Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Trauer um Harry Kupfer _ 1935-2019, 30.12.2019

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 Staatsoper Unter den Linden –  Trauer um Harry Kupfer

Harry Kupfer, 12. August 1935 – 30. Dezember 2019, einer der zentralen Musiktheaterregisseure der vergangenen Jahrzehnte, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit seinen mehr als 200 Inszenierungen hat er die Kunst der Opernregie auf eine neue Höhe geführt und ihr nachhaltige Impulse für die Gegenwart und Zukunft gegeben. Die Staatsoper Unter den Linden, der Harry Kupfer ab den frühen 1970er Jahren bis zum Ende seines Lebens eng verbunden war, ist ihm für sein herausragendes künstlerisches Wirken zu größter Dankbarkeit verpflichtet. Harry Kupfer hat die Werke, die er gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf die Bühne gebracht hat, bis in ihre Tiefenschichten hinein befragt und gedeutet – seine Regiearbeiten zeugen von höchster handwerklicher Souveränität wie von außergewöhnlicher Gedanken- und Einfallsfülle.

Der Rosenkavalier mit Einführung von Harry Kupfer
youtube Trailer Salzburger Festspiele
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Oper war für Harry Kupfer etwas zutiefst Lebendiges, mit beständigen Verweisen auf das Hier und Jetzt. Seine Inszenierungen haben stets das Denken aller künstlerisch Beteiligten wie des Publikumsherausgefordert, mit unbedingter Energie und Überzeugungskraft ist es ihm gelungen, immer wieder Funken aus den Werken zu schlagen, auf dass sie aktuell und aussagekräftig bleiben. Bereits mit Mitte Zwanzig hatte Harry Kupfer mit dem Inszenieren von Opern begonnen. Nach seinem Debüt in Halle mit Dvoráks Rusalka übernahm der studierte Theaterwissenschaftler die Leitung des Opernensembles am Theater Stralsund und wurde 1962 Oberspielleiter im damaligen Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz. Vier Jahre darauf wurde Harry Kupfer Operndirektor am Deutschen Nationaltheater und an der Staatskapelle Weimar, bevor er 1972 als Operndirektor und Chefregisseur an die Staatsoper Dresden wechselte. 1981 wurde er als Chefregisseur an die Komische Oper Berlin berufen, die bis in die späten 1990er Jahre das Zentrum seines Wirkens war. Dort inszenierte er u. a. Wagners »Meistersinger von Nürnberg«, die Erstaufführungen (in der damaligen DDR) von Aribert Reimanns »Lear« und Händels »Giustino«, die Uraufführung von Siegfried Matthus’ Judith, Mussorgskys »Boris Godunow«, Glucks »Orfeo ed Euridice«, »Carmen – Eine Version« nach Bizet, Offenbachs »Hoffmanns Erzählungen« und »Orpheus in der Unterwelt«,Händels »Julius Cäsar in Ägypten«, Donizettis »Lucia di Lammermoor«, Strauß’ »Fledermaus«, Beethovens »Fidelio«, Henzes »König Hirsch« sowie einen von »Idomeneo« bis zur »Zauberflöte« reichenden und unter einem übergreifenden Konzept stehenden Mozart-Zyklus.

Macbeth 2016 Inszenierung Harry Kupfer
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden
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Noch 2019 führte er im Haus an der Behrenstraße bei Händels Poro Regie. Parallel zu seiner Arbeit an der Komischen Oper inszenierte Harry Kupfer auch an der benachbarten Deutschen Staatsoper Berlin, beginnend 1971 mit Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«, gefolgt von Verdis Othello 1972, der Uraufführung von Rainer Kunads »Sabellicus« 1974, Wagners »Parsifal« 1977 und Strauss’ »Salome« 1979, eine Produktion, die über eine Zeitraum von fast vier Jahrzehnten im Repertoire blieb. Ab 1992 inszenierte Harry Kupfer dann die zehn großen Wagner-Opern und -Musikdramen an der Staatsoper Unter den Linden, jeweils gemeinsam mit Daniel Barenboim als Dirigent sowie dem Bühnenbildner Hans Schavernoch. Von 1988 bis 1992 hatten Harry Kupfer und Daniel Barenboim bereits eine Neuproduktion von Wagners Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen realisiert. Ihre erste Zusammenarbeit an der Staatsoper galt »Parsifal«,im Anschluss folgte der komplette »Ring« bis 1996, bis 2001 dann alle weiteren Hauptwerke. Zu den FESTTAGEN 2002 wurde dann der zehnteilige Wagner-Zyklus zweimal hintereinander geboten, eine besondere Leistung in der Geschichte des Hauses. 2015 lebte die Kooperation von Harry Kupfer und Daniel Barenboim mit Beethovens »Fidelio« wieder auf. Zuletzt erarbeiteten sie 2018 Verdis Macbeth (youtube Trailer oben)  gemeinsam. Darüber hinaus schuf Harry Kupfer Inszenierungen in Graz, Kopenhagen, Amsterdam, Cardiff, Helsinki, London, Moskau, Zürich, Frankfurt, Köln, Mannheim, Stuttgart, München, Hamburg, Tel Aviv, San Francisco, Tokio und Sydney. In Wien inszenierte er insgesamt sieben Mal an der Staatsoper und der Volksoper, u. a. Krzysztof Pendereckis »Die schwarze Maske« und Strauss’ »Elektra« (beides Koproduktionen mit den Salzburger Festspielen), Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten«, Tschaikowskys »Eugen Onegin« und Mussorgskys »Boris Godunow«. Am Theater an der Wien entstanden Inszenierungen von Strauss’ »Ariadne auf Naxos« sowie die Uraufführungen der Musicals »Elisabeth« und »Mozart!«.

