Radebeul, Landesbühne Sachsen, Premieren und Spielplan April 2018

Landesbühnen Sachsen 

Spielplan April 2018 : Landesbühnen Sachsen –  Unterwegs

Vier Premieren  2  Radebeul, 1 projekttheater dresden,1  Schwepnitz

„RADEBEULER BILDERBOGEN“ –   Theater in der Stadt

Premiere am 13. April 2018, 19.30 Uhr in den Landesbühnen Sachsen und anderen Orten der Stadt Radebeul

Radebeul ist reich an Geschichte und Geschichten, gelebt und geschrieben von historischen und gegenwärtigen Persönlichkeiten. Wir laden unsere Gäste ein, mit uns gemeinsam auf Spurensuche zu gehen. Der Start ist im Theater, wo wir mit Theatersport auf  die Expeditionsrunde einstimmen, die  die Besucher per pedes oder Bus bewältigen. Am jeweiligen Ziel angekommen erwarten Sie theatrale Erkundungen mit einer kurzweiligen Dauer von ca. 50 Minuten.

Start in den Landesbühnen mit einem Theatersport  Dies sind die Ziele, von denen  die Besucher eins wählen:


Goldne Weintraube: Radebeuler zu Gast in der Künstlerküche

Peter Kube lädt bekannte Menschen aus Radebeul zum Plaudern und Kochen ein, u. a. den Künstlerischen Leiter der Radebeuler Karl-May-Festtage und des Internationalen Wandertheaterfestivals Helmut Raeder.


Zu Fuß zur Villa Schuch: Duftende Reseden

Ein musikalischer Salon im Hause Schuch


Zu Fuß zur Hoflößnitz, historischer Festsaal:  Von Hof zu Hof

Lieder, Gedichte und Geschichten vom Wein Eine Reise in die Vergangenheit mit August dem Starken


Mit dem Bus nach Schloß Wackerbarth:  Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf

Monolog einer zugereisten Winzerin von Fabian Wast  mit Sandra Maria Huimann


Mit dem Bus zum Bilzbad: Mit Bilz im Bad

Ein Blick in die aufregende Lebensgeschichte des Eduard Bilz


Mit dem Bus zum Karl-May-Museum:  Erzähle nicht die Wahrheit, solange dir etwas Interessanteres einfällt,   Phantastenführung durch Karl May

Zurück im Theater entführt Sie die deftige Komödie Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda von Peter Hacks nach Goethe an den Hof des persischen Königs Ahasveros. Hier lebt der König in seinem Vielvölkerstaat und mit seiner Frau Esther ganz glücklich, wenn da nicht der Karrierist Haman wäre. Ihm ist der stolze Jude Mardochai ein Dorn im Auge. Und so ersinnt er die finstersten Intrigen, die Mardochai zu Fall bringen sollen. Doch da greift Esther, die kluge Königin, ein und schlichtet mit den Waffen einer Frau den Konflikt.

I: Peter Dehler, Klaus-Peter Fischer, Olaf Hörbe, Jan Michael Horstmann,

Peter Kube, Johannes Krobbach, Manuel Schöbel, Esther Undisz;

A: Stefan Wiel, Marlit Mosler | 13.4. | 15.4. | 22.4. | 2.5. | 4.5. | 5.5.


Uraufführung:  „PANDORA“ – Schauspiel von Christopher Weiß (ab 14)

Premiere  Donnerstag, 19.4.2018, 18.30 Uhr – Kirchgemeindesaal in Schwepnitz

Paul lebt allein mit seinem Vater – eher aneinander vorbei als miteinander. Warum will sein Vater auch nicht kapieren, dass er eigene Vorstellungen von seinem Leben hat? Doch Paul meidet die Konfrontation und flüchtet sich in virtuelle Sphären. Kommunikation findet online statt und die digitale Welt scheint mit der realen zu verschwimmen. Eines Tages ist Paul plötzlich spurlos verschwunden …Ohne moralischen Zeigefinger stellt das Stück Fragen nach Internetkonsum und Medienkompetenz.

I: Alexandra Wilke | 19.4. | 20.4. | 25.4. | 26.4.2018


Landesbühne Sachsen / Die Troerinnen © Hagen König

Landesbühne Sachsen / Die Troerinnen © Hagen König

„DIE TROERINNEN“,   Mission accomplished  von Jean Paul Sartre

Premiere am Freitag, 20. April 2018, 20.00 Uhr im projekttheater dresden

Zehn Jahre tobte der Trojanische Krieg, bis Troja fiel. Die «Beute», die überlebenden trojanischen Frauen, werden als Sklavinnen von den Griechen in die Fremde verschleppt. Nach «Salome – Ein ElectroDrama» stellt Sandra Maria Huimann in «Die Troerinnen – Mission accomplished» erneut einen antiken Stoff ins Zentrum. Der Einbezug journalistischer Kriegsberichte und investigativer Hintergrundberichterstattung über heutige Kriegsführung setzt die antike Geschichte in einen aktuellen Zusammenhang. Was für eine Rolle spielen Frauen in Kriegssituationen? Wann werden sie zu Akteurinnen?
I: Sandra Maria Huimann; ML: Jörg Schittkowski, Sandra Maria Huimann (Machine de Beauvoir); A: Irina Steiner | 20.4. | 25.4. | 6.5.2018


Landesbühne Sachsen / Bolero © Hagen König

Landesbühne Sachsen / Bolero © Hagen König

Uraufführung: „BOLÉRO“,  Dreiteiliger Tanzabend mit Musik von Maurice Ravel
Premiere am Sonnabend, 28. April 2018, 19.00 Uhr in den Landesbühnen Sachsen

Zwei international namhafte Choreografen hat Carlos Matos eingeladen, mit ihm gemeinsam einen Tanzabend zu Musik von Ravel zu gestalten – von Klaviermusik über das Trio a-moll bis hin zum weltbekannten «Boléro»: Igor Kirov aus Mazedonien, den Künstlerischen Leiter und Chefchoreografen des Kroatischen Nationalballetts in Split und Michele Merola aus Italien, den Künstlerischen Leiter und Chefchoreografen der MM Contemporary Dance Company.
Ch: Carlos Matos, Igor Kirov, Michele Merola; A: Kerstin Laube | 28.4. | 4.5. | 6.5.


Spielplan April 2018


In Radebeul: Große Bühne, Studiobühne, Goldne Weintraube und Glashaus

So    01.04.2018   19:00 Ein Sommernachtstraum, Komödie von William Shakespeare Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Mo  02.04.2018   19:00 Der Vetter aus Dingsda, Operette von Eduard Künneke Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Do   05.04.2018   19:30 Willkommen, Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Fr    06.04.2018   19:30 Der Vetter aus Dingsda Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Fr    06.04.2018   19:30 Ich hab‘ geweint heut Nacht, Liederabend mit Julia Böhme, Thomas Tuchscheerer , Tino Scholz   Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe
Sa    07.04.2018   17:00 Ladsch und Bommel gehen ins Theater, Ein clowneskes Puppenspiel von Hepakri van der Mulde (ab 4) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Sa  07.04.2018     Lange Nacht der Dresdner Theater mit Auszügen aus „DasSchwanensee-Märchen“ und „Fly sein“
Sa    07.04.2018   18:00 Das Schwanensee-Märchen, Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Sa    07.04.2018   20:00 Fly sein   , Tanzabend junger ChoreografInnen   Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Sa    07.04.2018   19:30 Ein Sommernachtstraum  Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
So    08.04.2018   11:00  Matinee zu «Radebeuler Bilderbogen»                                      Landesbühnen Sachsen – Glashaus
So    08.04.2018   14:30 Einführung zu „Gräfin Cosel“                                                      Landesbühnen Sachsen – Glashaus
So    08.04.2018   15:00 Gräfin Cosel,       Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
So    08.04.2018   19:00 Länderabend Österreich mit Sandra Maria Huimann Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe
Fr    13.04.2018   19:30  Premiere Radebeuler Bilderbogen, Theater in der Stadt   Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Sa    14.04.2018   19:30 Liebessehnsüchte, Liederabend mit Kirsten Labonte und Manuel Lange Landesbühnen Sachsen – Glashaus
So    15.04.2018   19:00 Radebeuler Bilderbogen                                                               Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Fr    20.04.2018   19:30 Gala zur Tanzwoche Dresden                                                       Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Sa    21.04.2018   19:30 Zum letzten Mal in Radebeul!!! La Traviata, Oper von Giuseppe Verdi Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Sa    21.04.2018   19:30 Heute Abend: Lola Blau, Musical für eine Darstellerin von Georg Kreisler  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
So    22.04.2018   11:00  Matinee zu «Boléro»                                                                  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
So    22.04.2018   19:00  Radebeuler Bilderbogen                                                            Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Di    24.04.2018   19:30 Elternabend zu Big Deal, Schauspiel von David S. Craig (ab 13)  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Mi   25.04.2018   10:00 Pandora,  Schauspiel von Christopher Weiß (ab 14) – UA  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Do   26.04.2018   10:00+13:30     Pandora                                                                         Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Do   26.04.2018   19:30 Willi`s Rumpelkammer – Hits, UFA-Schlager, von frech bis frivol Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe
Sa    28.04.2018   19:00 Premiere:  Boléro, Tanzabend von Carlos Matos und Gastchoreografen Musik von Maurice Ravel – Uraufführung – Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Sa    28.04.2018   19:30 Die Troerinnen, Mission accomplished von Jean Paul Sartre Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
So    29.04.2018   11:00 Einmal Weltraum und zurück, Ein Science-Fiction-Schattenspiel (ab 9) Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
So    29.04.2018   11:00 Ganz schön riesig, Märchenstunde für Kinder ab 4 Jahren mit Sylke Guhr und Tabea Drechsler-Reckmann Landesbühnen Sachsen – Glashaus
So    29.04.2018   18:30 Konzerteinführung zum Philharmonischen Konzert  Landesbühnen Sachsen – Glashaus
So    29.04.2018   19:00  5. Philharmonisches Konzert «Mythen»  Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne
Gioacchino Rossini: Ouvertüre zur Oper «Semiramide»
André Waignein: Rhapsody für Altsaxophon und Orchester
Nikolai Rakov: Walzer A-Dur
Nikolai Rimski-Korsakow: «Scheherazade» Sinfonische Suite op. 35
Solist?ukasz Dyczko, Saxophon (Gewinner Eurovision Young Musicians 2016)
Musikalische Leitung: Tobias Engeli
So    29.04.2018   19:00 Fisch zu viert, Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Mo  30.04.2018   19:30 Heute Abend: Lola Blau                                                              Landesbühnen Sachsen – Studiobühne
Abstecherorte und Schulen/ Kitas
Mi   04.04.2018   19:30 Im Weißen Rössl, Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung: «Bar jeder Vernunft» König Albert Theater Bad Elster
So    08.04.2018   15:00 Von Einem, der auszog, das Gruseln zu lernen, Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 6),  König Albert Theater Bad Elster
So    08.04.2018   16:00 Der Vetter aus Dingsda, Operette von Eduard Künneke Theater Meißen
Mo  09.04.2018   09:00 Lausch mal, was da hüpft KITA  Thomas Müntzer  Dresden
Mo  09.04.2018   11:00 Fluchtwege, Schauspiel von Nick Wood (ab 14) Kino Königstein
Di    10.04.2018   10:00+12:00     Faust I – Der Tragödie erster Teil, Klassenzimmerstück von Thilo Schlüssler nach Johann Wolfgang Goethe (ab 14)        Oberschule Wilsdruff
Sa    14.04.2018   19:30 Zorro – Das Musical                                                                    König Albert Theater Bad Elster
Do   19.04.2018   18:30  Premiere – Uraufführung Pandora,  Schauspiel von Christopher Weiß (ab 14) – UA  Gemeindesaal der Ev. Kirche Schwepnitz
Fr    20.04.2018   19:30 Der Vetter aus Dingsda                                                                 König Albert Theater Bad Elster
Fr    20.04.2018   19:30 Pandora                                                                        Gemeindesaal der Ev. Kirche Schwepnitz
Fr    20.04.2018   20:00  Premiere:  Die Troerinnen, Mission accomplished von Jean Paul Sartre projekttheater dresden
Sa    21.04.2018   17:00 Einmal Weltraum und zurück, Ein Science-Fiction-Schattenspiel (ab 9) Sternwarte Radebeul
Sa    21.04.2018   19:30 Ein Sommernachtstraum, Komödie von William Shakespeare Theater Meißen
Mo  23.04.2018   09:00+10:00 Lausch mal, was da hüpft  KITA in Dippoldiswalde, Glashütter Str. 12
Mi   25.04.2018   10:10 – 13:30 Invasion III – Theater (be) spielt Schule im Luisenstift Radebeul
Mi   25.04.2018   10:10 – 13:30    Erste Stunde                                                                  Luisenstift Radebeul
Mi   25.04.2018   10:10 – 13:30    Deine Helden, meine Träume                                        Luisenstift Radebeul
Mi   25.04.2018   10:10 – 13:30    Das Tagebuch der Anne Frank                                      Luisenstift Radebeul
Fr    27.04.2018   10:00+12:00     Faust I – Der Tragödie erster Teil  HoGa-Schule Dresden
Fr    27.04.2018   19:30 Der Vetter aus Dingsda                                                  Kulturhaus Freital
Fr    27.04.2018   20:00 Fisch zu viert, Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer Zentralgasthof Weinböhla
Sa    28.04.2018   19:30 Theatersport Kino Königstein
So    29.04.2018   18:00 Der Vetter aus Dingsda                                                Großenhain Schloss
Mo  30.04.2018   20:00  fällt aus!!!! Fisch zu viert                                                Theaterkahn Dresden


