Essen, Aalto-Theater, Carmen – Georges Bizet, 20.10.2019

Oktober 11, 2019 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Oper, Pressemeldung

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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / Carmen - Bettina Ranch als Carmen © Matthias Jung

Aalto Theater Essen / Carmen – Bettina Ranch als Carmen © Matthias Jung

 Carmen  –  Georges Bizet

Wiederaufnahme am Sonntag, 20. Oktober 2019

Georges Bizet © IOCO

Georges Bizet Paris © IOCO

Ob Ouvertüre, Habanera oder „Toréador en garde“ – Ohrwürmer hat George Bizets Carmen reichlich zu bieten. Am Aalto-Theater ist die Opéra comique ab Sonntag, 20. Oktober 2019, um 16:30 Uhr wieder zu sehen. Weitere Vorstellungen in dieser Spielzeit folgen am 10. November, um 16:30 Uhr und am 23. November, um 19 Uhr. Der niederländischen Regisseurin Lotte de Beer gelang in der vergangenen Saison eine eindrucksvolle Neuinterpretation des großen Klassikers. Als Carmen ist in der Wiederaufnahme die polnische Mezzosopranistin Agnieszka Rehlis zu erleben, an den weiteren Terminen übernimmt erneut Bettina Ranch die Titelpartie. Aalto-Tenor Carlos Cardoso feiert sein Debüt als Don José, und als Micaëla wirken die Sopranistinnen Tamara Banješevic (20.10.; 10.11.) und Jessica Muirhead (23.11.) mit. Bass-Bariton Almas Svilpa verkörpert wie in der Premierenserie die Rolle des Escamillo. Die musikalische Leitung hat Robert Jindra, 1. Kapellmeister am Aalto-Theater.

Die Titelheldin der Oper fasziniert bis heute: Carmen ist die freie, unabhängige und begehrte Frau, die unbeirrt von der Gesellschaft ihren ganz eigenen Weg verfolgt. Der Sergeant Don José verliebt sich in sie, gibt für sie sein bürgerliches Leben auf und wird schließlich zum Gesetzlosen. Als seine Besitzansprüche an sie zu groß werden, verlässt sie ihn für den Stierkämpfer Escamillo. Don José ersticht sie. – Bizet und seine beiden Librettisten haben ein spannendes Protagonistenquartett entwickelt, anhand dessen sie die Gesellschaft sezieren.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Gefördert von der Sparkasse Essen

—| Pressemeldung  Aalto Theater Essen |—

Dresden, Semperoper, Spitzenranking – 290.000 Besucher, 92% Auslastung, IOCO Aktuell, 17.08.2019

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Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper Dresden – Spitzenranking in der Theaterwelt

Semperoper Dresden / Intendant Peter Theiler © Klaus Gigga

Semperoper Dresden / Intendant Peter Theiler © Klaus Gigga

Semperoper Intendant Peter Theiler zieht positives Resümee der Saison 2018/19 Dresden. Mit fast 290.000 Besucherinnen und Besuchern in den Kernbereichen Oper, Ballett und Konzerte verzeichnet die erste Saison unter der neuen Intendanz von Peter Theiler eine voraussichtliche Auslastung von 92 Prozent. Damit behauptet die Semperoper Dresden mit einem Kostendeckungsgrad von über 38 Prozent für das Jahr 2018 weiterhin einen Spitzenplatz im Ranking deutschsprachiger wie internationaler Theater.

300 Vorstellungen im Opernhaus und in Semper Zwei, darunter neun Opernneuproduktionen und drei Ballettpremieren, 33 Repertoirestücke in allen Sparten sowie zahlreiche Extra-Veranstaltung haben zum Gelingen der Saison 2018/19 als ebenso anspruchsvolles wie vielfältiges Musiktheater-Jahr beigetragen. »Die ausgezeichnete Bilanz mit konstant hohen Auslastungszahlen bestätigt uns darin, die Semperoper sowohl in traditionellen als auch ungewohnten Wahrnehmungsgewohnheiten zu verorten, gerade um dieser gesellschaftspolitisch unruhigen Zeit als kultureller Exzellenzbetrieb adäquat begegnen zu können. Unsere Gäste haben unser Angebot angenommen und ermutigen uns durch ihren Zu-spruch, in der kommenden Spielzeit 2019/20 den eingeschlagenen Weg künstlerisch konsequent und dialogbereit weiter zu beschreiten«, so Intendant Peter Theiler.