Lady Macbeth von Mzensk mit Einführung von Harry Kupfer
youtube Trailer Bayerische Staatsoper
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Zu Harry Kupfers Arbeiten der letzten Jahre zählten neben dem Berliner Macbeth Inszenierungen von Strauss’ Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen (Trailer oben) und von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an der Bayerischen Staatsoper München. Harry Kupfer war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste in Hamburg und der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden sowie Professor ander Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden.Mit Harry Kupfer verliert die Musik- und Opernwelt einen maßgeblichen Vertreter seines Fachs, einen der stilbildenden Regisseure des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsoper Unter den Linden, die seine intensive Arbeit und seine Begeisterung für die Sache, aber auch seine Zugewandtheit und Menschlichkeit hoch zu schätzen wussten, trauern um einen großen Künstler. Daniel Barenboim und alle Beteiligten gedachten Harry Kupfer bei dem heutigen Konzert zum Jahreswechsel mit einer Schweigeminute.

Im Namen der Staatsoper Unter den Linden,  Matthias Schulz, Daniel Barenboim, Ronny Unganz

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Kassel, Staatstheater Kassel, Idomeneo, Re di Creta – Wolfgang A. Mozart, 07.12.2019

November 26, 2019 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 Idomeneo, Re di Creta –  Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Samstag, 7. Dezember, 19 Uhr, weitere Vorstellungen: 11.12. (19 Uhr), 14.12. (19 Uhr), 20.12. (19 Uhr), 29.12. (18 Uhr), Soiree und Kostprobe: Donnerstag, 28. November, 18 Uhr

Mozart hegte eine besondere Vorliebe für Idomeneo, und zweifellos ist die 1781 uraufgeführte große Choroper eines seiner ersten dramatischen Meisterwerke. Einerseits in der Tradition der italienischen Opera seria stehend, enthält Idomeneo zugleich zahlreiche Elemente der Tragèdie lyrique, die Mozart hier meisterlich mit seinem Personalstil und einem farbenprächtigen Orchestersatz vereint.

Zur Handlung: Der kretische König Idomeneo kehrt nach jahrelangem Krieg in Troja siegreich in die Heimat zurück. Als er kurz vor Kreta in Seenot gerät, schwört er dem Meeresgott Neptun, ihm für seine Rettung den ersten Menschen zu opfern, den er nach seiner Rettung an Land sieht. Es ist sein eigener Sohn Idamante. Der ist zutiefst verstört, als er vom eigenen Vater zurückgestoßen wird. Dazu hat Idamante noch ganz andere Probleme, steht er doch zwischen zwei Frauen: Elektra, der Tochter Agamemnons, und der als Kriegsgefangene nach Kreta verschleppten trojanischen Prinzessin Ilia.

Idomeneo versucht alles, um seinen Sohn zu schützen – bis Kreta derart von Katastrophen heimgesucht wird, dass das verängstigte Volk ihn beschwört, endlich zu handeln und das versprochene Opfer zu bringen. Doch Ilia ist bereit, ihr Leben für den geliebten Idamante zu geben …

Am Samstag, 7. Dezember 2019, feiert Idomeneo unter der musikalischen Leitung von Jörg Halubek und in einer Inszenierung von Lorenzo Fioroni Premiere am Staatstheater Kassel.

Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

In der Titelpartie ist als Gast Lothar Odinius zu erleben, der sein gefeiertes Debüt am Staatstheater Kassel 2018 als Loge im Rheingold gegeben hat. Odinius gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals sowie an renommierten Opernhäusern wie dem Opernhaus Zürich, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris, in Glyndebourne und bei den Bayreuther Festspielen. Den Schwerpunkt seines breit gefächerten Opernrepertoires bilden die großen Tenorpartien der Mozartopern.

Die Partie des Idamante übernimmt die Mezzosopranistin Maren Engelhardt, die seit 2009/10 dem Ensemble des Staatstheaters Kassel angehört und hier bereits in zahlreichen großen Partien zu erleben war, darunter Annio („La clemenza di Tito“), Dorabella („Così fan tutte“), Femme („La Voix Humaine“), Octavian („Der Rosenkavalier), Cecilio („Lucio Silla“) und Romeo („I Capuleti e i Montecchi“). Für ihre herausragenden Leistungen erhielt sie 2013 den VolksBühne-Preis und 2019 den Irma-Jansa-Gesangspreis.

