Rostock, Volkstheater Rostock, Spielplan September 2018

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Volkstheater Rostock

 

 

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen     


Spielplan September 2018


Sa. 01.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Da Capo
Leipziger Pfeffermühle / Mit Burkhard Damrau und Dieter Richter


So. 02.09.2018           10:30 Uhr / Treffpunkt Friedenseiche am Steintor
Theaterhistorischer Stadtrundgang
Mit Ingrid und Angela Schlabinger

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Da Capo
Leipziger Pfeffermühle / Mit Burkhard Damrau und Dieter Richter


Di. 04.09.2018           17:30 + 20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Li.Wu. in Warnemünde
„Über Leben in Demmin“
Ro-cine e.V.


Fr. 07.09.2018           19:00 + 21:00 Uhr / Halle 207 + RSAG-Straßenbahnwerkstatt
Wandelkonzert zum großen Stadtjubiläum
Konzert der Festspiele MV
Nikolai Rimski-Korsakow: Scheherazade, 4. Satz
Astor Piazzolla: 4 Estaciones Porteñas
Richard Wagner: Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ u. a.
Martynas Levickis, Akkordeon / Jarkko Riihimäki, Klavier
Leitung: Marcus Bosch
„Mercy Seat – Charly Hübners Winterreise“
Lesung mit Charly Hübner & Ensemble Resonanz


So. 09.09.2018           18:00 Uhr / Halle 207
Debütkonzert Tutti Orchester 800
„Die glorreichen Sieben“
Georges Bizet: Carmen-Ouvertüre
Wolfgang Amadeus Mozart: Papageno-Arie aus „Die Zauberflöte“
Edvard Grieg: „In der Halle des Bergkönigs“ aus „Peer Gynt“
Giacomo Puccini: „O mio babbino caro“ aus „Gianni Schicchi”
Pablo de Sarasate: Carmen-Fantasie
Johannes Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5
Elmer Bernstein: „Die glorreichen Sieben“
Katharina Kühn, Sopran / Grzegorz Sobczak, Bariton / Carolin Lindner, Violine /
Leitung: Marcus Bosch


Do. 13.09.2018           19:30 Uhr / Halle 207
Ein Abend mit dem Dresdner Kreuzchor
Konzert der Festspiele MV
Johann Sebastian Bach: Motette „Unser Leben ist ein Schatten“
Johann Schelle: Motette „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“
Sven-David Sandström: „Es ist genug“
Giovanni Gabrieli: Motette „Jubilate Deo“
Felix Mendelssohn Bartholdy: „O Täler weit, o Höhen tief“ u. a.
Dresdner Kreuzchor / DoubleBeats, Percussion-Duo / Leitung: Roderich Kreile


Fr. 14.09.2018           19:30 Uhr / Halle 207
800 Jahre Rostock meets 15 Jahre Jazzclub Rostock
Rudolf Maza?‘ Jazz Bridge gemeinsam mit dem Syrian Expat Philharmonic Orchestra


So. 16.09.2018           11:00 Uhr / Großes Haus / Eintritt frei
Matinee zu „Der Liebestrank“
Einführung in die Oper von Gaetano Donizetti

11:00 Uhr / Ateliertheater / Gastspiel
Puppenatelier
Der gestiefelte Kater
Dorftheater Siemitz / Ab 4 Jahren

15:00 – 18:00 Uhr / Theatervorplatz + Großes Haus / Eintritt frei
Tag der offenen Tür
Mit
16:00 Uhr / Ateliertheater / Premiere
Steh auf, wenn du für Hansa bist
Von Jörg Menke-Peitzmeyer / Rostocker Fassung von Juri Sternburg / Ab 12 Jahren

18:00 Uhr / Großes Haus
Gala der Stiftung für Kultur und Theater
Rostocker Kulturpartner gemeinsam erleben – mit Ausschnitten aus aktuellen und zukünftigen Projekten, vereint auf der Großen Bühne des Volkstheaters

