7 Deaths of Maria Callas, München – Turandot, Lviv – Opernprojekte, IOCO Essay, 18.02.2021

Opera House Lviv / Lemberg, Ukraine © Opera House Lviv

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7 Deaths of Maria Callas, München – Turandot, Lviv

OPERNPROJEKTE  –  SURPRISE des Jahres 2020

von Adelina Yefimenko

Die moderne Opernpraxis wird immer auffälliger und stellt das Publikum vor „neue Wahrheiten“ wie: “Wenn Sie die Oper zu einem vollwertigen und wettbewerbsfähigen Online-Produkt machen möchten, sollten Sie darauf vorbereitet sein, Ihr Verständnis zu verändern von dem, wie Oper sein kann“.

PERFORMANCE + OPERA + VISION ART + FASHION DESIGN = MIRACLE

Seiner Zeit weigerte sich Richard Wagner standhaft seine musikalischen Mythendramen Opern zu nennen. Stattdessen ist es jetzt umgekehrt: Alle musikalisch-theatralischen Artefakte, experimentelle Aufführungen mit einem Symphonieorchester, elektronische Musik und eine Instrumentierung aus dem Bereich der U-Musik werden als Opern bezeichnet. Die Zersetzung des Genres als barock-klassisch-romantisch-modernes Phänomen ist seit langem eingetreten. Komponisten haben zuvor der Öffentlichkeit und Musikkritikern interessante Experimente in Richtung Folk, Rock, Rap, Quasi-Opern präsentiert. Das Opern-Requiem Iyov, der Opernzirkus Babylon die Nova Opera-Formation (Roman Grygoriv, Illia Razumeiko, Vlad Troitsky), die Opernapokryphen Judas und Magdalena von Alexander Shchetynsky, der diesjährige Opernmythos von Maria Oliynyk und Ulyana Horbachevs’ka Ukraine – Terra Incognita mit einer Widmung an den ukrainischen Bariton Wassyl Slipak, der in Paris lebte, als Solist an der Pariser Nationaloper und am Bastille-Opernhaus tätig war, im 2014 zurück in die Ukraine als Soldat ging und im Krieg „Russland gegen Ukraine“ fiel (2016) – ist keineswegs eine vollständige Liste der Transformationsopern in der Ukraine vor dem Hintergrund von Regie-Artefakten der Oper in Europa.

Die Oper in der Ukraine erlebt einen wahren „Boom“ und wird zunehmend zu einem Geheimtipp. Die Einhaltung der Regeln dieses Genres – zumindest des akademischen Operngesangs – machte Platz für die Suche nach neuen Klängen, Dramaturgie und, in erster Linie, Inhalten. Zeitgenössische ukrainische Komponisten schaffen Opernartefakte, die nicht in den Rahmen eines Kanons der Gattung passen, geschweige denn rezensiert werden können. Es ist wichtig, diese Artefakte zu auszuzeichnen.

– die Oper Night (Nacht) von Maxim Kolomiiets mit Libretto von Taras Frolov – eine neue Intonationsversion des Liedes Welch eine Mondscheinnacht (Nich Yaka Misyachna),

CHORNOBYLDORF – Chernobyldorf – Opernprojekt 
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– die archäologische Oper Chernobyldorf der Komponisten Roman Grygoriv und Illia Razumeiko über die postapokalyptischen Siedlungen der Nachkommen der Menschheit auf den Ruinen der Kernkraftwerke Zwentendorf (in der Nähe von Wien) und Tschernobyl,

– die aufgrund der Pandemie auf das nächste Jahr verschobene Produktion der Oper Vyshyvanyi – Der König der Ukraine von Alla Zahaikevych mit Libretto von Serhij Zhadan über einen Erzherzog der Habsburger , den Oberst der Legion der ukrainischen Sitscher Schützen (Schützen auf der Insel Sitsch), und inoffiziellen Kandidaten für den ukrainischen Thron im Falle der Errichtung einer Monarchie,

Laniuks neue, aber noch nicht aufgeführte Oper Das fremde Gesicht – ist ein exklusives Beispiel für eine neue literarische Oper, die auf den Texten des Japaners Kobo Abe, des Deutschen Franz Kafka und des Franzosen Honoré de Balzac basiert;

– eine moderne Kinderoper von Ivan Nebesny, die auf Ivan Frankos Gedicht Der Fuchs / Mykyta zum Libretto von Vasyl Vovkun basiert.

