Würzburg, Mainfranken Theater, 5. Sinfoniekonzert: Werke von Webern und Mahler, 12. + 13.04.2018

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Mainfrankentheater Würzburg

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

5. SINFONIEKONZERT
Do., 12.4. & Fr., 13.4. | 20:00 Uhr | Großes Haus
Dirigent Enrico Calesso

Werke von Webern und Mahler beim 5. Sinfoniekonzert
Ein besonderes Konzerthighlight erwartet das Publikum beim fünften Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Würzburg am 12. und 13. April im Mainfranken Theater. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso werden Weberns Ricercar und Mahlers fünfte Sinfonie zur Aufführung gebracht.

Die Sinfonie Nr. 5 von Gustav Mahler bietet eine Achterbahnfahrt der Gefühle, vom anfänglichen Trauermarsch bis zum frenetischen Schlusssatz, dazwischen Ländler, Walzer und das berühmte Adagietto. Entstanden zwischen 1901 und 1904 und am 18. Oktober 1904 in Köln uraufgeführt, gilt Mahlers fünfte Sinfonie als Beginn einer neuen Etappe im sinfonischen Schaffen des Komponisten. Davor erklingt im Konzertprogramm die 1934 von Anton Webern zu Papier gebrachte Bearbeitung des Ricercars aus Johann Sebastian Bachs Musikalischem Opfer.

Am Freitag, dem 13. April, bietet sich dem Publikum ab 17:30 Uhr zudem die Möglichkeit, an einer Gesprächsrunde mit Generalmusikdirektor Enrico Calesso sowie Ulrich Konrad und Christian Lemmerich vom Institut für Musikforschung der Universität Würzburg teilzunehmen. Gemeinsam beleuchten die Experten die Querverbindungen zwischen Mahler und Wagner.

Darüber hinaus finden an beiden Abenden um 19:30 Uhr Werkeinführungen statt. Gemeinsam mit Dramaturgin Beate Kröhnert haben Schülerinnen und Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums eine Einführungsrede vorbereitet und stimmen das Publikum auch mit musikalischen Beiträgen auf das Konzertprogramm ein.


5. SINFONIEKONZERT
Donnerstag, 12.4. & Freitag, 13.4. | 20:00 Uhr | Großes Haus
Dirigent Enrico Calesso
Philharmonisches Orchester Würzburg
PROGRAMM
WEBERN Ricercar aus Johann Sebastian Bachs Das Musikalische Opfer
MAHLER Sinfonie Nr. 5

Gesprächsrunde Wagner – Mahler
vor dem Konzert am Freitag, 13.4. | 17:30 Uhr | Foyer
mit Enrico Calesso, Prof. Dr. Ulrich Konrad, Dr. Christian Lemmerich

Ein besonderer Dank gilt dem Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V. und der Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung für die großzügige Unterstützung dieses Konzerts.
Pressemeldung Mainfrankentheater Würzburg

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Stuttgart, Stuttgarter Ballett, Die Fantastischen Fünf – Reid Anderson, IOCO Kritik, 27.03.2018

März 29, 2018 by  
Filed under Ballett, Hervorheben, Kritiken, Staatsoper Stuttgart

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Stuttgarter Ballett | Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. SchaeferStuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Die Fantastischen Fünf  –  Stuttgarter Ballett

Von Anfang und Abschied – Letzter Ballettabend in Reid Andersons Intendanz

Von Peter Schlang

Wenn die 22 jährige Dienstzeit Reid Andersons als Intendant des Stuttgarter Balletts im Juli mit einer ihm gewidmeten Festwoche zu Ende geht, wird die Liste der unter bzw. von ihm aus der Taufe gehobenen Uraufführungen weit über 100 Choreografien umfassen, darunter sage und schreibe elf abendfüllende Handlungsballette. Die meisten dieser Kreationen stammen aus den Köpfen und Händen von „hauseigenen Stuttgarter Kräften“, seien es Choreografinnen und Choreografen, die, häufig aus der Compagnie hervorgegangen, am Haus tätig waren, oder Tänzerinnen und Tänzer, die diesen Weg gerade eingeschlagen hatten oder im Begriff waren, dies zu tun.