Moses und AronArnold Schönberg
youtube Trailer Semperoper Dresden
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Rückblick auf die Spielzeit 2018/19

Unter dem Motto »Lebendiges Gedächtnis und vitale Gegenwärtigkeit« waren in der zu Ende gehenden Spielzeit aufregende Neuproduktion und große Namen von internationalem Rang zu erleben. Der Anspruch des Premierenzyklus 2018/19, eher ungewohnte künstlerische Positionen und selten gespielte Werke an dem Wagner und Strauss verpflichteten Haus zu präsentieren, fand mit Arnold Schönbergs Moses und Aron seinen Auftakt und schloss mit der gefeierten Premiere von Giacomo Meyerbeers Les Huguenots / Die Hugenotten ab.

Die viel beachteten, teils provokanten Premierenplakatmotive dazu schuf der Berliner Fotograf Andreas Mühe. Neben bedeutenden Regienamen wie unter anderem Calixto Bieito, Mariame Clément, Rolando Villazón und Peter Konwitschny, der nach längere Abwesenheit der Einladung Peter Theilers nach Dresden folgte, bereicherten hochkarätige Sängerinnen und Sänger wie Venera Gimadieva, Anja Harteros, Saioa Hernández, Placído Domingo und Michael Volle die Spielzeit. Die Sächsische Staatskapelle Dresden bewies sowohl in ihren Symphonie-und Sonderkonzerten als auch als Orchester in Oper und Ballett ihre Brillanz in einem weitgefächerten Repertoire. Nicht nur für Strauss-und Wagner-Liebhaber waren die Premiere von Ariadne auf Naxos und die Wiederaufnahme von Der fliegende Holländer unter der Leitung von Chefdirigent Christian Thielemann besondere Höhepunkte. Erstmalig als Erster Gastdirigent stand Omer Meir Wellber in dieser Saison am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Das Semperoper Ballett begeisterte neben seinen klassischen Stücken und der Wiederaufnahme des Erfolgsstücks COW das Publikum mit der Premiere der Choreografie Carmen von Johan Inger. Die außergewöhnliche Leistung der Company honorierte die internationale Tanzwelt mit mehreren Erwähnungen in der Dance Europe Critic’s Choice sowie den Nominierungen für den 2018 National Dance Award und den diesjährigen Helpmann Award. In Semper Zwei wurde im Mai die deutsche Fassung von Philip Venables 4.48 Psychose uraufgeführt. Das Stück nach Sarah Kane in der Übersetzung des Dresdner Dichters Durs Grünbein entwickelte sich seit seiner Premiere zu einem Publikumsmagneten vor ausverkauftem Haus.

Intendant Peter Theiler und Chefdirigent Christian Thielemann im Gespräch
youtube Trailer Semperoper Dresden
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Ausblick auf die Spielzeit 2019/20

Am 31. August 2019 startet die neue Saison der Semperoper Dresden mit dem 1. Symphoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden, gefolgt von Mozarts Die Zauberflöte am 5. September 2019 als erste Opernaufführung der neuen Spielzeit. Zur traditionellen »Auftakt!«-Veranstaltung mit Kostproben aus den Premieren-und Repertoirevorstellungen 2019/20 lädt Intendant Peter Theiler am 8. September 2019 ein. Der Premierenreigen2019/20 startet mit Rossinis Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims in der Inszenierung von Laura Scozzi. Unter den weiteren zahlreichen Premieren-Highlights der kommenden Saison sind unter anderem Wagners Die Meistersinger von Nürnberg unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann, Verdis Don Carlo mit Anna Netrebko in ihrem Debüt als Elisabetta di Valois und einem Prolog von Manfred Trohjan (Uraufführung) zu nennen.