16.3. | 4. PHILHARMONISCHES KONZERT «BEETHOVEN – KONTRASTE»
Solistin: Yuki Manuela Janke – Violine
Musikalische Leitung: Ekkehard Klemm
Programm: Steffen Schleiermacher – «Bann. Bewegung.» Mit Beethovens Erster
Ludwig van Beethoven – Violinkonzert D-Dur op. 61
Ludwig van Beethoven – 8. Sinfonie F-Dur op. 93


18.3. | MIT MÄRCHEN DURCH DIE WELT
Kleines Kräutlein – Märchen über und mit Kräuter(n)
Kräuter riechen nicht nur gut und verfeinern die Speisen, sie spielen auch in vielen Märchen eine wichtige Rolle: sie können verzaubern und erlösen, heilen, vergrößern und verkleinern, das Unsichtbare sichtbar machen. Kommt, staunt und hört selbst!


22.3. | HEUSERS BÜCHERTHEKE
Starke Geschichten – Starke Autorinnen Europas
Joanna Bator «Sandberg»
Lesung mit Michael Heuser und Gästen
Joanna Bator, die wohl wichtigste neue Stimme der polnischen Literatur, erzählt in einer reichen, sinnlichen Sprache mit enormer Sogkraft und herrlicher Ironie von den Träumen, Ängsten und Hoff nungen der Menschen, die Krieg und Flucht erlebt haben, und von der Rebellion und Freiheitssehnsucht ihrer Kinder. Im Mittelpunkt: die junge, unangepasste Dominika auf der Suche nach ihrer geheimnisvollen Herkunft.
«Sandberg ist ein Provinzroman von Weltniveau.» Marie Luise Knott, Deutschlandfunk
2011


25.3. | ANRECHTLER WILLKOMMEN
Neue und langjährige Anrechtler sind eingeladen, mit uns über ihre Theatererlebnisse,
Wünsche und Anregungen zu reden, und wir stellen neue
Mitarbeiter, Projekte und Ideen vor.


29.3. | EINE KLEINE SEHNSUCHT
Chansons und Lieder von Friedrich Hollaender
Sylke Guhr singt, begleitet von Uwe Zimmermann am Klavier, Bekanntes und
Unbekanntes des berühmten Revue- und Filmkomponisten.


6.4. | DON’T FORGET ME
Julia Böhme singt, begleitet von Thomas Tuchscheerer am Klavier und Tino
Scholz am Bass, Songs und Tangos über das Leben.


8.4. | LÄNDERABEND ÖSTERREICH
Sandra Maria Huimann gibt einen Vorgeschmack auf den Monolog einer zugereisten Winzerin «Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf» von Fabian Wast, der im Rahmen des «Radebeuler Bilderbogens» uraufgeführt wird, und erzählt Geschichten aus ihrem Heimatland Österreich, durchaus mit Wiener Schmäh und dem ein oder anderen Lied.


11.4. | MIT MÄRCHEN DURCH DIE WELT
Ganz schön riesig – Märchen über Riesen
Riesen haben meist Riesenkräfte, mit denen sie zum Beispiel ganze Felsen durch die Luft werfen können. Es braucht Mut, Verstand und manchmal auch List, erfolgreich gegen sie zu kämpfen, wie zum Beispiel das tapfere Schneiderlein beweist …


14.4. | LIEBESSEHNSÜCHTE
Romantischer Liederabend mit Kirsten Labonte und Manuel Lange
Das Programm spannt einen Bogen von dem wohl bekanntesten aller Lied-Komponisten Franz Schubert über die exotisch angehauchten Klangfarben des Polen Szymanowsky zu Richard Strauss, dem Meister der deutschen Tondichtung, und enthält die beiden berühmtesten Lieder-Zyklen für Koloratursopran, welche höchste Anforderungen an die Virtuosität der Sängerin und des Pianisten stellen.


20.4. | GALA DER TANZWOCHE DRESDEN
Wir laden erneut zur großen GALA ein, in der Spannendes, Einzigartiges, Bemerkenswertes,
Humorvolles, Vielfältiges aus der Tanzszene Dresdens und
Sachsens sowie von nationalen und internationalen Gästen präsentiert wird.


29.4. | 5. PHILHARMONISCHES KONZERT «MYTHEN»
Solist: Lukasz Dyczko, Saxophon
(Gewinner Eurovision Young Musicians 2016)
Musikalische Leitung: Tobias Engeli
Programm: Gioacchino Rossini – Ouvertüre zur Oper «Semiramide»
André Waignein – Rhapsody für Altsaxophon und Orchester
Nikolai Rakov – Walzer A-Dur
Nikolai Rimski-Korsakow – «Scheherazade» Sinfonische Suite op. 35
Außerdem laden MitarbeiterInnen des Hauses zusammen mit «Buntes
Radebeul» zum Begegnungstreff «Kochen Kunterbunt» zwischen Gefl
üchteten und Einheimischen ein.
Stückeindex


EIN SOMMERNACHTSTRAUM – Komödie von William Shakespeare

In Shakespeares bekanntestem und erotischstem Stück liegen im raschen Wechsel der Emotionen Verzückung und Verzweifl ung, Ernst und Komik dicht beieinander. Im Mittelpunkt dieses Verwirrspiels um die Liebe stehen vier junge Leute aus Athen: Hermia, Lysander, Demetrius und Helena, die von Elfenkönig Oberon und seinem Diener Puck in ein Chaos aus widersprüchlichen Gefühlen gestürzt werden. Verblendet bedrängen Lysander und Demetrius Helena mit der gleichen Sehnsucht wie zuvor Hermia. Die Leidenschaften sind nicht mehr steuerbar …

I: Peter Kube; A: Barbara Blaschke | 10.3. | 11.3. | 14.3. | 17.3. | 18.3. | 23.3. | 25.3. | 1.4. | 7.4. | 21.4. | 3.5.2018


DER VETTER AUS DINGSDA Operette von Eduard Künneke

Die Berliner Erfolgsoperette von 1921 empfi ehlt sich durch ihre Ohrwürmer und den musikalischen Einfallsreichtum ihrer Partitur. Der Valse Boston «Strahlender Mond, der am Himmelszelt thront» soll Julias Küsse zu ihrem Roderich nach Dingsda in Indien tragen, doch da erscheint August, verkündet «Ich bin nur ein armer Wandergesell’» und verdreht Julia seinerseits den Kopf.

ML: Jan Michael Horstmann; I: Manuel Schöbel; A: Katharina Lorenz | 31.3. | 2.4. | 6.4. | 8.4. | 27.4. | 29.4.2018


ALLE KÜHE FLIEGEN HOCH
Ein kuhles Minimusical von Eva Blum und Matthias Witting (ab 6)
Eine Kuh liegt auf der Wiese. Da fl iegt ein Vogel auf einen Baum und singt ein Lied. Das Hinterteil der Kuh verliebt sich augenblicklich in den Vogel und will auch so schön fl iegen. Der Kopf hält überhaupt nichts von derartigen Träumen. Als das Hinterteil auch noch zu hopsen beginnt, trennt sich das Vorderteil von seinem Gegenstück. Doch kann der eine Teil ohne den anderen glücklich werden? Nun ist das diplomatische Geschick des Vogels gefragt.
I: Dirk Strobel; A: Irina Steiner | 14.3.


