Ulm, Theater Ulm, Elektra – Richard Strauss, 06.06.2018

Juni 4, 2018 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Elektra  von  Richrad Strauss

Zum letzten Mal !

Am Mittwoch, den 6. Juni um 20 Uhr gibt es die letzte Gelegenheit Matthias Kaisers Inszenierung von Richard Strauss‘ Elektra auf der Bühne des Theaters Ulm zu erleben.

Einst witzelte die satirische Presse noch über die „elektrische Folter“, die man 1909 an der Dresdner Hofoper erleben konnte. Schnell entwickelte sich das „elektrisierende“ Drama von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss aber zum Publikumsmagneten. Elektra ist von den Opernspielplänen nicht mehr wegzudenken. Auf der Basis von Hofmannsthals subtiler Sprachbehandlung zeichnet Strauss mit seiner mutigen Klangsprache von höchster Expressivität messerscharfe Charakterporträts, die den gellenden Schrei der Verzweiflung ebenso kennen wie die erschütternde Zärtlichkeit in der Erkennungsszene zwischen Bruder und Schwester.

Die Inszenierung des Operndirektors Matthias Kaiser besticht durch Intensität und Dynamik und  wirft den Blick auf ein Seelengefängnis, das auch im Bühenenraum von Detlev Beaujean eindrucksvoll zum Ausdruck kommt.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Das Wunder der Heliane – Erich W. Korngold, IOCO Kritik, 05.05.2018

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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Das Wunder der Heliane – Erich Wolfgang Korngold

Großes Kino oder nackte Wahrheit ?   Bühne wird zum Gerichtssaal

Von Kerstin Schweiger

Die Berliner Opernhäuser besinnen sich derzeit einträchtig auf diesen in der Oper musikalisch so heterogenen Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach den Gezeichneten von Franz Schreker im Januar an der Komischen Oper und dem Strauss‘schen Türöffner zur Moderne Salome an der Staatsoper, gelingt nun der Deutschen Oper Berlin mit Korngolds Das Wunder der Heliane 90 Jahre nach der ersten Aufführung an diesem Haus ein Opern-Coup.

April 2018 – 90 Jahre nach Erstaufführung
Deutsche Oper Berlin hebt musikalischen Schatz  –  Das Wunder der Heliane 

Dramaturgisch greift diese Rückschau nach einer Blütezeit des Musiktheaters an der Schwelle großer Veränderungen. Das frühe 20. Jahrhundert war eine Zeit der Neuordnung, des Aufbruchs in Wissenschaft und Psychologie, einer politischen Zeitwende und jähen Einbruchs. Die Weltkriegsfolgen führten zu einer Neuorientierung auf allen gesellschaftlichen und künstlerischen Gebieten. Eine Verschärfung von Prekariat und politischer Bewusstwerdung folgte auf Krisen. Künstler nahmen dieses explosive Gemisch seismographisch auf, das Publikum stellte sich aus der konservativen und neu gewonnen Bürgerlichkeit heraus ebenfalls neu auf, so das die Formen des künstlerischen Verarbeitens kaum unterschiedlicherer Ausprägung sein konnten und nebeneinander existierten.

Deutsche Oper Berlin / Das Wunder der Heliane - hier : Sara Jakubiak als Heliane © Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Das Wunder der Heliane – hier : Sara Jakubiak als Heliane © Monika Rittershaus

Auf den Opern-Bühnen waren Richard Strauss und Gustav Mahler musikalische Trendsetter, Inspiration für eine Folgegeneration von Komponisten, die ihren Ansatz in eine neue zeitgenössische musikdramatische Sprache weitergeführt haben. Ihr Stil ermöglichte  in der kurzen Folge bis 1933 eine Flut musiktheatralischer Formen, wie sie z.B. Arnold Schönberg oder Alban Berg ausgeführt haben. Denen auf der Spur war die eine Gruppe von jüngeren Komponisten wie Schreker, Krenek, Weill oder Korngold, jeweils mit ganz unterschiedlichem stilistischem Ansatz.

Allen drei hier genannten Stücken gemeinsam, und ganz anders als die Werke von Krenek oder Kurt Weill, ist es, dass sie in der Wahl des Stoffes weit weg aus der Tagesrealität der Entstehungszeit in ferne, vergangene Zeiten oder mystische Schauplätze entführen. Sie behandeln allgemeingültige zwischenmenschliche Fragen von Religion, Beziehung, Macht, Diktatoren und ihrer Beziehung zum Volk. Eine Art dramaturgisches Krisenmanagement in unstetiger Zeit.

Wo markiert man Erich Wolfgang Korngold und sein Werk?

Erich Wolfgang Korngold (29. Mai 1897 – 29. November 1957) galt in seiner Heimatstadt Wien bereits als Wunderkind. Seine Jugendwerke wurden häufig durch Dirigenten wie Bruno Walter, Artur Schnabel, Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Felix Weingartner und Richard Strauss aufgeführt. Er hatte in der Tradition einer modernen Klassik mit seiner Oper Die tote Stadt 1920 im zeitgenössischen Musiktheater eine Marke gesetzt und die Ankündigung einer neuen Oper elektrisierte die Häuser. Mit „Heliane“ hatte es Korngold bei Publikum und Kritik schwerer. Die Uraufführung 1927 an der Hamburgischen Staatsoper fand anders als Die tote Stadt wenig positive Resonanz.

Kreneks etwa zur gleichen Zeit uraufgeführte Jazzoper Johnny spielt auf traf mit Themen der Zeit und aktuellen Trends den herrschenden Publikumsgeschmack direkter als das eher mystisch-märchenhafte und inhaltlich verschlungene Stück Korngolds. Dennoch  wurde Das Wunder der Heliane direkt nach der Uraufführung von 12 Bühnen im deutschsprachigen Raum nachgespielt. Wenige Jahre später war die Oper von den Spielplänen verschwunden und vergessen. So unterschiedlich Krenek und Korngold agierten, Korngold stellte die Stimme mit spätromantisch blühenden Bögen noch einmal ins Zentrum, Krenek nutzte Jazzelemente, so sehr sind beide Stücke Ausdruck ihrer Entstehungszeit.