Weitere Solist*innen sind Vida Mikneviciute als Elektra (ab dem 28. Januar 2020 übernimmt Nicole Chevalier die Partie), Elizabeth Bailey als Ilia, Younggi Moses Do als Arbaces, Bassem Alkhouri als Oberpriester des Neptun sowie Marc-Olivier Oetterli als Stimme des Orakels.

Regisseur Lorenzo Fioroni, 2005 mit dem Götz-Friedrich-Preis für Regie und 2017 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet, hat am Staatstheater Kassel bereits mehrfach inszeniert: So führte er u.a. Regie bei einem vielbeachteten Wagner-Zyklus und zuletzt 2014 bei Strauss‘ „Rosenkavalier“. Jörg Halubek ist ein gefragter Spezialist für historische Aufführungspraxis und Alte Musik und Gründer des Barockensembles „il Gusto Barocco“. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, darunter Mozarts „Lucio Silla“, „Iphigenie“ von Gluck und „Saul“ von Händel. „Idomeneo“ ist nach „Krönung der Poppea“ 2018 am Nationaltheater Mannheim die zweite Zusammenarbeit von Fioroni und Halubek.

Wissenswertes rund um „Idomeneo“ und Einblicke in die Neuproduktion bietet am Donnerstag, 28. November, für 7 Euro Eintritt eine Opernsoiree mit anschließender „Kostprobe“, einer öffentlichen Bühnen-Orchester-Probe. Beginn ist um 18 Uhr.

Karten für die „Kostprobe“ sowie für die Premiere und Folgevorstellungen sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de. Wenn nicht anders angegeben, beginnen die „Idomeneo“-Vorstellungen bereits um 19 Uhr.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Lorenzo Fioroni, Bühne: Ralf Käselau, Kostüme: Annette Braun, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor-Einstudierung Marco Zeiser Celesti

Mit Lothar Odinius (Idomeneo, König von Kreta), Maren Engelhardt (Idamante, sein Sohn), Vida Mikneviciute / Nicole Chevalier (Elektra, Tochter des Agamemnon), Elizabeth Bailey (Ilia, Tochter des Priamos), Younggi Moses Do (Arbaces, Vertrauter des Königs), Bassem Alkhouri (Der Oberpriester des Neptun), Marc-Olivier Oetterli (Stimme des Orakels), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

 

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Idomeneo, Re di Creta – Wolfgang A Mozart , 07.12.2019

Oktober 24, 2019 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Idomeneo, Re di Creta – Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Samstag, 7. Dezember, 19 Uhr, weitere Vorstellungen: 11.12. (19 Uhr), 14.12. (19 Uhr), 20.12. (19 Uhr), 29.12. (18 Uhr)

Der kretische König Idomeneo kehrt nach jahrelangem Krieg in Troja siegreich in die Heimat zurück. Als er kurz vor Kreta in Seenot gerät, schwört er dem Meeresgott Neptun, ihm für seine Rettung den ersten Menschen zu opfern, den er nach seiner Rettung an Land sieht. Es ist sein eigener Sohn Idamante. Der ist zutiefst verstört, als er vom eigenen Vater zurückgestoßen wird. Dazu hat Idamante noch ganz andere Probleme, steht er doch zwischen zwei Frauen: Elektra, der Tochter Agamemnons, und der als Kriegsgefangene nach Kreta verschleppten trojanischen Prinzessin Ilia.

Idomeneo versucht alles, um seinen Sohn zu schützen – bis Kreta derart von Katastrophen heimgesucht wird, dass das verängstigte Volk ihn beschwört, endlich zu handeln und das versprochene Opfer zu bringen. Doch Ilia ist bereit, ihr Leben für den geliebten Idamante zu geben …

Wolfgang Amadeus Mozart, Wien © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart, Wien © IOCO

Mozart selbst hegte eine besondere Vorliebe für „Idomeneo“. Und zweifellos ist die 1781 uraufgeführte große Choroper eines seiner ersten dramatischen Meisterwerke, trotz oder wegen der unterschiedlichen Theaterformen, aus denen Mozart hier etwas Neues kreiert hat. Einerseits in der Tradition der italienischen Opera seria stehend, enthält „Idomeneo“ zugleich zahlreiche Elemente der Tragèdie lyrique, die Mozart hier meisterlich mit seinem Personalstil und einem dichten, farbenprächtigen Orchestersatz vereint.

Regisseur Lorenzo Fioroni sieht in „Idomeneo“ den „vulkanischen Ausdruck eines Genies“ und ein im besten Sinn experimentelles Werk. Fioroni, der 2005 mit dem Götz-Friedrich-Preis für Regie und 2017 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet wurde, hat am Staatstheater Kassel bereits mehrfach inszeniert: So führte er u.a. Regie bei einem vielbeachteten Wagner-Zyklus mit „Der fliegende Holländer“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ und zuletzt 2014 bei Strauss‘ „Rosenkavalier“.

