte wie „Opernmacher 2.0“ und „Musiktheater im Labor“ sowie die intensive Vermitt­lungs­arbeit der Jungen Oper am Rhein ermöglichen jungen Menschen zwischen 4 und 28 Jahren vielfältige Zugänge zu Oper und Ballett.


Ballett am Rhein

Die letzte Spielzeit unter der künstlerischen Direktion von Martin Schläpfer ist in vielerlei Hinsicht dem Schaffen des Schweizer Künstlers gewidmet. Sie bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Ballett am Rhein noch einmal in ausge­wählten Schläpfer-Choreographien zu erleben: Mit „Schwanensee“, „Reformations­sym­phonie“, „Ramifications“, „Streichquartett“, „Ulenspiegeltänze“ und „7“ stehen allein sechs Reprisen seiner Stücke auf dem Spielplan. Den Auftakt macht ab 3. Oktober im Opernhaus Düsseldorf und ab 6. Dezember im Theater Duisburg Martin Schläpfers jüngstes Erfolgsstück „Schwanensee“.

Aber auch eine Uraufführung präsentiert Martin Schläpfer. Im Programm b.41, das ab 23. November im Düsseldorfer Opernhaus zu erleben ist, formuliert er in „Cellokonzert“ tänzerische Antworten auf Dmitiri Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 g-Moll op.126. Den Auftakt des vierteiligen Programms macht Ji?í Kyliáns „Forgotten Land“, ein Stück über Untergang und Verlust von Heimat, das der tschechische Künstler 1981 im Auftrag von Marcia Haydée für das Stuttgarter Ballett geschaffen hat. Mit Martha Grahams Solo „Lamentation“ und „Steps in the Street“ zeigt das Ballett am Rhein erstmals zwei Werke der Grande Dame des American Modern Dance, die mit ihrer Tanztechnik seit den späten 1920er Jahren die Ästhetik des Bühnen­tanzes revolutionierte. Die musikalische Leitung des Programms b.41 haben GMD Axel Kober sowie Wen-Pin Chien.

Eine weitere Uraufführung kreiert Ballettdirektor Remus ?uchean?: „Symphonic Poem“ zur Komposition „Metacosmos“ von Anna Thorvaldsdottir heißt sein neues Ballett, in dem er sich von den Musik gewordenen Kraftfeldern der Isländerin inspirieren lässt. ?uchean?s Uraufführung steht im Zentrum des Programms b.42, das mit „Square Dance“ außerdem eine selten zu sehende, tänzerisch höchst anspruchsvolle Balanchine-Einstudierung präsentiert. Erstmals seit 2012 wieder mit dem Ballett am Rhein zu erleben ist Martin Schläpfers „Reformationssymphonie“ zur gleichnamigen Komposition von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die gefeierte Choreographie bildet den Schlusspunkt des Programms b.42, das ab 10. Januar unter der musikalischen Leitung von Martin Braun im Theater Duisburg auf die Bühne kommt.

Der kanadische Choreograph Robert Binet, der mit seiner Uraufführung „New World“ im November letzten Jahres das Publikum für sich eingenommen hat, zeigt im Programm b.43 mit „Dark with Excessive Bright“ ein neues Stück zu drei Kompositionen der Grammy Award-nominierten Amerikanerin Missy Mazzoli. Mit „Notations I–IV“ und „Siebte Sinfonie“ nimmt das Ballett am Rhein zum ersten Mal seit 2002 Choreographien von Uwe Scholz ins Repertoire auf. Einen filigranen Gegenpart zu Scholz‘ Solo „Notations I–IV“ bildet das 2005 für die Ballerina Marlúcia do Amaral kreierte Solo „Ramifications“ von Martin Schläpfer. Es komplettiert das Programm b.43, das ab 13. März in Düsseldorf unter der musikalischen Leitung von Finnegan Downie Dear und ab 4. April in Duisburg unter dem Dirigat von Stefan Klingele zu sehen ist.