Von den Nationalsozialisten ab 1933 mit Aufführungsverbot belegt und als entartet“ eingestuft, ging Korngold auf Einladung von Max Reinhardts 1934 nach Hollywood, um für dessen Film A Midsummer Night’s Dream die Filmmusik nach Mendelssohns Schauspielmusik für das gleichnamige Shakespeare-Stück zu arrangieren.  Mit der Arbeit am Sommernachtstraum veränderte Korngold die bisherige Struktur von Filmmusik: Er vergrößerte die Orchesterbesetzung zu Symphonieorchesterumfang und setzte enge Relationen zwischen gesprochenen Dialogen und Filmmusik.  In den nächsten Jahren war er sehr erfolgreich als Filmkomponist für die Warner Brothers tätig und erhielt 1936 und 1938 zwei Oscars.

Deutsche Oper Berlin / Das Wunder der Heliane - hier : Sara Jakubiak als Heliane, Josef Wagner als König / Herrscher © Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Das Wunder der Heliane – hier : Sara Jakubiak als Heliane, Josef Wagner als König / Herrscher © Monika Rittershaus

Mit dem von den Nazis verhängten Aufführungsverbot des Komponisten jüdischer Herkunft verschwanden Korngolds Opernwerke für lange Zeit von den Bühnen. Ein Anknüpfen an die Aufführungsserien der Entstehungszeit war nach der Zäsur durch Nationalsozialismus und Weltkrieg nicht gegeben. Die Nachkriegszeit setzte auch in der Opernlandschaft andere Prioritäten.

Erst 1989  gab es wieder eine Inszenierung (John Dew) in Bielefeld. Im Rahmen der Reihe „Entartete Musik“, die die von den Nazis verfemten Werke wieder in den Fokus rückte, wurde die Oper 1992 für die DECCA auf CD aufgenommen. Eine konzertante Aufführung folgte 2007 im Rahmen der Londoner Proms Konzerte.  2010 und 2012 folgten in einer Koproduktion Aufführungen in Kaiserslautern und Brünn. Die Volksoper Wien und das Philharmonische Orchester Freiburg präsentierten 2017 konzertante Aufführungen Das Wunder der Heliane. Ebenfalls 2017 brachte die Oper Vlanderen in Antwerpen/Gent eine Neuproduktion heraus.

Die Handlung:   Ein eiskalter Herrscher ohne Liebesfähigkeit, der seinem Volk, das auf ein erlösendes Wunder wartet, alle  Freuden und Gefühle verbietet, führt ein strenges, freudloses Regime. Auch seine unglückliche Frau Heliane ist davon betroffen, sie verweigert sich dem kalten Herrscher.

Ein Fremder, der wie ein Guru das Volk in Glück und Liebesfähigkeit coachen will, landet dafür im Gefängnis. Als ihn Heliane dort aufsucht, geraten beide in eine plötzliche gegenseitige seelische Anziehung. Heliane wendet sich diesem Fremden zu, entblößt sich vor ihm aus einem Gefühl heraus. Als der Herrscher hinzukommt und diesen angenommenen Treuebruch entdeckt, klagt er seine Frau an, der Fremde ersticht sich. Heliane bleibt nur eine Option, nämlich mit einem „Wunder“, den Fremden wieder zum Leben zu erwecken und so zu beweisen, dass sie unschuldig ist. Auf diese wundersame Erlösung und damit ein emotional freies Leben hofft schließlich das ganze Land. Und bekommt sie auch, Heliane und der Fremde sterben eine Art Liebestod, der Herrscher und das Volk bleiben in dem kalten Reich zurück, ein Neuanfang?

Elsa Bienenfeld, Rezensentin der Wiener Erstaufführung 1927, erkannte, dass das Potential der Oper in der Musik, weniger im altertümelnden, sprachlich gewundenen, düster märchenhaften Plot und Textbuch lag. „Die Musik überflutet das Textbuch, wogt durch die Akte, reißt die Szenen mit sich. (…). Sie schüttet Melodie in die Figuren, daß sie an Gesang überquellen.“

Im Zentrum dieser Musik steht die menschliche Stimme, ein „Schwelgen im Gesang“, Hochexpressive Harmonien, packend, dynamisch und süffig  – für die Sänger eine Kraftanstrengung über dreieinhalb Stunden hinweg. Musikalische Promille, eingebettet in einen üppigen Orchesterklang, der stellenweise Korngolds spätere Komposition für Filme also Filmmusik voraus ahnen lässt, in einer Zeit, in der der Film selbst noch stumm war, aber durch seine bis Ende der 1920er Jahre ausdifferenzierte Weiterentwicklung als eigenständige Begleitmusik bereits klang. Korngold selbst notierte: „Musik ist Musik, ob sie für die Bühne, das Dirigentenpult oder fürs Kino ist. Die Form mag sich ändern, die Art, sie zu notieren, mag unterschiedlich sein, aber der Komponist darf keinerlei Zugeständnisse machen in Bezug auf das, was er für seine eigene musikalische Überzeugung hält.“

Deutsche Oper Berlin / Das Wunder der Heliane - hier : Sara Jakubiak als Heliane und Jakob Wagner als König © Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin / Das Wunder der Heliane – hier : Sara Jakubiak als Heliane und Jakob Wagner als König © Monika Rittershaus

So krude, unverständlich und aus der Zeit gefallen der Librettotext uns heute erscheint, so plausibel ist die inszenatorische Idee, die Loy konsequent den gesamten langen Abend hindurch umsetzt. Regisseur Christof Loy kehrt nach Inszenierungen von JENUFA, FALSTAFF und EDWARD II. zum vierten Mal an die Deutschen Oper Berlin zurück. Er sieht sieht Themen wie „Liebe“, „Nächstenliebe“ und „Mit-Leid“, die in dem Stück verhandelt werden, in einer 1928 wie heute eiligen Metropole wie Berlin, dem Ort der dritten „Uraufführung“ des Stückes nach Hamburg und Wien, von großer Relevanz.

