Berlin, Philharmonie Berlin, Chamber Orchestra of Europe – Sir Simon Rattle, IOCO Kritik, 20.10.2020

Oktober 19, 2020 by  
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Berliner Philharmonie / Chamber Orchestra of Europe - nun in Berlin © Julia Wesely

Berliner Philharmonie / Chamber Orchestra of Europe – nun in Berlin © Julia Wesely

Berliner Philharmonie

Chamber Orchestra of Europe  –  Sir Simon Rattle

Ludwig van Beethoven – Joseph Haydn

von Julian Führer

Das Chamber Orchestra of Europe ist eine kleine, hochprofessionelle Formation, die normalerweise mit prominenten Dirigenten arbeitet und ihre Kunst europaweit zu Gehör bringt. Derzeit ist alles anders, und so wurde am 5. Oktober das erste Konzert in diesem Jahr überhaupt gespielt, und zwar in der Berliner Philharmonie unter keinem Geringeren als Sir Simon Rattle.

Auf dem Programm standen zwei bekannte Werke des Repertoires, zunächst das Violinkonzert in D-Dur Opus 61 von Ludwig van Beethoven, gewissermaßen ein Klassiker. Mit Vilde Frang war auch der Solopart prominent besetzt. Simon Rattle hatte weder Pult noch Podium und dirigierte auswendig, wobei er sich während des gesamten Konzerts immer wieder zu einzelnen Musikern oder Instrumentengruppen hinbewegte und Zeichen gab, moderierte, vor allem aber zum gemeinsamen Musizieren aufmunterte.

Die Introduktion zum Violinkonzert wurde sehr konturiert dargeboten, jede Phrase war unterschiedlich strukturiert und überzeugend in der dynamischen Abstufung. Das Kopfthema erschien zunächst in einem robusten Stil (eher mezzoforte als piano), die Streicher wurden aber alsbald immer zurückhaltender, so dass das zweite Thema in den Holzbläsern schon fast etwas zu auftrumpfend daherkam. Vilde Frang präsentierte den solistischen Teil in einem schmalen, fast zerbrechlich wirkenden Ton, der gleichzeitig sehr klar war und trotz großer Zurückhaltung bei der Dynamik stets über das klein besetzte Orchester hinweg hörbar blieb. Das Zusammenspiel aller Instrumentengruppen zeigte das höchste Niveau, auf dem sich das Chamber Orchestra of Europa bewegt, und Simon Rattle gab mit wenigen Zeichen die Strukturen vor, um der Musik die Entfaltung zu ermöglichen.

Beim Zuhören stellte sich bereits im Allegro man non troppo des ersten Satzes der Eindruck ein, einen besonderen Moment zu erleben, und dieser Eindruck sollte sich im zweiten Satz (Larghetto) noch verstärken: so leise hat man die Einleitung zu diesem Mittelsatz wohl noch nie gehört. Notiert ist diese Passage pianissimo mit Dämpfern, und doch brauchte es wohl die besondere Raumsituation der extrem hellhörigen Berliner Philharmonie, siehe Foto oben, in die nur wenige Menschen hineingelassen worden waren – Menschen, die ihrerseits nicht nur extrem diszipliniert, sondern auch extrem konzentriert waren. Natürlich wagt es derzeit niemand, öffentlich zu husten… Als die ersten Töne erklangen, brauchte es auch diese äußerste Konzentration, um sie auch wirklich zu hören. Die atemlose Stille im Publikum machte es möglich, auf höchstem Niveau zu musizieren, jede Feinheit der kostbaren Partitur hörbar zu machen, dies alles ohne interpretatorische Manieriertheiten oder Showeinlagen; es gab gewissermaßen ‚nur‘ die Noten zu hören, aber so innig, so kongenial zwischen den Instrumentengruppen und Solo abgestimmt, dass es beglückend war. Man meinte buchstäblich, das Soloinstrument würde über dem Orchester schweben, während immer höhere und doch immer ganz reine Töne zu hören waren. Im Rondo (Allegro) dann wurde der Dialog zwischen Fagott und Violine, zart begleitet vom Orchester, zu einer besonderen Kostbarkeit. „Wenn ich zum Augenblicke sage: Verweile doch, du bist so schön…“, heißt es in Goethes Faust. Und genau so war es.