Mit dem 1992 für das New York City Ballet kreierten „Herman Schmerman“ präsentiert das Ballett am Rhein erneut ein Stück von William Forsythe. In Kostümen des Designers Gianni Versace nehmen die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum mit auf ein Tanzabenteuer, über das Forsythe scherzte, es habe genauso wenig zu bedeuten wie sein Titel, sondern sei einfach ein Stück über das Tanzen, das sehr viel Spaß macht. Nicht fehlen darf ein Stück von Hans van Manen – mit „Short Cut“ zeigt das Ballett am Rhein eine Choreographie des Meisters, die er 1999 für das Nederlands Dans Theater in Den Haag geschaffen hat. Für sein „Streichquartett“ zur Musik von Witold Lutos?awski erhielt Martin Schläpfer 2007 den als Oskar der Tanzwelt begehrten Prix Benois de la Danse. Als Finale des Programms b.44 ist dieses zentrale Werk ab 9. Mai erneut mit dem Ballett am Rhein zu erleben.

Zum Ende der Spielzeit 2019/20 heißt es Abschied nehmen von Martin Schläpfer. b.ye heißt deshalb das letzte Programm der Ära Schläpfer. Es schließt sich der 44-teiligen b-Reihe an, die bis dahin unter seiner künstlerischen Direktion für Düsseldorf und Duisburg entstanden ist. Mit einer Ballett-Gala, bei der neben Werken von Weggefährten auch Schläpfers „Ulenspiegeltänze“ zu erleben sind, einer exklusiven Reprise seines Gustav Mahler Balletts „7“ sowie einer letzten Vorstellung von „Schwanensee“ feiert das Ballett am Rhein vom 24.  bis zum 28. Juni 2020 Martin Schläpfer und dessen Kunst, bevor er sich als Direktor dem Wiener Staats­ballett und der Wiener Ballettakademie widmet.


Ballettgastspiele 2019/20: Japan, Österreich und NRW

Auch an anderen Spielstätten präsentiert das Ballett am Rhein wieder Ausschnitte aus seinem vielschichtigen Repertoire: Die weiteste Reise macht in der kommenden Spielzeit Martin Schläpfers „Schwanensee“, den die Compagnie im September 2019 sowohl in Tokyo als auch in Osaka auf die Bühne bringt. Unter der musikali­schen Leitung von Motonori Kobayashi werden die Tänzerinnen und Tänzer vom Theater Orchestra Tokyo sowie vom Osaka Symphony Orchestra begleitet. Eine weitere Bühne für Martin Schläpfers „Schwanensee“ ist im März 2020 die des Festspielhauses St. Pölten, wo das Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Axel Kober den musikalischen Part übernimmt. Beim Festival „Highlights des Internationalen Tanzes Oper Bonn“ schließlich zeigt das Ballett am Rhein im Mai 2020 „Streichquartett“ und „Ulenspiegeltänze“ von Martin Schläpfer sowie „Herman Schmerman“ von William Forsythe.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Chemnitz, Theater Chemnitz, Hamlet – Oper von Franco Faccio, IOCO Kritik, 20.03.2019

März 20, 2019 by  
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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Hamlet – Oper von Franco Faccio

132 Jahre verschollen – Deutsche Erstaufführung in Chemnitz,  Inszenierung von Olivier Tambosi

von Thomas Thielemann

Das Theater Chemnitz hatte zum zweiten Zyklus der deutschen Erstaufführung der Oper Hamlet (Amleto) von Franco Faccio (1840-1891) eingeladen.

Der dreiundzwanzigjährige Schriftsteller Arrigo Boito (1842-1918) dichtete in Anlehnung des Shakespeare-Dramas Hamlet für seinen Schulfreund, den fünfundzwanzigjährigen Komponisten Franco Faccio, in den 1860er Jahren das Amleto-Libretto.

Hamlet – Oper von Franco Faccio
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William Shakespeare schuf sein Bühnenstück The Tragicall Historie of Hamlet, Prince of Denmarke zwischen Februar 1601 und Sommer 1602. Von einer Vielzahl von nordischen Legenden angeregt, die der Chronist „Saxo Gramaticus“ im 13. Jahrhundert in seiner „Gesta Danorum“ aufbewahrt hatte, war über das tragische Schicksal eines dänischen Prinzen sein Bühnenwerk gestaltet worden. Wohl der Tod eines ihm verwandten Mädchens, das im Alter von zweieinhalb Jahren beim Blumenpflücken ertrank und den fünf Jahre alten William tief beeindruckte, verdanken wir die Figur der Ophelia in der Tragödie.