Jörg Halubek (Musikalische Leitung) ist ein gefragter Spezialist für historische Aufführungspraxis und Alte Musik und Gründer des Barockensembles „il Gusto Barocco“. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, darunter Mozarts „Lucio Silla“, „Iphigenie“ von Gluck und „Saul“ von Händel. „Idomeneo“ ist nach „Krönung der Poppea“ 2018 am Nationaltheater Mannheim seine zweite Zusammenarbeit mit Lorenzo Fioroni.

Lothar Odinius (Idomeneo) gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals und in den wichtigen Konzertsälen von Berlin über Wien und London bis New York sowie an renommierten Opernhäusern wie dem Opernhaus Zürich, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris, in Glyndebourne und bei den Bayreuther Festspielen. Den Schwerpunkt seines breit gefächerten Opernrepertoires bilden die großen Tenorpartien der Mozartopern. Am Staatstheater Kassel war Odinius bereits in der Saison 2018-19 mit seinem gefeierten Debüt als Loge im Rheingold zu erleben.

Maren Engelhardt studierte am Mozarteum ihrer Heimatstadt Salzburg und später an der Wiener Musikuniversität. Seit 2009-10 gehört sie dem Ensemble des Staatstheaters Kassel an und war hier bereits in zahlreichen großen Partien zu erleben, darunter Annio („La clemenza di Tito“), Dorabella („Così fan tutte“), Femme („La Voix Humaine“), Octavian („Der Rosenkavalier), Cecilio („Lucio Silla“) und Romeo („I Capuleti e i Montecchi“). Für ihre herausragenden Leistungen erhielt sie 2013 den VolksBühne-Preis und 2019 den Irma-Jansa-Gesangspreis.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Lorenzo Fioroni, Bühne: Ralf Käselau, Kostüme: Annette Braun, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor-Einstudierung Marco Zeiser Celesti

Mit Lothar Odinius (Idomeneo, König von Kreta), Maren Engelhardt (Idamante, sein Sohn), Vida Mikneviciute / Nicole Chevalier (Elektra, Tochter des Agamemnon), Elizabeth Bailey (Ilia, Tochter des Priamos), Younggi Moses Do (Arbaces, Vertrauter des Königs), Bassem Alkhouri (Der Oberpriester des Neptun), Marc-Olivier Oetterli (Stimme des Orakels), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, HIGHLIGHTS – AUGUST / SEPTEMBER 2019

August 2, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HIGHLIGHTS  IM AUGUST UND SEPTEMBER 2019

Otello –  Premiere, Sonntag, 8. September 2019

OTELLO –  Premiere / Frankfurter Erstaufführung
Dramma per musica in drei Akten von Gioachino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sesto Quatrini; Regie: Damiano Michieletto

Mitwirkende: Enea Scala (Otello), Karolina Maku?a (Desdemona); Theo Lebow (Jago),
Jack Swanson (Rodrigo), Thomas Faulkner (Elmiro Barberigo), Kelsey Lauritano (Emilia),
Hans-Jürgen Lazar (Doge), Michael Petruccelli (Lucio / Ein Gondoliere)

Weitere Vorstellungen: 12., 21., 29. (18.00 Uhr) September, 3. (18.00 Uhr), 12., 20. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Oktober 2019

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Übernahme einer Produktion des Theater an der Wien, Premiere 19. Februar 2016 Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Otello - Enea Scala Tenor © Simon Pauly

Oper Frankfurt / Otello – Enea Scala Tenor © Simon Pauly

Am 4. Dezember 1816 kam Otello von Gioachino Rossini (1792-1868) im Teatro del Fondo in Neapel zur Uraufführung – und somit weder am ursprünglich vorgesehenen Aufführungsort noch zum eigentlich geplanten Premierentermin. Das Libretto stammt aus der Feder Francesco Maria Berios, dem Bearbeitungen der Shakespeare-Tragödie von Jean François Ducis und Giovanni Carlo Cosenza als Vorlagen dienten. Die erfolgreiche Oper fand bis zum Erscheinen von Verdis gleichnamigem Werk 1887 über Italien hinaus europaweite Verbreitung. Das Haus am Willy-Brandt-Platz beginnt mit Otello seine Reihe von Frankfurter Erstaufführungen dreier Werke Rossinis in der Spielzeit 2019/20.