Joseph Haydn Gedenktafel in Wien © IOCO

Joseph Haydn Gedenktafel in Wien © IOCO

Als Zugabe präsentierte die Norwegerin Vilde Frang ein in Deutschland und Österreich durchaus bekanntes Stück, nämlich den zweiten Satz aus Joseph Haydns Streichquartett Hob. III:77 Nr. 3 in C-Dur, von ihr historisch zutreffend als „Gott erhalte Franz den Kaiser“ angekündigt, heute die Melodie der deutschen Nationalhymne. Mit ihrem Instrument integrierte sie die drei anderen Parts des Quartetts, über Vorschläge und Aufstriche war sie in der Lage, das Quartett auf die Violine allein reduziert zu spielen, leise und mit Wiederholungen, so dass das Stück nicht an den Auftakt zu einem Fußballländerspiel denken ließ, sondern an ein konzentriertes Stück ernster Musik.

Eine Pause gibt es in der Philharmonie derzeit nicht. Mit der Zugabe war die Überleitung zu Joseph Haydn bereits vollzogen. Beethoven war Haydns Schüler, und manche Wendung gerade in Beethovens früheren Stücken beruht auf dem breiten Werk seines Lehrers. Die Symphonie Nr. 90 Hob. I:90 C-Dur hat einen klassischen Aufbau und leitet im Kopfsatz von einer langsamen Introduktion in einen Allegro-Teil über, in dem besonders der Dialog von Flöte und Oboe auffiel. Einmal mehr erlaubte Rattles gewissermaßen demokratisch moderierender Dirigierstil ein immer freier scheinendes Musizieren auch innerhalb der eigentlich streng auskomponierten Form – große Kunst, der man nicht mehr anmerkt, welche Arbeit und welche Disziplin im Vorfeld erforderlich sind. In der dynamischen Abstimmung fiel auf, dass Haydn auf einmal lauter schien als Beethoven, und in der Kammerbesetzung kann in der akustisch hochsensiblen Philharmonie auch ein Einsatz im piano von nur drei Kontrabässen einen großen Eindruck bewirken. Das folgende Andante präsentiert Variationen zwischen Dur und Moll und enthält solistische Passagen für Flöte und Cello. Das Menuett ist vergleichsweise lang und bietet auch im folgenden Trio vor allem der Oboe Gelegenheit zur solistischen Entfaltung, während im abschließenden Allegrosatz dann vor allem Streicher und Fagott in einen zunehmend quirligen Dialog eintreten. Die Reprise des Finales ist sehr kurz und endet in einem effektvollen Schluss, alle Streicherbögen fliegen hoch, das Publikum applaudiert dankbar – und nach vier Takten Pause setzt die Musik wieder mit einer Coda ein. Haydn hat mehr als einmal Scherze in seine Kompositionen eingebaut, um die Gewohnheiten des Publikums zu konterkarieren. Als großer Haydn-Kenner grinste Simon Rattle, als dann nach dem echten und tatsächlichen Schluss sich niemand aus dem Publikum dabei erwischen lassen wollte, an der falschen Stelle zu klatschen.

Berliner Philharmonie / Chamber Orchestra of Europe in Berlin © Werner Kmetitsch

Berliner Philharmonie / Chamber Orchestra of Europe in Berlin © Werner Kmetitsch

Als das Stück tatsächlich zu Ende war (und das Publikum sich, vom Dirigenten dann doch gütig ermutigt, zu klatschen getraute), löste sich auch im Orchester die Konzentration. Die Musiker dankten ihrem Leiter mit Trampelapplaus, dass ein Musizieren auf diesem außergewöhnlichen Niveau möglich ist. Zu hören waren nicht nur viele fehlerfrei gespielte Noten, sondern wirkliche Musik, die sich aus dem Zusammenspiel und aufeinander Eingehen hochprofessioneller Musiker ergab. Das nächste Konzert dieses Orchesters war für den Monat November in Paris und Köln geplant (dann mit Vladimir Jurowski als Dirigent und Martha Argerich als Solistin), Werke von Beethoven und Schubert stehen auf dem Programm. Das Kölner Konzert ist soeben abgesagt worden. Es wäre ein Jammer, wenn es nicht zum Pariser Konzert käme und diese Berliner Sternstunde der einzige öffentliche Auftritt des Chamber Orchestra of Europe im Jahr 2020 bleiben sollte.