18:00 Uhr / Halle 207
1. Philharmonisches Konzert
Sergej Prokofjew: Symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (1885 – 1888)
Camille Thomas, Violoncello / Leitung: Marcus Bosch


Mo. 17.09.2018           09:00 Uhr / Ateliertheater / Gastspiel
Puppenatelier
Der gestiefelte Kater
Dorftheater Siemitz / Ab 4 Jahren

19:30 Uhr / Halle 207
1. Philharmonisches Konzert Konzer
Sergej Prokofjew: Symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (1885 – 1888)
Camille Thomas, Violoncello / Leitung: Marcus Bosch


Di. 18.09.2018           19:30 Uhr / Halle 207
1. Philharmonisches Konzert Konzer
Sergej Prokofjew: Symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (1885 – 1888)
Camille Thomas, Violoncello / Leitung: Marcus Bosch


Mi. 19.09.2018           14:00 Uhr / Ship of Tolerance
Ganzgroßraus
Kinderstück von Anna Langhoff / Ab 7 Jahren

Do. 20.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Wiederaufnahme
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Fr. 21.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Sa. 22.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Wiederaufnahme
Sechs Tanzstunden in sechs Wochen
Richard Alfieri


So. 23.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Sechs Tanzstunden in sechs Wochen
Richard Alfieri


Do. 27.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Wiederaufnahme
Besuch beim Alten
Schwarze Komödie von John McManus


Fr. 28.09.2018           19:30 Uhr / Großes Haus / Premiere
Der Liebestrank
Oper von Gaetano Donizetti

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Besuch beim Alten
Schwarze Komödie von John McManus


Sa. 29.09.2018           19:30 Uhr / Großes Haus / Wiederaufnahme
Fame
Musical von David De Silva / Koproduktion mit dem Tanzland Rostock e.V.

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Tony Ireland
Scottish, Irish and contemporary folk


So. 30.09.2018           15:00 Uhr / Großes Haus
Der Liebestrank
Oper von Gaetano Donizetti

16:00 Uhr / Ateliertheater
Puppenatelier
Ratzenspatz
Nach dem Buch von Rudolf Herfurtner / Tandera Figurentheater / Ab 4 Jahren

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Rabenschwarzer Humor & Jazz vom Feinsten
Mit Dr. Klaus Koch und Andreas Pasternack

Stand: 18.07.2018
Änderungen vorbehalten!

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |–

Münster, Theater Münster, Don Giovanni – Wolfgang A. Mozart, IOCO Kritik, 10.07.2018

Juli 10, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

DON GIOVANNI – Wolfgang Amadeus Mozart

Münsteraner Puppenkiste

Von Hanns Butterhof

An Münsters Großem Haus hat Christian von Götz Mozarts als Dramma goicoso bezeichnete Oper Don Giovanni als barockes Puppenspiel nahe am Kasperletheater inszeniert. Er orientiert sich bei der Personenzeichnung, den Kostümen und der Spielweise an der italienischen Commedia dell‘ arte, wobei das singende Personal zwar glänzen, die orchestrale Seite der Oper sich aber erst spät zur Geltung bringen kann.

   – Don Giovanni als barockes Puppenspiel –

Schon zur Ouvertüre scheint es von Götz darum zu gehen, dass erst einmal viel für das Auge und das Spaßbedürfnis geboten wird. In den überbordend phantasievollen Kostümen Sarah Mittenbühlers nehmen die Sängerinnen und Sänger auf einem Laufsteg vor dem Orchestergraben Platz. Sie plaudern und winken ihren Bekannten im Publikum zu, während das Bühnenbild Giorgiones „Schlummernde Venus“ zitiert (Bühne: Lukas Noll), die sich weder von dem hinter ihr aufziehenden, videogestützten Gewitter mit Blitz und Starkregen noch von der dicken Spinne beunruhigen lässt, die über sie hinwegkriecht. Schon hier in der auf ein Naturereignis heruntergedimmten Ouvertüre kommt das Orchester unter Golo Bergs flottem Dirigat gegen die optische Überwältigung kaum zur Geltung.

