Mödling – Wien, Thonetschlössl, Robert Schumann – Liederabend, IOCO Kritik, 09.10.2019

Thonetschlössl in Mödling bei Wien © Marcus Haimerl

Thonetschlössl in Mödling bei Wien © Marcus Haimerl

Thonetschlössl

Robert Schumann – Liederabend im Thonetschlössl

von Marcus Haimerl

Die gebürtige Berlinerin und nun in Wien lebende Sopranistin Anja Markwart-Reichart,  Gründerin des seit Mai 2018 bestehenden „Vereins zur Förderung von Musik und darstellender Kunst, Fair(e)Art“, lud im Herbst 2019 bereits zum dritten Male zu einem „Salonkonzert“ im Mödlinger Thonetschlössl, das seinen Namen dem bekannten Wiener Jugendstilmöbelhersteller verdankt.

Robert Schumann Büste in Düsseldorf © IOCO

Robert Schumann Büste in Düsseldorf © IOCO

Wechselvoll ist auch die Geschichte des Thonetschlössls, welches heute auch das Museum Mödling beherbergt. Das 1785 unter Joseph II. säkularisierte Kapuzinerkloster wurde zur Erzeugung von Seide und Tüchern genutzt, diente als chemische Bleicherei, ab 1821 als Theater, um schließlich wieder Seidenfabrik zu werden. 1845 fand der Umbau zum Schlösschen statt. 1931 wurde das Anwesen von der Sparkasse der Stadt Mödling erworben und darin das Bezirksmuseum untergebracht. Während des Krieges diente es verschiedenen Wehrmachtsdienststellen, danach als Polizeikommissariat, ehe es ab 1965 wieder als Bezirksmuseum und als Stätte künstlerischen Schaffens genutzt wird.

Dem 100-köpfigen Publikum boten die Veranstalterin des Salonkonzertes und der von ihr eingeladene Gast, der Wiener Bariton Thomas Weinhappel, umsichtig begleitet von Pantelis Polychronidis am Klavier und klug wie einfühlsam moderiert von Renate Publig, im ausverkauften Saal die unvergänglichen Liederzyklen Dichterliebe, op. 48, und Frauenliebe und –leben, op. 42 von Robert Schumann.

Den ersten Teil, mit den 1840 entstandenen 16 Liedern, die auf Gedichte aus Heinrich Heines Lyrischem Intermezzo (einer Sammlung von 65 Gedichten) zurückgehen, bestritt Thomas Weinhappel mit seinem wohltönenden Bariton.

Man könnte vermuten, dass die 1840 entstandenen Lieder von Schumanns „Dichterliebe“, Ausdruck der Freude sind, konnte er in diesem Jahre endlich seine Clara heiraten. Doch weit gefehlt, sind diese doch zu einem großen Teil von tiefer Traurigkeit, bitterer Ironie, nostalgischer Sehnsucht und einem Gefühl der Angst geprägt.

Liederabend Robert Schumann / vl .Pantelis Polychronidis,  Anja Markwart_ Renate Publig, Thomas Weinhappel © Marcus Haimerl

Liederabend Robert Schumann / vl .Pantelis Polychronidis, Anja Markwart_ Renate Publig, Thomas Weinhappel © Marcus Haimerl

Das aber verrät der Bariton anfangs mit „Im wunderschönen Monat Mai“ und „Aus meinen Tränen sprießen“ noch mit keinem Wort. Im Gegenteil: Behutsam, ja fast scheu und zurückhaltend gesteht er seine Liebe. Erst im dritten Lied „Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne“ lässt er die begeisterte Zuneigung zu seiner „Kleinen, Feinen, Reinen“ und „Einen“ aufblitzen.

Mit dem vierten Titel „Wenn ich in deine Augen seh’“ offenbart er den sensiblen, rührseligen Charakter des Liebenden mit kraftvollem Timbre und größter Textverständlichkeit, die er über den gesamten Zyklus beibehält.

Weder hier noch im folgenden Lied „Ich will meine Seele tauchen“ lässt er sich zum von anderen des Öfteren begangenen Fehler verleiten, pathetisch zu werden. Immer bleibt er ehrlich, immer ist er – wie auch in seinen Opernrollen – seinem Motto „aus Rollen Menschen machen“ getreu, darum bemüht, echte Emotionen zu zeigen.

Selbst dann, wenn er die große Strahlkraft seines gezielt eingesetzten heldenhaften Baritons wie in „Im Rhein, im heiligen Strome“, „Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht“ und „Und wüssten’s die Blumen, die kleinen“ erkennen lässt, bewahrt er eine ganz besonders ergreifende Intimität.

