Christian Miedl, Bariton – das Leben, die Nacht, die Lieder, IOCO Interview, 05.09.2020

September 5, 2020  
Veröffentlicht unter Hervorheben, IOCO Interview, Liederabend

Christian Miedl / Sein Leben, die Nacht, die CD Songs of the night © Capriccio

Christian Miedl / Sein Leben, die Nacht, die CD Songs of the night © Capriccio

 Christian Miedl – das Leben, die Nacht, die Lieder

im Gespräch mit IOCO-Korrespondentin Merle Meron

Bariton Christian Miedl gastiert regelmäßig an international etablierten Konzert- und Opernhäusern. So am Concertgebouw in Amsterdam, dem Gewandhaus Leipzig, dem Auditorio della RAI Torino, an der Oper Frankfurt, der Oper Malmö, der Mailänder Scala, der Hamburgischen Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper. Das Repertoire von Christian Miedl umfasst Partien des Guglielmo (Così fan tutte), des Papageno (Die Zauberflöte), des Figaro (Il barbiere di Siviglia) sowie unter anderem die Titelpartien in Eugen Onegin und Don Giovanni. Miedl wird für seine Interpretationen zeitgenössischer Rollen besonders gefeiert und sang in den Uraufführungen von Wolfgang Rihms Der Maler träumt sowie einer mit dem Komponisten Peter Eötvös‘ gemeinsam erarbeiteten Version von Atlantis.

Das Rheingold – hier Christian Miedl als Donner
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„Songs of the Night“, eine Capriccio CD,  DDD,  9652268, heißt das erste Solo-Album des in großen Musiktheatern etablierten Baritons. IOCO-Korrespondentin Merle Meron sprach mit Christian Miedl über seine Liedauswahl, darin die Bedeutung der Nacht, und seine zweite große Leidenschaft – das Reisen.

Merle Meron (MM): Lieber Herr Miedl, ihr erstes Solo-Album „Songs of  the  Night” erschien im März diesen Jahres bei Naxos/Capriccio.  Wie war es für Sie, eine erste ganz „eigene“ CD aufzunehmen?

Christian Miedl (CHM): Ich war ja schon in zahlreichen CD und DVD Aufnahmen involviert, sowohl im Konzert als auch im Opern Bereich, aber die erste eigene CD -überhaupt eine eigene CD aufzunehmen -und das mit einem namenhaften Label ist schon wirklich wunderbar! Ich hatte beim Programm freie Hand und da war für mich ziemlich klar was ich machen möchte. Vom Stil her wollte ich auf jeden Fall zur Hälfte Moderne aufnehmen, nicht nur das beginnende 20. Jahrhundert sondern auch zeitgenössische Musik und Avantgarde, und den Rest dann mit Stücken füllen, die ich einfach immer schon singen wollte und auch gesungen habe -wirkliche Herzensstücke!

Dadurch ist das Album im Grunde auch eine Visitenkarte von mir geworden, denn das ist ja genau das was ich mache. Ich bin vor allem dafür bekannt, dass ich zeitgenössische und moderne Musik singe und eben auch spätromantisches deutsches Fach. Toll war außerdem, dass ich einen so fantastischen Pianisten hatte. Jendrik Springer, der wirklich ein wunderbarer Pianist ist. Er entlockt dem Klavier wunderbare Klänge, ist ein großartigerBegleiter, der nicht nur in der Oper erfahren ist, sondern auch im Liedbereich. Auch in der Vorbereitung zu der CD war er eine große Unterstützung. Kennengelernt haben wir uns über einen Produzenten, aber ich kannte ihn auch durch meine Arbeit an der Wiener Staatsoper, wo er seit Jahren tätig ist.

MM: Es ist sicher spannend ein Programm zusammenzustellen. Was waren Inspirationen für Titel und Liedauswahl des Albums?

