München; Gärtnerplatztheater – Wiedereröffnung nach fünf Jahren Sanierung, IOCO Aktuell, 20.10.2017

Staatstheater am Gärtnerplatz München

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

 

Sanierung – Die Reise ins Unbekannte, IOCO Aktuell, 17.07.2012

Das Gärtnerplatztheater feiert seine Wiedereröffnung

„Endlich wieder im Stammhaus“

Von Daniela Zimmermann

„Eine Reise ins Unbekannte“ schrieb IOCO im Juli 2012, als das Gärtnerplatztheater zur Sanierung seine Pforten schloss. Fünfeinhalb Jahre lang wurde seither an dem 1865 unter König Ludwig II. erbauten Staatstheater mit seinen 893 Zuschauerplätzen auf drei Rängen saniert. Zu seiner Gründungszeit war  das Theater berühmt für prachtvolle   Ausstattung, Dekoration und Bühnenbild. Es war seither nicht die erste Sanierung des Hauses, aber eine dringliche. Die Technik der Bühne  und die Beleuchtung waren für moderne Aufführungen nicht mehr geeignet. Dazu kamen neue Anforderungen an Brandschutz, Heizung, Probenräume, neue Bestuhlung und mehr. Mit der Sanierung wurde im Rückteil des Theatergebäudes ein neues Gebäude für Werkstätten, Proberäume und Probenbühne errichtet. €71 Millionen sollte 2012 die Sanierung kosten; auf etwa €125 Millionen belaufen sich die tatsächlichen Sanierungskosten 2017: Mehrkosten  +€54 Millionen, +76%.

Der Gärtnerplatz in München / Zur Eröffnung des Theaters geschmückt © D Zimmermann

Der Gärtnerplatz in München / Zur Eröffnung des Theaters geschmückt © D Zimmermann

Am 15. – 16.10.2017 wurde die Wiedereröffnung des traditionsreichen Gärtnerplatztheaters gefeiert: Schon vor dem Theater ging es festlich zu. Abendliche Wärme eines wunderschönen Herbsttages belebte die Stimmung. Figuren auf Stelzen zur Begrüßung, die Fassade des Theaters beleuchtet, dazu der wunderbare Gärtnerplatz. Festlich gekleidete Menschen mit Sektglas, fröhlich gestimmt und voller Erwartung. Alle wollen die Eröffnung feiern. Eine berührende Atmophäre.

Gefeiert wurde die Wiedereröffnung mit einer Galavorstellung. Die  Besucher bewegten sich voller Bewunderung durch die sanierten Räume des Theaters . Alles dort erstrahlte in einem eigenen, wiedererstandenen Glanz. Josef Köpplinger, seit 2013 Intendant des Hauses,  sprach über den Kulturauftrag des Theaters, über die Liebe und Schönheit der Kunst, deren Bestimmung verbindet. Fünf Jahre der Improvisation auf Ersatzspielstätten endeten an diesem Tag. Auch für Josef Köpplinger ein Tag der Rückkehr in die Theaternormalität.

Die Galavorstellung war so gestaltet, dass alle Sänger, Tänzer, Chorist/innen, Kinderchor und das siebeundsiebzig Musiker umfassende Orchester mit ihren drei Dirigenten Anthony Bramall, Andreas Kowalewitz und Michael Brandstätter auftreten.  Bevor aber die Künstler ihr Kunst präsentierten ging der neue  Vorhang auf: Nach oben und nicht, wie gewohnt, zur Seite. Das Publikum bestaunte sich zunächst selbst: In einem riesigen Spiegel auf der Bühne. Der Ansprache von Intendant Köpplinger folgte ein Film, der die jahrelange Sanierung  des Hauses in all seinen Einzelheiten beeindruckend beschrieb.

Gärtnerplatztheater München / Der neue Bühnenvorhang © D Zimmermann

Gärtnerplatztheater München / Der neue Bühnenvorhang © D Zimmermann

Sigrid Hauser übernahm die Moderation des Abends. Sie überraschte mit einem interessanten Zitatenfundus,wie einen Zeitungsbericht aus dem Jahr 1907, als es einen richtigen Kampf gab, um die hundertfünfzig Karten einer Vorstellung der Lustigen Witwe. Aber Shakespeare, Heinz Ehrhardt und selbst Goebbels trug Sigrid Hauser mitreißend  launisch vor.

