Zürich, Opernhaus Zürich, Online-Spielplan – Januar 2021

Januar 7, 2021 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Un ballo in maschera –  Pique Dame – und mehr

Weniges war geplant und doch können auch im Januar 2021weiterhin keine Live-Erlebnisse stattfinden. Da Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, weiterhin Kultur nur Zuhause erleben können, erweitern wir unseren Online-Spielplan mit den unterschiedlichsten Formaten. Ab dem 9. Januar erleben Sie die finale Folge unserer Konzertreihe Curtain Call mit Thomas Hampson und dem Internationalen Opernstudio. An den folgenden Wochenenden dürfen Sie sich ausserdem auf zwei Online-Erstausstrahlungen freuen: Erleben Sie Verdis Un ballo in maschera und Tschaikowskis Pique Dame kostenlos im Stream auf unserer Website. Alle Termine und weitere Informationen finden Sie unter www.opernhaus.ch/digital.

Un ballo in maschera – Giuseppe Verdi – am Opernhaus Zürich
youtube Trailer Opernhaus Zürich
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Curtain Call mit  Thomas Hampson

Ab Samstag, 9. Januar erfolgt die Ausstrahlung eines Konzertes mit Thomas Hampson und den Nachwuchssänger*innen des Internationalen Opernstudios sowie einer Dokumentation aus einem gemeinsamen Workshop. Mit Szenen und Arien aus Mozarts Così fan tutte und ausgewählten Liedern von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert, wurde das Konzert unter dem Titel Curtain Call anlässlich des 60. Jubiläums des Opernstudios im Dezember auf der Opernhausbühne aufgezeichnet. In einer kurzen Dokumentation können Sie ausserdem hinter die Kulissen des Workshops mit Thomas Hampson blicken: Als einer der wichtigsten Liedinterpreten seiner Generation arbeitet der amerikanische Bariton mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern an Ausdruck und Präsenz und ist zudem selbst als Don Alfonso, eine seiner Paraderollen, zu erleben.

Kostenlos streamen bis zum 17 Jan 2021

Alle Curtain Call-Konzerte kostenlos online

In der Konzertreihe Curtain Call sind ausserdem Diana Damrau, Anna Bonitatibus und Benjamin Bernheim gemeinsam mit den jungen Talenten des Internationalen Opernstudios zu erleben. Bis zum 17. Januar sind alle Curtain Call-Konzerte sowie die dazugehörigen Workshop-Dokumentationen über die Zusammenarbeit der etablierten Sänger*innen mit den angehenden Profis kostenlos auf unserer Website abrufbar.

Kostenlos streamen bis zum 17 Jan 2021

Un ballo in maschera Giuseppe Verdi

Der für seinen schwarzen Humor bekannte britische Regisseur David Pountney inszenierte Un ballo in maschera als tödliches Spiel im Spiel: Gustavo scheint die Weltpolitik mit einer gigantischen Theateraufführung verwechselt zu haben, wobei ihm zunehmend die Regie entgleitet. Unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Fabio Luisi agieren hin und hergerissen zwischen Leidenschaft und Drama: Otar Jorjikia als schwedischer Monarch Gustavo III, George Petean als sein Rivale Renato, Sondra Radvanovsky als Gustavos heimliche Geliebte Amelia und Marie-Nicole Lemieux als Strippenzieherin Ulrica.

Die Vorstellung wurde im Rahmen von Oper für alle live auf dem Sechseläutenplatz gestreamt. Sie sehen diesen Livemitschnitt aus dem Jahre 2017.

Kostenlos streamen vom 16 bis 17 Jan 2021

 


Pique Dame Pjotr Tschaikowski

Der deutsche Offizier Hermann ist in der Peters­­burger Gesellschaft ein Aussenseiter: Er hat näm­lich kein Geld. Deshalb ist auch Lisa, in die er sich unsterblich verliebt hat, für ihn uner­reich­bar. Lisa ist die Enkelin einer steinreichen Gräfin und mit dem Fürsten Jeletzki verlobt. Zufällig erfährt Hermann, dass die Gräfin ein Geheimnis hütet: Sie weiss, mit welchen drei Kar­ten sich im Spiel ein Gewinn erzielen lässt, der Hermann ein neues Leben ermöglichen wür­de. Von nun an wird das Glücksspiel für Hermann zur Obsession, über der er nicht nur Lisa, sondern schliesslich auch sein Leben verliert.

