Hagen, Theater Hagen, Spielplan April 2020

März 24, 2020 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, Schauspiel, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle


Spielplan April 2020


So 19        ZUM LETZTEN MAL
HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (LES CONTES D’HOFFMANN)
Phantastische Oper von Jacques Offenbach
(in französischer Sprache mit deutschen Übertexten)
15.00-17.40 Uhr ·  Großes Haus ·  14.30 Uhr Einführung
Abo N und Freiverkauf 15-36 €

PREMIERE TRANSFORMMATES
Ein digitales Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid ·  Ab 11 Jahren
15.00 Uhr ·  Lutz
Eintritt 12 / 6 €, Familienkarte 25 €


Mi 22        TRANSFORMMATES
Ein digitales Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid ·  Ab 11 Jahren
10.00 Uhr ·  Lutz
Schulvorstellung

ZAR UND ZIMMERMANN
Komische Oper von Albert Lortzing
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30-22.20 Uhr ·  Großes Haus
Abo B und Freiverkauf 15-36 €


Do 23        TRANSFORMMATES
Ein digitales Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid ·  Ab 11 Jahren
10.00 Uhr ·  Lutz
Schulvorstellung

Fr 24        PREMIERE
WENN DIE NACHT AM TIEFSTEN (… IST DER TAG AM NÄCHSTEN)
Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party mit Musik von Ton Steine Scherben, Fehlfarben, Einstürzende Neubauten, BAP, Nena, Nina Hagen, Extrabreit, Rio Reiser, Ideal u.a.
19.30-22.00 Uhr·  Großes Haus
Abo C / P und Freiverkauf 19,50-48 €

TREFFEN DES THEATERFÖRDERVEREINS
Gast: Angela Davis, Sängerin am Theater Hagen
19.30 Uhr ·  Kolpinghaus
Eintritt frei


Sa 25        WERKSTATT-PROBE
Einführungsveranstaltung zu Schwanensee – Aufgetaucht
11.00 Uhr ·  Großes Haus
Eintritt frei

CASA AZUL Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon, Musik von Claas Willeke u.a.
19.30-20.45 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Uhr Einführung
Abo G / WE 2 und Freiverkauf 16,50-40 €

WOYZECK
Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner in einer Fassung von Anja Schöne ? Ab 14 Jahren
19.30-21.00 Uhr ·  Lutz
Eintritt 12 / 6 €, Familienkarte 25 €


So 26    8. KAMMERKONZERT
Brahms ? Eckert
Klarinette: Astrid den Daas; Violine: Katharina Eckert, Barbara Wanner; Viola: Ursina Staub; Violoncello: Thorid Brandt-Weigand
11.30 Uhr·  Auditorium im Kunstquartier Hagen
Eintritt 12 / 8 €

ORPHEUS UND EURYDIKE (ORFEO ED EURIDICE)
Oper von Christoph Willibald Gluck
(in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten)
18.00-19.25 Uhr ·  Großes Haus ·  17.30 Uhr Einführung
Abo ThR und Freiverkauf 15-36 €


Di 28        8. SINFONIEKONZERT
J. S. Bach ? C. P. E. Bach ? Tschaikowsky ? Strawinsky
Leitung, Violine und Violoncello da spalla: Sergey Malov
19.30 Uhr· Stadthalle ? 18.45 Uhr Einführung ? 18.45 Sinfonikus
Konzertabo und Freiverkauf 15,50-31 €


Mi 29        DIE MEERJUNGFRAU IN DER BADEWANNE
Ein Erzähltheater von Tim Sandweg mit Musik nach dem Kinderroman von Koos Meinderts ? Ab 7 Jahren
10.00-11.15 Uhr ?  Lutz
Schulvorstellung

WERKSTATT-PROBE
Einführungsveranstaltung zu Ovids Geschichten
17.30 Uhr ·  Lutz
Eintritt frei

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Ulm, Theater Ulm, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, Premiere voraussichtlich 02.04.2020

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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