In der Sparte Semperoper Ballett ergänzen die Tanzoper Iphigenie auf Tauris in Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation und dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch sowie der dreiteilige Ballettabend Vier letzte Lieder mit einer Choreografie zum gleichnamigen Liederzyklus von Richard Strauss den Premierenkalender. In der Spielstätte Semper Zwei ist die Dresdner Erstaufführung von Peter Eötvös Der goldene Drache zu erleben. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »30 Jahre Friedliche Revolution« der Sächsischen Staatstheater findet am 11. Oktober 2019 die Festaufführung von Beethovens »Fidelio« in der Inszenierung nach Christine Mielitz statt.

—| IOCO Aktuell Semperoper Dresden |—

London, Royal Opera House, Carmen – Georges Bizet, IOCO Kritik, 29.07.2019

Juli 28, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Royal Opera House

 Royal Opera House London ( links hinten die Paul Hamlyn Hall) © Royal Opera House

Royal Opera House London ( links hinten die Paul Hamlyn Hall) © Royal Opera House

Royal Opera House

 Carmen  –   Georges Bizet

Von Viva schreienden Todesmasken umgeben sinkt Carmen nieder …

von Peter M. Peters

Wer ist Carmen – wo kommt sie her? Wenn man sich näher mit ihr beschäftigt,erkennt man die ganze Komplexität der Gestalt. Carmen – lateinisch: Lied, Zauber. Mag sein, doch Carmen ist auch ein ganz üblicher Vorname in Spanien; jedoch etymologisch wird er abgeleitet von …  Virgen del Carmen…  der Jungfrau vom Berge Karmel in Palästina. Der Karmeliten-Orden verinnerlicht diesen Mzthos.. Die religiöse Mystik (Teresa de Avila 1515-1582, Juan de Cruz 1542-1591) und die populären Erzählungen haben über Jahrhunderte geholfen den Mythos Carmen zu verbreitern.

CarmenInsights into the ROH production
youtube Trailer des Rozal Opera House
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Carmen – die nach Freiheit sehnende Frau, Verführerin und Zauberin, ward geboren. Unser Dichter Prosper Mérimée hat in seiner Novelle alle diese Überlieferungen geschickt verarbeitet. Leider sind die Opernlibrettos nicht immer auf der gleichen Höhe wie das Original, und somit hat der australische Regisseur Barrie Kosky die oft seichten und versüßten gesprochenen Dialoge von Henri Meilhac und Ludovic Halévy radikal gestrichen. Dafür wurde der wunderbare Text von Mérimée in Auszügen von einer weiblichen Off-Stimme gelesen und bereicherten im Royal Opera House so Spiel und Darstellung.. Im Einklang mit der genialen Komposition von Georges Bizet, wurde großes Welttheater inszeniert:

Schon in der Ouvertüre zeigt sich eine über die gesamte Bühne verbreitete Treppe; sie wird bis zum Ende das einzige Dekorationsobjekt bleiben. Am Fuße der Treppe erscheint eine Gestalt die mit tänzelnden leichten Schritten auf und ab geht. Carmen in einem Torerokostüm, ist umgeben von wilden, brünstigen Männern, die Stieren gleich wütend und gierig in Angriffsstellung auf sie warten. Es ist eine getanzte wilde Orgie, unterbrochen nur durch Peitschenknalle der männerzähmenden Torerofrau. Das 20. Jahrhundert hat unseren Carmen-Mythos übernommen und erweitert in Form von Frauen-Emanzipation und Frauen-Rechten.