Theater Münster / Don Giovanni - hier : Versammelt in und vor der Puppenkiste Anna, Ottavio, Don Giovanni und Elvira mit Nina Koufochristou, Youn-Seong Shim, Filippo Bettoschi, Kristi Anna Isene © Jörg Landsberg

Theater Münster / Don Giovanni – hier : Versammelt in und vor der Puppenkiste Anna, Ottavio, Don Giovanni und Elvira mit Nina Koufochristou, Youn-Seong Shim, Filippo Bettoschi, Kristi Anna Isene © Jörg Landsberg

Das geht auch über lange Strecken der im Stil eines Puppenspiels erzählten Geschichte vom wüsten Wirken des Womanizers Don Giovanni so weiter. Die Figuren sind ironisch gebrochen und kokettieren beständig mit dem Publikum. Don Giovanni (Filippo Bettoschi) ist mit elegantem Bariton ein dauerlächelnder Luftikus, der die Damen schon mit einem Handkuss in Ohnmacht fallen lässt. Mitunter betritt er sportlich am Seil schwingend die Szene oder flüchtet von ihr. Ihn verfolgt die von ihm verlassene Donna Elvira (Kristi Anna Isene). Rachedurstig mit einem Gewehr ausgestattet tritt sie mit ihrer Zerrissenheit zwischen Enttäuschung und Hoffnung mit perlenden Koloraturen zunehmend ins Zentrum. Die riesige rote Schleife, aus der Donna Elviras wohl aus dem Stoff des Venus-Kopfkissens genähtes Kleid besteht, offenbart als Geschenkverpackung überdeutlich, dass ihr tiefes Rachebedürfnis von ihrer tieferen Hingabewilligkeit an Giovanni locker überspielt wird. Sie ist so blind vor Liebe, dass sie nicht einmal bemerkt, dass Don Giovanni sie, allerdings mit seiner wunderbar ehrlich klingenden verlogenen Arie Elvira, idole mio! erst ans Fenster lockt, und sie dann seinem Diener Leporello (Gregor Dalal) an seiner Statt unterjubelt. Auch kann sie ihre wie aus der Klimbim-Familie stammende kleine Zofe (Verena Hierholzer) nicht davor schützen, zu Don Giovannis Beute zu werden.

Auch Donna Anna (Nina Koufochristou) ist hinter Don Giovanni her, vorgeblich um ihren von diesem versehentlich getöteten Vater (Stephan Klemm) zu rächen. Aber zu lange hatte sie mit Giovanni in einer Kiste mit der Aufschrift Finger weg! gesteckt, zu theatralisch beweint und streichelt sie den aus eben dieser Kiste herausragenden Fuß des toten Komturs – der kurz darauf mit dem Schild „tot“ aus der Kiste herauskrabbelt – ,  als dass ihre Erzählung von der vereitelten Verführung glaubhaft wäre. Immerhin gelingt ihr, ihren Verlobten Don Ottavio (Youn-Song Shim) mit spitzem Racheruf und virtuoser Leidensgeste zu bewegen, die Suche nach dem Verführer aufzunehmen. Für seine Folgsamkeit belohnt sie ihn mit selbstgestrickten gelben Kniestrümpfen mit rotem Herzchen-Muster.

Der Detail-Reichtum der Szenen zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. So kommt die bäuerliche Hochzeitsgesellschaft sackhüpfend auf die Bühne. Die Braut Zerlina (Kathrin Filip) wirft sich ziemlich umstandslos Don Giovanni an den Hals, nachdem er sie auf sein Schloss eingeladen hat, und der tumbe Bräutigam Masetto (Christoph Stegemann) ist für seine Strafexpedition gegen Don Giovanni neben einer Kalaschnikow auch noch mit Panzerfäusten, Schwert und einem Sparschäler bewaffnet.