Alle diese Experimente versprechen ein völliges Umdenken in der musikalischen und theatralischen Praxis. Es wird die Bemühungen von mehr als einer Generation von Musikwissenschaftlern erfordern, diese neuen Dimensionen und Existenzvektoren des modernen musikalischen und theatralischen Phänomens zu untersuchen, das aus Trägheit oder Bequemlichkeit auch als Oper bezeichnet wird. Spontan denkt man an das Werk Richard Wagners Musik der Zukunft und sein geflügeltes Wort „Kinder, schafft Neues„, welches von einer neuen Generation von Opernkomponisten gehört wird. Die Zeit wird zeigen, mit welchen Nominierungen im Bereich der musikalischen Kunst und insbesondere der Kunst in der Oper die zukünftigen Ratings bereichert werden (und dies ist die Motivation für junge Musikkritiker, in den kommenden Jahren über die Aufstellung von Bewertungen für Musikveranstaltungen nachzudenken).

In der Zwischenzeit biete ich Optionen für die Zusammenstellung dieses synthetischen Produkts im Opern-Rating 2020 an: PERFORMANCE + OPERA + VISIO ART + FASHION DESIGN = MIRACLE…2020.

Eine so lange und unbequeme Definition wurde auf Grund zweier Produktionen abgeleitet, die nicht in die Unterscheidung nach den vereinfachten Kriterien der Weltrangliste am besten passen, weil sie hervorragende Opernprodukte enthalten, die meiner Meinung nach dem dialektischen Hegels Gesetz der „doppelten Negation“ folgten und daher sehr interessant waren unter dem Gesichtspunkt der Untersuchung der Perspektiven dieser Phänomene sowie der Gründe für die streitbaren, manchmal gegensätzlichen Reaktionen des Opernpublikums, einschließlich der Musikkritiker.

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

7 Deaths of Maria Callas – Marina Abramovic – Bayerische Staatsoper

ist ein Opernprojekt der weltberühmten Performerin Marina Abramovic, in dem die Musik von Bizet, Verdi, Donizetti, Puccini und dem jungen talentierten serbischen Komponisten Marko Nikodievich eine Hintergrundrolle spielt, während das Interieur-Design und die Kostüme von Burberry – einer Marke britischer Luxusmode – die letzten 24 Stunden im Leben der legendären Operndiva Maria Callas präsentieren und klar prägen.

7 Deaths of Maria Callas – Maria Abramovic
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Das Bühnenkonzept der Performerin ist nicht neu – die Verschmelzung von Archetypen von Frauen und Männern (Callas – Onassis, Willem Dafoe-Maria Callas). Das Wesen des sogenannten Opernprojekts im Sinne der „doppelte Negation“ ist jedoch tatsächlich innovativ. Und ohne Zweifel wurde das Ziel der offensichtlich gut durchdachten Aktion der Künstlerin – das Publikum zu enttäuschen, Opernliebhaber und Musikkritiker zu verärgern – erfolgreich erreicht. Die, die eine radikale Aufführung erwarteten (typisch für Abramovic), sowie diejenigen, die auf einen Opernabend in der Zeit von Maria Callas hofften, waren enttäuscht. Die ursprünglichen Genres des Projekts – Oper und Performance – kollidieren, konfrontieren, erleben Vereinigung und sterben. Der erotische Akt der Vereinigung von Oper und Performance offenbart sich siebenmal (Marina Abramovic betont die „heilige“ Bedeutung der Zahl „7“), ein künstlerisches Phänomen des langen pathetischen Sterbens mit Musik- und Videoclips Begleitung.