EIN SOMMERNACHTSTRAUM – Tanztheater von Reiner Feistel

Premiere voraussichtlich am 2. April 2020

die Liebe ist kompliziert. Umso mehr wird sie zum Verwirrspiel, wenn Elfendiener Puck beginnt, die Gemüter der Liebenden und Geliebten mit einem Zauber zu betören. In Shakespeares berühmter Komödie Ein Sommernachtstraum entspinnt sich in einem Wald vor Athen eine lustvolle und berührende Geschichte um Sehnsüchte, Intrigen, Begierde, Hass, kurz: um den Menschen und seine oft so widersprüchliche Gefühlswelt. Reiner Feistel, Tanzdirektor am Theater Ulm, übersetzt den humor- und gefühlvollen Klassiker mit seinen ans Herz gehenden Figuren in lustvolles Tanztheater.

Zu Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gioachino Rossini, Claude Debussy, Igor Stravinsky, Edward Elgar, Bernd Sikora

Es entsteht eine bunte und lebendige Choreografie, in der Szenen und Motive der Vorlage Shakespeares tänzerisch adaptiert werden. In Reiner Feistels Interpretation ist Elfendiener Puck die Figur, die den Menschen einen Spiegel vorhält, die uns darauf hinweist, wie rasch sich Emotionen verändern lassen und wie schnell sie umschlagen können. Menschen sehnen sich oft nach etwas Anderem, Besserem: Wäre es ratsam, sich seinen Gefühlen nicht nur hinzugeben, sondern ihnen auch mit einer gewissen Skepsis gegenüberzustehen? Komik und Tragik verbinden sich in dieser Geschichte der Kontraste, die auf charmante Weise mit der Botschaft innerer Schönheit spielt.

Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm lässt unter der musikalischen Leitung von Hendrik Haas Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gioachino Rossini, Claude Debussy, Igor Stravinsky, Edward Elgar und Bernd Sikora erklingen. Bernd Sikora tritt auch als Bühnenmusiker auf. Für die Ausstattung ist Frank Fellmann verantwortlich. Es tanzt die Tanztheater-Compagnie des Theaters Ulm mit Unterstützung einiger Gäste. Zudem ist die Ballettschule des Theaters Ulm beteiligt.

Ein Sommernachtstraum ist eine Kooperation mit dem Theater Chemnitz. 2017 brachte Reiner Feistel seine Inszenierung dort zur Premiere und erarbeitet sie nun mit der Ulmer Compagnie neu.

Zur Premiere am Donnerstag, 2. April 2020 um 20 Uhr im Großen Haus laden wir Sie herzlich ein.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Wien, Wiener Staatsoper, Fidelio – In der Urfassung, 01.02.2020

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 FIDELIO –  Ludwig van Beethoven
In der Urfassung  – LEONORE

PREMIERE 1. FEBRUAR 2020

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens kommt im Haus am Ring am Samstag, 1. Februar 2020 erstmals die Urfassung von Fidelio (Leonore) in einer Neuproduktion auf die Bühne.

Die einzige Oper des „Jahresregenten“ erlebte (unter wechselnden Titeln) gleich dreimal eine Uraufführung: Die erste Fassung wurde 1805 im Theater an der Wien gegeben, die zweite rund ein Jahr später und die dritte 1814 an der Hofoper im Kärntnertortheater: die Version, die seit jeher im Haus am Ring gespielt wird – unter anderem auch bei der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper nach dem 2. Weltkrieg im November 1955. Nicht nur formale Änderungen prägen die Überarbeitungen Beethovens, sondern auch musikalisch wie inhaltlich durchlief Fidelio eine umfassende Revision durch Straffungen, Kürzungen und Umstellungen.

Ludwig van Beethoven © IOCO

Ludwig van Beethoven © IOCO

Die derzeit aktuelle Produktion der letzten Fassung (Inszenierung: Otto Schenk) ist seit 1970 im Repertoire. Ergänzend dazu wird nun die Urversion des Werks zur Staatsopern-Premiere gebracht. Das Haus am Ring bietet damit die seltene und außergewöhnliche Möglichkeit, gleich zwei Fassungen in einer Spielzeit zu erleben (Otto Schenks Inszenierung von Fidelio ist wieder im April/Mai 2020 zu sehen).

