Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Premiere IDOMENEO – Wolfgang A Mozart, 22.03.2020

März 10, 2020 by  
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Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 IDOMENEO – Wolfgang Amadeus Mozart

David McVicar,  Andrew Staples, Anna Prohaska, Olga Peretyatko

Premiere 22. März 2020 18:00 Uhr

in der Inszenierung von David McVicar und unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle – mit Andrew Staples, Magdalena Kožená, Anna Prohaska und Olga Peretyatko

Am 22. März feiert Wolfgang Amadeus Mozarts IDOMENEO in der Inszenierung von David McVicar und unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Das Bühnenbild entwirft Vicki Mortimer, die Kostüme stammen von Gabrielle Dalton. In der Titelpartie ist Andrew Staples zu erleben, in der Rolle des Idamante Magdalena Kožená. Anna Prohaska und Olga Peretyatko geben ihre Rollendebüts als Ilia und Elettra. Es spielt die Staatskapelle Berlin.

Im Alter von 25 Jahren schuf Mozart mit IDOMENEO seine experimentellste Oper, in der er mit der traditionellen Form der Barockoper an vielen Stellen brach. Die archaische Geschichte handelt vom kretischen König Idomeneo, der seinen Sohn Idamante opfern muss, um den Gott Neptun zu besänftigen. Eindringlich schildert Mozart in der Musik sowohl den Sturm auf dem Meer als auch die aufwallenden Gefühle, denen die Figuren hilflos ausgeliefert sind. David McVicar überträgt die von den Göttern entfesselten Naturgewalten mithilfe eines 10-köpfigen Tänzerensembles, choreographiert von Colm Seery, auf die Bühne.

Die Zauberflöte – noch inzeniert von August Everding
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden
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Wolfgang Amadeus Mozart ist in dieser Spielzeit ein Schwerpunkt gewidmet: Am 5. April feiert mit COSÌ FAN TUTTE im Rahmen der FESTTAGE, inszeniert von Vincent Huguet und dirigiert von Daniel Barenboim, ein weiteres seiner Werke Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Darüber hinaus wird ab dem 13. April DIE ZAUBERFLÖTE in der Regie von August Everding wieder zu erleben sein, ab dem 10. Mai Claus Guths Inszenierung von DON GIOVANNI und ab dem 28. Juni Jürgen Flimms Inszenierung von LE NOZZE DI FIGARO. Auch im Konzert- und Jugendprogramm spiegelt sich der verstärkte Fokus auf Mozart wider.

Le Nozze di Figaro – noch inzeniert von Jürgen Flimm
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden
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Zum Ensemble gehören Andrew Staples (Idomeneo), Magdalena Kožená (Idamante), Anna Prohaska (Ilia), Olga Peretyatko (Elettra), Linard Vrielink (Arbace), Florian Hoffmann (Oberpriester des Neptun), Jan Martiník (Die Stimme) sowie Anna Malesza, Ireene Ollino, Matthew Peña, Martin Gerke (Kreterinnen und Trojaner). Darüber hinaus singt der Staatsopernchor, einstudiert von Martin Wright.

Simon Rattle ist regelmäßiger Gast an der Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt dirigierte er u. a. HIPPOLYTE ET ARICIE, die BAROCKTAGE-Premiere 2018, LA DAMNATION DE FAUST (2017), KATJA KABANOWA (2014) und AUS EINEM TOTENHAUS (2011). Bei IDOMENEO arbeitet Rattle, der diese Oper zu seinen Lieblingswerken zählt, erstmals mit Regisseur David McVicar zusammen.

David McVicar, geboren in Glasgow, studierte Schauspiel am Royal Conservatoire of Scotland. Inszenierungen führten ihn u. a. an die Metropolitan Opera in New York, ans Royal Opera House Covent Garden in London, ans Teatro Real Madrid, an die Wiener Staatsoper, ans Théâtre des Champs-Elysées in Paris, ans Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an die Scottish Opera, ans Sydney Opera House, an die Lyric Opera of Chicago, ans New National Theatre Tokyo, zum Glyndebourne Festival, zum Festival d’Aix-en-Provence sowie zu den Salzburger Festspielen. 2012 wurde David McVicar im Zuge der Diamond Jubilee Honours List zum Ritter geschlagen und von der französischen Regierung zum Chevalier de L’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.