BIG DEAL?  Schauspiel von David S. Craig (ab 13)
Er kifft. Na und? Ist doch nicht ungewöhnlich für einen Sechzehnjährigen! Aber, dass sein Vater die Polizei rufen musste? Alex, der Drogenberaterin, erklärt Trent, warum er lieber in der Notschlafstelle «Fluchtpunkt» wohnt als bei seinen Eltern. Aber auch der Vater kann das, was sein Sohn tut, einfach nicht verstehen. Und so versucht Alex, beide dazu zu bewegen, wieder miteinander zu sprechen.
I: Steff en Pietsch; A: Marlit Mosler | 24.4.2018


CARMEN –  Oper von Georges Bizet
Bizet, dessen Komposition sich im Spannungsfeld zwischen Liebe und Tod bewegt, hat ein Meisterwerk der Musikgeschichte geschaff en: Der Zigeunerin Carmen geht ihre Freiheit über alles. Als Don José begreift, dass es ihm nie gelingen kann, eine solche Frau dauerhaft an sich zu binden, zerstört er ihr Leben und damit auch das eigene.
ML: Hans-Peter Preu; I: Manuel Schöbel; A: Stefan Wiel; Ch: Kathrin Wolfram;
Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen. | 4.3.2018


DAS SCHWANENSEE-MÄRCHEN –  Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos /
mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5)
Zauberer Rotbart hat die schöne Prinzessin Odette fest in seiner Hand. Von ihm in einen Schwan verwandelt, kann der Fluch einzig durch eine große Liebe gebannt werden. Choreografi n Wencke Kriemer de Matos erzählt in der modernen Tanzproduktion die märchenhafte Geschichte des berühmten Tschaikowski-Balletts
für junges Publikum – mit mutiger Erzählerin und ohne Tutu.
Ch: Wencke Kriemer de Matos; A: Tom Böhm | 1.3. | 6.3. | 13.3. | 20.3. | 7.4.2018


DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK
Mono-Oper fürs Klassenzimmer von Grigori Frid (ab 14)
Von Juli 1942 bis zur Verhaftung durch die Gestapo im August 1944 hielt sich Anne Frank mit ihrer Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt. Die Tagebucheinträge des Mädchens sind Zeugnis ihrer Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit. Der russische Komponist Grigori Frid hat die Texte seines Librettos aus diesem Original übernommen und in eine musikalisch-lyrische Erzählung mit hoher emotionaler Kraft integriert, die dem einzigartigen Werk der jungen Schriftstellerin Anne Frank Rechnung trägt.
ML: Thomas Gläser; I/A: Klaus-Peter Fischer | 15.3. | 20.3.2018


DER AUFHALTSAME AUFSTIEG DES ARTURO UI – Schauspiel von Bertolt Brecht
Rezession und Reformstau lähmen das Land. Viele Unternehmen stehen vor dem Aus. Gegen den Regierungschef wird ermittelt. Überraschend ergreift ein Gangster namens Arturo Ui die Partei des angeschlagenen Staatsoberhaupts. Im Zuge der Ermittlungen werden zwei Zeugen ermordet. Als ein Brandanschlag die Dockanlagen der Stadt in Schutt und Asche legt, schwört Arturo Rache, auch den Feinden in den eigenen Reihen.
Brechts Gangsterstück – bis heute ein Politthriller allererster Güte!
I: Peter Kube; A: Stefan Wiel | 3.3.2018


DER KLEINE PRINZ – Schauspiel nach Antoine de Saint-Exupéry
Der kleine Prinz sehnt sich nach seiner Rose, die er verließ, weil er mit ihr nicht froh wurde. Auf seiner Reise durch das Universum hat er die seltsamsten Begegnungen. Er begreift, dass man verantwortlich ist für das, was man liebt. In seinem 1943 entstandenen geheimnisvollen Märchen geht der französische Pilot und Dichter dem Sinn des Lebens und dem Zauber von Liebe und Freundschaft auf den Grund und stellt die oft so nüchterne Welt der Erwachsenen in Frage.
I: Lutz Hillmann; A: Miroslaw Nowotny | 25.12.


DIE GESCHICHTE VON LENA
Schauspiel von Michael Ramløse und Kirsten Elhauge (ab 9)
Als Lena nach den Ferien zurück in die Schule kommt, ist plötzlich alles anders. Ausgerechnet ihre beste Freundin Maria beachtet sie gar nicht mehr und tuschelt hinter ihrem Rücken. Nach und nach wird die Ablehnung Lena gegenüber in der Schule zum Selbstläufer – bis Lena eines Tages spurlos verschwunden ist … Zwei SchauspielerInnen erzählen behutsam diese Geschichte über ein Mädchen, das sich unerwartet in einem Kreislauf aus Schikanen wiederfi ndet.
I: Steff en Pietsch; A: Stefan Wiel | 14.3. | 15.3.2018


DIE KLEINE HEXE TOSCANELLA  – Puppentheater nach  Gunter Preuß
mit Illustrationen von Thomas Leibe (ab 5)
Toscanella Flieg-so-gern lebt mit ihrem Schwein Schlacht-mich-nicht allein in ihrem Hexenhäuschen. Doch als sie dem Hexerich Ernest von Schloss Edelstein begegnet, wird alles kompliziert. Eine Geschichte über das erste Verliebt-Sein und die Frage, wer man eigentlich ist.
I: Odette Bereska; A/FB: Stefan Spitzer; M: Hans-Peter Preu | 31.3.2018


DIE KUH ROSMARIE –  Schauspiel von Andri Beyeler (ab 6)
Alles könnte so schön sein auf dem Bauernhof, wenn die Kuh Rosemarie mit ihrer penetranten Besserwisserei nicht alle Tiere und sogar den Bauern nerven würde. Der schickt Rosemarie kurzerhand nach Afrika. Kurz darauf tauchen auf dem Bauernhof verzweifelte Tiere aus Afrika auf … Eine turbulente Geschichte über Respekt und Toleranz im Umgang miteinander und mit fremden Kulturen.
I: Klaus-Peter Fischer; A: Irina Steiner | 13.3. | 15.3.


DIE VERMESSUNG DER WELT – Schauspiel nach dem Roman von
Daniel Kehlmann / Bühnenfassung von Dirk Engler
Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treff en sich zwei sehr unterschiedliche Genies: Alexander von Humboldt, Forscher und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, der große Mathematiker und Astronom. Und doch haben beide das gleiche Ziel: die Vermessung der Welt. Was sie zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art defi nieren und leben. Ein höchst vergnügliches und weltumspannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!
I: Lutz Hillmann; A: Miroslaw Nowotny | 16.3. | 24.3.


EINER FÜR ALLE – von Karin Eppler nach Alexandre Dumas
Erzähltheatersolo mit Mantel und Degen (ab 8)
Kann man mit sich selbst fechten? Und heißt es eigentlich Muskeltier oder Musketier?
Auf diese Fragen und noch einige mehr gibt das Mantel-und-Degen- Stück Antwort. Eine Schauspielerin entführt uns mit rasanten Rollenwechseln in die Welt von D’ Artagnan, der unbedingt ein Soldat im Dienste des Königs
werden will. I: Ute Raab; A: Irina Steiner | 13.3.


EINMAL WELTRAUM UND ZURÜCK Ein Science-Fiction-Schattenspiel (ab 9)
Gemeinsam entdecken wir fremde und kuriose Planeten und rasen mit einem Raumschiff schneller als mit Lichtgeschwindigkeit in andere Galaxien. Wir fliegen heute ins Universum, denn im Theater ist alles möglich! Mit den Mitteln des zeitgenössischen Schattenspiels erforscht die Inszenierung das Spiel von Licht und Dunkelheit im Weltall. Was man sonst nur aus dem Kino kennt, entsteht direkt vor unseren Augen. Science-Fiction live!
I: Franziska Merkel; A: Lukas Wegner | 27.2. | 28.2. | 2.3. | 7.3. | 12.3. | 13.3. |
23.3. | 24.3. | 25.3. | 21.4. | 29.4.


FAUST I – DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL Klassenzimmerstück von
Thilo Schlüssler nach Johann Wolfgang Goethe (ab 14)
In einer Stunde Goethes Werk erleben? Dieses Experiment wagt Thilo Schlüssler und verwandelt den Schulstoff in eine spannende und kurzweilige Inszenierung. Dabei werden die SchülerInnen in die Auff ührung eingebunden. Nebenbei bekommen sie eine Menge Wissen und erlangen so Verständnis für die Vorgänge in Goethes Faust.
I: Thilo Schlüssler; A: Irina Steiner | 12.3. | 14.3. | 19.3.


FISCH ZU VIERT Komödie von Wolfgang Kohlhaase,
Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden
Seit 30 Jahren ist der Diener Rudolf den gut betuchten Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine in buchstäblich jeder Lage zu Diensten. Dafür hat jede von ihnen versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als Rudolf jedoch um vorzeitige Auszahlung seines Anspruchs bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen. Stattdessen bringen sie Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel. Tempo, Sprachwitz und Komik in einer der erfolgreichsten Kriminalkomödien!
I: Peter Kube; A: Tom Böhm; M: Wolfgang Torkler, Christian Schöbel
|  20.3. | 21.3. | 27.4. | 29.4.


FLUCHTWEGE (WARRIOR SQUARE) Schauspiel von Nick Wood (ab 14)
Die Geschwister Riva und Andrea müssen vor dem Bürgerkrieg fl iehen, der in ihrem Land tobt. Und nun, nach drei Jahren endlich im fremden Deutschland angekommen, sehen sie sich mit alten Konfl ikten, Vorurteilen und Unsicherheiten konfrontiert. Der britische Autor Nick Wood lässt Riva und Andrea im Rückblick ihre Geschichte von Flucht, Heimatverlust und Ankommen in der Fremde erzählen und stellt die hochbrisante Frage, wie Integration gelingen kann.
I: Esther Undisz; A: Irina Steiner | 16.3.


FLY SEIN – UA – Tanzabend junger ChoreografInnen (ab 13)
Ein Song kann fl y sein, ein Gefühl aber auch materielle Dinge … Wenn eine Person fl y ist, gilt sie als cool, hebt sich von anderen – der Masse – ab. Fly ist, was angesagt ist! Und fl y heißt fl iegen, schwerelos werden, Grenzen überwinden, andere Horizonte sehen. Junge Tänzerinnen und Tänzer unserer Compagnie choreografi eren und tanzen in Fly-Sein für junge Menschen, über ihre Ängste, Hoffnungen und Verletzungen und erzählen so im drive der Bewegungen von dem Frust, Träumen und Sehnsüchten auf der schwierigen Suche nach sich selbst.
Ch: Leonardo Germani, Anita Suzanne Gregory, Morgan Perez, Mattia Saracino,
Brian Scalini, Hugo Rodriguez; A: Tom Böhm | 28.2. | 6.3. | 14.3. | 7.4.