Oper Frankfurt / Otello - Damiano Michieletto © Fabio Lovino

Oper Frankfurt / Otello – Damiano Michieletto Regie  © Fabio Lovino

Der venezianische Feldherr Otello wird nach seiner siegreichen Rückkehr aus Zypern in Venedig erwartet. Der Afrikaner ist heimlich mit Elmiros Tochter Desdemona verlobt. Auf diese hat jedoch auch Rodrigo, der Sohn des Dogen, ein Auge geworfen. Elmiro, der Otello ebenfalls feindlich gesinnt ist, verspricht Rodrigo die Hand seiner Tochter. Otello erscheint während der Trauung und macht seine Verlobung publik, woraufhin sich Desdemona der Heirat mit Rodrigo verweigert. Jago beschließt, die Hochzeit Desdemonas und Otellos zu verhindern: Durch eine Intrige gelingt es ihm, Otellos Eifersucht zu entfachen. Infolgedessen erdolcht der rachsüchtige Feldherr die Geliebte. Als Jagos Machenschaften ans Licht kommen, bereut Otello seine Tat und setzt auch seinem Leben ein Ende.

Die musikalische Leitung übernimmt Sesto Quatrini, derzeitiger Künstlerischer Leiter des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett in Vilnius. Der Italiener ist erstmals in Frankfurt zu Gast und dirigierte unlängst Offenbachs Coscoletto beim Festival della Valle d’Itria. Donizettis L’elisir d’amore wird den Maestro zu den Tiroler Festspielen Erl führen. Die 2016 in Wien entstandene Inszenierung stammt von dem Venezianer Damiano Michieletto und wird nun nach Frankfurt übernommen. Nach der Premiere am Theater an der Wien war im Kurier zu lesen: „Damiano Michieletto gelingt szenisch ein großer, in sich stimmiger Wurf.“ In der vergangenen Spielzeit stellte sich der international gefragte Opernregisseur mit Franz Schrekers Der ferne Klang am Main vor und eröffnete jüngst mit der Händel-Oper Alcina die Salzburger Pfingstfestspiele. Zu seinen Plänen zählt u.a. Donizettis Don Pasquale am Royal Opera House Covent Garden London. In Frankfurt wird seine Inszenierung in vollständig neuer Besetzung dargeboten: In der Titelpartie gibt der italienische Tenor Enea Scala sein Hausdebüt. Pirro in Rossinis Ermione führt den auch im Konzert- und Oratorienrepertoire beheimateten Sänger ans Teatro di San Carlo in Neapel. Ebenso gastiert sein amerikanischer Fachkollege Jack Swanson (Rodrigo) zum ersten Mal im Haus am Willy-Brandt-Platz. Conte Almaviva in Rossinis Il barbiere di Siviglia an der Santa Fe Opera gehört zu seinen aktuellen Aufgaben. Alle übrigen Partien, angeführt von Karolina Maku?a (Desdemona), Theo Lebow (Jago) und Thomas Faulkner (Elmiro Barberigo), sind mit Mitgliedern des Ensembles sowie des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.


Oper Frankfurt / Radamisto - Zenobia und Radamisto © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Radamisto – Zenobia und Radamisto © Barbara Aumüller

Radamisto –  Sonntag, 25. August 2019  – Erste Wiederaufnahme

Oper in zwei Teilen von Georg Friedrich Händel,  In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln, Musikalische Leitung: Simone Di Felice; Regie: Tilmann Köhler

Mitwirkende: Dmitry Egorov (Radamisto), Zanda Šv?de (Zenobia), Jenny Carlstedt (Polissena), Kihwan Sim (Tiridate), Kateryna Kasper (Tigrane), Vince Yi (Fraarte), Božidar Smiljani? (Farasmane)

Weitere Vorstellungen: 1., 5., 14. September, 29. (18.00 Uhr) Dezember 2019, 4., 12. (15.30 Uhr), 18. Januar 2020

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr, Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Am 3. April 2016 feierte Radamisto von Georg Friedrich Händel (1685-1759) in der Inszenierung von Tilmann Köhler im Bockenheimer Depot seine Frankfurter Erstaufführung. Wie bereits 2012/13 bei Köhlers Sicht auf Händels Teseo im Rahmen seines ebenfalls im Depot erfolgten Opern- und Frankfurt-Debüts zu beobachten war, sprang auch hier der Funke sofort aufs Publikum über. Und so war seinerzeit in der Frankfurter Neuen Presse zu lesen: „Tilmann Köhler heißt der junge Schauspielregisseur, dem jetzt im Bockenheimer Depot mit einfachen Mitteln Großes gelingt: Wache Personenregie, sparsame, aber wirkungsvoll eingeblendete Kriegsvideos und die richtige Prise Galgenhumor – schon wird aus Händels posenanfälliger Oper ein dichtes Kammerspiel erster Güte.“ Die musikalische Leitung lag seinerzeit bei Solorepetitor Simone Di Felice, der dem Haus mittlerweile seit 2017/18 als Kapellmeister verbunden ist. „Das Publikum beschränkt sich nicht aufs Klatschen, sondern feiert Ensemble und Orchester unter Leitung von Simone Di Felice mit heftigem Getrampel“, attestierte der Kritiker des Wiesbadener Kurier. Und auch der Sänger der Titelpartie wurde bejubelt: „Countertenor Dmitry Egorov (…) ist ein beeindruckend virtuoser Interpret der anstrengenden Titelpartie, die Händel dem legendären Kastraten Senesino anvertraut hatte“ (Allgemeine Zeitung Mainz). So trifft es sich gut, dass sowohl der Dirigent als auch der Sänger der Titelpartie bei der ersten Wiederaufnahme der Produktion aus der Spielzeit 2015/16 wieder mit dabei sind – diesmal jedoch im Opernhaus, in das die Inszenierung übernommen wird.