CHM:  Die Titelauswahl hat tatsächlich ein bisschen gedauert. Ich wollte auf jeden Fall etwas herausbringen, dass die Leute emotional anspricht. Und es sollten eben nicht nur einfach schöne Melodien sein und ich wollte auf keinen Fall die tausendste Winterreise einspielen (lacht). Ich habe ja eigentlich Lied studiert und habe mir im Studium und auch danach ein riesiges Repertoire an Liedern ersungen. Bei der CD wollte ich aber ein ganz neues Programm haben, was ich so noch nie aufgeführt habe. Mir war außerdem wichtig, dass ich das ganze Programm sehr persönlich halte. Bei den modernen Stücken sind es vor allem Komponisten, die ich entweder persönlich kennengelernt habe und von denen ich Stücke ur-oder erstaufgeführt habe, oder die in meiner Laufbahn wichtig waren. Beispielsweise habe ich am Amsterdamer Concertgebouw Wolfgang Rihms wunderschöne Kantate Der Maler träumt uraufgeführt oder die Italienische Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos Oper Luci mie traditrici gesungen, mit der ich jetzt auch wieder in Stuttgart auf der Bühne stehen werde. Außerdem Ullmann-Lieder, das waren die ersten Lieder die ich auf einer „Profi-Bühne“ gesungen habe, bei der Expo Hannover vor sehr, sehr langer Zeit (lacht).

Victor Ullmann, von Nazis ermordet - Stolperstein © IOCO

Victor Ullmann, von Nazis ermordet – Stolperstein © IOCO

Danach kam auch der Kaiser von Atlantis von Victor Ullmann mehrere Male auf mich zu, an der Opéra National de Lyon und auch zusammen mit der Bayerischen Staatsoper. Das war eben auch etwas sehr Persönliches. Von Sciarrino ist auch ein Lied auf dem Album. Er hat ja vor allem Opern und Kammermusik komponiert, aber eben auch ein paar Lieder. Und bei den romantischen Liedern sind ein paar Wunschlieder dabei, die ich fantastisch finde. Zum Beispiel Liszts schrecklich schweres, schrecklich schönes „Oh! Quand je dors“. Das wollte ich mein ganzes Leben lang singen. Oder Die Nacht von Richard Strauss, was auch sehr schwer im Kern zu treffen ist, und natürlich auch die Eichendoff Lieder von Pfitzner. Pfitzner finde ich sowieso ganz toll, gerade für Männerstimmen.

MM: Ich war ein sehr großer Fan des letzten Liedes auf ihrer CD!

CHM: Ja! Ein ganz unbekanntes Stück von Jelinek! Es gibt davon nur eine einzige Einspielung. Das ist natürlich ein wahnsinnig lustiges Lied. Ich kannte das Gedicht und kannte eine andereVertonung, habe aber dann diese Noten entdeckt und wusste, wenn diese CD kommen sollte will ich das unbedingt machen! In der Nacht kann eben wahnsinnig viel passieren: es können Vögel zwitschern, man kann die schönsten Liebesfantasien haben, aber es kann auch jemand im Stillen umgebracht werden. Oder Leute werden von einer Lawine erwischt, weil sie im Gebirge zu laut und freizügig waren.

ALTLANTIS von Peter Eötvös mit Christian Miedl- hier Christian Miedl 
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MM: Was macht gerade die Nacht für Sie so reizvoll, Sie beschreiben ja, dass es sich für Sie nicht nur um eine Tageszeit handelt.

CHM: Genau. Wir haben in Europa ja das Glück, das wir die Nacht und auch die Jahreszeiten ganz anders erleben als Leute die beispielsweise am Äquator wohnen, oder die ganzim Norden oder Süden leben. Und die Nacht ist bei uns sehr verschieden. Im Sommer gibt es die wunderbaren, warmen Sommernächte mit wunderschönen, emotionalen Erlebnissen und dann gibt es natürlich eisige Winternächte, in denen alles in Todeskälte erstarrt. Und dann gibt es noch die Nächte im Frühling und Herbst, die vor allem unsere Romantiker beeinflusst haben. Wenn das Zwielicht einsetzt und man nicht genau weiß: fantasiert man, hat man Angst vor Dingen die es gibt oder auch nicht gibt. Ein Fluss kann wahnsinnig schön den Mond reflektieren, aber gleichzeitig kann es im Nebel in der gleichen Nacht neben einer Friedhofsmauer ganz anders sein. Das sind einfach viele Dinge die in der Nacht passieren können, obwohl man meistens nur an die Nacht als Tageszeit denkt. Und diese Sachen können eben auch im Inneren passieren. Es kann eine Geborgenheit entstehen, die Sorgen des Tages fallen ab. Oder es kann dunkel sein, Depression, Todessehnsucht herrschen. Gerade diese Übergänge sind sehr spannend. Wir haben das Glück, dass wir gerade auch in Deutschland Dichter wie Eichendorff und Mörike hatten, die genau das perfekt in Worte fassen konnten. Außerdem habe ich sehr viel Familie, die nicht in Europa lebt, sondern in Asien.