Arrigo Boito hatte das Libretto so eng als möglich an Shakespeare angelehnt, reduzierte die 19 Szenen auf sieben, beließ aber die Zitate der großen Monologe „Sein oder Nichtsein“; „Oh, dass auch dieses feste Fleisch schmelzen würde“; „Der Rest ist Schweigen“ u. a.. Er verwendete auch eine größere Vielfalt von Versformen und Ausdrücken, die sich in seinen späteren Shakespeare-Libretti nicht mehr finden.

Franco Faccio komponierte dafür eine hochdramatische, aber wenig poetische Musik. Eingängige Melodien fehlen ebenso wie profilierte Themen für die Neben-Charaktere. Selbst die leidgeprüfte Ophelia bleibt, wie alle Mitspieler des Titel-Tenors, seltsam farblos. Von der Stilistik scheint  der späte  Verdi vorweggenommen.

Theater Chemnitz / Hamlet von Franco Faccio - hier : Hamlet, Getrud und Claudius © Nasser Hashemin

Theater Chemnitz / Hamlet von Franco Faccio – hier : Hamlet, Getrud und Claudius © Nasser Hashemin

Mit der Komposition des Librettos haben diese beiden Burschen die erste Vertonung eines Shakespeare-Stoffes in der Reihe italienischer Shakespeare-Vertonungen geschaffen und damit eigentlich die Opernwelt von Kopf bis Fuß erneuert.

Obwohl insbesondere Arrigo Boito an die Tragödie in vier Akten viele Erwartungen und Hoffnungen knüpfte, führte die begeistert aufgenommene Premiere im Teatro Carlo Felice in Genua am 30. Mai 1865 nicht zu einem nachhaltigen Erfolg. „Die Oper sei nicht melodisch genug“. Eine überarbeitete Fassung des Amleto geriet am 12. Februar 1871 an der Mailänder Scala dann zum Misserfolg, weil der Tenor der Titelrolle „vollkommen ohne Stimme und desorientiert“ kaum zu hören war. Entmutigt vernichtete Faccio Teile des Notenmaterials, bemühte sich nicht weiter um seine Komposition und begnügte sich als erfolgreicher Dirigent vor allem Verdi-Kompositionen zum Erfolg zu verhelfen. Auch Boito konzentrierte sich auf seine Schriftsteller–Arbeit, komponierte die Erfolgsoper Mefistofele und ist uns vor allem als Verdi-Librettist ein Begriff geworden. Selbst Bemühungen des Faccio-Schülers Antonio Smareglia um die Partitur blieben erfolglos.

Mehr als hundert Jahre haben die Fragmente dieser Arbeit von Arrigo Boito und Franco Faccio in den Archiven des Musikverlages Ricordi geschlummert, bis der amerikanische Musikwissenschaftler und Dirigent Anthony Barrese im Jahre 2003 begonnen hat, diesen Schatz zu heben. Mit einigen Helfern sichtete er mit erheblichen Mühen das Material, das zum Teil auf Mikrofilm oder als verblasste Autographen zur Verfügung stand. Nach Variantenvergleichen und über die Erstellung einer Klavier-Vocal- Partitur  vervollständigte er bis zum Dezember 2004 die Oper Amaleto.

Auf die Bühne brachte der Perfektionist Antonio Barrese seine Rekonstruktion nur schrittweise. Erst mit der ersten Wiederaufführung 2014 in Albuquerque (New- Mexiko) war Amleto der Opernbühne zurück gegeben. Nach Europa kam die Opernrekonstruktion am 20. Juli 2016 mit einer opulenten Inszenierung von Olivier Tambosi bei den Bregenzer Festspielen. Aus Unsicherheit, wie das verwöhnte Publikum diese „Neuheit“ aufnehmen werde, gab es in Bregenz nur ganze drei Aufführungen.

Die Oper Chemnitz übernahm die Bregenzer Arbeit mit dem gefragten Regisseur nebst dessen Ausstatter-Team für eine deutsche Uraufführung und brachte eine faszinierende Inszenierung auf die Bühne.