Oper Frankfurt / Radamisto - v.l.n.r. Farasmane, Tiridate und Zenobia © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Radamisto – v.l.n.r. Farasmane, Tiridate und Zenobia © Barbara Aumüller

Zum Inhalt: Der armenische König Tiridate ist unsterblich in Zenobia, Gemahlin des thrakischen Prinzen Radamisto, verliebt. Aus diesem Grund hat er seine eigene Frau Polissena, die Schwester Radamistos, verstoßen und Thrakien den Krieg erklärt. In dessen Verlauf gedenkt er nicht nur das Land, sondern auch die Angebetete zu erobern. Doch Zenobia weist ihn zurück – zu groß ist ihre Liebe zu Radamisto. Ähnlich fühlt Polissena: Trotz zahlreicher Demütigungen des Tyrannen steht sie unverbrüchlich zu ihm und rettet ihm sogar mehrfach das Leben. Die Treue der Frauen trotzt also jeder Gewalt. Als Tiridate merken muss, dass ihn sein Kriegsglück verlassen hat, gibt er vor, sowohl auf Thrakien als auch auf Zenobia zu verzichten und zu Polissena zurückkehren zu wollen…

Während auch die Ensemblemitglieder Kihwan Sim (Tiridate) und Kateryna Kasper (Tigrane) sowie Gast-Countertenor Vince Yi (Fraarte) wie in der Premiere besetzt sind, gibt es zudem einige neue Namen zu verkünden: So kehrt Jenny Carlstedt, bis 2015/16 Frankfurter Ensemblemitglied, als Polissena gastweise an ihr ehemaliges Stammhaus zurück. Neu in der Produktion sind zudem die aktuellen Ensemblemitglieder Zanda Svede (Zenobia) und Božidar Smiljani? (Farasmane).


IDOMENEO – Samstag, 31. August 2019 – Zweite Wiederaufnahme
 Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Rasmus Baumann; Regie: Jan Philipp Gloger

Oper Frankfurt / Idomeneo - Idomeneo und Neptun © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Idomeneo – Idomeneo und Neptun
© Barbara Aumüller

Mitwirkende: Attilio Glaser (Idomeneo), Cecelia Hall (Idamante), Florina Ilie (Ilia),
Ambur Braid (Elektra), Michael Porter (Arbace), Michael McCown (Oberpriester des Neptun), Kihwan Sim / Anthony Robin Schneider (Die Stimme) u.a.

Weitere Vorstellungen: 7., 15. (Oper für Familien, 18.00 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren), 22. (18.00 Uhr), 27. September 2019, Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr, Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Mit Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gab Jan Philipp Gloger, mittlerweile Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg, 2012/13 sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt, nachdem 2012 seine Sicht auf Wagners Der fliegende Holländer bei den Bayreuther Festspielen herausgekommen war. Nach der Mozart-Premiere am 17. März 2013 konnte man im Darmstädter Echo lesen: „Gloger inszeniert die Geschichte von Idomeneo als packendes Psychodrama, dessen zerstörerische Kraft sich aus den Wunden der Vergangenheit herleitet.“ Und der Kritiker der Neuen Musikzeitung (www.nmz.de) konstatierte: „Uneingeschränkter Jubel für den Mythos von Gestern und seine bestürzende Gültigkeit für Heute.“ Wie Krieg und der Wille zur Macht das Handeln von Menschen beeinflussen, kann man in Glogers Inszenierung besonders an der Titelfigur exemplarisch beobachten.

Oper Frankfurt / Idomeneo - Idomeneo und Neptun © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Idomeneo – Idomeneo und Neptun © Barbara Aumüller