Aus dem Musical The Frogs hielt dann das Ensemble die Ansprache an das Publikum. Mit der Suite aus Star Wars präsentierte sich das Orchester. Und so ging es weiter, einzeln, im Duett, mit dem Chor; alle sangen und tanzten wie immer erstklassig, brillant. Besonders anrührend der Vortrag von Gisela Ehrensperger und Franz Wyzner aus Anatevka  Ist es Liebe. Aus der Dreigroschenoper der Kanonensong. Die Bühne bewies hier die neue Technik, als eine Jazzband von unten nach oben gefahren wurde, um auf der Bühne ihre Instrumente auszuleben. Elaine Ortiz spielte überraschend auf der Gitarre und sang ein Lied aus ihrer Heimat. Mozart mit Figaros Hochzeit durfte natürlich auch nicht fehlen und selbstverständlich auch nicht Verdi, Donizetti, Rossini, Lehar und Johann Strauß.

Donner und Blitz, die beliebte Polka von Strauß war geschaffen für das starke Ballett des Gärtnerplatztheaters. Den Schluss von Carmina Burana brachte der Chor wunderbar und kraftvoll vor. Daniel Prohaska und Camille Schnoor sangen „Lippen Schweigen“  aus der Lustigen Witwe, ein Vorgeschmack auf die erste reguläre Aufführung im neuen Haus, um sodann mit dem gesamten Ensemble und Brüderlein und Schwesterlein aus der Fledermaus auszuklingen. Die Champagnerlaune auf der Bühne passte zu diesem beschwingten Abend. Irving Berlin mit seinem „There’s No Business Like Show Business” beendete die Wiedereröffnungsfeier.

Gärtnerplatztheater München / Zum Abschied in goldene fließende Tropfen gehüllt © D Zimmermann

Gärtnerplatztheater München / Zum Abschied in goldene fließende Tropfen gehüllt © D Zimmermann

Draußen war es inzwischen dunkel geworden. Doch der prickelnde Galaabend wie die in fließenden Goldfarben angestrahlte Theaterfassade hatten hohe Erwartungen, Neugierde auf kommende Produktionen des Gärtnerpatztheaters geweckt.

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Eröffnungspremiere DIE LUSTIGE WITWE, 19.10.2017

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

 DIE LUSTIGE WITWE von Franz Léhar

 Eröffnungspremiere am 19.10.2017

Danilos und Hannas finales Liebesbekenntnis »Lippen schweigen« zählt noch immer zu den Evergreens des musikalischen Unterhaltungstheaters. Mit seinen unerschöpflichen melodischen Einfällen und bezaubernden orchestralen Farben traf Lehár genau den Nerv seiner Zeit. In seiner Neuinszenierung dieser Operette für das Gärtnerplatztheater spürt Staatsintendant Josef E. Köpplinger den feinfühligen psychologischen Abgründen dieses zeitlosen Klassikers nach. Die Musikalische Leitung hat der neue Chefdirigent Anthony Bramall.


Handlung

Staatstheater am Gärtnerplatz / Probenstart DIE LUSTIGE WITWE Josef E. Köpplinger (Regie), Adam Cooper (Choreografie), Anthony Bramall (Musikalische Leitung) Christoph Filler (Graf Danilo Danilowitsch), Alexandra Reinprecht (Hanna Glawari), Camille Schnoor (Hanna Glawari), Daniel Prohaska (Graf Danilo Danilowitsch) © Christian POGO Zach

Staatstheater am Gärtnerplatz / Probenstart DIE LUSTIGE WITWE © Christian POGO Zach