Die Fantastischen Fünf  –  Im Schauspielhaus

Eine Frau und vier in diese Kategorien gehörenden Männer wurden nun vom seit 1969 dem Stuttgarter Ballett angehörenden Anderson zu einem Choreografen-Quintett zusammengespannt, um seinem Entdecker und Förderer unter dem beziehungsreichen Titel Die Fantastischen Fünf ein vorgezogenes Abschiedsgeschenk zu machen. Dieses durfte der Beschenkte am Freitag, dem 23. März auf der „kleinen“ Stuttgarter Ballettbühne im Schauspielhaus vor vollen, mit glücklichen und vielfach auch jubelnden Ballettfans besetzten Rängen auspacken.

Stuttgarter Ballett / Die fantanstischen Fünf - hier Under the Surface mit Fernanda Lopez De Souza Lopes, Alessandro Giaquinto, Ensemble © Stuttgarter Ballett

Stuttgarter Ballett / Die fantanstischen Fünf – hier Under the Surface mit Fernanda Lopez De Souza Lopes, Alessandro Giaquinto, Ensemble © Stuttgarter Ballett

Den Anfang dieses letzten Uraufführungs-Reigens dieser Spiel- und Amtszeit machte Roman Novitzkys Under the Surface, in dem das Multitalent (Novitzky ist nicht nur erster Solist und damit tanzender Choreograph der Stuttgarter Compagnie, sondern inzwischen auch deren Fotograf.) drei Tänzerinnen und fünf Tänzer verschiedene Formen und Stadien von Beziehungen und Begegnungen interpretieren lässt. Zu Musik von Ólafur Arnalds, Stephin Merritt und einer Auftragskomposition Marc Strobels entwickeln Fernanda De Souza Lopes, Jessica Fyfe, Veronika Verterich, Timoor Afshar, Matteo Crockard-Villa, Allessandro Giaquinto, Alexander Mc Gowan und Matteo Miccini ein wahres Feuerwerk an Charakter- und Gruppenstudien, die sich kurz mit fünf großen „ A“ zusammenfassen lassen: A wie Anmache, Annäherung, Anfang, Abstand und Abschied. In diesem halbstündigen Feuerwerk unter einer aus Glühbirnen geformten geometrischen Figur, unter der sich die gerade pausierenden Tänzer um einen großen Tisch versammeln, führt Novitzky dem Publikum verschiedene Stationen menschlicher Kontakte vor Augen. Diese kleidet er in ein originelles wie differenziertes Spektrum von Bewegungen und Figuren, welche die Tänzer kraftvoll und temporeich und nicht selten mit artistischem Aplomb auf die ganz in schwarz gehaltene Bühne bringen.

Das zweite Stück des gut dreistündigen Abends wurde Fabio Adorisio anvertraut, dem Jüngsten aus dieser verheißungsvollen Fünfer-Bande, der aber auch schon neun Choreografien geschaffen und seinem jüngsten Werk den Titel Or Noir gegeben hat. Damit spielt er auf die japanische Porzellan-Reparatur-Technik „Kintsugi“ an, was auf Deutsch „Goldverbindung“ oder „Gold flicken“ bedeutet.

Dabei verdecken die aufgebrachten Goldbänder nicht die Risse oder Brüche, sondern betonen und veredeln diese. Adorisio macht diesen Bezug durch raffinierte zweifarbige Trikots deutlich, in die er seine fünf Paare kleidet und die ebenso von ihm entworfen wurden wie der Bühnenraum. An dessen hinterem Ende sitzt das aus Streichern des Staatsorchesters gebildete Streichquintett, welches das von der Komponistin Nicky Sohn als Auftragswerk gelieferte einsätzige Werk „Even in the oddest time“ packend und akzentuiert zur Uraufführung brachte. Obgleich der Choreograf seine je fünf Tänzerinnen und Tänzer zu schönen, meist an klassischen Vorbildern orientierten Figuren und Bildern gruppiert, welche diese souverän auf die Bühne setzen, wirkt diese Arbeit etwas ermüdend und weniger inspirierend als das Vorgängerstück, welches vielleicht auch – zumindest beim Publikum – manche Energie aufgesaugt hat.