GRÄFIN COSEL – UA –
Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Antonio Vivaldi über Giovanni Paisiello bis hin zu Komponisten der Gegenwart Fast 50 lange Jahre lebt die Gräfi n Cosel, einst mächtige Mätresse August des Starken, eingesperrt auf Burg Stolpen. Geblieben sind ihr nichts als die Erinnerungen an vergangene glanzvolle Zeiten und die Frage, wer sie damals bei Hofe zu Fall gebracht haben mag. Eine der schillerndsten Figuren sächsischer Geschichte blickt zurück …
Ch: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos; A: Annett Hunger | 15.3. | 8.4.


HEUTE ABEND: LOLA BLAU
Musical für eine Darstellerin von Georg Kreisler
Die berührende Geschichte einer Künstlerin spiegelt in melancholischen, bissigen und komischen Chansons das Schicksal Kreislers, der Wien als Jude 1938 verlassen musste: Auch Lola Blau wird aus Europa vertrieben. Die Sängerin, in den USA gnadenlos vermarktet, hoff t nach dem Krieg auf einen berufl ichen Neubeginn in Wien, doch die restaurativen Verhältnisse machen es ihr dort nicht leicht.
ML: Uwe Zimmermann; I: Ute Raab; A: Irina Steiner | 3.3.


IM WEISSEN RÖSSL
Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung «Bar jeder Vernunft»
Zahlkellner Leopold himmelt seine Chefi n Josepha Vogelhuber an, die ihrerseits dem Anwalt Dr. Siedler schöne Augen macht, der wiederum die attraktive Fabrikantentochter Ottilie liebt, deren Vater von Sigismund, dem Sohn seines ärgsten Geschäftskonkurrenten, verfolgt wird, dessen Herz für das entzückend lispelnde Fräulein Klärchen schlägt …
ML: Hans-Peter Preu / Thomas Gläser; I: Manuel Schöbel; A: Marlit Mosler;
Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen, der Chursächsischen
Philharmonie und dem Leipziger Symphonieorchester | 10.3.


LADSCH UND BOMMEL GEHEN INS THEATER
Ein clowneskes Puppenspiel von Hepakri van der Mulde (ab 4)
Ladsch und Bommel sind die dicksten Freunde. Doch als Bommel unbedingt ins Theater gehen will, stößt er bei Ladsch auf taube Ohren. Denn Ladsch will nur eines: Schlafen. Aber Bommel ist nicht dumm. Geschickt verwickelt er Ladsch in ein Spiel, bei dem die beiden immer tiefer in die Theaterwelt mit Kartenverkäufern, Garderobieren, Platzanweisern, Ritterprinzen und Bergmonstern eintauchen.
I: Maik Evers; A: Jens Hellwig | 8.3. | 7.4.


LA TRAVIATA Oper von Giuseppe Verdi
Im Mittelpunkt des Werkes steht Violetta, eine Außenseiterin der Gesellschaft, eine lebenshungrige junge Frau, die im vergnügungssüchtigen Paris ihr Geld als Halbweltdame verdienen muss, auch wenn sie damit ihr Leben und ihre Gesundheit ruiniert. Die große Liebe, die ihr der junge Alfred aus gutbürgerlichem Hause entgegenbringt, scheint ihr die Rettung, doch führt die ungleiche Liaison in die Tragödie.
ML: Hans-Peter Preu; I/K: Hinrich Horstkotte; B: Martin Dolnik
Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen. | 17.3. | 23.3. | 21.4.


ODYSSEUS Schauspiel von Kim Nørrevig (ab 10)
Ein alter Mythos – spannend, heutig und humorvoll erzählt von einem Schauspieler, der nicht nur den Odysseus spielt, sondern außerdem noch viele andere Rollen.
I: Rosa Grunicke; A: Irina Steiner | 21.3. | 27.3.


THEATERSPORT Improvisationsspielshow aus Kanada
Schauspieler bestreiten live einen Wettkampf der Improvisation. Die Zuschauer übernehmen nicht nur die Wertung, sondern geben auch die Themen vor, die von den Darstellern spontan umgesetzt werden! Was Sie immer schon zu sehen wünschten, die Schauspieler machen es möglich!
KL: Johannes Krobbach | 13.3. | 29.3. | 28.4.


TSCHICK
Road opera von Ludger Vollmer, Libretto von Tiina Hartmann nach dem
Roman von Wolfgang Herrndorf
«Tschick» ist – vom Bestsellerroman über das Schauspiel und den Film bis hin zur Oper – eine Erfolgsgeschichte. Zwei 14jährige Außenseiter, unterwegs in einem gestohlenen Auto, sehen die Welt mit völlig neuen Augen: Diesem gesteigerten Erleben von Realität musikalischen Ausdruck zu verleihen, ist Ludger Vollmer in seiner jüngsten Gegenwartsoper auf beeindruckende Weise gelungen.
ML: Hans-Peter Preu; I und A: Sebastian Ritschel
Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen. | 16.3. | 3.5.


VON EINEM, DER AUSZOG, DAS GRUSELN ZU LERNEN – UA –
Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 6)
Karl, der jüngere Sohn des Korbmachers, ist so ganz anders als sein Bruder. «Wenn‘s mir nur gruselte! Wenn‘s mir nur gruselte!», wünscht er aus tiefster Seele und versucht es um Mitternacht auf dem unheimlichen Kirchturm, bei den Gehenkten auf dem Ziegenberg und schließlich in einem verwunschenen Schloss. Schaff t er es, die Gespenster zu besiegen, wird er das halbe Königreich und die Prinzessin zum Lohn bekommen. Ihm zur Seite steht das Mädchen Suse …
I: Steff en Pietsch; B: Tilo Staudte; K: Katharina Lorenz; M: Sebastian Undisz | 6.5.


WILLKOMMEN Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz
Anglistikdozent Benny, der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, wird für ein Jahr in die USA gehen. Er schlägt seinen WG-Mitbewohnern vor, sein Zimmer während dieser Zeit Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen. Die Idee stößt auf sehr geteilte Ansichten. Als dann auch noch Achmed, der Freund des jüngsten WG-Mitgliedes Anna auftaucht, spitzt sich die Lage zu: denn Achmed ist Türke und hat seine ganz eigene Meinung über Araber, soziales Engagement und
Helfersyndrome …
I: Tom Quaas; B: Tom Böhm; K: Irina Steiner; V: Daniel Rentzsch | 2.3. | 5.4.


WILLI´S RUMPELKAMMER – HITS
In der Rumpelkammer haben sich illustre Gäste angesagt: Einstige Filmstars, die vor allem sich selbst und ihre größten Erfolge präsentieren wollen. Musikalische Comedy für Liebhaber des Tonfi lm-Schlagers.
ML: Thomas Tuchscheerer / Hans-Peter Preu; KL: Michael König; A: Irina Steiner
| 1.3. | 26.4.


ZORRO – DAS MUSICAL
Buch und Gesangstexte: Stephen Clark, Musik: The Gipsy Kings
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Brüder, die zu erbitterten Feinden werden. Ramon schaltet den Vater aus, um dessen Macht brutal an sich zu reißen. Dass sich hinter dem Rächer Zorro sein Bruder Diego verbirgt, kann Ramon nicht ahnen. Ein spannendes, actionreiches Spektakel, verbunden mit einer romantischen Liebesgeschichte und untermalt von temperamentvollem spanischen Flamenco-Pop.
ML: Hans-Peter Preu; I: Manuel Schöbel; Ch: Wencke Kriemer de Matos;
A: Stefan Wiel; Mit Live-Band | 9.3. | 25.3.
Nächster Termin: 12. März, 17 Uhr


A: AUSSTATTUNG, B: BÜHNE, CH: CHOREOGRAFIE, FB: FIGURENBAU, I: INSZENIERUNG, K: KOSTÜME, KL: KÜNSTLERISCHE LEITUNG, M: MUSIK,
ML: MUSIKALISCHE LEITUNG, O: ORCHESTER, PL: PROJEKTLEITUNG, SZE: SZENISCHE EINRICHTUNG, UA: URAUFFÜHRUNG, V: VIDEO
MUSIKTHEATER TANZ SCHAUSPIEL FIGURENTHEATER JUNGES.STUDIO SPARTENÜBERGREIFEND


Änderungen vorbehalten!
Die Eintrittskarten der Landesbühnen Sachsen für Veranstaltungen am Theater Radebeul und auf der
Felsenbühne Rathen gelten als Fahrausweis 4 Stunden vor bis 6 Stunden nach Veranstaltungsbeginn
in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmittel – im VVO-Verbundraum.

Pressemeldung Landesbühne Sachsen

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Italienische Wochen 11.3. – 17.4.2018, IOCO Aktuell, 08.03.2018

März 8, 2018 by  
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Hamburgische Staatsoper © IOCO

Hamburgische Staatsoper © IOCO

Staatsoper Hamburg

„Gemeinsam in die Oper“

Italienische Wochen – Messa da Requiem bis Tosca

11.3. – 17.4.2018 an der Staatsoper Hamburg  

Vom 11.3. bis 17.4.2018  feiert die Staatsoper Hamburg mit Produktionen wie dem Verdi Requiem, La Traviata, Rigoletto, Aida, Puccinis Tosca und Madame Butterfly die  „Italienischen Wochen“. Mit hochkarätigen Besetzungen möchte die Staatsoper  lokal wie international musikalische und künstlerische  Akzente setzen

IOCO wird die Italienischen Wochen der Staatsoper aktiv begleiten: Patrik Klein wird für IOCO von der Premiere Messa da Requiem von Giuseppe Verdi (Regisseur Calixto Bieito, 11.3.2018) und über Tosca von Giacomo Puccini, 17.4.2018, mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann berichten.
Zusätzlich werden Rolf Brunckhorst mit  Riccardo Massi, dem Cavaradossi in Tosca und Patrik Klein mit Sopranistin Maria José SiriCio-Cio-San in Madame Butterfly über ihre beiden Aufführungen in Hamburg sprechen.