Royal Opera House, / Carmen - hier : Ensemble © Bill Cooper

Royal Opera House, / Carmen – hier : Ensemble © Bill Cooper

Ohne weitere Inhaltsangaben zu Carmen  (jeder Musikfreund kennt das Werk bestens) gehen wir auf den Spuren von Barrie Kosky:  Mit überwältigenden Massenszenen (Chöre und Tänzer) sind wir mitten im Geschehen. Auf der obersten Treppenstufe erscheint eine von Spotlight bestrahlte Schimpansenfigur, die von der Menge frenetisch umjubelt wird; die sich sogleich als Carmen entpuppt. Sie steigt langsam jeden Schritt messend die Treppe herunter und knistert vor Erotik, indem sie ihre weiblichen Reize in dem körpernahen Anzug schwer verbergen kann. Mit..  amour est un oiseau rebelle ...hat sie die Inkarnation vollbracht: Superstar in einer Music-Hall-Show. In unseren Gedanken geht die Verwandlung weiter: Folies Bergère, Ziegfeld Follies, Moulin Rouge, Marlene Dietrich (Blonde Venus), Seeräuber-Jenny ( Dreigroschenoper), Carmen Jones, und…und…

Royal Opera House, / Carmen - Anaïk-Morel als Carmen © Bill-Cooper

Royal Opera House, / Carmen – Anaïk-Morel als Carmen © Bill-Cooper

Der Schwerpunkt dieser Produktion ist die gewaltige Treppe, die einerseits Music-Hall-Atmosphäre und andererseits griechisches Theater inspiriert; dazu Carmen, Escamillo und gewissermaßen Don José. Nicht zu vergessen Chor und Tänzer, die in einem rasantem Tempo mit gewaltigen vulkanartigen Strömen alles mit sich fort- und niederreißen. Wie in der antiken Tragödie wird Rhythmus und Ablauf von ihnen bestimmt, nicht zuletzt wenn am Ende ihre Gesichter von Todesmasken verdeckt werden. Die restlichen Rollen der Oper, einschließlich Micaëla und (auch) Don José werden nicht vergessen aber erscheinen uns unwichtiger.

Royal Opera House / Carmen – hier : Ensemble © Bill Cooper

Don José ist im ROH ein guter gehorsamer Junge, weichlich und schwächlich – immer etwas Muttersöhnchen geblieben; er zeigt nur einmal Kraft und Zorn bei der Tötung seiner Geliebten. Aber auch dort greift er mit seiner Tat nicht direkt in das Geschehen ein; denn Carmen, die Allwissende hat alles vorbestimmt. Der zweite große Superstar Escamillo schreitet wie ein Crooner, man denkt an Frankie-Boy; wenn er gockelhaft die große Treppe hinunterstelzt:… Votre toast, je peux vous le rendre....umgeben von einem Schwarm Torero-Frauen, die ihn gierig ergreifen wollen. Unten erwartet ihn Carmen, in großem Festkleid, übrigens das erste Mal in einem Kleid! Mit Escamillo fühlt sie sich auf gleicher Ebene, das Kräfteverhältnis ist etabliert; so kann sie das Mannweib abstreifen. Gleichzeitig besiegelt sie aber auch ihr eigenes Ende.

Die Musik weist im grossen Finale das Nahen des Todes an! Gleich einer antiken Priesterin schreitet Carmen verhüllt in einem weißen Kleid, mit eine riesigen, treppen-verdeckenden Schleppe die Stufen hinab zum Opferaltar. Eine unnahbare Schöne erwartet den Todesstoß, so wie der stolze Stier in der Arena ..  Voyez! Victoire!...Umgeben von .Viva. schreienden Todesmasken sinkt sie nieder. Vielleicht das Beeindruckendeste der ganzen Show:dieses meisterhafte Pendeln von Barrie Kosky zwischen Mythe und Wahrheit, Tradition und Moderne, Liebe und Tod, Music-Hall und griechischer Tragödie.

Für den Besucher des ROH ist diese Carmen großes zeitloses Lebenstheater. Musikalisch ist  die Partition natürlich nicht angegriffen; alle Nummern sind von der jeweiligen Person nach Anweisung des Komponisten interpretiert; so begeistert, erfasst die gesamte Inszenierung in starkem musikalischen Ausdruck.