Außergewöhnlich und bemerkenswert gelingt ihm – ganz ohne jede Larmoyanz – „Ich hab’ im Traum geweinet“ mit stimmlich vielschichtigen diskreten und doch wohltuend satten Farben.

Als er schließlich den Zyklus mit „Die alten, bösen Lieder“ mit schlichtem Ernst und großer Würde beendet, bleibt ein davon sichtlich berührtes Publikum zurück, das für den Moment sogar darauf vergisst, dem Interpreten Applaus zu spenden. Sekunden später kommt der dafür verdienterweise umso stürmischer.

Nach der Pause eröffnet die Gastgeberin mit Schumanns nicht minder schönem Zyklus „Frauenliebe und -leben“ den zweiten Teil des Konzertes. Sensibel, zart, fast zerbrechlich vermittelt sie die musikalische Seelenschau über das Leben einer Frau von der ersten Liebe bis zum Tod des Ehemanns.

Der 1840 von Robert Schumann komponierte Liederzyklus stützt sich auf acht der neun 1830 geschaffenen Gedichte von Adelbert von Chamisso. Für vier der acht Lieder verlangt Schumann von seiner Interpretin, dass sie diese mit „innigem“ Ausdruck gestalte, was Markwart adäquat umsetzt. Dass die Sopranisten den gesamten Zyklus mit nahezu schwereloser Stimme gestaltet, legt die Vermutung nahe, dass sie ein Frauenbild zeichnen will, das den moralischen Normen des 19. Jahrhunderts entspricht: Das Bild der treuen Ehefrau, die den Sinn ihres Lebens nicht als selbstbewusste Frau, sondern eigentlich nur als Reaktion auf den Geliebten begreift. Anja Markwart gelingt es, mit reduzierter Kraft ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen. Pantelis Polychronidis am Klavier stellt sich mit meisterhafter Antizipation auf die beiden Künstler ein und musiziert auf differenzierte, empfindsame und ausdrucksstarke Weise, womit er das Publikum begeistert. Der aus Griechenland stammende, in den USA und Österreich ausgebildete Korrepetitor, der seit 2014 an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst unterrichtet, begleitete bisher nicht nur die Gesangsklasse von Shirley Verrett und zahlreiche Meisterkurse, sondern ist auch bei zahlreichen internationalen Wettbewerben gefragter Pianist.

Zum Abschluss des zweiten Teils erklangen drei zweistimmige Lieder, op. 43 („Wenn ich ein Vöglein wär“, „Herbstlied“ und „Schöne Blümelein“), bei denen man die beiden Künstler gemeinsam erleben konnte.

„Gesang und Musik sind für mich der Schlüssel zur Emotion – Menschen berühren, sie zum Lachen oder Weinen bringen – dann habe ich meinen Auftrag erfüllt“, sagt Anja Markwart. Gemessen am Applaus zum Ende des Liederabends, haben die beiden Sänger den Auftrag zweifelsfrei erfüllt.

—| Liederabend |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, 2019/20: Liederabende an der Oper Frankfurt, 03.09.2019

August 29, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

NEUN LIEDERABENDE AN DER OPER FRANKFURT

COUNTERTENOR – AM ERSTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2019/20

Jakub Josef Orlinski, Countertenor, 03. Oktober 2019
Pretty Yende, Sopran 29. Oktober 2019
Stanislas de Barbeyrac, Tenor 26. November 2019
Maria Bengtsson, Sopran 14. Januar 2020
Jiddische Operettenlieder u.a. mit Barrie Kosky, Klavier 04. Februar 2020
Florian Boesch, Bassbariton 25. Februar 2020
Gaëlle Arquez, Mezzosopran 31. März 2020
Peter Mattei, Bariton 12. Mai 2020
John Osborn, Tenor 23. Juni 2020

 