Theater Chemnitz / Hamlet von Franco Faccio - hier : Hamlets Vater erscheint als Geist © Nasser Hashemin

Theater Chemnitz / Hamlet von Franco Faccio – hier : Hamlets Vater erscheint als Geist © Nasser Hashemin

Die Handlung springt mit dem Krönungsfest und einem Trinklied des neuen Königs mitten ins Geschehen. Diese Feststimmung mit dem Trinklied kehrte im Schlussakt wieder, wobei sich die Situation zur allseits bekannten skurrilen Mordserie entwickelt. Damit erhält die Handlung einen Rahmen, in dem Olivier Tambosi den traurig-zögerlichen Prinzen als den Rächer, den Liebhaber, den Sohn, den Philosophen, den Intriganten und den Theaterkritiker in jedem Part Glaubwürdigkeit verschafft.

Die Bühne des Frank Philipp Schlößmann und die historisierten Kostüme der Gesine Völlm streng in Rot-Schwarz-Weiß sowie eine gekonnte Lichtregie des Davy  Cunningham schaffen eine permanent gespenstige Grundstimmung. Eine Ausnahme bietet nur das in Grün-Beige gestaltete Schauspiel, von Boito als Persiflage auf das Opernwesen seiner Zeit gestaltet.

Mit gekonnter Personenführung, intensiver Einbeziehung des perfekten Chores, der Tänzerinnen und kreativer Nutzung der Drehbühne schafft er, die übrigen Protagonisten mit Hamlet in Beziehung zu bringen. Da ist vieles konzentriert, bündig und schlagkräftig. Vor allem ab dem dritten Akt steigert sich die Aufführung.

Die Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie mit dem Dirigat des Dan Raciu bringen neben einer ausgereiften Sängerbegleitung vor allem die den Schöpfern der Oper so wichtige sinfonische Ausmalung der Partitur zur Geltung.

Für die Hauptrollen waren ausgezeichnete Sängerdarsteller aufgeboten worden. Mit packend intensivem Spiel und mit nüchtern-heller flexibler Tenorstimme gab der Spanier Gustavo Peña dem zerrissenen Titelhelden die notwendige Struktur. Dem König Claudius in seinem fiesen Denken wurde von Pierre-Yves Pruvot mit seinem dunkel-bedrohlichem Bariton überzeugende Wirkung verschafft. Als Hamlets Mutter Gertrud sang und spielte Katerina  Hebelkova mit einem dunklen Mezzo in der Tiefe und gleisnerisch in der Höhe die dramatischen Glanzpunkte der Aufführung. Packend war die Ophelia von Guibee Yang mit ihrem weichen strömenden Sopran in den Szenen ihrer Liebe und Verzweiflung.

Theater Chemnitz / Hamlet von Franco Faccio - hier : Ophelia und Hamlet © Nasser Hashemin

Theater Chemnitz / Hamlet von Franco Faccio – hier : Ophelia und Hamlet © Nasser Hashemin

Wären noch zu erwähnen: der elektronisch-akustisch verstärkte Bass-Bariton von Noé Colín als bedrohlich tönender Geist des ermordeten Vater  Hamlets, das ordentlich besetzte Freundespaar des Titelhelden Horatio – Marcello mit Ricardo Llamas Márques und Matthias Winter sowie der etwas schwächere  Laertes von Cosmin Ifrim.

Wegen des Ausfalls des Polonius-Darstellers wurden die Partien des Hofmarschalls vom Bass des Hausensembles Ulrich Schneider überzeugend von der Seite zu Gehör gebracht und szenisch vom Statisten Mario Koch auf der Bühne implantiert.

Ein Sonntag-Nachmittag, der wieder einmal unser Verlangen nach Musik abseits des gängigen Repertoires gestillt hatte. Vor allem deshalb, weil diese Neuentdeckungen vor halsbrecherischen Verfremdungen geschützt sind. Letztlich bleibt aber für den von Wagner, Mahler und Bruckner verwöhnten Hörer, dass die Komposition Faccios  nicht über die erwartete Dramatik und Tiefe verfügt.

Im Spielplan des Chemnitzer Opernhauses sind noch Vorstellungen der zu empfehlenden Hamlet-Inszenierung am 29. März, am 28. April und am 5. Mai 2019 aufgeführt.

—| IOCO Kritik Theater Chemnitz |—

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