Deshalb weiß ich sehr gut was es heißt, wenn man keine Jahreszeiten hat. Da würden solche Gedichte nie entstehen. Da gibt es andere wunderschöne Gedichte mit anderem Kulturursprung. Aber diese Art von Lyrik ist dort unbekannt.

MM: Sie haben bewusst keine chronologische Liedfolge gewählt, beschreiten den Weg von Rihm zurück zu Liszt. Was verbindet in ihren Augen die romantische mit der modernen Musik?

CHM: Die Moderne würde nie existieren, ohne das, was davor war. Einen Schönberg und Berg hätte es ohne Bach in dieser Art nicht gegeben. Schon alleine von der Kompositionstechnik her. Die großen Komponisten der heutigen Zeit profitieren vom Wissen der Komponisten vor ihnen: Mozart, Beethoven, Bach. Ich bin da vielleicht etwas speziell, weil ich bereits in der 7. Klassefreiwillig ein Referat über Alban Bergs Wozzeck gehalten habe. Ich habe das Unangenehme in der Musik überhaupt nicht gehört. Natürlich war es kein normaler Dreiklang, aber es war nichts was ich nicht hören wollte. Ich habe mir das Zuhause auf der Schallplatte angehört, in Dauerschleife.

Dann kam der Erste Weltkrieg und ohne den gäbe es wahrscheinlich die Atonalität gar nicht. Ohne die beiden Weltkriege hätte sich die Kunst generell sowieso ganz anders entwickelt.

Ich finde, verbinden tun sich meistens gute Stücke. Deshalb bin ich sicher, dass die meisten Hörer kaum einen Bruch bemerken werden, wenn zwischen Liszt, Rihm und Pfitzner gewechselt wird. Das sind einfach richtig gute Komponisten die wissen, wie man für Stimme schreibt und wie Melodien funktionieren. Insofern fand ich es auch richtig, dass man die Komponisten miteinander sprechen lässt. Die alten Komponisten können natürlich nicht mit den Neuen kommunizieren aber die Neuen kommunizieren durchaus mit den Alten. Auch im Barock gab es Genies und weniger begabte Komponisten und das ist heute noch genauso.

Das Lied als Kunstform hat für Sie einen ersichtlich hohen Stellenwert. Was macht für Sie dessen Reiz aus? Lieder sind es ja im Grunde „one-man“ oder „one-woman-operas“. Mit dem Partner am Klavier „two-men“ oder „two-women-operas“. Das Tolle ist: in einem Abend kann man alles durchleben. Manche Lieder sind sehr intim, nach Innen orientiert. Dann wieder unglaublich extrovertierte Lieder. Man kann an einem Abend mit dem Publikum zusammen alle diese Gefühle, von äußerster Innigkeit bis hin zu höchster Verzweiflung, großer Freude und tiefster Trauer, in 60 -90 Minuten, erleben. Die Aufgabe ist, dass man dem Publikum jedes Mal von neuem Geschichten erzählt. Und das finde ich, ist das Besondere an einem Liederabend. Dass man, auch wenn man die Lieder wiederholt, sich auf keinen Fall wiederholt. Man muss jede Phrase von Neuem erzählen von Neuem erleben: möglichst ohne nur die schöne Stimme auszustellen. Die Stimme sollte als Instrument ein Mittel sein, nicht Fokus. Das gilt übrigens auch auf der Opernbühne. Wenn man es schafft, auch beim zehnten Mal eine Geschichte so zu erzählen, als würde sich gerade zum ersten Mal vor Augen sein, dann ist das Publikum auch wirklich dabei. Und ich will, dass mein Publikum das so erlebt.