Oper Frankfurt / JAKUB JÓZEF ORLI?SKI © Jiyang Chen

Oper Frankfurt / JAKUB JÓZEF ORLINSKI © Jiyang Chen

JAKUB JÓZEF ORLINSKI ist mit sicheren Schritten auf dem Weg, einer der großen Vertreter seines Faches unserer Zeit zu werden. Mit seiner betörenden Stimme hat der junge Künstler Frankfurt einen unvergesslichen Rinaldo geschenkt. Überaus virtuos und glaubhaft führte er durch die emotionalen Höhen und Tiefen dieses verzweifelt liebenden Kriegers und überraschte mit atemberaubendem Körpereinsatz. Breakdance und Barock sind bei Jakub Józef Orlinski alles andere als ein Widerspruch – sie sind die Freiheit des Hier und Jetzt. Kein Wunder, dass die Opernwelt auf dieses energiegeladene Talent blickt. Sein erstes Solo-Album Anima sacra stellte er gemeinsam mit dem Ensemble Il pomo d’oro auf einer ausgedehnten Europa-Tournee vor. Eine zweite Barock-CD unter dem Titel Facce d’amore erscheint Ende diesen Jahres. Seit dem Studium in New York tritt er regelmäßig mit dem polnischen Pianisten Michal Biel auf. Dass dabei nicht nur barockes Repertoire auf dem Programm steht, sondern auch der ein oder andere Sprung Richtung Gegenwart vollführt wird, lässt einen großartigen Frankfurter Liederabend erwarten.

Oper Frankfurt / JAKUB JÓZEF ORLI?SKI mit seinem Pianisten Micha? Biel:© Honorata Karapuda

Oper Frankfurt / JAKUB JÓZEF ORLINSKI mit seinem Pianisten Micha? Biel:© Honorata Karapuda

Anlässlich seines ersten Frankfurter Liederabends präsentiert Jakub Józef Orlinski, begleitet von Michal Biel am Klavier, Werke von Georg Friedrich Händel, Giuseppe Maria Orlandini, Giovanni Battista Bononcini, Luca Antonio Predieri und Francesco Bartolomeo Conti sowie Karol Szymanowski, Tadeusz Baird und Pawel Lukaszewski..

 

–| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Hohenems, Schubertiade, Auftakt: Spielplan 30.08. – 01 09.2019

August 26, 2019 by  
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Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade


SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 30. August – 1. September:


Freitag, 30. August

10.00 Uhr, Kleiner Dorfsaal, Meisterkurs für Liedgesang
Edith Mathis
(Tageskarten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Ning Feng Violine
Igor Levit Klavier
Mit Ning Feng und Igor Levit betreten heute zwei herausragende Musikerpersönlichkeiten die Bühne, die als Solokünstler und Kammermusiker gleichermaßen versiert sind und bei dieser Schubertiade in zwei Konzerten Franz Schuberts Werke für Violine und Klavier zur Aufführung bringen. Heute zu hören sind die „Sonatinen“ in D-Dur, a-Moll und g-Moll, das Allegretto c-Moll für Klavier sowie die spektakuläre Bearbeitung des „Erlkönig“ für Violine solo von Heinrich Wilhelm Ernst.
(Restkarten)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Diana Damrau Sopran
Xavier de Maistre Harfe
Mit Auftritten an den führenden Opernhäusern und bei renommierten Festivals in aller Welt gehört Diana Damrau zu den gefragtesten Sängerinnen von heute. Die leidenschaftliche Liedinterpretin, die schon 2001 ihr Schubertiade-Debüt gegeben hat, arbeitet regelmäßig mit dem Harfenisten Xavier de Maistre zusammen und präsentiert in ihrem heutigen Konzert in Schwarzenberg ein vielseitiges dreisprachiges Programm mit Liedern von Felix Mendelssohn Bartholdy, Francis Poulenc, Sergei Rachmaninow u.a.
(Ausverkauft)


Samstag, 31. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Wiener Klaviertrio
Mit einem prominenten Neuzugang seit der Saison 2018/19, nämlich dem Salzburger Cellisten Clemens Hagen, präsentiert sich heuer das Wiener Klaviertrio zum 30-jährigen Bestehen und spielt bei der Schubertiade in Schwarzenberg Ludwig van Beethovens Klaviertrio in B-Dur (das „Erzherzog-Trio“) sowie das Klaviertrio in derselben Tonart von Franz Schubert.
(Restkarten)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Sophie Rennert Mezzosopran
Helmut Deutsch Klavier
Die junge Grazer Mezzosopranistin Sophie Rennert ist seit dem Abschluss ihres Studiums an der Musikuniversität Wien eine vielgefragte Lieder-, Opern- und Oratoriensängerin. Sie arbeitete mit renommierten Dirigenten und Orchestern zusammen und gab Liederabende u.a. mit Graham Johnson in Wien und London. Seit ihrem Schubertiade-Debüt 2015 ist Sophie Rennert regelmäßig in Hohenems und Schwarzenberg zu Gast. Für ihren heutigen ersten Solo-Liederabend in Schwarzenberg hat sie ein besonders interessantes Programm mit Schiller-Vertonungen von Franz Schubert zusammengestellt.
(Karten und Jugendkarten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Igor Levit
Igor Levit wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits 2010 als „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ gefeiert. Seit seinem Schubertiade-Debüt 2011 ist der Künstler dem Festival mit mehreren Auftritten pro Saison verbunden, so auch während dieser Schubertiade, wo er an vier Konzerten mitwirkt. Auf dem Programm des heutigen Soloabends stehen „Lieder ohne Worte“ von Mendelssohn, Gustav Mahlers Adagio aus der Symphonie Nr. 10 und Franz Schuberts letzte Klaviersonate in B-Dur, D 960.
(Ausverkauft)