In einem Einheitsbühnenbild, einer dunkel getäfelten Kastenbühne mit einer variabel lichtdurchlässigen Decke und Fensterfront (Johannes Leiacker), erhält jede Figur eine Rolle in einer jeweils offensichtlichen Richt- bzw. Gerichtsituation. Die Gerichtskulisse ist die perfekte Basis für die seltsam und zugleich spirituell anmutende Handlung. So spielt der erste Akt in der Untersuchungshaft, wo nacheinander der König, dann Heliane und wieder der König den zum Tode verurteilten Fremden aufsucht. Keine TV Soap, kein Gerichtsfilm könnten die Gerichtsszene im zweiten Akt dramaturgisch besser herstellen. Angeklagt sind Heliane und der Fremde dafür, dass sie lieben, Gefühle zeigen, was im Reich des Königs bei Strafe verboten ist. Heliane wird ausserdem des Ehebruchs bezichtigt. Der Herrscher ist sein eigener Staatsanwalt, der Chor das sensationsgierige Volk, schwankend zwischen Hoffnung auf ein besseres Leben und Stillhalten unter dem Joch des autoritären Herrschers, mal dieser, mal jener Seite parteiisch zugetan. Und schließlich hält der strenge Raum auch im letzten Akt die Anspannung vor der spirituellen Auferweckung des toten Fremden, das Wunder der Heliane, und dem dramatischen Schluss dicht zusammen. Der durchweg dunkel bis grau gehaltene Businesslook der Kostüme (Barbara Drosihn) entspricht dem szenischen Konzept.

Die amerikanische Sopranistin Sara Jakubiak ist in jeder Hinsicht souverän und anrührend. Ihr leuchtend heller Sopran ist warm timbriert, angenehm in den lyrischen Passagen, voller Kraft, wenn es notwendig ist, strömt ihre Stimme mühelos auf und über dem Orchester. Wenn sie in einer innige Seelenbegegnung mit dem Fremden plötzlich nackt auf der Bühne steht, ist das logisch und im Erzählstrom selbstverständlich. Ihre Heliane ist in diesem Bühnengericht Angeklagte und Zeugin der Anklage gleichermaßen. Eine Marlene Dietrich der Opernbühne, auch äußerlich im Businesskostüm mit Pelzumhang.

Die Besetzung des Fremden und des Königs macht es Loy leicht, die unvereinbaren Positionen der Figurencharaktere markant herauszustellen. In dem ganzen schwer fassbaren Handlungsgerüst ragen besonders der asketische König von Josef Wagner, der mit großartiger Diktion und standhaften Bassbariton den König als unversöhnlichen, in selbst gewählter Einsamkeit nach Liebe und Anerkennung hungernden Gegenpol zu dem menschlichen Füllhorn von Brian Jagdes Fremden positioniert. Jagdes durchschlagender heller und kräftiger Tenor läuft insbesondere zum Schluss zu dramatischer Größe auf, sein Fremder ist eine schillernd uneindeutige Figur. Mediator für König und Königin, Verführer des Volkes, Verführer der Königin und Wundermedium mit Auferstehungsfähigkeiten.

Okka von der Damerau nutzt sowohl gesanglich als auch darstellerisch mit feinem Gefühl für Nuancen die Rolle der Botin für ein Charakterbild von purer Intriganz. Sie ist darstellerisch wie musikalisch vom Komponisten vorgegeben fast eine Seeräuberjenny Weill’scher Prägung. (Die Uraufführung der Dreigroschenoper erfolgte tatsächlich nur einige Monate nach der Berliner Erstaufführung von Korngolds Oper 1928).

Burkhard Ulrich gestaltet  den blinden Schwertrichter mit hochpräsentem hellen Tenor als differenzierende Persönlichkeit. Eine Charakterstudie gibt Gideon Poppe als Der junge Mann, ein omnipräsenter Verehrer der Königin. Besonders anrührend ist Derek Welton als Pförtner, der das Volk aufrüttelt, sein Glück selbst zu gestalten, sich der Diktatur des Königs zu entziehen.

Marc Albrecht, Chefdirigent der Dutch National Opera, des Netherlands Philharmonic und des Netherlands Chamber Orchestra ist der Deutschen Oper langjährig verbunden. Er trägt den Abend kongenial, gibt dem Orchester eine transparente Stimme, fächert die Klangebenen auf, mit den Musikern von extremer Expression mühelos zum feinsten Pianissimo gleitend, gibt den Sängern Raum auf der reichen Tonebene, präsentiert jedes Instrumentensolo und hält die überbordenden Klangmassen so weit in Zaum, dass jede gesungene Phrase hörbar und trotzdem in den Klang eingebettet ist. Eine phänomenale Leistung von Marc Albrecht und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin.

Der Chor ist hochpräsent stimmlich wie darstellerisch. Ein Powerpaket, das  – einmal im Spiel – mit großem szenischen Verstand seine Wegmarken präzise in die Klangexplosionen hinein setzt. So erscheint das Wunder der Auferstehung des Fremden packend wie eine musikalisch-spirituelle Gemeinschaftsleistung von Heliane und dem Volk. Das ist musikalisches Gewichtheben auf elegante und differenzierte Art.

Es bleibt zu hoffen, dass nach der ersten überaus erfolgreichen Aufführungsserie im März / April 2018 sich dieses Wunder der Heliane in den kommenden Spielzeiten noch oft wiederholt.

—| IOCO Kritik Deutsche Oper Berlin |—

Dortmund, Theater Dortmund, Spielplan 2018/2019

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Spielzeit 2018/19


Oper


Premieren

Aida
Opera von Giuseppe Verdi
Musikalische Leitung: Gabriel Feltz
Regie: Jacopo Spirei
Fr, 05.10.2018 im Opernhaus

MusiCircus
Klangprojekt nach John Cage
Sa, 06.10.2018
Stadt Dortmund, Opernhaus

Il barbiere di Siviglia
(Der Barbier von Sevilla)
Commedia von Gioachino Rossini
Musikalische Leitung: Motonori Kobayashi
Regie: Martin G. Berger
So, 07.10.2018 im Opernhaus

Musical
Musical von Leonard Bernstein
Musikalische Leitung: Philipp Armbruster
Regie: Gil Mehmert
Sa, 24.11.2018 im Opernhaus

Das Land des Lächelns
Romantische Operette von Franz Lehár
Musikalische Leitung: Gabriel Feltz
Regie: Thomas Enzinger
Sa, 12.01.2019 im Opernhaus