Die britische Kostüm- und Bühnenbildnerin für Schauspiel, Ballett und Oper Vicki Mortimer studierte an der Slade School of Fine Art und arbeitet seither mit namhaften Regisseuren wie David McVicar, Katie Mitchell und Dominic Cooke zusammen. Zu den Entwürfen für David McVicar gehören das Kostüm- und Bühnenbild für DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL für das Glyndebourne Festival und DEATH IN VENICE am Royal Opera House Covent Garden, London, sowie WOZZECK an der Lyric Opera of Chicago. Für Katie Mitchell entwarf sie die Ausstattung für WRITTEN ON SKIN beim Festival d’Aix-en-Provence sowie LESSONS IN LOVE AND VIOLENCE am Royal Opera House Covent Garden und THE WAY BACK HOME an der English National Opera. An der Berliner Staatsoper war Vicki Mortimer zuletzt für das Bühnen- und Kostümbild bei AL GRAN SOLE CARICO D’AMORE (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen) und FOOTFALLS/NEITHER, ebenfalls Inszenierungen von Katie Mitchell, zu Gast. Für das National Theatre in London hat Vicki Mortimer für mehr als 30 Produktionen Kostüm- und Bühnenbilder entworfen. Für ihre Arbeit wurde Vicki Mortimer bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Critics’ Circle Award for Design 2018, der Olivier Award für das beste Kostümdesign 2018 und der International Opera Award for Design 2016.

Gabrielle Dalton hat im Laufe ihrer Karriere bei zahlreichen Opernproduktionen mitgewirkt. 2018 gab sie ihr Debüt am Royal Opera House Covent Garden mit der Uraufführungsproduktion von Mark-Anthony Turnages CORALINE, die ebenfalls an der Opéra de Lille und dem Theater Freiburg aufgeführt wurde. Regelmäßig zu Gast ist Gabrielle Dalton an der Opera North, wo sie schon für zahlreiche Projekte Kostüme entwarf. Ihre Kreationen waren darüber hinaus bei den Salzburger Festspielen (CARMEN), an der Wiener Staatsoper in Zusammenarbeit mit David McVicar (FALSTAFF), an der Grange Park Opera, an der Opéra national de Lorraine, am Savoy Theatre London und an De Nederlandse Reisopera zu sehen. Ihre Arbeit im Theater- und Musiktheaterbereich führte sie mit »Richard III« an das Leeds Playhouse und mit »Magical Night« und »The Red Balloon« an das ROH2 des Royal Opera House Covent Garden. Die von ihr ausgestattete Produktion »A Doll’s House« am Young Vic Theatre London war zudem am West End Theatre und an der Brooklyn Academy of Music in New York zu sehen.

Zur Vorbereitung auf die Premiere findet am Sonntag, dem 15. März um 11 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden eine Einführungsmatinee statt. Der Eintritt ist frei.


IDOMENEO
Dramma per musica in drei Akten (1781)
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Giambattista Varesco nach Antoine Danchets Libretto für die Tragédie lyrique »Idoménée« von André Campra
Premiere am Sonntag, den 22. März 2020 um 18:00 Uhr

Weitere Vorstellungen am 27., 29. und 31. März sowie 2. April 2020
Staatsoper Unter den Linden

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal statt.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Trauer um Harry Kupfer _ 1935-2019, 30.12.2019

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 Staatsoper Unter den Linden –  Trauer um Harry Kupfer

Harry Kupfer, 12. August 1935 – 30. Dezember 2019, einer der zentralen Musiktheaterregisseure der vergangenen Jahrzehnte, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit seinen mehr als 200 Inszenierungen hat er die Kunst der Opernregie auf eine neue Höhe geführt und ihr nachhaltige Impulse für die Gegenwart und Zukunft gegeben. Die Staatsoper Unter den Linden, der Harry Kupfer ab den frühen 1970er Jahren bis zum Ende seines Lebens eng verbunden war, ist ihm für sein herausragendes künstlerisches Wirken zu größter Dankbarkeit verpflichtet. Harry Kupfer hat die Werke, die er gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf die Bühne gebracht hat, bis in ihre Tiefenschichten hinein befragt und gedeutet – seine Regiearbeiten zeugen von höchster handwerklicher Souveränität wie von außergewöhnlicher Gedanken- und Einfallsfülle.