Idomeneo, König von Kreta, entkommt auf seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg nur knapp einem Seesturm, indem er in seiner Not dem Meeresgott Poseidon ein Opfer verspricht: Der erste Mensch, dem er am Strand begegnet, soll für seine Errettung sterben. Das Schicksal will es, dass ihm ausgerechnet sein eigener Sohn Idamante freudig entgegentritt. Der zwischen zwei Frauen – der trojanischen Prinzessin Ilia und Agamemnons Tochter Elektra – stehende, unwissende junge Mann kann sich die Ablehnung des unglücklichen Vaters nicht erklären. Erst nachdem er von dem Schwur erfährt, beginnt er zu verstehen. Als Poseidon ein Meeresungeheuer schickt und damit auf Erfüllung des Eides drängt, ist Idamante bereit, für sein Volk zu sterben. Ilia tritt daraufhin für den Geliebten ein, worauf der Gott ein Einsehen hat. Dessen Forderung, Idamante den Thron zu überlassen, gibt Idomeneo nach – das Volk ist gerettet.
Die zweite Wiederaufnahme der Produktion aus der Spielzeit 2012/13 wartet mit einer Reihe von Neubesetzungen auf: Dirigent Rasmus Baumann ist seit 2014 Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Orchester des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen, und war hier zuletzt 2017/18 für die Wiederaufnahme von Barbers Vanessa zu Gast. Die Titelpartie übernimmt der junge deutsche Tenor Attilio Glaser, seit 2016 Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Dort gehören zu seinen aktuellen Aufgaben Walther von der Vogelweide in Wagners Tannhäuser (auch an der Nationale Opera & Ballett Amsterdam), der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto (auch an der Wiener Staatsoper) und Cassio in Verdis Otello. Zu seinen Plänen gehören Da-Ud in Strauss’ Die ägyptische Helena und Narraboth in Strauss’ Salome an der Mailänder Scala. An der Oper Frankfurt debütierte er 2017/18 als Massenets Werther und wird im April 2020 als Wilhelm Meister in Ambroise Thomas’ Mignon (konzertant) hierher zurückkehren. Alle weiteren Neubesetzungen stammen aus dem Ensemble sowie dem Opernstudio der Oper Frankfurt: Die amerikanische Mezzosopranistin Cecelia Hall (Idamante) verkörperte hier kürzlich Marguerite in Berlioz’ La Damnation de Faust (Fausts Verdammnis), während die aus Rumänien stammende Sopranistin Florina Ilie (Ilia) u.a. als Valencienne in Lehárs Die lustige Witwe zu erleben war. Ambur Braid (Elektra) erstaunte kürzlich mit den halsbrecherischen Koloraturen der Scintilla in Madernas Satyricon im Bockenheimer Depot. Im März 2020 wird die kanadische Sopranistin Strauss’ Salome im Rahmen einer Frankfurter Neuproduktion verkörpern. Der amerikanische Tenor Michael Porter (Arbace) debütierte 2018 als Monostatos in Mozarts Die Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen und gab jüngst seinen ersten Liederabend im Rahmen der hochkarätig besetzen Reihe der Oper Frankfurt. Sein Landsmann Michael McCown (Oberpriester des Neptun) sang kürzlich Mastro Trabuco in Verdis La forza del destino. Der südkoreanische Bass Kihwan Sim singt in der ersten Vorstellung der Serie am 31. August 2019 Die Stimme, anschließend übernimmt diese Partie sein österreichisch-neuseeländischer Fachkollege Anthony Robin Schneider, welcher kürzlich als Wirt des Gasthauses „Zum Schwan“ in Schrekers Der ferne Klang sein Frankfurt-Debüt gab.


Oper Frankfurt /Julietta - Julietta und Michel © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt /Julietta – Julietta und Michel © Barbara Aumüller

Freitag, 13. September 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
JULIETTA

Lyrische Oper in drei Akten von Bohuslav Martin?
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Alexander Prior; Regie: Florentine Klepper

Mitwirkende: Juanita Lascarro (Julietta), Ian Koziara (Michel), Jonathan Abernethy, Iain MacNeil, Alexander Kiechle, Nina Tarandek, Magnús Baldvinsson, Judita Nagyová, Julia Moorman,
Kelsey Lauritano, Michael Petruccelli (verschiedene Bewohner des Städtchens)
Weitere Vorstellungen: 20., 28. September, 5. Oktober 2019
Alle diese Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Die vom Surrealismus inspirierte Oper Julietta des tschechischen Komponisten Bohuslav Martin? (1890-1959) feierte in der Regie von Florentine Klepper am 21. Juni 2015 Premiere an der Oper Frankfurt. Presse und Publikum zeigten sich der Produktion gegenüber aufgeschlossen, zumal das Werk relativ selten auf den Spielplänen der internationalen Opernhäuser zu finden ist. So schrieb etwa die Kritikerin des Darmstädter Echos: „Die verwickelte, mit vielen surrealen Episoden angereicherte Opernhandlung zwischen Illusion und Realität in der Schwebe zu halten, ist ein Balanceakt für die Regie. Florentine Klepper gelingt er deshalb so überzeugend, weil sie das Stück zu keinem Moment in neblige Traumwelten entgleiten lässt, sondern die inneren Konflikte mit messerscharfen Konturen herausarbeitet.“
Zum Inhalt: Michel, ein Buchhändler aus Paris, kehrt von Sehnsucht getrieben in eine kleine Stadt am Meer zurück, um ein Mädchen zu suchen, das er dort einst singen hörte. Die Einwohner der Stadt können ihm nicht helfen, da sie auf rätselhafte Weise ihr Gedächtnis verloren haben. Als Michel die Unbekannte namens Julietta schließlich findet, erhofft er sich Erklärungen für die verloren gegangenen Erinnerungen der Bewohner, doch auch sie kann ihm keine Antworten geben. Mehr und mehr wird Michel in die Welt ohne Vergangenheit hineingezogen…