Turandot
Dramma lirico von Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: Gabriel Feltz, Motonori Kobayashi
Regie: Tomo Sugao
Sa, 09.02.2019 im Opernhaus

Fin de Partie
(Endspiel)
Oper von György Kurtág
Deutsche Erstaufführung / Zweitinszenierung
Musikalische Leitung: Johannes Kalitzke, Arnaud Arbet
Regie: Ingo Kerkhof
Do, 18.04.2019 im Opernhaus

Echnaton
Oper von Philip Glass
Musikalische Leitung: Motonori Kobayashi
Regie und Choreografie: Demis Volpi
Fr, 24.05.2019 im Opernhaus


Junge Oper Dortmund


Romeo & Zeliha
Musiktheater frei nach Romeo and Juliet
von Fons Merkies und Maartje Duin
Musikalische Leitung: Ingo Martin Stadtmüller
Regie: Justo Moret
Sa, 10.11.2018 in der Jungen Oper

10 Jahre Junge Oper
Geburtstagsfeier
Sa, 10.11.2018 in der Jungen Oper

Wo die wilden Kerle wohnen
Fantastische Oper von Oliver Knussen
Musikalische Leitung: Philipp Armbruster
Regie: Philipp Westerbarkei
So, 16.06.2019 im Opernhaus

Nils Karlsson Däumling
Mobile Oper von Thierry Tidrow
Regie: Anselm Dalferth
Frühjahr 2019

Oper erleben
Projektleitung: Heike Buderus
Regie: Alexander Becker
Mi, 10.07.2019 in der Jungen Oper

Bürgeroper Dortmund

Bürgeroper Dortmund: We DO Opera!
Workshops ab Herbst 2018
Werkschau Fr, 28.06.2019 in der Jungen Oper


Extras


I am still here
Ks. Hannes Brock kehrt zurück
Musikalische Leitung: Philipp Armbruster
Sa, 16.02.2019 im Opernhaus

Granada@Dortmund
Sommerliche Operngala zum Saisonabschluss
Musikalische Leitung: Gabriel Feltz, Motonori Kobayashi, Philipp Armbruster, Ingo Martin Stadtmüller
So, 30.06.2019 im Opernhaus

The Voice That You Are
Interdisziplinäres Projekt mit der Company Christoph Winkler und dem WUK performing arts (Wien), im Rahmen der Initiative Doppelpass Plus
Frühsommer 2019


Cityring-Konzerte


Ritorna Vincitor!
Operngala
Fr, 31.08.2018 auf dem Friedensplatz, Stadt Dortmund

Groove Symphony
Synth Happens
Sa, 01.09.2018 auf dem Friedensplatz, Stadt Dortmund

Familienkonzert – Die kleine Meerjungfrau
Die berührende Geschichte von Hans Christian Andersen
So., 02.09.2018

A Night full of Stars
Musicalgala
So, 02.09.2018 auf dem Friedensplatz, Stadt Dortmund


Ballett


Premieren

Die göttliche Komödie I: INFERNO
Ballett von Xin Peng Wang
Nach Dante Alighieri
Musik von Michael Gordon und Kate Moore
Uraufführung
Sa, 03.11.2018

Visionen – Lee, Godani, Kuindersma
Choreografien von Douglas Lee, Jacopo Godani und Wubkje Kuindersma
Sa, 09.03.2019

Wiederaufnahmen

Schwanensee
Ballett von Xin Peng Wang
unter Berücksichtigung der
Choreographie von Marius Pepita
Musik von Peter Tschaikowsky
(Neufassung 2012)
Fr., 07.12.2018

Alice
Ballett von Mauro Bigonzetti
nach Lewis Carrolls
Alice’s Adventures in Wonderland
Musik von ASSURD
So., 28.04.2019


Extras


Internationale Ballettgala XXVIII und XXIX
Sa, 13.10. und So, 14.10.2018
Sa, 06.07. und So, 07.07.2019

Sommerakademie 2019

Seniorentanztheater

Open Classes

Veranstaltungen rund um
das Ballett Dortmund
Philharmoniker

„Krieg und Frieden“


PHILHARMONISCHE KONZERTE (im Konzerthaus Dortmund)


1. Philharmonisches Konzert
Zeitenwende
Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik HWV 351 (Auszüge)
Richard Strauss: Oboenkonzert D-Dur
Ludwig van Beethoven: 3. Sinfonie Es-Dur op. 55, „Eroica“
Gabriel Feltz, Dirigent
Albrecht Mayer, Oboe
Di., 11. und Mi., 12.09.2018

2. Philharmonisches Konzert
Langsamer Abschied
Jean Sibelius: Die Okeaniden op. 73
Edward Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85
Jean Sibelius: 7. Sinfonie C-Dur op. 105
Daniel Blendulf, Dirigent
Franziska Batzdorf, Violoncello
Di., 23. und Mi., 24.10.2018

3. Philharmonisches Konzert
Letzte Dinge
Pavel Haas: Scherzo triste op. 5
Béla Bartók: 3. Klavierkonzert Sz 119
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll
Gabriel Feltz, Dirigent
Radu Lupu, Klavier
Di., 13. und Mi., 14.11.2018

4. Philharmonisches Konzert
Trauer und Hoffnung
Bohuslav Martin?: Mahnmal für Lidice
Maurice Ravel: Klavierkonzert G-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 504, „Prager Sinfonie“
Benjamin Britten: Sinfonia da Requiem op. 20
Marc Piollet, Dirigent
Alexandre Tharaud, Klavier
Di., 11. und Mi., 12.12.2018

5. Philharmonisches Konzert
Teurer Triumph
Peter Tschaikowsky: Ouverture Solennelle „1812“ op. 49
Dmitri Schostakowitsch: 7. Sinfonie C-Dur op. 60, „Leningrader“
Gabriel Feltz, Dirigent
Di., 15. und Mi., 16.01.2019

6. Philharmonisches Konzert
Selige Stimmen
Wolfgang Amadeus Mozart: Messe c-Moll KV 427
Sergej Rachmaninow: Die Glocken op. 35
Gabriel Feltz, Dirigent
Olesya Golovneva, Sopran
Akiho Tsujii, Sopran
Ashley Thouret, Sopran
Maxim Aksenov, Tenor
Benjamin Glaubitz, Tenor
Luke Stoker, Bass
Lucas Singer, Bass
Di., 19. und Mi., 20.02.2019

