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Hamburg, Elbphilharmonie, Opening Night mit Klaus Maria Brandauer , IOCO Aktuell, 02.09.2017

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Patrik Klein
02. September 2017
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Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann
Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Opening Night 2017 in der Elbphilharmonie

 Brandauer / Hengelbrock zeichnen Goethe / Beethoven

Von Patrik Klein

Klaus Maria Brandauer gab sich am 1.9.2017, zur ersten Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters, die Ehre in Hamburg. Der mittlerweile 74-jährige Österreicher las und spielte, als ob die Zeit für ihn stehen geblieben sei. Frisch und jung, ganz wie man ihn aus vielen Filmen und Theaterstücken in Erinnerung hat. Brandauer folgt an der Elbphilharmonie auf John Malkovich, einem ebenso profilierten US-Darsteller komplexer Charaktere, der im März 2017 an der Elbphilharmonie war. Zur Opening Night 2017 gab es Beethoven und Goethe in selten gehörter Konstellation:

Im ersten Teil spielte sich das NDR Elbphilharmonie Orchester mit Beethovens vierter Sinfonie warm und wieder in die Herzen der Hamburger. Ein sichtlich entspannter und ausgeruhter Maestro, Thomas Hengelbrock am Pult, führte die ihm sicher folgenden Musiker durch die “griechisch-schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen”.

Elbphilharmonie Hamburg / NDR Elbphilharmonie Orchester und Solisten © Patrik Klein
Elbphilharmonie Hamburg / NDR Elbphilharmonie Orchester und Solisten © Patrik Klein

Im zweiten Teil dann die selten gespielte Schauspielmusik zu Goethes Trauerspiel Egmont. Im Wechselspiel mit dem großartigen Orchester gaben Klaus Maria Brandauer und die feinstimmige Sopranistin Katharina Konradi einen unter die Haut gehenden Eindruck von der Liebe in Zeiten des Umbruchs …. elektrisierend bis in die Fingerspitzen.

Elbphilharmonie Hamburg / Klaus Maria Brandauer © Patrik Klein
Elbphilharmonie Hamburg / Klaus Maria Brandauer © Patrik Klein

Im letzten Teil des fast vierstündigen Abends schließlich befinden wir uns bereits im Nachtstudio, in dem der Isländer Vikingur Olafsson (technisch brillant, manchmal etwas zu wenig fließend) Klaviersonaten Beethovens gibt, die von Brandauers Lesung (er spielt sie wie in besten Zeiten als Mephisto) u.a. aus dem “Heiligenstädter Testament” untermalt werden. Die Orginalhandschrift steht in einer Vitrine auf dem Podium.

Großer Jubel im Publikum mit vielen prominenten Schauspielern und der gesamten Presseelite der Hansestadt Hamburg ….: So kann`s weitergehen!

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