Teatro La Fenice in Venedig / Giuseppe Verdis La Traviata wurde hier am 6. März 1853 uraufgeführt © IOCO

Teatro La Fenice in Venedig / Giuseppe Verdis La Traviata wurde hier am 6. März 1853 uraufgeführt © IOCO

Pressemitteilung der  Staatsoper Hamburg 

Die Staatsoper Hamburg präsentiert erstmals und mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper die Italienischen Opernwochen vom 11. März bis 17. April 2018.

Von 11. März bis 17. April 2018 spielt die Staatsoper Hamburg aus ihrem großen reichhaltigen Repertoire an italienischen Opern bekannte Werke, die in den Hauptpartien mit weltweit renommierten Sängerinnen und Sängern in herausragender Qualität besetzt sind. Auftakt der Italienischen Opernwochen soll auch in Zukunft in jeder Spielzeit eine Neuinszenierung sein: Zur ersten Ausgabe ist dies die szenische Umsetzung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem in der Inszenierung von Calixto Bieito und unter der Musikalischen Leitung von Kevin John Edusei am 11. März. Es singen und spielen Maria Bengtsson (Sopran), Nadezhda Karyazina (Mezzosopran), Dmytro Popov (Tenor) und Gábor Bretz (Bass).

Maria Jose Siri © Victor Santiago

Maria Jose Siri © Victor Santiago

Es wird im Rahmen der Italienischen Opernwochen Giacomo Puccinis Madama Butterfly unter der Musikalischen Leitung von Carlo Rizzari am 13. und 16. März zu erleben sein. Als Cio-Cio San ist María José Siri und als Pinkerton Marcelo Puente besetzt.

Weiterhin steht Giuseppe Verdis La Traviata ebenfalls unter der Musikalischen Leitung von Maestro Carlo Rizzari am 15., 18. und 22. März auf dem Spielplan. Als Violetta Valery ist Dinara Alieva, als Alfredo Germont Dovlet Nurgeldiyev und als Giorgio Germont Markus Brück zu erleben.

Giuseppe Verdis Aida ist mit Elena Zhidkova als Amneris, Kristin Lewis als Aida, Marco Berti als Radamès und Roberto Frontali als Amonasro am 25. und 28. März sowie am 5., 11. und 14. April brilliant besetzt. Am Pult steht Renato Palumbo.

Giacomo Puccinis Meisterwerk Tosca unter der Musikalischen Leitung von Pier Giorgio Morandi ist in drei Serien exzellent besetzt. In Serie eins steht als Floria Tosca Angela Gheorghiu am 21., 24. und 29. März auf der Staatsopernbühne. Ihr zur Seite steht Riccardo Massi als Mario Cavaradossi. In Serie zwei verkörpert am 4. und 7. April Tatiana Serjan Floria Tosca und Jorge de Leon Mario Cavaradossi. Die dritte Besetzungsvariante am 17. April ist mit Anja Harteros als Floria Tosca und Jonas Kaufmann als Mario Cavaradossi der Abschluss der Italienischen Opernwochen. In allen drei Besetzungsvarianten ist Scarpia mit Franco Vassallo besetzt. Die Vorstellung am 17. April 2018 ist bereits ausverkauft.

Das 7. Philharmonisches Konzert mit Werken von Puccini, Respighi, Busoni und Berio unter der Musikalischen Leitung von Alejo Pérez ist in die Italienischen Opernwochen integriert. Es spielt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, es singen die Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Beide Konzerte in der Elbphilharmonie am 18. und 19. März 2018 sind bereits ausverkauft. PMStOHH

Programm –  Italienische Wochen 11.3. – 17.4.2018

Sonntag, 11. März 2018: Eröffnung und Premiere Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Dienstag, 13. März 2018: Giacomo Puccini: Madama Butterfly

Mittwoch, 14. März 2018: Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

 Alphonsine Plessis Grabmal in Paris, die Kameliendame, welche in Giuseppe Verdis La Traviata zu Violetta wurde © IOCO

Alphonsine Plessis Grabmal in Paris, die Kameliendame, welche in Giuseppe Verdis La Traviata zu Violetta wurde © IOCO

Donnerstag, 15. März 2018: Giuseppe Verdi: La Traviata

Freitag, 16. März 2018: Giacomo Puccini: Madama Butterfly

Samstag, 17. März 2018: Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Sonntag, 18. März 2018: Giuseppe Verdi: La Traviata

Sonntag, 18. März 2018, Elbphilharmonie: 7. Philharmonisches Konzert (ausverkauft)

Montag, 19. März 2018, Elbphilharmonie: 7. Philharmonisches Konzert (ausverkauft)

Dienstag, 20. März 2018: Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

 Riccardo Massi - Cavaradossi © Benjamin Ealovega

Riccardo Massi – Cavaradossi © Benjamin Ealovega

Mittwoch, 21. März 2018: Giacomo Puccini: Tosca

Donnerstag, 22. März 2018: Giuseppe Verdi: La Traviata

Freitag, 23. März 2018: Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Samstag, 24. März 2018: Giacomo Puccini: Tosca

Sonntag, 25. März 2018: Giuseppe Verdi: Aida

Dienstag, 27. März 2018: Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Mittwoch, 28. März 2018: Giuseppe Verdi: Aida

Donnerstag, 29. März 2018: Giacomo Puccini: Tosca

Samstag, 31. März 2018: Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Mittwoch, 4. April 2018: Giacomo Puccini: Tosca

Donnerstag, 5. April 2018: Giuseppe Verdi: Aida

Freitag, 7. April 2018: Giacomo Puccini: Tosca

Mittwoch, 11. April 2018: Giuseppe Verdi: Aida

Samstag, 14. April 2018: Giuseppe Verdi: Aida

Dienstag, 17. April 2018: Giacomo Puccini: Tosca (ausverkauft)

Hannover, Staatsoper Hannover, La Traviata von Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 17.01.2018

Januar 17, 2018 by  
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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

La Traviata von Giuseppe Verdi

“THIS IS FOR YOU”

Von Karin Hasenstein

Wie bringt man als Regisseur eine Oper auf die Bühne, die überall, wirklich überall gespielt wird und die jeder zu kennen glaubt, ist sie doch die meistgespielte Oper überhaupt?       Indem man Neues, etwas Ungewöhnliches wagt

Regisseur Benedikt von Peter nähert sich der Traviata auf ungewöhnliche Weise, indem er sie mit den Mitteln des modernen Regietheaters als Kammerstück  inszeniert, das seine Sichtweise vollständig auf die Figur der Violetta Valéry reduziert. Er verzichtet auf jede Ball- oder Festszene, wir sehen  keinen Karneval in Paris, keine Zigeunerinnen, keine Matadori. Nichts von alledem. Stattdessen verstörende innere Leere. Ein Psychogramm einer Todkranken und unglücklich Liebenden.

“THIS IS FOR YOU!“ Mit diesen Worten wird der Zuschauer eingeladen, sich auf die Reise mit Violetta zu begeben.  Noch bevor der erste Ton der Ouvertüre erklingt, wird der Blick des Zuschauers auf die offene Bühne gelenkt. Das Niedersächsische Staatsorchester unter der Leitung von Gregor Bühl ist prominent auf der Bühne platziert, durch einen halbtransparenten Gazevorhang vom Geschehen auf der Vorderbühne abgegrenzt, jedoch akustisch allzeit beinahe überpräsent.

„Von der durchgefallenen Premiere zur meistgespielten Oper der Welt“

Der Orchestergraben hingegen ist vollständig abgedeckt und begrenzt Violettas Aktionsradius durch zusätzlich aufgebrachte weiße Begrenzungslinien. Innerhalb dieser ist sie gefangen, ein Fenster ohne Glasscheibe, ein Spiegel, eine Tür, ein Tisch mit zwei Stühlen- das ist das ganz aufs Wesentliche reduzierte Bühnenbild von Katrin Wittig, das unweigerlich an ein Gefängnis erinnert und Violettas Tragödie bereits zu Beginn erahnen lässt. Aus dieser Zelle wird es keinen Ausweg geben. Alle Versuche, durch das Fenster oder die Tür zu entkommen, auch nur Kontakt etwa zu Alfredo herzustellen, müssen im Ansatz scheitern, denn Violetta bleibt während der kompletten Aufführungsdauer von 2 Stunden 20 Minuten allein in ihrer Seelenwelt gefangen.

Staatsoper Hannover / La Traviata - hier Nicole Chevalier als Violetta © Thomas M. Jauk / Stage Picture

Staatsoper Hannover / La Traviata – hier Nicole Chevalier als Violetta © Thomas M. Jauk / Stage Picture

Alle anderen Personen singen ohne Kostüm (schwarze Konzertkleidung) aus dem ersten Rang. Alfredo, Giorgio Germont, selbst Annina oder der Dottore Grenvil, die großen Chorszenen- nichts davon wird inszeniert oder auf die Bühne gebracht. Der Chor agiert nicht als handelnde Personen, sondern als Griechischer Chor, bleibt rein kommentierend. Wie auch die anderen Personen Violettas Handeln nur von außen beobachten können, ohne Möglichkeit zum Eingreifen. Diese Konstellation erzeugt von Anfang an ein fast nicht aushaltbares Spannungsfeld, lenkt aber die Konzentration des Zuschauers konsequent auf die zentrale Figur auf der Bühne.

Violetta ist und bleibt allein. So wie in den ersten Takten der Ouvertüre, die für mich zum Schönsten gehören, was Verdi komponiert hat, sensibel und luzide vom Niedersächsischen Staatsorchester unter Gregor Bühl interpretiert, bereits das ganze Leid des Finales sich andeutet, wird dem Zuschauer klar: für diese Frau gibt es keine Liebe, keine Erlösung, kein “Happy End“. Dazu muss man weder die Oper kennen, noch die Romanvorlage von Alexandre Dumas, La Dame aux Camélias.

Das macht es der Sopranistin Nicole Chevalier nicht leichter, aber ihre sängerische und schauspielerische Leistung ist so großartig und eindrucksvoll, dass man die anderen Personen auf der Bühne zu keinem Zeitpunkt vermisst. Denn Benedikt von Peters Konzept geht auf.Die Ensemble-Oper wird zur One-Woman-Show und gewinnt durch die einzigartige Interpretation Nicole Chevaliers enorm an Kraft und Ausdruck. Bei der Projektion hinter beziehungsweise über dem Orchester fragt man sich eher ärgerlich, was das soll, die gepixelten Graphiken stellen weder etwas Konkretes dar, noch sind sie in irgendeiner Weise unterstützend oder hilfreich, werden im Gegenteil eher als störend empfunden und lenken vom Geschehen auf der Bühne ab, anstatt es zu unterstreichen. Dass Musik und Handlung gerade an Fahrt aufnehmen, merkt der geneigte Hörer schon von alleine.