7. Philharmonisches Konzert
Stürmische Ruhe
George Butterworth: A Shropshire Lad
Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77
Ludwig van Beethoven: 6. Sinfonie F-Dur op. 68, „Pastorale“
Julia Jones, Dirigentin
Midori, Violine
Di., 19. und Mi. 20.03.2019

8. Philharmonisches Konzert
Düstere Leidenschaft
Aram Chatschaturjan: „Gajaneh“ (Auszüge)
Aram Chatschaturjan: Violinkonzert d-Moll
Peter Tschaikowsky: 4. Sinfonie f-Moll op. 36
Markus Stenz, Dirigent
Nemanja Radulovic, Violine
Di., 07. und Mi., 08.05.2019

9. Philharmonisches Konzert
Wege und Gefährten
Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin
Witold Lutos?awski: Cellokonzert
Felix Mendelssohn Bartholdy: 3. Sinfonie a-Moll op. 56, „Schottische”
Antony Hermus, Dirigent
Johannes Moser, Violoncello
Di., 04. und Mi., 05.06.2019

10. Philharmonisches Konzert
Ewige Heimkehr
Gustav Mahler: 9. Sinfonie D-Dur
Gabriel Feltz, Dirigent
Di., 02. und Mi., 03.07.2019


WIENER KLASSIK (im Konzerthaus Dortmund)


1. Konzert Wiener Klassik
Wien
Ludwig van Beethoven: Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria op. 91
Joseph Wölfl: 5. Klavierkonzert C-Dur op. 43
Ludwig van Beethoven: 8. Sinfonie F-Dur op. 93
Gabriel Feltz, Dirigent
Julian Pflugmann, Klavier
Mo., 03.12.2018

2. Konzert Wiener Klassik
Paris
Ludwig van Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72a
Joseph Haydn: 4. Klavierkonzert G-Dur
Étienne-Nicolas Méhul: Ouvertüre F-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 297, „Pariser“
Motonori Kobayashi, Dirigent
Annika Treutler, Klavier
Mo., 25.02.2019

3. Konzert Wiener Klassik
Berlin
E.T.A. Hoffmann: Sinfonie Es-Dur
Luigi Cherubini: Ouvertüre G-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll op. 64
Justus Thorau, Dirigent
Gewinner des Joseph Joachim-Wettbewerbs 2018, Violine
Mo., 27.05.2019


SONDERKONZERTE


Cityring Konzerte (Open Air auf dem Dortmunder Friedensplatz):

Sommernacht der Oper: Ritorna Vincitor!
Melodien aus der faszinierenden Welt der italienischen Oper
Fr., 31.08.2018

Groove Symphony – Synth Happens
Andreas Henneberg & The Glitz spielen Symphonic Techno bis R’n‘B
Sa., 01.09.2018

Familienkonzert – Die kleine Meerjungfrau
Die berührende Geschichte von Hans Christian Andersen
So., 02.09.2018

Musicalgala – A Night full of Stars
Eine Musical-Reise mit Alexander Klaws und Patricia Meeden
So., 02.09.2018

Neujahrskonzert: Alles Walzer!
Von Händel und Mozart über Strauß bis zu Tschaikowsky
Gabriel Feltz, Dirigent
Hulkar Sabirova, Sopran
Di., 01.01.2019, 15.00 + 19.00 Uhr

Stummfilmkonzert: Panzerkreuzer Potemkin
von Sergej Eisenstein, mit der Musik von Dmitri Schostakowitsch
Gabriel Feltz, Dirigent
Di., 26.03.2019

Benefizkonzert: Musik macht stark!
Motonori Kobayashi, Dirigent
Mo., 23.05.2019

Kaffeehauskonzerte (im Opernfoyer)
Sa., 29.09.2018, 15 Uhr
Sa., 02.03.2019, 15 Uhr
Sa., 08.06.2019, 15 Uhr


KAMMERKONZERTE (im Orchesterzentrum | NRW)


1. Kammerkonzert
Vorbild und Fortschritt
Werke von Mozart, Schostakowitsch und Mendelssohn Bartholdy
Für Streichquartett
Mo., 05.11.2018

2. Kammerkonzert
Über dem Abgrund der Zeit
Werke von Klein, Messiaen und Schostakowitsch
Für Streicher und Klavier
Mo., 28.01.2019

3. Kammerkonzert
Doppelspiele
Werke von Bach und Bartók
Für Geigen-Ensembles
Mo., 04.03.2019

4. Kammerkonzert
Gefahr und Frieden
Werke von Csermàk, Hack und Brahms
Für Streicher-Ensemble
Mo., 13.05.2019

5. Kammerkonzert
Irrwege der Liebe
Werke für Mendelssohn Bartholdy und Prokofjew
Für Holzbläser-Ensemble, Kontrabass und Sprecher
Mo., 17.06.2019


EXPEDITION KLASSIK


KONZERT FÜR JUNGE LEUTE (im Konzerthaus Dortmund)

1. Konzert für junge Leute
Hollywood Hits: War and Peace
Gabriel Feltz, Dirigent
Sebastian 23, Moderation
Mo., 15.10.2018

2. Konzert für junge Leute
Groove Symphony: RachmaniNOW
Ingo Martin Stadtmüller, Dirigent
Sebastian 23, Moderation
Mo., 11.03.2019

3. Konzert für junge Leute
Soundtrack: Krieg
Motonori Kobayashi, Dirigent
Sebastian 23, Moderation
Mo., 24.06.2019


FAMILIENKONZERTE (im Konzerthaus Dortmund)


1. Familienkonzert
Der Krieg der Knöpfe
So., 25.11.2018, 10.15 + 12.00 Uhr

2. Familienkonzert
Herr Buffo jagt den Notendieb
So., 20.01.2019, 10.15 + 12.00 Uhr

3. Familienkonzert
Wenn zwei sich streiten…
So., 12.05.2019, 10.15 + 12.00 Uhr


SITZKISSENKONZERTE (im Opernfoyer)
Für Kinder ab 3 Jahren


1. Sitzkissenkonzert
Die vier Zauberbratschen – Auf den Spuren von Papageno
So, 04.11.2018, 10.15 | 12.00 Uhr
Sa, 10.11.2018, 10.15 | 12.00 Uhr
Fr, 16.11.2018, 09.30 | 11.00 Uhr
Di, 20.11.2018, 09.30 | 11.00 Uhr