Der Rosenkavalier mit Einführung von Harry Kupfer
youtube Trailer Salzburger Festspiele
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Oper war für Harry Kupfer etwas zutiefst Lebendiges, mit beständigen Verweisen auf das Hier und Jetzt. Seine Inszenierungen haben stets das Denken aller künstlerisch Beteiligten wie des Publikumsherausgefordert, mit unbedingter Energie und Überzeugungskraft ist es ihm gelungen, immer wieder Funken aus den Werken zu schlagen, auf dass sie aktuell und aussagekräftig bleiben. Bereits mit Mitte Zwanzig hatte Harry Kupfer mit dem Inszenieren von Opern begonnen. Nach seinem Debüt in Halle mit Dvoráks Rusalka übernahm der studierte Theaterwissenschaftler die Leitung des Opernensembles am Theater Stralsund und wurde 1962 Oberspielleiter im damaligen Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz. Vier Jahre darauf wurde Harry Kupfer Operndirektor am Deutschen Nationaltheater und an der Staatskapelle Weimar, bevor er 1972 als Operndirektor und Chefregisseur an die Staatsoper Dresden wechselte. 1981 wurde er als Chefregisseur an die Komische Oper Berlin berufen, die bis in die späten 1990er Jahre das Zentrum seines Wirkens war. Dort inszenierte er u. a. Wagners »Meistersinger von Nürnberg«, die Erstaufführungen (in der damaligen DDR) von Aribert Reimanns »Lear« und Händels »Giustino«, die Uraufführung von Siegfried Matthus’ Judith, Mussorgskys »Boris Godunow«, Glucks »Orfeo ed Euridice«, »Carmen – Eine Version« nach Bizet, Offenbachs »Hoffmanns Erzählungen« und »Orpheus in der Unterwelt«,Händels »Julius Cäsar in Ägypten«, Donizettis »Lucia di Lammermoor«, Strauß’ »Fledermaus«, Beethovens »Fidelio«, Henzes »König Hirsch« sowie einen von »Idomeneo« bis zur »Zauberflöte« reichenden und unter einem übergreifenden Konzept stehenden Mozart-Zyklus.

Macbeth 2016 Inszenierung Harry Kupfer
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden
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Noch 2019 führte er im Haus an der Behrenstraße bei Händels Poro Regie. Parallel zu seiner Arbeit an der Komischen Oper inszenierte Harry Kupfer auch an der benachbarten Deutschen Staatsoper Berlin, beginnend 1971 mit Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«, gefolgt von Verdis Othello 1972, der Uraufführung von Rainer Kunads »Sabellicus« 1974, Wagners »Parsifal« 1977 und Strauss’ »Salome« 1979, eine Produktion, die über eine Zeitraum von fast vier Jahrzehnten im Repertoire blieb. Ab 1992 inszenierte Harry Kupfer dann die zehn großen Wagner-Opern und -Musikdramen an der Staatsoper Unter den Linden, jeweils gemeinsam mit Daniel Barenboim als Dirigent sowie dem Bühnenbildner Hans Schavernoch. Von 1988 bis 1992 hatten Harry Kupfer und Daniel Barenboim bereits eine Neuproduktion von Wagners Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen realisiert. Ihre erste Zusammenarbeit an der Staatsoper galt »Parsifal«,im Anschluss folgte der komplette »Ring« bis 1996, bis 2001 dann alle weiteren Hauptwerke. Zu den FESTTAGEN 2002 wurde dann der zehnteilige Wagner-Zyklus zweimal hintereinander geboten, eine besondere Leistung in der Geschichte des Hauses. 2015 lebte die Kooperation von Harry Kupfer und Daniel Barenboim mit Beethovens »Fidelio« wieder auf. Zuletzt erarbeiteten sie 2018 Verdis Macbeth (youtube Trailer oben)  gemeinsam. Darüber hinaus schuf Harry Kupfer Inszenierungen in Graz, Kopenhagen, Amsterdam, Cardiff, Helsinki, London, Moskau, Zürich, Frankfurt, Köln, Mannheim, Stuttgart, München, Hamburg, Tel Aviv, San Francisco, Tokio und Sydney. In Wien inszenierte er insgesamt sieben Mal an der Staatsoper und der Volksoper, u. a. Krzysztof Pendereckis »Die schwarze Maske« und Strauss’ »Elektra« (beides Koproduktionen mit den Salzburger Festspielen), Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten«, Tschaikowskys »Eugen Onegin« und Mussorgskys »Boris Godunow«. Am Theater an der Wien entstanden Inszenierungen von Strauss’ »Ariadne auf Naxos« sowie die Uraufführungen der Musicals »Elisabeth« und »Mozart!«.