Zum Leading Team

Musikalisch geleitet wird die Neuproduktion von Tomáš Netopil. Der tschechische Dirigent war von 2008 bis 2012 Musikdirektor des Prager Nationaltheaters und Ständetheaters, ist seit 2013 Generalmusikdirektor des Aalto Theaters und der Philharmonie Essen und gastierte u. a. an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper, der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, in Paris, Antwerpen, Valencia, Venedig, bei den Salzburger Festspielen und am Opernhaus Zürich. Er debütierte 2014 mit Rusalka an der Wiener Staatsoper und dirigierte hier in weiterer Folge noch Repertoirevorstellungen von Das schlaue Füchslein, Così fan tutte, Kátja Kabanová und Idomeneo sowie die Premiere von Der Freischütz (2018).

Mit Fidelio Urfassung (Leonore) präsentiert die deutsche Regisseurin Amélie Niermeyer erstmals eine Arbeit im Haus am Ring. Ihre bisherige Laufbahn führte sie bisher u. a. an das Münchner Residenztheater, wo sie mit 23 Jahren ihre Regiekarriere startete und später als Hausregisseurin zurückkehrte; an das Schauspiel Frankfurt (als Oberspielleiterin), das Theater Freiburg (Generalintendantin von 2001 bis 2005), an das Düsseldorfer Schauspielhaus (Generalintendantin von 2006 bis 2011). Opern- und Schauspielproduktionen schuf sie bisher u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, in Basel, Los Angeles, die Deutsche Oper am Rhein, in Salzburg, an der Bayerischen Staatsoper München, am Theater an der Wien und an der Staatsoper Hamburg. Seit 2011 ist sie zudem Regieprofessorin am Mozarteium Salzburg und leitet dort den Studiengang für Schauspiel und Regie.

Das Bühnenbild stammt von Alexander Müller-Elmau, der mit der Fidelio Urfassung sein Debüt im Haus am Ring gibt und den mit Regisseurin Amélie Niermeyer eine enge Zusammenarbeit verbindet. Der vielseitige deutsche Künstler begann seine Karriere als Bühnenbild- und Regieassistent, arbeitete als Bühnen- und Kostümbildner (u. a. Residenztheater München, Staatstheater Stuttgart, Thalia Theater Hamburg, Deutsches Theater Berlin, Theater in der Josefstadt) und inszeniert seit 2003 auch selbst. Als Dramatiker schuf er mehrere Bühnenwerke.

Die Kostüme kreierte die belgische Kostüm- und Bühnenbildnerin Annelies Vanlaere, die mit der Premiere ebenfalls erstmals ihre Arbeit an der Wiener Staatsoper präsentiert. Bisherige Stationen ihrer Karriere umfassten u. a. Engagements als Kostümassistentin am Thalia Theater Hamburg sowie Kostüm- und Bühnenbilder u. a. am Staatstheater Stuttgart, am Thalia Theater Hamburg, in Graz, Amsterdam, Köln, Berlin, Basel und München.

Für das Lichtdesign zeichnet Gerrit Jurda verantwortlich (bisherige Arbeit im Haus am Ring: Samson et Dalila, 2018), für die Choreographie Thomas Wilhelm (Choreographie für die Staatsopern-Produktion von Alceste, 2012), Produktionsdramaturgin ist Yvonne Gebauer).

Die Besetzung

Am Premierenabend geben alle Sängerinnen und Sänger ihr Staatsopern-Rollendebüt in der Urfassung von Fidelio (Leonore); zwei Solistinnen stellen sich mit der Neuproduktion dem Publikum des Hauses am Ring vor:

Als Leonore gibt die irische Sopranistin Jennifer Davis ihr Debüt an der Wiener Staatsoper und gleichzeitig ihr weltweites Debüt in dieser Partie. Erste Auftritte führten die Sängerin bald an das Londoner Royal Opera House, wo sie u. a. Adina (L’elisir d’amore) und Gretel (Hänsel und Gretel) verkörperte und 2018 ihr Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) gab – eine Partie, die sie auch an der Opera Vlaanderen und in Stuttgart gestaltete. Weiters gastierte sie u. a. als Donna Anna (Don Giovanni) an der Opera North und als Pamina (Die Zauberflöte) an der Irish Opera; künftige Projekte umfassen u. a. Contessa d’Almaviva (Le nozze di Figaro) an der San Francisco Opera, Elsa an der Opera Australia, in Lissabon und Berlin.