2. Sitzkissenkonzert
Tierisches Gebrüll – Wenn Holzbläser zu Tieren werden
Do, 28.02.2019, 09.30 | 11.00 Uhr
Fr, 01.03.2019, 09.30 | 11.00 Uhr
Di, 05.03.2019, 09.30 | 11.00 Uhr
So, 10.03.2019, 10.15 | 12.00 Uhr

3. Sitzkissenkonzert
Die Riesengeige – Hier kommt das Cello
Do, 13.06.2019, 09.30 | 11.00 Uhr
Fr, 14.06.2019, 09.30 | 11.00 Uhr
So, 16.06.2019, 10.15 | 12.00 Uhr
So, 23.06.2019, 10.15 | 12.00 Uhr


BABYKONZERTE MAXI (im Orchesterzentrum | NRW)


1. Babykonzert MAXI
Fr., 30.11.2018, 10.30 Uhr

2. Babykonzert MAXI
Sa., 23.02.2019, 10.30 Uhr

3. Babykonzert MAXI
Fr., 25.05.2019, 10.30 Uhr


BABYKONZERTE MINI (im Opernfoyer)


1. Babykonzert MINI
Di., 06.11.2018, 10.30 Uhr

2. Babykonzert MINI
Mi., 30.01.2019, 10.30 Uhr

3. Babykonzert MINI
Mi., 15.05.2019, 10.30 Uhr


Schauspiel


Premieren

Die Parallelwelt
Eine Simultanaufführung über die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel Dortmund
von Alexander Kerlin und Kay Voges
Regie: Kay Voges, Director of Photography: Voxi Bärenklau, Bühne(n): Daniel Roskamp, Kostüme: Mona Ulrich, Musikalische Leitung: T.D. Finck von Finckenstein, Video-Art: Mario Simon, Tobias Hoeft, Engineering: Dominik Bay, Lucas Pleß, Dramaturgie: Sibylle Baschung, Alexander Kerlin
Uraufführung
Sa, 15.09.2018, Dortmund und Berliner Ensemble

Im Studio hört Dich niemand schreien
von Jörg Buttgereit und Anne-Kathrin Schulz nach Peter Strickland
Regie: Jörg Buttgereit, Bühne und Kostüme: Susanne Priebs, Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz | ab 18 Jahren
So, 16.09.2018, Studio

Everything Belongs To The Future
nach dem Roman von Laurie Penny
Regie: Laura N. Junghanns, Bühne: Maria Eberhardt, Kostüme: Natalia Nordheimer, Dramaturgie: Dirk Baumann
Uraufführung
Fr, 12.10.2018, Studio

ICH, EUROPA
Splitter aus der Geschichte einer ewigen Beziehung
Regie: Marcus Lobbes, Bühne und Kostüme: Pia Maria Mackert, Dramaturgie: Michael Eickhoff, Matthias Seier
Uraufführung
Sa, 13.10.2018, Schauspielhaus

Ein neues Stück
Regie und Bühne: Kay Voges, Kostüme: Mona Ulrich, Video: Mario Simon, Musik: T.D. Finck von Finckenstein, Engineering: Lucas Pleß
Fr, 30.11.2018, Studio

Die sieben Todsünden
von Gordon Kämmerer
Regie: Gordon Kämmerer, Video: Tobias Hoeft, Musik: Max Thommes, Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz
Uraufführung
Sa, 01.12.2018, Schauspielhaus

norway.today
nach dem gleichnamigen Roman von Igor Bauersima
Regie: Frank Genser, Bühne und Kostüme: Ann Heine, Dramaturgie: Matthias Seier
Sa, 26.01.2019, Studio

Hedda Gabler
von Henrik Ibsen
Regie: Jan Friedrich, Kostüme: Vanessa Rust, Dramaturgie: Dirk Baumann
Fr, 15.02.2019, Studio

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
Eine musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Roman von Anna Basener
Regie: Gerburg Jahnke, Bühne und Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch, Musikalische Leitung und Komposition: Tommy Finke, Dramaturgie: Alexander Kerlin
Uraufführung
Sa, 16.02.2019, Schauspielhaus

#SiehstDuMich
Eine Produktion der Theaterpartisanen und der Tanztheaterwerkstatt vier.D
Regie: Sarah Jasinszczak, Choreographie: Birgit Götz
Sa, 16.03.2019, Studio

Echte Liebe
Ein Stück des Dortmunder Sprechchors über Fußball und heimliches Begehren
Regie: Laura N. Junghanns, Dramaturgie: Matthias Seier
Fr, 29.03.2019, Studio

Dieser Titel ist in Ihrem Land derzeit nicht verfügbar (AT)
von Rainald Grebe
Regie: Rainald Grebe, Dramaturgie: Michael Eickhoff
Uraufführung
Sa, 30.03.2019, Schauspielhaus

Im Irrgarten des Wissens
Ein Sommertheaterspektakel quer durch das Schauspiel Dortmund
von Thorleifur Örn Arnarsson
Regie: Thorleifur Örn Arnarsson, Bühnen: Daniel Angermayr, Dramaturgie: Alexander Kerlin, Anne-Kathrin Schulz, Matthias Seier, Dirk Baumann, Michael Eickhoff
Uraufführung
Sa, 25.05.2019, Schauspielhaus


Wiederaufnahmen
Schauspielhaus


Das Internat
von Ersan Mondtag
Text von Alexander Kerlin und Matthias Seier
Uraufführung

Biedermann und die Brandstifter / Fahrenheit 451
von Max Frisch / Ray Bradbury

Der Theatermacher
von Thomas Bernhard

DIE SHOW
von Kay Voges, Anne-Kathrin Schulz und Alexander Kerlin
Uraufführung


Wiederaufnahmen
Studio


Memory Alpha oder Die Zeit der Augenzeugen
von Anne-Kathrin Schulz
Uraufführung

Zerline
nach Hermann Broch

Der Kirschgarten
von Anton Tschechow

Orlando
nach Virginia Woolf
in einer Fassung von Laura N. Junghanns

Endspiel
Ein Stück in einem Akt von Samuel Beckett

After Life
von Thorsten Bihegue nach Hirokazu Koreeda

4.48 Psychose
von Sarah Kane

Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm
von Theresia Walser


Extras


real Reality
Eine Game-Performance von Anna Kpok

Herbstakademie

The Mundorgel Project

BLACKBOX

SpielBar


Kinder- und Jugendtheater (KJT)