Das Solistenensemble hat leider nicht immer überzeugt, jedoch die großen Stars des Abends ueberzeugten: Chöre und Tänzer! Ein Extra-Lob dem Chordirektor William Spaulding und dem Choreographen Otto Pichler, Harmonie und Ausgewogenheit zwischen Choristen, Tänzern und Solisten verband sich nahtlos mit der anspruchsvollen Inszenierung. Desgleichen das Orchester mit Dirigent Christopher Willis, der mit viel Feingefühl  diese verschiedenen Komponente harmonisch in die Produktion einflochtete.

Anaïk Morel, die französische Mezzo-Sopranisten überzeugt als Carmen in allen Registern mit ihrer tiefen samtweichen sensuellen und erotischen Stimme, die nie ins vulgäre abflacht. Gleich in der ersten Habanera:…amour est un oiseau rebelle...zeigt die Stimme diesen unverwechselbaren verführerischen Carmen-Scharm, desgleichen die Seguedille ….Près des remparts de Séville.... In dem Chanson Bohême:  ….Les tringles des sistres…. girrt sie wie ein Paradiesvogel von Lust, Leben und Freiheit.

Royal Opera House / Carmen – hier : Ensemble © Bill Cooper

Der polnische Tenor Arnold Rutkowski hat  Don José gesanglich leider nicht überzeugt, doch vom schauspielerischem brachte er such ideal in die Produktion ein. Vielleicht war er indisponiert, doch an diesem Abend war seine schmale Stimme kein Ohrenschmaus.  Die berühmte Blumenarie ...  La fleur que tu m;avais jetée …fehlte Projektion und Schönheit und die Stimme klang nicht im großen Saal des Royal Opera House. Der Applaus war kaerglich.

Die beste gesangliche Leistung brachte vielleicht die amerikanische Sopranisten Ailyn Pérez als Micaëla mit. Ihr wunderschöner Sopran klang natürlich und geschmeidig, in den Höhen niemals klirrend; keinerlei Effekthascherei wurde bemerkt. Die beiden Szenen... Oui, je parlerai.. und …Sa mère, il la revoit!....mit den  Arien …est des contrebandiers le refuge ordinaire.….und  Mais j;ai beau faire la vaillante. .. sind in atemberaubender Schönheit und Vollkommenheit interpretiert.

Der neu-seeländische Bariton Phillip Rhodes als Escamillo sang mit einer soliden Stimme, liess aber die dazu gehörige Dreistigkeit, Festigkeit und Männlichkeit vermissen. Die wohlbekannte Bravour-Arie  (Air du toréador): ...Votre toast… je peux vous le rendre…  fehlte der nötige Schwung um die großen Schwärme von verliebten Frauen zu begeistern.  Man glaubte ihm nicht! Die anderen Klein-und Nebenrollen sind adäquat besetzt. Hervoryuheben ist Jacquelyn Stucker als Frasquita und Hongni Wu als Mercédès, die zusammen mit Carmen das wunderbare Trio des cartes .. Mêlons! Coupons….; interpretierten.

Regisseur Barrie Kosky, an der Komischen Oper Berlin seit 2012 als erfolgreicher Regisseur und langjaehriger Intendant etabliert, momentanes Enfant terrible der Regie.  Seine Inszenierung der Zauberflöte an der Komischen Oper Berlin wird weltweit gespielt und hat überall Begeisterungsstürme von Presse und Publikum erhalten.

Somit ist dennoch an einem schwülen und seichten Londoner Sommerabend ein   bemerkenswerter und belebender Opernabend zu Ende gegangen.

Royal Opera House  –  Covent Garden

Das geschichtsträchtige  Royal Opera House (ROH) in Covent Garden,  im Zentrum Londons, ergreift seine Besucher durch seine klassisch-barocke Ambiente wie die locker entspannte „englische“ Atmosphäre. 1732 als Theatre Royal eröffnet wurde das Gebäude 1808 und 1856 durch Brände zerstört und wiederaufgebaut. Der heutige, dritte  Bau des ROH wurde 1858 errichtet. Seit 1735 werden hier auch Opern und Oratorien von Georg Friedrich Händel – englisch George Frederick Handel – aufgeführt. Der prunkvolle Innenraum des ROH fasst 2.256 Plätze und beeindruckt durch hervorragende Akustik,  wunderbare Logen sowie einem spektakulären Amphitheater.