Überhaupt funktioniert diese Traviata dank der großartigen Nicole Chevalier, die in unvergleichlicher Weise Violettas Irrtum verdeutlicht, sie könne ihr Leben ändern und mit Alfredo eine Liebe erleben, die ihr in ihrer früheren Rolle als Kurtisane unmöglich war. Von Beginn an ist klar, aus dieser Liebe zu Alfredo kann nichts werden, wenngleich alle Hauptfiguren ihren fatalen Irrtum erst vergleichsweise spät erkennen, zu spät, è tardi!

Was für die Dramaturgie sehr hilfreich ist, die totale Fokussierung auf Violetta, ist musikalisch nicht immer ein Gewinn. Das Niedersächsische Staatsorchester unter der Leitung des österreichischen Dirigenten Gregor Bühl beherrscht vom zartesten Pianissimo in den ersten Takten bis zum Fortissimo in den furiosen Chorszenen wie z.B. bei “Si ridesta in ciel aurora” und dem wohl bekanntesten Trinklied der Operngeschichte, dem unvermeidlichen Ohrwurm “Libiamo ne’ lieti calici”  alles an dynamischer Varianz, welche die Partitur fordert. Dennoch ist es wohl durch die Positionierung auf der Bühne stellenweise etwas überpräsent. Wenn ein Opernchor von circa 50 Personen im Mezzoforte nicht mehr gut zu hören ist, obwohl der Klangkörper mit dem Zuschauer im ersten Rang steht, dann reduziert das ein wenig den Genuss.

Staatsoper Hannover / La Traviata -  hier Nicole Chevalier als Violetta © Thomas M. Jauk / Stage Picture

Staatsoper Hannover / La Traviata –  hier Nicole Chevalier als Violetta © Thomas M. Jauk / Stage Picture

Ein besonderes akustisches Erlebnis hingegen bietet diese Aufstellung der anderen Solisten, wie Philipp Heo (Alfredo Germont), der großartige Brian Davis, der als Vater Giorgio Germont eine Wandlung vom gestrengen Vater, der  seinen Sohn unter keinen Umständen in dieser Verbindung sehen will, hin zum vergebenden und liebenden Vater vollzieht – freilich ist auch das zu spät – , sowie die weiteren Rollen, die hier nicht alle erwähnt werden können, ohne den Rahmen zu sprengen. Leider gehen diese fast unter, da sie bis zum Schlussapplaus naturgemäß im Rang völlig im Dunkeln agieren. Die Rezensentin störte das nicht. Für die Sänger, die allesamt durch sehr gute Leistungen überzeugten, ist das allerdings eine äußerst undankbare Konstellation, da sie ihren Gesang nicht durch szenisches Agieren unterstreichen können, sondern im Prinzip eine konzertante Aufführung darbieten. Einzig Alfredo versucht immer wieder, durch Bewegung und Gesten Kontakt zu Violetta in ihrer Zelle unten auf der Bühne herzustellen, was schon an der räumlichen Distanz scheitern muss und daran, dass Violetta ihn schlicht nicht wahrnimmt, wenngleich sie ihrerseits darstellerisch ans Äußerste geht. Auch hier manifestiert sich wieder die Ausweglosigkeit ihrer Liebe, das Drama, auf das alles zusteuert. Vielleicht sind die Personen aber auch tatsächlich nur in ihrer Einbildung vorhanden, vielleicht ist alles nur Imagination?

Philipp Heo ist der Spinto-Tenor, den diese Rolle braucht. Mit Durchschlagskraft nicht nur in den Spitzentönen, aber auch dem nötigen lyrischen Schmelz in den Arien “Un di felice” , “Lunge da lei”  und im Zusammenklang mit Violetta etwa bei Follie! Delirio vano è questo!” -ein “richtiges” Duett gönnt Verdi den Beiden nicht- bleibt er stets unangestrengt und überzeugt durch feine Legatolinie und kultivierte Stimmführung. Sein aus der Ferne gesungenes “Ah, quell’ amor” wirkt beschwörend und flehentlich. Am Rande sei erwähnt, dass gerade diese Konstellation, oft mit dem Tenor auf der Hinterbühne, zu heiklen Situationen im Zusammenklang mit dem Orchester führen kann. Dass es dazu nicht kam, wurde erfreut zur Kenntnis genommen.

Staatsoper Hannover / La Traviata - hier Nicole Chevalier als Violetta © Thomas M. Jauk / Stage Picture

Staatsoper Hannover / La Traviata – hier Nicole Chevalier als Violetta © Thomas M. Jauk / Stage Picture

Nicole Chevalier verkörpert die Verirrte, vom rechten Weg Abgekommene so überzeugend, dass einem der Atem stockt. Gewiss ist heute “Rampengesang” nicht mehr ausreichend, um das Publikum mitzunehmen, aber ein dermaßen intensives Spiel sieht man auch bei den heutigen großen Sängerdarstellern selten.

Sie singt nicht Violetta, sie IST Violetta. Als sie schließlich im dritten Akt die Bühne nach vorne verlässt und in den ersten Reihen des Parketts direkt zwischen den verdutzten Zuschauern auf den Armlehnen stehend weitersingt, durchbricht sie zwar den Käfig des Bühnenbildes, bleibt aber stets ganz in der Rolle und besticht durchweg durch äußersten stimmlichen Ausdruck und feinste Dynamik selbst in den Spitzentönen.

Alle “Hits”, die Verdi dieser Rolle geschenkt hat, von “Follie, follie!” bis “E strano” präsentiert Nicole Chevalier absolut überzeugend und zu Herzen gehend. Beinahe glaubt man als Zuhörer noch im “Addio del passato” mit Violetta, dass alles gut werde, bis sie schließlich aus dem Tisch und ihrem pinkfarbenen Kleid aus vergangenen Tagen wie ein Kind eine Höhle baut und sich darin verkriecht.

Nicht unerwähnt bleiben sollte der Chor der Staatsoper Hannover (Einstudierung: Chordirektor Lorenzo Da Rio), der wie gewohnt mit großer Musikalität überzeugt. Lediglich in den Herrenchören im zweiten Akt bleiben kleinere Wünsche offen, die vermutlich der Choraufstellung im ersten Rang, unter dem akustischen “Deckel” des zweiten Ranges, geschuldet sind. Trotz stets – logischerweise auch für das Publikum – gut sichtbaren Monitoren am Portal fielen etwa in “Di Madride noi siam Mattadori” unnötig Stellen auf, an denen Herrenchor und Orchester nicht präzise zusammen waren, weil der Chor hörbar eilte. Bei dieser Aufstellung und Sicht auf den Dirigenten nicht nachvollziehbar. Das führt leider zu leichten Abzügen in der B-Note. Die Damen hatten dieses “Problem” offenbar nicht, sondern überzeugten mit “Noi siamo Zingarelle” mit großer Präzision und Textverständlichkeit.

 Paris Montmartre / Das Grab von Alphonsine Plessis, der Kameliendame - damals Violetta im realen Leben © IOCO

Paris Montmartre / Das Grab von Alphonsine Plessis, der Kameliendame – damals Violetta im realen Leben © IOCO

Am Ende bleibt Violetta alleine auf der Bühne zurück. Mit der klagenden Solovioline erklingt ihr “E strano”, sie halluziniert, sie würde ins Leben zurückkehren, und stirbt schließlich mit den Worten “O gioia” – Freude – auf den Lippen so einsam, wie sie im Grunde ihr Leben lang war. An ihrem Körper hat sie Plakate mit der Aufschrift “Amami Alfredo – Ich habe Alfredo geliebt” befestigt –  Bekenntnis oder Anklage?

Die über die fast zweieinhalb Stunden aufgebaute enorme Spannung entlädt sich in einem nicht enden wollenden Schlussapplaus des begeisterten Publikums, das die Sänger erst nach 25 Minuten stehenden Ovationen und unzähligen “Bravi” in die Nacht entlässt. Schöner kann eine Dernière nicht sein.

“THIS IS FOR YOU!”

Basel, Theater Basel, Premieren und Sonderveranstaltungen – Februar 2018

Januar 9, 2018 by  
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Theater Basel

Theater Basel © Sandra Then

Theater Basel © Sandra Then

Premieren, Sonderveranstaltungen im Februar

Am Do 8. Februar 2018 feiert um 19.30 Uhr das wohl bekannteste Schauspiel von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill auf der Grossen Bühne Premiere: Die Dreigroschenoper. Gemeinsam mit dem Schauspielensemble des Theater Basel untersucht der Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy zusammen mit dem Dirigenten Johannes Kalitzke «Die Dreigroschenoper» auf ihre nicht zu leugnende Aktualität. Es spielt die Basel Sinfonietta.

Das Ballett Peer Gynt von Johan Inger mit Musik von Edvard Grieg, Pjotr I. Tschaikowsky und Georges Bizet wird ab 15. Februar um 19.30 Uhr für drei Termine auf der Grossen Bühne wiederaufgenommen. Es tanzt das Ballett Theater Basel.

Am Di 6. und Mi 7. Februar findet auf der Kleinen Bühne um jeweils 19 Uhr der jährlich stattfindende Meisterkurs für die Mitglieder von OperAvenir statt. In diesem Jahr wird die irische Mezzosopranistin Ann Murray ihr Erfahrung an die jungen Sänger_ innen weitergeben. Das Publikum ist herzlich eingeladen, mitzuerleben, wie Ann Murray mit dem jungen Ensemble arbeitet.

Die dritte Ausgabe der Diskussionsreihe über Demokratie «Lasst uns reden» ist dem Thema der Eidgenössischen Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» gewidmet. Am 13. Februar diskutieren Expert_innen mit Daniel Binswanger um 19.30 Uhr im Foyer Grosse Bühne.

Mit dem Konzert «when stars make a revolution real» des bildenden Künstlers Filip Markiewicz verabschiedet sich der Klub Roter Oktober am 15. Februar um 21 Uhr aus der Monkey Bar und beendet die künstlerische Auseinandersetzung mit dem 100jährigem Jubiläum der Oktoberrevolution.