Stuttgarter Ballett / Die fantastischen Fünf - hier Take your Pleasure seriously mit Alicia Amatriain und Ensemble © Stuttgarter Ballett

Stuttgarter Ballett / Die fantastischen Fünf – hier Take your Pleasure seriously mit Alicia Amatriain und Ensemble © Stuttgarter Ballett

Diese ist – und das auf allen Seiten – beim Mittelstück des Abends wieder uneingeschränkt zu spüren. Es wurde, gendermäßig völlig korrekt, der einzigen Frau dieses Choreografen-Teams anvertraut, der nach dieser Spielzeit sich von der Stuttgarter Compagnie verabschiedenden Halbsolistin Katarzyna Kozielska. Ihr und sich selbst wünscht man nach ihrem fulminanten Beitrag Take Your Pleasure Seriously, dass Tamas Detrich, Stuttgarts designierter neuer Ballettchef, sie als Gastchoreographin wieder einmal an ihre bisherige Wirkungsstätte holen möge. Die aktuelle Arbeit der gebürtigen Polin ist ihr Resümee über ihre fast zwanzigjährige Zugehörigkeit zur Stuttgarter Compagnie und gleichzeitig eine große Verbeugung vor der Leistung aller Ersten Solistinnen. Folgerichtig lässt Kozielska Alicia Amatriain alle Haltungen, Positionen und Figuren vorführen, die das klassische Ballett kennt, wirkungs- und eindrucksvoll wie dienend und unterstützend begleitet von ihren Kolleginnen Rocio Aleman, Diana Ionescu, Mizuki Amemiya, Joana Romaneiro und Aiara Iturrioz Rico sowie den zu gewaltigen Hebe- und Stemmfiguren angehaltenen Tänzern Jason Reilly, Martí Fernández Paixà, Daniele Silingardi, Adrian Oldenburger, Fraser Roach und Noan Alves. Es ist ein live vorgeführtes, mit Fleisch und Blut versehenes Vademekum der Tanzkunst und Ausdrucksmittel verschiedener Epochen und Genres, welche die sechs Paare in höchster Vollendung und mit größter Leidenschaft auf die Bretter stellen.

Die musikalische Grundlage liefert neben zeitgenössischer Musik vom Band Johann Sebastian Bachs Italienisches Konzert, das von Paul Lewis am langsam von links nach rechts fahrenden Flügel akzentuiert wie tänzerfreundlich gespielt wurde.

Der Unterschied, ja Bruch zum nächsten und vorletzten Stück dieses denkwürdigen Ballettabends hätte kaum radikaler ausfallen können, denn Louis Stiens, ebenfalls Halbsolist und von Reid Anderson schon mehrfach mit Choreografien betraut, ist sowohl in seiner Formensprache als auch musikalisch eindeutig der Gegenwart zugewandt und hier wiederum leicht der Generation Twitter und Instagram zuzuordnen. Sein Bekenntnis, die Musik zu seinen Arbeiten ständig online zu suchen, wird durch die lauten, zumindest für einen älteren Zuhörer die Schmerzgrenze überschreitenden Beats und Rhythmen als absolut richtig eingestuft. Skinny, der Titel dieses Werks, wird vom Rezensenten deshalb weniger als „Unter die Haut gehend“, denn als nichts für „Dünnhäutige“ und für Klang-Ästheten gedeutet. Zwar gelingen dem Jung-Choreografen, der sich im Programmheft auch als Hobby-DJ outet, durchaus eindrucksvolle und teils sensible Körperbilder, doch die meisten der zu dieser aktuellen Clubmusik kreierten Tableaus und Szenen führen seelenlose, kalte Maschinenmenschen, ja zu Zombies dressierte Wesen vor, die den Verfasser dieses Textes an Chaos und Apokalypse denken lassen. Und wenn der Rezensent die Reaktionen vieler anderer Zuschauerinnen und Zuschauer richtig gedeutet hat, fand nicht nur er keinen richtigen Zugang zu der von Stiens gewählten Ausdrucksform.