Regisseur Robert Carsen erzählt die Geschichte ganz aus der Perspektive Hermanns, der das Geschehen kurz vor seinem Tod noch einmal durchlebt. Oksana Dyka als Lisa und Eduard Martynyuk als Hermann gaben ihr Zürcher Debüt. Doris Soffel übernahm die Partie der Gräfin. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Stanislav Kochanovsky, der zuletzt auch Tschaikowskis Jewgeni Onegin in Zürich dirigierte.

Die Vorstellung wurde im Rahmen von Oper für alle live auf dem Sechseläutenplatz gestreamt. Sie sehen diesen Livemitschnitt aus dem Jahre 2016.
Kostenlos streamen vom 23 bis 24 Jan 2021
 

—| Pressemeldung Oper Zürich |—

Nationaltheater-Orchester Mannheim, Musikalische Akademie – WAGNER / MOZART / STRAUSS, IOCO DVD-Rezension, 02.12.2020

 Nationaltheater-Orchester Mannheim - Musikalische Akademie - ARTHAUS MUSIK -  Bestellnummer 10330975

Nationaltheater-Orchester Mannheim – Musikalische Akademie – ARTHAUS MUSIK – Bestellnummer 10330975

Musikalische Akademie – Nationaltheater-Orchester Mannheim

WAGNER /  MOZART / STRAUSS
ARTHAUS MUSIK – DVD – Bestellnummer: 10330975

von Uschi Reifenberg

Der erste Lockdown im Frühjahr traf die gesamte Branche aller Kulturschaffenden mit unvorbereiteter Härte. Durch die erneute Schließung aller Kulturinstitutionen im November werden Künstler nun endgültig zu den traurigen Verlierern der Pandemie mit unvorhersehbaren Folgen. Auch die Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchester Mannheim musste in dieser Zeit drei ihrer geplanten Akademiekonzerte absagen, der Probenbetrieb wurde komplett eingestellt, was „eine singuläre Situation in 242 Jahre Akademiegeschichte“ darstellt, erklärte Marc Sickel, der geschäftsführende Intendant des Nationaltheater Mannheim.

Keine gemeinsamen Projekte entwickeln zu können, sich nicht zum Proben zu treffen, das „bedeutet den Entzug unserer Arbeitsgrundlage: (… ) es fehlt die direkte Kommunikation mit dem Publikum, mit dem man sich über die Kunst verständigen will“, so Generalmusikdirektor Alexander Soddy.

Alexander Soddy, Dirigent – Nikola Hillebrand, Sopran – Musikalische Akademie

Fritjof von Gagern, 1.Vorsitzender der Musikalischen Akademie ergänzt: „Ein großes, ein künstlerisch wertvolles Projekt war unbedingt erforderlich, um die Qualitäten des Nationaltheater-Orchesters nicht zu gefährden.“ Dies ist in einem beeindruckenden Konzertfilm, der nun als DVD erschienen ist, in höchstem Maße gelungen.

Musikalische Akademie Mannheim © Christian Kleiner

Musikalische Akademie Mannheim © Christian Kleiner

Die Aufnahme erfolgte Im Studio des Rhein-Neckar Fernsehen, es wurde selbstverständlich ein spezielles Hygiene- und Abstandskonzept erarbeitet, welches allen beteiligten Musikern und Beschäftigten im Studio höchste Sicherheit garantierte. Alexander Soddy und das Nationaltheater-Orchester stellten mit Werken der Komponisten Richard Wagner, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss ein exemplarisches Programm zusammen, welches die herausragende Qualität aller Beteiligten eindrucksvoll unter Beweis stellt. „Mit dem Fernsehkonzert wollen wir uns aber vor allem auch bei unserem Publikum bedanken, ohne dessen Unterstützung unsere Akademiekonzerte wahrscheinlich vor dem Aus stünden,“ erklärte Fritjof von Gagern. Er hoffe, (…) neben Klassik-Liebhabern auch neue Publikumsschichten zu erreichen und für klassische Musik begeistern zu können.