—| Pressemeldung Berliner Philharmonie |—

Hamburg, Laeiszhalle, Quatuor Ébène – Ludwig van Beethoven, IOCO Kritik, 13.10.2020

Oktober 12, 2020 by  
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Hamburg Laeiszhalle / Telemann Festspiele © IOCO

Hamburg Laeiszhalle / Telemann Festspiele © IOCO

Laeiszhalle Hamburg

Quator Ebène  – Ludwig van Beethoven

Streichquartette:  D-Dur, op.18/3,  f-moll, op.95 „serioso“, e-moll, op.59/2

von Thomas Birkhahn

Ludwig van Beethoven näherte sich dem Streichquartett – dieser Königsdisziplin der Kammermusik – über Umwege. Sein Respekt vor den Leistungen der von ihm bewunderten Vorbilder Haydn und Mozart war so groß, dass er zunächst auf Streichtrios und ein Streichquintett „auswich“, bevor er sich – beauftragt von seinem Förderer Fürst Lobkowitz – im Alter von fast 30 Jahren an die Gattung heranwagte, und nach zwei Jahren intensiver Beschäftigung und teilweiser Umarbeitung sechs Quartette als sein Opus 18 veröffentlichte.

Das Quator Ebène gastierte nun am 10.10.2020 mit dem zweiten Konzert seines Beethoven-Zyklus in der Hamburger Laeiszhalle, der – verteilt auf sechs Abende – Ende November mit der „Großen Fuge“ enden wird.

Laeiszhalle Hamburg / Quatuor Ebene © Julien Mignot

Laeiszhalle Hamburg / Quatuor Ebene © Julien Mignot

Schon nach wenigen Takten wird deutlich, dass das Quator Ebène ein Ensemble auf Weltniveau ist. Das Zusammenspiel und die lupenreine Intonation der vier Musiker sind phänomenal! Alle vier haben dieselbe Klangidee, sie artikulieren wie ein Instrument. Jede musikalische Idee, jede emotionale Geste wird gemeinsam ausgeführt. Feinste Nuancierungen werden gemeinsam „durchlebt“. Dadurch ergibt sich zu jeder Zeit ein klares Bild dessen, was die Musiker durch die Musik vermitteln wollen.
Ob ihr Klangideal immer zur Musik Beethovens passt, ist eine andere Frage. Es ist ein schlanker, vibratoarmer Klang, den das Quator Ebène bevorzugt. Dadurch ergibt sich eine gute Durchhörbarkeit der einzelnen Stimmen. Die Klangfarbe hat auch etwas Metallisches an sich, man könnte sie an manchen Stellen auch als etwas unterkühlt oder fahl bezeichnen.

Dieses Klangideal wirkt am überzeugendsten im zentralen Werk des Abends, dem f-moll Quartett Opus 95, mit dem von Beethoven selber hinzugefügten Beinamen „serioso“. So wird das wütende Hauptthema von den Musikern geradezu herausgeschleudert. Die Musik changiert über weite Strecken zwischen einer tiefen, nach innen gekehrten Ernsthaftigkeit und einer für die Wiener Klassik bis dahin wohl nicht gekannten Aggression. Auch das eher lyrisch angelegte Seitenthema kann die Stimmung nicht aufhellen. Die fast brutale Kürze dieser Musik klingt beinahe wie eine Vorahnung auf Bela Bartok. Beethoven kümmert sich nicht um die Konventionen. Er lässt die Wiederholung der Exposition weg und die Durchführung hat bei ihm gerade mal 22 Takte. Es ist, als habe der Komponist hier mit zusammen gebissenen Zähnen komponiert. Die vier Musiker treffen den erstarrten Schmerz der Musik genau. Hier ist kein Wohlklang gefragt, hier herrscht keine Wärme, sondern eine grimmige Düsterkeit, die Beethoven gegenüber dem englischen Dirigenten George Smart zu der Bemerkung veranlasste, „the quartett is written for a small circle of conoisseurs and is never to be performed in public“ Seine Abkehr vom Publikum, die Beethovens Spätstil kennzeichnen wird, kündigt sich hier schon an. Diese Abkehr macht das Quator Ebène besonders im Allegretto deutlich, das man schon deutlich freundlicher gehört hat. An diesem Abend klingt der Satz erstarrt, wie unter einer Eisschicht. Die Musiker verzichten kompromisslos darauf, ihre Sicht auf das Werk zugunsten einer größeren Publikumsnähe aufzugeben.