Stuttgarter Ballett / Die fantastischen Fünf - hier Or Noir und Rocio Aleman und Ensemble © Stuttgarter Ballett

Stuttgarter Ballett / Die fantastischen Fünf – hier Or Noir und Rocio Aleman und Ensemble © Stuttgarter Ballett

Die gleiche Analyse dürften viele Besucher der Premiere auch in Bezug auf die letzte Arbeit des Abends treffen, auch wenn der Jubel für den scheidenden Haus-Choreografen Marco Goecke zumindest in manchen Ecken des Zuschauerraums orkanartige Dimensionen annahm und sich der etwas exzentrisch gebärdende, aber sichtbar gerührte Goecke einem regelrechten Blumenregen ausgesetzt sah. In der Tat polarisiert seine Tanzsprache auch in diesem letzten für das Stuttgarter Ballett geschaffenen Stück Almost Blue wohl wie die keines anderen zeitgenössischen Choreografen: Während die einen ob der konvulsivischen Zuckungen und der Tierwelt entlehnten Laut-Untermalungen verzückt und begeistert applaudieren, mögen andere eher verständnislos und ablehnend das Geschehen auf der Tanzbühne verfolgen. Zweifellos sind die von den vier Tänzerinnen und fünf Tänzern vorgeführten Bewegungen in ihrer Präzision äußerst bewundernswert, zumal die Beleuchtung, zusammen mit den von Thomas Mika geschaffenen Kostümen, für eindrucksvolle Momente und überraschende Effekte sorgt. Allerdings erschließen sich nicht alle der von Goecke eingesetzten Stilmittel und Kunstgriffe, sondern lassen den Berichterstatter an vielen Stellen eher ratlos und unberührt zurück.

Dieser natürlich sehr subjektive Eindruck schmälert indes die Kunst und Wirkung dieses abwechslungsreichen und spannungsgeladenen Ballettabends in keiner Weise. Und so sind Die fantastischen Fünf ein würdiges und bleibendes Vermächtnis des großen Tanz-Ermöglichers und Talente-Entdeckers Reid Anderson, dessen von ihm geförderte Choreografie-Talente mit ziemlicher Sicherheit weiter von sich reden machen werden – in Stuttgart und erst recht an anderer Stelle.

Die Fantastischen Fünf des Stuttgarter Ballett im Schauspielhaus; weitere Vorstellungen am 28. März, am 10., 21., 25. und 29. April sowie am 17. Juli 2018 im Stuttgarter Schauspielhaus

Essen, Philharmonie Essen, Matthäuspassion, 30.03.2018

März 21, 2018 by  
Filed under Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Marc Minkowski © Marco Borggreve

Philharmonie Essen / Marc Minkowski © Marco Borggreve

Marc Minkowski dirigiert Bachs „Matthäuspassion“

Les Musiciens du Louvre am Karfreitag, 30.3., um 17 Uhr in der Philharmonie Essen zu Gast

Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ kommt am Karfreitag, 30. März 2018, um 17 Uhr in der Philharmonie Essen zur Aufführung. Das französische Ensemble Les Musiciens du Louvre sowie ein ausgesuchtes Solistenensemble werden das meisterhafte Chorwerk unter der Leitung von Marc Minkowski interpretieren. Mit Bachs Kompositionen haben sich der Dirigent und seine exzellenten Musiker vor allem in den vergangenen zehn Jahren intensiv auseinandergesetzt. Für ihre erste Aufnahme haben sie 2008 mit der h-Moll-Messe gleich den Olymp des Bach’schen Œuvres erklommen. 2013 sorgten sie damit auch in der Philharmonie Essen für Gänsehaut. Bei den Chören setzt Minkowski auf eine kleine Besetzung mit ausgesuchten Spitzen-Solisten. Diesem Interpretationsansatz bleibt er nun auch bei der Aufführung der „Matthäuspassion“ in der Philharmonie Essen treu.

