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Würzburg, Mainfranken Theater, Premiere: OTELLO, 17.10.2015

mailänder scala
16. October 2015
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Mainfrankentheater Würzburg

Premiere: OTELLO

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Text von Arrigo Boito nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
In Kooperation mit dem Theater Erfurt

Premiere Sa, 17.10.15 | 19.30 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg | Großes Haus

Weitere Termine:
15.00 Uhr: 24.01.
19.30 Uhr: 24.10. | 31.10. | 08.11. | 13.11. | 17.11. | 25.11. | 05.12. | 17.12. | 20.12. | 27.12. | 08.01. | 13.01.

Mit Giuseppe Verdis OTELLO feiert am kommenden 17. Oktober ein Meisterwerk der italienischen Opernliteratur im Mainfranken Theater Premiere. Das beliebte Repertoirestück stand zuletzt in der Spielzeit 1997/1998 auf dem Spielplan des Würzburger Stadttheaters. Die aktuelle Produktion entstand in Zusammenarbeit mit dem Theater Erfurt. Es inszeniert der international gefragte Opernregisseur Guy Montavon. Die musikalische Leitung liegt bei Würzburgs Generalmusikdirektor Enrico Calesso.

Nach der erfolgreichen Uraufführung seiner Oper Aida im Jahr 1871 hatte der Musikdramatiker Giuseppe Verdi den Entschluss gefasst, sich von der Opernbühne zurückzuziehen. Doch neun Jahre später lockte der Komponist und Librettist Arrigo Boito den 67-Jährigen noch einmal aus der Reserve. Das überzeugendste Argument, das Boito dabei ins Feld führte, war der Stoff, den er für Verdis neue Oper vorgesehen hatte. Arrigo Boito schlug dem gefeierten Tonschöpfer Shakespeares Othello als Sujet vor. Verdi, der diesem Dichter seit seiner Jugend geradezu verfallen war, sagte zu. Auf Boitos kongenialen Text komponierte er eine Oper, die ihr Publikum vom ersten donnernden Orchesterschlag bis zum tragisch-traurigen Verklingen am Ende mit nie nachlassender Intensität in ihren Bann zieht. Die triumphale Uraufführung von Verdis Otello fand am 5. Februar 1887 in der Mailänder Scala statt.

Otello: ein Farbiger, ein Andersgläubiger
Die Thematik des fremden Außenseiters, der sich schon allein durch seine Hautfarbe von seiner Umwelt unterscheidet, spielte bei der Interpretation dieses Werkes sicherlich schon immer eine Rolle. Angesichts gegenwärtiger Krisen und nicht abreißender Flüchtlingsströme gewinnt die von Shakespeare ersonnene Tragödie eine neue Aktualität. In der Figur des Protagonisten trifft nicht nur ein Farbiger, sondern auch ein Andersgläubiger auf eine fremde Gesellschaft. Otello ist ein Getriebener, den Krieg und Kampf nach Venedig verschlagen haben. Er setzt alles daran, sich in seiner neuen Heimat zu integrieren. Und so heiratet er nicht nur eine Venezianerin, sondern die Republik Venedig kann alsbald auf seine Feldherrenkünste nicht mehr verzichten. Er scheint also angekommen zu sein in der Gemeinschaft der Lagunenstadt.

Shakespeare und Verdi führen jedoch vor, wie dünn das Eis ist, auf dem sich Otello bewegt. Ein geringer Anlass genügt, und die überkommenen Vorurteile und der Hass auf das Fremde kulminieren in einer Intrige, die Otello schließlich vernichtet.

Calesso und Montavon: Wiedersehen in Würzburg
Am Mainfranken Theater wird dieses Werk über den Abstieg eines strahlenden Siegers zum Mörder aus Eifersucht in Kooperation mit dem Theater Erfurt inszeniert. Regie führt Erfurts Generalintendant Guy Montavon, der an zahlreichen internationalen Bühnen tätig ist. Die musikalische Leitung liegt bei Enrico Calesso. Für Montavon und Würzburgs Generalmusikdirektor ist die gemeinsame Arbeit am Otello zugleich ein Wiedersehen, war Calesso doch von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt beschäftigt. Die Ausstattung der Oper stammt von Francesco Calcagnini, der sich unter anderem in der Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Dario Fo und Luca Ronconi einen Namen gemacht hat.

Musikalische Leitung Enrico Calesso
Regie Guy Montavon
Bühne und Kostüme Francesco Calcagnini
Choreinstudierung Michael Clark
Dramaturgie Christoph Blitt, Berthold Warnecke

Mit Brian Boyce, Daniel Fiolka, Hyeong-Joon Ha, David Hieronimi, Adam Kim, Sonja Koppelhuber, Karen Leiber, Barbara Schöller, Yong Bae Shin, Ray M. Wade jr., Joshua Whitener

—| Pressemeldung Mainfrankentheater Würzburg |—


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