Sonntag, 1. September

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Ning Feng Violine
Igor Levit Klavier
Im letzten Konzert der diesjährigen Schubertiade Schwarzenberg präsentieren Ning Feng und Igor Levit das zweite Programm mit Werken für Violine und Klavier von Franz Schubert. Gespielt werden in dieser Matinee besonders bekannte Werke dieses Repertoires: die Variationen über „Trockne Blumen“ aus der „Schönen Müllerin“, das Rondo in h-Moll, die Sonate D 574 und zum krönenden Abschluss die berühmte Fantasie in C-Dur.
(Karten erhältlich)


—| Pressemeldung Schubertiade |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, HIGHLIGHTS – AUGUST / SEPTEMBER 2019

August 2, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HIGHLIGHTS  IM AUGUST UND SEPTEMBER 2019

Otello –  Premiere, Sonntag, 8. September 2019

OTELLO –  Premiere / Frankfurter Erstaufführung
Dramma per musica in drei Akten von Gioachino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sesto Quatrini; Regie: Damiano Michieletto

Mitwirkende: Enea Scala (Otello), Karolina Maku?a (Desdemona); Theo Lebow (Jago),
Jack Swanson (Rodrigo), Thomas Faulkner (Elmiro Barberigo), Kelsey Lauritano (Emilia),
Hans-Jürgen Lazar (Doge), Michael Petruccelli (Lucio / Ein Gondoliere)

Weitere Vorstellungen: 12., 21., 29. (18.00 Uhr) September, 3. (18.00 Uhr), 12., 20. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Oktober 2019

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Übernahme einer Produktion des Theater an der Wien, Premiere 19. Februar 2016 Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Otello - Enea Scala Tenor © Simon Pauly

Oper Frankfurt / Otello – Enea Scala Tenor © Simon Pauly

Am 4. Dezember 1816 kam Otello von Gioachino Rossini (1792-1868) im Teatro del Fondo in Neapel zur Uraufführung – und somit weder am ursprünglich vorgesehenen Aufführungsort noch zum eigentlich geplanten Premierentermin. Das Libretto stammt aus der Feder Francesco Maria Berios, dem Bearbeitungen der Shakespeare-Tragödie von Jean François Ducis und Giovanni Carlo Cosenza als Vorlagen dienten. Die erfolgreiche Oper fand bis zum Erscheinen von Verdis gleichnamigem Werk 1887 über Italien hinaus europaweite Verbreitung. Das Haus am Willy-Brandt-Platz beginnt mit Otello seine Reihe von Frankfurter Erstaufführungen dreier Werke Rossinis in der Spielzeit 2019/20.

Oper Frankfurt / Otello - Damiano Michieletto © Fabio Lovino

Oper Frankfurt / Otello – Damiano Michieletto Regie  © Fabio Lovino

Der venezianische Feldherr Otello wird nach seiner siegreichen Rückkehr aus Zypern in Venedig erwartet. Der Afrikaner ist heimlich mit Elmiros Tochter Desdemona verlobt. Auf diese hat jedoch auch Rodrigo, der Sohn des Dogen, ein Auge geworfen. Elmiro, der Otello ebenfalls feindlich gesinnt ist, verspricht Rodrigo die Hand seiner Tochter. Otello erscheint während der Trauung und macht seine Verlobung publik, woraufhin sich Desdemona der Heirat mit Rodrigo verweigert. Jago beschließt, die Hochzeit Desdemonas und Otellos zu verhindern: Durch eine Intrige gelingt es ihm, Otellos Eifersucht zu entfachen. Infolgedessen erdolcht der rachsüchtige Feldherr die Geliebte. Als Jagos Machenschaften ans Licht kommen, bereut Otello seine Tat und setzt auch seinem Leben ein Ende.

