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Ballett - TanzHervorhebenPressemeldungWiener Staatsoper

Wien, Wiener Staatsoper, Ballettdirektor Martin Schläpfer – Spielplan 2021/22, IOCO Aktuell, 19.06.2021

Wiener Staatsoper
19. June 2021
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke
Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper – mit –  neuem Management

Historie – Visionen – Spielplan 2021/22

von  Viktor Jarosch

Die Wiener Staatsoper ist mehr als unterhaltsames Musiktheater. Die Wiener Staatsoper und ihr Umfeld spiegeln, in Wien sichtbar und spürbar, erlebbar gewordene Kultur. „Kultur als Teil des Alltags von Jedermann“. So sehen es viele Wiener, wenn sie über “ihre” Staatsoper sprechen. Mit über 600.000 Besuchern jährlich, vielen wegweisenden Produktionen, mit hoher Popularität bei Ausländern (über 25% der Besucher) und den Wiener*innen,  dazu über viele Jahre “solides”  Wirtschaften machten die Wiener Staatsoper zum weltweit bewundertem Aushängeschild Österreichs für Kultur im Leben, für frohes Leben mit  Kultur.

Mit großem Interesse kommuniziert IOCO deshalb die im Sommer 2020 in der Nachfolge von Dominique Meyer angetretene neue Leitung der Wiener Staatsoper. Heute stellt IOCO das Management und, im Besonderen, Ballettdirektor Martin Schläpfer und seinen Spielplan für die Spielzeit 2021/22 vor.

Das neue Staatsoper Management

    • Bogdan Roscic, *1964 in Belgrad, neuer Intendant der Staatsoper; in Wien „Direktor“-Titel. Zuvor leitete Roscic bei SONY MUSIK die Klassik Sparte: Ein Seiteneinsteiger ohne Vita in der Leitung großer Theater. Die Vorgabe: Dominique Meyer hinterließ ein formidable aufgestelltes, weltweit anerkanntes Staatstheater mit dauerhaft hohem Besucherzuspruch: in Zahlen, Auslastung 99%. Bogdan Roscic hat bisher keine Ambitionen geäußert, die hohen Besucherzahlen als Messlatte zu übernehmen.
    • Martin Schläpfer, *1959 in Altstätten, Schweiz, Ballettdirektor der Wiener Staatsoper. Seit 2009 leitete Schläpfer als Ballettdirektor das Ballett am Rhein Düsseldorf /Duisburg. Schläpfer löste am Rhein Youri Vámos und dessen populäres, zeitadäquat abendfüllendes Handlungsballett radikal ab. Martin Schläpfers meist spezielle Choreographien überzeugten oft künstlerisch;  der Besucher-Zuspruch  stürzte unter Martin Schläpfer  jedoch dramatisch ab. IOCO hinterfragte so seit 2011 wiederholt die niedrige  Auslastung seiner Produktionen; Schläpfer verweigerte hierzu beständig Erstmals 2020, zu einer einzelnen Schwanensee-Choreographie (Keine Schwäne: Rockerbanden kämpfen dort gegeneinander), nannte man Besucherzahlen und Auslastung: welch Wunder, diese waren ausnahmsweise hoch. IOCO publiziert so seit 2013 unwidersprochen gebliebene Auslastungs-Schätzung von 65-70%  für das Ballett am Rhein unter Schläpfer. siehe link HIER! Manuel Legris, Vorgänger von Martin Schläpfer an der Wiener Staatsoper, verabschiedete sich von der Wiener Staatsoper mit einer Auslastung „seines“ Staatsballetts von 99%. IOCO wird den Besucherzuspruch in Wien zukünftig aktiv beobachten.
    • Philippe Jordan, *1974 in Zürich, seit 2020 Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Jordan begann seine Laufbahn als Kapellmeister am Stadttheater Ulm. 1998 wechselte er als Assistent Daniel Barenboims und Kapellmeister an die Berliner Lindenoper, 2001 bis 2004 war er Chefdirigent der Oper Graz. 2006 bis 2010 kehrte Philippe Jordan als Principal Guest Conductor an die Staatsoper Unter den Linden nach Berlin zurück. 2014 übernahm Jordan den Chefposten bei den Wiener Symphonikern.

