Dessau, Anhaltisches Theater, Premiere Die Lustigen Weiber von Windsor, 27.10.2017

Anhaltisches Theater Dessau, Anhaltische Philharmonie

Anhaltisches Theater Dessau / Großes Haus © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Großes Haus © Claudia Heysel

 Die lustigen Weiber von Windsor  –  Otto Nicolai

„Die ganze Welt ein Finanzamt“

Premiere  27. Oktober 2017 um 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 5.11.; 11.11.; 3.12.;  15.12.2017; 14.1.2018,; 16.3.; 14.4.2017

Die ganze Welt ein Finanzamt – wo bleibt da der Spaß? In seiner komischen Oper Die lustigen Weiber von Windsor hat Otto Nicolai nach William Shakespeares bekannter Komödie den unbändigen, dicken und ungeschliffenen Protagonisten Falstaff zu einer denkbar unwahrscheinlichen Liebhaberfigur gemacht, die mit zwei gleichlautenden Liebesbriefen an zwei verschiedene, äußerst elegante Frauen für reichlich Furore sorgt – und die bürgerliche Ordnung tüchtig aufmischt. Nicolai verbindet in seiner Version der Geschichte alle Bestandteile einer romantischen deutschen Oper mit außergewöhnlichem melodischem Reichtum.

Anhaltisches Theater Dessau / Benjamin Prins - Regisseur der Lustigen Weiber von Windsor Foto Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Benjamin Prins – Regisseur der Lustigen Weiber von Windsor Foto Claudia Heysel

Am Anhaltischen Theater Dessau kommt Nicolais Spieloper Die lustigen Weiber von Windsor am 27. Oktober um 19.30 Uhr auf die große Bühne. Für Benjamin Prins (zuletzt in Dessau als Regisseur von Bartóks Herzog Blaubarts Burg) ist der vermeintliche Tölpel Falstaffein verlorener Künstler. Sein unaufhörlicher Appetit, seine grenzenlosen Bedürfnisse und Träume erschüttern die Gesellschaft. Sie schaffen Zorn, Krise, Gewalt – und letztlich: Theater.“ Die „Weiber“ sind für Prins Gattinnen von Industriebossen. Sie leben in „einer Welt, die einem Finanzamt gleicht, einer Börse. Alles dreht sich ums Vermögen, Gefühle spielen keine Rolle. Und nun, durch den kraftvoll-schrankenlosen Narren Falstaff und seine skandalöse Art haben diese Frauen einmal die Möglichkeit, auszubrechen und im wahrsten Sinne lustig zu sein.“   Die „freie, reine und echte Liebe dagegen“, so Prins, „gibt es nur bei der Tochter einer dieser Frauen. Sie wählt zum Entsetzen ihrer Eltern einen Kellner zum Mann, einen armen, lumpigen Jungen. Das ist das Ende der bürgerlichen Ordnung, der Macht, und der Beginn der Anarchie.“

Benjamin Prins lässt die Geschichte in einem Luxushotel spielen – sein Bühnenbildner Jürgen Lier nutzt dabei die Verwandlungsmöglichkeiten der Dessauer Bühne großzügig aus. „Mit dieser Bühne kann man hervorragend zaubern. Im Shakespeare’schen Sinne schaffen wir einen Raum, in dem alles passieren kann.“

Das Ensemble aus Michael Tews als Falstaff, KS Ulf Paulsen (Herr Fluth), Kostadin Argirov (Herr Reich), Elena Fink/Cornelia Marschall (Frau Fluth), Rita Kapfhammer (Frau Reich) und David Ameln (Junker Spärlich) erweckt gemeinsam mit dem Opernchor mit „Die lustigen Weiber von Windsor“ ein einst beliebtes, heutzutage selten gespieltes Werk zu heiterer Lebendigkeit. Erstmalig zu Gast am Anhaltischen Theater sind die Sopranistin Anne Petzsch (Anna Reich) und Tenor Markus Francke (Fenton). Am Dirigentenpult der Anhaltischen Philharmonie Dessau steht Elisa Gogou.

Wo: Anhaltisches Theater Dessau/Großes Haus, Friedensplatz 1a, 06844 Dessau-Roßlau

Karten für „Die lustigen Weiber von Windsor“ gibt es an den Vorverkaufsstellen des Theaters, im Internet und an der Abendkasse.

—| Pressemeldung Anhaltisches Theater Dessau |—

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