Ludwig van Beethoven Wien © IOCO

Ludwig van Beethoven Wien © IOCO

Das erste Werk des Abends ist das D-Dur Quartett op. 18, Nr.3, Beethovens allererste Streichquartettkomposition. Das Quator Ebène betont hier weniger das Heitere und Verspielte dieser Musik als vielmehr die ernsten Zwischentöne, die unzweifelhaft vorhanden sind. Ob diese aber – wie an diesem Abend – das Werk dominieren sollten, ist zumindest fraglich. Für die vier Musiker steht eher das Verhaltene, Zögerliche dieser Musik im Vordergrund. Eine gelöste Stimmung will sich nicht recht einstellen. Es ist dann auch nur konsequent, dass für das Quator Ebène das wunderbare Adagio eher zurückhaltend und unnahbar gespielt wird. Das fügt sich zwar konsequent in ihr Klangideal ein, aber etwas mehr innigen Gesang mit wärmerer Tongebung hätte man sich schon gewünscht.
Der Konzertabend schließt mit Beethovens Quartett in e-moll, Op.59 Nr. 2. Es ist das mittlere der drei nach ihrem Widmungsträger genannten „Rasumovsky-Quartette“. Es ist eine unruhige, zerrissene Musik, die mal aggressiv, mal zögerlich daher kommt und dem Hörer durch häufige „Richtungswechsel“ einiges abverlangt. Die Musiker überzeugen hier durch die Darstellung der unterschiedlichen Emotionen auf engstem Raum. Die Dramatik, die Beethoven vor dem Hörer ausbreitet, wird von diesem Quartett packend inszeniert. Wunderbar filigran gelingt der Beginn des Allegrettos, das den Hörer verzweifelt nach der Eins im Takt suchen lässt. Die Musik ist zunächstvon einer tänzerischen Wehmütigkeit, ganz ohne die Heiterkeit eines Scherzos, das eigentlich an dieser Stelle des Werkes stehen sollte. Im weiteren Verlauf jedoch wird die Musik plötzlich volkstümlich derb. Beethoven tauscht kurz die Ballettschuhe gegen Holzschuhe ein und man hätte sich von den Musikern gewünscht, dass sie ihr phänomenal kontrolliertes Spiel einmal zugunsten einer rustikaleren Spielweise aufgeben.

Zentraler Satz dieses Werkes ist das Adagio, das Beethoven laut seinem Schüler Carl Czerny einfiel, „als er einst den gestirnten Himmel betrachtete und an die Harmonie der Sphären dachte“. Wenn man auch mit der Authentizität solcher Zitate vorsichtig sein muss, so scheinen Zeit und Raum in dieser Musik ins Große geweitet. Der weit ausholende Gesang bleibt an diesem Abend recht kühl und distanziert. Für die Musiker scheint auch von dieser Musik keine Wärme auszugehen. Sie halten ihr Klangideal konsequent durch. Das mag man – je nach persönlichem Geschmack – bewundern oder bedauern.

Das Quator Ebène beweist an diesem Abend, dass es zur Weltspitze der Streichquartette gehört – ob man nun immer stilistisch mit ihrem Spiel einverstanden ist oder nicht. Der begeisterte Applaus nach einem fast zweistündigen Konzert ohne Pause ist wohlverdient.

 —| IOCO Kritik Laeiszhalle Hamburg |—

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Opern-Gala – Diamanten der Oper, 07.10.2020

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

„Diamanten der Oper“
Große Stimmen präsentieren weltbekannte Arien in glanzvollem Ambiente

Ab 7.10.2020 im Mecklenburgischen Staatstheater

Keine Spielzeit am Mecklenburgischen Staatstheater ohne Operngala! Auch in dieser ungewöhnlichen Saison soll das Publikum in den Genuss weltbekannter Opern-Arien kommen dürfen. Natürlich, wie es sich schon in den Spielzeiten zuvor bewährt hat, mit großartigen Sängerinnen und Sängern, im glanzvollem Ambiente und unter dem berühmten, pompösen Kronleuchter des Großen Hauses. Zusammen mit der Mecklenburgischen Staatskapelle, Mitgliedern des Musiktheaterensembles und hochkarätigen Gästen, präsentiert und moderiert Generalmusikdirektor Mark Rohde ab 7. Oktober 2020 mit „Diamanten der Oper einen klangvollen Gala-Abend mit Highlights aus dem Opernrepertoire. Weitere fünf Vorstellungen sind bis zum 20. Dezember 2020 im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheater geplant.