  • Adelina Yefimenko, Autorin dieses Berichts, Professorin, lehrt als Musikwissenschaftlerin an der Nationalen M.-V.-Lysenko-Musikakademie Lviv (Lemberg) und der Ukrainischen Freie Universität München (UFU)

Die Protagonisten sterben unter Hit-Arien aus dem Callas-Repertoire und Fragmenten von Filmclips in verschiedenen Genre-Versionen vom Thriller bis zur Fantasy. Das lebensspendende Innere der radikalen Performerin, die verschiedene Phasen des Opernhasses durchlief (sic!) und diesen Hass übrigens in fast jedem Interview gestand, entschloss sich plötzlich, der Welt ihre langjährige (seit dem 14. Lebensjahr) verborgene Herzensverbindung mit der Oper zu eröffnen. Während ihres bewussten Lebens verdrängte die Künstlerin diese Liebe brutal (ebenso wie die Liebe zum Performancekünstler Ulay), aber dies gelang ihr nicht… ebenso wie Maria Callas – einer großartigen Frau, einer großartigen Opernsängerin, einer großartigen Performerin.

Eine Szene aus 7 Deaths of Maria Callas ist besonders beeindruckend: Die Heldin (drei in einer: Abramovic-Callas-Norma) geht zu den Flammen Hand in Hand mit einem Feuerengel – Willem Dafoe in einem luxuriösen Lurexkleid von Burberry. Am Ende findet nicht der Liebestod statt, sondern die vollständige Dialektik der Negation der Negation – der Tod des Todes nach dem Bild der auferstandenen Callas – Abramovic in eben diesem lodernden Kleid.

Bayerische Staatsoper / 7 Deaths of Maria Callas © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / 7 Deaths of Maria Callas © Wilfried Hoesl

Währenddessen ertönt wie vom Himmel die Stimme der echten CallasCasta Diva – unter der Decke des halbleeren Saales der Bayerischen Staatsoper. Der Komponist Illia Razumeiko beschrieb den Prozess vom Tod des Todes so genau, dass er den ersten Platz im Rating der Texte in den Rezensionen der Musikkritiker für diese Veranstaltung erreicht hätte, falls ein solches Rating überhaupt existieren würde.

In der Zwischenzeit zitiere ich zur Unterstützung meiner Auszeichnung der 7 Todesfälle von Maria Callas Auszüge aus Illia Razumeikos Text, der auf seiner FB-Seite veröffentlicht wurde: „Die Performance, die dabei war, in den letzten 40 Jahren das Theater zu retten, ‹…› stirbt anderthalb Stunden lang im Ketchup auf der Bühne der Bayerischen Oper‹…›: In theater, blood is ketchup; in performance, everything’s real. Theatre is fake… The knife is not real, the blood is not real, and the emotions are not real. Performance is just the opposite: the knife is real, the blood is real, and the emotions are real. Müde von der Performance stirbt seine Göttin und Urmutter sieben Mal in München im besten Theater selbst. In den Video-Episoden ihres Todes fließt dieser Ketchup und das Acryl, mit denen sie ihre ganze schwierige Karriere zu kämpfen hatte, aus ihrem Gesicht. ‹…› Ketchup tropft auffällig von der verwundeten Carmen, die verrückte Lucia schmiert Ketchup über ihr Gesicht. Sieben „tödliche“ Opernarien, die von sieben Solisten aufgeführt werden, wurden in der Originalform in das Stück aufgenommen, damit die Opernkritiker etwas zu schreiben haben und das bürgerliche Publikum der Münchner Dauerkarten beim üblichen italienischen Belcanto-Material verbleibt. Artist is still present. Performance is dead.

  Turandot  –  Giacomo Puccini – Opera House Lviv

im Rahmen des Projekts Ukrainischer Durchbruch von Vasyl Vovkun und der Lviv National Opera Solomiya Krushelnytska.