Richard Wagner Denkmal in Graupa © IOCO / TThielemann

Richard Wagner Denkmal in Graupa © IOCO / TThielemann

Richard Wagners Siegfried Idyll, seine wohl persönlichste und intimste Komposition, ist aufs engste mit seinem Leben verflochten und gilt als musikalisches Bekenntnis jener glücklichen Zeit, die Wagner mit seiner Familie in seinem Haus in Tribschen am Vierwaldstätter See bei Luzern verbrachte. Wagner hatte das Werk heimlich komponiert, sowohl als Geburtstagsgeschenk für seine Frau Cosima als auch aus Dankbarkeit über die Geburt seines Sohnes Siegfried, der 1869 das Licht der Welt erblickte. Uraufgeführt wurde dieses einsätzige Instrumentalstück am 25. Dezember 1870 als „Ständchen“ in kammermusikalischer Besetzung mit 13 Musikern im Treppenhaus von Wagners Villa unter seiner Leitung.

Aus dem Tribschener Familien Idyll wurde das Siegfried Idyll, das im doppelten Sinn auf seinen Sohn Siegfried, genannt Fidi, verweist wie auf das Musikdrama Siegfried, den 3.Teil des Ring des Nibelungen, an welchem Wagner zeitgleich arbeitete.

„Tribschener Idyll mit Fidi- Vogelgesang und Orange -Sonnenaufgang, als Symphonischer Geburtstagsgruss. Seiner Cosima dargebracht von ihrem Richard“, lautet der vollständige Titel der Handschrift und ist eine sinfonische Dichtung mit Anleihen thematischen Materials aus der Partitur des Siegfried. In Wagners musikalische Liebeserklärung an Cosima fliessen hauptsächlich Motive aus dem 3. Akt des Siegfried ein, in dem die Feier der Liebe von Siegfried und Brünnhildezum alles überragenden Thema wird. Motive aus dem „Waldweben“, ein Wiegenliedchen für den kleinen Siegfried, Vogel-, und beziehungsreiche Hornrufe verwebt Wagner in kontrapunktischer Kunstfertigkeit zu einem verinnerlichten, impressionistisch angehauchten musikalischen Kleinod.

Später erweiterte Wagner die Streicherbesetzung des Siegfried-Idyll und führte diese Fassung für größeres Orchester 1871 in Mannheim auf, organisiert von Emil Heckel, dem Gründer des ersten Wagner.Verbandes weltweit.

Musikalische Akademie - GMD Alexander Soddy © Gerard Collett

Musikalische Akademie – GMD Alexander Soddy © Gerard Collett

GMD Alexander Soddy und seine 13 hervorragend disponierten Musiker lassen in Richard Wagners  Siegfried-Idyll die Klangwelt zwischen Kammermusik und Sinfonik ideal verschmelzen. Mit sattem, dunklem Klang der Streicher beginnt die Einleitung, darüber spinnt die erste Violine mit fast klagendem Tonfall eine lange melodische Linie, die übergeht in das Hauptthema, dem „Reinheits-Motiv“ aus dem Musikdrama Siegfried. Vorherrschend ist hier in weiten Teilen eine elegische, vielleicht etwas zu dunkel timbrierte Farbgebung, die Soddy aber zunehmend aufhellt und damit zu jener Freude und positiven Grundstimmung findet, die Wagner in diesem sinfonischen Naturgemälde zum Ausdruck brachte. Soddy setzt auf Klarheit und kammermusikalische Transparenz. Er gestaltet mit großer Sensibilität feine Linien, welche bis in kleinste Verästelungen der Soloinstrumente wunderbar ausmusiziert werden. Die Farbpalette der einzelnen Instrumente wird differenziert ausgeleuchtet, gekonnt spürt er den Spannungsverläufen der wagnerischen Endlosbögen nach, die sich nach emphatischen Aufschwüngen in erlösender Ruhe entladen. Beglückend präzise und fein artikuliert geraten die Bläsereinsätze, vor allem im zart getupften Wiegenliedchen-Thema in der Oboe, oder den Vogelrufen der Flöte. Piano Passagen in lyrischer Verinnerlichung verdichten sich in lang angelegten Steigerungen zum jubilierenden Höhepunkt wie beim „Liebesbund-Motiv“ eindrucksvoll gelungen. Soddy erweist sich auch in diesem filigranen Werk als vorzüglicher Wagner Dirigent.

Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchester Mannheim

WAGNER /  MOZART / STRAUSS
ARTHAUS MUSIK – DVD – Bestellnummer: 10330975

Mit zwei Konzertarien von Wolfgang Amadeus Mozart „Mia speranza adorata“ und „No,no, che non sei capace“, die Mozart für die „geläufige Gurgel“ von Aloysia Weber komponiert hatte, bietet die junge Sopranistin Nikola Hillebrand eine beeindruckende Kostprobe ihrer virtuosen Gesangskunst. Von 2016 bis 2020 war sie Mitglied im Ensemble des Nationaltheater Mannheim, wo sie u.a. in Partien wie Königin der Nacht, Gilda oder Sophie im Rosenkavalier zu hören war. 2020 wechselte sie an die Dresdner Semperoper.

Nikola Hillebrand © Guido Werner

Nikola Hillebrand © Guido Werner

Nikola Hillebrand ist als Konzertsängerin international unterwegs, 2019 gewann sie den internationalen Wettbewerb Das Lied. Für Nikola Hillebrand „… verbindet sich in Mozarts Konzertarien alles miteinander“, was auch in seinen Opern zu finden ist. „… Dramatik, Lyrik, Koloratur. Es ist ein bisschen wie ein Gemisch aus verschiedenen Partien meines Repertoires- quasi eine Begegnung von Konstanze und Königin der Nacht. Eine Herausforderung, der ich mich nur zu gern stelle!

Dieser Herausforderung wird die anmutige Sängerin mit der starken Bühnenpräsenz in den immens schwierigen Arien fast durchweg gerecht. Ihr absolut höhensicherer lyrischer Sopran verfügt über eine breite Ausdrucksskala und wird in allen Lagen klangschön geführt. Mit viel Sensibilität spürt sie Mozarts Gefühlstiefe nach und weiß jeden Stimmungswechsel glaubhaft zu färben. Ihre Koloraturen perlen brillant und mühelos, Verzierungen geraten intonationssicher und leicht. Ihre Spitzentöne gelingen unforciert, kommen mit großer Leuchtkraft und melodische Bögen werden klug phrasiert. Alexander Soddy und die Musiker des Nationaltheater-Orchester begleiteten die Sopranistin höchst einfühlsam mit perfektem „Mozart-Sound“.

 Richard Strauss - hier :  Büste in Walhalla © IOCO / HGallee

Richard Strauss – hier : Büste in Walhalla © IOCO / HGallee

Richard StraussMetamorphosen für 23 Solostreicher“ ist ein Werk der Verinnerlichung, der Trauer und des Abschieds. Die Katastrophe des 2. Weltkrieges und die damit verbundenen persönlichen Erfahrungen des alternden Tondichters, insbesondere die Verzweiflung über die Zerstörung der von Strauss innig geliebten Kulturstätten wie dem Goethehaus oder der Münchner Oper, fließen in erschütternder Weise in dieses Werk ein.
Strauss notierte: „Am 1.Mai endete die schrecklichste Zeit der Menschheit. 12 Jahre lang regierten Bestialität, Ignoranz und das Analphabetentum unter der Leitung der größten Verbrecher. Gleichzeitig wurden die Früchte der deutschen kulturellen Entwicklung, die sich in 2000 Jahren entwickelten, dem Aussterben ausgeliefert und unersetzliche Gebäude und Kunstwerke durch kriminellen Soldatenpöbel zerstört. (…)“.

Fertiggestellt wurden die „Metamorphosen“ in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs, im April 1945 in seiner Villa in Garmisch Partenkirchen, 1946 wurden das Werk in Zürich uraufgeführt. Strauss schreibt: „Der Brand des Münchner Hoftheaters (…), wo mein guter Vater 49 Jahre im Orchester am 1.Horn saß (…), es war die größte Katastrophe, die je in mein Leben eingebrochen ist (…)“.

Es ist sein letztes Orchesterwerk, eine Trauerarbeit, rätselhaft und voller Bezüge, Assoziationen und Verweise. Strauss nimmt Abschied von der alten Welt, der untergegangenen abendländischen Kultur und wohl auch von seinem eigenen Schaffen. Der Titel „Metamorphosen“, Verwandlungen, also das Prinzip stetiger Veränderung, lässt vielfältige Deutungen zu. Das Thema der Verwandlung zieht sich leitmotivartig durch Strauss‘ Opernschaffen, seine damalige Beschäftigung mit Goethes Metamorphosenlehre hatte wohl auch entscheidenden Einfluss auf den Titel des Werkes.