Marc Minkowski gehört zu den international profiliertesten Dirigenten. 1982 gründete er das Ensemble Les Musiciens du Louvre, das unter seiner Leitung eine aktive Rolle bei der Erneuerung der barocken Aufführungspraxis einnahm. Als Gastdirigent ist Minkowski weltweit in den renommierten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt zu erleben, darunter das Royal Opera House Covent Garden, die Mailänder Scala sowie die Festspiele in Salzburg und Aix-en-Provence. Er steht am Pult von großen Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern. Seit 2016 ist Marc Minkowski Intendant der Opéra National de Bordeaux. Von 2013 bis 2017 war er künstlerischer Leiter der Mozartwoche Salzburg.

Karten (Preis: € 30,00 – 50,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

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Ensemble Spirituosi – Souvenir Latino, IOCO CD Kritik, 08.03.2018

März 9, 2018 by  
Filed under IOCO - CD-Rezension, Peterskirche

Wiener Hofburg im Sommer © IOCO

Wiener Hofburg im Sommer © IOCO

 Ensemble Spirituosi –  CD  „Souvenir Latino“

Von Marcus Haimerl

Das junge Wiener Ensemble Spirituosi  setzt sich aus den Schwestern Nathalie (Sopran), Evelyn (Flöte) und Nicole Peña Comas (Cello), sowie den Gitarristen Damien Lancelle, Gonzalo Manrique und dem Kontrabassisten Rubén Sánchez zusammen.

Mit ihrem Debüt-Album „Souvenir Latino“ begeistern die jungen Künstler Fans der Latin Music, des Liedgesangs und der Kammermusik. Selbst Liebhaber des französischen Chansons (Marguerite Monnot/Edith Piaf: L’hymne à l’amour) kommen hier voll und ganz auf ihre Rechnung.

Mit ihrem Debüt-Album beweist das junge Ensemble, dass es auf natürliche und unkomplizierte Art durchaus möglich ist, verschiedene Stile zu kombinieren und dem Zuhörer das Gefühl zu geben, als hätte es eine solche musikalische Gestaltung immer schon gegeben.

Spirituosi - Souvenir Latino Bild © Amazon Partnerprogramm

Spirituosi – Souvenir Latino Bild © Amazon Partnerprogramm

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Souvenir Latino

Lateinamerikanische Klänge wie Meregue, Bachata, Vals Peruano mit deren rhythmisch betonten Gitarren erfreuen den Zuhörer ebenso wie die Lieder und Chansons der Sopranistin Nathalie Peña Comas, die mit kräftiger Stimme und schöner dunkler Färbung unter anderem die berühmte Aria Cantilena aus der Bachianas Brasileiras No. 5 von Heitor Villa Lobos, aber auch mit anderen Lieder und Chansons von Gabriel Fauré, Carlos Guastavino oder eben Margerite Monnot zutiefst berührt und begeistert.

Auf dieser CD finden sich aber auch eigene Kompositionen und Arrangements der jungen Künstler, wie „Bach-ata“. Hier werden Themen Johann Sebastian Bachs mit einem dominikanischen Gedicht und Merengue-Rhythmen kombiniert. Besonders schön sind hier vor allem die virtuosen Flöten-Soli der jungen Flötistin Evelyn Peña Comas. Der schöne, warme Klang des Cellos taucht schließlich in der wunderschönen Komposition „Menino“ von Sergio Assad auf. Hier beweist die dritte Schwester Nicole Peña Comas eindrucksvoll ihr Können.

Unter diesen insgesamt 17 Stücken finden sich etliche Werke von Komponisten aus dem Volks- und Populärbereich Lateinamerikas, welche in Europa kaum bekannt sind, jedochauch Komponisten wie Heitor Villa Lobos, Gabriel Fauré und Carlos Gustavino die auch hierzulande ein Begriff sind. Die Kombination von Fantasie mit den Werken der Vorbilder dieser jungen Künstler ergibt tatsächlich einen völlig neuen und eigenen Stil. Von dieser schönen und unterhaltsamen Musik darf es künftig gerne mehr geben.

Am 2.5.2017 um 19:30 Uhr konnte man sich  im Festsaal des Amtshauses Landstraße in Wien von der Qualität dieses begabten Ensembles selbst überzeugen. (ReChord Sounds, PH5170120)

 

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