Tudandot am Opera House Lviv
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Die erste Inszenierung von Turandot auf der Bühne in Lviv scheint traditionell. In der Tat ist die Oper aus der Kategorie des Repertoirekanons der Welttheater unter der Regie des Polen Michal Znaniecki ein helles, farbenfrohes und luxuriöses Artefakt, als stünde er in der Tradition der „Museumsproduktionen“. Aber es nicht alles so einfach. Der „technologische Durchbruch“ ist ebenfalls offensichtlich, aber nach den visuellen Attraktionen der katalanischen Gruppe La Fura dels Baus ist es wahrscheinlich schwierig, jemanden zu überraschen. Spektakuläres Lichtdesign, die Maschinerie, farbenfrohe Landschaften – das alles gab es schon. Warum fielen dann 7 Deaths of Maria Callas und Turandot in dieselbe Kategorie, wie können wir überhaupt die Opernprojekte von Marina Abramovic und Vasily Vovkun vergleichen?

Die Frage ist alles andere als rhetorisch. Es ist kein Zufall, dass beide Aufführungen als PROJEKT bezeichnet worden sind. Offensichtlich, wenn auch nicht auf den ersten Blick, skizzieren beide Produktionen eine der modernen Tendenzen der totalen, sich manchmal gegenseitig ausschließenden Synthese, gefolgt von einem Fragezeichen (?). Und dies ist schon eine Intrige aus dem Blickwinkel des weiterführenden Konflikts zwischen Destruktion und Anti-Destruktion in modernen Opernproduktionen. Was passiert nach einer Reihe von der „doppelten Negation“ von Opernprojekten-Performance-minus-Oper oder Vision-Art+Plus+Fahsion-Design? Erinnern wir uns an den zutreffenden Satz der ukrainischen Sängerin, Solistin der Wiener Volksoper Zoryana Kushpler: “Die zeitgenössische Oper lebt von der Aura der Performance“.

Opera House Lviv / Turandot © Ruslan Lytvyn

Opera House Lviv / Turandot © Ruslan Lytvyn

Was bedeutet das? Erstens die Beteiligung berühmter Künstler an der Opernproduktion, die die verschiedenen Arten der Kunstsynthese auf der Weltbühne umfassend ausprobiert haben, zum Beispiel herausragende Designer von Mode, Licht und Interieur. Dies ist kein neuer, sondern schon weit verbreiteter europäischer Trend, der von verschiedenen Opernhäusern getestet wurde. Der Gründer der italienischen Marke Valentino, Valentino Garavani, nähte persönlich die Kostüme für die Produktion der römischen La Traviata von Sofia Coppola, die japanische Modedesignerin Rai Kawakubo (Modelabel Comme des Garçons) stattete in Wien die Protagonisten der Oper Orlando von Olga Neuwirth aus, der niederländische Modedesigner Jan Taminiau (der Lieblingsdesigner der niederländischen Königin Máxima und von Lady Gaga) erfand die Kostüme zur Oper Ritratto des niederländischen Komponisten Willem Jeths und britische Modedesigner Gareth Pugh phantasierte die avantgardistische Kollektion zur Francesco Cavallis Eliogabalo. Und für die letzte Neuinszenierung Pelléas et Mélisande im Grand Theatre de Genève arbeitete Marina Abramovic als Regisseurin mit der niederländischen innovativen Modedesignerin Haute-Couture-Designerin Iris van Herpen zusammen. Die pompösen Kostüme für das Stück Turandot, die jedes für sich zu einem eigenen Kunstobjekt werden und die Museen und Laufstege der Modenschauen schmücken könnten, wurden von der berühmten polnischen Künstlerin Malgorzata Sloniowska entworfen.
Interessanterweise fuhr die britische Marke Burberry, deren Visitenkarte unter anderem farbige „karierte“ Regenschirme sind, ganz ohne „Karos“ zum Turandot nach Lviv, sondern mit malerischen chinesischen Papierschirmchen.

Opera House Lviv / Turandot © Ruslan Lytvyn

Opera House Lviv / Turandot © Ruslan Lytvyn

Gleichzeitig ist die Idee des Bühnenbildes mit Sonnenschirmen (Luigi Scolio) eine erfolgreiche Anspielung sowohl auf ethnisch-chinesische Landschaftsrelikte als auch auf eine rein lvivische Sommerstraßengestaltung in der Copernicus-Straße. Parallelen und Assoziationen können fortgesetzt werden, zum Beispiel sah das Dekor der Terrakotta-Armee großartig aus. Letzteres war oft ein Element der Bühnenlandschaft, aber ich erinnere mich nicht an Produktionen, bei denen es so organisch zum Leben erweckt worden ist, dank der originellen Entscheidung des Regisseurs für dieses Mise-en-scène mit dem Chor.