Die 23 mit Hingabe musizierenden Streicher entwickeln unter Alexander Soddys suggestivem Dirigat hohes spieltechnisches Niveau, bestechen mit Synchronität und makelloser Intonation. Soddy bewegt sich gekonnt zwischen kammermusikalischer Intimität und opulentem sinfonischem Streicherklang und breitet über den expansiven Adagio-Satz düstere Schleier der Melancholie. In einem endlosen Lamentoso spüren die ausgezeichneten Streichersolisten durch verschlungene harmonische Pfade den Abgründen von Strauss‘ hochexpressiver Komposition nach.

Der Vielgestaltigkeit der Motive, ihrer Veränderungen und Entwicklungen entspricht eine differenzierte Ausdrucks- und Farbpalette, jede einzelne Stimme trägt zum ideal austarierten und abgerundeten Klangbild bei. Alle zusammen finden sich in kollektiver Verschmelzung der Wehmut vereint. Leise Anklänge der Hoffnung scheinen im bewegteren Mittelteil auf, der Klangstrom wird gebündelt, das motivische Geflecht verdichtet. Mit sinnlich betörenden Streicherwogen führt Soddy in einer groß angelegten vorwärtsdrängenden Steigerung das emphatisch aufspielender Orchester zu einem dramatischen Höhepunkt, um danach bruchlos und mit großer Ruhe wieder den langsamen Anfangsduktus des Adagio aufzunehmen.

Das eigentliche Thema, das immer wieder aufscheint, aber erst am Schluss in seiner Vollständigkeit vom Kontrabass zitiert wird, ist ein Hauptbezugspunkt des Werkes: Beethovens Trauermarschthema aus dem 2. Satz der 3. Sinfonie, der Eroica. Strauss schreibt an dieser Stelle in der Partitur: „IN MEMORIAM“. Mit Beethovens Heldenthema wird hier von Strauss symbolisch die klassisch- romantische Kompositionsweise zu Grabe getragen wie auch ihre Entwicklung bis 1945.

—| IOCO DVD-Rezension |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Oper Frankfurt Zuhause – im Netz aktiv, November 2020

November 5, 2020 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

www.oper-frankfurt.de/zuhause  –   „Oper Frankfurt Zuhause“

nachdem die Einschränkungen für Kulturinstitutionen im Rahmen der Corona-Krise den Monat November 2020 betreffend wiederaufgelegt wurden, führt die Oper Frankfurt auf ihrer Website unter www.oper-frankfurt.de/zuhause sowie an ausgewählten Terminen auf ihren Kanälen bei YouTube, Instagram oder Facebook ihr digitales Programm weiter. Angesprochen fühlen soll sich ein Publikum, welches in diesen Tagen nicht auf Oper verzichten will. Somit präsentiert „Oper Frankfurt Zuhause“ erneut Konzerte mit Ensemblesänger*innen und Musiker*innen aus dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Opernklassiker im Stream, Talkrunden zu vergangenen und kommenden Produktionen, Kinderformate und vieles mehr. Anbei erste Termine:


Oper Frankfurt / Domen Križaj und Mojca Bitenc © Rok Deželak

Oper Frankfurt / Domen Krizaj und Mojca Bitenc © Rok Dezelak

ab Freitag, 6. November 2020, 19.30 Uhr

Livestream mit Domen Križaj (Bariton), Mojca Bitenc (Sopran) und Felice Venanzoni (Klavier)

Seit Beginn der aktuellen Spielzeit verstärkt der slowenische Bariton Domen Križaj das Ensemble der Oper Frankfurt. Hier hat er sich bisher als Albert (Werther) und Lescaut (Manon Lescaut) bestens eingeführt. Bereits in der vergangenen Saison begeisterte er mit einem Liederabend. Nun präsentiert er sich erneut zu Klavierbegleitung, diesmal jedoch zusammen mit seiner Ehe- und Landsfrau, der Sopranistin Mojca Bitenc. Beide singen in diesem Livestream aus der Oper Frankfurt Arien und Duette von Mozart bis Tschaikowski und sind u.a. als das unglückliche Paar Nedda und Silvio aus Leoncavallos I Pagliacci zu erleben. Mit dem von Felice Venanzoni am Klavier begleiteten Abend eröffnet die Oper Frankfurt eine kleine Reihe, in der weitere Sänger-Paare im Rahmen live gestreamter Auftritte zu erleben sein werden.