 Theater Münster / Don Giovanni - hier : Filippo Bettoschi als Don Giovanni und Kathrin Filip © Jörg Landsberg

Theater Münster / Don Giovanni – hier : Filippo Bettoschi als Don Giovanni und Kathrin Filip © Jörg Landsberg

Erst gegen das ruhiger inszenierte Ende, wenn Youn-Song Shim mit allem tenoralen Schmelz seine Arie Il mio tesoro auf einem Podestchen wie in der Londoner Speakers Corner singt, kommt die tragische Seite der Oper zur Geltung. Da wird deutlich, dass die barocken Figuren tatsächlich den Charakter von Puppen haben, nicht Herr und nicht Frau ihrer blind verfolgten Handlungsmuster sind. Sie können daran leiden, aber nichts dagegen tun, wie es exemplarisch bei Donna Elvira der Fall ist. Wo sie dagegen aufbegehren, nicht mehr das sein wollen, was sie sind, scheitern sie komisch; nicht ohne Grund ist Leporello, der mit warmem Bariton äußerst einnehmende Gregor Dalal, der Harlekin. Wer gar nicht anders will, als er muss, wie Don Giovanni, fährt nicht als Strafe in die Hölle; konsequent hat von Götz die  finale Genugtuung über die gerechte Bestrafung des Bösewichts gestrichen. Zerlina und Masetto droht unweigerlich die Ehe-Hölle.

Gesanglich ist dieser Don Giovanni auf allen Positionen richtig gut besetzt, auch der von Inna Batyuk einstudierte Chor singt und spielt im Sinne der Regie engagiert.

Theater Münster / Don Giovanni - hier : Ensemble in Spielfreude © Jörg Landsberg

Theater Münster / Don Giovanni – hier : Ensemble in Spielfreude © Jörg Landsberg

Spät, zu spät kann sich das Orchester in Übereinstimmung mit der Bühne zur Geltung bringen. Was bislang an differenziert kommentierendem Ausdruck verloren ging, lässt Golo Berg im Sinfonieorchester Münster nun vernehmlich aufleuchten. Der Farbenreichtum der Partitur, der Ernst und die Tragik werden hörbar, die auch den Menschen zukommen, die den Ausgang aus der vielleicht gar nicht selbst verschuldeten Unmündigkeit nicht finden.

Man kann an der Richtigkeit des optimistisch auf mündiger Selbstbestimmung bauenden Menschenbildes der Aufklärung durchaus seine Zweifel haben. Ob es ein Gewinn ist, diesen Zweifel im Don Giovanni barock zu inszenieren, darf mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Das Publikum spendete großen, aber nicht ungeteilten Beifall für alle Beteiligten nach gut drei Stunden italienisch gesungener, in der Felsenstein-Übersetzung übertitelter Arien und deutscher, von Boris Cepeda am Hammerklavier virtuos begleiteter Rezitative.

Don Giovanni am Theater Münster; der nächste Termin: 13.7. 2018 um 19.30 Uhr.

—| IOCO Kritik Theater Münster |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Die Zauberflöte für Kinder nach W.A. Mozart, 22.08.2018

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

DIE ZAUBERFLÖTE FÜR KINDER
nach Wolfgang Amadeus Mozart

Ab Mittwoch, den 22. August 2018, um 18 Uhr ist die Kinderoper Die Zauberflöte für Kinder nach Wolfgang Amadeus Mozart in einer Bearbeitung von GMD Patrick Lange und Carsten Kochan wieder im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu sehen.

In der Zauberflöte für Kinder kämpfen der Vogelfänger Papageno, der mutige Prinz Tamino und seine geliebte Pamina gegen die Mächte der Finsternis und entführen das Publikum in eine Welt mit verzauberten Musikinstrumenten, bedrohlichen Schlangen und tanzenden Tieren.