Um die klammen Kassen des in finanzielle Schieflage geratenen Operetten-Staats Pontevedro zu sanieren, veranstaltet der pontevedrinische Gesandte Baron Zeta in Paris ein rauschendes Fest, mit dem Hintergedanken, auf diesem Weg die letzten finanziellen Privatreserven für das Vaterland zu retten. Denn der drohende Staatsbankrott scheint nur noch durch eine Heirat der millionenschweren pontevedrinischen Witwe Hanna Glawari mit einem Landsmann abwendbar. Als geeigneter Heiratskandidat soll der lebenslustige Graf Danilo Danilowitsch herhalten, dem allerdings ein etwas zweifelhafter Ruf vorauseilt, so dass es zwischen ihm und der durchaus heiratswilligen Witwe, einer alten »Verflossen« Danilos, anfänglich nicht so recht funken will. Erst nach zahlreichen Wirrungen und abenteuerlichen Missverständnissen findet das Paar schließlich zueinander.

Musikalische Leitung   Anthony Bramall, Regie   Josef E. Köpplinger, Choreografie   Adam Cooper, Bühne   Rainer Sinell, Kostüme   Alfred Mayerhofer, Licht   Michael Heidinger, Josef E. Köpplinger, Choreinstudierung   Felix Meybier, Dramaturgie   Daniel C. Schindler

Mit: Sigrid Hauser, Dagmar Hellberg, Sophie Mitterhuber, Ann-Katrin Naidu, Alexandra Reinprecht, Jasmina Sakr, Camille Schnoor, Valentina Stadler, Frank Berg, Maximilian Berling, Adam Cooper, Juan Carlos Falcón, Christoph Filler, Hans Gröning, Liviu Holender, Lucian Krasznec, Maximilian Mayer, Holger Ohlmann, Daniel Prohaska, Erwin Windegger u. a., den Chor, das Orchester und das Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz.

Premiere 19. Oktober 2017 um 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen :  Oktober 21 / 22 / 24 / 25,  November 3 / 5 / 10 /18, 2017

 

Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Spielplan Oktober 2017

 

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

 


Spielplan Oktober 2017


Eröffnungsgala
ES IST SOWEIT!
Solistenensemble, Chor, Extrachor  und Kinderchor des Staatstheaters am GärtnerplatzBallett des Staatstheaters am GärtnerplatzOrchester des Staatstheaters am GärtnerplatzDirigenten: Anthony Bramall, Michael Brandstätter, Andreas Kowalewitz
14./15. Oktober 2017


Premiere
DIE LUSTIGE WITWE Operette
(teilweise nach einer fremden Grundidee)Buch von Victor Léon und Leo SteinMusik von Franz Lehár
ML: Anthony Bramall, R: Josef E. Köpplinger, Ch: Adam Cooper, B: Rainer Sinell, K: Alfred Mayerhofer
Mit: Sigrid Hauser, Dagmar Hellberg, Sophie Mitterhuber, Ann-Katrin Naidu, Alexandra Reinprecht, Jasmina Sakr, Camille Schnoor, Valentina Stadler I Frank Berg, Maximilian Berling, Adam Cooper, Juan Carlos Falcón, Christoph Filler, Hans Gröning, Liviu Holender, Lucian Krasznec, Maximilian Mayer, Holger Ohlmann, Daniel Prohaska, Erwin Windegger u. a.
Chor, Ballett und Statisterie des Staatstheaters am GärtnerplatzOrchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
19. Oktober 2017  

Premierenmatinee DIE LUSTIGE WITWE8. Oktober 2017


Tag des offenen Zuschauerraums
WIEDER AM PLATZ
8. Oktober 2017, Eintritt frei


Spielzeitpremiere
LA CENERENTOLA Komische Oper
Musik von Gioachino RossiniLibretto von Jacopo Ferretti nach Francesco Fiorini
ML: Michael Brandstätter, R: Brigitte Fassbaender, B & K: Dietrich von Grebmer
Mit: Mária Celeng, Diana Haller, Frances Lucey, Jasmina Sakr, Dorothea Spilger, Anna Katharina Tonauer I Arthur Espiritu, Christoph Filler, Matija Mei?, Holger Ohlmann, Levente Páll, Christoph Seidl, Tamás Tarjányi
Herrenchor des Staatstheaters am GärtnerplatzOrchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
28. Oktober 2017


