Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Don Pasquale – Gaetano Donizetti, 31.01.2020

Januar 23, 2020  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

 Don Pasquale  – Gaetano Donizetti

 Premiere Freitag, 31. Januar 2020, B-Premiere  Freitag, 7. Februar

»Don Pasquale, ein alter Junggeselle, altmodisch, geizig, leichtgläubig, eigensinnig, im Grunde ein guter Kerl. Doktor Malatesta, Arzt, ein findiger Kopf, zu allen Scherzen gern aufgelegt, unternehmungslustig. Ernesto, Neffe des Don Pasquale, jung, glücklicher Liebhaber von Norina. Norina, eine junge Witwe, sprunghaftes Naturell, unfähig Widerspruch zu ertragen, aber aufrichtig und gefühlvoll.« So charakterisiert Gaetano Donizetti die Hauptfiguren seines Meisterwerks Don Pasquale aus dem Jahr 1843:

Eine zeitlose Geschichte, Belcanto auf seinem Höhepunkt, perlende Leichtigkeit und ein zupackendes Orchester – das alles ist Gaetano Donizettis Meisterwerk Don Pasquale aus dem Jahr 1843. Cordula Däuper inszeniert die tragikomische Geschichte um einen alten Mann, der um eine junge Frau wirbt und dabei nach allen Regeln der Kunst hinters Licht geführt wird. Cordula Däuper hat an der Oper des Nationaltheaters bereits mehrfach ihr Geschick mit der Gattung der Komödie bewiesen – mit der charmanten Inszenierung von Die Liebe zu drei Orangen und ihrer hochkomisch kommentierten »Aschenputtel«-Familienversion. Auch die rasante Beziehungskomödie Don Pasquale wird in ihren Händen wieder zum großen Familienspaß (Familienpreise werden angeboten).

Die Premiere der A-Besetzung mit Bartosz Urbanowicz als Don Pasquale und Amelia Scicolone als Norina sowie mit Nikola Diskic, Juraj Hollý, Stephan Somburg und dem Opernchor findet am Freitag, 31. Januar um 19 Uhr statt. Beide Premieren dirigiert der 1. Kapellmeister Janis Liepics.

Die B-Premiere folgt am Freitag, 7. Februar um 19.30 Uhr mit Patrick Zielke als Don Pasquale, Nikola Hillebrand als Norina und in weiteren Rollen Ilya Lapich, Joshua Whitener und Hee-Sung Yoon sowie dem Opernchor des NTM.  Weitere Vorstellungen finden am 5., 15. und 23. Februar (mit Verleihung des Bloomaulordens im Anschluss an die Vorstellung) statt sowie am 1., 7. und 21. März (Festlicher Opernabend mit Levy Sekgapane als Ernesto und Kristina Mkhitaryan als Norina), 11. April, 2. Mai sowie 9., 17. und 28. Juni.

Karten sind ab 12 Euro (ermäßigt 6,50 Euro) an der Theaterkasse unter T 0621 16 80 150 oder unter www.nationaltheater-mannheim.de erhältlich.

Außerdem werden für alle Vorstellungen (ausgenommen die Premiere am 31. Januar sowie der Festliche Opernabend am 21. März) Familienpreise angeboten: Eltern in Begleitung der Kinder bis 13 Jahre erhalten 15 Prozent Ermäßigung; begleitende Kinder erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Kommentare

Eine Antwort zu “Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Don Pasquale – Gaetano Donizetti, 31.01.2020”
  1. Frank Wischnewski sagt:

    Guten Tag,
    Ihren Kommentar kann ich leider überhaupt nicht verstehen.
    Eine für mich zutreffende Kritik ist folgende:

    Don Pasquale, die drittletzte Oper Donizettis, findet sich zwar regelmäßig im Repertoire, wird aber oft szenisch wie musikalisch unterschätzt. Selten nehmen sich Generalmusikdirektoren oder etablierte Regisseure der Oper an.
    Das junge Team um die Regisseurin CORDULA DÄUPER und den Kapellmeister JANIS LIEPINS nun am Nationaltheater Mannheim bieten, um es gleich zu sagen, keine gewichtige Interpretation des Stoffes. So simpel und fast dümmlich, wie hier die Geschichte daher kommt, ist sie eigentlich nicht. Statt den jungen Sängern ein wenig in ihren Arien zu vertrauen und mit ihnen an den Charakteren zu arbeiten, garniert die Regie, oft störend und sinnfrei Auftritte von Statisten dazu, die in ihrer dürftigen Bühnenpräsenz die Szene aber eher untergraben. Da ist eine „niedliche“ Pudelpuppe beim teilweise wenig anspruchsvollen Publikum schon das Highlight eines ganzen Aktes. Die Beziehungen untereinander bleiben sporadisch, Entwicklungen oder Verwicklungen sucht man vergebens.

    SILVIA RIEGERs Bühne könnte mit ihren grauen Papphöusern uncharmanter nicht konstruiert sein, SOPHIE DU VINAGEs Kostüme machen aus den Männern alberne Trottel und die einzige Frau zur überzogenen Bikerin, die mit ihrem Motorrad dämliche Dauerkreise dreht. Die Verwandlung zur keuschen Klosterschülerin macht Norina erst gar nicht richtig, sondern zieht sich gleich rote Highheels an, um dem fernsehsüchtigen, harmlosen Rentner Pasquale aufzumischen. Ernesto und Malatesta ähneln sich in ihrer Verklemmtheit und Tatenlosigkeit, sodass es zu richtigen Konflikten erst gar nicht kommt.

    Leider geht es auch musikalisch eher lauwarm zu. Gleich nach wenigen Takten der Ouvertüre, wenn das Serenadenthema angestimmt wird, sind sich Violoncello und Fagott in der Phrasierung uneins, das berühmte Trompetensolo in der Tenorarie findet kein Melos, aber gravierender: die heiklen Ensembles werden klanglich zu schnell dick und undurchsichtig, orchestral schnell zu laut.
    Und so sind die Solisten des Abends oft alleingelassen. Alle debütieren in ihren Rollen und machen ihre Sache zumindest stimmlich ansprechend.

    AMELIA SCICOLONE besitzt einen schönen, feinen und höhenoffenen Sopran, den sie musikalisch zielsicher einsetzt. Szenisch mimt sie meist die kratzbürstige Furie und spart an anderen Nuancierungen.
    BARTOSZ URBANOWICZ in der Titelfigur ist eher der gutmütige Opa, der sympathisch, jedoch ein wenig eindimensional und stimmlich monochrom den Einfältigen gibt. Gar nicht als Strippenzieher, sondern als ungelenker Penäler spielt NICOLA DISCIC den Dottore Malatesta, singt ihn aber mit raumgreifenden Bariton, der nur ganz gelegentlich Nerven zeigt. JURAI HOLLY ist nicht zu beneiden und muss sich in seiner gefürchteten Ernesto- Arie eine Pudelmütze aufziehen und sich der herabfliegenden Schneeflocken erwehren. Sein körniger Tenor meistert die Schwierigkeiten jedoch souverän.
    Notar und Chor fügen sich solide ein.
    Sie alle bemühen sich nach Kräften und das Publikum vermisst mehrheitlich nichts.
    Klischees reichen hier aus, um einen leicht verdaulichen Abend zu bereiten, dem Stück wird das nicht gerecht.
    Dass man einen Don Pasquale auch delikat, ja großartig darbieten kann, zeigten kürzlich zwei Meister Ihres Faches: Dem Regisseur Christof Loy und dem Dirigenten Enrique Mazzola am Zürcher Opernhaus ist kürzlich eine exemplarische, weil sensible, poetische und trotzdem spritzig, humorvolle und moderne Deutung geglückt, die in diesem Stück zwischen den Zeilen lesen und viele Schichten ergründen kann.
    Den Mannheimern bleiben die Schätze diesmal verborgen.
    Christian Konz

    Grüße F. Wischnewski

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