PENTHESILEA von Othmar Schoeck- hier Christian Miedl  als Achilles
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MM: Sie haben sich vor allem als Interpret zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht, proben gerade in Stuttgart Luci Mie Traditrici von Salvatore Sciarrino, ein „Opern-Thriller“, in welchem Sie die Hauptpartie des Il Malaspina verkörpern werden. Erzählen Sie uns von diesem Werk und gerne auch vom Probenablauf in der momentan doch sehr speziellen Phase.

CHM: Man muss sagen, dass ich früher auch alle Klassiker gesungen habe. Alle Mozart-/ Da-Ponte-Opern, viele Papagenos und Rossini rauf und runter. Aber es hat sich dann herauskristallisiert, dass die Moderne die Epoche ist, in der mich auch die Komponisten hören wollen, und das ist natürlich sehr schön.

Das Stück selbst, Luci mie traditrici, ist ein echter Opernthriller und wahnsinnig empfehlenswert. Es ist wirklich Avantgarde, alsoneueste Musik, auch wenn dieses Stück schon 20 Jahre alt ist. Die Musik ist toll komponiert und hat einen sehr hohen  Schwierigkeitsgrad. In meinem großen Repertoire von moderner Musik ist es mit Abstand das schwierigste Stück. Es fordert unglaublich hohe Konzentration auf der Bühne und ständige Vor-und Nachbereitung. Auch zwischen Vorstellungen muss man immer wieder von Neuem lernen, weil es so kompliziert geschrieben ist. Aber das Resultat sind 70 Minuten absolute Atemlosigkeit, auf der Bühnen wie beim Publikum. Man hört in diesem Stück Naturgeräusche, man hört wie Leute Liebe erhoffen und nicht bekommen, und dazwischen hört man sehr viel Schweigen. Leute werden ermordet, ohne dass es dabei ein großes Forte gibt. Es geht einfach kalt und sehr realistisch zu, in einer einzigartigen, fremdartig sinnlichen Musiksprache.

Die Geschichte dahinter ist die wirkliche Lebensgeschichte von Carlo Gesualdo, dem berühmten Madrigal-Komponisten. Er war gleichzeitig der Prinz von Venosa. Seine Frau hatte ein Liebhaber, und als er das herausfindet, tötet er den Liebhaber auf brutale Weise. Der Diener wird als Überbringer der Nachricht als erstes umgebracht und die Frau wird am Ende natürlich auch getötet. Zahlreiche Legenden ranken sich in der Nachzeit um dieses Eifersuchtsdrama.

Mit Barbara Frey haben wir in Stuttgart eine wunderbare Regisseurin, die weiß, wie sie mit Schweigen, Stille und der komplizierten Musik umgehen kann. Das Bühnenbild ist spektakulär. Es wird ein Doppelabend mit Cavalleria Rusticana sein. Der erste Teil also große italienische Oper und der zweite Teil ein ähnliches Drama, und doch komplett anders. Ein sehr kontrastreicher Abend, und übrigens perfekt an die Corona-Bedingungen angepasst.

MM: Auch Uraufführungen anderer zeitgenössischer Werke von Rihm, Eötvös und Zimmermann haben Sie in ihrer sängerischen Laufbahn begleitet.

CHM: Die Moderne ist manchmal etwas schwierig. Der Sänger hat natürlich seinen Körper als Instrument. Es gibt Stilrichtungen der Moderne, die sind nicht so gut für die Stimme und dann wiederum Richtungen oder Komponisten, die sehr gut für die Stimme sind. Ich hatte das große Glück mit Komponisten zu arbeiten, die wussten wie man mit Stimme umgeht. Wolfgang Rihm ist wie schon gesagt einer davon. Er schreibt wunderbar für die Stimme. Ich habeaußerdem das große Glück sehr viel mit Peter Eötvös gearbeitet zu haben, und zwischen uns ist ein schon freundschaftliches Verhältnis entstanden. Ich habe mit ihm gemeinsam an einigen seiner Werke gearbeitet, wie zum Beispiel Atlantis (Trailer oben), welches ich oft aufgeführt habe, oder auch der Neufassung von Angels in America.