Die musikalische Leitung übernimmt Sesto Quatrini, derzeitiger Künstlerischer Leiter des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett in Vilnius. Der Italiener ist erstmals in Frankfurt zu Gast und dirigierte unlängst Offenbachs Coscoletto beim Festival della Valle d’Itria. Donizettis L’elisir d’amore wird den Maestro zu den Tiroler Festspielen Erl führen. Die 2016 in Wien entstandene Inszenierung stammt von dem Venezianer Damiano Michieletto und wird nun nach Frankfurt übernommen. Nach der Premiere am Theater an der Wien war im Kurier zu lesen: „Damiano Michieletto gelingt szenisch ein großer, in sich stimmiger Wurf.“ In der vergangenen Spielzeit stellte sich der international gefragte Opernregisseur mit Franz Schrekers Der ferne Klang am Main vor und eröffnete jüngst mit der Händel-Oper Alcina die Salzburger Pfingstfestspiele. Zu seinen Plänen zählt u.a. Donizettis Don Pasquale am Royal Opera House Covent Garden London. In Frankfurt wird seine Inszenierung in vollständig neuer Besetzung dargeboten: In der Titelpartie gibt der italienische Tenor Enea Scala sein Hausdebüt. Pirro in Rossinis Ermione führt den auch im Konzert- und Oratorienrepertoire beheimateten Sänger ans Teatro di San Carlo in Neapel. Ebenso gastiert sein amerikanischer Fachkollege Jack Swanson (Rodrigo) zum ersten Mal im Haus am Willy-Brandt-Platz. Conte Almaviva in Rossinis Il barbiere di Siviglia an der Santa Fe Opera gehört zu seinen aktuellen Aufgaben. Alle übrigen Partien, angeführt von Karolina Maku?a (Desdemona), Theo Lebow (Jago) und Thomas Faulkner (Elmiro Barberigo), sind mit Mitgliedern des Ensembles sowie des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.


Oper Frankfurt / Radamisto - Zenobia und Radamisto © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Radamisto – Zenobia und Radamisto © Barbara Aumüller

Radamisto –  Sonntag, 25. August 2019  – Erste Wiederaufnahme

Oper in zwei Teilen von Georg Friedrich Händel,  In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln, Musikalische Leitung: Simone Di Felice; Regie: Tilmann Köhler

Mitwirkende: Dmitry Egorov (Radamisto), Zanda Šv?de (Zenobia), Jenny Carlstedt (Polissena), Kihwan Sim (Tiridate), Kateryna Kasper (Tigrane), Vince Yi (Fraarte), Božidar Smiljani? (Farasmane)

Weitere Vorstellungen: 1., 5., 14. September, 29. (18.00 Uhr) Dezember 2019, 4., 12. (15.30 Uhr), 18. Januar 2020

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr, Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Am 3. April 2016 feierte Radamisto von Georg Friedrich Händel (1685-1759) in der Inszenierung von Tilmann Köhler im Bockenheimer Depot seine Frankfurter Erstaufführung. Wie bereits 2012/13 bei Köhlers Sicht auf Händels Teseo im Rahmen seines ebenfalls im Depot erfolgten Opern- und Frankfurt-Debüts zu beobachten war, sprang auch hier der Funke sofort aufs Publikum über. Und so war seinerzeit in der Frankfurter Neuen Presse zu lesen: „Tilmann Köhler heißt der junge Schauspielregisseur, dem jetzt im Bockenheimer Depot mit einfachen Mitteln Großes gelingt: Wache Personenregie, sparsame, aber wirkungsvoll eingeblendete Kriegsvideos und die richtige Prise Galgenhumor – schon wird aus Händels posenanfälliger Oper ein dichtes Kammerspiel erster Güte.“ Die musikalische Leitung lag seinerzeit bei Solorepetitor Simone Di Felice, der dem Haus mittlerweile seit 2017/18 als Kapellmeister verbunden ist. „Das Publikum beschränkt sich nicht aufs Klatschen, sondern feiert Ensemble und Orchester unter Leitung von Simone Di Felice mit heftigem Getrampel“, attestierte der Kritiker des Wiesbadener Kurier. Und auch der Sänger der Titelpartie wurde bejubelt: „Countertenor Dmitry Egorov (…) ist ein beeindruckend virtuoser Interpret der anstrengenden Titelpartie, die Händel dem legendären Kastraten Senesino anvertraut hatte“ (Allgemeine Zeitung Mainz). So trifft es sich gut, dass sowohl der Dirigent als auch der Sänger der Titelpartie bei der ersten Wiederaufnahme der Produktion aus der Spielzeit 2015/16 wieder mit dabei sind – diesmal jedoch im Opernhaus, in das die Inszenierung übernommen wird.