Aus nächster Nähe können Kinder und Familien die fantastisch­märchenhafe Handlung der Zauberflöte erleben. Manche der kleinen und großen Zuschauer dürfen sogar aktiv mitspielen. GMD Patrick Lange und Carsten Kochan haben eine gut einstündige gekürzte Fassung erarbeitet und mit Schauspielerin Sophie Pompe eine zusätzliche, charmante Erzählfigur hinzugefügt. Die originale Musik von Mozart spielt das Hessische Staatsorchester Wiesbaden.

Inszenierung Carsten Kochan,  Musikalische Leitung GMD Patrick Lange

Putzfrau Erna Sophie Pompe, Sarastro Young Doo Park, Tamino Joel Scott, Königin Jimin Hwang Pamina Stella An Papageno Christopher Bolduc Papagena Sarah Jones

Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Aachen, Theater Aachen, 3. Klassik Lounge im Alten Kurhaus, 06.07.2018

Juli 6, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Theater Aachen

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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

Sinfonieorchester – 3. Klassik Lounge ins Alte Kurhaus

Am Freitag, den 06. Juli 2018, findet um 19.30 Uhr unter dem Motto »Nachtstücke« die 3. Klassik Lounge mit dem Sinfonieorchester Aachen im Alten Kurhaus statt. Aufgrund eines Sportunfalls mit Schulterverletzung kann nicht wie geplant Justus Thorau das Konzert dirigieren. Für ihn springt Mathis Groß dankenswerter Weise ein.

Theater Aachen / Mathis Groß © Marie-Luise Manthei

Theater Aachen / Mathis Groß © Marie-Luise Manthei

In der Klassik Lounge können die Besucher zwanglos einen gemütlichen Abend in einzigartiger Atmosphäre verbringen: Zunächst erwartet die Zuhörer ein gut einstündiges Konzert mit einem besonders abwechslungsreichen Programm. Im Anschluss daran sind alle eingeladen, mit den Musikerinnen und Musikern und dem Dirigenten an der Bar ins Gespräch zu kommen.

Schon immer übte die Nacht mit ihrer Dunkelheit und der geheimnisvollen, gar unheimlichen Stimmung eine besondere Faszination auf uns aus. Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade Nr. 13, heute besser bekannt als Eine kleine Nachtmusik, entstand nicht etwa als düsteres und bedrohliches Stück der Dunkelheit, sondern erfüllte in ihrer viersätzigen (Serenaden)-Form die Funktion eines Entspannungsstückes für abendliche Stunden im Freien. Alfred Schnittkes Komposition Moz-Art à la Haydn lässt sich als Hommage an den großen und von ihm ausdrücklich verehrten Salzburger Tonschöpfer lesen. Mittels einer Collagentechnik verband Schnittke originale Themen und Melodiefragmente aus Mozarts »Faschingspantomime« zu einem Ganzen und versah seine Komposition zusätzlich mit szenisch-schauspielerischen Ergänzungen, die den theatralischen und komischen Charakter der Mozartschen Musik unterstreichen. Die einsätzige »Piccola musica notturna« des italienischen Komponisten Luigi Dallapiccola entstand 1968 und zeugt mit ihrer Struktur weit mehr von nächtlicher Atmosphäre als die mitunter beschwingte Nachtmusik Wolfgang Amadeus Mozarts. Claude Debussy schließlich beschwor mit seiner sinfonischen Dichtung Prélude à l´après-midi d´un faune eine Szenerie aus dem Reich der mystischen Fabelwelt herauf. Der Faun, Zwitterwesen aus Jüngling und Ziegenbock, entwickelt in der Nachmittagshitze lüsterne Fantasien von verspielten Nymphen.

—| Pressemeldung Theater Aachen |—

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