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin / OPERNGALA2016 © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin / OPERNGALA2016 © Silke Winkler

Musikalische Höhepunkte unter den zahlreichen Kompositionen der Operngeschichte gibt es fraglos viele – zu viele für einen Gala-Abend von rund 80 Minuten. Das Mecklenburgische Staatstheater präsentiert daher bei „Diamanten der Oper“ nur wahre Juwelen – in musikalischer, wie stimmlicher Hinsicht. Es erklingen beliebte Arien aus Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro und Die Entführung aus dem Serail, aus Carl Maria von Webers Der Freischütz, aus Richard Wagners Lohengrin und Der fliegende Holländer, aus Georges Bizets Carmen, sowie aus Giuseppe Verdis Un ballo in maschera und Nabucco. Dargeboten werden diese Diamanten der Oper von Publikumslieblingen des Mecklenburgischen Staatstheaters wie Karen Leiber (Sopran), Itziar Lesaka (Mezzosopran) und Yoontaek Rhim (Bariton). Als Gäste werden der Bariton Andreas Hörl, der in Schwerin zuletzt als Baron Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss Der Rosenkavalier zu sehen war und der Tenor, der bei den Schlossfestspielen Schwerin 2020 als Florestan in Ludwig van Beethovens Fidelio zu erleben gewesen wäre. Begleitet werden diese großen Stimmen von der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin unter der musikalischen Gesamtleitung des neuen Generalmusikdirektors Mark Rohde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

—| Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater |—

Mainz, Staatstheater Mainz, 2. Sinfoniekonzert im Jockel-Fuchs-Saal , 08. – 10.10.2020

Oktober 1, 2020 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

2. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz
am 8., 9. und 10.10.
im Jockel-Fuchs-Saal

Am 8., 9. und 10. Oktober macht das Philharmonische Staatsorchester Mainz mit dem 2. SINFONIEKONZERT im Jockel-Fuchs-Saal zwischen Rathaus und Rheingoldhalle Halt – mit Blick auf den Rhein und zum Gutenbergfoyer. Auf dem Programm, das Daniel Montané dirigiert, steht Musik der polnischen Komponistin Grazyna Bacewicz sowie von Ludwig van Beethoven und Antonin Dvorák. Der Spanier Daniel Montané ist Gästen der Mainzer Oper kein Unbekannter. Nun stellt sich der 1. Dirigent am Staatstheater Mainz erstmalig auch dem hiesigen Konzertpublikum vor. Zu Beginn des 2. Sinfoniekonzerts dirigiert er die Ouvertüre für Orchester von Grazyna Bacewicz. Sie studierte Komposition in Paris bei Nadia Boulanger und war in den 1930er Jahren vor allem in Frankreich und Polen als Violinistin und Komponistin sehr erfolgreich. 1943, während der Besatzung Polens durch die Nationalsozialisten, entstand ihre
Ouvertüre für Orchester.

Es folgt der Jubilar Beethoven mit seinem 2. Klavierkonzert, das streng genommen sogar sein erstes ist. Denn er komponierte es als junger Mann in Bonn und nahm es mit nach Wien, wo er es bis zur Veröffentlichung immer wieder umarbeitete. Es steht noch ganz in der Tradition der Wiener Klassik, unverkennbar sind der haydnsche Esprit und die mozartsche Empfindsamkeit. Der Solopart liegt in den Händen des katalanischen Pianisten Daniel Blanch, der als intelligenter, einfühlsamer und vielseitiger Interpret gilt. Erst im Juni veröffentlichte er eine CD mit Liedern des katalanischen Geigers und Komponisten Joan Manen. Beethoven war und ist für zahlreiche Komponist*innen ein wichtiges Vorbild – so auch für Antonín Dvorák.
Über dessen Schreibtisch soll ein Bild von ihm gehangen haben, von dem er sich Inspiration erhoffte. Gesangliche Themen, kraftvolle Gesten und tänzerische Momente zeichnen seine 7. Sinfonie aus. Sie steht in d-Moll, der Tonart von Beethovens Neunter.

Karten gibt es an der Kasse im Staatstheater,
telefonisch unter 06131 2851-222, per Mail
kasse@ staatstheater-mainz.de oder an der Abendkasse.

Das Programm im Überblick:
Grazyna Bacewicz
Uwertura na orkiestr? symfoniczn?
(Ouvertüre für Orchester)
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Antonín Dvorák
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Klavier … Daniel Blanch
Dirigent … Daniel Montané
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

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