So ist die Essenz beider Opernprojekte einerseits eine komplexe Herangehensweise an die pompösen Darstellungen der historischen dekorierten und kostümierten Operntraditionen, aber schon unter Verwendung der neuen Techniken (Dariusz Albricht, Alexander Mezentsev) – andererseits ist es eine exklusive Show mit Hollywoodfilmen, Modenschauen, Lichtdesign usw. Am wichtigsten war jedoch in beiden Produktionen die Pietät gegenüber der phänomenalen Operntradition – der lange und theatralische Tod, der in beiden Produktionen als totale Verschmelzung von Oper und Performance wie von Körper und Seele als integraler Bestandteil des Musiktheaters herausgearbeitet wurde. Beide Projekte – 7 Deaths of Maria Callas und Turandot – sind eine Hommage an Ihre Majestät die Oper und an ihre Opfer in der Realität und auf der Bühne – Maria Callas und Liu.

Marina Abramovic verkörpert in ihrem Projekt buchstäblich den Tod und die Ewigkeit der Operndiva, bei Turandot erinnert die Darstellung des Opernsterbens der Liu an die Negation der Negation Puccinis selbst – und dieses Geheimnis des letzten Opus des Komponisten ist interessanter als alle drei Geheimnisse von Turandot zusammen. Das Geheimnis des unvollendeten Meisterwerks bleibt ungelöst. In seiner letzten Oper bleibt der Komponist an der Schwelle zur traditionellen lieto fine stehen.

Puccini hat es zeitlich nicht mehr geschafft (oder wollte er es nicht mehr schaffen?), das Glück und die Liebe von Turandot mit dem Kalafen nach Lius Tod zu besingen. Und der Tod in der neuen Produktion von Turandot sowie in 7 Deaths of Maria Callas war und bleibt pathetisch.

Seit jeher zelebrieren sowohl Künstler als auch Publikum den langen, expressiv theatralischen Tod des Todes in der Oper. Aber, brauchen wir dieses Pathos noch heute? Sicherlich: um in der Seele eines jeden Menschen die Angst und den Schmerz über die unvermeidliche Näherung an das Nichtsein, an das persönliche Ende zu lindern.

—| IOCO Essay |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Mittsommer-Operngala – live im Autokino, 19.06.2020

Juni 5, 2020 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Mittsommer-Operngala –  live im Autokino

 Rheinoper feiert erstes große Opern-Event nach Corona-Lockdown

Premiere im Autokino Düsseldorf: Nach drei Monaten coronabedingter Spielpause feiert die Deutsche Oper am Rhein am Freitag, 19. Juni, um 22.00 Uhr das erste große Opern-Event auf dem Messeparkplatz P1 im Autokino Düsseldorf. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober präsentieren sieben Stars aus dem Opernensemble, die Düsseldorfer Symphoniker und Mitglieder des Chors der Deutschen Oper am Rhein eine stim­mungs­volle Mittsommernacht mit Arien und Ausschnitten aus beliebten Opern wie Carmen, Il barbiere di Siviglia, La traviata und Nabucco.

Das Live-Erlebnis wird von der Bühne auf die große Kino-Leinwand, der Klassik-Sound ins Autoradio übertragen. Die Deutsche Oper am Rhein realisiert diesen Opernabend dank der Unterstützung ihres Freundeskreises und in Zusammenarbeit mit D.LIVE als städtischem Betreiber des Autokinos. Mehr als 70 Mitwirkende sind auf der Bühne und im Orchester dabei – 500 Autos mit maximal fünf Personen finden Platz. Tickets für 50 € pro Auto sind ausschließ­lich online über www.autokino-duesseldorf.de und www.operamrhein.de erhältlich. Sollte es regnen, findet das Konzert trotzdem statt – mit einer Schlechtwetter-Variante ist vorgesorgt.