Lady Macbeth von Mzensk mit Einführung von Harry Kupfer
youtube Trailer Bayerische Staatsoper
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Zu Harry Kupfers Arbeiten der letzten Jahre zählten neben dem Berliner Macbeth Inszenierungen von Strauss’ Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen (Trailer oben) und von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an der Bayerischen Staatsoper München. Harry Kupfer war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste in Hamburg und der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden sowie Professor ander Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden.Mit Harry Kupfer verliert die Musik- und Opernwelt einen maßgeblichen Vertreter seines Fachs, einen der stilbildenden Regisseure des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsoper Unter den Linden, die seine intensive Arbeit und seine Begeisterung für die Sache, aber auch seine Zugewandtheit und Menschlichkeit hoch zu schätzen wussten, trauern um einen großen Künstler. Daniel Barenboim und alle Beteiligten gedachten Harry Kupfer bei dem heutigen Konzert zum Jahreswechsel mit einer Schweigeminute.

Im Namen der Staatsoper Unter den Linden,  Matthias Schulz, Daniel Barenboim, Ronny Unganz

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Idomeneo, Re di Creta – Wolfgang A. Mozart, 07.12.2019

November 26, 2019 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 Idomeneo, Re di Creta –  Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Samstag, 7. Dezember, 19 Uhr, weitere Vorstellungen: 11.12. (19 Uhr), 14.12. (19 Uhr), 20.12. (19 Uhr), 29.12. (18 Uhr), Soiree und Kostprobe: Donnerstag, 28. November, 18 Uhr

Mozart hegte eine besondere Vorliebe für Idomeneo, und zweifellos ist die 1781 uraufgeführte große Choroper eines seiner ersten dramatischen Meisterwerke. Einerseits in der Tradition der italienischen Opera seria stehend, enthält Idomeneo zugleich zahlreiche Elemente der Tragèdie lyrique, die Mozart hier meisterlich mit seinem Personalstil und einem farbenprächtigen Orchestersatz vereint.

Zur Handlung: Der kretische König Idomeneo kehrt nach jahrelangem Krieg in Troja siegreich in die Heimat zurück. Als er kurz vor Kreta in Seenot gerät, schwört er dem Meeresgott Neptun, ihm für seine Rettung den ersten Menschen zu opfern, den er nach seiner Rettung an Land sieht. Es ist sein eigener Sohn Idamante. Der ist zutiefst verstört, als er vom eigenen Vater zurückgestoßen wird. Dazu hat Idamante noch ganz andere Probleme, steht er doch zwischen zwei Frauen: Elektra, der Tochter Agamemnons, und der als Kriegsgefangene nach Kreta verschleppten trojanischen Prinzessin Ilia.

Idomeneo versucht alles, um seinen Sohn zu schützen – bis Kreta derart von Katastrophen heimgesucht wird, dass das verängstigte Volk ihn beschwört, endlich zu handeln und das versprochene Opfer zu bringen. Doch Ilia ist bereit, ihr Leben für den geliebten Idamante zu geben …

Am Samstag, 7. Dezember 2019, feiert Idomeneo unter der musikalischen Leitung von Jörg Halubek und in einer Inszenierung von Lorenzo Fioroni Premiere am Staatstheater Kassel.

Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

In der Titelpartie ist als Gast Lothar Odinius zu erleben, der sein gefeiertes Debüt am Staatstheater Kassel 2018 als Loge im Rheingold gegeben hat. Odinius gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals sowie an renommierten Opernhäusern wie dem Opernhaus Zürich, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris, in Glyndebourne und bei den Bayreuther Festspielen. Den Schwerpunkt seines breit gefächerten Opernrepertoires bilden die großen Tenorpartien der Mozartopern.

Die Partie des Idamante übernimmt die Mezzosopranistin Maren Engelhardt, die seit 2009/10 dem Ensemble des Staatstheaters Kassel angehört und hier bereits in zahlreichen großen Partien zu erleben war, darunter Annio („La clemenza di Tito“), Dorabella („Così fan tutte“), Femme („La Voix Humaine“), Octavian („Der Rosenkavalier), Cecilio („Lucio Silla“) und Romeo („I Capuleti e i Montecchi“). Für ihre herausragenden Leistungen erhielt sie 2013 den VolksBühne-Preis und 2019 den Irma-Jansa-Gesangspreis.

Weitere Solist*innen sind Vida Mikneviciute als Elektra (ab dem 28. Januar 2020 übernimmt Nicole Chevalier die Partie), Elizabeth Bailey als Ilia, Younggi Moses Do als Arbaces, Bassem Alkhouri als Oberpriester des Neptun sowie Marc-Olivier Oetterli als Stimme des Orakels.

Regisseur Lorenzo Fioroni, 2005 mit dem Götz-Friedrich-Preis für Regie und 2017 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet, hat am Staatstheater Kassel bereits mehrfach inszeniert: So führte er u.a. Regie bei einem vielbeachteten Wagner-Zyklus und zuletzt 2014 bei Strauss‘ „Rosenkavalier“. Jörg Halubek ist ein gefragter Spezialist für historische Aufführungspraxis und Alte Musik und Gründer des Barockensembles „il Gusto Barocco“. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, darunter Mozarts „Lucio Silla“, „Iphigenie“ von Gluck und „Saul“ von Händel. „Idomeneo“ ist nach „Krönung der Poppea“ 2018 am Nationaltheater Mannheim die zweite Zusammenarbeit von Fioroni und Halubek.

Wissenswertes rund um „Idomeneo“ und Einblicke in die Neuproduktion bietet am Donnerstag, 28. November, für 7 Euro Eintritt eine Opernsoiree mit anschließender „Kostprobe“, einer öffentlichen Bühnen-Orchester-Probe. Beginn ist um 18 Uhr.

Karten für die „Kostprobe“ sowie für die Premiere und Folgevorstellungen sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de. Wenn nicht anders angegeben, beginnen die „Idomeneo“-Vorstellungen bereits um 19 Uhr.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Lorenzo Fioroni, Bühne: Ralf Käselau, Kostüme: Annette Braun, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor-Einstudierung Marco Zeiser Celesti

Mit Lothar Odinius (Idomeneo, König von Kreta), Maren Engelhardt (Idamante, sein Sohn), Vida Mikneviciute / Nicole Chevalier (Elektra, Tochter des Agamemnon), Elizabeth Bailey (Ilia, Tochter des Priamos), Younggi Moses Do (Arbaces, Vertrauter des Königs), Bassem Alkhouri (Der Oberpriester des Neptun), Marc-Olivier Oetterli (Stimme des Orakels), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

 

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Idomeneo, Re di Creta – Wolfgang A Mozart , 07.12.2019

Oktober 24, 2019 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Idomeneo, Re di Creta – Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Samstag, 7. Dezember, 19 Uhr, weitere Vorstellungen: 11.12. (19 Uhr), 14.12. (19 Uhr), 20.12. (19 Uhr), 29.12. (18 Uhr)

Der kretische König Idomeneo kehrt nach jahrelangem Krieg in Troja siegreich in die Heimat zurück. Als er kurz vor Kreta in Seenot gerät, schwört er dem Meeresgott Neptun, ihm für seine Rettung den ersten Menschen zu opfern, den er nach seiner Rettung an Land sieht. Es ist sein eigener Sohn Idamante. Der ist zutiefst verstört, als er vom eigenen Vater zurückgestoßen wird. Dazu hat Idamante noch ganz andere Probleme, steht er doch zwischen zwei Frauen: Elektra, der Tochter Agamemnons, und der als Kriegsgefangene nach Kreta verschleppten trojanischen Prinzessin Ilia.