Martin Schläpfer stellt sich vor
youtube Trailer Wiener Staatsoper
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Martin Schläpfer, Ballettdirektor – Spielzeit 2021/22 – Gedanken, Spielplan

»Die Programmierung einer Spielzeit – so klar und einfach sie schlussendlich idealerweise vor uns steht – ist etwas Hochkomplexes. Zum einen geht es darum, die Tänzerinnen und Tänzer künstlerisch und tanztechnisch so zu inspirieren, zu fordern und zu fördern, dass sie als Solistinnen und Solisten, aber auch als Ensemble zu glänzen vermögen, sich als Teil einer Vision verstehen und stolz auf dieses Wiener Staatsballett sein können. Dies überträgt sich dann auf unser Publikum. Dieses zu berühren und für diese großartige  Kunst, die der Tanz ist, nicht nur zu begeistern, sondern auch dazu zu bewegen, für ihn einzustehen, ist für mich ein weiterer zentraler Punkt. Und natürlich geht es auch darum, die Feuilletons und Medien zu interessieren und durch ihre Arbeit den Tanz als eine Kunstform zu reflektieren, die mitten in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Für mich muss eine Planung so hochstehend, so vielfältig, so vielschichtig sein, dass sie international heraussticht. Erst danach frage ich mich, wie sie realisierbar ist – immer auch mit dem Blick auf die musikalischen, dramaturgischen und Design-Fragen, alles idealerweise eins auf Augenhöhe.«

Martin Schläpfer

Welche Bilder von der Welt, vom Menschen, vom Künstler, vom Körper entfaltet der Tanz? Welche Verbindungen entstehen zwischen Bewegung, Musik und Raum? Wie werden Traditionslinien weiter- oder überschrieben? Welche Impulse vermag das klassische Ballett unserer Gegenwart zu geben? Der Spielplan 2021/22 des Wiener Staatsballetts lädt zu vielfältigen Wechselspielen ein.

Je drei Premieren an der Wiener Staatsoper sowie der Volksoper Wien bringt Ballettdirektor und Chefchoreograph Martin Schläpfer 2021/22 heraus. Hinzu kommt in der Wiener Staatsoper die Nurejew-Gala sowie in der Volksoper das neue Format Plattform Choreographie.

Premieren

Martin Schläpfer © IOCO
Martin Schläpfer © IOCO

Zwei große Tanzwerke Martin Schläpfers bilden die Eckpfeiler der Saison. Seiner Uraufführung zu Haydns Oratorium Die Jahreszeiten im April 2022 steht zur Eröffnung der Spielzeit die von Jänner auf September verschobene Premiere von Ein Deutsches Requiem in der Volksoper Wien gegenüber: Zwei jeweils auch Solisten und die Chöre beider Häuser einbindende Ballettproduktionen, die eindringliche Bilder vom Menschen entwerfen und mit dem Tanz in die zentralen Fragen des Lebens vordringen. Mit Haydns Zeitgenossen Beethoven wird Martin Schläpfer sich in einer weiteren Uraufführung auseinandersetzen und die 2020 begonnene kreative Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts intensivieren: In Sonne verwandelt nennt er sein Ballett zu Beethovens 4. Klavierkonzert in der Volksopern­ Premiere Begegnungen.

Weitere wichtige Künstler der Gegenwart sind mit ihren Handschriften erstmals beim Wiener Staatsballett vertreten: Mit Marco Goecke konnte Martin Schläpfer einen Choreographen gewinnen, der mit seiner buchstäblich »unter die Haut« gehenden Kunst wie wenige andere in den letzten Jahren zu einem ganz eigenen Stil gefunden hat. Zu zwei Sätzen aus Mahlers 5. Symphonie stellt er im Rahmen der Premiere im siebten Himmel  sein neues Werk für das Wiener Staatsballett vor und gibt damit zugleich sein Wien-Debüt im Haus am Ring.

Erstmals sind aber auch Werke der beiden Meister der amerikanischen Postmoderne Lucinda Childs und Merce Cunningham mit dem Wiener Staatsballett zu erleben, und erstmals vertraut die große belgische Tanzkünstlerin Anne Teresa De Keersmaeker der Compagnie eines ihrer Werke an.

Andrey Kaydanovskiy, Tänzer des Ensembles und längst vielgefragter Choreograph, hat sich den Komponisten Christof Dienz als Partner für eine Uraufführung gesucht. Fortgesetzt wird die 2021 begonnene

Zusammenarbeit mit Alexei Ratmansky. Der Niederländer Hans van Manen gehört weiterhin zu den festen Säulen des Spielplans ebenso wie die beiden Neoklassiker George Balanchine und Jerome Robbins. Neben Symphony in C kehrt mit den Liebeslieder Walzern zur Musik von Brahms ein Balanchine-Werk in den Spielplan zurück, das auf unvergleichliche Weise eine Brücke zwischen der New Yorker Neoklassik und der Tanzkultur der Donaumetropole schlägt- ein Wien-Ballett in der Premiere Liebeslieder, dem Martin Schläpfer mit seiner Neueinstudierung von Marsch, Walzer, Polka in der Premiere Im siebten Himmel antwortet.

Repertoire

Aus dem Repertoire des Wiener Staatsballetts sind in der Spielzeit 2021/22 drei abendfüllende Handlungsballette auf dem Spielplan: John Crankos Onegin, Elena Tschernischovas Gise//e sowie Rudolf Nurejews Schwanensee.