Deutsche Oper am Rhein / Autokino Düsseldorf @ DLIVE

Deutsche Oper am Rhein / Autokino Düsseldorf @ DLIVE

Sieben Stars aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein „Best of“ der Opernliteratur, darunter die große Arie der Violetta aus Verdis La traviata, gesungen von Adela Zaharia, Szenen aus Bizets leidenschaftlicher Carmen mit Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén und Bogdan Baciu und virtuose Höhepunkte aus Rossinis Il barbiere di Siviglia und Donizettis Linda di Chamounix mit Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg und Bogdan Talo. Schließlich stimmt der Chor der Deutschen Oper am Rhein VerdisVa, pensiero“ und gemeinsam mit Eduardo Aladrén das berühmte „Nessun dorma“ von Puccini an.

„Die Idee zur ‚Operngala im Autokino‘ kam mir spontan, als ich vor kurzem als Besucher im Autokino war“, sagt Generalinten­dant Christoph Meyer, „eine außergewöhnliche Location mit toller Atmosphäre! Für uns alle sicher eine völlig neue, spannende Erfahrung und Herausforderung, aber in diesen besonderen Zeiten gilt es auch Neues zu wagen, und wir freuen uns sehr darauf, auf diese Weise gemeinsam mit den Zuschauern unsere Solisten, unseren Chor und die Düsseldorfer Symphoniker wieder live mit großer Oper erleben zu können.“

Solange eine Rückkehr auf die Bühne des Opernhauses noch nicht möglich ist, wird die Zeit dort unter anderem für die Erneuerung der Bühnentechnik und der Inspi­zienten­anlage genutzt. Das der aktuellen Situation ange­pass­te Programm zum Saisonstart im September stellt die Deutsche Oper am Rhein in der letzten Juni-Woche vor.


Mittsommer-Operngala live im Autokino Düsseldorf am 19. Juni 2020


Musikalische Leitung: Axel Kober
Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg, Adela Zaharia, Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Bogdan Talo  //  Chor der Deutschen Oper am Rhein  //  Düsseldorfer Symphoniker

Georges Bizet (1838-1875)
CARMEN  –  Vorspiel 1. Akt  –  Düsseldorfer Symphoniker

Habanera der Carmen  –  „L’amour est un oiseau rebelle“
Ramona Zaharia, Chor der Deutschen Oper am Rhein

Arie des Escamillo  –  „Votre toast, je peux vous le rendre”
Bogdan Baciu, Ramona Zaharia (Carmen), Elena Sancho Pereg (Frasquita), Maria Kataeva (Mercedes), Chor

Finale 2. Akt  –  „Non, tu ne m’aimes pas!…Que dis-tu?”  –  Ramona Zaharia (Carmen), Eduardo Aladrén (Don José), Elena Sancho Pereg (Frasquita), Maria Kataeva (Mercedes), Chor

Gioachino Rossini (1792-1868)
Il barbiere di Siviglia  –  Cavatina des Figaro  –  „Largo al factotum”
Bogdan Baciu

Duett Rosina – Figaro  –  „Dunque io son… Tu non m’inganni”
Maria Kataeva, Bogdan Baciu

Arie des Don Basilio  –  „La calunnia“  –  Bogdan Talo


Gaetano Donizetti (1797-1848)
LINDA DE CHAMOUNIX

Arie der Linda
„O luce di quest’anima“
Elena Sancho Pereg

Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA  –   Arie der Violetta  –  „È strano… Sempre libera“
Adela Zaharia (Violetta), Eduaro Aladrén (Alfredo)

Giuseppe Verdi (1813-1901)
NABUCCO  –  Ouvertüre

Szene des Zaccaria
„Sperate, o figli“  –  Bogdan Talo (Zaccaria), Eduardo Aladrén (Ismaele), Chor der Deutschen Oper am Rhein

Gefangenenchor  –  „Va, pensiero, sull‘ ali dorate“
Chor der Deutschen Oper am Rhein

Léo Delibes (1836-1891)
Lied „Les Filles de Cadiz“  –  Adela Zaharia

Ruperto Chapí y Lorente (1851-1909)
Las hijas del Zebedeo  –  Romanze „Las Carceleras“  –  Maria Kataeva