In Amélie Niermeyers Produktion steht neben der Leonore auch die Figur „Leonore – die Schauspielerin“ auf der Bühne. In dieser Rolle gibt die deutsche Film- und Theaterschauspielerin Katrin Röver ihr Debüt an der Wiener Staatsoper.

Den Florestan verkörpert Benjamin Bruns – der gefragte deutsche Tenor ist seit 2010 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und gastierte zuletzt als Lohengrin in Salzburg. Im Haus am Ring sang er bisher zahlreiche Partien wie Tito (La clemenza di Tito), Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni), Ferrando (Così fan tutte), Matteo (Arabella), Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Don Ramiro (La cenerentola), Camille Desmoulins (Dantons Tod), darunter mehrere Premierenproduktionen.

Als Rocco ist KS Falk Struckmann zu erleben. Der deutsche Bassbariton zählt zu den bedeutendsten Sängern seines Fachs. Dem Staatsopernpublikum ist er aus unzähligen Auftritten bekannt, u. a. als Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen), Amfortas und Gurnemanz (Parsifal), Jochanaan (Salome), Scarpia (Tosca), Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg). Zu seinen bisherigen Premierenrollen im Haus am Ring zählen u. a. die Titelpartie in Der fliegende Holländer, Jago (Otello), Orest (Elektra) und Barak (Die Frau ohne Schatten).

Den Pizarro verkörpert Thomas Johannes Mayer. Die anstehende Neuproduktion ist nach der Staatsopern-Erstaufführung von Trojahns Orest in der vergangenen Spielzeit, in der der international erfolgreiche deutsche Bariton in der Titelpartie zu erleben war, die zweite Premiere im Haus am Ring. Hier sang er bisher weiters Telramund (Lohengrin), Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen) sowie Don Pizarro (Fidelio).

Staatsopern-Ensemblemitglied Samuel Hasselhorn singt den Don Fernando. Nach Die Frau ohne Schatten (als Der Einäugige) ist Fidelio/Leonore seine zweite Premiere im Haus am Ring, wo er bisher u. a. auch als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Belcore (L’elisir d’amore), Schaunard (La Bohème) und Ottokar (Der Freischütz) zu erleben war.

Die seit ihrem Staatsopern-Debüt 2009 als Sophie (Der Rosenkavalier) dem Haus eng verbundene israelische Sopranistin Chen Reiss ist als Marzelline zu erleben. Neben u. a. Susanna (Le nozze di Figaro), Marzelline (Fidelio) und Adina (L’elisir d’amore) sang die international erfolgreiche Künstlerin im Haus am Ring bereits fünf Premieren: die Servilia (La clemenza di Tito), Pamina (Die Zauberflöte), die Titelpartie in Das schlaue Füchslein, Ilia (Idomeneo) und zuletzt Ginevra (Ariodante).

Jörg Schneider verkörpert den Jaquino. Zu den bisherigen Staatsopernpartien des beliebten österreichischen Tenors und Ensemblemitglied des Hauses am Ring zählen u. a. Tamino (Die Zauberflöte), Alfred (Die Fledermaus), Aegisth (Elektra), Jaquino sowie Narraboth und Herodes (Salome).

Es spielt das Orchester der Wiener Staatsoper und es singt der Chor der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Thomas Lang.

Fidelio im Livestream sowie im Radio

Die Premiere am 1. Februar 2020 wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit in HD gestreamt (www.staatsoperlive.com) sowie live in Radio Ö1 (+ EBU) übertragen.

Auch auf arte.tv/opera wird die Premiere am 1. Februar 2020 live gestreamt – im Rahmen der Saison ARTE Opera 2019-2020 zeigt die Online-Plattform in der laufenden Spielzeit verschiedene Inszenierungen aus 23 Opernhäusern in 14 europäischen Ländern.

Regisseurin Amélie Niermeyer ist zudem am 1. Februar 2020 zu Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt (10.05 Uhr, live aus dem RadioCafe in Wien).