Drei weitere Programme zeigen Tanzkunst des 20. und 21. Jahrhunderts: Zum Auftakt der Saison folgt die eigentliche Aufführungsserie von Tänze Bilder Sinfonien, das im Juni 2021 mit nur einer Vorstellung zur Premiere kommt. Erneut am Spielplan ist das Robbins-Balanchine-Programm A Suite of Dances. Seine Publikumspremiere wird Mahler, live mit Hans van Manens Live und Martin Schläpfers erster Wiener Arbeit 4 erleben, nachdem eine Vorstellung im Dezember 2020 nur vor Kameras stattfinden konnte.

In der Volksoper Wien kommt Vesna Orlics beliebtes Familienballett Peter Pan zurück.

Sonderprogramme

Die alle zwei Jahre stattfindende Nurejew-Gala präsentiert zum Ende der Saison einen Tanzreigen von Petipa und Balanchine bis zu Bejart, van Manen, Schläpfer sowie Leon & Lightfoot, aber auch Flamenco.

Dem choreographischen Nachwuchs gibt Martin Schläpfer mit dem neuen, vom Ballettclub Wiener Staatsballett unterstützten Format Plattform Choreographie Raum zur Entwicklung eigener Ideen – vier bis sechs Miniaturen, choreographiert von Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts, die in der Volksoper Wien zu sehen sein werden.

Ensemble

Im Ensemble des Wiener Staatsballetts gibt es zwei große Veränderungen unter den Ersten Solotänzer*innen: Nina Polakova übernimmt ab der kommenden Spielzeit die Leitung des Slowakischen Nationalballetts, Robert Gabdullin hat sich entschieden, seine aktive Tänzerkarriere zu beenden und seine Erfahrungen fortan als Tanzpädagoge an junge Tänzer*innen weiterzugeben.

Auf ihre Positionen ist es Martin Schläpfer gelungen, zwei herausragende und vielseitige Erste Solisten zu verpflichten: Aus dem Stuttgarter Ballett wechselt Hyo-Jung Kang, aus dem Bayerischen Staatsballett München Alexey Popov nach Wien.

Neu im Corps de ballet sind in der Wiener Staatsoper Gaia Fredianelli und Victor Cagnin – beide Absolventen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Ins Ensemble zurück kommt Alaia Rogers-Maman, die bereits von 2014 bis 2020 Mitglied des Wiener Staatsballetts war und in der vergangenen Saison beim Royal Swedish Ballet tanzte.

Aus der Jugendkompanie wechseln ins Corps de ballet der Volksoper Wien Barbara Brigatti und Marta Schiumarini, neu sind außerdem Vivian de Britta Schiller und Ginevra Ferratis.

Premieren

 

EIN DEUTSCHES REQUIEM

Martin Schläpfer

      1. September 2021, Volksoper Wien

IM SIEBTEN HIMMEL

Marsch, Walzer, Polka Martin Schläpfer Uraufführung

Marco Goecke Symphony in C George Balanchine

      1. November 2021, Wiener Staatsoper

LIEBESLIEDER

Other Dances Jerome Robbins Concerto Lucinda Childs

Liebeslieder Walzer George Balanchine

      1. Jänner 2022, Wiener Staatsoper

BEGEGNUNGEN

24 Preludes Alexei Ratmansky Uraufführung

Andrey Kaydanovskiy

In Sonne verwandelt (Uraufführung) Martin Schläpfer

      1. Februar 2022, Volksoper Wien

DIE JAHRESZEITEN (URAUFFÜHRUNG)

Martin Schläpfer

      1. April 2022, Wiener Staatsoper

KONTRAPUNKTE

Große Fuge

Anne Teresa De Keersmaeker Duets

Merce Cunningham Four Schumann Pieces Hans van Manen

      1. Juni 2022, Volksoper Wien

  Sonderprogramme

PLATTFORM CHOREOGRAPHIE
      1. & 19. Juni 2022, Volksoper Wien

NUREJEW-GALA

George Balanchine, Maurice Bejart, David Coria, Sol Le6n & Paul Lightfoot, Hans van Manen, Marius Petipa, Martin Schläpfer u.a.

      1. Juni 2022, Wiener Staatsoper

Repertoire

TÄNZE BILDER SINFONIEN

George Balanchine / Alexei Ratmansky / Martin Schläpfer

ab 17. September 2021, Wiener Staatsoper

A SUITE OF DANCES

Jerome Robbins / George Balanchine ab 12. Oktober 2021, Wiener Staatsoper

ONEGIN

John Cranko

ab 23. Dezember 2021, Wiener Staatsoper

PETER PAN

Vesna Orlic

ab 21. Jänner 2022, Volksoper Wien

GISELLE

Elena Tschernischova

nach Jean Coralli, Jules Perrot & Marius Petipa ab 15. Februar 2022, Wiener Staatsoper

SCHWANENSEE     –   Rudolf Nurejew

nach Marius Petipa & Lew lwanow ab 13. März 2022, Wiener Staatsoper

MAHLER, LIVE

Hans van Manen/ Martin Schläpfer Premiere vor Publikum: 2. April 2022

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