Oper Frankfurt / Radamisto - v.l.n.r. Farasmane, Tiridate und Zenobia © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Radamisto – v.l.n.r. Farasmane, Tiridate und Zenobia © Barbara Aumüller

Zum Inhalt: Der armenische König Tiridate ist unsterblich in Zenobia, Gemahlin des thrakischen Prinzen Radamisto, verliebt. Aus diesem Grund hat er seine eigene Frau Polissena, die Schwester Radamistos, verstoßen und Thrakien den Krieg erklärt. In dessen Verlauf gedenkt er nicht nur das Land, sondern auch die Angebetete zu erobern. Doch Zenobia weist ihn zurück – zu groß ist ihre Liebe zu Radamisto. Ähnlich fühlt Polissena: Trotz zahlreicher Demütigungen des Tyrannen steht sie unverbrüchlich zu ihm und rettet ihm sogar mehrfach das Leben. Die Treue der Frauen trotzt also jeder Gewalt. Als Tiridate merken muss, dass ihn sein Kriegsglück verlassen hat, gibt er vor, sowohl auf Thrakien als auch auf Zenobia zu verzichten und zu Polissena zurückkehren zu wollen…

Während auch die Ensemblemitglieder Kihwan Sim (Tiridate) und Kateryna Kasper (Tigrane) sowie Gast-Countertenor Vince Yi (Fraarte) wie in der Premiere besetzt sind, gibt es zudem einige neue Namen zu verkünden: So kehrt Jenny Carlstedt, bis 2015/16 Frankfurter Ensemblemitglied, als Polissena gastweise an ihr ehemaliges Stammhaus zurück. Neu in der Produktion sind zudem die aktuellen Ensemblemitglieder Zanda Svede (Zenobia) und Božidar Smiljani? (Farasmane).


IDOMENEO – Samstag, 31. August 2019 – Zweite Wiederaufnahme
 Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Rasmus Baumann; Regie: Jan Philipp Gloger

Oper Frankfurt / Idomeneo - Idomeneo und Neptun © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Idomeneo – Idomeneo und Neptun
© Barbara Aumüller

Mitwirkende: Attilio Glaser (Idomeneo), Cecelia Hall (Idamante), Florina Ilie (Ilia),
Ambur Braid (Elektra), Michael Porter (Arbace), Michael McCown (Oberpriester des Neptun), Kihwan Sim / Anthony Robin Schneider (Die Stimme) u.a.

Weitere Vorstellungen: 7., 15. (Oper für Familien, 18.00 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren), 22. (18.00 Uhr), 27. September 2019, Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr, Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Mit Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gab Jan Philipp Gloger, mittlerweile Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg, 2012/13 sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt, nachdem 2012 seine Sicht auf Wagners Der fliegende Holländer bei den Bayreuther Festspielen herausgekommen war. Nach der Mozart-Premiere am 17. März 2013 konnte man im Darmstädter Echo lesen: „Gloger inszeniert die Geschichte von Idomeneo als packendes Psychodrama, dessen zerstörerische Kraft sich aus den Wunden der Vergangenheit herleitet.“ Und der Kritiker der Neuen Musikzeitung (www.nmz.de) konstatierte: „Uneingeschränkter Jubel für den Mythos von Gestern und seine bestürzende Gültigkeit für Heute.“ Wie Krieg und der Wille zur Macht das Handeln von Menschen beeinflussen, kann man in Glogers Inszenierung besonders an der Titelfigur exemplarisch beobachten.

Oper Frankfurt / Idomeneo - Idomeneo und Neptun © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Idomeneo – Idomeneo und Neptun © Barbara Aumüller