Idomeneo versucht alles, um seinen Sohn zu schützen – bis Kreta derart von Katastrophen heimgesucht wird, dass das verängstigte Volk ihn beschwört, endlich zu handeln und das versprochene Opfer zu bringen. Doch Ilia ist bereit, ihr Leben für den geliebten Idamante zu geben …

Wolfgang Amadeus Mozart, Wien © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart, Wien © IOCO

Mozart selbst hegte eine besondere Vorliebe für „Idomeneo“. Und zweifellos ist die 1781 uraufgeführte große Choroper eines seiner ersten dramatischen Meisterwerke, trotz oder wegen der unterschiedlichen Theaterformen, aus denen Mozart hier etwas Neues kreiert hat. Einerseits in der Tradition der italienischen Opera seria stehend, enthält „Idomeneo“ zugleich zahlreiche Elemente der Tragèdie lyrique, die Mozart hier meisterlich mit seinem Personalstil und einem dichten, farbenprächtigen Orchestersatz vereint.

Regisseur Lorenzo Fioroni sieht in „Idomeneo“ den „vulkanischen Ausdruck eines Genies“ und ein im besten Sinn experimentelles Werk. Fioroni, der 2005 mit dem Götz-Friedrich-Preis für Regie und 2017 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet wurde, hat am Staatstheater Kassel bereits mehrfach inszeniert: So führte er u.a. Regie bei einem vielbeachteten Wagner-Zyklus mit „Der fliegende Holländer“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ und zuletzt 2014 bei Strauss‘ „Rosenkavalier“.

Jörg Halubek (Musikalische Leitung) ist ein gefragter Spezialist für historische Aufführungspraxis und Alte Musik und Gründer des Barockensembles „il Gusto Barocco“. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, darunter Mozarts „Lucio Silla“, „Iphigenie“ von Gluck und „Saul“ von Händel. „Idomeneo“ ist nach „Krönung der Poppea“ 2018 am Nationaltheater Mannheim seine zweite Zusammenarbeit mit Lorenzo Fioroni.

Lothar Odinius (Idomeneo) gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals und in den wichtigen Konzertsälen von Berlin über Wien und London bis New York sowie an renommierten Opernhäusern wie dem Opernhaus Zürich, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris, in Glyndebourne und bei den Bayreuther Festspielen. Den Schwerpunkt seines breit gefächerten Opernrepertoires bilden die großen Tenorpartien der Mozartopern. Am Staatstheater Kassel war Odinius bereits in der Saison 2018-19 mit seinem gefeierten Debüt als Loge im Rheingold zu erleben.

Maren Engelhardt studierte am Mozarteum ihrer Heimatstadt Salzburg und später an der Wiener Musikuniversität. Seit 2009-10 gehört sie dem Ensemble des Staatstheaters Kassel an und war hier bereits in zahlreichen großen Partien zu erleben, darunter Annio („La clemenza di Tito“), Dorabella („Così fan tutte“), Femme („La Voix Humaine“), Octavian („Der Rosenkavalier), Cecilio („Lucio Silla“) und Romeo („I Capuleti e i Montecchi“). Für ihre herausragenden Leistungen erhielt sie 2013 den VolksBühne-Preis und 2019 den Irma-Jansa-Gesangspreis.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Lorenzo Fioroni, Bühne: Ralf Käselau, Kostüme: Annette Braun, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor-Einstudierung Marco Zeiser Celesti

Mit Lothar Odinius (Idomeneo, König von Kreta), Maren Engelhardt (Idamante, sein Sohn), Vida Mikneviciute / Nicole Chevalier (Elektra, Tochter des Agamemnon), Elizabeth Bailey (Ilia, Tochter des Priamos), Younggi Moses Do (Arbaces, Vertrauter des Königs), Bassem Alkhouri (Der Oberpriester des Neptun), Marc-Olivier Oetterli (Stimme des Orakels), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

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