Premieren

Babus Bauch brummt
Eine Schrumpfreise von Oliver Sproll
ab 7 Jahren
Regie: Oliver Sproll, Ausstattung: Sandra Linde, Dramaturgie: Lioba Sombetzki
Uraufführung
Fr, 28.09.2018

Fast Faust
Stück von Albert Frank nach J. W. von Goethe
ab 15 Jahren
Regie: Antje Siebers, Ausstattung: Sandra Linde, Dramaturgie: Isabel Stahl
Sa, 29.09.2018

Cinderella
Weihnachtsmärchen von Andreas Gruhn nach Charles Perrault
ab 6 Jahren
Regie: Andreas Gruhn, Ausstattung: Oliver Kostecka, Musik: Michael Kessler, Dramaturgie: Lioba Sombetzki
Uraufführung
Do, 15.11.2018

Der Sandmann
Stück nach der Erzählung von E.T.A. Hoffmann
ab 16 Jahren
Regie: Andreas Gruhn, Ausstattung: Oliver Kostecka, Video: N.N., Musik: N.N., Dramaturgie: Isabel Stahl
Do, 14.02.2019

Klatschen
Stück von Tina Müller und Corinne Maier
Jugendclubproduktion
Regie: N.N., Ausstattung: N.N., Dramaturgie: N.N.
ab 14 Jahren
Sa, 09.03.2019

Agent im Spiel
Stück von Daniel S. Craig
Regie: Johanna Weißert, Ausstattung: Julia Schiller, Dramaturgie: Lioba Sombetzki
ab 8 Jahren
Fr, 05.04.2019

Emil und die Detektive
Monolog nach dem Roman von Erich Kästner
ab 8 Jahren
Regie: Bettina Zobel, Ausstattung: N.N., Dramaturgie: Isabel Stahl
Fr, 17.05.2019

europefiction
Werkschau
ab 14 Jahren


Open Stage


Wiederaufnahmen

Tschick
von Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung von Robert Koall
ab 14 Jahren

Rico, Oskar und die Tieferschatten
von Andreas Steinhöfel
Bühnenfassung von Felicitas Loewe
ab 10 Jahren

fit for future
Klassenzimmerstück von Knut Winkmann
ab Klasse 9

Ein König zu viel
von Gertrud Pigor
Theaterstreit für Kinder ab 4 Jahren

Wertvoll – am besten bist du als du selbst
Stückentwicklung von Johanna Weißert und Klaus Fehling
ab 13 Jahren

Maxim
Stück von Anne Lepper
ab 9 Jahren

Zuckeralarm
Theaterabenteuer fürs Klassenzimmer, die Schulküche und andere
Einraumwohnungen
von Ulrike Willberg
für die Klassen 2 bis 5

Dreier steht Kopf
Ein Stück Theater für ALLE
von Carsten Brandau
ab 4 Jahren

 

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

München, Bayerische Staatsoper, Ariadne auf Naxos – Richard Straus, IOCO Kritik, 12.04.2018

April 14, 2018 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Hervorheben, Kritiken, Oper

Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Ariadne auf Naxos – Richard Strauss

Dichtung – Hugo von Hofmannsthal

Von Hans-Günter Melchior

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in     das Reich Gottes gelangt“  (Markus 10,25; Lukas 18,25; Mathäus 19,24)

Es ist aber auch möglich, dass ein Reicher das Kamel ist, das durch das Nadelöhr eines musikalischen Kniffs ins Himmelreich der Kunst gelangt.

– Das Nadelöhr der Kunst –

So ereignet es sich in Richard Strauss´ Meisterwerk Ariadne auf Naxos. Dem reichen Hausherrn, der sich das Leichte und Unproblematische zum Tragischen wünscht, wird unversehens gerade im vermeintlich Oberflächlichen etwas Hochkomplexes, äußerste Kunstansprüche Erfüllendes gleichsam untergejubelt. So gelangt er, der für das Höhere im Grunde Ungeeignete und Oberflächliche,  ungewollt ins Himmelreich der Kunst.

Grabstaette Hugo von Hofmannsthal © IOCO

Grabstaette Hugo von Hofmannsthal © IOCO

Die von Hugo von Hofmannsthal erdichtete Handlung spielt im 17. Jahrhundert, einer Zeit, in der die Musik allenfalls Dekor bei gesellschaftlichen Veranstaltungen war. Man plauderte nebenbei, aß und trank, lief herum und begrüßte sich, während gleichzeitig bedeutende Werke der Musikliteratur so gut wie ungehört als Hintergrundskulisse erklangen. Erst als Joseph Haydn später in seinen Quartetten ganz am Anfang bereits die dynamische Vorschrift piano oder gar pianissimo anbrachte, war man gezwungen aufzuhorchen…,

„Moment mal, da war doch gerade was, seid mal still“

(Leider, dies nur nebenbei, feiert die Unsitte der rein dekorativen Musik heute wieder unfröhliche Urständ. Wenn auch ein wenig abgewandelt. Wieviele Steinreiche räkeln sich in den ersten Reihen der Festspielstädte, ohne die geringste Ahnung von dem zu haben, was sich vor ihren Augen und Ohren abspielt. Sie sind nur da, weil sie es sich leisten können und sich zeigen wollen, spielen Kultur, ohne ihrer je habhaft geworden zu sein. Wer aber redet noch von den Reichen, die sich aufplustern wie für die Ewigkeit. Während der Ruhm der zu Lebzeiten verachteten Künstler Jahrhunderte überdauert).

 Bayerische Staatsoper München / Ariadne auf Naxos - hier: Gun-Brit Barkmin als Ariadne © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München / Ariadne auf Naxos – hier: Gun-Brit Barkmin als Ariadne © Wilfried Hösl

Strauss´ Oper besteht aus einem Vorspiel und der eigentlichen Oper. Es handelt sich um eine Oper in der Oper.