Giacomo Puccini (1858-1924)
TURANDOT  –  Arie des Calaf  –  „Nessun dorma”
Eduardo Aladrén, Damenchor der Deutschen Oper am Rhein

Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA  –  Brindisi „Libiamo ne’ lieti calici”  –  alle

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Verona, Arena di Verona, 2020 Festival – Jonas Kaufmann Gala Event, IOCO Aktuell, 19.10.2019

Oktober 19, 2019 by  
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Arena di Verona

Arena di Verona © Ennevi NV091

Arena di Verona © Ennevi NV091

ARENA DI VERONA  –  2020 FESTIVAL

Jonas Kaufmann Gala Event –  Spektakuläres Debut

Das 98. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt am 13. Juni 2020 mit Cavalleria Rusticana and Pagliacci.  Die Festspiele dauern bis 5. September 2020. In der „Tradition der Arena“ werden klassische Opern für das spektakuläre römische Amphitheater inszeniert. Große Stars der Opernbühne geben hier gerne ihr Stelldichein. Über 600.000 Besucher werden das 98. Opernfestival 2020 in der Arena di Verona erneut zum größten Opernereignis der Welt  machen. Fünf Opernabende stehen 2019 auf dem Spielplan:  Cavalleria Rusticana / Pagliacci – 13.6.-22.8.2020, AIDA – 20.6.-5.9.2020, Turandot – 27.6.- 3.9.2020, Nabucco – 4.7.-4.9.2020, La Traviata – 1.8.-2.9.2020.

Nach Ende des erfolgreichen Arena di Verona 2019 Festival kündigte die Fondazione Arena am 17.10.2020 das spektakuläre Debut von Jonas Kaufmann in der Arena di Verona an: Am Abend des 28. Juni 2020  findet erstmals ein „Jonas Kaufmann Gala Event“  statt. Es wird 2020 der einzige Auftritt von Jonas Kaufmann in Italien sein. Karten für alle Vorstellungen des Arena di Verona 2020 Festival können ab sofort gebucht werden

Arena di Verona /Intendantin Cecilia Gasdia und Jonas Kaufmann © Fondaziona Arena di Verona

Arena di Verona /Intendantin Cecilia Gasdia und Jonas Kaufmann © Fondaziona Arena di Verona

Das Jonas Kaufmann Gala Event am 28. Juni 2019 ist das erste Sonderevent auf dem Spielplan des 2020 Festivals, denn der Protagonist des Abends ist der von allen Theatern weltweit umworbene berühmte deutsche Tenor Jonas Kaufmann, der nun endlich auch sein allseits erwartetes Debüt in der Arena feiern wird.

Die Neuheit wurde vom Sänger selbst anlässlich der Vorstellung des Buchs und Albums “Wien” im Musikverein von Wien in Anwesenheit der internationalen Presse verkündet. Kaufmann hat auch hinzugefügt, dass zum jetzigen Zeitpunkt das Jonas Kaufmann Gala Event vom 28. Juni der einzige Termin in Italien seiner intensiven Künstlertätigkeit im Jahr 2020 ist und dass er für diesen Abend mit der Stiftung ein für die Arena maßgeschneidertes Opernprogramm abstimmen wird.

Der erwartete Erstauftritt in der Arena di Verona von Jonas Kaufmann stellt auch eine Bestätigung der Entscheidung der Stiftung Arena di Verona dar, ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Besetzung zu richten und die besten Interpreten der internationalen Opernwelt vertraglich anzuwerben.

2020 Festival – Arena di Verona – link HIER

«Das Debüt in der Arena von Verona des berühmten deutschen Tenors Jonas Kaufmannso Arena Intendantin Cecilia Gasdia – ist das Ergebnis einer umfassenden, intensiven Arbeit im letzten Jahr. Es freut mich daher besonders und ist mir auch eine große Genugtuung, seinen bisher einzigen Auftritt in Italien für 2020 ankündigen zu dürfen. Ein exklusives Ereignis, das mit Sicherheit seine Fans aus aller Welt begeistern und unsere Bande mit seinen deutschsprachigen Anhängern und Verehrern bekräftigen wird, denn um seinen 50. Geburtstag zu feiern, hat einer der bekanntesten deutschen Kunstverlage eine Monographie über sein Leben veröffentlicht.