Idomeneo, König von Kreta, entkommt auf seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg nur knapp einem Seesturm, indem er in seiner Not dem Meeresgott Poseidon ein Opfer verspricht: Der erste Mensch, dem er am Strand begegnet, soll für seine Errettung sterben. Das Schicksal will es, dass ihm ausgerechnet sein eigener Sohn Idamante freudig entgegentritt. Der zwischen zwei Frauen – der trojanischen Prinzessin Ilia und Agamemnons Tochter Elektra – stehende, unwissende junge Mann kann sich die Ablehnung des unglücklichen Vaters nicht erklären. Erst nachdem er von dem Schwur erfährt, beginnt er zu verstehen. Als Poseidon ein Meeresungeheuer schickt und damit auf Erfüllung des Eides drängt, ist Idamante bereit, für sein Volk zu sterben. Ilia tritt daraufhin für den Geliebten ein, worauf der Gott ein Einsehen hat. Dessen Forderung, Idamante den Thron zu überlassen, gibt Idomeneo nach – das Volk ist gerettet.
Die zweite Wiederaufnahme der Produktion aus der Spielzeit 2012/13 wartet mit einer Reihe von Neubesetzungen auf: Dirigent Rasmus Baumann ist seit 2014 Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Orchester des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen, und war hier zuletzt 2017/18 für die Wiederaufnahme von Barbers Vanessa zu Gast. Die Titelpartie übernimmt der junge deutsche Tenor Attilio Glaser, seit 2016 Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Dort gehören zu seinen aktuellen Aufgaben Walther von der Vogelweide in Wagners Tannhäuser (auch an der Nationale Opera & Ballett Amsterdam), der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto (auch an der Wiener Staatsoper) und Cassio in Verdis Otello. Zu seinen Plänen gehören Da-Ud in Strauss’ Die ägyptische Helena und Narraboth in Strauss’ Salome an der Mailänder Scala. An der Oper Frankfurt debütierte er 2017/18 als Massenets Werther und wird im April 2020 als Wilhelm Meister in Ambroise Thomas’ Mignon (konzertant) hierher zurückkehren. Alle weiteren Neubesetzungen stammen aus dem Ensemble sowie dem Opernstudio der Oper Frankfurt: Die amerikanische Mezzosopranistin Cecelia Hall (Idamante) verkörperte hier kürzlich Marguerite in Berlioz’ La Damnation de Faust (Fausts Verdammnis), während die aus Rumänien stammende Sopranistin Florina Ilie (Ilia) u.a. als Valencienne in Lehárs Die lustige Witwe zu erleben war. Ambur Braid (Elektra) erstaunte kürzlich mit den halsbrecherischen Koloraturen der Scintilla in Madernas Satyricon im Bockenheimer Depot. Im März 2020 wird die kanadische Sopranistin Strauss’ Salome im Rahmen einer Frankfurter Neuproduktion verkörpern. Der amerikanische Tenor Michael Porter (Arbace) debütierte 2018 als Monostatos in Mozarts Die Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen und gab jüngst seinen ersten Liederabend im Rahmen der hochkarätig besetzen Reihe der Oper Frankfurt. Sein Landsmann Michael McCown (Oberpriester des Neptun) sang kürzlich Mastro Trabuco in Verdis La forza del destino. Der südkoreanische Bass Kihwan Sim singt in der ersten Vorstellung der Serie am 31. August 2019 Die Stimme, anschließend übernimmt diese Partie sein österreichisch-neuseeländischer Fachkollege Anthony Robin Schneider, welcher kürzlich als Wirt des Gasthauses „Zum Schwan“ in Schrekers Der ferne Klang sein Frankfurt-Debüt gab.


Oper Frankfurt /Julietta - Julietta und Michel © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt /Julietta – Julietta und Michel © Barbara Aumüller

Freitag, 13. September 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
JULIETTA

Lyrische Oper in drei Akten von Bohuslav Martin?
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Alexander Prior; Regie: Florentine Klepper

Mitwirkende: Juanita Lascarro (Julietta), Ian Koziara (Michel), Jonathan Abernethy, Iain MacNeil, Alexander Kiechle, Nina Tarandek, Magnús Baldvinsson, Judita Nagyová, Julia Moorman,
Kelsey Lauritano, Michael Petruccelli (verschiedene Bewohner des Städtchens)
Weitere Vorstellungen: 20., 28. September, 5. Oktober 2019
Alle diese Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Die vom Surrealismus inspirierte Oper Julietta des tschechischen Komponisten Bohuslav Martin? (1890-1959) feierte in der Regie von Florentine Klepper am 21. Juni 2015 Premiere an der Oper Frankfurt. Presse und Publikum zeigten sich der Produktion gegenüber aufgeschlossen, zumal das Werk relativ selten auf den Spielplänen der internationalen Opernhäuser zu finden ist. So schrieb etwa die Kritikerin des Darmstädter Echos: „Die verwickelte, mit vielen surrealen Episoden angereicherte Opernhandlung zwischen Illusion und Realität in der Schwebe zu halten, ist ein Balanceakt für die Regie. Florentine Klepper gelingt er deshalb so überzeugend, weil sie das Stück zu keinem Moment in neblige Traumwelten entgleiten lässt, sondern die inneren Konflikte mit messerscharfen Konturen herausarbeitet.“
Zum Inhalt: Michel, ein Buchhändler aus Paris, kehrt von Sehnsucht getrieben in eine kleine Stadt am Meer zurück, um ein Mädchen zu suchen, das er dort einst singen hörte. Die Einwohner der Stadt können ihm nicht helfen, da sie auf rätselhafte Weise ihr Gedächtnis verloren haben. Als Michel die Unbekannte namens Julietta schließlich findet, erhofft er sich Erklärungen für die verloren gegangenen Erinnerungen der Bewohner, doch auch sie kann ihm keine Antworten geben. Mehr und mehr wird Michel in die Welt ohne Vergangenheit hineingezogen…