Beethoven an der Wiener Staatsoper – weitere Aktivitäten

Neben der anstehenden Staatsopern-Erstaufführung der Fidelio Urfassung (Leonore) zollt die Wiener Staatsoper Ludwig van Beethoven, wie bereits eingangs erwähnt, mit Vorstellungen der heutzutage meistgespielten dritten Fassung von Fidelio Tribut: In der Produktion von Otto Schenk (Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen) sind unter der musikalischen Leitung von Staatsopern-Ehrenmitglied Adam Fischer u. a. Simone Schneider als Leonore, Andreas Schager als Florestan, KS Tomasz Konieczny als Don Pizarro und Günther Groissböck als Rocco zu erleben (22., 25., 28. April, 2. Mai 2020).

Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper singen in vier Konzerten an einem Wochenende alle Lieder von Ludwig van Beethoven im Gustav Mahler-Saal des Hauses am Ring. Die Termine der Beethoven-Lieder I-IV gestalten wie folgt: 1. Februar, 11 Uhr: Stephanie Houtzeel (Mezzosopran), Rafael Fingerlos (Bariton), Jendrik Springer (Klavier), 1. Februar, 15 Uhr: Margaret Plummer (Mezzosopran), Michael Laurenz (Tenor), Annemarie Herfurth (Klavier); 2. Februar, 11 Uhr: Bryony Dwyer (Sopran), KS Herbert Lippert (Tenor), Cécile Restier (Klavier); 2. Februar, 15 Uhr: Daniela Fally (Sopran), Samuel Hasselhorn (Bariton), Kristin Okerlund (Klavier).

Außerdem widmen die Wiener Philharmoniker in der laufenden Spielzeit ihren beliebten Matineenzyklus „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ dem Komponisten – auch in den noch anstehenden Terminen (28. März, 18. April, 9. Mai und 13. Juni 2020) präsentieren unterschiedliche Ensembles ausschließlich Werke von Ludwig van Beethoven.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Der Nussknacker – Mariinsky- Residenz, 25. & 26.12.2019

Dezember 11, 2019 by  
Filed under Ballett - Tanz, Festspielhaus Baden-Baden, Pressemeldung

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Mariinsky- Residenz 21. bis 27. Dezember 2019
„Der Nussknacker“

25. Dezember 2019, 17 Uhr
26. Dezember 2019, 14 und 19 Uhr 2019

„Der Nussknacker“ – mit dem Ballettklassiker für die ganze Familie versüßen Mariinsky Ballett und – Orchester den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag

Zwischen dem weihnachtlichen Familienfest und den Träumen eines heranwachsenden Mädchens findet sich im „Nussknacker“ das gesamte Spektrum russischer Tanzkunst: wilde Pantomimen, Charaktertänze im spanischen oder orientalischen Stil, der große Schneeflockenwalzer und ein virtuoser Grand Pas de deux für das liebende Paar. Die im Festspielhaus Baden-Baden am 25. (17 Uhr) und 26. Dezember (14 und 19 Uhr) dargebotene Fassung des Mariinsky Balletts entstand 1934 und zeigt das Märchenballett in einer der schönsten unter den traditionellen Fassungen – als einen schönen Kindertraum, die letzte Reise ins Land der Süßigkeiten vor dem Erwachsenwerden.

Festspielhaus Baden - Baden / Der Nussknacker Maria Khoreva (Mascha) & Kimin Kim (Prince) in The Nutcracker by Valentin Baranovsky © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden – Baden / Der Nussknacker Maria Khoreva (Mascha) & Kimin Kim (Prince) in The Nutcracker by Valentin Baranovsky © State Academic Mariinsky Theatre