Dann gibt es natürlich auch besondere Begegnungen wie etwa eine persönliche Zusammenarbeit mit dem berühmten Hollywood-Komponisten Ennio Morricone, der leider gerade verstorben ist. Ich habe mit dem Orchester des RAI Torino sein Werk Jerusalem für Bariton und riesiges Orchester uraufgeführt. Es klingt gar nicht nach Hollywood, sondern ist akademisch komponiert -sehr atonal, aber gut zu singen.

MM: Und zum Abschluss noch eine persönliche Frage. Sie haben ihr Gesangsstudium mit einem internationalen Wirtschaftsstudium kombiniert. Wie vertragen sich diese beiden Welten –Musik und Wirtschaft? Und, wie ist ihre fachliche Meinung zur momentanen Krise in beiden Welten?

CHM Die beiden Welten vertragen sich total –oder auch gar nicht. Ich habe zunächst Wirtschaft studiert. Ich komme eigentlich aus einer Musiker Familie und ich war der Erste der gesagt hat: ich will kein Musiker werden, oder ich traue mich nicht. Und so habe ich an der Uni Passau Wirtschaft mit dem Spezialgebiet Süd-Ost-Asien studiert. Ich hatte dann auch Thai als Diplomsprache neben den europäischen Sprachen. Dazu muss man natürlich bemerken, dass wie schon erwähnt ein Großteil meiner Familie in Thailand lebt, weshalb ich einen Bezug dorthin habe. So habe ich also Wirtschaft studiert, aber auch an Jugend musiziert teilgenommen und einen ersten Bundespreis bekommen. Ich habe dann noch schnell das Thema meiner Diplomarbeit von der „Wirtschaftskrise in Thailand“ hin zu „Finanzierung von klassischer Musik in den USA“ geändert. Diese habe ich dann in der Finanzabteilung der Oper in Seattle geschrieben. Ich habe dort eine Regieassistenz in einer Produktion der Zauberflöte anschließen können, in welcher dann der erste Priester krank wurde, und so hatte ich dort mein Debüt (lacht)!

Mit dem Gesangsstudium habe ich dann mit 27 begonnen. Ich habe ein „Kurzstudium Lied“ gemacht, was es heute nicht mehr gibt. Damit hatte man nach nur drei Jahren das große Diplom, was heute dem Master entspricht. Ich finde es gut und wichtig, wenn man als Künstler auch mit Zahlen umgehen kann. Und auch mit einem Leben abseits der Bühne. Man muss wissen, dass die Bühne beendet ist, wenn man aus dem Künstlereingang raus geht.

MM: Das Reisen ist ein sehr wichtiger Teil ihres Lebens, erzählen Sie uns doch zum Abschluss von ihrer Leidenschaft!

CHM: Ich reise wirklich sehr gerne. Seit 10 Jahren bin ich freischaffend und war es vor meiner Ensemblezeit am Badischen Staatstheater auch schon. Ein wichtiger Bestandteil dessen ist, dass man reist. Man ist wirklich fast immer unterwegs, das bin ich auch und ich liebe es immer noch, als Sänger und privat, und ich habe nur sehr selten Heimweh. Ich habe eine schöne Wohnung in Köln, aber werde nervös, wenn ich dort länger als zwei Wochen bin.Und wenn ich nicht zu einer Produktion fahre, fahre ich Freunde besuchen oder auf eine schöne Reise. Seit einem guten Jahr habe ich auch einen Reise-VLOG auf YouTube namens „Travel Sing Fly“, auf welchem ich über Airlines und Reisedestinationen berichte, mit denen ich mich wirklich gut auskenne. Dort kann ich meine riesige Leidenschaft, für die ich nie ein Ventil hatte, endlich richtig ausleben (lacht). Andere haben sich mit 18 ein Auto gekauft, und ich eben Flugtickets.

Und, falls ich wieder ein Liedalbum machen sollte, dann wird es sicher ums Reisen gehen

MM:  Lieber Christian Miedl, für dies vielschichtige wie spannende Gespräch darf ich mich auch im Namen der großen IOCO-Community herzlichst bedanken. Wir wünschen Ihnen  alles Gute und große Erfolge mit Ihren Liedalben wie auf den Bühnen der Welt.

—| IOCO Interview |—

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