PREMIERE IM FEBRUAR


DO 8. Februar 2018, 19.30 Uhr, Grosse Bühne
Premiere   DIE DREIGROSCHENOPER
Schauspiel von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill

Nach John Gays The Beggar’s Opera, Übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann

Musikalische Leitung: Johannes Kalitzke, Inszenierung: Dani Levy, Bühne & Video: Jo Schramm, Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes

Mit Jonas Anders, Elias Eilinghoff, Vincent Glander, Paula Hans, Pia Händler, Florian Jahr, Thomas Reisinger, Myriam Schröder, Cathrin Störmer,Thiemo Strutzenberger, Ingo Tomi Es spielt die Basel Sinfonietta. Eine Produktion von Schauspiel und Oper

Mit der Moritat von Mackie Messer und weiteren legendären Songs eröffnet «Die Dreigroschenoper» ein neues Genre des musikalischen Theaters. Kurt Weill verbindet Elemente aus Tango, Jazz und Jahrmarktsmusik und erschafft eine musikalische Sprache, die mit Mitteln der Unterhaltung Kritik an sozialen Verhältnissen übt. In Bertolt Brechts rasanter Bearbeitung der «Beggar’s Opera» stehen einander zwei Prototypen einer kapitalistischen Ordnung gegenüber: Macheath, genannt Mackie Messer, Chef eines Londoner Gangsterunternehmens, und Jonathan Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund. Der Mensch als Produkt sozialer und ökonomischer Verhältnisse ist bestechlich und der Liebe zum Trotz sich selbst der Nächste. Brecht zeigt die bürgerliche Gesellschaft als verbrecherisch und die unbedingte Notwendigkeit ihrer Veränderung. Der Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy untersucht gemeinsam mit dem Dirigenten und Komponisten Johannes Kalitzke «Die Dreigroschenoper» auf ihre nicht zu leugnende Aktualität.


WIEDERAUFNAHME IM FEBRUAR


DO 15. Februar 2018, 19.30-21.50 Uhr, Grosse Bühne
PEER GYNT,  Ballett von Johan Inger. Musik von Edvard Grieg, Pjotr I. Tschaikowsky, Georges Bizet,   Uraufführung

Choreografie: Johan Inger, Bühne: Curt Allen Wilmer, Kostüme: Catherine Voeffray, Licht: Tom Visser,  Es tanzt das Ballett Theater Basel

Mit Musik vom Tonband (Tonaufnahme des Budapest Symphony Orchestra)

In diesem Ballett werden Ibsens Figuren zu Protagonisten der Tanzwelt. Johan Ingers Peer begegnen auf seiner Reise allerhand kuriose Gestalten: Ballerinen auf Spitze, expressive Trolle, ein biegsamer Krummer und der Ikea-Mann.


UNSERE EXTRAS IM FEBRUAR


Neuer Termin: SO 4. Februar 2018, 11 Uhr, Foyer Grosse Bühne

MATINÉE ZU « DIE DREIGROSCHENOPER

Mit der legendären «Moritat von Mackie Messer» und 21 weiteren Songs eröffnet «Die Dreigroschenoper» ein neues Genre des musikalischen Theaters. In Bertolt Brechts rasanter Bearbeitung der «Beggar’s Opera» stehen zwei Prototypen einer kapitalistischen Ordnung einander gegenüber: Mackie Messer, charismatischer Chef eines Londoner Gangsterunternehmens, und Jonathan Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund. Vor der Premiere gibt das künstlerische Team Einblicke in die Konzeption und Mitglieder des Ensembles werden das Foyer mit Kurt Weills Ohrwürmern zum Klingen bringen.


DI 6. & MI 7.Februar 2018, jeweils 19 Uhr, Kleine Bühne

OperAvenir  MEISTERKURS – ANN MURRAY

Einer der Höhepunkte der Saison ist für die Mitglieder von Oper-Avenir der jedes Jahr stattfindende Meisterkurs. In diesem Jahr wird die irische Mezzosopranistin Ann Murray ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jungen Sänger_ innen weitergeben. Sie ist weltweit – von Hamburg bis New York – auf allen namhaften Opernbühnen zu Hause und wurde 1998 von der Bayerischen Staatsoper mit dem Titel Bayerische Kammersängerin ausgezeichnet. Das Publikum ist herzlich eingeladen, hautnah mitzuerleben, wie Ann Murray mit dem jungen Ensemble an der Weiterentwicklung seines eigenen Klangs, seiner Partieninterpretation und seiner Bühnenpräsenz arbeitet.


DI 13. Februar 2018, 19.30 – 21 Uhr, Foyer Grosse Bühne

LASST UNS REDEN!    Diskussionsreihe über Demokratie
Moderation: Daniel Binswanger

Die Eidgenössische Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» löste in den letzten Wochen heftige Diskussionen aus. Ist sie das Ende des Service public und der unabhängigen Berichterstattung? Oder werden damit lediglich die sogenannten «Zwangsgebühren» abgeschafft? Wir möchten zwei Wochen vor dem Abstimmungssonntag mit Ihnen sowie mit Expert_innen, Befürworter_innen und Gegner_innen über die Absichten und die Konsequenzen dieser Initiative debattieren. Diskutieren Sie mit uns, denn auch Ihre Stimme zählt!


MO 26. Februar 2018, 20 Uhr, Monkey Bar, Klosterberg 6

OPERETTENCOUCH

Die Jiddische Operette: Abraham Goldfaden (1840 – 1908) und seine Folgen

Musikalische Leitung & Klavier: Stephen Delaney, Konzept & Moderation: Pavel B. Jiracek Mit Solist_Innen des Opernensembles
Die jiddische Operettentradition ist fast in Vergessenheit geraten – und ist doch ein wichtiger Baustein der Gattung Operette! Als einer ihrer Gründerväter gilt der «jiddische Shakespeare» Abraham Goldfaden mit seinen biblischen Operetten, darunter «Bar Kochba», «Shulamit» und «Die Opferung Isaaks». Zum Auftakt des Purimfestes 2018 begibt sich die Operettencouch auf Spurensuche: sie zeichnet den Weg der jiddischen Operette vom Schtetl zum Broadway nach und stellt in der lockeren Atmosphäre der Monkey Bar einige der Werke Abraham Goldfadens und seiner Nachfolger_ innen vor – darunter Autoren und Komponisten wie Joseph Rumshinsky, Abraham Ellstein, Alexander Olshanetsky und Sholom Secunda.


MONKEY BAR KLUB ROTER OKTOBER

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution steht die Monkey Bar am Klosterberg 6 noch bis Februar im Licht des roten Sterns.


MO 5. Februar 2018, 19.30 Uhr

SAWINKOW UND SCHKLOWSKIJ

In der letzten Ausgabe des Lesezimmers mit Prof. Dr. Thomas Grob vom Slavischen Seminar der Uni Basel stehen zwei Autoren im Mittelpunkt, die nicht nur zunächst glühende Befürworter der Revolution waren, sondern auch amtierende Vertreter der provisorischen Regierung nach dem Sturz des Zaren. Während der Terrorist Boris Sawinkow schliesslich gegen die Bolschewiki in den Krieg zog, war Schklowskij in der jungen Sowjetunion Professor für Kunstgeschichte, bevor er als Sozialrevolutionär in Ungnade fiel.


MI 7. Februar 2018, 21 Uhr

IRAN 1917: SENTIMENTALE REISE
Von Viktor Schklowskij
Szenische Einrichtung: Anne-Kathrine Münnich, Ausstattung: Birte Wallbaum
Mit: Florian von Manteuffel

Die Grossmacht Russland hält den Norden des Iran besetzt und spielt die verschiedenen Volksgruppen der Region gegeneinander aus. Ein Szenario, das wir heute unter veränderten Vorzeichen kennen. Viktor Schklowskijs Bericht seiner Erlebnisse als Kommissar der russischen Armee führt uns eindringlich die Willkür und Absurdität, den «Missklang der Kriege und Revolutionen», wie Majakowskij schreibt, vor Augen. Ausgehend von diesem Tatsachenbericht von 1917 begeben wir uns in den vergangenen hundert Jahren auf Spurensuche.


DO 15. Februar 2018, 21 Uhr

WHEN STARS MAKE A REVOLUTION REAL

Der bildende Künstler Filip Markiewicz, der vergangene Spielzeit die Performance «Fake Fiction» im Schauspielhaus gezeigt hat, kommt mit dem neuen Album seines Musik-Alter-Egos Raftside zurück nach Basel: «Empty Star» entstand im Sommer 2017 nach den gewaltsamen Protesten während des G20-Gipfels in Hamburg. Er verbindet Songwriting der 60er-Jahre und Electro Synth Pop der 80er-Jahre, Surfrock-Gitarren und Electro Sampling.


UNSER REPERTOIRE


AMPHITRYON
Schauspiel nach dem Lustspiel von Heinrich von Kleist nach Molière
Inszenierung: Julia Hölscher, Bühne: Paul Zoller, Kostüme: Janina Brinkmann, Musik: Martin Gantenbein
Mit: Mario Fuchs, Urs Peter Halter, Pia Händler, Florian Von Manteuffel, Nicola Mastroberardino, Leonie Merlin Young
Was passiert, wenn man plötzlich seinem Doppelgänger Auge in Auge gegenübersteht und dieser einem die Identität abspricht? Sosias, der Diener des thebanischen Feldherrn Amphitryon, reagiert auf diese Begebenheit mit selbstbewusstem Pragmatismus. Er ist sich seiner selbst sicher. Weniger selbstbewusst reagiert der Feldherr, als er siegreich von der Schlacht gegen die Athener heimkehrt und von seiner Gattin Alkmene vernehmen muss, dass sie die vergangene Nacht vermeintlich zusammen verbracht haben. Die Eheleute geraten in eine tiefe Vertrauenskrise, die für Amphitryon in einer Identitätskrise kulminiert.


DAS ENDE VON EDDY
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Édouard Louis
Inszenierung: Thiemo Strutzenberger; Bühne: Marion Menziger, Choreografie: Javier Rodríguez Cobos
Mit: Vincent Glander, Javier Rodríguez Cobos
«Das Ende von Eddy» erzählt die Geschichte einer Sozialisation in prekären, bildungsfernen Verhältnissen, die von Brutalität geprägt ist. Am Ende aber steht eine zarte Utopie, die die Möglichkeit eines Ausbruchs aus sozialen Zuschreibungen und einer Emanzipation aufzeigt.