Fast sämtliche große Ballettklassiker wurden einst im St. Petersburger Marientheater uraufgeführt, so auch „Der Nussknacker“, nach der Partitur von Peter Tschaikowsky. Das Ballett über eine zubeißende Holzfigur dürfte tatsächlich das berühmteste klassische Tanzstück der Welt sein, zwischen Advent und Weihnachten steht „Der Nussknacker“ bei praktisch allen großen Ballettkompanien auf dem Spielplan. Das Märchen über Spielzeug und Schneeflocken zählt insbesondere im angloamerikanischen Teil der Ballettwelt zu den unverzichtbaren Tophits, in den USA wird im Dezember nichts anderes getanzt. Durch den „Nussknacker“ lernen die meisten Kinder das Ballett und den Spitzentanz kennen – aus dem großbürgerlichen Biedermeier-Deutschland, wo E.T.A. Hoffmanns geheimnisvolle Novelle von „Nussknacker und Mausekönig“ spielt, gelangte die Geschichte via Frankreich ins zaristische St. Petersburg und beglückte dann als Weihnachtsballett die ganze Welt.

In Hoffmanns Erzählung verliebt sich die junge Marie (im Russischen Mascha) in ihr Weihnachtsgeschenk, einen geschnitzten Nussknacker, den sie von ihrem geheimnisvollen Patenonkel Drosselmeier bekommen hat. Schlag zwölf in der Weihnachtsnacht wird das Spielzeug im Hause Stahlbaum lebendig, Marie kämpft mit ihrem Helden gegen den Mäusekönig und versinkt in einem Fiebertraum, nach dessen Ende schließlich der Nussknacker in der Gestalt von Drosselmeiers hübschem Neffen um ihre Hand anhält, um sie in sein Süßigkeitenreich zu entführen. Die 1816 erschienene Novelle war in Russland in einer französischen Bearbeitung von Alexandre Dumas dem Älteren bekannt. Marius Petipa, der Erste Ballettmeister des Zaren, straffte gemeinsam mit seinem Intendanten am Mariinsky-Theater die komplizierte Handlung so lange, bis sie ins zeitgenössische Schema der „Ballet-Féerie“, des fantastischen Ballettmärchens passte. Peter Tschaikowsky wurde mit der Partitur beauftragt, die Uraufführung fand am Nikolaustag des Jahres 1892 statt.

Im ersten Akt dominieren Erzählung, Pantomime und weihnachtliche Ausstattung, während der zweite, praktisch handlungslose Teil ein großes, virtuoses Divertissement ist, wo von Charaktertänzen im orientalischen oder spanischen Stil über große Ensembles bis zum abschließenden Pas de deux nur noch getanzt wird. Tschaikowsky schrieb eine seiner schönsten Ballettmusiken für den „Nussknacker“, mit großen romantischen Aufschwüngen und geheimnisvollen Klangfarben wie der neu erfundenen Celesta oder einem wortlos singenden Kinderchor, der den verschneiten Märchenwald ins Magische entrückt.

Als Marius Petipa zu Probenbeginn erkrankte, übernahm sein zweiter Ballettmeister Lew Iwanow die Choreografie. Er ließ 60 Ballerinen als Schneeflocken einen Walzer tanzen, ihr Kopfputz bestand aus unzähligen kleinen, weißen Wattebällchen. Anders als etwa bei „Dornröschen“ wurde nur wenig originales Schrittmaterial des „Nussknackers“ bis heute überliefert, das meiste empfanden nachfolgende Ballettmeister und Choreografen nach der traditionellen Überlieferung. So gibt es verschiedene Versionen für den Schluss, manchmal erwacht Mascha aus ihrem Traum, manchmal bleibt sie im Märchenland bei ihrem Prinzen. 1934 inszenierte der sowjetische Choreograf Vassily Vainonen im damaligen Leningrad jenen neuen „Nussknacker“, der bis heute im Mariinsky-Theater gezeigt wird. Er ließ Mascha von einer erwachsenen Ballerina tanzen, die uns ein Mädchen im Aufbruch zum Erwachsenwerden zeigt, das hier noch einmal seinen Kinderträumen nachhängt. Vainonen rückte die geschrittene, Pantomime-lastige Ballett-Féerie ein großes Stück weiter in Richtung ernsthaftes Ballett und zeigt vor allem am Ende des ersten Aktes die aufblühende Liebe zwischen Mascha und ihrem verwandelten Prinzen als fließend-romantischen Pas de deux. Den zweiten Akt beließ er als großes Fest des Tanzes.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de

Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101

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