Oper Frankfurt /Julietta - Michel und im Hintergrund Juliettal © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt /Julietta – Michel und im Hintergrund Juliettal © Barbara Aumüller

Der junge britische Dirigent und Komponist Alexander Prior ist Chefdirigent des kanadischen Edmonton Symphony Orchestra. Nun kehrt er für die Wiederaufnahme dieser Produktion aus der Spielzeit 2014/15 zurück an die Oper Frankfurt, wo er 2017/18 mit der ersten Wiederaufnahme von Verdis Rigoletto zu erleben war. Im Winter 2019 steht Dvo?áks Rusalka bei den Tiroler Festspielen in Erl in seinem Kalender. Die premierenbewährte Juanita Lascarro verkörpert erneut die Titelpartie. Der Kritiker der Neuen Musikzeitung (www.nmz.de) schrieb seinerzeit über das langjährige Ensemblemitglied der Oper Frankfurt: „Inmitten eines exquisiten Ensembles, das in verschiedene, skurril hübsche Rollen schlüpfte, war Juanita Lascarro eine wirklich verführerische Julietta.“ Zu ihren jüngsten Aufgaben 2018/19 gehören die Hanna Glawari in der Frankfurter Wiederaufnahme von Franz Lehárs Die lustige Witwe sowie die Verkörperung der gleichen Partie in einer Neuproduktion am Theater Heidelberg. Zuvor sang sie Giulietta in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen am Theater Freiburg und wird 2019/20 in Frankfurt als Flotows Martha zu erleben sein. In Julietta ist nun der aus Chicago stammende Tenor Ian Koziara (Michel) Juanita Lascarros Partner. Das Mitglied des Lindemann Young Artist Development Program an der Metropolitan Opera erzielte kürzlich einen überragenden Erfolg als Fritz in Schrekers Der ferne Klang. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehören Tenor / Bacchus in Strauss’ Ariadne auf Naxos und Torquemada in Ravels L’Heure espagnole an der Wolf Trap Opera in Virginia / USA. Die verschiedenen Bewohner des Städtchens werden überwiegend von Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios verkörpert. Dabei werden die premierenbewährten Sänger*innen Nina Tarandek, Magnús Baldvinsson und Judita Nagyová ergänzt durch die „Neueinsteiger*innen“ Jonathan Abernethy, Iain MacNeil, Alexander Kiechle, Julia Moorman, Kelsey Lauritano und Michael Petruccelli.


Oper Frankfurt / Liederabend - Jakub Józef Orli?ski -Countertenor © Jiyang Chen

Oper Frankfurt / Liederabend – Jakub Józef Orli?ski -Countertenor © Jiyang Chen

Dienstag, 3. September 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Liederabend
JAKUB JÓZEF ORLI?SKI, Countertenor
MICHAL BIEL, Klavier

Werke von Georg Friedrich Händel, Giuseppe Maria Orlandini, Giovanni Battista Bononcini,
Luca Antonio Predieri und Francesco Bartolomeo Conti sowie Karol Szymanowski, Tadeusz Baird
und Pawel ?ukaszewski
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Er ist mit sicheren Schritten auf dem Weg, einer der großen Countertenöre unserer Zeit zu werden. Mit seiner betörenden Stimme hat der junge polnische Künstler Frankfurt einen unvergesslichen Rinaldo geschenkt. Überaus virtuos und glaubhaft führte er durch die emotionalen Höhen und Tiefen dieses verzweifelt liebenden Kriegers und überraschte mit atemberaubendem Körpereinsatz. Breakdance und Barock sind bei Jakub Józef Orli?ski alles andere als ein Widerspruch – sie sind die Freiheit des Hier und Jetzt. Kein Wunder, dass die Opernwelt auf dieses energiegeladene Talent blickt. Sein erstes Solo-Album Anima sacra stellte er gemeinsam mit dem Ensemble Il pomo d’oro auf einer ausgedehnten Europa-Tournee vor. Seit dem Studium in New York tritt er regelmäßig mit dem polnischen Pianisten Micha? Biel auf. Dass dabei nicht nur barockes Repertoire auf dem Programm steht, sondern auch der ein oder andere Sprung Richtung Gegenwart vollführt wird, lässt einen großartigen Frankfurter Liederabend erwarten.

Oper Frankfurt / Liederabend - Jakub Józef Orli?ski (Countertenor) und Micha? Biel (Pianist) ©Honorata Karapuda

Oper Frankfurt / Liederabend – Jakub Józef Orli?ski (Countertenor) und Micha? Biel (Pianist) ©Honorata Karapuda

Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

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