Mehr zum Royal Opera House /  folge diesem link HIER

—| IOCO Kritik Royal Opera House |—

Köln, Oper Köln, Opern-Air zum Saisonauftakt 2019.20, 15.09.2019

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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Saisonauftakt  2019/20 –  Opern-Air  und  Mehr

Familienfest mit  Zauberflöte, Carmen, Fledermaus ….

Nach einer sehr erfolgreichen Spielzeit 2018.19 startet die Oper Köln am 15. September 2019 im StaatenHaus in die neue Saison. Ab 12 Uhr öffnen wir die Türen zum großen Familienfest: Groß und Klein erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit spielerischen Einführungen in unsere diesjährigen Kinderopern-Produktionen und Ausflügen hinter die Kulissen der Oper Köln. Neben dem vielfältigen Rahmenprogramm wie einer Kostümversteigerung und einer Opern-Rallye werden anhand von Mozarts Die Zauberflöte Einblicke in die Arbeit der Kinderoper Köln geboten. Zahlreiche Partner der Oper Köln sowie Kölner Kultureinrichtungen sind wie bereits in den vergangenen Jahren mit Infoständen vor Ort vertreten.

Am Abend des 15. September 2019 eröffnen wir um 18 Uhr die Spielzeit offiziell mit der Premiere unseres ersten Opern-Air am Tanzbrunnen! Genießen Sie einen einzigartigen Abend mit dem exquisiten Ensemble, dem Internationalen Opernstudio und dem Chor der Oper Köln sowie dem Gürzenich-Orchester Köln, unter der Leitung des Wiener Opern- und Operettenspezialisten Alfred Eschwé. Dargeboten werden Ausschnitte u. a. aus Die Fledermaus von Johann Strauß, Orpheus in der Unterwelt und Hoffmanns Erzählungen vom Geburtstagskind Jacques Offenbach, Carmen von Georges Bizet und viele mehr. Zum Familienfest im StaatenHaus sowie zum Opern-Air am Tanzbrunnen am Sonntag, den 15. September 2019

So., 15. September › 18 Uhr

Auszug aus dem Programm

JOHANN STRAUSS »Die Fledermaus«
JACQUES OFFENBACH »Hoffmanns Erzählungen«
› »Barcarole«, »Leise tönt meiner Stimme Klang«, »Klein Zack«
JACQUES OFFENBACH »Orpheus in der Unterwelt«
› »Cancan«
FRANZ LEHÁR »Das Land des Lächelns«
› »Dein ist mein ganzes Herz«
GEORGES BIZET »Carmen«
› »Habanera«, »Schmugglerquintett«
JULES MASSENET »Manon«
› »Gavotte«
WOLFGANG AMADEUS MOZART »Die Zauberflöte«
› »Der Hölle Rache«, »Ein Mädchen oder Weibchen«
WOLFGANG AMADEUS MOZART »Don Giovanni«
› »Champagnerarie«
GIACOMO PUCCINI »Turandot«
› »Nessun dorma«
ANTONÍN DVO?ÁK »Rusalka«
› »Lied an den Mond«
HECTOR BERLIOZ »Le Carnaval romain« (Gürzenich-Orchester Köln)
GIUSEPPE VERDI »Nabucco«
› »Va, pensiero« (Gefangenenchor) (Chor der Oper Köln)

Musikalische Leitung Alfred Eschwé,  U.a. mit Adriana Bastidas-Gamboa / Claudia Rohrbach / Matthias Hoffmann / Martin Koch / Internationales Opernstudio / Chor der Oper Köln / Gürzenich – Orchester Köln

—| Pressemeldung Oper Köln |—

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