DAS RECHT DES STÄRKEREN
Schauspiel von Dominik Busch
Uraufführung/Auftragswerk
Entstanden im Rahmen des Autor_innenförderprogramms «Stück Labor»

Inszenierung: Felicitas Brucker, Bühne: Viva Schudt, Kostüme: Katrin Wolfermann, Video: Arved Schultze
Mit: Carina Braunschmidt, Nicola Fritzen, Steffen Höld, Orlando Klaus, Lisa Stiegler

Fieberhaft arbeitete die junge Dokumentarfilmerin Nadja Studer an ihrem neuesten Projekt: Zwischen Kolumbien und der Schweiz versucht sie, filmisch die verschlungenen Praktiken eines multinationalen Rohstoffkonzerns nachzuvollziehen.


DER REVISOR ODER: DAS SÜNDENBUCH
Komödie von Lukas Linder nach Nikolai Gogol
Uraufführung/Auftragswerk
Inszenierung: Cilli Drexel, Bühne: Christina Mrosek; Kostüme: Janine Werthmann, Musik: Elia Rediger
Mit: Andrea Bettini, Mario Fuchs, Vincent Glander, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Katja Jung, Chor: Verena Bossard, Tina Glauser, Esther Meier, Karin Ochsner, Sibil Rossi, Meret Zimmermann
Aus Angst, den gewohnten Wohlstand zu verlieren, schotten sich die Bürger_innen im reichen und pittoresken Dorf, das der Schweizer Dramatiker Lukas Linder für sein neustes Stück erfindet, konsequent ab. Zudem gaukeln sie allen Neuankömmlingen – und seien es noch so ahnungslose Touristen – den desolaten und verwahrlosten Zustand ihrer Gemeinde vor. Eine bewusste Taktik, um die «Fremden» schon bei der Ankunft freiwillig zur Abreise zu bewegen.


DIE SCHWARZE SPINNE
Schauspiel nach der Novelle von Jeremias Gotthelf
Inszenierung: Tilmann Köhler, Bühne: Karoly Risz, Kostüme: Susanne Uhl,
Musik: Jörg-Martin Wagner
Mit: Urs Peter Halter, Steffen Höld, Martin Hug, Myriam Schröder, Lisa Stiegler, Cathrin Störmer, Simon Zagermann; Camille Émaille (Musikerin)
Gotthelf vereint in seiner berühmten Novelle biedermeierliche Moralpredigten mit futuristischen Horrorszenarien. An welche Werte die Erzählung heute appelliert, untersucht der Regisseur Tilmann Köhler in seiner Adaption für die Bühne und die Jetztzeit.


ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Erik Nielsen, Inszenierung: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Maria Wolgast, Kostüme: Meentje Nielsen, Licht: Michael Bauer, Chor: Michael Clark,
Mit: Ursula Hesse von den Steinen, Rachel Nicholls, Pauliina Linnosaari, Rolf Romei, Michael Kupfer-Radecky, Domen Križaj, Evelyn Meier, Matthew Swensen, José Coca Loza, Mona Somm, Sofia Pavone, Anastasia Bickel, Kristina Stanek, Sarah Brady, Hailey Clark Chor des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

Eine Produktion der Opera Vlaanderen und des Aalto Theater Essen, Neueinstudierung für das Theater Basel
Was geschieht mit Kindern, die in einer schuldbeladenen Familie aufwachsen und deren Vater von der eigenen Mutter und ihrem Geliebten ermordet wurde? Während Chrysothemis die Augen vor der Vergangenheit verschliesst, denkt Elektra nur an eines: Rache. Doch dafür braucht sie ihren Bruder Orest. Mit beklemmenden und hochemotionalen Bildern lässt der deutsche Regisseur David Bösch die Traumata einer Familie sichtbar werden. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Musikdirektors Erik Nielsen.


ESTHER. EINE GESCHICHTE VOM BRUDERHOLZ
Uraufführung
Ein Monolog nach dem Roman «Der barmherzige Hügel» von Lore Berger in einer Fassung von Katrin Hammerl
Inszenierung & Ausstattung: Katrin Hammerl, Video: Tabea Rothfuchs

Mit: Leonie Merlin Young
Die Basler Autorin Lore Berger stürzte sich im Alter von 21 Jahren vom Wasserturm auf dem Bruderholz in den Tod. Hinterlassen hat sie ihren ersten und einzigen Roman «Der barmherzige Hügel», welcher 1944 postum veröffentlicht wurde. Ein erschütterndes und zugleich berührendes Zeugnis einer selbstbestimmten jungen Frau, die mit kühnem Blick das Gesellschafts- und Studentenleben in Basel zwischen 1938 und 1943 seziert.


LA CENERENTOLA (ASCHENPUTTEL)

Oper von Gioachino Rossini in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Daniele Squeo, Inszenierung: Antonio Latella, Bühne: Antonella Bersani, Kostüme: Graziella Pepe, Choreografie: Francesco Manetti, Licht: Simone De Angelis, Chor: Michael Clark, Mit: Vasilisa Berzhanskaya, Juan José de León, Vittorio Prato, Tassos Apostolou, Andrew Murphy, Sarah Brady, Anastasia Bickel

Chor des Theater Basel

Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

In seiner komischen Oper «La Cenerentola» erzählt Gioachino Rossini die berühmte Geschichte vom Aschenputtel, das von seinen boshaften Stiefschwestern tagein, tagaus gedemütigt wird und sich trotzdem vom «hässlichen Entlein» zum schönen Schwan entwickelt. Der italienische Regisseur Antonio Latella, Theaterintendant der Biennale Venedig und mit seinen Arbeiten bereits mehrfach am Theater Basel zu sehen, setzt sich mit einem der italienischen Opernklassiker schlechthin auseinander.


LA TRAVIATA
Oper von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Titus Engel, Inszenierung: Daniel Kramer, Choreografie: Teresa Rotemberg, Bühne: Lizzie Clachan, Kostüme: Esther Bialas, Licht: Charles Balfour, Chor: Michael Clark

Mit: Corinne Winters (Violetta Valéry), Pavel Valuzhin (Alfredo Germont), Ivan Inverardi (Giorgio Germont), Karl-Heinz Brandt (Gastone), Kristina Stanek (Flora Bervoix), Anastasia Bickel (Annina), Domen Križaj (Barone Doupholl), José Coca Loza (Marchese D’Obigny), Andrew Murphy (Dottore Grenvil), Matthew Swensen (Giuseppe), Marco Pobuda (Domestico Di Flora), Vladimir Vassilev (Commissionario)
Chor des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

Eine Koproduktion des Theater Basel mit der English National Opera


Presenting Sponsor: IWB
Rausch, Glamour, Leichtsinn und pures Vergnügen bestimmen das Leben der Edelprostituierten Violetta Valéry. Wäre da nicht der Tod, der im Gewand der Schwindsucht wie ein Damoklesschwert über ihr hängt. Und wäre da nicht Alfredo, dessen Liebe sie nicht nur ihr bisheriges Dasein überdenken lässt, sondern auch einen möglichen Neuanfang für ihr kurzes Leben aufscheinen lässt. Diese Träume jedoch zerplatzen im Angesicht der engstirnigen bürgerlichen Moralvorstellungen. Inszeniert hat Verdis beliebteste Oper der künstlerische Leiter der English National Opera, Daniel Kramer. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Schweizers Titus Engel.


LEONCE UND LENA
Schauspiel von Georg Büchner
Inszenierung & Bühne: Thom Luz, Musikalische Leitung: Mathias Weibel, Kostüme & Licht: Tina Bleuler, Mit: Carina Braunschmidt, Annalisa Derossi, Elias Eilinghoff, Martin Hug, Daniele Pintaudi, Lisa Stiegler
Hausregisseur Thom Luz bahnt sich einen eigenen, musikalischen Weg durch Büchners verzweifelten, heiteren Kosmos und macht zum ersten Mal einen klassischen Theatertext zum Kompass der Reise.


SCHWANENSEE
Ballett von Stijn Celis. Musik von Pjotr I. Tschaikowsky
Choreografie: Stijn Celis, Musikalische Leitung: Thomas Herzog, Bühne: Jann Messerli, Kostüme: Catherine Voeffray, Licht: Fred Pommerehn, Video: Philipp Contag-Lada
Es tanzt das Ballett Theater Basel.
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.
Partner des Ballett Theater Basel: Basellandschaftliche Kantonalbank
Dass man einen der grössten und bekanntesten Klassiker der Ballettliteratur auch mit Humor erzählen kann, beweist der «Schwanensee» des Belgiers Stijn Celis. Bildgewaltig in Szene gesetzt, mit federgeschmückten Tänzerinnen, die vom Bühnenhimmel herabschweben, und mit grosser Lust an expressiver Zuspitzung erzählt der Choreograf die Geschichte des Prinzen und seiner verzauberten Schwanenliebsten als Emanzipationsgeschichte eines jungen Mannes von seiner dominanten Mutter.


VOR SONNENAUFGANG
Schauspiel von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann
Uraufführung/Auftragswerk
Inszenierung: Nora Schlocker, Bühne & Kostüme: Marie Roth, Musik: Marcel Blatti, Mit: Pia Händler, Steffen Höld, Myriam Schröder, Cathrin Störmer, Thiemo Strutzenberger, Michael Wächter, Simon Zagermann
Ewald Palmetshofer schält Hauptmanns zentrale Motive aus der gesellschaftspolitischen Realität des späten 19. Jahrhunderts und untersucht in seinem Familienpanorama die Deformationen und Krankheitsbilder einer neoliberalen Gesellschaft, um an individuellen Krisen grössere gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar zu machen.


WOYZECK
Schauspiel von Georg Büchner
Inszenierung und Bühne: Ulrich Rasche, Bühnenbildmitarbeit: Sabine Mäder, Kostüme: Sara Schwartz, Musik: Monika Roscher, Chorleitung: Toni Jessen
Mit: Franziska Hackl, Barbara Horvath, Toni Jessen, Florian von Manteuffel, Nicola Mastroberardino, Justus Pfankuch, Max Rothbart, Thiemo Strutzenberger, Michael Wächter, Musik: Theo Evers, Sebastian Hirsig, Katelyn King/Nicolas Wolf, Alexander Maschke, Lucas Rössner/Gordon Fantini
Mit freundlicher Unterstützung des Theaterverein Basel
In seinem weltberühmten Dramenfragment «Woyzeck» untersucht Georg Büchner unsere Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die Wirkmächtigkeit sozialer Verhältnisse, individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

Pressemeldung Theater Basel

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