Oper Frankfurt /Julietta - Michel und im Hintergrund Juliettal © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt /Julietta – Michel und im Hintergrund Juliettal © Barbara Aumüller

Der junge britische Dirigent und Komponist Alexander Prior ist Chefdirigent des kanadischen Edmonton Symphony Orchestra. Nun kehrt er für die Wiederaufnahme dieser Produktion aus der Spielzeit 2014/15 zurück an die Oper Frankfurt, wo er 2017/18 mit der ersten Wiederaufnahme von Verdis Rigoletto zu erleben war. Im Winter 2019 steht Dvo?áks Rusalka bei den Tiroler Festspielen in Erl in seinem Kalender. Die premierenbewährte Juanita Lascarro verkörpert erneut die Titelpartie. Der Kritiker der Neuen Musikzeitung (www.nmz.de) schrieb seinerzeit über das langjährige Ensemblemitglied der Oper Frankfurt: „Inmitten eines exquisiten Ensembles, das in verschiedene, skurril hübsche Rollen schlüpfte, war Juanita Lascarro eine wirklich verführerische Julietta.“ Zu ihren jüngsten Aufgaben 2018/19 gehören die Hanna Glawari in der Frankfurter Wiederaufnahme von Franz Lehárs Die lustige Witwe sowie die Verkörperung der gleichen Partie in einer Neuproduktion am Theater Heidelberg. Zuvor sang sie Giulietta in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen am Theater Freiburg und wird 2019/20 in Frankfurt als Flotows Martha zu erleben sein. In Julietta ist nun der aus Chicago stammende Tenor Ian Koziara (Michel) Juanita Lascarros Partner. Das Mitglied des Lindemann Young Artist Development Program an der Metropolitan Opera erzielte kürzlich einen überragenden Erfolg als Fritz in Schrekers Der ferne Klang. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehören Tenor / Bacchus in Strauss’ Ariadne auf Naxos und Torquemada in Ravels L’Heure espagnole an der Wolf Trap Opera in Virginia / USA. Die verschiedenen Bewohner des Städtchens werden überwiegend von Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios verkörpert. Dabei werden die premierenbewährten Sänger*innen Nina Tarandek, Magnús Baldvinsson und Judita Nagyová ergänzt durch die „Neueinsteiger*innen“ Jonathan Abernethy, Iain MacNeil, Alexander Kiechle, Julia Moorman, Kelsey Lauritano und Michael Petruccelli.


Oper Frankfurt / Liederabend - Jakub Józef Orli?ski -Countertenor © Jiyang Chen

Oper Frankfurt / Liederabend – Jakub Józef Orli?ski -Countertenor © Jiyang Chen

Dienstag, 3. September 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Liederabend
JAKUB JÓZEF ORLI?SKI, Countertenor
MICHAL BIEL, Klavier

Werke von Georg Friedrich Händel, Giuseppe Maria Orlandini, Giovanni Battista Bononcini,
Luca Antonio Predieri und Francesco Bartolomeo Conti sowie Karol Szymanowski, Tadeusz Baird
und Pawel ?ukaszewski
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Er ist mit sicheren Schritten auf dem Weg, einer der großen Countertenöre unserer Zeit zu werden. Mit seiner betörenden Stimme hat der junge polnische Künstler Frankfurt einen unvergesslichen Rinaldo geschenkt. Überaus virtuos und glaubhaft führte er durch die emotionalen Höhen und Tiefen dieses verzweifelt liebenden Kriegers und überraschte mit atemberaubendem Körpereinsatz. Breakdance und Barock sind bei Jakub Józef Orli?ski alles andere als ein Widerspruch – sie sind die Freiheit des Hier und Jetzt. Kein Wunder, dass die Opernwelt auf dieses energiegeladene Talent blickt. Sein erstes Solo-Album Anima sacra stellte er gemeinsam mit dem Ensemble Il pomo d’oro auf einer ausgedehnten Europa-Tournee vor. Seit dem Studium in New York tritt er regelmäßig mit dem polnischen Pianisten Micha? Biel auf. Dass dabei nicht nur barockes Repertoire auf dem Programm steht, sondern auch der ein oder andere Sprung Richtung Gegenwart vollführt wird, lässt einen großartigen Frankfurter Liederabend erwarten.

Oper Frankfurt / Liederabend - Jakub Józef Orli?ski (Countertenor) und Micha? Biel (Pianist) ©Honorata Karapuda

Oper Frankfurt / Liederabend – Jakub Józef Orli?ski (Countertenor) und Micha? Biel (Pianist) ©Honorata Karapuda

Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

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