Liederabend
LIEBESLIEDER-WALZEREin Liederabend mit Werken von Johannes Brahms
Liebeslieder-Walzer op. 52Klavierwalzer op. 39Neue Liebeslieder-Walzer op. 65
Mit: Sophie Mitterhuber, Valentina Stadler, Maximilian Mayer, Christoph Seidl
Klavier: Anke Schwabe, Oleg Ptashnikov
29. Oktober 2017


Spielplan
Oktober 2017


So 08.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

11.00 Premierenmatinee DIE LUSTIGE WITWE
14.00  WIEDER AM PLATZ Tag des offenen Zuschauerraums, Eintritt frei


Sa 14.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

19.30 ES IST SOWEIT! Eröffnungsgala


So 15.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

18.00ES IST SOWEIT! Eröffnungsgala


Do 19.10. Premiere GÄRTNERPLATZTHEATER

19.30 DIE LUSTIGE WITWE Operette


Sa 21.10. GÄRTNERPLATZTHEATERT

19.30 DIE LUSTIGE WITWE Operette


So 22.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

18.00 DIE LUSTIGE WITWE Operette


Di 24.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

19.30 DIE LUSTIGE WITWE Operette


Mi 25.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

19.30 DIE LUSTIGE WITWE Operette

Sa 28.10. Spielzeitpremiere GÄRTNERPLATZTHEATER

19.30  LA CENERENTOLA Komische Oper


So 29.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

18.00 LIEBESLIEDER-WALZERLiederabend mit Werken von Johannes Brahms


Di 31.10. GÄRTNERPLATZTHEATER

19.30 LA CENERENTOLAKomische Oper

 

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen bis zum 30. November läuft bereits.

Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz

München, Staatstheater am Gärtnerplatz im Cuvilliestheater, PREMIERE DON GIOVANNI, 24.06.2017

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Staatstheater am Gärtnerplatz iim Cuvilliéstheater / DON GIOVANNI - Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Christian POGO Zach

Staatstheater am Gärtnerplatz iim Cuvilliéstheater / DON GIOVANNI – Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Christian POGO Zach

 

PREMIERE DON GIOVANNI
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

24. Juni um 19.00 Uhr im Cuvilliéstheater

Am 24. Juni feiert das Gärtnerplatztheater mit Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk DON GIOVANNI Premiere im Cuvilliéstheater. Don Juan zählt neben Faust und Don Quijote zu den bedeutendsten Figuren der europäischen Kulturgeschichte: Als Verführer und Vergewaltiger, Liebhaber und Mörder in einem wurde er zu einem anziehenden Mythos, der tausendfach in allen Formen der Kunst rezipiert und immer wieder neu gestaltet wurde. Als Archetyp des Frauenhelden fasziniert er Jung und Alt beiderlei Geschlechts und ist bald begehrter Wunschtraum und bewundertes Idol, bald gewissenloser Egomane und grausamer Dämon. Unter der musikalischen Leitung von Marco Comin und in der Inszenierung von Herbert Föttinger wird der ewige Schürzenjäger Don Giovanni ein für alle Mal in die Hölle geschickt.


DON GIOVANNI
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto nach Lorenzo Da Ponte

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung   Marco Comin
Regie   Herbert Föttinger
Bühne   Walter Vogelweider
Kostüme   Alfred Mayerhofer
Licht   Michael Heidinger

Mit Mathias Hausmann / Günter Papendell als Don Giovanni, Sophia Brommer / Jennifer O’Loughlin als Donna Anna, Lucian Krasznec / Tamás Tarjányi als Don Ottavio, Sergii Magera / Christoph Seidl als Komtur, Camille Schnoor / Nadja Stefanoff als Donna Elvira, Matija Mei? / Levente Páll als Leporello, Christoph Filler / Matija Mei? als Masetto und Mária Celeng / Sophie Mitterhuber als Zerlina.

Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Premiere 24. Juni 2017 19.00 Uhr im Cuvilliéstheater
Weitere Vorstellungen 26. Juni,1., 2., 4., 5., 6., 8., 9., 10. und 12. Juli
Vorstellungsbeginn 19.00 Uhr
Preis 10 bis 75 Euro

Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de,
Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz

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