Oper Frankfurt / Jack Swanson und Malcolm Martineau © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Jack Swanson und Malcolm Martineau © Barbara Aumüller

ab Samstag, 7. November 2020, 19.30 Uhr

Flashback: Liederabend von Jack Swanson (Tenor) und Malcolm Martineau (Klavier)

Der Tenor Jack Swanson feierte bisher mit virtuosen Partien des Belcanto-Repertoires zahlreiche Erfolge. Nach seinem umjubelten Debüt in der Partie des Rodrigo in Rossinis Otello kehrte der aufstrebende Sänger kürzlich für seinen ersten Liederabend an die Oper Frankfurt zurück und versetzte das Publikum in wahre „Jubellaune“. (Frankfurter Rundschau). Einen Mitschnitt dieses gefeierten Abends zeigt die Oper Frankfurt nun im Rahmen von „Oper Frankfurt Zuhause“. Am Klavier begleitet wird Jack Swanson von Malcolm Martineau, und auf dem Programm stehen u.a. Lieder von Beethoven, Schumann, Liszt und Poulenc.

Nähere Informationen sind unter www.oper-frankfurt.de/zuhause zu finden. Dort werden baldmöglichst auch weitere Termine innerhalb dieses Formats angekündigt. Zudem können auch vergangene Veranstaltungen der Reihe eingesehen werden.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Essen, Philharmonie Essen, Geigenstar Julia Fischer – Sir Antonio Pappano, 11.11.2020

Oktober 16, 2020 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Geigenstar Julia Fischer – Mozart mit der Accademia Nazionale

Auftakt der Residenz von Sir Antonio Pappano am 11. November 2020 in der Philharmonie Essen

Julia Fischer ist anstatt der Pianistin Yuja Wang zu Gast, die ihren Auftritt absagen musste. Es wird ein künstlerisches Gipfeltreffen: am Pult Sir Antonio Pappano, musikalischer Leiter der Londoner Oper und Chef der römischen Accademia Nazionale di Santa Cecilia – des italienischen Vorzeigesinfonieorchesters.

Philharmonie Essen / Julia Fischer © Uwe Arens

Philharmonie Essen / Julia Fischer © Uwe Arens

An seiner Seite die Geigenvirtuosin und Musikprofessorin Julia Fischer, die regelmäßig mit internationalen Top-Orchestern wie den Wiener Philharmonikern oder dem New York Philharmonic auftritt. Am Mittwoch, 11. November 2020, um 20 Uhr sind beide nun gemeinsam mit der Accademia Nazionale in der Philharmonie Essen zu erleben. Julia Fischer wird anstatt der Pianistin Yuja Wang zu Gast sein, die ihren Auftritt absagen musste. Das Konzert ist zugleich der erste Auftritt von Sir Antonio Pappano als Artist in Residence der Philharmonie Essen in dieser Spielzeit. Im Mittelpunkt des Abends stehen zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart: Julia Fischer wird das fünfte Violinkonzert A-Dur (KV 219) interpretieren, außerdem erklingt die Sinfonie Nr. 35 D-Dur (KV 385), auch bekannt als „Haffner-Sinfonie“. Einleiten wird das Orchester das Konzert zuvor mit der Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur, op. 9 von Arnold Schönberg.

Philharmonie Essen / Antonio Pappano © Ianniello Musacchio

Philharmonie Essen / Antonio Pappano © Ianniello Musacchio

Sir Antonio Pappano ist ein Kosmopolit: geboren in London, Sohn italienischer Eltern, Studium in den USA. Seit 2002 ist er musikalischer Leiter der Royal Opera in London, seit 2005 Chefdirigent der Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma, dem wichtigsten italienischen Sinfonieorchester. Als Gast ist er weltweit gefragt, ob bei den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra aus Amsterdam oder dem New York Philharmonic. Im Rahmen seiner Künstlerresidenz wird er insgesamt sechs Mal in der Philharmonie Essen zu erleben sein – neben Auftritten mit der dem Orchester und dem Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe auch als Pianist in einem kammermusikalischen Programm.

Karten (€ 25,00-65,00) sind erhältlich im TicketCenter (II. Hagen 2, 45127 Essen), unter Tel. 0201/81 22-200, per E-Mail unter tickets@theater-essen.de sowie online unter www.theateressen.de. Der Vorverkauf über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen ist aktuell nicht möglich.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

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