AIDA 2018 in der Arena – Triumphmarsch
youtube Trailer Arena di Verona
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Nun beginnt eine musikalische und künstlerische Planung mit dem Ziel, ein Programm und eine Vorstellung auszuarbeiten, die seinem und unserem Ansehen gerecht werden. Mit einem Wort, ein einzigartiges Ereignis, das unserer einmaligen Arena entspricht. Eine begeisternde Herausforderung für unser Mitarbeiterteam».

Große Begeisterung ist auch in Jonas Kaufmanns Worten zu erkennen, mit denen er verrät, schon lange dieses Ereignis erwartet zu haben: «Ich freue mich sehr, mein Debüt ankündigen zu dürfen, denn als Student war ich des öfteren in Verona, und habe mir schon damals immer vorgestellt, welche Gefühle und Emotionen man empfindet, an jenem einmaligen Ort vor einer riesigen Publikumsmenge zu singen. Die richtige Gelegenheit hatte sich bisher nie geboten, aber jetzt hat sie sich endlich ergeben».

Eintrittskarten zum Jonas Kaufmann Gala Event stehen ab heute zum Verkauf, darunter auch die neu errichteten und prestigereichen Plätze im Parkett poltronissime platinum und die Sektoren 4 und 5, die eine ausgezeichnete Sicht auf die Bühne gewährleisten.

Zur Buchung besuchen Sie unsere Website www.arena.it und folgen Sie den Social-Media-Plattformen (Facebook, Twitter, Instagram und YouTube) und erleben Sie einen magischen Abend in der Arena auch im Sommer 2020. Sollte das Ereignis Jonas Kaufmann Gala Event abgesagt werden müssen, wird es am darauf folgenden Tag, dem 29.6. 2020, stattfinden.

—| IOCO Aktuell Arena di Verona |—

Wien, Wiener Staatsoper, Staatsoper trauert – Marcello Giordani, 05.10.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper trauert  –  Marcello Giordani

Die Wiener Staatsoper trauert um den italienischen Tenor Marcello Giordani, der am Samstag, 5. Oktober 2019 zuhause in Augusta (Provinz Syrakus, Sizilien) im Alter von 56 Jahren einem Herzinfarkt erlegen ist. Die Staatsoperngemeinschaft drückt seiner Frau und den beiden Kindern ihre aufrichtige Anteilnahme aus.

Der 1963 in Augusta, Sizilien, geborene Marcello Giordani gewann 1986 den Gesangswettbewerb in Spoleto und debütierte im selben Jahr ebendort als Rigoletto-Herzog. Er avancierte bald zu einem der international gefragtesten Tenöre seines Fachs mit Auftritten an den bedeutendsten Häusern der Welt, so an der Mailänder Scala, der New Yorker Met, dem Royal Opera House Covent Garden in London, an der Pariser Oper, in San Francisco, Chicago, Barcelona, an der Dresdner Semperoper, der Arena di Verona u. v. a. m. A

n der Wiener Staatsoper gab Giordani bereits 1992 sein Debüt als Sänger im Rosenkavalier, es folgten Hauptpartien u. a. in I puritani, Rigoletto, La traviata, La Bohème, Roméo et Juliette, La forza del destino oder Aida. 2016 gab er seine Staatsopern-Rollendebüts als Calaf in Turandot und als Des Grieux an der Seite Anna Netrebkos in Manon Lescaut. Insgesamt gestaltete Marcello Giordani 14 verschiedene Partien in 72 Vorstellungen im Haus am Ring. Sein letzter Auftritt auf dieser Bühne war Radames (Aida) am 2. Oktober 2016. Marcello Giordani war auch sehr um den Sängernachwuchs bemüht: 2010 gründete er die Marcello Giordani Foundation mit dem Ziel, junge Sängerinnen und Sänger zu Beginn ihrer professionellen Karriere zu unterstützen; 2011 fand der erste Marcello Giordani Gesangswettbewerb auf Sizilien statt.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

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