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Anhaltisches TheaterPremierenPressemeldung

Dessau, Anhaltisches Theater Dessau, Premiere: LADY MACBETH VON MZENSK, 29.03.2014

anhaltisches Theater
18. March 2014
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Anhaltisches Theater Dessau,  Anhaltische Philharmonie

Anhaltisches Theater Dessau / Großes Haus © Claudia Heysel
Anhaltisches Theater Dessau / Großes Haus © Claudia Heysel

Premiere LADY MACBETH VON MZENSK

von Dmitri Schostakowitsch
 
Nach ihrer Uraufführung in Leningrad vor 80 Jahren feierte die Oper um die gelangweilte Gutsherrengattin Katerina Ismailowa, die mit ihrem Kampf um Freiheit und Liebe eine Spirale der Gewalt ins Rollen bringt, die ihr schließlich selbst zum Verhängnis wird, weltweiten Erfolg. Sogar in den USA wurde die Oper, die sich an der gleichnamigen Erzählung Nikolai Leskows orientiert, bejubelt. Doch der Erfolg fand ein jähes Ende, als Stalin 1936 der Premiere im Moskauer Bolschoi-Theater beiwohnte: Kurz darauf wurde Schostakowitsch mit einem Aufführungsverbot belegt, von dem sich seine Karriere nur quälend erholte. Lady Macbeth sollte Schostakowitschs letzte Oper bleiben.
 
Inszeniert von Hinrich Horstkotte erlebt diese „Tragödien-Satire“, wie der Komponist selbst sie beschrieb, nun in russischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln ihre Erstaufführung am Anhaltischen Theater Dessau. Horstkotte, der in Dessau bereits die Operette Die Fledermaus von Johann Strauß und Charles Gounods Faust inszenierte, zeichnet auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich.
 
Anhaltisches Theater Dessau / KS Iordanka Derilova © Claudia Heysel
Anhaltisches Theater Dessau / KS Iordanka Derilova © Claudia Heysel

Im abgelegenen Mzensk wird Katerina Ismailowa zur Lady Macbeth. Die junge Frau nimmt sich, was sie haben möchte – den Liebhaber, die Freiheit, die Traumhochzeit – und räumt rücksichtslos aus dem Weg, was sie einengt – den schwachen, ewig handlungsreisenden Gatten und den gewalttätigen Schwiegervater. Einen Moment lang scheint sie zu besitzen, wonach sie sich sehnt: Freiheit, Liebe, Sex. Doch in das Mahlwerk der Gewalt, das sie in Gang setzt, gerät sie schließlich selbst. Der Traum vom Glück zerrinnt im Schlamm eines sibirischen Arbeitslagers.

 
Schostakowitschs „Lady Macbeth“ ist eine der ganz wenigen Opern, die jeden Zuschauer mit ihrer Krimi-Thriller-Geschichte garantiert packt. Die kraftvolle Musik, gespielt von der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung Antony Hermus, tut ihr übriges.
 
Premiere am 29. März. 2014. Am Mittwoch, den 19. März um 18:30 Uhr eine Soirée Gelegenheit zum Einblick in den Probenprozess und zur Begegnung mit Regisseur Hinrich Horstkotte. Weitere Termine am: 05.04., 17 Uhr | 20.04., 17 Uhr | 04.05., 17 Uhr | 29.05., 19 Uhr | 15.06., 18 Uhr im Anhaltischen Theater Dessau
 
Mit: KS Iordanka Derilova, Rita Kapfhammer, Cornelia Marschall, Alexander Dubnov, Robert Künzli, Ulf Paulsen u.a.
 
Musikalische Leitung: Antony Hermus | Inszenierung/Bühne/Kostüme: Hinrich Horstkotte | Chor: Helmut Sonne | Dramaturgie: Felix Losert
 
Anhaltische Philharmonie | Opern- und Extrachor des Anhaltischen Theaters | »coruso« Erster Deutscher Freier Opernchor e.V. | Statisterie des Anhaltischen Theaters
 
—| Pressemeldung Anhaltisches Theater Dessau |—

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