Der reichste Mann Wiens bestellt zu einer Abendveranstaltung eine Opera seria: Ariadne auf Naxos. Diese Aufführung wird im Vorspiel vorbereitet. Nun fällt  aber dem kulturfernen Pfeffersack ein, dass ein Drama seinen mit einem frugalen Mahl gemästeten Gästen zuviel abverlangt. Er ordnet an, dem Drama müsse ein Lustspiel mit Tänzen und allerlei Tingeltangel folgen, um den Tiefsinn aufzulösen und die Gäste zu erheitern. Gun-Brit Barkmin stellte die Ariadne mit dunkler Wärme stimmlich eindrucksvoll und darstellerisch mit tragischer Schönheit vor.  Der Komponist (Angela Brower, die mit Bravour für die erkrankte Daniela Sindram einsprang) empört sich über die seinem Jahrhundertwerk angesonnene Konkurrenz mit einem Werk der leichten Muse. Was hält uns noch hier?, fragt er den Musiklehrer (Martin Gantner) und der zuckt mit den Schultern: was uns hier hält, fragst du? Nun: die 50 Dukaten, von denen wir ein halbes Jahr leben können.

Aber nicht genug damit: der reiche Veranstalter gerät in Zeitnot. Um genau 21.00 Uhr soll ein Feuerwerk stattfinden. Er ordnet deshalb über seinen Haushofmeister (Markus Meyer, eine Sprechrolle) an, dass Opera seria und Lustspiel gleichzeitig aufgeführt werden müssen, um die Einhaltung des Zeitplans zu gewährleisten. Was die Empörung der wahren Künstler steigert, aber letztlich nichts nützt. Wer das Geld hat, hat die Macht. Auch über die Kunst. Schließlich fügt sich der Komponist. Zerbinetta (Brenda Rae), die leichtlebige, nur sich selbst spielende Protagonistin der Lustspiel- und Gauklertruppe überzeugt ihn einigermaßen, dass sich Freude und Leid, Komödie und Drama durchaus in einem Werk vereinen lassen. Wie überhuapt das Komische nahe beim Tragischen steht.

Bayerische Staatsoper München / Ariadne auf Naxos - hier: das Ensemble als Schauspieltruppe © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München / Ariadne auf Naxos – hier: das Ensemble als Schauspieltruppe © Wilfried Hösl

In der eigentlichen Oper beklagt nun Ariadne  auf einer „wüsten Insel“, von ihrem Geliebten Theseus verlassen, ihr Leid. Zergrübelt wünscht sie sich den Tod und erwartet Hermes als Todesboten, der sie abholen soll, assistiert von den drei Nymphen Najade, Dryade und Echo (Siobhan Stagg, Rachael Wilson, Laura Tatulesen), die an die Rheintöchter Wagners gemahnen. Statt Hermes erscheint jedoch Bacchus, den sie zunächst mit Hermes verwechselt, ihn schließlich aber in seiner Göttlichkeit erkennt. Die beiden verlieben sich, Ariadne wird dem Leben zurückgewonnen.

Dies alles wird umrahmt von Zerbinettas ständige Versuche, Ariadne davon zu überzeugen, dass Liebe und Treue viel zu schwergewichtige Begriffe für die Menschen sind, den Menschen gemäßer sei der Wechsel von einem Liebhaber zum anderen. Wie um das zu beweisen, wird sie ständig umschwärmt von vier Herren, vor denen sie ein ganzes Arsenal erotischer Kunstgriffe darbietet…

Die Besonderheit des Werks besteht darin, dass die Idee des oberflächlichen Lustspiels durch die Komposition von Strauss unterlaufen wird. Das Lustspiel ist ein durchkomponiertes, hochkomplexes Werk eigenen und dem Drama ebenbürtigen Charakters, das in der langen Koloraturarie Zerbinettas seinen Höhepunkt findet. Diese stellt höchste sängerische Anforderungen an einen Sopran. Brenda Rae stemmt tapfer ihre Stimme in die Höhe bis an den Rand des Schreiens – voilà geschafft!, die Höhe gewonnen –, man merkt ihr die Mühe an. Und die Erleichterung nach dem Gelingen. Aber sie macht dies alles mehr als wett durch ihre Ausstrahlung. Wunderbar ihre erotischen Tanzschritte, Drehungen und Gesten, ihre umschmeichelnden und aufreizenden Gebärden, mit denen sie Männer verrückt macht.

Bayerische Staatsoper München / Ariadne auf Naxos - hier: das Ensemble © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München / Ariadne auf Naxos – hier: das Ensemble © Wilfried Hösl

Die Regieleistung Robert Carsens verdient hervorgehoben zu werden. Schon der Anfang. Die Zuschauer kommen herein und sehen das Ensemble bei der Arbeit. Werkstattatmosphäre. Eine Ballettgruppe probt in Straßenkleidern, lange bleibt das Licht im Zuschauerraum an. Man begreift: das Vorspiel ist eine Probe, in der um die Aufführung gerungen wird. Das Bühnenbild in der nachfolgenden Oper hat psychologische Tiefe. Die Bühne ist vorwiegend dunkel, nur bestimmte Personen werden vor weißem Hintergrund hervorgehoben. Die mythologische Bedeutung gewinnt dadurch an Einsichtigkeit. Im Schlussbild umarmen sich Ariadne und Bacchus vor grellhellem Hintergrund, der die Gestalten wie Scherenschnitte hervorhebt und dem zeitbedingten Kontext ins Zeitlose und Exemplarische hinein transponiert. Das alles ist einsichtig, klar und schnörkellos genau und ordnet sich sinnvoll dem musikalischen Werk unter.

Über das Bayerische Staatsorchester zu schreiben, ist müßig. Ein brillantes Orchester unter der kundigen Leitung von Lothar Koenigs, das dem Werk bis in die Nuancen hinein gewachsen ist.

Warum nur gibt es in München keine Strauss-Festspiele, die nur dem umfangreichen Werk dieses Komponisten gewidmet sind, wie etwa die Bayreuther Festspiele dem Werk Wagners?

—| IOCO Kritik Bayerische Staatsoper München |—

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